Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Holz ernten - welche Jahreszeit?

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Eintrag #1 vom 03. Jul. 2003 18:03 Uhr Martin Rogier   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Wann ist das Holz am besten?

Moin.
Ich hab mal gehört, dass Holz am Besten ist, wenn es im Winter geschlagen wird, weil dann am wenigsten Wasser in den Zellen ist oder so.
Weiß da jemand genaueres drüber?
Gibt es vielleicht Unterschiede je nach Holzart oder nach Verwendungszweck? - In meinem Fall ein Eibenholzlangbogen, aber die Frage interessiert mich so generell mal.
Gruß
Martin

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Eintrag #2 vom 03. Jul. 2003 20:43 Uhr Harald Sill  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Harald Sill eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Eibenholz

Du hast den wesentlichen Punkt bereits genannt.
Das Wasser in den Zellen.
Dazu werden aber sicher noch andere fundierter was schreiben.
die Eibe wirst du aber ein paar Jahre ablagern müssen bevor Du sie zum Bogen verarbeiten kannst.
Gute Tage
Harwalt von Biberach FRB und sine temporis

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Eintrag #3 vom 04. Jul. 2003 09:06 Uhr Thomas Nesges  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Nesges eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Naturschutz

Wenn du die Eibe in Deutschland selber schlagen willst, musst du dir um die Zeit keine Gedanken machen:
“Naturschutz: Aufgrund der heutigen Seltenheit, aus landeskundlich- und historischen Gründen wurde die Eibe als einzige heimische Baumart unter Naturschutz gestellt. Sie hat nach der Bundesartenschutz- verordnung §20e BuNatSchG (Bundesnaturschutzgesetz) einen besonderen Schutz, alle anderen Baumarten sind nur gering geschützt. Durch diesen Schutz ist es auch dem Forstmann untersagt die Eibe wirtschaftlich zu nutzen. Holzhändler, die mit Eibenholz handeln benötigen eine Herkunftsbescheinigung, die von der Oberen Naturschutzbehörde ausgestellt wird.”
www.wald.de/wald/baeume/eibe.htm
Thomas
www.trebeta.net

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Eintrag #4 vom 04. Jul. 2003 15:13 Uhr Harald Sill  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Harald Sill eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Landschaftsgärtner

Bei Landschaftsgärtnern fallen immer wieder Eiben an die entfernt werden müssen.
Aber darauf achten dass sie nicht nur einen Ast für einen Flitzebogen beiseite legen und dne Stamm zersägen.
Harwalt von Biberach FRB und sine temporis

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Eintrag #5 vom 04. Jul. 2003 19:03 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

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Hi.
Der Landschaftsgärtner wird aber nicht nur im Winter Eiben fällen, gell.
Zu diesem Thema empfehle ich einen gründlichen Blick in den Thread “Bogenbau”: [Taverne, Thread: Bogenbau]
Grüße,
Stefan

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Eintrag #6 vom 04. Jul. 2003 20:22 Uhr Harald Sill  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Harald Sill eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht entgangen

Hi Stefan.
Das ist meiner Aufmerksamkeit doch glatt entgangen. *g*
D.h. bei der Lagerung noch im Besondern dafür sorgen dass sich das Holz nicht unerwünscht verbiegt.
gute Tage
Harwalt von Biberach FRB und sine temporis

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Eintrag #7 vom 10. Jul. 2003 10:40 Uhr Frank (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Frank eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ... Holz allgemein

Hallo Martin,
ich hab’ mir dazu auch schon Gedanken gemacht. Die Eibe für meinen Bogen ist im Garten gewachsen und nicht “natürlich” i.S.v. frei in der Natur, weiterhin wird sie nicht “wirtschaftlich” genutzt und somit dürfte dem NaturSchG genüge getan sein.
Ich habe sie dieses Jahr am 22. Februar geschlagen (direkt am Neumondstag). Ob das die Qualität weiter verbessert weiß ich nicht, da ich keine wirklich wissenschaftliche Erklärung zu diesem Thema finden konnte. Der Volksmund sagt’s halt…
Winter ist aber wg. des bereits angesprochenen niedrigen Wassergehalts prinzipiell gut. Ich denke daß hier sowohl die Lagerzeit als auch die Eigenschaften (Rissgefahr, Verbiegung bei ungleichmässiger Trocknung…) stark positiv beeinflußt werden.
Ich habe vor kurzem jedoch einen Bericht gesehen in dem im Schwarzwald Holz für Musikinstrumente (in diesem Fall Geigen und Gitarren) speziell zur Wintersonnwende geschlagen wurde, weil es da die besten Klangeigenschaften haben soll. Vielleicht ist dies ein Ansatzpunkt für weitere Recherchen bezügl. des Zeitpunkts und der damit verbundenen Eigenschaften des geschlagenen Holzes.
Dieses Holz wurde nach der Lagerung in entsprechende Bretter geschnitten und zu Höchspreisen international verkauft. Auch irgendeine TU hat sich mit diesem Projekt (das war seit langer Zeit der erste Holzeinschlag dieser Art unter diesen Umständen)näher befasst und die Klangeigenschaften wissenschaftlich untersucht, wie weit die Ergebnisse der ßffentlichkeit zugänglich, oder überhaupt schon vorhanden sind entzieht sich meiner Kenntnis.
Ich hoffe das gibt ein paar nützliche Hinweise.
Diese Thematik interessiert mich auch. Vorallem wenn man zu Holz im Hausbau (Fachwerk..) etwas mehr erfahren könnte wäre es gut. Soweit ich weiß soll auch hier “Winterholz” das bevorzugte Material sein. Weiß jemand mehr und warum?
MfG
Frank aus Franken

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Eintrag #8 vom 10. Jul. 2003 11:00 Uhr Claus Winhard   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Frisches Holz zum Fachwerkbau

Hallo Frank,
im Freilichtmuseum Detmold gibt’s ein sehr gutes, kleines Büchlein mit dem Titel “Fachwerkbau”. Ich hab’s leider irgendwo verschmissen, sollte aber über das Museum zu bekommen sein.
Interessant darin ist, daß in vielen Fällen frisch geschlagenes Holz zum Bau verwendet wurde, vor allem dann, wenn ein Haus z.B. nach einem Brand wieder aufgebaut werden mußte, da konnte man ja nicht ein paar Monate oder Jahre im Freien warten, bis das Holz abgelagert ist.
Dem Problem des Verzugs beim Trocknen begegnete man so, wie es heute im Schweizer Alpenraum noch üblich ist: ßberstehende konische Holznägel, die im Laufe der Zeit immer weiter eingeschlagen werden, um die Struktur zu stabilisieren und eine zentrale, trapezförmige Bodenbohle, die ebenfalls nach außen aus der Wand ragt und hineingeschlagen wird, sobald sich die Bodenbohlen/-bretter verziehen und sich Spalte bilden.
Nachdem z.B. im ostbayerischen Raum statt der sonst verwendeten Eiche vor allem Lärche als Baumaterial verwendet wurde (auch schon im MA), sollte es dank der Wetterfestigkeit und der natürlichen Schädlingsresistenz der Lärche dabei auch nur wenige Verrottungsprobleme gegeben haben. Und wenn doch: ßußerste, verrottete Spitze des Holznagels oder der Bohle absägen - so machen’s die Schweizer ;-)
Meine 2 Cent zum Thema.
LG,
Claus

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Eintrag #9 vom 13. Jul. 2003 20:49 Uhr Martin Rogier   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Danke

Danke für eure Ratschläge!
An Frank: Genau sowas wollte ich hören. Das mit dem Mond: Ich hab mal was von “Nach Vollmond fällen” gehört, auch mal etwas vom Mond und dem Wasser in den Zellen, aber auch ohne wissenschaftliche Begründung. Könnte mir aber schon vorstellen, dass da was dran ist.
Allerding frag ich mich, wie groß der Qualitäts-Unterschied wirklich ist. Bei einer Geige wahrscheinlich mehr als bei einem Löffel.
Zum Thema Naturschutz: Die Eibe ist zwar im Wald verdammt selten und zu Recht geschützt, aber Gärten und Parks quellen fast über vor Eiben. Und da ich eher einen dickeren Ast verwenden will als einen Stamm (siehe Harm Paulsen, Die Bögen von Haithabu (?), Wacholtz-Verlag) brauch ich keinen Waldfrevel begehen, sondern nur nen verständnisvollen Gartenbesitzer.
MFG
Martin

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Eintrag #10 vom 14. Jul. 2003 07:19 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Mondholz

Hallo Ihr
Nur kurz mein Senf zum Thema:
Ich habe vor kurzen erst (Fernsehen) von tatsächlich seriös-wissenschaftlichen Studien zum Thema “Mondholz” gehört, die tatsächlich die besseren Eigenschaften, übrigens auch gegenüber Fäulnisempfindlichkeit und Schädlingsbefall, bestätigt haben sollen.
Hauptsächlich ist das natürlich im Baubereich, grundsätzlich aber immer von Vorteil.
Leider ist mir inzwischen entfallen, welche Uni die Studien gemacht hat.
Der Bericht hat mir seriös ausgesehen. Es gibt demnach inzwischen Sägewerke, die speziell mit Mondholz (welches auch nur geringfügig teurer ist) handeln. Und das mit voller ßberzeugung (logisch).
Ich persönlich glaube auch, daß was dran ist.
Euer Arno

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Eintrag #11 vom 24. Jul. 2003 18:11 Uhr Heike Hammelbacher   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Noch'n Tip

Im Prinzip habt Ihr alle Antworten schon genannt: am besten ist es die Eibe (natürlich auch andere Holzarten) für den Bogen im Februar einen Tag nach Neumond (und soweit ich mich erinnern kann, gilt dasselbe auch im Herbst) zu fällen. Wie schon richtig bemerkt sind die “Säfte” im Holz dann auf dem niedrigsten Stand. Der Neumond hat insoweit damit zu tun, wie er auch mit Ebbe und Flut (Springflut bei Vollmond und Nippflut bei Neumond) oder meist auch bei der Blutung der Frau eine Rolle spielt. Trotzdem sollte das Holz noch ca. 3 Jahre trocken, aber den Jahreszeiten ausgesetzt, gelagert werden. Es sollte beim Bearbeiten nur noch einen Feuchtigkeitsgehalt von ca. 12-15% haben.
Vielleicht konnte ich damit auch ein bißchen helfen.
Schönen Tag noch
Hekja aus dem Wickerthal & Mikjál Wernersson

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Eintrag #12 vom 24. Jul. 2003 18:22 Uhr Heike Hammelbacher   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Da fällt uns noch was ein:

Du solltest für Deinen Bogen aber doch einen Stamm nehmen und ihn längs vierteln, anstatt einen dickeren Ast zu nehmen. Der Stamm sollte mindestens 25 cm dick sein.
Zu Beachten ist auch Kern- und Splintholz: ca. 1/4 Splint- und 3/4 Kernholz.
Hekja und Mikjál

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Eintrag #13 vom 02. Sep. 2003 12:47 Uhr Frank (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Frank eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ...nochmal weg vom Bogen...

Tach,
lücklicherweise musste ich mich in letzter Zeit mehr mit dem Thema Fachwerk beschäftigen (wenn’s klappt hab ich bald ein 350 Jahre altes Häuschen…:))))
Also erste Aussage war:
Wenn das Kind geboren wird wird das Holz gefällt.
Wenn es heiratet wird das Holz verbaut.
Bei einem Einschlag im Winter (Neumond…) dürfte die Holzfeuchte bei der Lagerzeit weit unter den geforderten 15-20% für Bauholz liegen…
Verwendet wurden im Norddeutschen Raum überwiegend Eiche bei uns in Franken mehr Nadelhölzer. Die Anfälligkeit gegen Insetenbefall ist bei diesen Bedingungen minimal!
MfG
Frank aus Franken

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Eintrag #14 vom 15. Sep. 2003 10:54 Uhr Frank (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Frank eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ... nochmal Fachwerk...

Tach zusammen,
also lt. einigen Büchern wurde zum Erstellen von Fachwerkhäusern überwiegend Eichenholz verwendet.
Das ist bei uns in der Gegend (Mittelfranken) so nicht zutreffend. Es wurden bei uns vorallem Nadelhölzer verbaut (überwiegend Kiefer wenn’s recht ist..)
Die Bäume wurden wie unten erwähnt im Winter geschlagen. Natürlich kann man davon ausgehen, daß gerade in Kriegs- oder Katastrophenfällen darauf keine Rücksicht genommen wurde.
So steht zum Beispiel in Hilpoltstein ein Stadthaus bei dem eine dentrochronologische Untersuchung ergeben hat daß die Bäume im SOMMER 1601 gefällt wurden.
Dies bestätigt aber nur die Ausnahme von der Regel! Das Haus steht aber immernoch und ich ziehe für mich den Schluß daß das Holz bei entsprechender Behandlung über die Jahre hinweg die selben Eigenschaften angenommen hat wie Winterholz.
MfG Frank aus Franken

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Eintrag #15 vom 15. Okt. 2003 19:58 Uhr   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Holz

Holz zum Weiterverarbeiten z.B. für eine Schale o.ä.; oder zum Drechseln:
Fällen im November-Neumond; zurechtsägen und spalten (lezteres, weil ein Stamm rund mit dem Kernholz sonst reisst und das soll vermieden werden) und dann lagern: Faustregel: pro cm ein Jahr, d.h. bei einem Stammstück von 20 cm Länge 10 Jahre (es wird von jeder Seite gerechnet).
Gruß aus Sachsen von Rauke

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Eintrag #16 vom 17. Okt. 2003 08:22 Uhr Harald Sill  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Harald Sill eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Holzreißen

Hi Beate.
Dem Reißen von Stammholz kannst Du vorbeugen indem Du die Enden versiegelst und die Rinde stellenweise entfernst. Ein 1/3 der Rinde muß weg habe ich gelesen. Allerdings gehe ich davon aus dass es von Holzart zu Holzart da Unterschiede gibt.
Gute Tage
Harwalt von Biberach FRB und sine temporis

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Eintrag #17 vom 15. Dez. 2003 15:13 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht noch mal zum Naturschutz ...

Hallo Frank, hallo Martin,
leider wird hier etwas vorschnell (und falsch) aus dem Gesetz “zitiert”.
Die Eibe (Taxus baccata) ist in Deutschland durch Artenschutzrecht vollständig geschützt und darf nicht gefällt werden. Dies gilt auch für Exemplare im eigenen Garten!!!!
Wenn die Eiben zusätzlich noch in den örtlichen Baumschutzsatzungen erwähnt werden, so gilt doch und vor allem das höherrangige Recht (Bundesartenschutzverordnung).
Als Eigentümer einer solchen hat man die Pflicht sich für diesen Baum einzusetzen und ihn nicht aus rein persönlichem Interesse (egal ob zum Bogenbau oder weil er einer Baumaßnahme im Weg ist) zu fällen.
Grund für diesen Schutz ist genau der extreme Raubbau an dieser Baumart im Mittelalter als Waffenholz.
Ausnahmen stellen lediglich die gärtnerischen Zuchtformen (Säuleneiben, Fächereiben usw.) der Eibe dar.
Im übrigen sollen einerseits diese Gartenformen nicht so gut zum Bogenbau geeignet sein (habe ich selbst noch nicht ausprobiert - mein Langbogen ist aus Hickory) und andereseits sollten “Anfänger” die Finger von der Eibe lassen - sie ist nicht leicht zu bearbeiten und vorallem und das wird gerne verdrängt oder als harmlos abgetan - sie ist (für den Menschen, und auch für Pferde, nicht aber für Rinder, Rehe und Hirsche) höchst giftig. Das bedeutet, bei einer Holzbearbeitung ohne wenigstens Mundschutz riskiert der unbedarfte “Bogenbauer” seine Gesundheit. Im Mittelater waren Erkrankungen auf Grund der Giftwirkung der Eibe bei Bogenbauern nicht selten.
Gruß, leptura

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