Hab was für dich gefunden. www.ubs.sbg.ac.at/sosa/webseite/fechtbuchschwert.htm vielleicht kannst du damit was anfangen das Buch ist von 1491 der Beitrag ist allerdings älter genaue Zahlen kann ich dir nicht geben. Du kannst allerdings selber mal auf www.aemma.org schauen ob du was anderes findest.
Hi Yaro! Ich habe zwar nicht so viel Ahnung vom Tjost, aber wo hast Du Westernreiten gelernt!? Bei dieser Sitzbeschreibung stehen mir die Haare zu berge! SO sollte ein Westernreiter NICHT sitzen!!! Frag mal einen Working Cowhorse Reiter! Der würde so auch nicht lange ober bleiben, dennoch gebe ich Dir Recht, daß die Ziele des Western- reitens nicht optimal für´s MA geeignet sind.
Hallo, wer sich für die Größe und Nutzung des mittelalterlichen Pferdes interessiert, dem kann ich folgende Dissertationen zur Lektüre empfehlen: “Die Tierknochenfunde aus der mittelalterlichen Dorfwüstung Holzheim. Ein Beitrag zu Kenntnis der mittelalterlichen Haustiere” von Kurt Helmich, Berlin 1984 “Die Tierknochenfunde aus der mittelalterlichen Dorfwüstung Holzheim. Ein Beitrag zu Kenntnis der mittelalterlichen Haustiere” von Martina Stehr, Berlin 1992 “Ein Beitrag zur Kenntnis des mittelalterlichen Pferdes” von Gernot Schreiber, Berlin 1979 Wer sich dafür interessiert, kann sich ja mal per e-mail bei mir melden, habe noch ein paar Exemplare. Ruth P. S. nach meiner Kenntnis beträgt die Anzahl der Brustwirble beim Pferd meist 18, seltener können aber auch 17 oder 19 auftreten. Die Anzahl der Lendenwirbel beträgt in der Regel 6, es können aber auch 5 oder 7 sein, wobei meines Wissens nicht immer bei erhöhter Brustwirbelanzahl weniger Lendenwirbel resp. umgekehrt auftreten müssen.
Hallo, der Thread lebt ja wieder. Nun denn mein Senf (etwas verspätet) auch noch: Clemens, der Zügel ist kein Sicherheitsgurt, sondern ein Instrument, um einem feinfühligen Pferdemaul auf feinfühlige Art zusätzliche Hilfen zu geben. Im Galopp ohne die Zügel auskommen ist mehr als einfach, es kommt nur auf Dein Gleichgewicht und das Feingefühl für den sich unter Dir bewegenden Körper an. Die straffe englische (klassische) Dressurreiterei bringt einem das in keinster Weise bei (ich höre immer noch meinen Reitlehrer meiner ersten und letzten Reitstunde auf dem Gebiet: Sitzen sie gerade, als ob sie einen Stock im Kreuz hätten, machen sie sich steif und bewegen sie sich nicht.). Auf die Art kann man niemals ein Gleichgewicht entwickeln, das auf die Bewegung abgestimmt ist. Und für die üblichen Exerzizien auf dem Turnierfeld ist die Westernreiterei ebenso ungeeignet, da heißts zwar immer locker bleiben und Gleichgewicht, gleichzeitig stehen die Beine aber in recht großem Winkel vom Pferdekörper ab … viel Vergnügen beim Segelflug beim Tjost kann ich da nur sagen. Außerdem gehen gut trainierte Turnierpferde in der Arena ab wie die berühmten Raketen, im Westernsitz würde man da glatt in der Luft hängenbleiben, während das Pferd unter einem wegrennt. Fazit, Hände weg vom Zügel, beine an den Pferdekörper, Gleichgewicht finden und üben üben üben. Kämpfen vom Pferderücken aus kannst Du nur, wenn Du im Gleichgewicht und Einklang mit Deinem Roß bist, Deine Beine müssen sozusagen unabhängig vom Oberkörper agieren können. Desweiteren muß!!! Dein Pferd verdammt gut ausgebildet sein, es darf, um es mal salopp zu sagen, ohne Deine Genehmigung nicht mal nen Furz lassen. Warum glaubst Du, haben im MA die Ritterpferde nicht selten beim Erwerb die Einnahmen eines kompletten Wirtschaftsjahres eines Rittergutes verschlungen. Die Viecher haben außer Stammbaum mindestens 7-10 Jahre intensivster Ausbildung hinter sich (kauf mal heute ein Rassepferd mit Stammbaum und so einer Ausbildung, unter DM 40000 geht da gar nix!). Also, erwarte nicht von irgend einem armen verrittenen Reitschulpferd, welches am Tag dutzende von Reitern aller Klassen auf seinem Rücken dulden muß, die noch dazu zu viel mim Zügel in seinem empfindlichen Maul herumzerren, daß es schon betonhart geworden ist, solch eine feine Reaktion. Was Du von solch einer armen Kreatur hingegen erwarten solltest, ist Wiederstand und der unbedingte Wille, den lästigen Reiter so schnell es geht loszuwerden. Auch hier Fazit: das ´richtige´ reiten lernt man in diesen Reitschulen auf diesen Pferden bestimmt nicht.
Seid gegrüßt, ihr habt eine Reitweise vergessen! Ich meine die Guardian-Reitweise der südfranzösischen Stierhirten. Die traditionelle Ausrüstung ist auch sehr mittelalterlich. Bei der Gelegenheit: Wer an einem Reitkurs oder Wanderritt interessiert ist; bitte mailen.
Hallo Hans Joerg, meine Mail passt nicht mehr ganz in den Rahmen der Taverne.Aber Deine Email funktioniert nicht. Alle Pferde, egal welcher Rasse haben die gleiche Anzahl von Rueckenwirbel. Auch Araber, Andalusier und Lusitanos. Bei diesen Rassen gibt es aber Exemplare die 1 oder zwei Brustwirbel weniger haben koennen als andere Rassen. Fuer jeden Brustwirbel weniger, haben sie dann aber einen Lendenwirbel mehr! Die Anzahl der Rueckenwirbel bleibt also gleich und die Laenge des Pferdes wird dadurch nicht kuerzer. Viele Gruesse Stefan
Hallo an alle, meines Wissens hat die Wendigkeit eines Pferdes keinen konkreten Zusammenhang mit dem Stockmass. Es gibt Pferde die durch einen langen rücken diese engen Wendungen nur mit starker Versammlung hinkriegen. Genauso gibt es aber auch Pferde über 165 Stockmass die einen kurzen Rücken mitbringen und dadurch sehr gut und schnell enge Wendungen hingekommen. Es kommt mehr aufs Pferd als aufs Stockmaß an. Das Zauberwort heißt Durchlässigkeit auf möglichst geringe Hilfen vom Reiter ein möglichst großes Ergebnis zu bekommen. Als Beispiel gibt es da Lusitanos (Iberische Pferderasse) die heute noch zum Stierkampf verwendet werden. Diese Lusitanos werden auch daraufhin ausgebildet und diese Bewegungen die dort gesehen habe waren bisher schnellsten, wendigsten die ich seit über 4 Jahren Reiterei gesehen habe. ßbrigens haben Iberische Pferde wie Lusitanos, Andalusia… 2 Rückenwirbel weniger was Sie für Versammlung und eng gerittene Wendungen prädestiniert. so ich muß jetzt arbeiten vielleicht später mehr. Viele Grüße Hans Jörg
Hallo Stefan Betreff Stockmaß des Pferdes: Versuche doch einmal mit einem Pferd mit Stockmaß über 160 (geht vielleicht gerade noch) oder über 165 enge Wendungen zu reiten. Betreff Americana:Leider konnte ich den Vortrag von Jean Claude diesmal nicht live miterlebe, derweil wir selber einen Stand mit Sätteln dort hatten. Bis demnächst über Pferde Ritter Friedericus
Hallo Clemens, aus Deinen Mails kann man eine Menge zwischen den Zeilen herauslesen. Ich kann der Christine nur beipflichten: die Zügel sind nicht zum festhalten da!!! Sondern zur Hilfengebung und die darf nicht in einen Kraftakt ausarten, egal welche Reitweise. Also rauf aufs Pferd, an die Longe und Gangarten üben bis der Sitz sitzt. Weiter denke ich, daß Du über einen Wechsel der Reitschule oder des Reitlehrers nachdenken solltest. An Fredericus inwiefern soll das Stockmaß eines Pferdes ausschlaggebend sein? Meines Wissens ist, auf Grund von Skelettfunden, das Stockmaß der Kampfrösser um ca. 1,50 m. Um einen weiteren Reitstil vorzuschlagen. Wie wäre es mit Doma Vaquera. Die Reitweise der spanischen Viehhirten war die Vorstufe der Westernreiterei als auch der spanischen Hofreitschule. Auch die Reiterei im Rejoneo entwickelte sich daraus. Gerade im Rejoneo kann man die nahezu unsichtbare Hilfengebung der Reiter bewundern, die manchmal in beiden Händen Spiese halten und sich nur durch Gewichts- und Schenkelhilfen sich dem Pferd mitteilen können. Interessant ist auch daß die Vaqueros die Rinder mit Lanzen zu Boden stoßen. Vielleicht war ja auch jemand letzten Herbst auf der Americana in Augsburg und hat den Vortrag von Jean-Claude Dysli über die “Altiberische Reitweise” und “Altkalifornische Reitweise” gesehen. Ich fand es jedenfalls äußerst interessant. Zum Schluß möchte ich noch anmerken, daß von der Antike bis vor etwa 200 Jahren, Tölter (im Mittelalter als Zelter und Paszgänger bezeichnet) als Reitpferde bevorzugt wurden. Grüße Stefan
Nachtrag: Zur Ehrenrettung der englischen Reitweise–sie ist für die Kavallerie der Musketen und Säbelzeit, also zum Kämpfen, entwickelt worden. Nur war sehr wichtig, ein total gehorsames Pferd in Kanonen-/ Musketendonner und tausende von Bajonettspitzen hineinzureiten. Wenn man dann am Arbeitsplatz angekommen war, mußten auch diese Altvorderen virtuos kreisen,traversieren und gleichzeitig, einhändig Körperteile bei andern abmachen (einhändige Zügelführung= sauscharfe Kandarre mit zwei Zügelpaaren 1.zahme Einwirkung 2.scharfe Einwirkung). so, jetzt kratz ich die Hufe aus!
Endlich mal wieder ein gutes Thema! Nach meinem Kenntnisstand, entspricht die spanische Hofreitschule, wenn sie auch im Barock verfeinert wurde, dem eigentlichen Kampfreiten für Blankwaffenschwinger. Die Kabriolen und all diese pferdeakrobatischen ßbungen zeigen, durch den Reiter gesteuerte, Huftritte und Schläge, die den Gegner treffen sollen. Das Steigen/Aufbäumen soll Lanzestiche durch den Pferdekörper abfangen…..um wirklich kampfreiten zu können, brauchts ein eigenes Pferd und Training, Training (4xdie Woche mindestens!) und Pferdeverstand. So, welche Reitweise? Nun, für unsere, eher Laienkampfreiterei hat Christine das wichtigste gesagt: ein guter Sitz!! Eine gute Einwirkung über Kreuz und Schenkel (das brauchts bei der Western- wie auch bei der klassischen Dressur!!(LERNEN muß man/frau immer) . Und ein Pferd, welches einen “Fight-sence” mitbringt. Habe dieses besonders bei Creolos aus Lateinamerika beobachtet..oder Polopferde?? Ob nun englische oder Westernschule???? Ich habe herausgefunden, daß in beiden Schulen die reiterischen Grundlagen erworben werden können—und dann entwickelt sich die “Spezialdressur” = laienhafte Kampfreiterei. Für leidenschaftliche Reiter hätte ich noch eine ganz gemeine Empfehlung: ab nach Andalusien ind die Stierkampfschule! Ich hab dort (Andalusien NICHT Stierkampfschule) ein Ex-Pikatorespferd auf einem Trail geritten. Mit dem wäre ich sofort in die Schranken geritten. Mit St. Georgsgruß (nicht die Gruppe, sondern der Schutzpatron der Reiter!) Hartmut
hei clemens, als reiterin muß ich nun mal was loswerden…… ich reite weder englisch noch western (na ja,eher western als englisch, eben “freizeitmäßig”). was die sogenannte “englischreiterei” betrifft…na ja! aber trotzdem: auch beim englischreiten braucht man zum galoppieren keine zügel. die sind nämlich nicht zum festhalten da!!!! und es galoppiert sich viel leichter, wenn man die zügel locker(locker, nicht loslassen…)läßt,anstatt sich immer aufeben die zu konzentrieren…. ich überlege auch schon,was ich mit meinem pferdchen machen könnte..ichhabeeinechtes(kleines) schlachtroß,aber als frau? hm……naja,auf jeden fall solltest du erst mal üben,ohne zügel in allen gangarten sicher zusitzen(longe) und dann vielleicht die reitschule wechseln und vielleicht auf western oder freizeit umsteigen. besorg dir mal das buch von claus penquitt “die freizeitreiter - akademie”),lohnt sich!!! oder ein video(gleicher titel,2 Teile),das ist echt sehenswert! gruß christine (wartet auf rückmeldung,wie sich das weiterentwickelt….!)
Hallo Friedericus, Hallo Ihr anderen, ja, ich kenne die Westernreitweise und diese scheint mir auch für den Kampf geeigneter, als die Englische bzw. Dressurreiterei, da es sich ja hierbei von vornherein um eine zweckgerichtete “Arbeitsreiterei” handelt. Ich denke mal, es ist generell unabdingbar, daß das Pferd auch auf feinste Hilfen sauber reagiert, sich andererseits im Getümmel trotzdem cool verhält. Von der Dressur her denke ich, sind die ßbungen zum Biegen des Pferderückens auch sinnvoll, damit man, wenn man sich denn schlachtmäßig verkeilt hat, trotzdem noch ein Mindestmaß an Manövrierfähigkeit hat… Ich denke mal, das Reiten ohne Zügel ist nichts für mich, mir kippen die armen Pferde immer nach spätestens 2 Minuten ohnmächtig unterm Hintern weg, weil ich dann instinktiv die Schenkel zusammenpresse ;-)) Und die Zügel zwischen die Zähne zu nehmen, wie in der asiatischen Schlachtreiterei manchmal zu sehen - dafür sind mir meine Zweiten dann doch zu schade… Kennt jemand Literatur ?? Viele Grüße, Clemens
Seyd Gegruesst Eigentlich eignet sich für das kämpfen zu Pferde sehr gut ein Teil der sogenannten Westernreiterei.Die Reiten nämlich mit sogen. (Slick Reins) durchhängenden, einhändigen Zügelführung, sodass die andere Hand für etwaige anderen Sachen frei ist. Dann ist natürlich auch die größe Deines Pferdes ein wenig maßgebend (Stockmass usw.). Schau doch mal in den Westernpferdezeitschriften nach den Terminen für die nächsten Events. Da kannst du Dir mal die Reitweise ansehen. Vielleicht kannst Du Dir davon ja etwas zu nutze machen. Hoffe Dir geholfen zu haben. Mit ritterlichem Grusse Friedericus Forestarius
Hallo Clemens, was Kampfspiele vom Pferderücken aus betrifft, bzw die Vorbereitung dazu, kannst du dich vieleicht an Martin the Mercenary wenden. Die Adresse findest du auf der Drachenwald-Homepage der SCA. Er beschäftigt sich schon eine Weile damit und ist unser Ansprechpartner. Er kann dir sicher mit Tips und/oder Literatur helfen, wenn auch überwiegend auf Englisch. Tassilo
Holla! Obwohl ich selbst bislang nur über recht bescheidene Reitkenntnisse (englische Schule) verfüge und mir nicht vorstellen kann, wie ich mich im Galopp ohne die Hilfe der Zügel obenhalten könnte, interessiert mich, wie das denn mit dem Kämpfen “von oben aus” so vor sich gehen könne. Hat jemand aus der Runde hier schon Erfahrungen und Tips, welche ßbungen auf dem Pferderücken zur Vorbereitung geeignet sind, die für Reiter und Pferd (vor allem für´s Pferd!)ungefährlich sind ? Gibt es eigentlich Literatur über dieses Thema ? Insbesondere über den Kampf mit Bogen und Schwert ? Hier interessiert mich hauptsächlich die Schlachreiterei, weniger die “klassischen” Mann-gegen-Mann Einzelkämpfe… Freue mich schon sehr auf Eure Antworten, Clemens