Aus Eisen, das v. a. aus der Oberpfalz kam, wurden in Nürnberg alle Arten von Handwerkszeug hergestellt, Gegenstände des tägl. Bedarfs, Draht und Rüstungsgüter. Die für Legierungen benötigten Buntmetalle wurden aus Sachsen (Mansfeld), Böhmen und Oberungarn bezogen. Aus Messing wurden Töpfe, Mörser und Waagen hergestellt, aus Bronze Geschütze gegossen. Bes. hoch war der Nürnberger Marktanteil an z. T. in der Stadt selbst erfundenen mechan. Geräten und Präzisionsinstrumenten (Kompasse, Geheimschlösser, Glockenspiele, Uhren u. a.). Die Massennachfrage im metallverarbeitenden Gewerbe führte zur Trennung von Produktion und Handel und damit zur Organisationform des Verlags.
In großem Abstand folgte das Textilgewerbe. Der Nürnberger Handel war zunächst mehr nach W (Champagnemessen) und N orientiert. In Venedig erschienen Nürnberger seit ca. 1300 als Einkäufer von oriental. Produkten, auch von Glas aus Murano und Wein aus Friaul. Mit dem Ausbau des Osthandels, der von polit. bedingten Rückschlägen nicht frei blieb, gewann Nürnberg eine zentrale Stellung im europ. Handelsnetz. Eine starke Position behauptete Nürnberg im Transithandel; dies gilt bes. für Gewürze, für flandr. und bis 1463 auch für engl. Tuche. Nürnberger Händler dominierten auch im transkontinentalen Viehhandel, bes. mit Ochsen aus Polen und Ungarn, mit denen die nordwesteurop. und oberit. Ballungsgebiete versorgt wurden. Der weitläufige Handel wurde durch ein funktionierendes Nachrichtenübermittlungssystem ermöglicht und gesichert.
Literatur:
Beiträge zur Wirtschaftsgeschichte Nürnbergs, hg. Stadtarchiv Nürnberg, 2 Bde, 1967
H. Ammann, Die wirtschaftliche Stellung der Reichsstadt Nürnberg im SpätMA, 1970
(Quelle: Lexikon des Mittelalters)
Außerdem würde ich einfach mal unter der Stadtgeschichte Nürnbergs nachsehen.
nicht das wir aneinander vorbeireden im HMA haben DIE Hansen noch nicht fiel mit DER Hanse zu tun.
Hanse ist einfach nur einen Bezeichnung für eine Kaufmannsgilde. Das Gildensystem ist dabei immens wichtig für die Stellung innerhalb einer Stadt.
Jeder Händler oder Handwerker war in einer Gilde organisiert. In jeder Gilde gab es Leute die dieser vorstanden, aus diesen Vorständen bildeten sich in der Späteren Zeit dann die Räte einer Stadt.
In der Regel standen die Städte im HMA aber noch unter Geistlicher oder Weltlicher Regierung.
Diese bildeten dann natürlich den Höchsten stand.
Als Beispiel mal wieder Köln bis 1288 war der Fürstbischhof der Regent von Köln.
Ok, um wieder zu den Händlern zurückzukommen. Durch ihren Reichtum bildeten die Händler den obersten “Stand” in der Stadt, darunter folgten die andern angesehen Gilden und es ging weiter herunter bis zu den weniger angesehenen Berufen wie z.B. den Gerbern.
Recht einfach zu erkennen ist der Stand der Händler anhand der Anführe bei der Schlacht von Worringen 1288 wo die Kölner Bürger (mit reichlich Unterstützung) den Erzbischhof schlugen.
Die Händler hatten in den entstehenden Stadträten immer die wichtigen Positionen inne.
Im allgemeinen gilt Geld schafft Einfluß, das heißt da die Händler Geld hatten standen sie Häufig in wichtigen Positionen und konnten macht auf andere ausüben. Man spricht nicht umsonst vom Geldadel.
So um genauer zu werden solltest du deine Anforderungen noch etwas genauer darstellen:
- etwa welche Jahrhundert.
- welche Gegend
- große oder keine Stadt.
Am einfachsten mal in einen Bibliothek gehen und nach Stadtgeschichte, Hanse, Gilde oder ähnlichem suchen. Eine genaue Ständepyramide wie für den Adel gibt es für Bürger glaube ich nicht.
Ok, ich denke zwar man sollte den Zeitraum noch etwas einschränken aber ich fang einfach mal an.
Im Hochmittelalter haben die Kaufleute schon einen wichtige Stellung in der Gesellschaft erreicht. Ich versuche das ganze mal am Beispiel von Köln zu erklären. Die Kölner Hanse hatte im HMA schon so einige Monopolstellungen z.B. gab es eine Handelsvereinbarung mit dem Englischen Königshaus so das es den Kölnern vorbehalten war waren nach London zu exportieren. Dabei wurde zum Großen teil mit Wein und Textilen Fernhandel betrieben. Der Wein wurde dabei über den Wasserweg aus dem heutigen Elsas bis Köln verschifft, dort auf Seetaugliche Schiffe (Koggen) umgeladen und z.B. nach England verschifft.
Ein weiteres Monopol hatten die Kölner auf den Handel mit Siegburger Keramik, die Siegburger selbst durften Ihre Keramik nur vor Ort verkaufen, der komplette Export lag in der Hand der Kölner. Wenn man dabei bedenkt das Siegburger Keramik auch in der Schweiz und in England gefunden wurde ist das glaube ich keine schlechte Leistung.
Dies nur mal so als Anhaltspunkt, über die gesellschaftliche Stellung der Kaufleute gibt es ganz gute Bücher in jeder Bibliothek, am besten erst mal nach Hanse schauen.
Bedeutend Schwieriger ist es an Informationen über Kleidung und ähnliches zu kommen, wenn jemand dazu Buchtipps oder ßhnliches hat immer her damit. (für mich insbesondere Mitte 13. Jahrhundert)
ßbrigens auch Dortmund war im HMA schon eine wichtige Handelsstadt (vermutlich wichtiger als Heute :-) )
Die Themenpalette ist da doch ziemlich breit. Geht es dir ehr um Mode und Kleiderordnung, Stellung in der Gesellschaft oder um das politisches Umfeld???
Und über welche Zeit willst du das wissen? Kaufleute gab es von 5000 vChr bis heute :-)))