da der Bogen in Deutschland sehr beliebt war - ebenso wie die Armbrust - würde ich da mal langsam tun, Ivain.
Zu dem Bild aus dem 14.ten…das würde ich al Allegorie oder Themenbild betrachten, denn einen Bogen, der einen Hirsch tötet ist von einer höfischen Frau kaum zu spannen, fürchte ich.
Nun, die Jagd ist eh ein sehr untergegangenes Thema…lasst uns recherchieren.
Die Jagd an sich war im großen und ganzen den Adeligen vorbehalten. Daher auch schonmal ein Punkt zur Kleidung einer jagenden Frau: Dem Adelsstand angemessen prunkvoll.
2.
Die Jagd mit dem Bogen war nicht wirklich sonderlich verbreitet. Beliebter waren da die Jagd mit Greifvögeln (dies auch für Frauen) oder eben die Hatz zu Pferde mit Sauspießen und ähnlichem Gerät.
Die Jagd mit dem bogen erfordet ein Anpirschen zu Fuß an das Wild, ein Vorgang der von einer adeligen Dame in ihrem Kleid im Unterholz wohl schwerlich als Freizeitvergnügen aufgefaßt worden wäre.
(Und nein, nix ist mit Frau in Männerkluft. Dazu gibts hier schon eine Reihe von Threads; Antworten/Fragen dazu besser dort)
Zum Thema Frau und Jagd (mit Falken) empfehle ich das Falkenbuch Kaiser Friedrichs, eine sehr schöne Primärquelle für diese Zeit.
Und nochmal als Fazit:
Dementsprechend wäre die passende Kleidung für eine jagende Frau die ‘Alltagsgewandung’ einer Adeligen.
Zur Jagd kommt dann eben noch der Falnkenhandschuh dazu.
nahmen Frauen im ausgehenden 13. Jahrhundert an Jagden teil? Wenn ja, gab es eine spezielle Gewandung für diese Gelegenheiten, oder trug frau zweckmäßige Alltagsbekleidung?
Gab es damals überhaupt besondere “Freizeit”-Gewandungen, die man einer Bogenschützin hätte zuschreiben können (Kopfbedeckung, etc.).