Hallo, beisammen! Nach kurzer Rücksprache mit einem Orthopäden und Sportmediziner: Das Kochenwachstum ist beim Mann mit etwa 14, bei der Frau mit 16-18 Jahren abgeschlossen. Nimmt die Frau vorzeitig die Pille, kann sich die Wachstumsphase bis auf 21 verlängern. Holzschwerter sind eigentlich ohne Altersbeschränkung zumutbar (oder hat sich irgendwer hier früher nicht mit Knüppeln als “Robin Hood” gekloppt?), somit gilt dasselbe auch für Sportwaffen(Achtung, Maske nicht vergessen!!! Ebenso Handschuhe!) Auch die Gelenke und Hände würde ich gut schützen. Aufs Schlachtfeld würde ich jemanden ab 16 lassen, sofern die geistige Reife, die ich bei vielen Erwachsenen vermisse, ausreicht. Vielleicht sollte auch dies Bestandteil Eurer viel geliebten A-Karte werden? Dies gilt IMHO auch für Bogenschützen, aber ein Reenactmentbogen sollte eh nur max. 30 lbs. haben. So handhabt man das in England, und es hat sich bewährt, obwohl Spitzen dort nur ein einfacher Gummiblunt sind. Trotzdem kann ich mir lebhaft vorstellen, daß ein 12- oder 14- jähriger mit aufs Schlachtfeld will. Nun, wo ist das Problem? Es gibt Fahnen zu tragen, Trommeln zu schlagen, Flöten zu spielen, und in späteren Jahrhunderten auch Geschütze zu bedienen, und pulverfern können da, denke ich, auch Kinder helfen. Was das rechtliche betrifft: Das ist eine riesige Grauzone, auch für Erwachsene. Nach §127 Versammlungsgesetz dürfte auf öffentlichen Veranstaltungen keiner von uns auch nur ein Schwert tragen… . Nicht einmal den Dolch, und das Eßmesser nur unter Vorbehalt. Hängt Euch also nicht daran auf.
Von der juristischen Seite einmal völlig abgesehen: Ich kenne einen, sehr verantwortungsbewußten, ehemaligen Reitlehrer, der keine SchülerInnen unter 14/16 Jahren annahm, eben aufgrund der von Thorsten benannten, orthopädisch motivierten Argumenten! Aus gutem Grund gibt es Altersbeschränkungen für Kraftsporteinrichtungen … und die sind m.E. unzulässig niedrigschwellig … . Thorsten hat vollkommen recht: Kinder (und Jugendliche) müssen vor ßberbelastungen geschützt werden!
Hallo, Thorsten! (Bezug auf Deinen Eintrag Nr. 8)! Ich denke, daß verantwortungsbewußte Menschen Dir nur zustimmen und die Regeln von SCA als hilfreich und nachahmenswert betrachten können!
Moin zusammen, tut mir leid, aber wenn auf dem Feld einem Jugendlichen - egal ob 12, 14 oder 16 - was passiert, möchte ich nicht der Veranstalter sein, denn den hat man dann ganz schnell am A… Und die Begleitpersonen bekommen was wegen Nichteinhalten der Aufsichtspflicht über den Deckel. Ich war bei Jugendgruppen Teamer und es gibt Gründe, warum diese Leute immer übernächtigt aussehen ;-) Ne, wie gesagt, egal wie fit oder auch verantwortugnsbewußt die Jugendlichen sind, denke ich nicht, daß es mit der augenblicklichen Rechts- und Versicherungslage möglich sein kann, einem unter 18-Jährigen die Erlaubnis für eine Schlacht zu erteilen. Thorsten P.S: ich halte das Schwingen von Schwertern für die orthopädische Entwicklung der Sehnen, Gelenke und Knochen um einiges gefährlicher, als das Tragen von Rüstung (auch wenn ich das selbst auch nicht befürworte). Ich glaube, daß ein nicht unerheblicher Teil der Erwachsenen schon nicht vernünftig mit Waffen umgehen kann. Und die sollen es dann noch den Kindern beibringen?
Tach Zusammen ! Hmja, gute Frage … Also den juristischen Punkt laß ich in jedem Fall gelten; vielleicht äußert sich dazu ja mal jemand vom Fach. Medizinisch : Naja; wenn ich dasran denke, mit welchem Gewicht auf dem Rücken sich schon die kleinsten Zwockel hier morgens vor der Grundschule tummeln, hab ich dazu eher KEINE Fragen mehr :-( Außerdem muß es ja nicht gerade ein Kettenhemd sein … Ausbildung : Ich denke, viele haben in Herzberg 2000 mitbekommen, wie cool und sicher ein - wenn überhaupt schon - jugendlicher Bogenschütze die Leute nach und nach “ausgepompft” hat. Mit persönlich ist ein gut ausgebildeter 14-Jähriger auf dem Schlachtfeld lieber als ein “Erwachsener” von der Sorte, der mir zuerst nen Headshot und danach ob meiner Verblüffung auch noch zwei saubere Stiche verpaßt hat und erst wieder zu Verstand kam, als ich ihm mal mit der flachen Klinge den Oberarm massierte. Aber irgendwas is ja immer … Gruß,
Moin David, wie alt bist Du denn? Ich denke die Ausführungen hier sagen eigentlich genug über die Gründe für eine Altersabstufung aus. Neben den rechtlichen, gibt es auch medizinische und versicherungstechnische Gründe, ein gewisses Mindestalter vorauszusetzen. Ich kann mir schon vorstellen, daß es Dir in den Fingern juckt, doch speziell das Bogenschießen ist dabei eine rechtliche Grauzone. Bei uns in der SCA wird es noch rigoroser gehandhabt und es kommen - ich habe es gerade noch einmal nachgesehen - keine Leute unter 18 auf´s Turnier- oder Schlachtfeld, da es sonst auch Probleme mit der Aufsichtspflicht geben kann. iemand kann gewährleisten, daß er während einer Schlacht die ganze Zeit auf Dich aufpassen und Dich schützen kann. Wirst Du aus irgendwelchen Gründen verletzt, kann das für den Veranstalter zu äußerst ernsthaften und schmerzhaften Konsequenzen führen. Bist Du 18 ist die ganze Sahe einfacher, da der Gesetzgeber von da an annimmt, daß Du auf Dich selbst aufpassen kannst und selbst abschätzen kannst in welche Geahr Du Dich begibst. Demgemäß, nachdem ich mir die ganze Sache aus aus Sicht der Aufsichtspflicht und der Verantwortung des Veranstalters noch mal überdacht habe, plädiere ich sogar dafür, keine Kombattanten unter 18 mehr auf das “Schlalchtfeld” zu lassen. Abgesprochene, choreographierte Kämpfe sind da afaik etwas anders von der Rechtslage, doch auch hier muß jemand die Verantwortung für den Jugendlichen übernehmen (kenne ich aus meiner Zeit in einem Kampfsport-Demoteam). Bis dann Thorsten
Hallo! Ich sehe ein, warum ihr mich nicht kämpfen lassen wollt. Ist wirklich was gefärlich. Aber warum ich nicht als Bogenschütze mitmachen soll, verstehe ich nicht. Benja hat mir genau erklärt, wie ich die Pompfeile machen soll. Ich habe mir auch schon viele Gumminoppen gekauft und werde mit dem Geld meiner Konfirmation den ungarischen Bogen kaufen. Ich kann sehr gut mit Pfeil und Bogen umgehen. Wenn ihr auf der Schlacht mit den Bogen schießen könnt und eure Pfeile genau so sind wie meine, erkenne ich nicht, warum ich nicht mitmachen soll. Das ich jemanden dann verletze, ist doch genau so hoch wie bei euch dann. Ich werde nach dem Abschießen meiner Pfeile dann an den Rand laufen, damit auch nichts passiert. Und ich freue mich darauf, das Hadu mich prüfen will. Tschüss David
Ab vierzehn kann man die Kiddys trainieren lassen (Schießen/Bogenschießen), Fechten (jedenfalls mit Sportfechtwaffen) u.ä. - das gilt meines Erachtens aber NUR unter gut überschaubaren Trainingsbedingungen, unter “geeigneter” Anleitung und Aufsicht. Das müßte sicher noch mal von Juristen überprüft werden, was es zum Beispiel bedeutet, wenn ein z.B. 13-, 14jähriger (eingeschränkte Strafmündigkeit), 16Jähriger (erweiterte Strafmündigkeit respektive Verantwortungsreife), Waffengebrauch (Bogenschießen, Axt- u. Spießwerfen, o.ä.) vorführt. Die Situation bei “freien Schlachten” halte ich für dermaßen heikel, daß ich mir eine Teilnahme von ´Minderjährigen´ (d.h. unter 18jährigen), schon aus Versicherungsgründen kaum als sinnvoll vorstellen kann. - Aber wie gesagt, dazu müßte mal ein Jurist Stellung beziehen! Markus, wie wäre es?
Hi zusammen, man sollte hier unterscheiden. Bei Stahlwaffen bin ich der Meinung, daß auf jeden Fall erst ab 16 eine Waffe geführt UND getragen werden darf. Nach erfolgreicher Absolvierung der A-Karte natürlich. Was Holzwaffen angeht: Find ich eh´ super. Macht auch nen Riesen Spaß, ist kein Stück peinlich und trainiert die Reflexe genau so gut wie Stahlwaffen. Von den medizinischen Dingen hab ich wenig Ahnung. Was ich aber sagen kann, ist daß mein Bauchgefühl mir sagt, daß eine schwere Kettenrüstung den Rücken nicht besser macht (*aua*). Aber, vorschreiben will ich keinem, ob er seinem Kind die Knochen ruinieren will, oder nicht. Und ab 16 kann er das eh´ selber entscheiden… Zu den Bogenschützen: Ab 14 is´ O.K. Dann aber bitte NUR mit einem ebenfalls im Bogenschießen ausgebildeten Elternteil daneben! In diesem Sinne Gruß
Ich denke auch ,das man ab 16 (vieleicht auch ein bis zwei Jahre früher) mit dem training beginnen kann .Was das Gewicht der Waffe angeht ist zum Trainingszweck ein Holz-Katana (für Rechtschreibung haftet die Tastatur)doch recht praktisch .Hab ebenfalls mit sowas angefangen .
Moin zusammen, die in der SCA gültige Regelung, daß erst ab 16 überhaupt trainiert werden darf, halte ich, gerade vom medizinnischen Standpunkt aus, für sehr sinnig. Man sollte bedenken, daß bis zu diesem Zeitpunkt das Knochenwachstum noch nicht beendet ist und ein Training mit schweren Waffen zu orthopädischen Fehlern führen kann - die natülich im MA nciht beachtenswert waren. Ich denke, die meisten “Waffenmeister” hier haben keine vernünftige Trainerausbildung um die Auswirkungen abzuschätzen und ich glaube, daß man auf diese Weise dauerhafte Schädigungen minimieren kann. Alternativ kann man vorab ja schon mit Trainingseinheiten mit leichten Holwaffen (also keine 1,2 kg SCA-Rattankeulen) oder Larppompfen beginnen. Aus rechtlichen Gründen, würde ich auch das Alter für Bogenschützen auf min. 14 Jahre setzen, da sie ab dort strafmündig (die Juristen unter uns mögen mein ungenügendes Vokabular entschuldigen) sind und sie tatsächlich mit Waffen hantieren. Weiterhin ist die geistige Entwicklung zu diesem Zeitpunkt weit genug fortgeschritten, daß sie die Konsequenzen ihres Tuns besser abschätzen können. Aus ähnlichem Grund werden z.B. im Hwa-Rang-Do (meiner bevorzugten Kampfkunst) Jugendliche erst ab diesem Alter in den mehr oder weniger tödlichen Techniken ausgebildet, die zu dem traditionellen Gurtprogramm gehören. Bis denne Thorsten
Denke, als Bogenschütze, also an der Schlacht nicht unmittelbar beteiligter, könnte man das Alter auf 12 senken. Nach A-Prüfung! Als Bedinung! Gruß v. Arlen
Grüß Euch, ab wann kann denn so ein hoffnungsvoller Jugendlicher eigentlich anfangen, bei uns mitzufechten? Die alte Regel “ab 16” in die Schalcht denke ich, ist doch bekannt. Was denkt Ihr???