Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Imprägnierung von Gewandungen

Einträge 21 bis 31 (von insgesamt 31 Einträgen)

1 2

Eintrag #11 vom 01. Jul. 1999 10:06 Uhr Ger von der Osten - Sacken   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht

Moin Tyrach & ihr anderen, auch ich kann mich zu dem, was hier zur Wolle gesagt wurde nur anschließen. Bei Gugeln u.ä. kann man vielleicht noch darauf achten, daß man den Stoff in der Faserrichtung verwendet (will sagen, daß diese beim Tragen senkrecht verläuft) Meine jetzige Gugel ist so gearbeitet und das Wasser ´perlt´ richtig schön runter. Was den von Ivo angesprochenen Loden ´light´ betrifft, hat er recht, aber selbst meine alte Gugel aus solchem Material hält mir einen kräftigeren Regenschauer oder mäßigen Dauerregen und Niesel recht zuverlässig vom Halse. Was Die Wachslösung in Waschbenzin betrifft: Keine Ahnung ob das Resultat taugt - Nur Waschbenzin mit einem Fön verdampfen? - Ich denke, das kann recht schnell in einem flammenden Inferno enden (So ein Elektromoter dürfte die Dämpfe recht zuverlässig zünden…). Ger

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #10 vom 29. Jun. 1999 17:19 Uhr Ameli (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ameli eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht

Hallo Tyrach, Loden ist zwar gut, aber teuer. Ich habe meinen Mantel (Halbkreis, Radius Schulter-Knöchel) aus einem Woilach genäht. Der Woilach ist eine Pferdedecke, die zu allen Kavalleriezeiten Verwendung fand. Grau, Wolle, gefilzt und fast wasserdicht, pflegeleicht, dazu für ca. 40,– DM pro Decke zu kriegen. Am besten beim Reitsporthändler nachfragen. Und zu den Imprägnierungen: das gute alte ßlzeug ist in ßl gekochte Baumwolle, siehe auch Drizzabone-Reitermäntel aus Australien. Ich habe so eine “Kutte” und bin total zufrieden mit dem Material und der Haltbarkeit. Wie sich das Imprägnierungsöl zusammensetzt, weiß ich nicht, ist Herstellergeheimnis. Aber ich glaube, auch bei Segelmachern/Ausrüstern dürfte was zu erfahren sein. Und Finger weg vom Material à la Barbour-Jacken, die sind nämlich im Gegensatz zu den australischen Sachen nur mit Wachs beschichtet, ergibt eine geringere Haltbarkeit. Auf regenarme Wochenenden,
Elisabeth von Tannenberg

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #9 vom 28. Jun. 1999 14:34 Uhr Tino Kaubisch   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht

Servus Ivo und auch die anderern, das Wolle (besonders doppellagig) ein guter Schutz gegen Nässe darstellt, ist mir schon bekannt. Ich hab auch einen wollernen Umhang, der mir auch schon gute Dienste erwießen hat. Mein Anliegen geht aber in die Richtung, die Ivo mit “seinem” Lanolin angeschnitten hat. Was gibt es außer dem guten und altbewährtem Wollstoff außerdem oder zusätzlich noch? Was haltet Ihr von der Bienenwachsmethode? Ich bin da ein bischen skeptisch, aber wahrscheinlich bekomme ich diesen Umhang nächstes oder übernächstes Wochenende zu sehen, und kann mir dann davon ein Bild machen und werde dann auch hier davon berichten ob´s was taugt! Grüße, Tyrach P.S. Meine Name ist Produkt einer durchzechten Nacht am Compi und einer ganz spontanen Eingebung. Also weder geschichtlich fundiert noch belegt, aber dafür individuell und gefallen tut er mir noch dazu!

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #8 vom 28. Jun. 1999 14:17 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht

Nachschlag, wenn Du unbedingt imprägnieren willst: Im Motorradshop gibt es die berühmten Barbour-Waxcotton-Jacken und gängige, billigere Nachbauten derselben. Das Wachs kann man in Flasche/Tube/Büchse (?) auch einzeln kaufen, und wenn Du statt der teuren Markenware die “Hausmarke” von Hein Gericke, Detlev Louis oder Polo ergattern kannst, sparst Du noch´n paar Mark. Aber:Das Zeug klebt, riecht und macht das Gewebe starr, außerdem weiß ich nicht, wie es sich mit Wolle verträgt. Thema Waschen: Wenn Du guten Loden erwischst, ist der schon ausreichend gefilzt, weiteres Waschen bringt nur einen “urigen”, will sagen: gammeligen Look. Mein Primitivkittelchen war übrigens ein Reststück aus dem Großhandel, das mich ganze 15 Mark gekostet hat. Stichwort Qualität: Wenn Du einen guten Loden kaufst, nimm immer die schwerere Qualität. Halte den Stoff gegen das Licht, wenn welches durchfällt, hast Du es mit dem Landhausmodenzeug zu tun, das eignet sich zwar auch für so manches, aber definitiv nicht für einen wetterfesten Mantel. Immer hilfsbereit Ivo

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #7 vom 28. Jun. 1999 14:06 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht

Moin Tyrach/Tino! Was die Nässefestigkeit angeht, kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen. Sfern Du keinen höchstderoselbsadligen darstellst, empfehle ich Dir den “Wolldeckenumhang”. Wird im Allgemeinen in den frühmittelalterlichen Bereich gestellt, taucht(!)aber als Wetterschutz. Wie machen? Ganz einfach. Besorg Dir einStück Wollstoff, am besten schön gefilzten Loden (Paßt in fast alle Epochen), Maß: etwa Schulter bis Mitte der Wade mal zwei (ergibt ca. zwei Meter). Rand umnähen. Dann breitest Du den Stoff aus und faltest ihn so, daß Du ein Rechteck erhältst, Maß: Stoffbreite auf Schulter-Wadenmitte, der Stoff also doppelt liegt.(Damit erhältst Du MA-GoreTex, außen dicht, innen Atmungsaktiv ;o) Dann nimmst Du die Seite mit dem Knick, die ca. 150cm(=Stoffbreite) lang ist, an den Ecken, hältst das Ganze hinter Deinen Rücken, und ziehst die Ecken über die Schultern auf Deine Brust und schließt das ganze mit einer Fibel. Laß etwas Platz, damit Du Dir nicht den Schluckknorpel quetschst, und rolle die Falte, die sich jetzt in Deinem Nacken gebildet hat, zusammen, damit hast Du Deinen Nacken vor Zug und hereintropfendem Regenwasser geschützt. Wenn Du Rechtshänder bist, schieb die Fibel in Richtung Deiner rechten Schulter, und Du hast Deinen Arm frei und unbehindert. Mit so einem Primitivteil bin ich seit vier Jahren unterwegs, ohne daß der Stoff je irgendwelche Imprägnierung gesehen hätte, und bis dato ist nix durchgekommen. Mit einer Gugel und darüber einem Stumpen-Filzhut bleibst Du trocken und warm verpackt. ßbrigens: Wolle hält Dich auch dann noch warm, wenn sie feucht ist. Wenn Du allerdings auf einer a. Imprägnierung bestehst, nimm Lanolin. Das ist das Fett, das natürlicherweise in der Wolle vorhanden ist und heutzutage in der Verarbeitung fast vollständig herausgewaschen wird. Meines Wissens war in früheren Zeiten mangels Chemie der Lanolinanteil im Material höher. Hauptnachteil: Lanolin hat ein recht kräftiges Odeur, und in Fachkreisen wird es als Schottenlockstoff bezeichnet ;o) Gruß Ivo P.S.: Woher kommt der Name Tyrach?

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #6 vom 28. Jun. 1999 14:01 Uhr Tino Kaubisch   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht

Ich bin hauptsächlich darauf gekommen, weil ich letztes Wochenende mit jemanden gesprochen hab, der seinen (Woll-) Umhang irgendwie mit Bienenwachs behandelt hat, das er vorher in ???, und da beißt´s leider aus, ich kann mich nicht mehr genau erinnern, aber ich glaub es war Waschbenzin aufgelöst hat. Mit dieser Mischung hat er dann seinen Umhang eingepinselt und meinte wenn man dann noch mit dem Fön drübergeht zieht das Bienenwachs noch besser in das Gewebe ein. Nachteile dieses Verfahrens: Das Kleidungsstück wird relativ schwer und starr! Gesehen hab das gute Stück nicht, weil er das leider nicht dabei hatte! Drum dacht ich mir, vielleicht gibt´s da noch was Anderes. Weil ich mir kürzlich auch einen Klapprock aus einer Art dickem Vilz als Fütterung und als Außenschicht einen dünneren Wollstoff genäht hab. Hauptsächlich für Winterlager gedacht und noch nicht praxisgetestet bzgl. Wasserdichtheit! Aber ich hab hier in der Taverne in irgendeinem Thread schon mal gelesen, daß man solche Sachen einfach mal mit der Maschine waschen soll, damit sich die einzelnen Fasern noch besser verfilzen → Wasserdichtheit steigt Bei welcher Temperatur mach ich das am Besten und weiß jemand in welchem Thread das gestanden ist?
Tyrach

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #5 vom 28. Jun. 1999 13:28 Uhr Andreas Sturm   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht

Genau Dietrich: das ist der Trick - im strömenden Regen wird man gelegentlich sogar mit Mikrofaser naß. Da hilft nur ein festes Dach. Aber kleinere Wassermengen oder Sprühregen vertragen Wollsachen ohne Probleme.

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Avatar
Eintrag #4 vom 28. Jun. 1999 13:11 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht

Puh, Glück gehabt; ich wollte gerade das Gleiche schreiben, nur nicht so wissenschaftlich. Danke, Andreas. Aus der Praxis kann ich das Gesagte allerdings bestätigen; ich laufe seit zehn Jahren in Wollsachen rum, und richtig naß geworden bin ich noch nie. Nicht in den strömenden Regen stellen und gelegentlich mal schütteln, damit das Wasser abperlen kann- mehr braucht´s nicht. Dietrich

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #3 vom 28. Jun. 1999 13:03 Uhr Andreas Sturm   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht

Moin Tino! Wolle ist eine hydrophobe Faser, d. h. sie stößt Wasser eher ab und der Stoff braucht sehr lange, bis er sich mit Wasser vollsaugt. Loden ist ein Wollstoff, der durch seine Ausrüstung (verfilzte Oberfläche) und die hydrophobe Wollfaser bereits einen sehr guter Regenschutz darstellt und im Allgemeinen für Reise- und Arbeitskleidung im weitesten Sinne Verwendung fand. Eine zusätzliche Impregnierung ist nicht nötig und würde im Gegenzug die Druchlässigkeit für Wasserdampf (Schwitzen) verschlechtern - damit verminderst du nur den Tragekomfort dieses hochgeschätzten und teuren Materials. Falls du nicht durchweichen willst, empfehle ich dir das zu tun, was auch unsere Vorfahren in diesem Falle getan haben und dich unterzustellen. ;o)

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Avatar
Eintrag #2 vom 28. Jun. 1999 12:54 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht

Ein Mittel, das ich kenne und das sowohl a. als auch wirksam ist, ist Fett! Jedenfalls benutzen wir das heutzutage in der Feuerwehr, um unsere Lederstiefel wasserDICHT zu kriegen. Für Stoff wäre das nur bedingt nutzbar, schätze ich…
Ivain von irgendwo

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Eintrag #1 vom 28. Jun. 1999 12:43 Uhr Tino Kaubisch   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht

Hallo da draußen, hat von Euch jemand Tips zur Imprägnierung von diversen Stoffen, die wir so zur Herstellung unserer Gewänder benutzten? Gedacht habe ich da vor allem so an Woll-, Loden- und Leinenstoffe, die man ja bevorzugt für Mäntel, Umhänge u.ä. verwendet. Da es ja doch hin und wieder vorkommen soll, daß es auf einer mittelalterl. Veranstaltung regnet und das ganze Lager im Schlamm versinkt, wäre es doch nicht schlecht, hier in diesem Thread Tips und Möglichkeiten zu sammeln, mit denen man Stoffe einigermaßen wasserdicht machen kann, um wenigstens von oben her trocken zu bleiben! Okay, dann legt mal los, weil ein verregneter Sommer ist´s jetzt schon und der Herbst kommt bestimmt. Servus, Tyrach

BewertungHinweis:
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne
Durchschnittlich 0 Sterne

Arrow_upNeue Einträge oberhalb dieser MarkierungArrow_up

1 2