Eintrag #2 vom 23. Mrz. 2004 16:42 Uhr
Jens
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… bis auf die Sache mit den Frauen, wobei hier halt die Frage ist: was, wann und warum ;)
Wer sich hinstellt, und Unterhaltungskampf, wie geartet auch immer, als historisch verkauft, der disqualifiziert sich imho selber.
Was bleibt, ist der Anspruch, eine Unterhaltung zu bieten, und hierbei versagen wiederrum viele, das sie nur ihre Vorstellung vom “Kampf” zum Besten geben.
Leider wird halt von Veranstaltern gern billig “Schaukampf” eingekauft, ohne Prüfung, was dann am Ende gezeigt wird, daher bietet das inzwischen alles und jeder an, zu sehen ist oft nur rumgefuchtel.
Meiner Meinung nach muss es in 3 Richtungen gehen:
1. Fechten, eben nur als solches, historisch, gern auch zur Demonstration. Hier _können_ imho auch Frauen vor Publikum mitmachen, wenn dabei erklärt wird. Es darf halt kein falscher Eindruck entstehen.
2. Unterhaltungskampf, der auch als unhistorisch bezeichnet wird, aber dessen einzige Prämisse eine gute Unterhaltung ist, und das schliesst Slowmotion und miese Technik halt auch aus. Gut ist er, wenn er sich weitestgehend an historische Techniken halten kann, und nicht nur total hanebüchend aussieht.
Frauen…nunja, eigentlich isses ja eh unhistorisch, wenn man es also dazusagt.. da allerdings (guter) Schaukampf, also quasi Improvisationstheater mit Stage Combat, oder wie auch immer, sich dadurch auszeichnet, dass die Darbietung eine, meisst ironisierte, pseudohistorische Situation nachstellt, die an Material, Kleidung, Ausrüstung und Geschehen sich möglichst weitestgehend an historischen Realitäten orientiert, rate ich ab.
Meine persönlicher Idealzusdtand ist hier ein (komödiantisches) Theaterstück, das auch die Soziologie der dargestellten Zeit richtig zeigt, eben mit einem Kampfanteil, der (wie angekündigt) unhistorisch ist.
3. Prügeln wie man’s mag. Aber das tut man für sich selber, das muss jeder selber wissen wie er’s tut, der weibliche Anteild er Bevölkerung auch. Nur das kann man nirgends “anbieten”.
Am Ende is es alles ne Sache der Ehrlichkeit und die ist nunmal indirekt Propotional zum Kommerz…
Gruss, Jens, IG MiM e.V.
