das Petersen Typ K ist ein einschneidiges Schwert, welches meines Wissens nach, und auch nach Petersen, besonders in Norwegen verbreitet war. er spricht ja auch selber von “Single-edged swords”. Saxe zeichnen sich gegenüber diesen Schwertern durch einen im alllgemeinen recht einfachen Holzgriff aus, sowie durch eine abfallende Spitze. Die früheren etwas weniger, die späten aiusgeprägter. Hier ein frühes, alamannische Beispiel: arsenal.de/php/shop/images/1880.jpg Das gibt den Waffen eine Ausprägung, die am ehesten mit einem Bowie-Messer zu vergleichen ist. Gute Beispiele über die Jahrhunderte hinweg findest Du z.B. in den Katalogen zu der Ausstellung “799 - Kunst und Kultur der Karolingerzeit”. (Kannst sie dir gerne auch mal bei mir angucken ;) Hier in Kontinentaleuropa kamen sie im 9. Jhdt. so langsam außer Gebrauch, bei den Angelsachsen wurden sie wohl noch bis ins frühe 11. Jhdt. verwendet und hier konnten die Gefäße auch bedeutend stärker ausgearbeitet und geschmückt werden.
Was die Begrifflichkeit in der FMA-Szene angeht (von welcher sprechen wir?), so weiss ich nicht, wo sie herkommt. Ich tippe mal wieder auf eine Szenebegrifflichkeit, die sich verselbständigt hat. In den mir vorliegenden waffenhistorischen Werken habe ich sie auf jeden Fall noch nicht entdeckt. Den Begriff des Langsaxes habe ich schon das eine oder andere mal gehört, doch haben diese Waffen nichts mit den einschneidigen, skandinavischen Schwertern gemein. Auch fiel mir bei meiner Bildsuche für dieses Posting auf, dass viele bei verschiedenen Händlern angebotene Saxe speziell in der Griffgestaltung sehr - um es mal euphemistisch auszudrücken - fantasievoll vorgegangen sind.
Aber vielleicht kann mir ja jemand mal eine relevante Definition des Begriffes geben. Ich bin sicher weit davon entfernt speziell im Frühmittelalter als “Koryphäe” dazustehen.
du die schneidenseite des schwertsaxes spiegeln würdest, würdest du eine Spatha erhalten.
von daher könnte man auch sagen das ein schwertsax eine einschneidige spatha ist.
hoffe das war verständlich.
wenn man in der kämpferszene unterwegs ist kommt man, zumindest in der fma ecke um die schwertsaxe kaum drumherum. die schwertsaxe die der binns, und inzwischen auch der axon bauen sind sehr beliebt.
vielleicht erstmal zur Definition. Was soll denn Deiner Meinung nach ein Schwertsax sein?
Ich kenne Saxe in verschiedenen Längen und Schwerter - inkl. einschneidige Varianten. Der Begriff Schwertsax ist bei mir noch nicht vorgekommen, habe ich aber mal dumpf auf irgendwelchen dubiosen Internetseiten aufgeschnappt. Ich habe die Vermutung, dass es sich um einen künstlichen Begriff handelt.
Bis denn
Thorsten
P.S. Habe gerade noch einmal Google bemüht. Was da in der bunten Welt des Internets als Schwertsax angeboten wird, kann alles mögliche sein. Von einschneidigen Schwertern der Norweger (Petersen K)über angelsächsische, etwas aufwändigere Saxe, bis hin zu Fantasy-Konstruktionen. Allen Dingen, die ich im Netz angesehen habe, gemeinsam ist, dass sie im allgemeinen falsch benannt oder einfach erfunden sind. Unter dem Begriff gibt´s eine Menge Schwachsinn da draussen …
Ich suche alle Infos speziell zum Thema Saxschwerter oder Schwertsax.
Wann, Wo waren sie verbreitet, wie sahen Montierungen aus im Vergleich zu Schwertern aus der selben Zeit, was gibt es noch für Info? Bücher, Fundberichte ectect.vorallem Germanisch/Frankischer Raum wären Interessant.