Eintrag #2 vom 16. Aug. 2006 13:31 Uhr
Wolfgang Ritter
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Jein. Eigentlich gibt es nur wenig Einschränkungen verglichen mit normalen Langschwerttechniken. Unterhäue funktionieren nicht so richtig flüssig beziehungsweise bedürfen etwas Training aufgrund der Länge der Bidenhänder.
Auch das Gewicht und die große Kreuzstange bedingen eine Eingewöhnungszeit und etwas Umstellung in der Schwertführung.
Halbschwerttechniken gegen Gerüstete Gegner sind natürlich kein Problem, da wird der Bidenhänder wirklich zur Stangenwaffe!
Spezielle Fechtbücher kenne ich keine, allerdings sind die im “Goliath” dargestellten SChwerter von den Ausmaßen her schon arg in Richtung Bidenhänder, nur eben ohne die kleinen Haken an der Klingenstärke.
Der Goliath ist meiner Erinnerung nach eine ziemlich getreue Neufassung des Peter von Danzig Buches, also Liechtenauer-Stil.
Das Schwert für den Kampf in Rüstung bei Filippo Vadi (1487) entspricht von der Länge durchaus auch schon dem ein oder anderen Bidenhänder.
Was Berichte über den Einsatz angeht, so kann ich mich nicht an etwas aus erster Hand erinnern, das meiste scheinen die szenetypischen Legenden zu sein.
Grüße
Wolfgang Ritter
