Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) "Kein Geld..."

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Eintrag #1 vom 11. Jul. 2003 12:56 Uhr Nele (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Nele eine Nachricht zu schreiben.

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….hier war es der “…wie sag ich es meinem kinde”-thread (aber eigentlich auch einige andere) in dem man immer wieder von der entschuldigung “kein geld…” liest.
gut - ich bin jetzt wirklich recht frisch dabei und meine magd-gewandung hat mit so etwa 30 euro gekostet (leinen, reine wolle).
also im vergleich dazu, was ich für anderen “scheiß” so ausgegeben habe ja echt mal voll genial (alleine mein “toller” samtumhang hat vor 4 jahren etwa 75 euro gekostet!!!).
aber nun geht es weiter - was kommt dennn noch an wirklich notwendigen kosten auf mich zu?
ich rede jetzt nicht von schnick schnack´sondern von dem, was wirklich für eine einfache, aber korrekte darstellung benötigt wird - natürlich baut sich alles über die zeit auf…
Zeit : 1265/1275
auch wenn das hier in der tv warscheinlich in ähnlicher form schon etliche male gefragt wurde…
alleine beim zelt scheiden sich doch schon die geister - mal höre ich was von 800 euro, dann wieder von 150 euro materialkosten. es wird gesagt, es sei zu schwer es selber zu machen… toll kaufen ist auch wieder so eine aktion - auf was kann ich vertrauen? (wohlgemerkt alles auf die frage, was mich ein historisch korrektes kegelzelt oder auch gerne anderes zelt kostet).
oder kurzformuliert:
was hat EUCH eure erste grundausstattung gekostet?
LG, Nele ( die noch nicht so recht weiß wo der weg hinführt….)

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Eintrag #2 vom 11. Jul. 2003 13:08 Uhr Silke Eckert  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Silke Eckert eine Nachricht zu schreiben.

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Ich persönlich finde, das wichtigste oder zumindest sehr wichtig sind die richtigen Schuhe. Da ich tragbare Schuhe nicht selbst machen kann bin ich da noch auf der Suche nach der ultimativen Lösung. auch hier, wie bei vielem anderen, wird leider so viel als mittelalterlich angepriesen was sich später als Schrott entpuppt.
Ich selbst habe, ausser Bundschuhen, leider noch keine MA-Schuhe für 80 Euro gesehen. Und barfuss laufen finden meine Füsse gar nicht lustig.
Gruß
Silke

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Eintrag #3 vom 11. Jul. 2003 13:12 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch,
nicht das Geld ist die Frage, sondern, was man selber machen kann, und wo man mit der Darstellung hinwill.
Also…Daubenbecher oder Tonbecher > Selbermachen oder kaufen?
Esslöffel > selbermachen oder kaufen?
Zelt -falls nötig- selber nähen oder kaufen?
Oder jemand finden, der gegen was von Dir gemachtes tauscht.
Wenn Du Dich an eine intakte Gruppe ranhängst, erledigen sich diese Probleme sehr schnell, erstens gibts viele Leute, die alte Sachen abgeben, und die Gruppen haben funktionierende Händlernetzwerke.
Zelt? Als Magd? Naja, wenn Dein Herr Dich nicht unterkriegt…tststs…
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff

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Eintrag #4 vom 11. Jul. 2003 13:14 Uhr Thorsten Klahold  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten Klahold eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht unter 300,- Euro

Also da ich auch noch ganz am anfang stehe hat sich diese Fage für mich auch gestellt. mein Kostenkonto setzt sich wie folgt zusammen:
44,- für 4 alte Armeedecken 1,80 x 2m aus reiner wolle für 2 Tuniken (1 dünnere eine dicke) beinlinge, Gugel, und eine umhängetasche.
90,- Euro für 5m reines Leinen Handgewebt für Leibhemd, Bruche, Bundhaube und es ist noch ein guter rest über.
60,- Euro für Lodenwollstoff für meinen Radmantel mit Tasselverschluss
70,- für Leder (schuhe,gürtel, messerscheide und Gürteltasche )
15,- für ein Ess-/ Gebrauchsmesser
und zuletzt noch etwa 20,- Euro für leinengarn und Zwirn.
Zusammen rund 300,- Eurofür meine komplette Erstlingsausrüstung.
Das geld was ich für Werkzeug (Ahle, Nadeln, Ledermesser etc.) ausgegeben habe habe ich nicht mitgerechnet da diese noch viele jahre treue dienste leisten werden)
Was der grössere Faktor ist, ist die zeit die man beim recherchieren, Nähen und “Basteln” verbringt. Da geht so mancher arbeiterfüllter abend ins land. Aber dafür macht es superviel spass und es ist ein umso schöneres gefühl etwas anzuziehen was man selber genäht und geschustert hat.
P.S. ich bin ein Büromensch und hatte vor dieser sache mit handwerken etc. nichts am hut was beweisst: kann ich nicht gibts nicht. man muss es nur versuchen. learning by doing ist die devise.
Thorsten K.

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Eintrag #5 vom 11. Jul. 2003 13:19 Uhr Oliver (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver eine Nachricht zu schreiben.

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Tja die Kosten für Klamotten und Ausrüstung sinken drastisch, wenn man viel selber macht.
Oft bleiben nur die reinen Materialkosten und Arbeitszeit darf man nicht rechnen. Und wie teuer das Material ist, wird wohl von Stand und Darstellung abhängig sein.
Mit einem Wollstoff, Garn und sehr viel arbeit bekommt man schon sehr beeindruckende Sachen zustande.
Das Problem bei vielen Leuten sind nicht die Klamotten, sondern wie finanziere ich das nächste Buch!
;-)
Gruß
Sascha (dessen Auto weniger wert ist als seine Büchersammlung)
sascha.klauss.bei.t-online.de

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Eintrag #6 vom 11. Jul. 2003 13:23 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

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Für Schuhe kann ich Dir den Christian Pohen empfehlen:
www.historische-lederarbeiten.de/html/welcome.html
Viele Grüße >8o)

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Eintrag #7 vom 11. Jul. 2003 13:38 Uhr Nyna (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Nyna eine Nachricht zu schreiben.

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wäre wohl schön, aber so isses nicht *g*
da meine Mutter und auch die meines Freundes früher der Fraktion Schneiderin angehörten und so jedemenge Stoff gehortet hatten, haben wir da jedemenge abgestaubt. *g* Danke Mamas!
bei der Klamotte ist also nur die Zeit zu berechnen… ok das Leder für die Schuhe ist gekauft.
Aber ich habe noch ein Faible für Schmuckherstellung aller Art und das ist richtig teuer, weil man das Werkzeug leider nicht bei OBI bekommt :o(
Ansonsten minimieren sich die Kosten enorm wenn man alles selber macht, oder wie schon gesagt tauscht.
ich mach mittlerweile fast alles selber, Schuhe,Kleidung, Schmuck, Zelt (gnumpf so schnell nicht nochmal *g*), weils einfach ne schöne Sache ist und man stolz sagen kann: selbstgemacht.
Da ist dann auch mehr Persönlichkeit in den Klammotten
und das ist mehr als,hab ich Selbstgekauft.
Aber nicht verzweifeln, das braucht einfach seine Zeit
tschöö
Nina
sascha.klauss.bei.t-online.de

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Eintrag #8 vom 11. Jul. 2003 14:27 Uhr Thorsten Klahold  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten Klahold eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
also von den Schuhen von C. Pohen habe ich bisher auch nur gutes gehört, aber leider sind sie recht hochpreisig (gut wenn man bedenkt was da an arbeit drinsteckt wohl auch gerechtfertigt).
Wenn du also nur 80,- für schuhe eingeplant hast wirst du wahrscheinlich ums selbernähen nicht rumkommen. ist sooo schwer auch nicht (bis auf den wendevorgang, das ist ne arbeit für einen der mutter und vater erschlagen hat *lol*)
eine anfängertaugliche anleitung findest du unter www.gewandungen.de und weiterführende infos unter www.mittelalterschuhe.de
also sei mutig, versuchs. es macht wirklich spass.
Thorsten K.

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Eintrag #9 vom 11. Jul. 2003 14:43 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Frauenaussteuer ...

Was hat mich mein Weib gekostet ? ;-)
3m weißes Leinen 20 -
(Hemd, Kopftuch)
2m Wolle 20 -
(Kleid)
Gürtelschnalle 8 -
Kugeltopf 22,5 -
Holzlöffel 1,5 -
Essschale 8 -
Messer 25 -
macht erstmal 105 -
Schuhe habe ich selbstgemacht, Gürtel auch, Lederreste gibt es günstig z.B. bei Lederkram.de (sagen wir 20 - …)
wenn Du’s nicht kannst, bei Christian Pohen (siehe Vor-Postings) für 93 -, ach ja, und nochmal 15 - für’s Leinen für den Strohsack,
sind 213 -, so damit hätte meine Frau schon richtig gut ausgesehen, wenn ich denn alles richtig genäht hätte … ;-)
213 -
das mit dem Zelt ist so’ne Sache. Ja, Leinenkegelzelt nähen lassen ist wohl nicht unter 800 - zu haben.
Die Frage ist, ob eine Magd allein in einem Zelt “auftreten” muss ?!
Zu zweit zahlt jeder nur die Hälfte …
Wenn es Dir ernst ist mit einem “A”-Leinenzelt, wenn Dich mal an Lutz Schmidt, Lutz wird Dich gut beraten (siehe Zelt-Threads).
Soviel meine noch unbedeutende Erfahrung.
anspornende Grüße von der Spree
Ulli

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Eintrag #10 vom 11. Jul. 2003 15:17 Uhr Andreas Sturm   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Das Hohe Lied vom "Selbermachen"...

… läßt doch arge Mißtöne erkennen. Denn für die meisten Sachen des hohen uns späten Mittelalters gilt*: Sie wurden von spezialisierten Handwerkern hergestellt, ihre Produkte bewegten sich deshalb gewöhnlich auf einer anderer Ebene als das, was so manches “Mulit-Talent” als günstige Alternative zusammenbastelt.
Ich wage deshalb die These, dass sich die meisten Hobby-Bastler mit der “AbisZ-Selbsgemachten” Ausrüstung eher weiter von allgemein so angestrebten Authentitzitätsgrad entfernen, als ihm näher zu kommen.

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Eintrag #11 vom 11. Jul. 2003 15:35 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Zelt...

Grüß Euch,
wenns unbedingt ein Zelt sein soll, guck mal auf die Seite www.viatores-temporis.de unter Info bei Zelte die Bilder des Utrecht-Psalters an.
Relativ schlichte Dachzelte, und Leinenstoff gibts zwischen 11 - 18 Euro den Meter bei 1,50 Breite. Frag die Viatores z.B.
Ca. 10-15 Meter Plane und etwas Näharbeit - fertig! Bei Bedarf schick ich Dir ein Foto von den Dingern. (Unsere an der Haushaltsmaschine selbstgenähten Leinen- und BW-Zelte halten seit Jahren.)
Ansonsten Magd…naja, wie gesagt, frag Deinen Herrn…
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff

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Eintrag #12 vom 11. Jul. 2003 15:43 Uhr Thorsten Klahold  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten Klahold eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ???*fragend guck*????

ßhm… soweit ich weiss wurde bei den Bauern das textile von den im Haushalt befindlichen Frauen erledigt. und die waren auch multitalente (spinnen, weben, nähen, sticken, brettchenweben, fingerloopbreeding etc.)
Gut als laie der gelegentlich mäl näht werden wir nicht die Qualität erreichen die die damaligen frauen fertigten aber dennoch ist man damit näher dran als mit irgend welchen maschinengenähten GroMi-Tuniken die man so im allgemeinen käuflich erwerben kann.
Und ein etwas stümperisch gefertigter Wendeschuh ist immer noch mehr A als Bundschuhe oder gar Springerstiefel und Bikerboots.
Ausserdem lassen sich durchaus auch belege für handwerklich nicht sooo perfekte schuhe finden (siehe Pohens erklärung zu “günstige schuhe”)
Es geht hier um anfänger, das sollte man nicht vergessen. aller anfang ist schwer und je länger man dabei ist desdo besser werden die handwerklichen fähigkeiten. die nähte werden ordenlicher, die QUalität der selbergemachten stücke besser. jeder hat schliesslich mal klein angefangen.
AUssderdem hängt die qualität die die sachen haben ,müssen auch von der angestrebten darstellung ab.
Wer sich als anfänger gleich als adliger einkleiden will,… gut der muss auch ganz anderen ansprüchen gerecht werden wie ein Bauer oder Handwerker.
ich jedenfalls für meinen teil bleibe beim “hohen lied des selbermachens” *g*
Thorsten K.

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Eintrag #13 vom 11. Jul. 2003 15:44 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Einstieg oder was...

Andreas, im Grunde hast du mit deiner Aussage ja recht.
Aber die hier angeführten Beispiele zielten auf die Ausrüstung zu einer einfachen Rolle für den Einstieg ab.
Und da reicht das Bastelvermögen eines handwerklich geschickten Menschen meiner Meinung nach in vielen (sicher nicht allen) Bereichen oftmals aus, um einen passablen _Einstieg_ hinzukriegen.
Dazu kommt: Ich denke nicht, daß z.B. ein Schuster im HMA so viel genauer nähen konnte als das ein Bastler heute könnte.
Aber durch seine lange ßbung konnte der Schuster damals diese Qualität im Bruchteil der Zeit, , die wir heute brauchen, mit weniger Verschnitt usw. bewerkstelligen.
Das gilt für viele andere Berufe auch.
Das soll jetzt beleibe kein Freibrief für Frickelarbeit sein, aber das hochspezalisierte Handwerkertum kommt imho erst dann richtig zum Tragen, wenn man die vielen Details der Darstellung füllen will. Das ist dann aber später.
Gruß, Ivain

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Eintrag #14 vom 11. Jul. 2003 16:03 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Stadt-Land-...

Fand man das hochspezialisierte Handwerk (jedenfalls im HoMi) nicht eher im städtischen Milieu ?
All die Landleute werden jedenfalls im Bekleidungsbereich auch selbst Hand angelegt haben (so jedenfalls wird in der allg. Literatur der Winterzeitvertreib der Menschen beschrieben). Insoweit ist die self-made-Herstellung der Bekleidung imho nicht unbedingt un-“A”.
Es geht ja in dem Thread auch nur um die Grundausstattung.
Metallenes und Geschnitztes würde ich auch von jemandem machen lassen der es kann. Wenn ich allerdings einen Handwerker darstelle, sollte ich irgendwann mein Handwerk auch hobbymäßig ganz passabel beherrschen …
@Hadu:
Nele gab in ihrem Eröffnungsthread die Zeit 1265/1275 an. Das Utrecht-Psalter ist deutlich älter (ca. 830 ?). Wenn es diese Bauart im 13. Jhd. auch noch gab, dann wäre eine zeitnahe Quelle vielleicht hilfreicher.
Nele, ein Kegelzelt hat den Vorteil, dass es nur einen Mast braucht und ruckzuck aufgebaut ist.
Auf der von Hadu verlinkten HP findest Du eines unter dem Stichwort “Rolandslied”.
Grüße von der Spree
Ulli, der noch überlegt, wie er die Loveparade umgehen kann

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Eintrag #15 vom 11. Jul. 2003 18:37 Uhr Oliver (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Qualität

Hallo Andreas,
so manch ein Bastler entdeckt seine Fähigkeiten und mit wiederholen einer Technik und dem Einwachsen in die Szene wird er zum Spezi in seinem eigenen Bereich und kann dann mit mittelalterlichen naturalwirtschaftlichen Geschäften, sprich Tauschen, irgendwie dem Mittelalter nahe sein.
Dennoch klar das man nie alles selber machen kann und nie die Qualität hin bekommt, wie einer der sein ganzes Leben nichts anderes machte..
sascha.klauss.bei.t-online.de

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Eintrag #16 vom 11. Jul. 2003 18:50 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ja, stimmt...

Grüß Euch,
ja, das mit dem Psalter stimmt, wobei im Harleianuspsalter aus dem 11. Jhdt. diese Bilder wohl auch aufzufinden sind.
Beim Kegelzelt stellt sich die Frage, obs für eine Magd angemessen ist, es ist wohl eher eine “Einzelunterkunft”, das Dachzelt ist eher ein Massenquartier…
ßbrigens ist ein Kegel auch mit Erfolg aus lauter Dreiecken zusammenzunähen…
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff

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Eintrag #17 vom 11. Jul. 2003 20:07 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Selber machen...

…ist Geil und Sexy!
>:O)
Mal im ernst, ich hätte ja auch nicht gedacht das ich die fähigkeit des Nähens an mir entdecke. Auch wenn die Nähte was schief sind und ein wenig krumm die Stiche und die Finger kaputt gepieckst werden, das gesparte Geld und die befriedung etwas fast Authentisches gemacht zu haben ist schon eintolles Gefühl!
Viele Grüße Heiko

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Eintrag #18 vom 11. Jul. 2003 20:10 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht PS:

Wer natürlich noch einen geschickten Schlosser im Betrieb hat, der aus langeweile gerne mal “Privatjobs” erledigt ist ebenfalls gut bedient! >:o)
Viele Grüße Heiko

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Eintrag #19 vom 11. Jul. 2003 20:52 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Handwerk und Selbermachen

Nur mal so in die Runde,
aber selbermachen hin oder her: Grundlage ist - so möglich - ein Befund (oder wo es daran mangelt auch eine Abbildung).
Untersucht man Originale gewissenhaft, (am besten in Museum oder mit Hilfe guter Abbildungen) weiß man (eventuell) nicht nur wie ein Werkstück aussieht, sondern auch wie es entstanden ist.
Klar, wenn ich etwas Neues beginne, zahle ich Lehrgeld. Das ist einzurechnen.
Beispiel: ich weiß nicht wieviel Borsten, Ahlen und Lederabfälle (von ganzen Zuschnitten mal zu schweigen) mein Mann auf dem Gewissen hat bevor ich ein Paar Schuhe anziehen wollte.
Da gleiche gilt für das Nähen von Hand: Ich habe als Kind von Hand nähen gelehrt und seitdem einige Dinge gemacht. Jetzt fürchte ich bei Nähten keine Lupe mehr, ober den ersten Stücken sieht man die magelnde ßbung noch an.
Oder die ersten Sprangnetze: meine Freundin Chris hat 5 Stück einem verschwiegenen Mülleimer in Hannover anvertraut bevor eins davon in die ßffentlichkeit gekommen ist.
Dagegen halte ich:
Römische Schuhe sind hochkomplizierte Dinge, ein spezialisiertes Handwerk steht dahinter. Brauche ich solche Schuhe, wird es sehr teuer.
Zeitgleich diesseits der Grenze gibt es Schuhe die sich (befriedigend) befundgetreu mit etwas ßbung nacharbeiten lassen.
Das ist billiger.
Und damit bin ich schnell bei dem was Sascha schreibt.
Mein größter Geldfresser ist das Bücherregal. (Trotz ausgewachsenen und zeitübergreifendem Schmuckfimmel)
Auch Kopien sind reichlich teuer und viele Unterlagen nicht leicht zu beschaffen.
Viele Vereine haben interne Kit-guides und Leihzirkel, die Zeit und Geldsparen helfen können. Es exsitieren auch Listen mit verläßlichen und günstigen (nicht billigen) Bezugsquellen.
Mein Ratschlag am Anfang ist, sich gut zu informieren und mit einem passenden bestehendem Verein (oder IG) in Kontakt zu treten. Gewarnt sollte man nur sein, daß man, weil die Quellenlage immer dürftig ist (besonders für Kleidung) leicht nach einer Interpretation von Frau X oder Herrn Y gerät.
Sucht man den dornigen Weg, schafft aber eigenes, muß man sich darüber im klaren sein auch teure Fehlgriffe zu tun.
Sylvia
Projekte zu lebendigen Geschichte
www.folgari.de

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Eintrag #20 vom 12. Jul. 2003 00:19 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Gebrauchtes...

Grüß Euch,
achso, nochmals zur Erinnerung…vieles innerhalb und ausserhalb von den etablierten Gruppen wird auch günstig gebraucht verkauft…
Z.B. Die Schuhe, die einem halt nicht richtig passen, das überzählige Zelt, die zuvielgekauften Stoffe, das Geschirr, das zur neuen Rolle nicht mehr passt.. usw…
Hierbei natürlich auf “A” achten, aber das ist auch eine günstige Quelle…
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff

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Eintrag #21 vom 12. Jul. 2003 03:46 Uhr Marcel Kuhn   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht quantum obscurum

grüßt euch,
ich möchte mal eine rechnung von uns loswerden:
1 zelt landsknecht : 450 Euro*
diverse keramik : 150 Euro
Schusswaffe : 200 Euro*
Schwerter : Selbstanf.**
Verpflegung pro markt : 120 Euro
Felle : 25 Euro/Stück (neu)
Truhe : 50 Euro/unrestaur.
Sitzstumpen : geliehen
Gewandung : 40 Euro/Person*
Anhängerkupplung : 250 Euro inkl. Anbau
Sprit : je nach Verbrauch
ßrger innerhalb der Gruppe unaufwiegbar
Rechnet Euch da mal selbst zusammen.
Hier nun die Sterne-erklärung:
* Wer es selbst machen will, hat einiges an Arbeit (Stangen, Nähen, Instandhaltung usw…..)
ist billiger, als selbst machen, für die preise kommt man nich ans material
*ist nur mein bogen, alle schwerter unserer gruppe fertigt unser schlosser selbst
siehe punkt *
* es machen zwar viele leute selbst, mag auch schöner sein, allerdings sind einige durch arbeit doch ein wenig zu sehr eingespannt, als dass sie dies bewerkstelligen könnten, daher eine personenpauschale
Der ßrger in der Gruppe ist eigentlich unausweichbar vorprogrammiert, es sei denn, alle sind sich einig, und das ist selten…
Habt Ihr keinen Bus, muß ne Anhängerkupplung her, doch wer bezahlt die und an welches Auto eine Zugehörigen wird diese montiert???????
Ein guter Tip: Macht diese Punkte und noch wesentlich mehr vorher klar, und Ihr habt die halbe Miete. Reibereien wird es immer geben, egal wo und weswegen. Allerdings lassen sich finanzielle Dinge sehr schlecht klären…
www.quantum-obscurum.de
www.kuhnsche-welt.de
Es grüßt Ansgar hinterm Holce (Quantum Obscurum)

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Eintrag #22 vom 12. Jul. 2003 10:56 Uhr Wolf Zerkowski  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolf Zerkowski eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Bitte unterscheiden ;-)

Moin Marcel,
erst dachte ich “wie bitte?” , 40,- Euro für Bekleidung, das wird ja bös eng.
Dann habe ich mir deine Seite angesehen und da fiel dann bei mir der Groschen…….
Klar eine einfache LARP-Bekleidung ohne Anspruch gibts für das Geld schon.
Deshalb sollte man schon zwischen “billigem” LARP und MA-Hobby differenzieren, damit kein Einsteiger in das Mittelalterhobby meint er
bekomme für 40,- Euro eine “Mittelalterklamotte”.
Fakt ist, mit etwas Engagement, handwerklichem Geschick und Geduld kann sich Jeder für “schmales Geld” einen Einstieg verschaffen, wenn er dann voher mal etwas recherchiert und rumfragt.
Nur hier “Rechnungen” aufzustellen gibt einfach auch ein falsches Bild wieder, das dann wiederum wieder zu “ach-das-passt-schon-klamotten” führt.
Das Hobby, wenn man es dann ernstnimmt ist NICHT
billig, DAS sollte man lieber vermitteln um Entäuschungen zu vermeiden.
Gruß Wolf
Gott zum Gruß und allzeit sichere Wege

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Eintrag #23 vom 12. Jul. 2003 11:08 Uhr Marcel Kuhn   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht billige klamotten...

Hallo Wolf,
ich habe eigentlich nur von einem ersten Einstieg geredet. Wenn du meine Rechnung durchgehst, wird diese schon teuer. Auch ich gehöre zu den Leuten, die auf ihre Kohle achten müssen. Das dann auf irgendeinem Gebiet bei einem Anfänger die Authentik (Authentizität, ich weiss nie welches Wort nun stimmt) erst mal auf der Strecke bleibt, ist klar. Mittlerweile sind bei uns auch die Glattlederhosen (meine) verschwunden, die Klamotten sind etwas näher rangerückt, an das was wir demnächst darstellen wollen. Es braucht halt seine Zeit. Und wenn man dann noch arbeitstätig ist und noch ein oder zwei bis drei Hobbys mehr hat, als nur Mittelalter, dann wird die Zeit zum selbst herstellen echt ein wenig eng. MA ist, wie du bereits sagtes ein teures und auch verdammt zeitaufwendiges Hobby, und auch wir brauchen noch Zeit, um alles so zu haben, wie wir wollen.
Es grüßt Ansgar hinterm Holce (Quantum Obscurum)

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Eintrag #24 vom 12. Jul. 2003 12:26 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Geld wegwerfen...

Grüß Euch,
ich finds gut, daß sich hier mal Leute mit Bild vorstellen, und sich damit persönlich ins Fegefeuer der Kritik bewegen! Respekt!
Eure Rechnung ist auf andere Weise schlichtweg falsch: Ausser der Anhängerkupplung sind ALLE Anschaffungen von Euch vollkommen sinnlos, weil unhistorisch.
Wenn Ihr Mittelalter (egal welche Epoche) machen wollt, dann werft das mal alles getrost in den Müll (oder zu eBay) und informiert Euch doch erst mal. Das spart Geld und Frust.
Wenn Ihr Riddääämiddlaldäämaakt und LARP machen wollt - viel Spaß!
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff

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Eintrag #25 vom 12. Jul. 2003 13:10 Uhr Stephanie Winhard   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Das alles...

… erinnert mich an den Typen, der unbedingt an einer Schwimm-Meisterschaft teilnehmen wollte und im blauen Arbeitsoverall erschien, weil er sich die Badehose nicht leisten konnte…
Warum bekomme ich ständig den Eindruck, daß viele Leute meinen, MA gäb´s zum Fast-Gratis-Tarif? Alles nach dem Motto “paßt schon”. Jedes Hobby kostet Geld, dieses besonders. Aber wer im Vorfeld recherchiert, sich erkundigt und genau überlegt, was er überhaupt machen will, investiert dieses Geld zumindest gleich richtig und zahlt am Ende nicht doppelt.
Pauschalpreise aufzulisten ist nahezu unmöglich, weil dies abhängig ist von der gewählten Darstellung, den geplanten Terminen und auch dem eigenen handwerklichen Können.
“Mittelalter machen” ist nicht billig, aber wenn man gezielt an die Umsetzung geht, kann es zumindest etwas günstiger werden und Fehlinvestitionen vermeiden.
Für´s erste Reinschnuppern gibt es genug Gruppen, die gern Klamotten leihweise zur Verfügung stellen und und tatkräftig Unterstützung anbieten, wenn man dann dabei bleiben möchte. Man muß als Anfänger nicht aussehen, als hätte man Omas Kleiderschrank geplündert und sich auch nicht in den Ruin stürzen (das letztere kommt dann später von allein, wenn man Blut geleckt hat *g*)
Gruß,
Steffi www.hochmittelalter.net

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Eintrag #26 vom 12. Jul. 2003 13:28 Uhr Claus Winhard   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Rechnung die x-te

Nachdem jetzt schon einige “Rechnungen” aufgestellt wurden, hier mal eine, mit der sich für den Beginn eine “geschichtsnah interpretierte” Darstellung realisieren läßt:
Bruche + Leibhemd: 5m Leinen -25
Cotte: 3,50m Wolle + 3,50m Leinen -48
Beinlinge: 3m Wolle -24
Bundhaube: 0,5m Leinen -2,50
Schuhe: Selbstgemacht, daher besonders teuer, weil man jede Menge wegwirft, bevor das erste Paar paßt, alternativ einfache wendegenähte -80
Umhängetasche, 1m grobes Leinen -7
Eßschüssel aus Holz: ca. -20
Eßlöffel aus Holz: ca. -8
Messer: ca. -45
Gürtel mit Beschlägen: -90
Scheide selbstgemacht aus Lederresten
Erfahrung sammeln beim Nähen: Unbezahlbar!
Macht zusammen -350 für eine Ausstattung, die in etwa historischen Vorbildern eines Handwerksmeisters entspricht.
Ein Knecht oder eine Magd lassen sich sicher noch etwas preisgünstiger herstellen. Eine Adelsdarstellung käme natürlich unverhältnismäßig viel teurer (Allein das Futter eines Mantels aus Fehpelz liegt bei ca. -2.000!)
Zum Vergleich die Kosten für ein paar Sportarten:
Grundausrüstung Schwimmen: ca. -30 (Badehose)
Grundausrüstung Inline-Skaten: ca. -200
Grundausrüstung Sportklettern: ca. -500
Grundausrüstung Skifahren: ca. -600
Grundausrüstung Sportschießen: ca. -1.000
Grundausrüstung Golf: ca. -800 + horrende Mitgliedsbeiträge und Green Fees
Grundausrüstung Sportfliegen: ca. -200.000 (OK, war ein Scherz)
Damit liegt das Mittelalterhobby doch im Vergleich gar nicht so schlecht?
LG,
Claus

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Eintrag #27 vom 12. Jul. 2003 14:14 Uhr Wolf Zerkowski  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolf Zerkowski eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Sorry Marcel...

….eigendlich war mein Posting zum teil dazu gedacht, dich/euch etwas zum Nachdenken zu bringen
und andererseits, gerade den Anfängern zu zeigen, das es so nicht geht. Ich war dabei noch sehr gutmütig aber da du es ja anscheinend wissen willst…bitte.
Sieh dir an was Hadu geschrieben hat, das kann ich nur unterstützen, eure Sachen sind unhistorisch, unbrauchbar und deshalb einfach rausgeworfenes Geld.
Genau SO sollte man nämlich NICHT anfangen, das kostet nämlich extra und bringt auch noch den Frust wenn man auf seinen zusammengewürfelten Müll angesprochen wird.
Ist es denn wirklich soooo schwer mal bei einer guten Gruppe VORHER anzufragen ? Teuer wirds doch genau SO und das sollte doch hier aufgezeigt werden, das der Anfang nicht teuer sein MUSS.
Jeder, der sich an deiner/eurer Homepage orientiert ist dazu verdammt sein Geld in den Gully zu werfen………….
Ich weiß, wieder mal sehr böse geschrieben vom bösen Wolf…….aber “so what”……lernt endlich mal was dazu und gebt euren Senf ab wenns auch wirklich was bringt, nur damit mal wer auf eure Homepage geht, braucht ihr hier nicht zu posten.
Gruß Wolf
Gott zum Gruß und allzeit sichere Wege

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Eintrag #28 vom 12. Jul. 2003 16:34 Uhr Marcel Kuhn   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht nicht vermiesen lassen

hallo nochmals,
für kritik und so bin ich immer wieder dankbar. Wie ich bereits geschrieben haben, werden wir ein wenig Zeit brauchen, um uns zu entwickeln. Wir hatten auf unserem ersten Markt Spaß, das war für uns zunächst die Hauptsache. Wir haben dort schon `ne Menge hinzugelernt, werden uns noch weiter schlau machen, und uns so definitiv weiterentwickeln. Aber wo Ihr es bereits alle ansprecht: Wenn Ihr den Anfängern die Chance geben wollt, schaut Euch unsere Seiten beizeiten nochmals an. Unser Anfang war vielleicht falsch, aber man kann immer noch was richtiges daraus machen. Unsere Seite wird sich weiterentwickeln und Ihr werdet auch von unseren Fehlern aber auch von positiven Erfahrungen lesen können. Genau das ist einer der Gründe dieser Seite, daß wir unsere Erfahrungen weiterleiten werden.
In den Postings hier bekommt man es anscheinend nur verbal “auf die Fresse” ich habe allerdings keine ernst gemeinten guten Tipps, wie z.B. gute Seiten, gute Bücher und anderes mitbekommen, bei denen ich mich richtig bedanken könnte, um Fehler bei uns auszuräumen.
Das einzige, was ich bisher wirklich gelernt habe auf verschiedenen Märkten, die wir besucht haben: Authentizität scheint Ansichtssache zu sein. Es wird sich nie häufiger um ein Thema gestritten als um dieses.
Also, wenn Ihr schon verbal angreift, schreibt uns nächstes Mal bitte ein paar nette Tips dabei. Kritik kann ich gut vertragen, sie sollte allerdings fundiert und erklärt sein.
Das ist meine einzige Bitte.
Auf jeden Fall lassen wir uns den Spaß nicht vermiesen.
Es grüßt Ansgar hinterm Holce (Quantum Obscurum)

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Eintrag #29 vom 12. Jul. 2003 16:43 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Bücher und Tips...

Findest du in unserer Bibliothek, den anderen Threads, den Seiten ,die zu den entsprechenden Themen gelinkt wurden.
Es würde nicht so viel Sinn machen, alles hier nochmals zu wiederholen.
Schau dich einfach in TV um, und du wirst fündig.
Gruß, Ivain

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Eintrag #30 vom 12. Jul. 2003 16:54 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Also gut

Hallo Marcel,
so was hatte ich bei meinem Eintrag unter “Unkorrekte Darstellung…” im Kopf.
Ein Autor schreibt doch kein Buch mit dem Titel “Nähen leichtgemaacht”, wenn er noch nie eine Nadel in der Hand hatte. Da hilft bei Beschwerden der Leser auch nicht der Hinweis - in den nächsten Auflagen wird alles besser…
Aber um nicht den Vorwurf zu bekommen Kritik ohne Tips geäußert zu haben:
Das teuerste an Eurer Ausrüstung scheint mir das Zelt zu sein. Schaut mal nach, für welche Zeit in der Vergangenheit dieses Zelt durch Abbildungen zu belegen ist, lest Euch dann durch einige Bücher zu dieser Zeit durch, näht Euch die entsprechende “Basisklamotte”, besorgt Euch die entsprechende Grundausrüstung an Geschirr, Gebrauchsgegenständen, von mir aus auch Waffen und verabschiedet Euch von der Vorstellung, die Geschichte sei ein Role-Playing Sourcebook aus dem man beliebige Charaktere “erwürfeln” kann (und dabei noch selber aussuchen darf, welche Zahl gewürfelt wird…). Die Spielregeln schreiben nämlich eigentlich was anderes vor.
Die größten Ausgaben habt ihr ja schon hinter Euch: Zelt und Anhängerkupplung könnt ihr bestimmt weiterverwenden - den Rest der Ausrüstung würde ich an Eurer Stelle noch mal kritisch betrachten.
Nach ausgiebigem Studium Eurer Homepage befürchte ich jedoch, daß der gesitige Schritt vom “wir machen LARP” zum “wir machen Mittelalter” noch nicht vollzogen ist (als Tip: Hagazussa ist kein Name der eine lange Lebenserwartung im MA verspricht, “Abenteurer” ist keine Charakterklasse im MA, “Kampfstäbe” hatten im MA keine Lobby, außer sie waren 3m lang und die Renaissance stand vor der Tür, Schotten trugen vor 1585 eher selten Röcke und “y” wurde eigentlich erst im 19. Jhdt modern und das auch nur in Bayern)
ßbrigens, normalerweise würde ich meine Kritik vielleicht netter verpacken, aber erstens befinde ich mich grade in einer “schwierigen Phase” meines Lebens, was Homepages wie diese betrifft und zweitens habe ich den Namen der HP jetzt schon dreimal hier gelesen und das zeugt für mich davon, daß Euer Selbstvertrauen groß genug ist, um meine Worte abzukönnen.
Gruß,
Gruß,
Indy (Tassilos Rache)

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Eintrag #31 vom 12. Jul. 2003 16:57 Uhr Mike Wendl  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Mike Wendl eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht oh Marcel...

und wieder typischerweise die eingeschnappte Variante als Antwort..
Was Hadu und Wolf schrieben solltest Du mal genauer lesen….
Zeit zur ENTWICKLUNG?
naaaa- nochmal die vorherigen Posts lesen…
der aufgezeigte Weg für ernsthafte Darsteller lautet:
VOR der Anschaffung von Sachen zu recherchieren. Nicht erst improvisieren, dann was besseres suchen.
Nettes Sprichwort das gerade in unser Hobby passt: Wer billig kauft, kauft doppelt…
Du beschwerst Dich dass Dir niemand vorgekautes Wissen serviert?
Wird hier nicht geboten. Stelle Fragen, gezielt, in einem kleinen Zeit-, Darstellungs- und Ortfenster, dann wird Dir hier sicher auch geholfen, wenn auch ersichtlich sein sollte dass Du Dich auch damit beschäftigt hast.
Marcel, dieses Hobby besteht nunmal zu mindestens 80% Recherche, DANACH kommt erst das Beschaffen… da kann verdammt viel Zeit ins Land gehen bis Du selbst für die einfachste Darstellung das richtige Gerödel zusammen hast.
Du willst nur Spass auf Märkten?
Gut, kann ich auch verstehen. Kannst Du gerne machen, sei es Dir von Herzen gegönnt!
Dann reicht zur Ausstattung Deine Phantasie und Erfindungsreichtum.
Bei den guten Spielplätzen wirst Du dann aber draussen bleiben müssen.
Und nie so kleine zeitliche Flashbacks haben wenn Du z.B. Morgens durch ein stilles nachgebautes Mittelalterdorf wandelst - und alles ist stimmig….
Grüsse aus Brandenburg
-mike-
aka Lui der Tucher

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Eintrag #32 vom 12. Jul. 2003 20:04 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Zeit?

Grüß Euch,
erst ernstgemeinte Kritik und Hilfe haben wollen,und dann nichts vertragen…soso…
Tja, dann bastelt, kauft und macht weiter, um dann nochmehr wegzuwerfen, auszugeben und wieder wegzuwerfen.
Die Leute, die Euch hier raten, von ANFANG AN mit Recherche und Genauigkeit vorzugehen, haben doch selber Unmengen an Zeit, Material und GELD, VIEL GELD rausgepulvert, nur um festzustellen, daß alles Käse ist, und wieder von Vorne angefangen werden muss.
Ihr müsst das Rad nicht von Neuem erfinden. Erst mal die Zeit und Region feststellen, die Ihr darstellen wollt, und dann ans Bücherstudium und ordentlich gefragt.
Und DANACH vorsichtig anfangen, Zeugs anzufertigen und lieber vorher mal Fragen, bevor eingekauft wird. (90% von dem Plunder, dens auf Märkten gibt, gehört in den Bereich Nepp und Verarsche…)
Es gibt nur die zwei Möglichkeiten: Entweder auf dem Marktniveau rumreisen und “Spaß” haben, oder was richtiges erleben können - aber das kostet Zeit und Mühe.
Simples Beispiel: Mit Euren Karotüchlein und Pannesamtkleidern mal 8 Tage bei Mistwetter draussen überstehen? 40 Meilen einem Pfad zur nächsten Burg folgen? Mit nem Stöckchen einer Bande gerüsteter und schlechtgelaunter Wegelagerer entgegentreten? ßber nen magischen Gürtel, Kampfstab und verrosteten 3-Händer lächelt doch ein selbst minimal gerüsteter mittelalterlicher Söldner nur müde…
Und das hab ich echt gutgemeint…
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff

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Eintrag #33 vom 14. Jul. 2003 09:21 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Was wollt Ihr wirklich ?

Marcel,
zuerst solltet Ihr Euch entscheiden, was Ihr wirklich wollt.
Spaß an Fantasyrollenspielen haben zu wollen, ist nichts Verwerfliches. Wenn Ihr das wollt, ist TV aber wahrscheinlich das falsche Forum.
Wenn Ihr Mittelalter machen wollt, solltet Ihr Euch wohl erst mal darüber klar werden, in welcher Zeit und in welchem Milieu Ihr Euch bewegen wollt. 1000 Jahre Mittelalter sind eine lange Zeit.
Du schreibst: “Unser Anfang war vielleicht falsch, aber man kann immer noch was richtiges daraus machen.”
1. Halbsatz: ja, 2. Halbsatz nein.
Ihr müsst noch mal von vorn anfangen.
Die Ausrüstung, die man auf Eurer HP sehen kann, taugt für keine Phase des Mittelalters.
Schade. Für das Geld, das Ihr da ‘reingesteckt habt, könntet Ihr schon ganz passabel aussehen.
Für den Anfang schaut Euch mal hier um:
www.gewandungen.de
So erfahrt Ihr erste Anhaltspunkte, wie Ihr zu einer passablen Kleidung kommt, die nach Mittelalter aussieht …
Wie gesagt, erst müsst Ihr Euch entscheiden, was Ihr wollt …
Gruß
Ulli

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Eintrag #34 vom 14. Jul. 2003 09:39 Uhr Marcel Kuhn   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht gründliche erklärung meines standpunktes

Hallo allerseits,
ein paar Dinge möchte ich noch klarstellen:
1) ich wollte keinem auf den schlips treten.
2) Aus den beiträgen vor meinem ersten eintrag hier war für mich nicht ersichtlich, wo ich eigentlich gelandet bin.
3) Aus späteren posts von euch ist es zwar schon ersichtlich gewesen, aber bei der art eurer teils stammtischfähigen verbalattacken, habe ich begonnen diese nur so zu lesen, wie sie mir vorkamen, oberflächlich (damit ist nicht euer hobby an sich gemeint, dieses ist wohl eher das gegenteil, nämlich ziemlich detalliert)
Nun gab es aber auch zwei herren, die einen gepflegteren ungangston, als der rest hier, beherrschen. Es kamen also zwei höfliche, dennoch sehr bestimmte mails, aus denen mir nun klar geworden ist, wo ich mich eigentlich befinde. Daraufhin habe ich eure posts dann mal richtig gelesen.
Mit den neuen erfahrungen sind mir einige punkte erklärungsbedürftig geworden:
- Ja, wir sind und bleiben eine “rittermittelaltermarktgruppe”. Insofern war unser anfang nicht wirklich falsch, es darf also nachgebessert werden.
- Natürlich kommen wir an eure perfektion nicht heran, wollen wir aber auch nicht. Gewisse recherche ist zwar wichtig für uns, allerdings nicht in eurem stil.
- Zu unserer weiterentwicklung: wir werden uns nur in einem für uns erträglichen stil weiterentwickeln. Auf unserer homepage werde ich gründe veröffentlichen, warum wir welchen authentikgrad weglassen und warum uns welcher nicht interessiert. Das heisst, wir haben uns unsere gedanken schon gemacht.
- Um nochmals meinen ersten beitrag zu komentieren: zu diesem zeitpunkt war mir noch nicht bewusst, wo ich mich befinde. Da ich allerdings fest daran glaube, dass sich auch weitere rittermittelaltermarktler hierhin verirren, werden die unseren beitrag auch lesen. Für die leute mag er gut sein, für euch eben ein wenig bis sehr daneben. Des weiteren bin ich davon ausgegangen, daß aus meinem beitrag ersichtlich ist, wo wir uns ansiedeln. Ich persönlich denke, unterhalten kann man sich immer, auch mit anders denkenden. Bisher war mir nicht bewusst, dass es auch gegenteilig denkende menschen gibt, die dazu nicht bereit sind.
- Vor eurem hobby habe ich größten respekt, auch wenn ihr mit eurem wissen hinterm berg haltet. Für mich persönlich gibt es mehrere arten zu lernen: eigenständige recherche, erzählungen und den erfahrungsaustausch.
- Bei uns steht der spass an der sache ganz klar an erster stelle, das wird auch so bleiben, denn sachen, die keinen spass machen, mache ich in der regel nicht freiwillig.
- Ich persönlich möchte mein wissen auf rittermittelaltermärkten an das interessierte publikum weitergeben, was ihr ja nicht macht (vorgekautes wissen??? Gibbet hier nicht). Ich teile mein wissen gerne, freue mich über leute die lernen wollen, auch wenn sie vorerst nur kleine fetzen mitbekommen.
Einige sachen möchte ich dennoch über uns loswerden:
- der rostige dreihänder (oder auch 1 1/2 - pesonenschwert genannt) ist durchweg massiv, hat sehr athentischen flugrost und würde warscheinlich ein gutes schaukampftaugliches replikat in stücke hauen.
- Der name hagazusa kommt aus dem dänischen aus der zeit um ca. 200-300 v.Chr. es war der name einer heilerin. erst ca. im 14. Jhd wurde der name in verbindung mit der fortschreitenden christianisierung zum synonym für zu verfolgende frauen gemacht. Dort war auch die bedeutung (zaunreiterin) stimmig, da den verfolgten eh nachgesagt wurde, sie können fliegen und sich verwandeln.
- Keiner von uns möchte wirklich im mittelalter gelebt haben, denn manche verhältnisse waren wirklich zu grottig.
- Allerdings die geschichte wieder aufleben zu lassen (mit erklärbaren abweichungen und erklärbaren nicht bewiesenen und datierten dingen), das ist genau unser ding.
- Ich für meinen teil, werde mir die nötige hilfe in den teilen holen, in denen ich authentik wahren möchte.
- Wir haben einen multikulturellen teil bei uns (demnächst aus ungarn, skandinavien, schottland usw. und haben daher wirklich viel zu erzählen)
- Wenn leute auf einem markt fragen haben, mache wir sie natürlich auf nicht authentische dinge bei uns aufmerksam. Wir wollen ja auch nict, dass diese einen verdammt falschen eindruck bekommen.
- Kilts (nicht im bekannten sinne von clanzugehörigkeit) lassen sich nach unserem stand der dinge bis in alte ägypten nachvollziehen. Es ist also durchaus möglich, daß diese es auch bis hierhin geschafft haben. Nur weil darüber bis jetzt kein fund existiert, ist das für mich kein grund, eigene vermutungen anzustellen, die auch weiterzugeben (eben nur als vermutung). Damit mache ich meiner meinung nach nichts falsch
Einen vorwurf von euch möchte ich noch klären:
- wir machen kein larp!!!
- Wir rennen nicht mit schaumstoffwaffen durch den wald
- Wir tragen keine vicky-helme mit hörnern
- Wir kämpfen nicht gegen orks
- Wir tragen keine drachenschuppenpanzer
- Und wir retten keine prinzessinen aus hohen burgtürmen
Unsere art von mittelalter ist eben publikumsträchtig und ich bin immer wieder froh, auch interessierten kindern (gerade in der zeit von pisa) mehr als nur das mittelalter nahebringen zu können (daher nur teile des geschichtswissens vorhanden, andere gehirnteile brauche ich für völlig andere themen). Da ich auch andere hobbys habe, bleibt für eure art des ma’s keine zeit.
Ich hoffe ich habe mich nun ausreichen erklärt. Meine fehler sind nun bekannt und ich habe eingesehen, daß ich wohl im völlig falschen forum war.
Also nochmals: ich bitte bei den leuten um verzeihung, die meine posts in den falschen hals bekommen haben oder sich auf den schlips getreten fühlten. Das war nicht meine absicht.
Es grüßt Ansgar hinterm Holce (Quantum Obscurum)

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Eintrag #35 vom 14. Jul. 2003 09:54 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nein, bitte nicht ...

Zitate:
“- Ich persönlich möchte mein wissen auf rittermittelaltermärkten an das interessierte publikum weitergeben”
“- Allerdings die geschichte wieder aufleben zu lassen (mit erklärbaren abweichungen und erklärbaren nicht bewiesenen und datierten dingen), das ist genau unser ding”
“Unsere art von mittelalter ist eben publikumsträchtig und ich bin immer wieder froh, auch interessierten kindern (gerade in der zeit von pisa) mehr als nur das mittelalter nahebringen zu können”
Genau DAS ist es, was die Leute hier gegen Euch aufbringt !
Wie wollt Ihr dem Publikum das Mittelalter nahebringen oder Geschichte wieder aufleben lassen, wenn Ihr in Fantasy-Klamotten auftretet ???
Geschichtsvermittlung wie die Eure wird die Pisa-Studie nur bestätigen.
Der Himmel verschone mein Kind vor solchen Vorbildern.
Sorry, wenn ich meinen Kommentar nicht freundlicher hinbekommen habe …
kopfschüttelnd,
Ulli

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Eintrag #36 vom 14. Jul. 2003 10:07 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht In die selbe Kerbe.....

Wie Ulrich…
Es spricht euch keiner das ‘Recht’ aus, zu machen, was ihr wollt.
Aber eine Frage… Warum wollt ihr, wenn ihr kein Intresse habt, es korrekt zu machen, das ganze unbedingt an die ßffentlichkeit bringen ?
Was habt ihr davon ?
Und zu dem Rest aus deinem Posting:
“- der rostige dreihänder (oder auch 1 1/2 - pesonenschwert genannt) ist durchweg massiv, hat sehr athentischen flugrost und würde warscheinlich ein gutes schaukampftaugliches replikat in stücke hauen.”
Uaarhg… Klar, Bahnschiene gewinnt gegen Schwert. Unsere Urahnen waren nur nicht schlau genug, das einzusehen und haben deswegen leichte und führige Waffen entwickelt. Die warn halt nicht so schlau damals.
“- Vor eurem hobby habe ich größten respekt, auch wenn ihr mit eurem wissen hinterm berg haltet.”
Klar tun wir das. Deswegen haben wir ja auch ein ganzes Forum voller Informationen, Austausch und Diskussionen.
“- Kilts (nicht im bekannten sinne von clanzugehörigkeit) lassen sich nach unserem stand der dinge bis in alte ägypten nachvollziehen. Es ist also durchaus möglich, daß diese es auch bis hierhin geschafft haben. Nur weil darüber bis jetzt kein fund existiert, ist das für mich kein grund, eigene vermutungen anzustellen, die auch weiterzugeben (eben nur als vermutung). Damit mache ich meiner meinung nach nichts falsch”
*Und er drehte sich um und weinte bitterlich*
Ich geb dir einen guten Rat….
Les mal aufmerksam und nach Informationen gefiltert die Taverne hier durch.
Tus einfach mal… Es könnte dir vielleicht gefallen, wenn du das ‘richtige’ Mittelalter siehst.
Gruß, Ivain

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Eintrag #37 vom 14. Jul. 2003 10:21 Uhr Wolf Zerkowski  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolf Zerkowski eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ....nichts persönliches

Moin,
sorry Marcel, das geht jetzt nicht persönlich an dich , sondern an ALLE die diese Pseudomittelaltereinstellung vertreten.
Genau DIESE Art von Darstellung und “Wissensvermittlung” macht es allen die das Hobby ernsthaft betreiben sehr schwer.
Die Besucher von Veranstaltungen, die Museen und die Schulen werfen uns nämlich mit euch in einen Topf.
Macht doch bitte eure “Spielchen” auf der grünen Wiese und behauptet nicht ihr vermittelt Wissen.
Aus deinem Posting geht nämlich klar hervor, das genau Dieses, das Wissen, weder vorhanden ist noch das ihr vorhabt es euch wirklich anzueignen.
Die Darstellung einer vergangenen Epoche, egal welcher Zeit, verlangt ein absolutes ,korrektes Vorgehen bei der Recherche und kein selektives Aussuchen von Dingen , die einem in den Kram passen. Dazu gehören z.B. der Kilt im Mittelalter
(Die Nummer mit dem ägyptischen Kilt ist im ßbrigen mal ganz was Neues *GG*)
Ich habe nix gegen Leute die “nur” ihren Spaß haben wollen und ein wenig Kostümcampen, nur gegen Leute die versuchen dieses “Fun-Hobby” als Wissensvermittlung und Pflege der Historie zu verkaufen, weil sie meinen das gäbe dem Ganzen ein wenig Seriösität.
Gruß Wolf
Gott zum Gruß und allzeit sichere Wege

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Eintrag #39 vom 14. Jul. 2003 11:10 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht was kostet was

Moin moin!
Bin zur Zeit nicht so schreibselig, aber bei so einem Thema will ich mich doch einmischen.
Lieber Marcel, tu, was Du willst, und leb es auf Mittelaltermärkten aus. Das Niveau kannst Du dort nicht senken, das ist schon ganz unten. Und auf eine Art ist die “wir wollen doch nur Spaß haben” Mentalität auch zu beneiden, weil ihr vermutlich näher am Spielen seid, Eure Phantasie mehr beteiligt ist, ihr Euch bei allem historischen Unsinn auch noch “echter” fühlt, als die ganzen Leute, die die ma Darstellung “ernst” nehmen. Ich gebe zu, daß mir das manchmal fehlt. Mit 12 konnte ich das noch hervorragend (das ist nicht zynisch gemeint!), mit 30 geht es leider nicht mehr. Dabei bin ich auch auf der Jagd nach den seltenen Momenten, wo ich einen Funken “damals” erleben kann. Und wie ich mich nach einem Treffen sehne, ohne Besucher, und mit Leuten, die diszipliniert ihren Plastik Scheiß und ihr out-of-period Zeug verstecken. Und nicht, man ist ja unter sich, gerade auf dem Privatlager das Auto den halben Tag neben dem Zelt stehen lassen. Es scheint nur leider so zu sein, daß das, wo mehr als fünf Leute zusammen sind, schon mit einem gewissen Druck verbunden sein muß. Daß sich jemand zu Onkel Motz aufschwingt und die Leute anmacht, daß der Tetra-Pak und das Nutella auf dem Frühstückstisch nichts verloren haben. ßber BH-Träger, Handys und andere Unentbehrlichkeiten rede ich ja gar nicht, nä. Und die fünf Minuten morgens hinterm (!) Zelt mit der Zahnbürste, die sind auch okay, klar. Wenn die Leute sich noch angewöhnen würden, ihre Fäkalien sauber zu entsorgen, sprich ihre Sch… zu vergraben, inkl. Papier, dann steckt da schon ein Potential drin, das Spaß machen könnte.
Aber das ist alles am Thema vorbei, und überhaupt nicht an Deine Adresse. Tolle Toleranz hin oder her, der Vorwurf “ihr haltet mit Informationen hinterm Berg”, der ist absolut daneben. So sorry. Zum einen ist es echt lehrreich und erheiternd, sich mal einige Abende lang die ganze Taverne hier durchzulesen. Man merkt dann auch, was das für eine Szene ist, wem es um was geht, und es GIBT mehr Informationen über die unmöglichsten Details, als Du Dir vorstellen kannst.
Das Argument: wir wissen es nicht, also denken wir uns was aus, und wenn wir das dem Publikum sagen, ist es schon in Ordnung, das ist ungeheuer verwegen. Wenn Du mal einem kleinen Detail nachrecherchiert hast, Dich in Büchern von Literaturhinweis zu Literaturhinweis durchgeackert hast und irgendwann, weil sich die Literatur anfängt zu wiederholen, dann aufgibst und merkst, mehr “Wissen” gibt es nicht, dann kannst Du für dieses Detail so sprechen. In einem Ausstellungskatalog ist dann eben die vermutete Kleidung grau und die gefundenen Bestandteile schwarz gedruckt.
Und hier gibt es viele Jäger, die sich genau so in ihr Thema einarbeiten, eins nach dem anderen. Und das gehört zum “Wissen” dazu: das Wissen um das ganze Volumen, das dahintersteckt. Um die Unmöglichkeit, wirklich sicher zu sein. Um die vielen Wege, die noch gegangen werden wollen, die Sackgassen, in denen man nicht weiterkam. Wie soll man dieses Wissen teilen? Ich rede hier von hunderten von Büchern, nicht von fünf. Ohne ßbertreibung. Was glaubst Du, wieviele Leute hier sich eine kleine aber feine Fachbibliothek zugelegt haben? Oh Mann, wenn Du detaillierte Fragen stellst, dann bekommst Du antworten. Aber rumbläken, ohne nur einen Funken von Genauigkeit zu zeigen, “ihr wollt mir ja nicht helfen”, das geht nicht!
Wenn Du eine Austattung in Vebrindung mit “Wissen” willst, aber keine Ahnung hast, wo anfangen, dann rate ich Dir folgendes:
Kauf Dir ein Buch übers Mittelalter. Z.B. Arno Borst: Lebensformen im Mittelalter. Geh in Dich und überlege, was Dich mehr anspricht: Landsknechte und Ritter in voller Plattenrüstung, die Zeit der Minnesänger, Siegfrid der Drachentöter? Früh, Spät, Hochmittelalter? Dann mach mit Deinen Freunden ein zwei Ausflüge in das nächstgelegene Museum, das zu diesem Thema passt. Oder fang gleich mit dem Landesmuseum an, dort bekommst Du einen schönen ßberblick von der Steinzeit bis zum Mittelalter. Dann kauf Dir zur passenden Ausstellung den Austellungskatalog, und versuche dort, in einem engen Zeitrahmen von vielleicht 100 Jahren (haha, so eng isses nich) einen ßberblick über was es gab und wie die Funde genau!!! aussehen, zu verschaffen. Dann hast Du eine Basis, auf der
a.) eine hervorragende Anfangsausrüstung
b.) wunderbare Detailfragen
entstehen.
Mit der Ausrüstung gehst Du dann auf Märkte und hebst das Niveau, gibst Dich anderen als anspruchsvoll und interessant zu erkennen, fällst sogar Veranstaltern angenehm auf,
mit den detaillierten Problem und Fragen kommst Du z.B. hierher. Oder leckst Blut und willst selber Wissen sammeln.
Zwei Bücher! Das halte ich für einen kostruktiven Vorschlag für “kein Geld”
Und dann näh Dir eine gute Klamotte, ruhig mit der Hand, ist nicht schwer. Und halt Dich hinfort an den goldenen Dreisatz:
Mehr Geld für Bücher und Museen als für Kleidung und Replikate als für Waffen.
Und bitte, verzeih den Leuten hier, daß sie nicht die Geduld aufbringen, jedem einzelnen das, was sie in anderen Threads schon zigmal versucht haben klarzukriegen, nochmal auseinanderzusetzen.
Vor allem, wenn als Anfang schon ein: wir wissen ja, daß es nicht korrekt ist, aber erstens, woher wißt ihr das, und zweitens muß es nicht korrekt sein, was wollt ihr überhaupt, ins Horn geblasem wird. Da sind manche einfach überreizt. Und sie sind hier zu Hause, warum sollen sie dann den Mund halten.
Grüße,
Stefan

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Eintrag #40 vom 14. Jul. 2003 13:16 Uhr Manu (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Manu eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kein Spaß???

Hallo Marcel,
mir fällt dazu nur eines noch ein, Du schriebst:
- Bei uns steht der spass an der sache ganz klar an erster stelle, das wird auch so bleiben, denn sachen, die keinen spass machen, mache ich in der regel nicht freiwillig.
Vielleicht solltest Du es einfach mal ausprobieren, Recherche macht Spaß. Und so tolle Erfolgserlebnisse, wie zB. endlich rauszufinden wie Nadelbinden nun funktioniert machen auch Spaß. Und soetwas kann man dann auch unbesorgt weitergeben an andere.
Ich glaube nicht dass die Leute hier mit Ihrem Wissen hinterm Berg bleiben, ich habe dass jedenfalls noch nicht so erlebt, wenn man Fragen hat kann man diese stellen. Nur sollte es nicht dabei bleiben dass man sich nur auf andere beruft denn die Feststellungen die diese anderen gemacht haben, können sich auch schon längst durch neuere Erkenntnisse überholt haben.
Gruß
Manu
Viator Normannicus

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Eintrag #41 vom 14. Jul. 2003 14:01 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht genau

Das sollte ich noch hinterherschicken: es ist auch besser, wenn man sich sein Bild, im Austausch mit anderen, selbständig erarbeitet. Weil es gar nicht so selten vorkommt, daß ein Supertoller MA-Aktiver Dir kompletten Dünnsinn erzählt, weil er’s nicht besser weiß, aber von seiner Meinung überzeugt ist. Weil er schon zehn Jahre reenactet oder was weiß ich warum. Und selbst im Gespräch, selbst wenn er Quellen nennt und kennt, selber nachprüfen! Hab’s leider schon erlebt, daß anhand des selben Buchs zwei grundsätzlich verschiedene Ansichten diskutiert wurden, und am Schluß kam dann ein “oh, dann ist meine Kopie wohl nicht vollständig …” Mannomann.
Und wenn jemand in einem Internetforum Deinen Wunsch erhört und Dir einfach mal so sein “Wissen” preisgibt: glaub mir, durch selber lesen und schauen bekommst Du ein anderes Bild als durch Zuhören und Glauben. Ich hab schon viel Phantasie, im Grunde sind wohl alle Leute, die so etwas als Leidenschaft haben heillose Romantiker *g*, und mein Bild von den Epochen ist recht dicht. Ich könnte Dir davon erzählen, als wäre ich dabeigewesen. Aber WISSEN ist das nicht, und wenn Du fragst, dann bekommst Du oft ein “oh, das weiß ich nicht” oder “im Museum XY versuchen sie, es so und so zu rekonstruieren” als Antwort. Weil das dichte, vollständige Bild, das ich habe, das taugt für eine schöne Märchenstunde, oder eben Hollywood. Aber nicht dazu, Schülern zu erklären, was wir über das Leben dann und dort wissen.
Laßt uns die Mittelaltermärkte endlich konsequent Märchenmärkte nennen. Die daran teilnehemen, mögen phantisievoll, gründlich und mit einem Auge fürs Ambiente vorgehen. Feiert Räuberfeste im Wald! Grillt Schweine und sauft Met aus Hörnern. Wunderschön!
Nur: nennt das NIE “historisch”, “authentisch”, sondern bekennt euch dazu: es ist “nostalgisch” und “phantastisch”. Und warum nicht? Ich würde auch dabei meinen Spaß finden, und selbst Kinder können zwischen Märchen und Wirklichkeit unterscheiden und freuen sich am Kasperletheater.
Aber wenn jemand von “historischer Ausstattung” faselt, dann will ich auch historische Ausstattung sehen, und nicht selfmade Nostalgiekram. Warum? Weil mich historische Ausstattung furchtbar interessiert, und ich schrecklich enttäuscht wäre, wenn ich 400 km wohin fahre, weil die Werbung so verführerisch war, und doch wieder ein 08/15 Markt mit gefrästen Holzlöffeln dasteht. Wenn ich als Eisenbahnfan einen Familienausflug ins Dampflokmuseum mache, dann will ich dort nicht eine Spielzeugausstellung mit unter anderem einer Holzeisenbahn sehen, sondern echte Dampfloks und saubere Modelle, sonst bin ich einfach enttäuscht.
Und das wollen wir unserem Publikum und unseren eigenen geschichtsverliebten Seelen doch ersparen, nicht?
Grüße,
Stefan

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Eintrag #42 vom 14. Jul. 2003 14:37 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Lasst es gut sein...

Grüß Euch,
ich bin total hin und weg von den vielen ernst- und gutgemeinten Ratschlägen, vom echten Bemühen um Hilfe.
Mal ehrlich, als ich ins Mittelalter einstieg gabs diese Hilfe und diese Bereitschaft so nicht!
Nun, diese Hilfe wird nicht angenommen oder gewollt! Noch deutlicher als in seinen Postings kann Marcel doch nicht sein!
Ums mal à la Crowley zu sagen: “Tu was Du willst, das sei Dein einzig Gesetz!”
Also…lasst es gutsein. Missionieren nutzt nichts, und letztendlich muss jeder wissen, was er tut.
Und sich nicht wundern, wenn dann die Türe einem vor der Nase zugeschlagen wird…
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff

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Eintrag #43 vom 14. Jul. 2003 15:40 Uhr Ameli (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ameli eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht siehe Kapitel "Darstellung"

Und wir reden uns noch im “Wie sag ichs meinem Kinde…” den Mund fusslig
*seufz*kopfschüttelnd*
Gruß
Ameli / Elisabeth von Tannenberg

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Eintrag #44 vom 14. Jul. 2003 15:58 Uhr Angharad Beyer   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht "... und schade niemandem!"

so heißt der zweite, IMHO wichtigere Teil des Spruches. Genau hier setzt das Problem ein: der Schaden für andere, wenn man seinen lässigen Umgang mit historischen Tatsachen als korrekte Darstellung verkaufen will. Ich verweise dafür auf die Diskussion im Thread “Wie sag ich’s meinem Kinde…” und div. meiner Vor-Poster hier (um den leidigen Brei nicht nochmals durchkauen zu müssen).
Denn: getretener Quark wird breit, nicht stark *g*
Angharad

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Eintrag #45 vom 14. Jul. 2003 21:47 Uhr Johanna Lieser   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Falls es inmitten dieser Schlammschlacht...

…noch irgendjemanden interessiert - hier ist meine Rechnung (ich bin auch noch ziemlich neu, hab aber erst mal ein paar Wochen mit Recherche und Bauchlöchern verbracht, deswegen bisher keinerlei unnötige Arbeit oder Geld investiert (glaub ich)).
4m Leinen - 20- (Cotte, Futter für div. Dinge, Taschen, Puppen, Kopftuch)
2 x 2m Leinen geschenkt, daraus 2 Surkots, Besätze, Puppenkleidung + Kleinigkeiten
1 x 1m Wolle - 8- für Gugel + Puppenkleider + Rest
9 x 3m Zeltstoff = 130- ich näh es selbst
ca. 20- für Leinenzwirn, restliche Garne geschenkt oder vorhanden
Leder für Schuhe geschenkt
Wolle für div. (in Schuhe etc) geschenkt
Leinenlaken - 1- für Leibhemd, puppenkleidung, Kopftuch, Tasche, Futter + Rest
Ausserdem div. Stoffreste geschenkt
Vom Flohmarkt riesiges Nadelsortiment 20 Cent
grosse Holzkiste - 10-
div. Felle - Flohmarkt + eBay, ab 1-
Holzgeschirr (jede Menge) ges. 5 -
Holzlöffel Geschenk vom Freund
Tonbecher 3-
filzige Wolldecke - geschenkt
Schlaf-Tunika (das war echt n Glücksgriff) aus Voll-Leinen vom Flohmarkt 50 Cent
viel Schleifpapier + Leinöl + Hilfe - danke Daddy :)
Ansonsten jede Mange Arbeit, Blut, Schweiss + Tränen - ich nähe ausschliesslich mit der Hand für MA-Sachen, auch das Zelt.
Das Zelt wird vorraussichtich noch ca. 50-70 Euro für Gestänge, Abspannseile, weiteres Garn und Holzheringe kosten.
Ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich bisher mit meinem kleinen Geldbeutel (Schülerin) erreicht habe und stolz auf jedes einzelne Teil, dass ich von vorn bis hinten handgenäht habe.
Ich bin der Meinung, mit den Anforderungen wachsen die Fähigkeiten - wenn man sich was zutraut.
Natürlich fehlen mir noch Dinge - wie zB ein ordentliches Gebrauchs- und Essmesser sowie ein schöner Wollmantel und ein Woll-ßberkleid.
Aber das kommt schon alles!
Vielen Dank übrigens an alle, die so bereitwillig ihr Wissen mit mir geteilt haben (Claus, Steffie, Ivain, Ronnie…) und an alle, die mir Zeug geschenkt oder günstig überlassen haben!
Liebe Grüsse
Johanna (Finja vom Besunder Volc)

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Eintrag #46 vom 15. Jul. 2003 09:47 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Beispiel

Hallo Johanna,
so kann das klappen!
Meine erste Veranstaltung im Bereich Antike hat mich und meinen Mann an Material zusammen unter - 100,– gekostet, einschl. Schuhen und etwas Zugehör. Unser Vorteil war, das Häuser zum bewohnen da waren und die Zeltfrage sich so eher nicht stellt.
Was bis heute in die Ausrüstung für diesen Bereich gegangen ist mag ich dann nicht mehr überdenken. Aber viel Geld gebe ich auch nur dahin wo ich Spaß habe/einen Sinn sehe. (bei Gruppen oder Vereinsangehörigkeit muss in der Regel auch eine Probezeit bestanden werden).
Sylvia
Projekte zur lebendigen Geschichte
www.folgari.de

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Eintrag #47 vom 15. Jul. 2003 10:19 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Friede, Freude, Eierkuchen (versöhnlich)...

Hallo!
Nun stürzt doch nicht so auf den Marcel ein. Klar, die Fotos auf seiner HP sind schon sicherlaich genau das, wovon viele sich halt distanzieren, aber ich finde, dass es auch dort ein paar ganz gelungene Ansätze gibt.
Diese Frau im roten Kleid mit der Renaisance-Flöte (?) sieht doch schon ganz ordentlicha us, den Waldtroll finde ich richtig niedlich, auch das jüngere Mädel hat eine gelungene Gewandung, finde ich.
Wenn die Gruppe von Marcel so auf diesem Niveau weiter macht, wird das bestimmt mal ganz prima. Diese eher weniger gelungenen Sachen wie Mini-Kilts, Riesenschwerter und Lederjeans/Piratenhemd-Riddas verschwinden dann schon, wenn die anderen Sachen im Laufe der Entwicklung besser werden und sich den bereits vorhanden guten Ansätzen anpassen.
Dann wird vielleicht auch das Marktsprech von den Seiten verschwinden und die Gruppe. sofern der innere Zusammenhalt okay ist, sicherlich mal eine sehr nette MA/Fantasy-Gruppe werden.
Ist doch dann okay.
(Seid doch nicht immer gleich so tausendprozentig…)
viele Grüße,
Giraut sca.saksarik.de

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Eintrag #48 vom 15. Jul. 2003 10:41 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht nee, Georg, ...

… es geht nicht darum, ob es ordentlich, gelungen oder niedlich aussieht, sondern was es mit Mittelalter zu tun hat.
Außerdem hat die Dame mit der Flöte ein grünes Kleid an. Wenn sie einen schmalen Gürtel und eine passende Kopfbedeckung hätte und das Horn ablegen würde, ja, dann wäre sie die unauffälligste von allen.
Georg, es gibt keine Harmonie (in der Sache) zwischen Fantasy und Mittelalter. Jeder soll auf seinem Spielplatz bleiben. Und dazu stehen.
Insbesondere gegenüber unbedarftem Publikum.
Ulli

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Eintrag #49 vom 15. Jul. 2003 10:42 Uhr Martin Opitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Opitz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht aber eben nicht Mittelalter

Hallo,
“Diese Frau im roten Kleid mit der Renaisance-Flöte (?) sieht doch schon ganz ordentlich aus” - mag ja sein, aber eben nicht Mittelalter.
“auch das jüngere Mädel hat eine gelungene Gewandung” - aber eben nicht Mittelalter.
“Wenn die Gruppe von Marcel so auf diesem Niveau weiter macht, wird das bestimmt mal ganz prima” - ja, sicher. Aber eben nicht Mittelalter.
“sicherlich mal eine sehr nette MA/Fantasy-Gruppe werden” - ja, Fantasy, aber eben nicht Mittelalter.
Und zum Thema “Kein Geld” ist eigentlich schon alles gesagt, nur scheints in der Diskussion über die Qualität einer einzelnen Gruppe unterzugehen.
Ich hab dazu nur zu sagen: Immer erst schlaumachen, dann die Ausrüstung zulegen. Spart ungemein.
Grüße
Martin
Ich weiß das ich nichts weiß

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Eintrag #50 vom 15. Jul. 2003 12:20 Uhr Olaf Kirchert  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Olaf Kirchert eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht AUFHÖREN !!

Bitte hört endlich auf. Diese Diskussion ist doch eine reine Verschwendung von Bandbreite im Internet und produziert nur unnützen Verschleiss an euren Tastaturen.
Hier will man einfach nicht verstehen worum es geht. Also lasst es doch endlich sein, es zum tausendsten mal zu erklären. Es bringt nichts.
Eher tauft ihr einen überzeugten Wiki als dass diese “Wir machen Mittelalter wie es hätte sein können”-Leute irgendwas kapieren.
Ich weiss nicht mehr von wem ich die Begriffe “faktenresistent” und “merkbefreit” gehört habe, aber hier fallen sie mir immer wieder ein.
Tschüß, Olaf

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Eintrag #51 vom 15. Jul. 2003 12:49 Uhr Walter Ruf  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Walter Ruf eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ähem

Den “überzeugten Wiki” hab ich überhört,
es ist genauso ein Szeneübel wie der Steckstuhl, dass Wikinger-Darsteller immer als Heiden (was ist daran überhaupt so schlimm, haben wir keine religionsfreiheit?) oder Christenhasser hingestellt werden…
Grimar

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Eintrag #52 vom 15. Jul. 2003 12:57 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schnell oder billig?

Was Kosten anbelangt: Wer es nicht so eilig hat, kann durch Schnäppchen einiges an Geld sparen. Das bedeutet:
- nicht immer nur in den einen Stoffladen vor Ort gehen, überall nach niedrigen Preisen schauen. Auf die Tour habe ich schon Wollstoffe für 3 Euro/m bekommen. In der Textilabteilung der Göttinger “Brockensammlung” habe ich Leinenbettlaken für 1 Euro gefunden (das wird jetzt meine Strohmatratze :o)

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Eintrag #53 vom 15. Jul. 2003 13:07 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ups, noch nicht fertig

- Flohmarkt: Da hab ich unschlagbar billig Holzteller und -schüsseln herbekommen. Außerdem ein bißchen Keramik, die ich aber eher im Hintergrund halten würde, da die Formen für meine Zeit nicht stimmen.
- Selbermachende Freunde: Die Gürtelschnalle, die mein Freund (Gott segne ihn :o) mir im letzten Jahr zum Geburtstag geschenkt hat, hat mich 2,40 Euro für einen Messingrest gekostet. (Meinen Schatz allerdings etliche Stunden Arbeit.) Dazu ein paar Cent an Kopien. Das teuerste war das Leder vom Sattler: 11 Euro.
Wer nicht so viel Zeit hat, auf Schnäppchen zu warten, und wer nicht so viel Zeit hat, das meiste selber zu machen, bezahlt halt mehr.
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #54 vom 15. Jul. 2003 13:18 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Einen hab ich noch...

Recherchieren spart wirklich Geld, da schließe ich mich meinen Vorrednern an:
Mein erstes Leinenkleid fürs Mittelalter habe ich mir nach einem Schnitt von den Herjolfsnes-Funden genäht. Dann habe ich mich verleiten lassen und habe eine Schnürung eingebaut und mich mit Geschenkband geschnürt (zum Glück waren die ßsen nur eingehäkelt), und eine goldene Kaufhausborte und goldfarbene Knöpfe mit Glassteinen für die ßrmel genommen. Die Schnürung, die Kaufhausborte und die Prunkknöpfe sind inzwischen entfernt, die schlechten Säume mit schmaler Brettchenborte überdeckt und die ßrmel so zugenäht, daß ich keine Knöpfe brauche.
Auch wenn ich es diese Saison wahrscheinlich nur noch im Notfall anziehe: Da der Schnitt gestimmt hat und ich passendes Material hatte, war doch zumindest die Grundlage so gut, daß ich es nach all diesen Jahren immer noch okay finde.
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #55 vom 15. Jul. 2003 15:23 Uhr Nele (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Nele eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht nee da hab ich ja mal ne Diskussion losgetreten...

…aber es waren ja doch einige hilfreiche Tipps dabei DANKE…
Jedes Hobbie kann man ja wohl auf günstigere und teurere Ebene bestreiten…
Und darüber, dass das mit Larp und Fantasy nichts zu tun hat bin ich mir durchaus klar.
Angefangen mit Samtumhang und Horn (weil man es eben auf KzK-Märkten durchaus so sieht) dann schnell erstmal ins Larp getriftet. Hatte mich schon damals versucht näher mit MA zu beschäftigen, war aber durch das zerstrittene Klima erstmal abgeschreckt…
Habe nur festgestellt, dass ich auf Larps nicht glücklich werde. Das reicht mir eben nicht.
Es ist ja nicht so, dass ich die ganze Zeit blind durch die Gegend gehechtet bin. Immer im Mittelalternetzwerk und hier in der TV mitgelesen, Museen sowieso, Bücher gelesen etc etc.
Hoffe das ich dadurch jetzt am Anfang der realen Umsetzung zumindest ein bißchen ein Auge für gut oder nicht gut habe. Ich gucke mich ja derzeit nach MA-Gruppen aus der Umgebung Marburg / Gießen etc. um… und 2 vielen direkt schon beim betrachten der HP bzw. auch des Lagers in Herzberg raus : wegen Patschoulie-Bettüberwürfen und Steckstühle im Dutzend…
Denn wenn ich mich da jetzt schon ernsthaft mit beschäftige, dann soll es auch richtig sein…
Eben auch um Kosten zu sparen - und hopp hopp hopp schnell schnell muss es gar nicht gehen… Mache schon die ganze Verwandschaft kirr weil ich sämtliche Rümpelkammern und Stoffreste auf Tauglichkeit prüfe. Und eben Flohmärkte…
So habe ich am WE bei meinen Eltern 2 wunderbare Lammfelle entdeckt die ich haben kann. So sammelt sich das dann….
Denke fürs erste Umgucken bin ich mit meinem beschriebenen Selbstgenähten Kleid ganz gut dran.
Und anscheinend scheint es ja der Rest einfacher zu sein, wenn man in einer vernünftigen Gruppe ist.
Würde ja verdammt gerne kochen - ne Freundin hat mir jetzt 2 Bücher “Kochen im Mittelalter” und noch irgendwas von wegen “…hinter Klostermauern” geliehen.. und im Netz gibt es ja auch viel darüber.
Viel selbstmachen ist ja schon alleine aus Kostengründen angesagt - selber nähen ist definitiv billiger als irgendwas kaufen (und das ist ja sowieso schwierig) - äh es sei denn man verschneidet sich ständig :-)
Also um zum Thema zurückzukommen : ich bin gewillt es ernsthaft zu machen - und das scheint ja auch mit kleinerem Geldbeutel durchaus möglich (bin ja kein Burgfroioioioiolein) - denn viel hab ich nicht (egal für welches Hobbie) und schon deshalb bemüht es direkt richtig zu machen.
Liebe Grüße, Nele

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Eintrag #56 vom 15. Jul. 2003 21:03 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Die Aufrechnerei...

…ist müßig.
KLAR kost´ das Hobby Geld. Und imZweifel nicht wenig.
Das heißt aber nicht im Umkehrschluß, daß sich mit schmalem Portemonnaie nicht was Anständiges stemmen ließe.
Empfohlene Bibel: Die Gelben Seiten. ich zahle auf dem MA-Markt nicht 25 Euro für ein Stück Gürtelleder, wenn ich dasselbe Zeug beim Schusterbedarfsgroßhandel für 5 Euro kriege, für 10 in Form eines alten Armeepackriemens oder mit etwas Glück auf dem Flohmarkt geschenkt (auch da gibts manchmal Sachen, die kaum überarbeitungsbedürftig sind).
Stoff kauft man auch im Großhandel und nicht beim freundlichen Nähmaschinenhändler. Ich erinnere mich da an einen, der stolz von dem suupergünstigen, herabgesetzten Wollstoff erzählte. Boah, ey, herabgesetzt von 60 auf nur noch 40 Euro pro Meter. Mantelstoff, den es im Großhandel für max. 15 Eurolinge gibt…
Der einzige schwer wiegende Faktor ist Zeit, wenn das Geld knapp ist. Den Luxus kann man sich gönnen.
Bücher muß man nicht kaufen, man kann sie auch in der Bib leihen oder Kontakte zu einem hobbyinternen “Büchersammler” in der Nähe herstellen.
Informieren, Hingabe, Qualitätsbewußtsein und immer offene Augen bringen Qualität, und die offenen Augen sparen das meiste Geld.
Und das Ausprobieren und Selbermachen.
Und das nicht als Selbstzweck nach dem Motto “Sieht scheiße aus, hab ich mir ausgedacht, is aber wenigestens selbstgemacht (und handgenäht…;o)” hingepfuscht, sondern “erst mal sehen, ob ich das nicht selbst kann”.
Es gibt nämlich nicht nur “machen”, sondern auch “üben” und “lernen”.
Für die Sachen, ich die ich mir gemacht habe, habe ich erst mal mit billigerem Material geübt und fehler vermeiden gelernt. Jetzt hab ich ne handgenähte Gürteltasche aus Pflanzengerberleder, mit der ich einen gelernten Täschner in Erstaunen versetzen konnte. Und ein paar feine Gürtelschnallen, die den Vergleich mit so mancher anderen Replik nicht scheuen müßten.
Dafür liegt zwar noch so manches Andere auf der langen Bank, aber es geht weiter, langsam und stetig.
Aber hätte mich jemand vor drei Jahren angestupst, man könnte ja selbst was lederern oder selbst eine Gürtelschnalle feilen…ich hätte ihm wohl einen Vogel gezeigt.
Man lernt halt dazu.
ßbrigens auch aus so manchem Posting, das sich auf den ersten Blick echt bösartig und maximumfordernd- intolerant liest…mann, was hab ich mich damals über so manchen Mitmenschen aufgeregt, dem ich heute auf Knien für die ersten Tritte in die richtige Richtung danken muß…
Fazit: Auich mit knappen Finanzen, geht nicht gibts fast nicht, und wer lesen kann und dazulernen will, ist klar im Vorteil.
Keiner ist ein zum Schlunzen gezwungenes Opfer, Schlunz ist entweder hausgemacht oder erlernt.
Die Energie, die zum Schönlügen “unvermeidbarer Kompromisse” oder pseudohistorisch-verbrämen künstlerischer Freiheiten verbrannt wird, wäre beim ßben von Sattlernähten oder dem Durchchecken von Fachliteratur oder der Gelben Seiten besser aufgehoben.
Gruß
Ivo

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Eintrag #57 vom 16. Jul. 2003 17:22 Uhr Corinna -Coco- Vigier  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Corinna -Coco- Vigier eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nicht genug Geld - für welche Rolle?

Ich persönlich halte das “Ich hab kein Geld” Argument auch nicht für stichhaltig. In meiner Gruppe haben wir selbst die Regelung, daß prinzipiell jeder jegliche MA-Person darstellen kann, solange er sie auch wirklich glaubwürdig darstellen kann. Neben Fachwissen und evtl. handwerklichem Können gehört da zum Teil halt auch der Faktor Geld dazu.
Wenn jemand nun nicht das Geld (bleiben wir bei diesem Aspekt) hat einen Adeligen darzustellen, oder auch an den Kosten für “normale” Gewandung scheitert, würde ich ihm - konsequenter Weise - eine Rolle als Bettler vorschlagen.
Auf diese Weise könnte er wirklich ohne große Kosten an Märkten teilnehmen, und er könnte “stilecht” das Geld für die nächste Gewandung “verdienen”. Ich habe selbst - nicht ganz neidlos - gesehen, wieviel “Umsatz” der Bettler meiner Ex-Gruppe an manchen Wochenenden gemacht hat.
Natürlich ist die Bettler-Rolle nicht so “angesehen” wie die eines Ritters. Allerdings habe ich vor einem gut dargestellten Bettler weit mehr Respekt als vor einem, der mit teurem Kettenhemd, Schwert und Springerstiefeln (Rüstung war wichtiger) sich für Ritter Kunibert hält.
In diesem Sinne,
C.K.V.

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Eintrag #58 vom 17. Jul. 2003 07:34 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Zusammengefaßt (und als Bonus noch: Lügen haben kurze Beine und bald kein Schwert mehr)

Also noch mal kurz zusammengefaßt:
Ich laufe so schlimm rum, weil kein Geld? - Quatsch! Ausrede! Warum? Darum:
Darstellung wechseln (es gibt günstige aber es gibt auch beliebig unerschwingliche Darstellungen)
Man muß als Einsteiger nicht alles sofort selbst besitzen, benötigt eigentlich nur eine Grundausstattung an Klamotten
Man kann je nach Talent und Fähigkeit viel selber machen oder tauschen und so sparen
Historisch korrekte Ausrüstung ist nicht zwingend teurer, als Gromiezeug
An historisch korrekter Ausrüstung hat man länger Freude als an Gromiezeug, die Investition lohnt sich also langfristiger.
Grüße
Joachim,
der jetzt auf eine VA fährt, wo er wieder diesen Typen in seinen modernen Schuhen treffen wird, der dafür immer neue Ausreden hat (liegen gerade im Zelt, kann er gerade nicht tragen wegen Beinverletzung, usw). Vielleicht hat er dies Jahr ja kein Geld dafür gehabt… Darf ich ihm dann eines seiner Schwerter wegnehmen, auf ebay verkaufen und ihm von dem Geld ein paar korrekte Schuhe kaufen? Darf ich das? Oder mach ich mich damit strafbar? Das ist doch Notwehr, oder?

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Eintrag #59 vom 17. Jul. 2003 10:43 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Starter-Kit

Grüß Euch,
da kommt die alte Idee vom “Starter-Kit” wieder hoch…:
Zugeschnittener Leinenkittel, Bruche, Beinlinge.
Leder mit dem Schnitt für einfache Wendeschuhe aufgedruckt für diverse Grössen
Lederband für einen einfachen Gürtel mit simpler Schnalle
Vierkantdecke als Mantel und Schlafdecke
Nähzeug
Bauanleitung
40-50 Euro…
Durchkalkuliert und realisierbar.
Werden wir auf der WB so anbieten, einmal als Kinderset, und ansonsten für Männlein und Weiblein bemessen.
Neueinsteiger fangen sowieso bei uns in den unteren Ständen an. Quereinsteiger müssen sich einer harten Prüfung unterziehen.
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff

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Eintrag #61 vom 17. Jul. 2003 11:50 Uhr Andrew Van Ross  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrew Van Ross eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Bin ich nicht so für

Starter Kit?
Wo ist denn da die HErausforderung? Was bekomme ich denn für einen Eindruck vom Hobby, wenn mir als erstes ohne große Mühen ein fertiges Päckchen in den Schoß geworfen wird?
Ich sage: Lasst die Anfänger schuften und immer wieder schuften. Stellt sie vor Herausforderungen. Das Trainiert.
Und wer danach noch im Hobby bleibt, der hat es wirklich drauf.
Grüße,
Andrew

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Eintrag #62 vom 17. Jul. 2003 12:42 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Klar...

Du hast schon recht, nur Eigenarbeit trainiert.
Aber wenn der erste Schritt, das Einsteigen ins Hobby überhaupt erleichtert wird, macht das schon Sinn.
Zunächst motiviert es die Leute, gleich auf der richtigen Schiene zu bleiben, desweiteren ist das Einsteigerkit ja nur so knapp, daß schon jeder weitere Schritt Eigenarbeit erfordert.
Warum den Leuten nicht die Möglichkeit geben erstmal festzustellen, ob das Hobby an sich was für sie ist ?
Da ist es mir auch lieber sie fangen mit dem einfachsten Kitset von der Stange als mit irgendwas falschem vom Marktstand um die Ecke an.
Ködern und motivieren.
Gruß, Ivain

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Eintrag #63 vom 17. Jul. 2003 12:45 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Rundum-sorglos ?

Hadu, wie willst Du mit einem Rundum-Sorglos-Paket Einsteiger für zeitraubende Recherche und mühevolle Kleinarbeit motivieren ?
Damit schaffst Du nur neue WohMis. Mögen sie auch richtig angezogen sein, so wissen sie doch nicht warum …
ich weiß nicht, ob Du das willst, das Niveau hochmittelalterlicher Darstellung besserst Du damit nicht.
Ulli

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Eintrag #64 vom 17. Jul. 2003 12:57 Uhr Oliver (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Bücher

Vielleicht solltest Du noch eine Liste mit guten Büchern zum Thema dabei legen…
sascha.klauss.bei.t-online.de

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Eintrag #65 vom 17. Jul. 2003 13:06 Uhr Martin Opitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Opitz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kommt drauf an

wie das Starter-Kit angelegt ist. Als “Rundum-Sorglos-Paket” oder so, das zwar eine solide Basis geboten wird aber Eigenarbeit nicht ausen vor bleibt, sonderm im Gegenteil damit gefördert wird. Z.B. eben mit einer Bücherliste und mit der ganz klaren Ausage: “Das ist nur die absolute Grundlage, wer dauerhaft mitspielen will muss selbst weiterkommen.”, wenn möglich mit konkreten Zielstellungen.
Vielleicht nicht einfach machbar, aber ich denke das geht.
Grüße
Martin
Ich weiß das ich nichts weiß

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Eintrag #66 vom 17. Jul. 2003 13:08 Uhr Manu (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Manu eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Starter Kit

Bin ich schon für.
Hätte ich damals ein Starter-Kit erwerben können….es hätte mir ne Meng Geld gespart. Wenn ich da nur an diverse Kleider und Samtumhänge auf meinem Speicher denke…
Wer sich dann wirklich ernsthaft für das Hobby interessiert wird sich schon die Mühe machen und selber nachforschen. Dem Rest kann man eh nicht weiterhelfen hat die Leute aber etwas besser angezogen als bisher auf dem Markt rumlaufen.
Grüsse
Manu
Viator Normannicus

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Eintrag #67 vom 17. Jul. 2003 13:10 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Köstlich...

Grüß Euch,
“Rundum-Sorglos-Paket”..klasse, Ulli…
Nu aber im Ernst, zunächst ist der Starter-Kit ein BAUSATZ, also wer sich nicht die Mühe geben mag, den Krempel zusammenzunähen (mit der Hand wohlgemerkt), die Schuhe zu bauen (man denke an das ätzende Wenden der Schuhe) und stundenlang den Mantel zu umsäumen, hat sowieso keine Schnitte.
Wer das ganze Paket durchhat, und sozusagen die “untersten Weihen” der Bastelarbeit überlebt, wird auf dem einfachen Niveau dieses Kits nicht stehenbleiben.
Das zeigt die Praxis mit vielen Neulingen, die mit der einfachsten Klamotte angefangen haben und auf diesem Status nicht geblieben sind. Keiner. Das ist fast ein Automatismus.
Das zum einen. Die zweite Hürde ist, dass der Kit nur die allerunterste, einfachste Stufe darstellt.
Wer mit diesem Kit den Einstieg gemacht hat und dann nach einiger Zeit die ganze Bandbreite des Möglichen gesehen hat, wird sich entweder abwenden und “markteln” oder ganz gehen - oder er steigt in die Recherche ein. Und wird dann schon seine Richtung finden.
Immerhin gibt dieses Konzept den Leuten die Möglichkeit, von “Innen” zu erleben und zu lernen, sowie “schützt” uns das vor Brüllern wie weiter unten und man lernt sich kennen. Gegenseitig.
Zumal dann der Weg für Veränderungen und Spezialisierungen frei ist.
A propos Spezialisierungen…wer dann z.B. merkt, daß er kein Händchen fürs Nähen hat, und ein hervorragender Knochenschnitzer ist, kann sich im Tauschhandel prima mit guten Sachen versorgen lassen…niemand ist gezwungen, Alles gleichzeitig zu können…
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff

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Eintrag #68 vom 17. Jul. 2003 14:10 Uhr Claus Winhard   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht MA-Uniform?

Ich schließe mich Uli und Andrew an, eine “Uniformierung” dient nicht unbedingt der Vermittlung von Wissen. Leinen als Oberstoff? Schön und gut, aber wo bleibt der Wetterschutz von Wolle? Wendeschuhe? Auch prima, aber weshalb hat man die Schuhe so gemacht?
Bei einem “All inclusive” Paket bleiben wohl
mehr Fragen offen als beantwortet werden.
Zu lernen mag teuer sein (ja, auch ich habe ein Schwert gekauft und meine ersten Beinlinge mit der Maschine aus Woll-Polyester-Mischung genäht), aber man weiß irgendwann wieso etwas so und so gewesen ist oder sesin muß.
Und zum Schluß noch ein Zitat von einer Website (nicht böse gemeint ;-)
“Schauen wir mal nach China wo die Regierung unter Mao das ganze Volk zwang die gleiche Kleidung zu tragen. Da hatten alle Erwachsenen, egal welchen Geschlechtes, das gleiche an (Uniform). Die Farbe beschränkte sich auf grau-grün bis grau-blau. Noch heute halten die Nachfolger diesen Zwang aufrecht, es hat sich jedoch schon ein wenig gelockert.”
LG,
Claus

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Eintrag #69 vom 17. Jul. 2003 14:35 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Quelle ?

Hadu, Dein Wissen und Deine Erfahrung in allen Ehren, aber mit Deinem vorgesetzten Start-Bausatz macht der Einsteiger doch schon den ersten (Doppel-)Fehler. Er verlässt sich auf die Aussage eines anderen. D.h., nur EINE “Quelle” und ohne eigene Recherche. Genau das ist es doch, was auch Du sonst bemängelst.
Abgesehen davon, dass auch ich einen Wollkittel für angemessener halten würde als einen Leinenkittel. Bei dieser Frage geht es doch schon los.
Gib den Leuten lieber eine Literaturliste und biete ihnen Rat an. Wer sich seine Klamotte selbst erarbeitet hat, von der ersten Recherche bis zum letzten Nadelstich, und dann immer noch Lust hat, der wird auch so weiter machen …
Meine unmaßgebliche Meinung.
Grüße von der Spree
Ulli

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Eintrag #70 vom 17. Jul. 2003 14:35 Uhr Klaus Ragen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Klaus Ragen eine Nachricht zu schreiben.

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Also ich finde das Einsteiger-Kit eine tolle Sache.
Für einen Interessierten ist es zumindest mal die Gewissheit, nicht völlig daneben aufzukreuzen.
Und um diesen Preis kauft Besucher wohl lieber so etwas, als ein Piratenhemd, das wahrscheinlich auch soviel kostet.
Man könnte das ja zusätzlich auch als Bausatz anbieten: dann kann noch immer per Hand genäht und verziert werden.
Wobei mir die Anregung gut gefällt, eine Art Einleitung beizulegen, so eine Art Flyer.
Phantasie ist unser guter Genius oder unser Dämon. (Immanuel Kant)

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Eintrag #71 vom 17. Jul. 2003 16:17 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Neue Spezies entdeckt!

Moin.
Ich hab eine neue Spezies entdeckt: Die LehMis und die GöMis. Die lehnart-Mittelalterer und die Gösta-Dithmar-Traut-Mittelalterer. Das ist in etwa der grobe Rahmen für die neue Qualitätssteigerung auf Märkten. Auf einem nicht unfundierten Bastelbogen fußende Ausrüstung nach dem Gummibärchenprinzip: Form meist identisch, die Farben variieren. In FF habe ich DAS Fürspan an DER Cotta im Dutzend rumlaufen gesehen, garniert mit DER Gürtelschnalle und DEM Almosenbeutelchen.
Die A-Uniform, mit zitierbaren Historikern belegt.
Jetzt kommen als als Einstiegsgummibärchen die EiKiMis, die EinsteigerKitMittelalterer.
Sorry, meiner Meinung nach ist das Fundament für eine Darstellung, die MEINE ist und mir den Spaß bringt, Engagement und Eigeninitiative, und der Schuß Individualismus, wenn man nicht mit dem rumläuft, das alle anderen tragen (aber trotzdem ins Bild passen MUSS!), ist das Sahnehäubchen mit Kirsche, das den Genuß abrundet.
Sorry, Haddu, aber einerseits in den Choral pro Eigeninitiative einstimmen und andererseits den Klonbastelbogen machen, beißt sich irgendwie.
Einerseits mangelnde Eigeninitiative beklagen und andererseits dem dünnen Brett Vorschub leisten?
Vom Nachmachermittelalterer zum Nachmachermittelalterer sehe ich keine Steigerung, sondern nur Gesamtbild-Design und Symptomkurierei.
Brauchst Du wirklich so notwendig den Ruhm als Vorturner für alle Faulschwänze und Dünnbrettbohrer, die zum Selbermachen zu faul sind?
Abgesehen davon geht es doch zu Mindestmittelalter- Marktmompatibilität noch einfacher: Jogginghosenschnitt, Tunikaschnitt, Gugelschnitt, Bundschuhe aus dem “Buch der Gewandungen” (mit dem man die Grundlagen der Schnitterstellung und des Nähens lernen kann…) , dazu eine rechteckige Wollstoffbahn und eine billige Fibel als Umhang. Einkauf im Großhandel, Baumwolle, Plastik, Trinkhorn etc. vermeiden, den Einsteigerhandzettel aus der TV-Bibliothek durchgelesen, und ab. Fertig.
Gruß
Ivo

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Eintrag #72 vom 17. Jul. 2003 16:52 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Was wollt ihr eigendlich?

Meine Güte, es ist ja nun wirklich so das man es nicht allen recht machen kann, aber langsam wird es albern.
Auf der einen Seite beklagen sich hier fast alle das die meisten Neulinge alle total Kacjke aussehen und Geld ohne Ende in die Tonne kloppen. Es wir gejammert das sich die Balken biegen über die Händler die statt Tuniken und Beinlingen, Priratenhemden und Lederbuxen anbiegen. Es wir gelästert über Männlein und Weibchen in Pannesamt und Wildseide. Aber kaum kommen dann mal ein paar Ideen in richtung Einsteigerkit, LehnertundDrösterechercheklamotten, schon wird da wieder eine Kerbe gefunden wo es sich reinzuhauen lohnt. Liebe Leute, es geht hier um günstige Einsteigerkleidung und nicht um 100% recherchierte- und 100fachbelegte Fetzen. Seid doch mal froh das solche möglichkeiten geboten werden und es Leuten geboten wird sich für geringes Geld eine stimmige Kleidung zu erwerben.
Langsam zweifel ich wirklich an der Glaubwürdigkeit macher user!
Lass die Leutchen doch erstmal in ihren Lehnartdröstemaoeinsteigereinheitsklamotten herumlaufen, das verbessern und die regionale stimmigkeit kommt in den meisten Fällen von alleine. So läuft es bei mir doch auch!
Viele Grüße Heiko

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Eintrag #73 vom 17. Jul. 2003 16:59 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht @Ivo

“Sorry, meiner Meinung nach ist das Fundament für eine Darstellung, die MEINE ist und mir den Spaß bringt, Engagement und Eigeninitiative, und der Schuß Individualismus, wenn man nicht mit dem rumläuft, das alle anderen tragen (aber trotzdem ins Bild passen MUSS!), ist das Sahnehäubchen mit Kirsche, das den Genuß abrundet.”
Leider eine Wunschvorstellung da dies die wenigsten drauf haben.
Wenn ich z.B. nicht Bekannte gehabt hätte die Bürgerkriegsreenecment oder Römerzeitdarstellung machen und mir immer wieder erzählt hätten von ihrem Hobby und mir nicht die wichtigkeit vorhergehender recherche aufgezeigt hätten, wäre bei mir einiges anders und falsch gelaufen. Dieses Glück haben nicht viele und auch die Energie sich vorher in Bücher zu stürzen fehlt auch den meisten.
Den massstab den Du anlegst ist wirklich nur für Dich anzulegen und (ich sag es mal knallhart)höchstens für 95% der meisten Anänger.
Viele Grüße Heiko

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Eintrag #74 vom 17. Jul. 2003 18:12 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Amüsant...amüsant...

Grüß Euch,
…welch ein Schauspiel…Ivo.. echt…köstlich…GöMis …grossartig. Danke…weiter so…!
Leute, es ist doch echt erheiternd, wie Ideen und Gedanken immer wieder kleingeredet werden, ohne den Sinn und Zweck des Ganzen, ja des Threads zu kapieren.
Hier gehts um das Geld, das beim Einstieg gebraucht wird, und bei Fehlkäufen verpulvert wird.
Der StarterKit könnte da ein hilfreiches Medium sein, die Kosten für eine einfache Grundklamotte und Latschen niedrig zu halten, und gleichzeitig VON ANFANG AN irgendwelche Fehler oder faulen Kompromisse auszuschalten.
WO bitteschön sprach ich davon, daß Recherche oder persönliches Arbeiten wegfallen???
Ach übrigens, die Idee des Starter-Kits ist nicht ganz auf meinem Mist gewachsen, sondern das Konzept stammt von unseren britischen Kollegen aus der Cromwell-ßra, gelesen hab ichs in einem “Call-to-Arms”…
Diese Leutchen wollen den Neulingen den Einstieg erleichtern, und äussern sich sehr zufrieden darüber, daß es vor allem für jüngere Leute die günstigste Möglichkeit ist, ins Reenactment einzusteigen.
Und die Qualität dieser Darsteller liegt auf breiter Ebene in einem Bereich, hinter dem sich unsere dollen Individualisten noch lange verstecken können.
Echt, Leute…Ihr seid schon was amüsant…weiter…immer weiter.
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff

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Eintrag #75 vom 17. Jul. 2003 18:25 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nachtrag...

…noch einen, Ihr Helden…
Die ACW-Society macht auch Starter-Kits…(und die SIND gut)…
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff

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Eintrag #76 vom 17. Jul. 2003 18:36 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ohje

Heiko, Dein Eintrag ist einfach prima.
So an alle: was ist eigentlich wenn sich jemand einfach nicht für Kleidung interessiert. Es gibt viele Betätigungsfelder Hobby-im-Hobby. Klar ich denke auch manchmal: Sollt Ihr doch genauso leiden wie ich oder habe Freude daran wie ungeübte Männerhände sich um zarte Nähnadeln krampfen…..
Aber ohne Spaß und wie neulich mal igendwo geschrieben: Der weniger kostenintensive Weg ist noch immer sich einer (gewissenhaft ausgewählten) Gruppe anzuschließen und vom Wissenpool zu profitieren.
Klar geht man die Gefahr ein zu einem Werbeläufer für die Interpretation X oder die Lesart Y zu werden - aber ist das so schlimm?
Sobald etwas neues auf dem Reenactmentfeld auftaucht und im Internet zu finden ist, wird es im nächten Sommer jeder haben. Almosenbeutel zum Beispiel.
Also wo ist das Problem? Schaffe ich Innovationen, werde ich gute oder schlechte Nachahmer haben. Das ist das normale Resultat, wenn ich mich in der ßffentlichkeit bewege. Auch wenn mir persönlich ein Schwemme von Mädels mit Schläfenringen erspart geblieben sind, denen jeder Hintergrund fehlt.
Sylvia
Projekte zur lebendigen Geschichte
www.folgari.de
PS.
So ganz als alte Ketzerin: Wo sind den die Heerscharen begeisterter Neueinsteiger? Hier lese ich (außer dem Beitrag vom Heiko) wieder nur Einträge anderer “alter Säcke”.

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Eintrag #77 vom 17. Jul. 2003 19:14 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Mein Senf

Moin zusammen,
Einsteiger ist doch mein Thema ;-) Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, was Ihr Euch über das von Hadu propagierte Einsteigerkit aufregt. Wie gerade hier im Thread gesehen gibt es doch eine Menge Leute, die gerade wegen falscher Informationen und fehlerhafter Recherche zuviel Geld für falsche Klamotten ausgeben. Und da ist mir so ein Einsteigerkit und der natürlichen Vermehrung der entsprechenden Klone lieber, als den tausendsten GroMi mit Lederhose und Piratenhemd zu sehen. Das natürlich anfangs eine gewisse Uniformität da sein wird, ist unvermeidbar, vielleicht kann man ja auch verschiedene Basiskits basteln. Da habe ich aus oben genannten Gründen gar nichts gegen. Und da ja doch eine Menge der Leute, die sich mit Mittelalter befassen Individualisten (im guten wie im schlechten) sind, sehe ich den Standard-Einsteiger-Basiskit-Look für die meisten eh nur als eine ßbergangslösung.
Ein wichtiger Punkt ist für mich der von Sylvia genannte: viele Anfänger wollen gar nicht sofort sich großartig in die Recherche stürzen, sondern erstmal mitmachen und Ihren Platz im Hobby suchen. Andere haben vielleicht ihr Interesse im handwerklichen und nichts mit Kostümkunde zu tun. All denen ist ein guter Anfang gegeben. Wichtig wäre für mich dazu nur ein Merkblatt (Diese Klamotten mit Vorsicht verwenden, Gebrauch führt zu Abhängigkeit und Zukäufen!) in dem ein wenig über die Vorgehensweise, wie man sich weiter ausrüstet recherchiert wird und natürlich eine Bücher- und Quellenliste. Natürlich würde ich statt Leinen- lieber eine Wolltunika verwenden. Das kann auch durchaus ein preiswerteres Mischgewebe sein, solange es vernünftig aussieht.
Irgendwie verstehe ich hier die Argumentation nicht. Ich habe 12 Jahre gebraucht, um einen einigermaßen passablen Standard zu erreichen, als ich anfing gab es keine Bücher, wie die von Lehnhardt, Traut und Wolf, ich machte eine Menge Fehler und gab zuviel Geld aus, brauchte 4 Jahre um Bruch und Beinlinge, sowie Bundhaube zu entdecken. Sollen andere Leute das auch machen? Nicht jeder findet sofort die richtige Gruppe, kann oft nicht die Qualitätsunterschiede entdecken - von persönlichen Präferenzen mal ganz abgesehen. Da wäre so ein Starterkit - und genau das ist es doch - wirklich klasse. So wie viele hier schreiben, werden Großteile der Anfänger auf diesem Standard bleiben. Das mag für Einzelne zutreffen, doch die bleiben meiner Erfahrung nach auch nicht lange im Hobby. Das ist wie bei der Modelleisenbahn. Natürlich kann man sich ein Starterkit holen, mit ein paar Schienen, einer Lok und ein paar Wagen. Und das mag am Anfang auch Spaß machen, doch irgendwann ist es langweilig. Entweder man baut dann aus oder man wirft das Zeug in die Ecke (oder verkauft es dem nächsten Interessierten).
Nicht jeder hat den Anspruch alles zu recherchieren. Wie ich schon in einem anderen Thread gesagt habe, halte ich etwa 80 - 90 % der Leute im Hobby “Anspruchsvolle Darstellung” - sei es FMA, HMA oder SMA - für Mitläufer, die ihre Klamotten mehr oder weniger auf die Vorarbeiten anderer stützen. Und ohne diese Leute wäre ein Treffen wie z.B. Hinterweidenthal um Längen kleiner (man hätte z.B. auf mich verzichten müssen, der ich kaum Ahnung vom 15. Jhdt. habe ;-).
Aber Hybris gibt es halt nicht nur von Anfängern, die sich nichts erzählen lassen wollen, sondern auch von genug Erfahrenen, die genau wissen daß IHR Weg der einzig richtige ist und jeder andere ihn gefälligst auch zu gehen hat.
Thorsten
(leicht verärgert)

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Eintrag #78 vom 17. Jul. 2003 19:25 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Gnaaa...

…möchte ich rufen.
Ich folge dem Argument des Nachmachermittelalterers durchaus, obgleich ich so ein Grundpaket auch für nett halte, Bleistift USA, www.historicenterprises.com da kann man’s kaufen. Gut, is teurer, aber umfangreicher, halt fertig.
Doch was soll das mit dem Einsteigerpaket eigentlich? Wer soll das vertreiben, hier jemand auf TV?
Glaubt ihr nicht, dass die Leutchens immer noch BW-Piratenhemden kaufen?
Wie wär’s denn, wenn mal endlich grossflächiger auf die Händler eingewirkt wird, denn _die_ haben das ja auch mit verbrochen, Imstande Cottas statt Piratenhemden und Beinlinge+brouche statt Hosen zu verkaufen wären sie.
Bastelpaket? Fein, aber die, die’s selber nähen wollen, tun’s auch, die kaufen auch Stoff. Die anderen mäkeln “wäääähh Handnaht” und kaufens lieber fertig. Und weils das nicht gibt→Pseudotunika aus BW Marke “Basst scho”.
Also für wen das dann eigentlich?
Wenn ihr die abdecken wollt, die mit genug Antrieb daherkommen, was selbst zu tun, dann reicht mal ne schöne Liste von Adressen von billigen Stoff-/Leder-/Metallzeugshändlern.
Indem man an den Auswirkungen rumdoktort, beseitigt man das Problem nicht, imho…
Gruss, Esca

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Eintrag #79 vom 17. Jul. 2003 19:27 Uhr Thorsten Klahold  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten Klahold eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht alles wird gut

Also mal ehrlich, was soll das. da hat mal jemand eine idee die den Piratenhemden-Schnürrlederhosen-Bikerboots-Missstand eindämmen könnte da wird aufs heftigste dagegengeredet.
Das ganze soll doch nur ein günstiger einstig ins hobby sein. die persönliche individuele Darstellung muss sich doch bei einem Neuling (so wie ich es bin) erst finden. und da gilt doch wohl learning by doing.
Das ist doch bei vielen anderen Hobbys nichts anderes. man legt sich erstmal eine günstige einsteigerausrüstung zu (zum beispiel beim Golfen, da kauft man sich doch auch nicht gleich einen callaway-schlägersatz für 1500,- sondern erstmal ein anfängerkompettset für 300,- bei Karstadt und findet erstmal raus was für eine Art von Spieler man ist wie man schwingt welche schlägerform einem am meisten liegt ect. …. ähm ich schweife ab *fg*) um zu gucken ob einem das ganze spass macht. man sucht sich betätigungsfelder die einem liegen und baut darauf seine darstellung auf. Dann hat man auch den anreiz zur eigenrecherche. Aber estmal muss man doch schauen ob einem die szene liegt, einem das hobby spass macht.
Und nebenbei. für mich wäre so ein set eine preiswerte art zu einer “Reserve” Ausrüstung für den notfall (superschlechtes Wetter und die anderen Klamotten paschnass, oder kaputt oder oder oder… )zu kommen.
Ich als neueinsteiger würde so ein Starter-Kit (allerdings denke ich auch mit einem “Hintergrundwissen”- Handzettel anbei)als extreme Hilfe und herrabsetzung der Hemmschwelle es mit dem Hobby Mittelalterdarstellung zu versuchen empfinden.
Daumen hoch !
Thorsten K.

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Eintrag #80 vom 17. Jul. 2003 21:44 Uhr Andrew Van Ross  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrew Van Ross eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nachahmer

Stümmt, der wirklich allergrößte Teil der Szene besteht sicherlich aus den hier so bezeichneten Nachahmern.
Aber braucht die Welt solche? Wozu? Nur damit unsere Veranstaltungen größer sein können?
Die Szene hat sowieso schon eine ungesunde Größe erreicht. Einsteiger sollten lieber hart gefiltert als munter herbeigewunken werden.
Grüße,
Andrew

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Eintrag #81 vom 17. Jul. 2003 22:33 Uhr Gabriele Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gabriele Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wie bitte?

Hallo allerseits,
sorry, aber ich glaube, ich muss mich ‘mal ein bisschen aufregen!
“Stümmt, der wirklich allergrößte Teil der Szene besteht sicherlich aus den hier so bezeichneten Nachamern. Aber braucht die Welt solche? Wozu? Nur damit unsere Veranstaltungen größer sein können?
Die Szene hat sowieso schon eine ungesunde Größe erreicht. Einsteiger sollten lieber hart gefiltert als
munter herbeigewunken werden.”
Das mit den Nachahmern hat mich weiter unten schon aufgeregt.
Sach mal, was soll das eigentlich????
Meldet ihr demnächst “eine grüne Cotta” beim Patentamt an??? Nur damit kein anderer auch so ein Tail trägt und damit Eure wunderbaren ach so anstrengenden Recherchen in den Schmutz zieht?
Bäh, der hat nur abgeguckt; ich war aber zuerst da. Gibt mir meine Puppenlappen wieder, mir Dir spiel’ich nicht mehr, wähhhhh!
Also wirklich, es gibt z.B. für das Hochmittelalter eben für viele Sachen nur eine handvoll Belege. Da ist es doch kein Wunder, dass da bestimmte Formen eben immer wieder auftauchen (z.B. der Fürspan von der guten alten Uta aus Naumburg ist ja fast schon inflationär!). Und verdammt nach mal, der ist auch beim Gösta abgebildet, also bitte sofort wegschmeißen, die Dinger!
Und letztens, da hab ich doch tatsächlich eine MA-Gruppe gesehen, die Koch-Feuer im Lager hatte. Stellt Euch das ‘mal vor! Wir haben bereits 1995 Feuer im Koch-Lager gahabt und da kommen diese Emporkömmlinge und machen auch einfach Feuer! Das haben die bestimmt nicht so sorgfältig recherchiert wie wir! Ich habe immerhin 5 Semester Chemie studiert und weiß daher viel mehr über den Oxidationsprozess organischer Materialien, jawohl!
Nachmacher, wie? Leute, ob Ihr’s glaubt oder nicht: Ihr seid alle Nachmacher!!! Ihr kupfert nämlich schamlos die Originale ab! Schämt Euch!! Was soll denn die Uta dazu sagen??? Da ist man schon Hochadel, und dann laufen alle möglichen schrägen Typen mit deren Fürspan ‘rum - das ist ja eine unglaubliche Impertinenz!
Recherchieren liegt einfach nicht jedem! Seht das endlich ‘mal ein!
Und im übrigen soll es ja auch ‘mal vorkommen, dass es durchaus Parallelentwicklungen gibt.
Mein Gott, erfindet Ihr alles neu, oder was?
Packt Euch doch in Watte, baut einen hohen Zaun darum und spielt schön für Euch alleine, damit Euch niemand Eure Sandburg abguckt oder Eure Förmchen klaut, aber bitte wagt es nie wieder zu behaupten, Ihr wäret irgendwie seriös!
ßbrigens: nur zur Information, ich fühle mich von den vorherigen Posts _nicht_ persönlich angegriffen. Nein, nein, manchmal geht es mir einfach nur um’s Prinzip!
Kochende Grüße
Gabriele
*kochbrodelknurrgrummeltobwüt*

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Eintrag #82 vom 17. Jul. 2003 22:37 Uhr Stephanie Winhard   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Starterkit ok, aber...

Ich bin auch dankbar für jeden, der in halbwegs vernünftiger Klamotte unterwegs ist und Schnürlederjeans und Piratenhemd gegen Bruche/Beinlinge und Kittel tauscht. Das verschönert ein klein wenig das Umfeld auf Veranstaltungen ;-)
Die Frage ist nur, ob ein Starterkit wie von Hadu geplant, das leisten kann?
Das erste Problem sehe ich in der Paßform. Beim Kittel ist das noch recht problemlos, aber Beinlinge, Schuhe und Bundhaube sind schon rechte Maßarbeit, mit der der Einsteiger (und nur um die geht´s ja), vermutlich überfordert ist, wenn er da allein im stillen Kämmerlein über seinen Zuschnitten sitzt.
Weiterhin denke, ich, daß es ohne “Beipackzettel” vergebene Mühe ist. Eine Erklärung, warum die Kleidung so und nicht anders aussah (beugt “kreativen Individualverschlimmbesserungen” vor), wie das Ganze zusammengenäht wird (Nähtechnik), etc. sowie eine Kontaktadresse bei Problemen sehe ich als unbedingt notwendig an, damit das Starterkit seinen Zweck erfüllt.
Die Frage ist nur, ob sich so etwas für 40 - (Materialkosten + Arbeitslohn für den/die Zuschneider/in) realisieren läßt und ob regelmäßige Workshops mit etwas persönlicher Hintergrundvermittlung und Materialangebot nicht sinnvoller wären?
Dies mal als Vorschläge um Nachdenken. Ansonsten wünsche ich viel Erfolg!
Gruß, Steffi www.hochmittelalter.net

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Eintrag #83 vom 18. Jul. 2003 01:32 Uhr Michael (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Michael eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht *Kopfschüttelnd*

Hallo!
…nun erstmal zum Thema …
Ich finde die Starter-Kit-Idee ansich recht gut. Allderings bin ich dann schon auch der Meinung das eine kleine Broschüre dabei sein sollte. Grundsätzliche Erklärung zur Gewandung, Quellen und Buchtips und natürlich ein “wie gehts weiter”-Teil.
Das so ein Kit aus niemand über Nacht einen perfekten Reenactor macht ist wohl auch klar. Aber es hilft doch ne Basis zu schaffen und evtl. Interesse auf mehr wecken. Gerade was die handwerklichen Sachen angeht habe ich viel dazu gelernt und Packe nun Projekte an, die ich mir vor drei Jahren im Leben nicht zugetraut hätte. Dabei macht mir Recherche und Realisierung nun schon mehr Spaß als das ausführen der guten Stücke. So ein Kit könnte das anfängliche Interesse gleich in die richtigen Bahnen lenken und zum selbermachen statt nur kaufen animieren.
… allderings wirds das ja scheinbar garnicht gewollt … womit wir beim Sekundärthema währen …
Grundsätzlich schließe mich erstmal der “Aufregung” von Gabriele an. Also ich sollte echt aufhören in diesem Forum zu lesen, mir geht langsamm jeder zweite Tag die Hutschnur hoch. Also ein gewisser Kreis von selbsternannten Reenactor-Göttern tut hier wirklich alles Menschenmöglich jedem der noch nicht in diesen Olymp aufgestiegen ist den Spaß am Hobby zu verderben.
Aber ich sehe es ja ein … ich bin ein zu verdammender Nachmacher. Ich werde umgehend meine Pläne zur Verbesserung gänzlich über den Haufen werfen, meine Klamotten in den Dachboden schaffen. Mir zu meinen schwarzen Leinen-Hemden noch ne farblich passende chicke Schnürlederhose schneidern lassen und dann wieder streßfrei und und ohne Selbstzweifel über die Märkte schlendern. Ist zwar auch nachgemacht, aber diese Leute haben da sicher nichts dagegen.
Einzig leid tuts mir bischen um die Hardcore-A-Fanatiker. Denn eine authentische und glaubhafte Mittelalter-Darstellung ist wohl mit zwei Hand voll Reeneactor-Göttern nur schlecht möglich. Evtl. seht Ihr das dann auch ein und gebt die Sache besser auch ganz auf. Den halbe Sachen wollt Ihr ja sicher auch nicht machen.
In diesem Sinne…
…Michael

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Eintrag #84 vom 18. Jul. 2003 07:01 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Andrew....

…mit verlaub gesagt: “Ich glaube Du hast den Knall nicht gehört!” Mach was Du willst, aber wundere Dich nicht das Dich keiner in Deinem stillen Kämmerlein besuchen kommt!
Dein Engagement in allen Ehren, aber ich würde Dir empfehlen den fliegenden Teppich auf dem Du gerade schwebst gegen ein paar Bleischuhe einzutauschen! *Kopfschüttel*
@Einsteigerkitbefürworter: Ich hoffe das es da aucvh Modelle inm ßbergröße geben wird! >;o)
Viele Grüße >8o)

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Eintrag #85 vom 18. Jul. 2003 08:00 Uhr Barbara Götz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Barbara Götz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Alle über einen Kamm scheren ...

Würden manche Leute mal bitte aufhören alle über einen Kamm zu scheren?
Ich seh mich selber auch als Hardcore-Recherche-Darsteller UND ich finde das so ein Starter-Kit eine schöne Sache ist.
Lieber laufen die Leute stimmig als grausam rum, und wie schon bemerkt, wen’s interessiert, der sucht weiter und wen nicht, na und? Es müssen doch nicht immer alle superreich und superschön rumlaufen. Es gab schließlich in den vergangenen Epochen auch sowas wie die breite Masse!
Was ich allerdings gaaaarr nicht mag, sind diese dummen Verallgemeinerungen. Von wegen alle A-Hardcore-Fuzzies (wie ich diese nichtssagenden Worte hasse)landen früher oder später mal allein in der Isolierung! Hallo? Es gibt auch nette Menschen unter uns, die sich gerne mit anderen austauschen!
Soviel dazu!
Babsi
www.die-bajuwaren.de

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Eintrag #86 vom 18. Jul. 2003 08:43 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Maßstab

Gut, im Hinblick auf das Thread-Thema sind Hadus Argumente nicht von der Hand zu weisen. Stimmige Klamotte für wenig Geld. Allemal besser als Schnürhemd und Lederhose. Wenn es allein darum ginge, mag das funktionieren. Es kommt letztlich darauf an, was ich erreichen will.
Das Problem bleibt, dass der Starter-Kit-Nutzer allein daraus wenig lernt. Und wenn schon Materialkompromisse gemacht werden …
Hadu hat das Thema Starter-Kit in den Raum geworfen und wir haben diskutiert. Es gibt immer konträre Meinungen zu solch einem Thema. Hadu, mach’ es doch einfach und schau, welchen Erfolg das bringt. Du wirst mit Sicherheit dankbare Abnehmer finden.
Good luck
Ulli

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Eintrag #87 vom 18. Jul. 2003 08:57 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht @barbara

“Was ich allerdings gaaaarr nicht mag, sind diese dummen Verallgemeinerungen. Von wegen alle A-Hardcore-Fuzzies (wie ich diese nichtssagenden Worte hasse)landen früher oder später mal allein in der Isolierung!”
Wundert Dich diese Einstellung wenn sich ein Herr Andrew zur Hochgeistigen und gar wichtigen Elite zählt und dies auch noch in der ßffentlich groß herausposaunt und sich dafür noch huldigen lassen möchte?
“Hallo? Es gibt auch nette Menschen unter uns, die sich gerne mit anderen austauschen!”
Stimmt die gibt es auch und sind Gott sei es gedankt in der ßberzahl!
Viele Grüße >8o)

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Eintrag #88 vom 18. Jul. 2003 09:10 Uhr Manu (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Manu eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Thema verfehlt?

Hallo???
Das Thema heißt “Kein Geld” und wenn ich das richtig verstanden habe sollte es eher dazu da sein sich darüber auszutauschen dass man auch mit wenig Geld vernünftige Kleidung haben kann, bzw. wie viel andere in Ihre erste Kleidung gesteckt haben und nicht dazu dass hier eins der üblichen Streitthemen breitgetreten wird.
Es ist eigentlich kein Wunder dass viele Einsteiger erst mal abgeschreckt werden wenn Sie hier rein schauen. Egal welches Thema aufgemacht wird, irgendwann geht diese Streiterei wieder los….Muss das sein?
Gruß
Manu
Viator Normannicus

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Eintrag #89 vom 18. Jul. 2003 09:21 Uhr Andrew Van Ross  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrew Van Ross eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Locker bleiben...

… und die Hutschnur festtackern.
Meine Statements zu den Reaktionen auf mein letztes Posting:
1) Inhaltlich könnt Ihr ja ruhig darüber herziehen. Aber unterlasst es doch bitte, mir irgendein Selbstbildnis zu unterstellen (“Hardcore-A-Fanatiker”, “Reenactor-Götter” etc.). In dem Posting war von mir überhaupt nicht die Rede. Alld iese Unterstellungen sind also höchstens ein Versuch, meine Aussagen in einem bestimmten Licht zu betrachten - passt nur leider nicht…
2) Nachahmer: Vielleicht erkläre ich mal genauer, welches Prinzip ich mit diesem Ausdruck meine (obwohl der Begriff ja von anderer Seite aus in diesen Thread gebracht wurde).
Ich bezeichne damit Leute, die sich ihre Ausstattung ohne kritisches Hinterfragen nur aufgrund von szeneinternen Empfehlungen und Traditionen oder nach irgendwelchen halbgaren Rekonstruktionszeichnungen zulegen. Selbst wenn diese Ausrüstung dann sogar brauchbar ist, fehlt noch immer etwas ganz entscheidendes - nämlich Interesse. Was nützt der dollste Kaftan, wenn ich nicht weiss, auf welchen historischen Zusammenhang sein Vorkommen hindeuten könnte? Was nützt der beste Gambeson, wenn ich nicht einmal nach den Nachweisen für dieses Stück gesucht habe?
Auf keinen Fall beziehe ich in diese Diskussion jene Reenactor ein, die zufällig oder absichtlich nach den gleichen Quellen arbeiten.
Ja, Recherche liegt wirklich nicht jedem (leider). Ist ja auch völlig ok. Aber ich erwarte von glaubwürdigen Reenactorn, dass sie sich dennoch mit der Bedeutung ihrer Ausrüstung aueinandersetzen.
Sonst wäre das doch ein ziemlich hohles Hobby, oder?
Grüße,
Andrew

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Eintrag #90 vom 18. Jul. 2003 09:25 Uhr Harald Sill  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Harald Sill eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht mit die Händlers

Eigentlich sind doch zwei brauchbare Gedanken hier aufgetaucht.
Händler haben Bezugsquellen und auch die Möglichkeit Starterkits in verschiedene Größen anzubieten. Und daß muß ja noch nciht mal großflächig sein.
Und dann mal vorsichtig, ich kann mir nicht vorstellen das ein Händler mit wehendne Fahnen sein Sortiment umstellt, sondern er wird erst mal ne Testphase fahren.
Also gezielt mit einem konkreten Vorschlag Händler ansprechen ob sie ein Starterkit mal anbieten würden.
Gute Tage.
In 2 Stunden gehts nach Kaltenberg.
Ich hoffe ich werde von Euch jetzt nicht ausgeschimpft, ich nehm auch meine Lodengugel zum fertignähen mit. *g*
Harwalt von Biberach FRB und sine temporis

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Eintrag #91 vom 18. Jul. 2003 09:28 Uhr Andrew Van Ross  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrew Van Ross eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Boff

Heyho Heiko,
“hochgeistige … Elite” “huldigen lassen”
Nicht schlecht, was Du alles über meine Intentionen zu wissen glaubst
Mann, konzentrier Dich auf den Inhalt, und nicht auf die Person!
Grüße,
Andrew

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Eintrag #92 vom 18. Jul. 2003 10:01 Uhr Lisa & Manfred Wolber  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lisa & Manfred Wolber eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Was mach Ihr eigentlich

mit den älteren Klamotten, die zwar schon ganz ordentlich waren, aber eben noch nicht Euren heutigen Ansprüchen genügen?
Es gibt so etwas wie einen Markt - auch gleich vor der Türe hier bei T-V (Frage an die Admins: gingen evtl auch Bilder?). Das würde zumindest das potenzielle Risiko einer ‘Uniformität’ senken können.
Beste Wünsche
Manfred

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Eintrag #93 vom 18. Jul. 2003 10:03 Uhr Ameli (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ameli eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Zurück zum Thema

Hallo alle,
ich finde das Starter-Kit gut. Hadu hat doch nicht gesagt, daß das fertige Klamotten sind, seine Idee bezog sich auf eine “Wundertüte” mit Stoff, Leder, Schnittmuster und Anleitung.
Sowas kenne ich aus dem handwerklichen Bereich. Da werden in skandinavischen Museen gerne Sets aus Stramin, Stickgarn und Mustervordruck angeboten, um die zugegebenermaßen neutzeitlichen Muster im Kleinen mal nachzuarbeiten, die Technik zu erlernen und anschließend auf richtig große Sachen umzusatteln.
Selbiges habe ich mir jetzt aus Ribe mitgebracht für die Flechttechnik von Silberketten. Erst mal mit Kupferdraht zum üben, anschließend darf es dann mit gleicher Anleitung und gleichem Werkzeug auch der Silberdraht sein.
Solche Sets gibt es für Fingerloopbraiding, Kammweben, Strickliesel etc.
Warum soll das nicht auch bei unserem Hobby funktionieren?
Pragmatisch ein paar Meter Stoff zusammenstellen (dürfen ruhig verschiedene Farben sein), ein Schnittmuster dazu, eine Anleitung wie man auf größere/kleinere Größen extrapoliert und gut ist! Damit ist der Einstieg schon mal wesentlich vereinfacht, der Interessierte Neuling kann sich dann nach Verzierungen etc. umsehen, die aus seinem Basisstück ein individuelles Kleidungsstück machen.
Natürlich werden wir damit nicht die rechercheresistenten Leute einfangen. Aber die wirklich Interessierten bekommen den ersten Schritt erleichtert. Weiterlaufen müssen sie dann alleine ;-)
Spezialisiert man sich dann weiter (wie z.B. Andrew oder Sylvia oder meine Wenigkeit) ärgert sich der geneigte Neuling nicht so über rausgeworfene Geldmengen wie unsereins ;-)
Gruß
Ameli / diesmal als Madara die Latgalin

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Eintrag #94 vom 18. Jul. 2003 10:04 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Welcher Inhalt??

“Stümmt, der wirklich allergrößte Teil der Szene besteht sicherlich aus den hier so bezeichneten Nachahmern.
Aber braucht die Welt solche? Wozu? Nur damit unsere Veranstaltungen größer sein können?
Die Szene hat sowieso schon eine ungesunde Größe erreicht. Einsteiger sollten lieber hart gefiltert als munter herbeigewunken werden.”
Ich hätte mich gerne an dem Inhalt Deines Postings orientiert, leider lies der Text keine anderen Schlüsse auf Deine Intention zu!
Aber gut, wie sagt man im Rheinlanmd: Leben und Leben lassen!
Mach was Du willst, viel Spass als Filter! >;o)
Viele Grüße >8o)

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Eintrag #95 vom 18. Jul. 2003 10:18 Uhr Andrew Van Ross  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrew Van Ross eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nur kurz und knapp

Heiko,
Mein Posting reflektiert meine Haltung gegenüber dem Umgang mit Neueinsteigern. Nichts, aber auch gar nichts wird dabei über meine Position gesagt.
Diese Haltung könnte ich auch selber als Newbie haben.
Alles klar?
In Sportvereinen muss man auch erst mal Leistung bringen und sich ordentlich ins Zeug legen, bevor man auf den Platz (auf die Matte etc.) gelassen wird.
Um das gut zu finden, muss man nicht zwangsläufig selber eine Sportskanone sein.
Grüße,
Andrew

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Eintrag #96 vom 18. Jul. 2003 10:33 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ...

Hallo,
noch mal die Frage in die Runde:
Wo sind denn die begeisterten Anfänger in der lebendigen Geschichte?
Ich persönlich weiß nicht wie oft ich hier zu verschiedenen Fachbereichen angeboten habe einen Blick in Unterlagen zu werfen und sich irgendwelche Sachen anzusehen. Rückmeldung? Vergesst es!
Die wenigen Ausnahmen in unserem Bastelkreis oder im Literaturnetzwerk jetzt mal definitiv ausgenommen.
Geht die Diskussion nicht am Bedarf vorbei?
Das Thema ist: Wie fange ich für wenig - an? Oder wie in meinem Fall schon öfter: Wie fange ich eine neue Zeitstellung ohne zuviel Aufwendung an?
Das Angebot, auch an vorgefertigten Kit-Guide, ist überreichlich geworden. Das muss nur umgesetzt werden!
Hilfe und Tipps gibt es für jeden, der fragt überreichlich. (Danke an Ruth übrigens, ich habe da ein Kleinigkeit in Arbeit)
Probleme beginnen da wo Futterneid entsteht.
Ich unterstütze z.B. keine professionellen Event-Agenturen. Wer Geld mit dem verdient, was mein Hobby ist soll das gerne tun. (Mein persönlicher Verfolgungswahn….)
Wenn ich einen neuen Knochen “ausgegraben habe”, will ich erst mal eine Weile selbst darauf kauen. (Menschlich denke ich….)
Aber:
Wenn mir jemand neidisch wird weil die “Projekt” viele Leihgabe stellen, hart arbeiten und viel Geld investieren , daran kann ich nichts ändern.
So viel einstweilen aus meinem persönlichen Olymp. (Falls jemand das Thema wieder aufnehmen will…)
Sylvia
Projekte zur lebendigen Geschichte
www.folgari.de

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Eintrag #97 vom 18. Jul. 2003 10:35 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Leute...ruuuuhig...

Grüß Euch,
Leute, bleibt mal ein bisschen sachlich…bis auf die ein-zwei üblichen Ausfälligkeiten und Dummbatzereien gehts doch!
Immerhin scheint sichs hier auf einen Kern hinzubewegen…lest doch nochmal das Posting von Thorsten Nr. 75 durch. Besser hätt ichs nicht sagen können.
Andrews Satz ist doch klasse, es fehlt nur der nächste Schritt:
“In Sportvereinen muss man auch erst mal Leistung bringen und sich ordentlich ins Zeug legen, bevor man auf den Platz (auf die Matte etc.) gelassen wird.
Um das gut zu finden, muss man nicht zwangsläufig selber eine Sportskanone sein.”
Nur um diese Leistung zu erbringen, und um trainieren zu könnne, brauchts die Grundausrüstung. Und die muss nicht den Ansprüchen der Hochleistungsathleten gleichsein. Sie muss funktionieren und dem untersten Qualitätsstandard entsprechen.
Dann wird man sehen, ob der Aspirant was leisten will (kann) oder nicht.
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff

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Eintrag #98 vom 18. Jul. 2003 11:40 Uhr Gabriele Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gabriele Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht "Nachahmer"

Moin allerseits,
soweit ich weiß, ist es gerade bei Sportvereinen so, dass man _nicht_ erst eine olympische Goldmedallie anschleppen muss, um aufgenommen zu werden. Da gibt es Anfänger-Kurse und Probezeiten…
Viele Leute, die anfangen, sehen zunächst einfach nur die “Verkleidung” und wollen mitspielen.
Hadus Idee vom Einsteiger-Kit ist da ein guter Anfang.
Mal Hand aufs Herz: das werden vermutlich eh hauptsächlich die Leute kaufen, die etwas interessierter sind. Der Rest wird sich vermutlich denken: “Wat denn, ‘ne einfache Tunika?, Isch bin doch Riddä Kunibert!” und werden ganz schnell auf irgedeinem MA-Markt verschwinden und die nächsten 15 Jahre da unverändert ‘rumhängen. Die wollen es nicht anders. Da hilft alles missionieren nichts! (Wir haben ja schließlich Religionsfreiheit ;-)). Und der Begriff “Mittelalter” ist auch in keiner Form irgendwie geschützt. Das finde ich genauso bitter, wie viele hier. Aber so ist es nunmal!!!
Noch ‘mal zum Nachahmen zurück: nachahmen ist ein Grundprinzip menschlichen Lernens! Gerade am Anfang hat man kaum eine andere Chance.
Ich will von keinem Anfänger erwarten, dass er ersteinmal umfangreiche Kostümkundestudien betreibt, wie ich es getan habe (allerdings parallel zu meiner “MA-Karriere”). Genaugenommen dürfte ich immer noch nicht irgendwo in Klamotte auftauchen, weil es einfach immer noch zu viele Unsicherheiten gibt (und wer behauptet, bei ihm gäbe es keine mehr, ist schlicht und ergreifend unseriös - oder Gott).
Und dann sind da noch die anderen Bereiche: Schuhe, Rüstung, Nahrung, mittelalterliches Denken, Kirchengeschichte, Stadtentwicklung, Agrarentwicklung, Eisenverarbeitung und nicht zu vergessen die Berechung von Redoxpotentialen bei organischen Molekülen.
Wer soll das denn bitteschön erst einmal recherchieren, _bevor_ er anfängt (und wer hat das eigentlich jemals getan)?
Viele Leute sind auch nur an Teilaspekten des Mittelalters interessiert; vielleicht an irgendeinem Handwerk. Um dieses auzuführen, müssen sie doch keine Kostümkunde-Spezialisten sein. Es reicht doch wenn sie ‘was Vernünftiges anhaben. Wo sie die Weisheit dafür herhaben ist doch egal - und wenn sie es sich haben anfertigen lassen.
Natürlich ist es ein Problem, dass es Leute gibt, die mit der größten Selbstverständlichkeit den allergrößten Schwachsinn erzählen - und wehe dem Anfänger, der solchen Leuten in die Arme läuft. Da sollte man doch froh sein, wenn wenigsten einer versucht, etwas besseres anzubieten.
Noch eine Idee zum Thema “Anfänger sieben”:
Das Abarbeiten einer Bücherliste alleine zu verlangen ist bei weitem noch nicht ausreichend. Deshalb: legt neben der Literaturliste bitte auch noch eine Abhandlung über wissenschaftliches Arbeiten mit dazu. Bücherlesen alleine macht nämlich noch keine Weisheit. Man muss auch wissen, wie man damit umzugehen hat, nicht war. Immer schön kritisch bleiben! Lies das Buch, aber glaube nicht, was darin steht.
Empfohlene Literatur kann ebenso zu Fehlinformationen führen, wie Vorträge über Schwerter auf dem Rücken von einem echten “Mittelalter-Fachmann”.
Leider wissen das die meisten Leute nicht. Und was heute noch als “state of the art” gilt, ist morgen eh schon überholt. Das müsst ihr den Anfängern auch noch sagen. Vergesst auch nicht zu erwähnen, dass die meisten Bücher eh popularwissenschaftlich sind und damit nichts taugen. ßberhaupt wird in den wenigesten Büchern wirklich das Prinzip von These und Antithese berücksichtigt…
Und dann schickt ihr die Anfänger einfach in die nächste Bibliothek!
Die kommen dann bestimmt nicht wieder: das ist ein prima Sieb!
Naja, ein paar Akademiker bleiben vielleicht in den Maschen hängen, dann ist man ja endlich wieder unter sich.
Naja, eigentlich egal. Es wird ja niemand gezwungen, sich auf irgendwelchen überlaufenen Veranstaltungen blicken zu lassen. Kann also eh jeder tun, was er mag. Und im Prinzip muss einen dafür auch niemand lieb haben ;-).
Viele Grüße
Gabriele
PS: egal, wie viel man recherchiert, man gibt doch wieder Geld für’s Falsche aus… Immer wieder (sorry). Das nennt man Lernprozess, alles andere ist Stagnation.

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Eintrag #99 vom 18. Jul. 2003 11:58 Uhr Gabriele Klostermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Gabriele Klostermann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht "Kochen"

Sorry, ich noch ‘mal, aber diesmal nur kurz…
Sylvia, es geht hier ja nicht um irgendwelche Knochen, die man leibevoll und fleißig ausgegraben hat. Ich habe durchaus auch solche Knochen (naja, vermutlich sind meine Knochen nicht so spektakulär wie Deine), ich stell auch nicht gleich für alles eine Anleitung bei uns rein ;-).
Aber hier geht es um die Basics, um die allereinfachste Grundausstattung. Das ist, wie Du schon erwähnt hast, kein Geheimnis - das kann man eigentlich schon finden. Aber manche Leute haben eben Berührungsängste. Ich glaube manchmal, wir können uns gar nicht mehr vorstellen, wie unwissend man so sein kann, wenn man gerade anfängt mit Anfangen… ;-)
Viele Grüße
Gabriele

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Eintrag #100 vom 18. Jul. 2003 12:01 Uhr Thomas Wiedemeier  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Wiedemeier eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Querbeispiel

> “In Sportvereinen muss man auch erst mal
> Leistung bringen und sich ordentlich ins Zeug
>legen, bevor man auf den Platz (auf die Matte
> etc.) gelassen wird.
wir bieten im Radsportverein Einstiegsräder an, mit ähnlicher Zielsetzung wie bei dem Einstiegskit: Die Kosten für den Anfang reduzieren und einen guten Standart bei den Einsteigern zu gewährleisten.
Und das Ergebnis:
Die ”Neuen“ müssen natürlich trotzdem selbst trainieren, bemühen sich trotzdem um technischen Sachverstand bei Rädern,Ernährung usw. und kaufen sich wenn sie dabei bleiben wollen sobald wie möglich ein eigenes Rennrad. Will ja keiner immer gleich als Anfänger eingestuft werden;-)
Das ist nicht nur ein Erfolg für die neuen, sondern auch gut für die ”alten Hasen", da weniger Schrott auf der Strecke ist.
Schätze, das wird hier so ähnlich funktionieren.
Der große Unterschied ist halt, das im Sportverein von vornherein klar sein sollte, das mit dem puren haben von Dingen noch nix erreicht ist. Das könnte hier natürlich anders sein. Da muß halt klar sein das die Erstklamotte nicht der Ersatz für die Tat ist, sondern eher der Anreiz zum tun. (und die Eintrittskarte zum Tatort)
gruß
Thomas Wiedemeier

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Eintrag #101 vom 18. Jul. 2003 12:43 Uhr Lena Pechar  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lena Pechar eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Neueinsteiger?

*Handheb*
Ich bin neu.
Und ich glaube, dass ich gerade am Anfang unheimliches Glück hatte. Zum ersten einen Freund, der meinte, dass ich doch einfach mal mitmachen solle, der mir Bücher lieh mich bei ein paar Leuten vorstellte. Das brachte mich soweit, selbst Bücher zu kaufen.
Zum zweiten fand ich Stoff, den ich von meinem Taschengeld bezahlen konnte. Folglich musste ich nicht mit Kompromissen anfangen - und doch, gerade für mich als Schüler IST Geld leider, leider ein Problem, auch schon so Klein- und Kleinstbeträge wie 3- für den Meter Wolle.
Und dan traf ich auf Leute, die mit mir ins kalte Wasser gesprungen sind, sprich: Die mich mitnahmen obwohl noch lange nichts perfekt war und ist. Die liehen mir einen Teil der Ausrüstung - auch auf die Gefahr hin, dass vielleicht etwas kaputt ginge.
Diese drei Fälle waren echte Glücksfälle, der Rest ergab sich dann: Ich lernte mehr Leute kennen, die alle sehr freundlich und hilfbereit waren. Ich bin bei keiner Frage, die ich bis jetzt hatte, auf taube Ohren gestoßen (und dass, obwohl meine Leitung manchmal sehr lang und blockiert ist…).
Ich glaube, für Anfänger ist es wichtig, “Bezugspersonen” zu haben, die ihnen zur Seite stehen und weiter helfen. Man muss ja nicht gleich Mitgleid einer Gruppe werden, aber die Kontaktpflege ist für uns Anfänger - zumindest für mich - schon von immenser Wichtigkeit. Und es freut mich immer wieder, wenn ich Buchempfehlungen oder Tipps für Museumsbesuche bekomme. Denn auch Recherchieren will gelernt sein…
Ach ja: Der oder die ein oder andere, von dem/der ich wertvolle Hilfestellung erhalten habe, wuselt ja hier rum: Danke, Leute!
Lena

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Eintrag #102 vom 18. Jul. 2003 13:24 Uhr Holger Kittmann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Holger Kittmann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Aber...

was ändert sich denn durch das Einsteiger-set nun wirklich?
Wird es nicht immer noch jede Menge Leute geben die als erstes den möglichen Beipackzettel schnellstens ungelesen verschwinden lassen?
Als einziger Effekt wird es höchstens eine “optische” Aufwertung kommerzieller Märkte geben,private Veranstaltungen sollten auf andere Weise mit dem Thema Neulinge umgehen.
- der fehlende Wissensstand ist doch eher das Hauptübel!
Um all die “falschen”, durch wer-weiß-woher-von-wem angenommenen Informationen geht es doch. Wie soll man denn erklären, daß,zurückkommend aufs Thema,das Geld ansich nun wirklich nicht das Hauptproblem sein wird.
Auch mit nötiger Unterlage aus finanzieller Sicht wird die Darstellung am Anfang immer lückenhaft bleiben müssen und ansich auch ewig(!) bleiben.
Also, Starterset für die Optik und den ersten Kontakt mit der Materie ist schon o.k., schwieriger wird es schon mit einem Einsteiger-Grundwissen-Set…
(Bitte den Beipackzettel umbedingt lesen. Bei Nebenwirkungen fragen sie am besten einen aus Ihrer Sicht erfahrenen Reenactor oder gehen sie gleich zur Suchtberatung.. Denn das kann durch viel recherchieren durchaus passieren…)
Gott zum Gruße

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Eintrag #103 vom 18. Jul. 2003 17:25 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Birnen und Äpfel...

…werden hier mal wieder munter in denselben Korb geworfen (und ein paar Knochen sind auch noch dabei…) - aus diesem Grund mal wieder ein paar Gedanken von mir dazu:
@Andrew und Hadu:
Ihr habt imho einfach zwei komplett verschiedene Ansätze.
Andrew, Du bist und bleibst ein Perfektionist, der erst mit “seiner” Sache an die ßffentlichkeit geht, wenn die gewünschte Beleglage bis ins kleinste Detail recherchiert ist und “alles paßt”. Das meine ich definitiv als großes Kompliment, ich wünschte, ich hätte den Stand erreicht, auf dem Du seit mindestens 2 Jahren bist - dieses geballte Wissen und der hohe Anspruch an Dich selbst kann sicherlich mal abschreckend wirken, nach dem Motto: “wenn’s so kompliziert ist, dann macht’s keinen Spaß!”. (Ich werde auf jeden Fall weiter fleißig dran arbeiten :-))
Hadu, Du hast Dir eine Begeisterung für’s Mittelalter erarbeitet, die Du möglichst schnell an möglichst viele Leute weitergeben willst (hängt das damit zusammen, daß Deine Rolle viel Gefolge erfordert und auch die Wünneburg möglichst schnell mit optisch stimmigem Volk gefüllt werden soll? - ohne Wertung!!!) - anders als bei Andrew aber bleiben viele Detailfragen erstmal unbeantwortet und werden mit der Zeit gefüllt. Dabei kann schon mal ein Schnellschuß kommen, der dann - realistisch betrachtet - auch nach hinten losgehen könnte (vgl. z.B. die symptomatische Diskussionen in “gab’s-gab’s nicht”).
Welcher Weg ist besser? Ich weiß es nicht. Besser als ein Museum oder ein Freilichtmuseum mit Unterhaltungscharakter - beides kann Spaß machen, beides bildet, beides ist um Längen besser als GroMi - daher hat beides seine Berechtigung, kann nur schlecht miteinander verglichen werden.
Verstehen kann ich Euch beide, identifizieren kann ich mich besser mit “Andrew’s Weg” - vielleicht weil er eher in meine Richtung führt. Ich hab mir halt auch eine “exotischere” Spezialität gesucht und gleich ganz enge Grenzen gesetzt. Hadu “muß” das gesamte GroMi ausmisten…
Aber, Hadu, was ich nicht verstehe und was auch der Grund dafür ist, daß ich einen Einsteiger-Kit eher kritisch sehe sind folgende Konflikte:
- Einmal postest Du hier zu Deinem geplanten Kit-Guide, der sich in Details wie Webarten, verwendeten Ton-Arten für Keramik und sämtlichen Sonderfällen der Darstellung ergeht - dann willst Du einen “Standard-Bastelbogen” rausgeben.
- Thema “Uniformierung”: Klar, im ACW funktioniert das gut, denn erstmal ist dort Uniformierung Standard! Im HMA war (so weit ich weiß) eine Uniformierung eher unüblich.
- Leinenkittel und Schuhe: Schuhe halte ich für sehr problematisch, denn Schuhe nähen ist ja nicht gerade die einfachste ßbung. Wenn die Dinger dann nochdazu nicht passen (Standardschnitt bei Wendeschuhen?!?)… Außerdem ist eine vegetabil gegerbte Ziegenhaut m.E. zu teuer, um da einfach einen Schnitt draufzudrucken und zu sagen mach mal, wird schon passen (dazu dann noch Sohlenleder - allein der Verschnitt…).
Leinenkittel ist gut, aber was zieht man drüber?
Um mal einen konstruktiven Vorschlag zu machen: Von Regia Anglorum gibt es ein “Membership Handbook”, welches jedes neue Mitglied bekommt und das sogar im Mitgliedsbeitrag “enthalten” ist. Darin finden sich geschichtliche Informationen, Gewandungsschnitte, Schuhschnitte, Abbildungen zu den verschiedenen Ständen, regionalen Zugehörigkeiten, Waffen, Schildformen, etc. Sogar eine Anleitung zum Handschuhbau für Kämpfer. Im Anhang finden sich Karten, Zeittafeln, die verwendeten Holzarten, bekannte Pflanzen, etc. Und die wichtigsten Ausdrücke, Kommandos, Beschimpfungen in Altenglisch, Altnordisch, Latein und Gälisch. Das ganze sind so um und bei 300 Doppelseiten, gebunden und leicht verständlich. Kontaktadressen, Telefonnummern und weiterführende Literaturangaben sind auch dabei.
In meinen Augen viel hilfreicher und auch sinnvoller, als ein Einsteiger Kit, der entweder wirklich gut, oder aber zu teuer wäre, oder doch wieder (zu viele?!?) Kompromisse enthalten müßte…
Meine Meinung, was halten andere davon?
Gruß,
Indy (Tassilos Rache)

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Eintrag #104 vom 18. Jul. 2003 18:33 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nicht schlecht!

Also, ich finde die Idee grundsätzlich gut. Allerdings sind (mit Ausnahme vielleicht der Beinlinge) die hochmittelalterlichen Schnitte nicht so kompliziert, daß man (mit einer entsprechenden Anleitung) sie nicht selbst zuschneiden könnte. Das würde die Leute auch “zwingen”, den Beipackzettel zu lesen.
Was ich auf den Beipackzettel drucken würde? Ein Schema mit einem von den “Nockert-types” wie auf der genialsten aller Homepages (den Link habe ich nicht im Kopf, aber die meisten werden wissen, welche Seite ich meine), daneben ein Schnitt von einem Original, eine Anleitung, wie man solche Faktoren wie Schulterbreite, Brustumfang und Körpergröße benutzt, um die Maße von Vorder- und Rückenteil und Geren zu ermitteln, eine Bücher- und Link-Liste, z.B. mit den “Buried Norsemen from Herjolfsnes”, den “Medieval finds from excavations in London”, Ilse Fingerlins Gürtelbuch, “Kleidung und Mode in der höfischen Epik des 12. und 13. Jahrhunderts” von Elke Brüggen…
Der Vorteil, wenn man den Stoff noch nicht zuschneidet, ist, daß die Kleidung dann besser passt, für den kleinen Dicken ebenso wie für die dünne Bohnenstange. Und es ist sicher auch vom wirtschaftlichen Standpunkt aus einfacher, z.B. 10 Ballen Stoff in verschiedenen Materialien und Farben vorrätig zu haben, als zugeschnittenen Stoff für alle möglichen Größen und Leibesumfänge, was es vermutlich ziemlich unwirtschaftlich macht, verschiedene Materialien und Farben anzubieten. Unterschiedliche Farben und Materialien machen dann schon wieder ein bißchen mehr Individualität, und der richtige Schnitt sorgt dafür, daß es in die Zeit paßt.
Und was die Uniformität von Gürtelschnallen und Fürspan angeht: Wenn ich mich recht erinnere, sprach Hadu von einer einfachen Gürtelschnalle. Und wenn man sich die “Dress accessories” von den “Medieval finds from excavations in London” anschaut: Da scheinen manche Formen in bestimmten Epochen auch nicht als Einzelstücke in der Stadt unterwegs gewesen zu sein…
Dann bin ich mal gespannt auf die Umsetzung!
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #105 vom 18. Jul. 2003 22:05 Uhr Thorsten Klahold  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten Klahold eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht wohww

Junge das Thema scheint ja wahnsinns-Anklang zu finden *lol*
Also alles was da so geschrieben wurde ist sehr interessant, aber es ging doch dabei eigentlich darum wie man den Anfang erleichtern kann. Wie der Einstieg angstfreier und unkomplizierter wird.
Ich als Anfänger schrecke schon teilweise zurück wenn ich hier so manchen eintrag lese. Gut ich habe ein dickes Fell und beisse mich da durch und versuch mein bestes, aber ich habe dieses Jahr erst mit dem “mittelaltern” angefangen und in diesen paar monaten schon etliche 100,- Euro in den Sand gesetzt (demnächst wird Ebay mit Gromi Zeugs geflutet *g*)
Ich für meinen Teil wäre froh gewesen wenn ich ein starter-kit gehabt hätte das mir einen günstigen einstieg (der auch noch passabel korrekt ist)ermöglicht hätte. Dann hätte ich viel geld gespart das ich in gute ausrüstung hätte investieren können und ich wäre mit meiner darstellung schon viel weiter als ich jetzt bin.
Und was die Uniformität angeht: das erledidigt sich doch sowieso ruckzuck. dann wird nach dem schnittmuster des Kittels noch einer aus wollstoff genäht, oder nachdem man gesehen hat wie die beinlinge funktionieren noch ein weiteres Paar dabeigemacht und schon ergeben sich kombinationen die völlig individuell sind.
Ich verstehe die Aufregung hier echt nicht so ganz. Kein Reenactor wird auf dem Anfangsstadium stehenbleiben wenn ihn der VIrus “mittelalter” erstmal befallen hat. und die anderen “mitläufer” bekopmmen wenigstens ein ansprechenderes Outfit als das was man zurzeit teilweise zu sehen bekommt.
Jedenfalls kan so ein Kit den absoluten neueinsteiger vor alzuheftigen finanzielen Fehlschlägen schützen und so den anfang geldbörsenschohnender gestallten.
Thorsten K.

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Eintrag #106 vom 19. Jul. 2003 16:28 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wofür?

Grüß Euch,
ich glaube, Indy hat die richtige Frage gestellt, wen der StarterKit beglücken soll!
Zunächst NICHT die Marktriddää und den gescheiterten Larpie. Die GroMi-Szene ist mir völlig gleich. Wer nicht will, hat schon, da reg ich mich nicht mehr auf.
Auch brauch auch kein grosses Gefolge und eine revolutionäre Neulingsbewegung für die WB, sondern mir geht-s darum, daß interessierte Leute gleich einsteigen können, und das auch richtig.
Zunächst ist der StarterKit ein Baukasten, also eine Materialsammlung mit Arbeitsanleitung und -hilfen. Kein Schnellmontagekasten, wo zwei, drei Teile zusammengesteckt werden und gut, sondern schon was mit dem Anspruch, es richtig zu machen, auch handwerklich.
Zum Zweiten ist der StarterKit eine Hilfe in finanzieller und logistischer Weise.
Ihr vergesst gerne, daß es für den Neuling nicht einfach ist, vernünftiges Leder und Stoffe zu akzeptablen Preisen zu kriegen, und wenn, dann ist das eine tagelange Rennerei und Fahrerei. In dieser Zeit fällt dann gerne schon die verhängnisvolle und nachvollziehbare Entscheidung zum faulen Kompromiss…“..das sieht ja aus wie…(ist aber nicht)!”
Zum Dritten ist der StarterKit wirklich nur die Grundausrüstung. In wieweit wir das irgendwann einführen werden, und wie umfangreich (Essgeschirr z.B.) wird, steht alles noch nicht fest.
Was Indy vorgeschlagen hat, dieses Handbuch der Regia Anglorum ist klasse…das würde den KitGuide bilden…sozusagen die Ausführungsverordnung;-)))
Oh, ich vergass, in England sind sich die Leute ja einig, was sie machen wollen und haben einen starken Verband (mehrere). Etwas, das hier so nicht möglich ist. Bisher.
P.S…Indy, einfaches Rindsleder für das Schuhwerk in den unteren Schichten tuts auch.
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff

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Eintrag #107 vom 19. Jul. 2003 18:53 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nur damit keine Missverständnisse entstehen ...

… das - in wohl jeder Hinsicht - zu lobende Handbuch von “Regio Anglorum” bezieht sich, wie die gesamte Gruppe, auf die Zeit 950-1066.
Das soll seinen Wert nicht schmälern, sondern nur davor warnen, es für andere Zeiten 1 : 1 zu übernehmen. Ein entsprechend umfangreiches, gut recherchiertes und verlässliches Handbuch für die Zeit um 1250 existiert m.W. noch nicht, aber es wäre sicher wert, das hier immer wieder in der Taverne zu findende Wissen einmal zu einem solchen Handbuch zusammenzutragen - auch das sicher ein wichtiger “Einsteigerkit”.
Im übrigen sehe ich Haddus Idee immer noch als mit das Konstruktivste, was zu diesem Thema seit langem konkret vorgeschlagen wurde: Sicher kann man noch manches Detail diskutieren (vielleicht lieber Schnittmuster statt fertig zugeschnittener Stoffe etc., vielleicht sind Schuhe wirklich eine ßberforderung des Anfängers usw.), aber insgesamt meine ich, kann ein solcher “Kit” mit dem entsprechenden “Beipackzettel”, also einem Handbuch, in dem auch erläutert wird, was für eine bestimmte Zeit nicht geht(und warum!), sehr hilfreich sein.
Sicher werden etliche die schriftlichen Informationen verschmähen, wird es dann bestimmte - belegte - Accessoires in Mengen geben, wird … - aber all das erscheint mir weniger schlimm als das, was sonst geschieht, dass man nämlich völlig falsche Sachen anschafft bzw. auch herstellt, denn auch nicht jeder Töpfer z.B. liest gerne dicke wissenschaftliche Arbeiten.
Und niemand hat behauptet, der “Kit” wäre das Non-plus-ultra: Es ist eine Einsteigerhilfe!
Wer sich damit zufrieden gibt, wird auch sonst mit dem üblichen Markt- und Pseudo-MA (=Larpie) Ladenangebot zufrieden sein - das aber wäre doch sicher schlimmer, oder?
Ich denke, man sollte an der Kit-Idee weiterarbeiten - vor allem im Sinne des “Handbuches”, das neben der reinen Sachkultur auch Hintergrundinformationen enthalten muss, und dies nicht zu knapp (es ist ja - um nur ein Beispiel zu nennen - schön, wenn die Pater-noster-Schnur optisch und materialmäßig stimmt, aber man sollte eben auch wissen, was sie bedeutet, wie sie benutzt wurde, wann sie sich veränderte etc.)
Und wer sich durch das “Vorkauen” des Stoffs vom weiteren eigenen Recherchieren abhalten lässt, der hätte auch sonst nicht recherchiert - außer durch Ansehen von Hollywood-Filmen ;-).
Wollte man nämlich diese Logik (vorgefertigte Materialien halten vom eigenen Denken und Arbeiten ab)auf die Pädagogik übertragen, müsste man Schulbücher und Lehrmaterialien abschaffen!
Fazit: Ein “Kit” (auch mit Superhandbuch) ist kein Allheilmittel, wird von der Marktszene verschmäht, von den fleißigen Lesern und Forschern nicht gebraucht, von den Faulen als Ausrede für ihre gedankenlosen Kopien missbraucht werden, aber: Erist immer noch zigmal besser als kein “Kit”, meine ich.
Und zudem wäre es einen Versuch wert - im Sinne des schönen Spruchs vom alten Lichtenberg: “Wenn Du etwas veränderst, hast Du keine Garantie, dass es besser wird; aber wenn Du willst, dass es besser wird, musst Du etwas verändern!”
Also dann!
Beste Grüße Nikolaj

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Eintrag #108 vom 20. Jul. 2003 01:22 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht KitGuide?

Hm, da existiert durchaus Bracubares, und zwar schon seit über zwanzig Jahren, mit stetiger ßberarbeitung.
Ich denke da an das `Known World Handbook` der SCA, in dem eigentlich alle grundlegenden Infos, Schnitte, Kochrezepte, Zeltpläne etc zu finden sind, geordnet nach verschiedenen Perioden.
Die Pläne für den Rüstungsbau sind zwar eher SCA-speziell, aber alles andere ist durchaus nicht ungeeignet (wobei: Helmpatterns kann man immer brauchen).
Der jeweils naheste SCA-Haushalt, die jeweils naheste SCA-Gruppe dürfte das haben, etliche SCA-Oldies haben auch deutsche ßbersetzungen auszugsweise angefertigt.
Wäre vielleicht mal ein Tipp.

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Eintrag #109 vom 20. Jul. 2003 21:07 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Einstiegsübersicht

Ich denke, daß nicht nur Anfänger vor dem “… kein Geld” Problem stehen, sondern auch und vor allem Leute die den Bereich (weg von den Märkten…) oder die Zeitstellung (z.B. von 1500 auf 500 v.u.Z.) wechseln wollten.
Ein guter Gedanke ist auf jeden Fall ein Vorbild, jemand der einen “an das Händchen” nimmt. Das kann nett oder mit drastischen Worten sein - aber es ist eine Begegnung oder eine Einladung, die persönlich weiter hilft.
Nach einigem Getrödel wird meine (schon relativ alter) Karolingergrundlagen-Vorschlagsausarbeitung (oder verständlicher Kit-Guide) wohl nächstens on-line sein.
Und damit ein weiteres “Grundlagenpapier”. Mal sehen was daraus wird.
Das ganze hat aber schon direkt bauseits offene Ende an denen man weitersuchen und ausbauen kann.
Der Punkt ist eigentlich, daß die Arbeit jeder selbst leisten muß. Ein uniformes Sorglos-Paket befürchte ich nicht.
Ich sehe eher das Problem da wo aus Schüchternheit oder Herdentrieb völlig überalterte Vorbilder übernommen und nachgearmt werden.
Beispiel: Der Buch “Die Wikinger” von VS-Books. Bei Erscheinen sicherlich der Stand der Dinge, hat man jetzt eher ein nettes Familienalbum (Sieh mal Karl ohne Bart.., Glada hat sich so garnicht verändert….)
Wichtig ist, sich zu informieren bevor man loslegt, nicht nur darüber was man möchte, sondern auch über das was derzeit aktuell ist.
Ich denke im HMA ist die Entwicklung noch etwas krasser. Vor Jahren war ein geschlossenes Bild für den ersten Blick wie im Acheon zu Ostern noch undenkbar.
Zwar ist das Archeon kein MA-Mark sondern ein unterhaltungsorientierter Themenpark, aber hier hat sich für mich schon die gezeigt, daß die unermüdliche Arbeit von Steffi und vielen anderen Erfolge bringen kann.
Es hapert nicht an Info oder Quellen!
Sylvia
Projekte zur lebendigen Geschichte
www.folgari.de

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Eintrag #110 vom 20. Jul. 2003 23:57 Uhr Daniel Schulz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Daniel Schulz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Holla was für ein Wust...

…das hat erst mal gedauert, bis ich das ganze hier gelesen habe.
Zur Info: Ich bin Neueinsteiger und zwar so neu, dass ich bisher nur Bücher/Internetseiten/etc gewälzt habe. Hinzu kommt, dass es in meinem Bekanntenkreis leider niemanden gibt der das gleiche Hobby hat und wo ich mir Tips holen könnte. Dhichdarf alles selber recherchieren (macht aber auch spaß).
Desweiteren bin ich (Um-)Schüler und hab deshalb ein wirklich sehr begrenztes Budget. Ich hab ziemlichen bammel davor meine ersten Klamotten zu nähen und dabei so ziemlich alles falsch zu machen (Bin halt Perfektionist in manchen Dingen.). Besonders schwer tue ich mich dabei den richtigen Stoff zu finden, den ich mir auch noch leisten kann und sicher sein kann, dass es wirklichd er richtige ist.
Und wenn ich hier lesen wie viele über den Verschnitt bei den ersten Schuhen meckern…naja.
Also bevor ich ne Lachnummer auf meinem ersten “Gewandeten” Markt werde, würde ich mich WIRKLICH über so ein Starter-Kit freuen. Das würde nicht nur mir eine Menge Fehler ersparen. Natürlich sollte die beigelegte Brochüre, wie viele bereits ansprachen, auch Quellen beinhalten, wo man sich weiter schlau machen kann.
Eventuell sogar eine Liste von Händlern wo man Stoffe, Leder, etc zu geldbeutelschonenden Preisen bekommt.
gruß: Daniel

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Eintrag #111 vom 21. Jul. 2003 12:40 Uhr Eckard Michalek  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Eckard Michalek eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Anfänger

So, ich hab alle Einträge mitverfolgt und dachte mir, da könnte ich ja auch mal was loswerden…
Ich habe mehrere Jahre eine Gruppe geleitet die am ende wegen irgendwelcher Gründe (egal) zerbrach. Wir waren neu und hatten unsere “Anfangsmaterialien” aus dem Western-hobby mitgebracht (zelte, ein wenig bekleidung und so weiter) Vieles war von Trödelmärkten erworben (dennoch liebevoll ausgesucht) Der Einstieg ins Hobby muß also nicht teuer sein. Das war vor 9 Jahren. Nun zum Verhalten von Neulingen.
Neulinge sollten, nach ihrem ersten Markt in gar keinem Fall so dermaßen “auf die Kacke hauen” und solche Sprüche klopfen…! Wie wäre es wenn man den älteren und erfahreneren erst mal zuhört. Authentik ist wichtig, jedoch muß man Abstriche machen wenn man z.B. Kleinkinder dabei hat (Pampers und so). Zum Thema Kilt sei gesagt, das es diesen hier gab!!! Aber er wurde nur von den schottischen Söldnern getragen die in Liedberg und Hülchrath gekämpft hatten (14Jht) und von Reisenden die auf dem weg nach Rom waren. Aber egal. Ich habe den Hülchrather Markt erfolgreich nutzen können um neue Leute zu finden um eine neue Gruppe zu gründen. Ach im übrigen lieber Marcel…es sind NEULINGE die dieses Hobby, genau wie Ich und alle anderen die hier geschrieben haben (außer die Aussteiger), aus Leidenschaft machen. Wir machen dieses Hobby für uns und nicht für Touri-vulgaris. Aber eines muß ich zugeben… eins habt ihr, oder besser DU geschaft: man kennt euch und deine Einstellung jetzt. Ich wünsche euch EHRLICH alles gute und viel Spaß in der szene.
Jeder bezahlt Lehrgeld… die einen mehr, die anderen weniger. Ich bin froh, das ich wenig bezahlen mußte und bin froh das ich damals eine gute Gruppe fand die mir und meiner Frau den Einstieg ermöglicht haben, so das ich MEINE Vorstellungen verwirklichen konnte.
Sir Ian Angus Cameron of Lochiel von Aghnacary

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Eintrag #112 vom 21. Jul. 2003 13:10 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Anmerkung...

Bevor das jetzt hier wieder entgleitet (ich kenn ja meine Pappenheimer):
Das Thema Kilt bitte im entsprechenden Threat diskutieren.
Und für Eckard:
Wenn du Quellen für der Kilt im 14. hast, dann setze sie doch bitte da rein.
Eigentlich ist der Kilt nämlich eine Erfindung des 16./17. Jhds.
Wie gesagt, dies nur als Aufforderung, das ganze im Threat
zu diskutieren, hier nicht.
Gruß, Ivain

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Eintrag #114 vom 21. Jul. 2003 14:03 Uhr Eckard Michalek  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Eckard Michalek eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kilt

Ich habe im chat schon gesagt, welches meine quellen waren und ich bin gerne bereit mehr zu lernen. Das macht das hobby ja auch aus. Und ich bin auch weiterhin auf der suche nach quellen. Ich finde es Interessant das ich nach erfolgreicher Suche meine informante, die ich bis jetzt hatte, danach eines besseren belehren kann.
Ich freue mich wirklich auf die gesichter. Da ich ja scheinbar seit Jahren absichtlich von unwissenden (zufälligerweise Schotten die hier stationiert sind) an der Nase herumgeführt worden bin. Naja, ich weiß ja auch nicht alles über deutsche Geschichte.
Sir Ian Angus Cameron of Lochiel von Aghnacary

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Eintrag #115 vom 21. Jul. 2003 18:01 Uhr Eckard Michalek  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Eckard Michalek eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht man lernt nie aus

So, nachdem ich mich schlauer gemacht hab, leiste ich bei den Kompandanten Abbitte. Wie gesagt, man lernt nie aus. Kilt oder besser belted plaid erst ab 1600. Danke für die info.
Sir Ian Angus Cameron of Lochiel von Aghnacary

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Eintrag #116 vom 21. Jul. 2003 19:42 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Einsteigerkit...

Moin.
Sorry, ich empfinde es eher als Neuerfindung des rades, jetzt noch einen mindestmittelalterlichen Bastelbogen auf den Markt zu werfen und dann auch noch das Material beizulegen.
Zum Selbergewanden gibts das Buch der Gewandungen, das vielgeschmähte, und da ist ein Anbfängerschneiderkurs drinne.
Es gibt die Fibel von Wolf Zerkowski, die auch hier auf der Startseite erwähnt wird und bei Bauer und Bonde auf der Homepage bestellt werden kann.
Es gab/gibt Sarah Thursfields Medieval Taylor´s Assistant.
Die meisten Gruppen haben einen Ansatz von Do´s and Dont´s, mit dem sie die allergröbsten Fehler bei Neumitkömmlingen vermeiden.
Das Hauptübel, das zu all diesen Diskussionen führt, ist das Abkucken auf Märkten, wo leider das Wenigste wirklich zum Abpinnen taugt, speziell, weil man als Unbedarfter immer auf das Grellere aufmerksam wird, während das “Echte” eher unspektakulär ist gerne übersehen wird.
“Heda, heda, Recken an der Stetten, dengel, dengel, dengel, boinhaat wie´n Ritter” drängt sich halt eher auf als ein Männlein im Wollkittel hinterm Tongrapen mit Getreidegrütze.
Das nächste ßbel ist und bleibt die Gehirnwäsche, die einem zuteil wird, wenn man auf die tollerante Marktdenke eingeschworen wird und diese gewisse A-llergie entwickelt.
Aus der Ecke kommt doch die Mär vom Infomangel, wegen dem man nicht weiterkommen kann und zum Schlunzen gezwungen wird. Daher kommt die generelle Dünnhäutigkeit, wenn man mal angesprochen wird, was man eventuell mit wenige Geld und Arbeit verbessern könnte (Kostümkontrolleure!!!).
Und aus diesem Sumpf kommt auch die ewigen Märchen vom sexuell unausgelasteten Nicht-Spass-haben-Könner, dessen Erfüllung im “Fertigmachen und Entmutigen” von Anfängern besteht.
Ganz zu schweigen von der Fraktion mit dem Motto:“Du bist auch mit dem Auto hergekommen , also mäkel nicht an meinem Hörnerhelm, wenn Du schon so vollauthetisch tust”.
Leider kommt der meiste Szenenachwuchs erst nach Marktbesuch und Gehirnwäsche in Kontakt mit den etwas Beleseneren (wenn überhaupt noch interesse besteht, sich mit solch arrogantem, elitärem Pack abzugeben).
Und den muß man dann gaaanz vorsichtig, mit Samthandschuhen und wie ein rohes Ei behandeln, damit er überhaupt hoffentlich vielleicht für eigentlich selbstverständliche Dinge zugänglich wird, wie z.B. “Mittelalterdarstellen heißt, sich am Mittelalter zu orientieren” und z.B. doch eher in Wolle und Leinen als in Pannesamt zu investieren.
Und die Gewandkontrollen, die an der Ermäßigungskasse ab und an stattfinden, zeitigten beim Gros der Marktmittelalterer eigentlich nur zwei Resultate: Jammern ob der Profitgier der Veranstalter und der Intoleranz der Gewandkontrolleure und bestenfalls die Suche nach der Infoquelle für die nächstbeste Mindeststufe, um wieder verbilligten Eintritt zu bekommen oder das nächste Mal wieder aufbauen zu dürfen.
Aber in den wenigsten Fällen wirkliches Interesse am Selberlesen, Selberbilden, Selbermachen oder zumindest daran, ein paar vernünftige Sachen einzukaufen statt dem üblichen Indienschrott und Nepalkitsch.
Und sorry, die ganzen Diskussionen um Infomangel und “zu teuer” ist ein typisches Marktmittelalterding.
Dabeiseinwollen, Wichtigseinwollen, Wahrgenommenwerdenwollen, Ernstgenommenwerdenwollen, garniert mit ein paar wohlklingenden, zusammengeräuberten Fachausdrücken und immer auf der Suche nach den passenden Zitaten, “unumgänglichen Kompromissen” bei einer zu hochgegriffenen Darstellung einen “glaubwürdigen” Anstrich zu geben- aber nichts oder so wenig wie möglich dafür tun zu müssen. Als wäre es das Ziel des Hobbys, möglichst ungestraft möglichst vielen Leuten möglichst viele Bären aufzubinden.
Ebenso typisch ist das A-Ding, sich erst lange und eloquent um so “schwule Accessoires” wie Bundhauben und Beinlinge zu drücken und es nach ein, zwei Jahren, wenn es genügend Leute vorgemacht haben, im Schutze der Masse schon immer besser gewußt zu haben und beim Anblick einer ekligen Schnürlederjeans mit Kennermiene die Augenbraue hochzuziehen.
Aber die Wenigsten machen eben Mittelalter eben Mittelaltermachen und orientieren sich ernsthaft an der Vorlagen. Sobald es zu weit vom modernen Empfinden von Schick abweicht, geht es an der Front erst mit der Masse weiter bis zum nächsten Haltepunkt, wo man sicherheitshalber erst mal die anderen machen läßt und sieht, ob es sich durchsetzt- und es dann wieder schon immer etwas besser gewußt zu haben.
Belsesen und umfassend gebildet zu wirken gehört nämlich anscheinend auch zum Nimbus.
Daß es vor 5-10 Jahren keine Abbildungen von Beinlingen und Bruechen gegeben hat, kann mir keiner erzählen.
Es gibt schon alles über alles seit Jahren an Info, manche sind gar so alt, daß man sie nur noch antiquarisch oder in der Bibliothek findet.
Die neuesten Szenebibeln von Zerkowski, Lehnart, Dithmar-Traut sind keine Weltformelsammlungen voller brandheißer, bahnbrechender Neuentdeckungen, sondern überwiegend ganz okaye Kompilationen zum Gleich-rangehen-können ohne lästige Vorarbeit, die länger als drei Tage dauern könnte, oh Ekel und Spaßverlust.
Und da die Auswahl an Motiven in solchen Werken naturgemäß etwas begrenzt ist und die wenigsten mehr machen wollen als einen Bastelbogen nachbasteln, ist das Ergebnis leider wieder Gummibärchen, wechselnde Farben, identische Form. Obwohl alle genannten Bücher im Anhang eine massive Literaturliste führen, anhand derer man etwas tiefer in die Materie eintauchen könnte…
ßberhaupt der Bedarf nach einer Bastelkiste mit Anleitung und Material zur miniminimindestmittelalterlichen Klamotte mit dem Geruch von “nicht ganz gut, aber für Anfänger gehts grad noch so durch” ist für meinen Geschmack letztlich ein Marktding, aber wohl kaum ein geeignetes Medium, wirklich Interesse und den Arschtritt zum Selbermachen zu liefern. Verkaufen wird sie sich, und vermutlich werden dankbare Neumittelalterer die Wünnenburg stürmen und “ein geschlossenes Bild” zu vermitteln- aber ich würde gerne Statistik machen, wer von den vielen letztlich die Kurve kriegen wird, “nach Reenactorart” mit Wonne und Engagement selbständig nach immer mehr Info zu baggern.
Und ernsthaft- für ein “Mindest-A-Bastelpaket”, was ab Start von seinem Initiator eh schon sinngemäß als temporäre Mindestlösung charakterisiert wird, wären mir 50 Euronen zu schade. Das Hobby ist auch bei Ausschöpfung aller Sparpotentiale teuer genug.
Meine Lösung für sparsames Darstellung ist informieren und dann machen und den Darstellungsrahmen so wählen, daß Originaltreue mit dem eigenen Portemonnaie in Einklang zu bringen ist.
An jeden, der nur schnell bis zum nächsten Wochenende gewandet auf den Markt will und nur die maximalübel ausmerzen will, auf die er auch eventuell angesprochen wird und sich für reenagdermäßich audendisch genuch hält, wenn keinem was auffällt, ist diese Formel eh verschwendet.
Und bitte: wer nur auf Ambiente und Spaß aus ist, soll sich bitte mit keinem Wort angekäst fühlen!!!
Aber das ist nur meine Meinung als chronischer Miesmacher, der Erfolg wird dem Bastelset Recht geben- weil die Szenemehrheit für möglichst viel Aufsehen und Ansehen möglichst wenig selbst tun will. Auch die kupferrote Südwest-Tunika verkauft sich wie blöde, man sieht sie im Dutzend auf den Märkten. Es wird laufen. Die Frage bleibt nur- cui bono? Was ist damit wirklich gewonnen und für wen?
Gruß
Ivo
P.S.: Hab ich eigentlich schon gesagt, daß eine gute Darstellung nicht zwangsweise ein Luxushobby ist?;o)

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Eintrag #117 vom 21. Jul. 2003 21:16 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch,
Ivo…sorry mit meiner laaangen Leitung, ich fange an, zu verstehen…
Alle Deine Postings drehen sich um MittelalterMßRKTE und die Zustände dort…Du hast weder eine Ahnung, daß das meiste sich inzwischen ausserhalb der 08/15-Märkte abspielt, noch hast Du irgendeinen Bezug zur HMA-Szene…Du rennst gegen Windmühlen an, die garnicht das Thema sind!
Soviel ich weiss, machst Du doch SpäMi, Landsknecht und Napoleonic auch noch (korrigiere mich, wenn ich was vergessen habe), und bist ganz woanders unterwegs. Weder auf Lichtenberg, noch im Archeon oder..oder…, wo die HMA-Musik spielt.
Nirgends in einem der 113 Postings hier steht, daß es um die MittelalterMARKTszene geht, und nirgends ist hier jemand, der sich noch für den Marktschlonz interessiert oder diesen Kram verbessern will…Windmühlen.
Es ist eher soweit, daß sich die HMAler vom MARKTmittelalter entfernt haben..aber wie gesagt, das bewegt sich ausserhalb Deines Horizontes.
Vielleicht liegts auch am verzerrten Bild des Tempus Vivit, das ja immer auf der Grenze zwischen Marktmittelalter und historischer Darstellung balanciert, da es ja allen offensteht und eine Brücke bildet.
Statt sich aufzureiben und ins Leere zu protestieren, solltest Du mal z.B. Thorsten Piepenbrinks Posting lesen…oder das von Nikolaj…oder die anderen, die einfach sehen, daß andere Wege beschritten werden.
Ach so, und wenn Du jetzt meinst, daß ich wieder mal den “mächtigen” Haduwolff raushängen lasse…bitteschön…ich “alter Sack” stehe hier mit vielen Leuten, die längst was anderes machen.
Und diese “next generation” ist so gut und so engagiert, daß ich mich gerne aufs Bänkchen hocke und neidlos zugucke, wie die es längst bessermachen, als die Lehnart-sonstwas Jünger von vor 3-4 Jahren. Oder als ich. Effizienter und korrekter.
Und eine Massenbewegung lostreten muss ich nicht, da hab ich gar kein Interesse dran. Wozu auch?
Mit der Wünnenburg? Kaum.
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff

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Eintrag #121 vom 21. Jul. 2003 22:41 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Wunderbar, wollt ihr jetzt einen Streit zwischen der Fraktion, die glaubt, Einsteiger findet man in der Realität auf Märkten, und denen, die diesen berechtigterweise fernbleiben?
Hört mal Leute, *wenn* es Leute gibt, die jenseits des Marktmittelalters beginnen, und den von Ivo durchaus treffend beschriebenen Prozess durchmachen, brauchen diese dann ein Basispaket? Ich denke nicht. Wer nicht dieses berühmten Fehler begeht hat auch kein Problem zum Stoffladen zu gehen, und echte Wollte zu kaufen, denn er hat diese Weisheiten à lá “da schwitzt man so drinn” nicht mitgemacht.
Es gibt ja nicht viel wo ich mitreden kann, ob der Tatsache dass ich noch nicht lange auf den Trichter gekommen bin, dass ich ebenso noch grottig bin, dass ich die qualitativ höherwertigeren VAs bestenfalls aus Bildern kenne,_aber_ wenn ich was weiss, dann wie die Leute anfangen.
Und das ist auf Märkten. Und wenn man es einem mit einem leicht zu bewältigenden Lockangebot leicht machen muss, dann nur denen.
Ist das euer Ziel? Dann tut es. Ist es das nicht, dann lasst es.
Ich persönlich halte garnix von Leuten denen man erst ein stressfreies Paket geben muss, damit sie sich mit einem Hobby beschäftigen, Briefmarkensammlung Marke “Instant”, “just add water” gibts ja auch nicht.
Aber wenn ihr es tut dann belügt euch nicht selber und seht der Realität ins Auge: das sind die Fakten. ca. 1% der Leute die “Mittelalter so toll finden” gehen nicht auf Märkte sondern recherchieren gleich. Und die brauchen kein Basispaket, so lieb und nett die Idee auch ist.
Also macht’s einfach, probiert wie der Effekt ist, und redet nicht alles haarklein.
Denn _das_ bringt wirklich _garnichts_.
Nuff said.
Esca

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Eintrag #122 vom 21. Jul. 2003 23:58 Uhr Magdalena Wohlgemuth  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Magdalena Wohlgemuth eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Andrew und Ulli,
ich habe da als Anfängerin doch ein Problem. Ich bewundere das Wissen von Leuten wie euch, die schon seit einigen Jahren eine private Bibliothek zusammenstellen und alle diese Bücher auch noch halb auswendig kennen außerordentlich und mein Ziel ist es sicherlich, einen ähnlichen Wissensstand zu erreichen. Aber habt ihr mit der Kenntnis, die ihr jetzt habt, angefangen? Wollt ihr wirklich von Anfängern verlangen, erst mal mehrere Jahre im stillen Kämmerlein zu verbringen, bevor sie es wagen dürfen eine Klamotte anzufertigen zu versuchen?
Also meine Frage: was genau erwartet ihr von Anfängern? Klar, Recherche. Aber wie bereits gesagt wurde, muß Recherchieren auch gelernt sein (das war dieses Semester bei mir jede Woche eine Stunde Pflichtübung), außerdem muß man kritisch mit dem Inhalt umgehen können.
Festlegung auf eine bestimmte Zeit und Region.
Zeit, klar. Aber ist Region unbedingt nötig, wenn man eine niedere Darstellung macht? Bzw ist auch die Zeit nicht weniger streng einzugrenzen in diesem Fall?
Also: bin ich ein böser Anfänger, wenn ich erst seit einem Jahr dabei bin, weniger als ein dutzend Fachbücher durchgelesen habe und mich nicht auf +/- 15 Jahre und einen bestimmten Landkreis eingegrenzt habe, dafür aber eine niedere Darstellung mache und beim arbeiten immer mal wieder beim ag-hochmittelalter-klamottenzettel nachschau, weil die Informationen dort mit meinen bisherigen Wissensstand übereinstimmen und ich die Ersteller dieser Seite für ziemlich glaubwürdig erachte?
Zum Start-Kit:
Es heißt doch immer, Recherche macht Spaß. Also, warum ist es nicht vorstellbar daß einer mit so einem Kit anfängt, durch die richtigen Leute in die richtige Szene rutscht und da durch die Vorbilder Blut leckt? Weil wenn alle anderen Bescheid wissen will man doch auch mitreden können und vielleicht selber mal einen “Knochen ausgraben” wie das so schön ausgedrückt wurde. Wenn es heißt “Laßt die Anfänger schuften”, wer will denn da bitte noch bei euch Anfänger sein? Es tut mir leid, aber manchmal hört es sich einfach so an, als ob ihr es den Neulingen nicht gönnt, daß sie es leichter haben als ihr es damals hattet. Es heißt doch überall, die Bauern hatten über lange Zeit und überregional eine sehr ähnliche Kleidung, also warum nicht so einen Start-Kit machen um einem Anfänger den Einstieg in die richtige Richtung zu erleichtern? Ehrlich gesagt, fände ich es wunderbar wenn die Märkte von diesen Gestalten dann wimmeln würden. Viel besser als die 08/15 Trompetenärmel-Adelsdamen ohne Unterkleid. (Auch wenns hier ja nicht direkt um Märkte geht.) Mit denen ist ein schneller Einstieg nämlich möglich.
Recherche macht Spaß, aber man braucht eine Motivation. Und auch bei mir war der Auslöser das Marktmittelalter. Und das aktive mitmachen-wollen. Und wenn ihr mit solchen Sätzen kommt werden auch die eigentlich interessierten lieber auf die Märkte gehen, weil da muß man ja schon masochistisch sein damit man sein Hobby schuftenderweise anfängt. Klar, beim Weitermachen muß man dann schon harte Grenzen setzen und dann zeigt sichs schon wers gescheit machen will.
Ich finde das Starter-Kit gut, weil das mit den Stoffen am Anfang echt ein Problem ist. In München zum Beispiel sind die großen Stoffhändler, auf die man erst mal trifft, Hertie und Kaufhof. Da kostet der Leinen im Sonderangebot noch 10 Euro und gescheiten Wollstoff findet man selten.
Ausnahme: Achtung Leute, im Moment gibts beim Hertie dutzende fantastische WOLLSTOFFE FßR 10 EURO DEN METER!! Alles, auch die ganz dicken Mantel-geeigneten. (Allerdings: verflucht noch mal, warum müssen die in den schönen Stoff 3% Polyester einarbeiten?! Mußte das sein?)
Und das mit den Farben ist für ein ungeschultes Auge auch nicht so leicht. Auch wenn man den Lehnart schon auswendig weiß hat man das Problem immer noch.
An alle Mit-Anfänger:
Kosten lassen sich erheblich reduzieren wenn man die Augen offen hält für Sonderangebote, Fabrikverkäufe u.ä. und versucht, möglichst viele Leute kennenzulernen. Viele Sachen lassen sich nämlich nur oder zu einem vernünftigen Preis kriegen wenn man die richtigen Leute kennt.
Ich hab jetzt grad einen ganz fantastischen Knochenkamm geschenkt! bekommen. Der Typ ist einfach ein schrulliger Bastler und freut sich, wenn er jungen Damen eine Freude machen kann. Dafür näh ich ihm jetzt dann ne Gugel. Der Kamm ist eine richtige Replik und ich schätze, wenn ich überhaupt wen gefunden hätte der mir so was macht, hätte ich auf jeden Fall über 50 Euros gezahlt.
Noch was: IKEA! Da hab ich letzten Winter Leinwandbindung-unbehandelte-dicke-Wolle-mit-Lanolin-
noch-dran-Wollstoff gekriegt. Ham sie rausgehauen für 9 Euro den Meter, weil zum Möbel beziehen wars dann wohl doch nix… aber fürn Mantel!!!
Und es gibt immer noch das sehr stabile grobe Leinen in Krapprot, Naturfarben usw.
Also nicht aufgeben und nicht zu ungeduldig sein.

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Eintrag #123 vom 22. Jul. 2003 07:45 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ach je

Hallo Lena, dies nur kurz am Rande. Ich weiß nicht, was Andrew und Ulli von Einsteigern erwarten (ahne es aber), aber um beim Beispiel Ulli zu bleiben, der ist wirklich erst an die ßffentlichkeit getreten, als seine Ausrüstung stand. Dann aber richtig, z.B. ist er gleich mal mit einem handgenähten Leinenkegelzelt eingeschlagen (was selbst ich für Wahnsinn halte). Aber glaube bitte nicht, daß diese Vorbereitungszeit nun ewig gedauert hätte. Wenn man es richtig machen will, geht so ziemlich alles. Ich hätte Ulli, als ich merkte, daß er sich für unsere Region und Zeit interessiert, natürlich auch mit einem wie auch immer gearteten original Marca brandenburgensis Start-Kit - bewerfen können. Aber das wollten wir nicht und Ulli erst recht nicht. Stattdessen gab es jede Menge Literaturtipps, einige Treffen zum Austausch (Workshop wäre zu hochgestochen), noch ein paar brauchbare Handwerkeradressen und vielleicht noch ein paar mehr oder weniger wertvolle Verbesserungstipps. Perfekt ist der Ulli deswegen bestimmt nicht. Aber so, genau so wünsche ich mir den perfekten Einsteiger.
Und daß das nicht die Welt gekostet hat, hat Ulli unten in diesem inzwischen entarteten thread schon aufgelistet.
Zu dieser unsäglichen Diskussion zu diesem starter-Kit fällt mir nur noch ein:
Leute, hört auf die Massen zu bekehren! Jeder Versuch in diese Richtung ist bislang gescheitert.
Ulli, Andrew, Ivo usw. - laßt Euch trotz Anfeindungen nicht vom Weg abbringen.
Joachim,
von
Marca brandenburgensis AD 1260
Märkisches Leben zur Zeit der Askanier www.brandenburg1260.de

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Eintrag #124 vom 22. Jul. 2003 09:34 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht überholt

Ivo hat doch völlig Recht, es gibt sie schon, die Einsteigerhandzettel und sonstigen Anleitungen. Da wird ein Hadu-Kit die Szene auch nicht revolutionieren.
Von Einsteigern erwarte ich, dass sie sich entscheiden. Für Marktspaß oder Spaß an Geschichte. Wer sich für Letzteres entscheidet, sieht den Starterkit schon im Rückspiegel …
Grüße
Ulli

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Eintrag #125 vom 22. Jul. 2003 09:42 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht sorry

Aber hier ist ein Forum für alle Epochen, nicht nur für das HMA.
So gesagt, Ivo, fangen auch Leute direkt wo anderes an.
Es gibt doch nicht den Weg sich über Märkte an lebendige Geschichte anzuschleichen.
Deshalb mein Rat sich zu informieren und direkt an die “passende” Gruppe zu wenden.
Sich mit einem roten Pannesamtfummel hinzustellen und sofort bei einer Modenschau zu einer Ausstellung mitwirken zu wollen ist sicher der falsche Weg.
Aber es gibt auch e-mails und Telefone.
Sylvia
Projekte zur lebendigen Geschichte
www.folgari.de

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Eintrag #126 vom 22. Jul. 2003 09:51 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wundern...

Grüß Euch,
Joachim, Ulli, Ivo, Andrew und andere…nun muss ich Euch mal ganz ernsthaft fragen, WO Ihr was von einer Massenbekehrung gelesen habt???
Ich wiederhole den Sinn und Zweck der Sache bald jedes zweites Posting und mache doch mit klaren Worten deutlich, daß es nicht um Massenbekehrung, Revolution der (Markt-)Szene geht, woran ich nun wirklich kein Interesse habe.
Ist doch toll, wenn der Ulli Anschluss an eine so engagierte Truppe wie die Marca B. bekommen hat, fein, wenn der oder die dieses Glück hatten und noch mit den richtigen Büchern und Materialien bombardiert wurden.
Vielen aber gehts anders. Die stehen “im Regen”. Und für die ist das Ganze.
Och Mensch, lest doch mal genauer…
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff

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Eintrag #127 vom 22. Jul. 2003 14:14 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hört mal...

…hier klinghen ein paar schon wieder so, als wäre es das selbverständlichste Ding der Welt, daß es Marktmittelalter und lebendige Geschichte gibt, als wäre das alles abgemachte Sache und dies ein lebendige-Geschichte-Thread, wo man unter Seinesgleichen ist.
Und die Selbverständlichkeit, mit der die dem Marktmittelalter entkommenen sich hier über dieses auslassen, als hätten sie nie etwas damit zu tun gehabt, finde ich auch etwas strange.
Aber mal zurück auf den Punkt des Einstieges:
Wie schaut es für einen durchaus mittelalterinteressierten Menschen denn normalerweise aus?
Wieviele haben denn das Glück, gleich direkt an die “echt” Mittelalterlichen Leute zu kommen?
Ein paar wenige.
Und daß die weniger glücklichen ihr Heil auf Märkten suchen, hat nicht zwangsweise nur mit der Dummheit, dem Konsumdenken und der Trägheit zu tun, von der sich hier die meisten unberührt wähnen.
Diejenigen, die unbedarft, aber guter Dinge ins Marktmittelalter rutschen, sind nicht zwangsweise immer nur die “Dumme Masse”, die hier munter und mit leichter Hand über einen Kamm geschoren wird.
Ist es im Grunde nicht nur natürlich, erst mal die “Beleseneren” (oder zumindest die belesen-Klingenden) zu fragen? Woher soll man denn riechen, daß auf dem Markt die Blender überwiegen?
Wer hat in seiner Anfangszeit nicht gedacht, gute Info kriegt man, wenn man die fragt, die das schon länger machen und deshalb wohl das richtige machen, nach dem man sich richten könnte?
Die “unbedarft mittelalterinteressierten” Leute mit einem gesunden Basisinteresse, aber ohne größere Vorbildung im Detail, sind nicht generell von Natur aus träge, dumm, faul, a-llergisch und beratungsresistent.
Sie werden es gemacht.
Sie vertrauen den falschen Leuten und werden von netten Leuten in familiären Gruppen in gemütlicher Athmosphäre mit dem Basst-scho-Virus infiziert und dienen erstmal ihre Knappenzeit bis zum Ritterschlag ab.
Aus so mancher Kontra-Position, die ich von neuen Namen in TV sehe, lese ich in letzter Konsequenz nur das blanke Entsetzen darüber, daß das, was die letzten Jahre als gut und abgemacht galt, nun eventuell zumindest fragwürdig sein könnte, und daß die Vorarbeiter und Vorbeter des damaligen “gut und abgemacht” unvermittelt begonnen haben, eine komplett andere Melodie singen und über ihre Epigonen herziehen, als hätten sie nie etwas damit zu tun gehabt.
Kommt halt doch geiler, wenn man einen belesen klingenden Mindestanforderungskatalog schwingen kann, mit dem sich Neulinge schocken lassen (Teuer! Spaßverlust! Intoleranz!).
Früher bei einer Kostenliste von Dietrich Schockschwerenot gebrüllt und heute mit der größten Selbstverständlichkeit die unbedarft Interessierten in professioneller Beiläufigkeit im Unter-meiner-Würde-Ton abbürsten. Selbstinszenierung.
PR.
Langweilt.
Gruß
Ivo,
Anfängerfreund und Kostensparer

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Eintrag #128 vom 22. Jul. 2003 14:57 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Recherchieren - klar, aber...

Leute, macht Euch doch mal klar, daß, selbst wenn jemand recherchieren _will_, es so viele Möglichkeiten gibt, falsch abzubiegen!
1.) Mangelhafte Bibliotheken. Ich hatte das Glück, als ich anfing zu recherchieren, in meinem Heimatort Bramsche in der Stadtbibliothek auf das Buch “Kostümschnitte und Gewandformen” von Tilke zu stoßen, in dem u.a. ein Herjolfsnes-Schnitt ist. Die Stadbücherei in Frankfurt (wo ich damals lebte) hatte zwar Informationen über Stoffe und Farben, aber ein ganzer Sommer Recherche hat dort keine Abbildung mit einem Originalschnitt erbracht! Ein Einsteiger weiß auch nicht unbedingt, daß es ein “Buch der Gewandungen” mit einer Schneideranleitung gibt. Und er weiß auch nicht, welchen (Buch-)Tips aus der “Szene” er vertrauen soll und welchen nicht.
2.) Der Stoff. Wer in einer Stadt mit gutem Stoffangebot lebt, hat leicht reden. Hier in Göttingen finde ich z.B. ganz selten Leinen- oder Wollstoffe, die nicht viel zu teuer wären. Der eine Laden hat auch z.B. eigentlich nie reinen Wollstoff, sondern meist mit 20% Kunstfaser, der andere gibt bei “Wollstoffen” die Zusammensetzung meist nicht richtig an. Wer das als gottgegeben hinnimmt und nicht daran denkt, daß das Angebot in der nächsten Stadt ganz anders aussehen kann, der wird Wolle vielleicht nicht nur deshalb nicht tragen, “weil man darunter schwitzt”, sondern weil ihm 20 Euro/m einfach zu viel sind.
3.) Auswahl in den Internet-Läden: Tut nicht so, als wäre das Angebot an Fürspanen, Gürtelschnallen u.ä. für das Hochmittelalter so groß. Wer sich nicht traut, eine Einzelanfertigung nach Ausgrabungskatalog zu verlangen (weil das u.U. noch teurer wird, als das, was die anderen Sachen da schon kosten), und wer auch keine bastelwütigen Freunde hat, wird sich leicht an faule Kompromisse halten.
Wenn ein Einsteiger-Kit da helfen kann, nicht falsch abzubiegen, hat es sich doch schon gelohnt. Und wer so einen bestimmten Standard erreicht hat, fällt vielleicht auch nicht ganz so schnell hinter den eigenen Stand zurück…
Ihr, die Ihr Uniformität befürchtet: Freut Euch doch, wenn Hadu das Rad neu erfindet; wenn nach “LeMis” und “GöMis” nun auch die “EiKiMis” kommen, wenn der einzige Kritikpunkt nicht die Nicht-Belegbarkeit von Ausrüstung, sondern allein die Offensichtlichkeit der Herkunft ist. Je mehr Einsteiger-Kits, desto mehr Vielfalt.
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #129 vom 22. Jul. 2003 15:07 Uhr Manuela Münzner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Manuela Münzner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Tut mir leid:-(

wenn ich das sagen muß, aber leicht machen es die meisten hier einem Anfänger wirklich nicht.Wenn man sich durch dieses Forum liest (das tue ich seit einiger Zeit)bin ich manchmal versucht das Ganze zu lassen:-( ,aber noch gebe ich nicht auf :-),wenn ich auch nie so gut werde wie ihr! Und: Ich kann absolut nicht begreifen was gegen ein Starterkit einzuwenden ist, auch wenn es für mich persönlich nicht in Frage käme,was es aber auf jeden Fall geben sollte ist eine Adressenliste wo man günstig Stoffe bekommen kann.Ich hab für meine nämlich die dreifachen als die hier genannten Preise bezahlt.
Grüsse Erin

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Eintrag #130 vom 22. Jul. 2003 15:10 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht 1895% zustimmung Ivo!

“Aus so mancher Kontra-Position, die ich von neuen Namen in TV sehe, lese ich in letzter Konsequenz nur das blanke Entsetzen darüber, daß das, was die letzten Jahre als gut und abgemacht galt, nun eventuell zumindest fragwürdig sein könnte, und daß die Vorarbeiter und Vorbeter des damaligen ”gut und abgemacht“ unvermittelt begonnen haben, eine komplett andere Melodie singen und über ihre Epigonen herziehen, als hätten sie nie etwas damit zu tun gehabt”
Vor allen Dingen wenn ich mir diesen Absatz durchlese!
Wie ich schon ein paar Einträge früher geschrieben habe: Was wollen manche Eigendlich? Vieleicht doch nur die Elitäre Minderheit der Mittelalterlichen Reenectmentperfektionisten und das kreuchende Gewürm der Lehnartdröstebuchdergewandungverkleideten, auf die man herunter schauen kann? Schließlich ist die Scene ja schon groß genug, also warum dann nicht interessierte mit den unmöglichsten Ansprüchen abschrecken.
Ich glaube wirklich das manchen das Kastenmodell des Mittelalaters ein wenig zu Kopf gestiegen ist und diese meinen das auch in der Mittelalterscenen anwenden zu wollen!
En bischen mehr aufeinander zu gehen wäre die Lösung, die allerdings die wenigsten wollen (scheinbar)!
Viele Grüße >8o)

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Eintrag #131 vom 22. Jul. 2003 15:11 Uhr Martin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Martin eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wer sie finden will - findet sie.

Hallo,
eine meiner “Lieblingsbeschäftigungen- ist es Informationen/Wissen weiter zu geben.
Man merkt sehr schnell ob sich die ”Mühe- lohnt jemandem beim “Einstieg- zu helfen. Nach spätestens drei Sätzen weiss man bescheid.
Das soll heissen;
Wenn die erste Frage des ”Einsteigers- lautet: “Hast du auch ein Schwert?-.
Die Zweite: ”Wieviel kostet das?-
und die Dritte: "Was ist das für ein komisches Häubchen was du da auf dem Kopf trägst?-. Dann hab ich einfach keine Lust mehr.
Ich kann es nicht mehr hören wenn mal wieder jemand schreibt, das er sich gerne schnell was günstiges zusammenschneidern/kaufen will, weil er weiss ja noch nicht, ob ihm das Hobby überhaupt gefällt. Und kosten darfs auch nichts, denn wenn er/sie das alles blöd findet, hat man ja Geld verschwendet.
Wenn jemand wirklich am Thema Mittelalterdarstellung interessiert ist hat er sich aus einer riesigen Auswahl an Büchern/Internetseiten/etc. bereits Informationen über das Mittelalter geholt, und fängt nicht bei Adam und Eva an.
Die Informationen sind da.
Wer sie finden will - findet sie.
Hohenecker

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Eintrag #132 vom 22. Jul. 2003 15:16 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht @manuela

Ach weist Du, im Prinzip halte ich es so: “Ich mache das Ding so wie ich es für richtig halte. Ich lese in Büchern, hole mir Tips aus Foren und Webseiten und mache mein Ding!”
Ganz ehrlich muss ich sagen das ich Spaß am Mittelalter hebe und ich mir die Kleidung für mich anfertige und nicht um von irgend jemanden akzeptiert oder gehuldigt zu werden.
Hat jem,and sachliche und nachvollziehbare Kritik oder auch Lob nehme ich diese(s) gerne an, ansonsten…*peng*!
Mach Dein Ding und gut ist. Besser wirst Du von selber, lass Dich bloß nicht verschrecken. Es gibt in meinen AUgen wichtigweres im Leben und auf dieser Welt um sich darüber zu zanken ob eine Naht 100% rekonstruiert ist oder nicht (zumindest für mich).
Viele Grüße >8o)

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Eintrag #133 vom 22. Jul. 2003 15:30 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht 'Lerntypen'

Hallo,
Ich kann mich Martin und anderen Vorrednern nur anschließen: für Einsteiger herrscht inzwischen nun wirklich nicht mehr das Problem, daß es furchtbar schwierig sein sollte, an leicht umsetzbare Einstiegsinformationen zu kommen.
Vor allem diese Seite hier wimmelt vor konkreten Einsteigertips, die zugegebenermaß mal ganz offen und manchmal auch etwas versteckter, aber eben doch in Hülle und Fülle da sind. Und dazu noch eine Unzahl von Links, Literaturverweisen, Museums- und Bibliothektips etc. Nicht zu vergessen die auf anderen, ähnlichen Seiten verfügbaren Informationen und Homepages….
Gut, da ist es ganz bestimmt nicht verkehrt, wenn noch ein zusätzlicher Einsteiger-Kit mit ganz konkreter Bastelanleitung dazukommt. Nur: wirklich notwendig ist das auch nicht…. ;-)
Man sollte natürlich nicht vergessen, daß manch einer hier kein reiner Hobbyist, sondern nebenbei oder (seltener) hauptberuflich auch Veranstalter, Verkäufer etc. ist.
Und die Einsteiger sind so vielfältig wie der Rest der Bevölkerung auch - hinsichtlich Vorbildung, Bildungsstand, handwerklicher Geschicklichkeit, und vor allem auch hinsichtlich des Lerntyps.
Mit das erste, was ich meinen Studenten beibringe, ist, daß sie herausfinden sollen, was für ein Lerntyp sie sind. Manch einer braucht Bilder, der andere Text; manche schlafen bei Vorlesungen ein, andere brauchen diese, um überhaupt einen Einstieg in das jeweilige Thema zu bekommen, usw., usw. Und das Zusammenfinden von individuell passenden (!) Lernpartner ist meiner Meinung nach ebenfalls essentiell.
ßhnlich wird es wohl mit dem sein, was den einzelnen Einsteiger anspricht, was ihn motiviert, und was er umsetzen kann.
Das für ihn jeweils passende Angebot und - imho auch wichtig: den “richtigen” (im Sinne von: sympathisch und mit der gleichen Herangehensweise) Ansprechpartner - zu finden, ist und bleibt nun mal Sache des Einsteigers.
Ruth

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Eintrag #134 vom 22. Jul. 2003 15:32 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hallo Martin (Beitrag 131)!

Geld kann schon ein Thema sein. Ich z.B. verdiene als studentische Hilfskraft 125 Euro im Monat (und kriege noch was von meiner Mutter, aber das sollte man nicht überstrapazieren). Es gibt sicher auch noch andere, die jeden Cent zweimal umdrehen, bevor sie ihn ausgeben. Ich würde also nicht pauschal Leute nur deshalb verurteilen, nur weil ihre zweite Frage lautet “Was kostet das?”.
Aber die 3 wichtigsten Faktoren zu Kostenreduktion (einfache Darstellung, Selbermachen, billige Rohstoffe suchen) ohne Abstriche am “A”nspruch wurden hier ja schon genannt.
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #135 vom 22. Jul. 2003 15:44 Uhr Manuela Münzner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Manuela Münzner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht @Heiko

Danke!!! das hab ich gerad dringend gebraucht!

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Eintrag #136 vom 22. Jul. 2003 16:26 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht zu Ivo (120

Einen letzten habbich noch, da mich das Thema anfängt zu langweilen, ich glaube der Satz stammt von Erich Kästner:
Die schärfsten Kritiker der Elche
waren früher selber welche,
In diesem Sinne
Thorsten

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Eintrag #137 vom 22. Jul. 2003 16:45 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Lerntypen??

Naja, im Prinzip mag das ja nett sein für je,anden zu wissen was für ein Lerntyp man ist, nur was hat das mit Reenacment, MAhobby oder dergleichen zu tun? Unterricht wird in diesen Fächern meines erachtens nicht gegeben.
Der Lerntyp sagt doch nur aus wie jemand Wissen/ Infos am besten aufnehmen kann, sagt aber nicht wie gut jemand Nähen, Werkeln usw kann!
Für mich ist diese Lerntypgeschichte nur insofern interessant, indem ich meine Seminare, Unterweisungen und Kurse so gestalte das in gewissem Grade jeder Lerntyp angesprochen wird.
Viele Grüße Heiko

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Eintrag #138 vom 22. Jul. 2003 16:49 Uhr Harald Sill  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Harald Sill eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Gummibärchen

In einem der Beiträge wurde die Gummibärchen-Uniformität die so ein Starterkit mit sich bringt kritisiert.
Nun ja, so viele verschiedene Farben und Formen gabs ja für die niederen Stände eh nicht, wo also liegt das Problem, zumal Einsteiger auch nicht Massenweise vom Himmel regnen.
Und der Nur-Besucher der so nett ist und etwas stimmiger aussehen will wächst auch nicht an jeder Ecke.
Wer wirklich interessiert ist stockt sowieso schnell auf.
Gute Tage
Harwalt von Biberach FRB und sine temporis

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Eintrag #139 vom 22. Jul. 2003 16:53 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht 'Typisch' :-)

Tja, Heiko, wie ich unten schrieb, gibt es eben auch Unterschiede in dem, was einen Anfänger an diesem Hobby fasziniert und welche Herangehensweise ihn anspricht…. das sollte mit dem Beispiel Lerntypen illustriert werden, mehr nicht.
Abgesehen davon, bin ich persönlich schon der Meinung, daß Interesse an einer anderen Kultur und Epoche eine Menge mit (Spaß am) Lernen oder Studieren zu tun hat. Und studere heißt sich bemühen…. ;-)
Ruth

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Eintrag #140 vom 22. Jul. 2003 17:12 Uhr Martin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Martin eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht @ Heiko

Um eine vernünftige Mittelalterdarstellung abzuliefern muss man nicht “Nähen” oder “Werkeln” können.
Jedoch ohne “Wissen” siehts schlecht aus.
Hohenecker

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Eintrag #141 vom 23. Jul. 2003 00:23 Uhr Nele (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Nele eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ich werd noch wahnsinnig...

Was soll denn der Mist!
Ganz ursprünglich habe ich eine Frage gestellt:
Was hat EUCH eure erste grundausstattung gekostet?
Und es waren ja auch einige Auflistungen dabei. Ich wollte einfach einen ßberblick, mit was ich an wirklich nötigen Kosten noch zu rechnen habe. Das hat nichts damit zu tun, dass ich mich für das Hobbie nicht so interessiere, dasss ich da kein Geld reinstecken würde. Vielleicht eher gerade wegen ernsthaftem Interesse. Das hat einfach was mit Finanzplanung zu tun. Wann brauche ich wieviel, was kann man sich schenken lassen etc. etc…
Und es ist ja nicht so, dass ich mich nicht schon grundsätzlich informiert hätte, aber mehrere Meinungen und Erfahrungen sind doch hilfreich.
Aber jetzt tritt das ganze wieder auf der Stelle - so wie in fast jedem Thread hier in der TV. Das ist doch schrecklich - und super abschreckend. Diese Selbst-Zefleischung der Szene ist mehr als erbärmlich!

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Eintrag #142 vom 23. Jul. 2003 00:32 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kosten meiner 1.Grundausstattung...

Okay, wenn ich mich halbwegs richtig entsinne hat meine erste mittelalterliche Grundausrüstung etwa die folgenden Dinge be-inhaltet:
eine schwarze Tunika (Kosten für den Stoff ca 10 DM)
eine blickdichte Strumpfhose ( 5 Mark)
ein schwarzes T-Shirt (hatte ich …)
ein Paar Robin-Hood-Stiefel (ca 50 Mark)
ein langer Gürtel (ca 10 Mark)
eine Pelzmütze (ca 5 Mark, aus Resten vom Kürschner)
das war`s erst mal. Summe war damals also etwa 80 Mark, um 1980 rum.
Das teuerst waren der Gürtel und die Stiefel, da ich die nicht selber gemacht hatte.
Dazu kam dann bald jede Menge anderer Kram, so dass die Kosten heute nicht mehr aufrechenbar sind.
Giraut

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Eintrag #143 vom 23. Jul. 2003 02:16 Uhr Ivo Malz (IMMS)  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ivo Malz (IMMS) eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Fallrückzieher zur Ausgangsfrage;o)

Thorsten (129): Der elch-kritisierende, bekennende Ex-Elch sagt danke! DANKE!!!
Moin, Nele.
Ich finde die von Dir beschriebene “Selbstzerfleischung der Szene” eher unterhaltsam;o)
Aber ernsthaft: Eine generelle oder gar als Referenz zitierbare Kostenrechnung läßt sich nicht pauschal aufstellen.
Warum?
1)Frauenkleidung braucht etwas mehr Stoff als Männerbekleidung.
2)Der Stoffpreis richtet sich in letzter Konsequenz nach dem Bedarf, z.B. auch nach der Konfektionsgröße. Für eine Spämi-Strumpfhose, ein Wämschen und eine Schecke brauche ich für meinen schmalen Körper verhältnismäßig wenig Material, aber ich könnte Namen nennen, die den 1.5 bis 2fachen Bedarf anmelden müßten.
3) Manchmal läßt sich geeigneter Stoff als Restposten billig abgreifen. Für meine magere Figur kann das für ein Kleidungsstück reichen, andere kriegen evtl. nur einen Beinling raus;o)
4) Unsere Klamotten entstehen in Eigenarbeit, wir haben nur die Textilkosten (Großhandel).
5)Für Accesoires wie Gürtelschnallen oder Nestelspitzen könnte ich Dir Preise diverser Händler und Hersteller nennen- aber das Zeug mach ich selbst, und es kostet mich nur Rohmaterial (das ich günstigst bis für umme schnorren konnte) und Zeit.
Mein persönliches Sparpotential, denn für Nestelspitzen, Gürtelschnalle und Gürtelbeschlag hätte ich munter um die 50 bis 100 Euro beerdigen können.
Die Nestelbänder entstehen derzeit unter den begnadeten Händen meiner Süßen zum Materialpreis- wollte ich sie kaufen, müßte ich nach Zweithandinfos ca. 10 Euro pro Nestelschnur, 30cm lang, einrechnen.
6)Leder ist nicht gleich Leder, und Du mußt es mit Deinen Ansprüchen abgleichen, ob Du das erstbeste Chromleder nehmen willst oder doch auf einen günstigen Posten Pflanzengerberleder lauern willst.
Ich konnte günstig zwei Häute vegetabil gegerbtes Kalbsleder für ca. 100 Euro abgreifen, Sattlernaht habe ich an Resten so weit geübt, daß mein Kollege, der Feintäschner gelernt hat, ob der Nähte in meiner derzeitigen Gürteltasche ungläubig mit den Augen rollte.
Für unsere neuen Gürteltaschen entstehen uns nur weitere Kosten fürs Garn und die Arbeit für die Schnallen.
7)Da ich wieder so Elchkritikmäßig-Perfektionsvorturnermäßig klinge, streue ich mir jetzt für einen zentralen Schwachpunkt reichlich Asche aufs Haupt: Ich hatte bis jetzt nicht die Courage, mich an Schuhe heranzuwagen, und ich trage mangels Penunze immer noch geklebte (Leder-, immerhin;o) Sohlen unter “billig” gekauften Schuhen (120 Euro).
8)Die Kosten hängen ab von Darstellungsrahmen und dafür erforderlichem Equipment (wiederum abhängig vom Anspruch an Originaltreue). Der Großmotz ist halt naturgemäß anspruchsvoller und materialaufwendiger als der Knecht.
Fazit:
Die Kosten hängen ab vom realen Materialbedarf in Meter und Quadratmeter und von der persönlichen Fortune bei der Materialbeschaffe.
Die Kosten hängen ab von Deinem handwerklichen Geschick, das Dir durch Probieren, ßben und Selbermachen einen guten Batzen Kohle sparen kann.
Die Kosten hängen davon ab, wie hoch Du Dir die Latte in puncto Originaltreue legst. Mit leinenbindiger Baumwolle, chromgegerbtem Leder und Standardschnallen vom Schusterbedarf kommst Du meistens unter den Preisen für Wolle, Leinen und Kleinrepliken raus, kannst aber durch Augenoffenhalten auch beim guten Zeug unter den Listenpreisen rauskommen.
Die Kosten hängen davon ab, wie es um Deinen persönlichen Kenntnisstand bestellt ist. Entweder gibst Du für welchen Artikel auch immer Geld für zwei, drei Zwischenstufen aus, die Du dann ins Ebay kloppst und hoffentlich die Kosten rauskriegt, oder Du machst es gleich möglichst richtig und sparst wiederum Geld.
Die Kosten hängen davon ab, ob Du mit dem einen oder anderen Hobbyfrickler in Kontakt kommst, der hauptsächlich für sich alleine die tollsten Teile bastelt. Der eine oder andere macht Dir eventuell Deine Gürtelschnalle oder Deine Gürteltasche im Tausch oder zu einem günstigen Preis, weil er sich gut mit Dir unterhalten hat. Gibts alles, kommt vor.
Ob und wieviel Du sparen kannst, hängt von Deiner Marschrichtung ab.
Akkurate Darstellung kann etwas teurer sein als die Billigheimer-Variante, aber wenn Deine Begeisterung für die Vergangenheit groß genug ist und Du immer und überall die Augen offen hältst und die Grenzen des Selbermachenkönnens durch Ausprobieren sprengen kannst, muß Originaltreue nicht zwangsweise ein elitäres Luxushobby sein.
Gruß
Ivo

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Eintrag #144 vom 23. Jul. 2003 08:13 Uhr   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Andersrum wird ein (besserer) Schuh draus

Meine Empfehlung für Anfänger wäre, nicht erstmal sinnlos billig Stoff kaufen (bringt nix, man ärgert sich nachher nur, ich weiß das, ich war auch mal ein Elch) sondern erst mal EINE Abbildung suchen und anhand dieser Vorgaben (Bild/Ich) den Bedarf ermitteln und gezielt suchen.
@Ivo: es ist wie immer ein Genuß Deine Einträge zu lesen. Manchmal stell ich mir vor, ich wäre Fallschirmspringer geworden und wollte mit einem Laken abspringen. Auf die entsetzte Frage meiner Mithobbiisten, was ich da vorhätte, würde ich antworten: von unten gesehen erkennt man den Unterschied doch eh nicht.
Tschüß Olaf

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Eintrag #145 vom 23. Jul. 2003 08:24 Uhr Andreas (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Würde ich jetzt einsteigen...

…kämen folgende Kosten für eine vernünftige Erstausstattung zusammen:
- (ßber-)Tunika: Pflanzengefärbter, dichter Wollstoff (gekauft bei Jörg Fraske) = 35 Euro + Wollstoff (dito, aber dünner) für Besätze: Reste oder neu gekauft = ca. 5-10 Euro + Leinengarn ungefärbt 1 Rolle ca. 15 Euro (reicht für viele Klamotten!!!)
- Untertunika: handgewebtes Leinen vom Flohmarkt = 15 Euro; Färben desselben: Zeit für Sammeln von Pflanzen und Färben = 0 Euro
- 2 Hosen: Wollstoff (wieder von Jörg) = 35 Euro; Leinen (siehe oben) = 20 Euro
- Schuhe: vegetabil gegerbtes Ziegenleder (1/2 Haut) = 30 Euro; Rindsleder für Sohle = 5-10 Euro
- Gürtel: Einfache Beschläge von Ratsdorf o.ä. = ca. 70 (nach oben offen); vegetabil gegerbter Lederriemen = 15 Euro
- Tasche: Leinen für Brotbeutel = 0 Euro (Reste von Hose und Tunika); Leder für Gürteltasche = 0 Euro (Reste von Schuhleder); Schnalle für Gürteltasche = 15 Euro (von Achim o.ä.)
- Sax: je nach Bedarf von 50-500 Euro; Leder für Scheide = 0 Euro (Reste von Sohlenleder)
- Persönliche Gebrauchsgegenstände: Schlageisen, Eßmesser, Knickwandbecher, Holzschale = ca. 50 Euro.
Gesamt: ca. 400 Euros. Klingt viel, aber entspricht etwa: 1 Schwert und 1 Helm (mit viel Glück oder schlechtem Geschmack), 1 Kettenhemd, etc.
Hinzu kommen: Grundausstattung Nähen: 2 Nadeln (10 cent), 1 Stoffschere (10 Euro), Lederwerkzeug (50 Euro), optional Stickgarn (30 Euro für die nächsten 3 Jahre), 2-3 gute Bücher (50-200 Euro)…
Eine Woche Skiurlaub ist teurer…
Indy (Tassilos Rache)

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Eintrag #146 vom 23. Jul. 2003 08:41 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht lustig

Georg, was Du da auflistest, nutzt niemandem wirklich, da es keine mittelalterliche Grundausrüstung ist. Höchstens eine amüsante Kombination schwarzer Kleidungsstücke.
DAS wollte Nele wohl nicht wissen.
… blickdichte Strumpfhose, T-Shirt …
wir reden hier nicht von der Loveparade.
Ulli

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Eintrag #147 vom 23. Jul. 2003 09:21 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ist das denn sooo schwer?

Hey, die Frage war nach unserer allerersten Grundausstattung, mein Lieber.
Und meine von 1980 war halt so.
*kopfschüttel*
Girau

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Eintrag #148 vom 23. Jul. 2003 09:46 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Elchtest

Nele, was soll daß?
Wenn Du fragst: Was kostet es anzufangen, dann lass´ Dir bitte auch die Frage gefallen was Du eigentlich anfangen willst.
Ich gehe auch nicht in ein Lokal und sage: Herr Ober ich habe Hunger, oder?
Sylvia
Projekte zur lebendigen Geschichte
www.folgri.de
PS.
Kommt jemand zu mir und fragt nach Anfangstipps bei uns so ist der erste Grundsatz: Passt jemand und zu uns. Das ist fast das gleiche wie ein “Lerntyp”.
Will jemand bunte Fummel und SPAß, dann empfehle ich das Sparrenburgfest (z.B.). Das hatte ich am letzten WE, ich glaube, 3 x.

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Eintrag #149 vom 23. Jul. 2003 11:16 Uhr Walter Ruf  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Walter Ruf eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Öh...

@Sylvia:
Schön und gut, aber ich kann mich nicht erinnern,
dass Nele um eine endlos Diskussion über Einsteigerg Set, Kitguides, Motivation von Einsteigern und Qualität von Märkten gebeten hat…
Und auch nicht darum, dass die Fraktionen hier ihren Privatkrieg austragen…
@Nele:
Meine aktuelle/immer noch erste Wiki Ausstattung setzt sich so zusammen:
Die Darstellung bezieht sich auf einen Dänen um 900-950AD
- Wickel aus gewalkter Wolle (Wollreste)
- Schuhe im Stil der Haithabu Funde (100EUR)
- Wollhose, braun, (30EUR, gekauft)
- Hose und Tunika/Untertunika aus Leinen (Zusammen ca 40EUR)
- Mütze aus Leder mit Wollfutter (Aus Resten)
- Leder Gürtel (27EUR mit iemenzunge/Schliesse)
- Arbeitsmesser (40EUR),
- Tonbecher (5EUR)
- Saxmesser (40EUR)
- Ledertasche mit Hornknebel (getauscht)
- Feuerstahl mit Zubehör (8EUR, auf der Ronneburg)
- Essdorn (10Eur)
- Schleifstein (5 Eur)
- Klappenrock aus Wolle (70EUR)
- ein Wollgugel (10EUR)
- Rechteckmantel (35 EUR)
- 1 Truhe, gleichzeitig Bank (50EUR)
- Zelt (100 EUR, selbstgenäht, reiner Materialpreis)
Grüssle,
Grimar

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Eintrag #150 vom 23. Jul. 2003 12:36 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Nachtrag

Hallo Walter,
ich beziehe mich auf Beitrag 134.
Sylvia

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Eintrag #151 vom 23. Jul. 2003 16:59 Uhr Walter Ruf  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Walter Ruf eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht 134?

Ich weis zwar nicht, was Giraut mit mit Nele zu tun hat, aber bitte…

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Eintrag #152 vom 23. Jul. 2003 19:40 Uhr Nele (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Nele eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hähh

@Sylvia : kann mich nicht entsinnen, dass mich hier wirklich jemand gefragt hat, was ich machen möchte. im übrigen habe ich das schon im aller ersten eintrag zumindest skizziert. nachzulesen im 1. eintrag - hier mal grob wiedergegeben.
1265/1275, Magd. Was brauche ich NOTWENDIG zur korrekten darstellung. Ohne SchnickSchnack (denn das ist jedem selbst überlassen) sondern was wirklich notwendig ist.
Und in den Auflistungen kann man sich schon in etwa ein Bild machen. Ich jetzt nicht zwangsläufig bei allen da Frau, aber es sehen hier ja sicherlich auch einige andere rein, die es unter Umständen interessiert.
Aber egal was ich geschrieben habe - ich habe sicherlich nicht um ein abermaliges Durchkauen und Streitigkeiten um die dummen Einsteiger gebeten!

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Eintrag #153 vom 24. Jul. 2003 08:49 Uhr Laura (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Laura eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Fragestellung?

Hallo Nele.
Ich weiß nicht recht, warum du dich aufregst? Du hast gefragt, was du “NOTWENDIG zur korrekten Darstellung” brauchst. Du hast zwar offensichtlich mehr wert auf das “notwendig” als auf das “korrekt” gelegt, aber ich finde das schon richtig, dass hier Leute kritisiert werden die unter “korrekt” blickdichte Strumpfhosen etc. verstehen!
Wie du schon sagtest, es kommen vielleicht noch andere Anfänger hier her. Und ich fände es fatal, wenn sich die an einer solchen Auflistung orientieren würden! Ich find das überflüssig die Leute anzugreifen, die wirklich versuchen Anfängern beim Geld sparen zu helfen. Die nämlich, die wert darauf legen, dass es von Anfang an stimmt….
Eine schöne Auflistung was mann/frau so alles brauch, findet sich übrigens auch auf der Seite von der AG-Hochmittelalter (→Linkseite).
Grüße. Laura

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Eintrag #154 vom 24. Jul. 2003 09:46 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kein Anschluß unter dieser Nummer

Hallo Nele,
ich meinte Deinen letzten Eintrag und habe mich wohl mit der Nummer vertan, sorry.
Aber “notwendig zur korrekten Darstellung” heißt einfach alles oder nichts.
Wenn Du wirklich alles korrekt machen willst, sage ich Dir: vergiss´einfach. So nah wie wirklich korrekt wäre kommt man nicht dran.
Und dann ist man schnell bei den notwenig oder nicht.
Dazu gibt es zum einen den Thread “Wie weit geht Ihr..” und zum anderen endlose Diskussionen.
Ich kann Dir sagen was notwendig ist um sich bei der Cohors I Germanorum, der IG lebendiges frühes Mittelalter, beim Freundeskreis Soester Niflungentagung oder bei meinen eigenen Projekten zu bewerben.
Aber das hilft Dir nicht weiter. Ich bin zwar mit meinen Sachen (im Moment eben, das ändert sich manchmal stündlich) zufrieden, aber wenn ich wirklich kritisch bin, kann ich Dir bei jedem einzelnen Stück sagen, was alles nicht korrekt ist. Was dieser Keller voll Kram gekostet hat, willst Du nicht wirklich wissen (ich auch nicht)!
Ich mittlerweile auch andere Leistungen einschätzen, lasse das aber bleiben, denn eine Meiungung kann sich jeder selbst bilden.
Also mein Tip: alle Meinungen lesen, die Personen, die schreiben kennenn und einschätzen lernen. Dann ein eigenes Urteil bilden.
Sylvia
Projekte zur lebendigen Geschichte
www.folgari.de

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Eintrag #155 vom 24. Jul. 2003 11:43 Uhr Walter Ruf  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Walter Ruf eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht An der eigenen Nase zupfen...

@Sylvia:
Lies mal Deinen letzten Satz und dann den letzten von Nele…
In dem von Dir kritisierten beitrag ging es, imho, Nele nur darum, das die Fachdiskussion wieder mal in eine gegenseitige Zerfleischorgie
einiger User ausartete und sich, wie so viele
andere Threads vom Haupthema entfernte wie ein vampir vom Weihwasserbecken…
Neles Frage war, mit welchen Kosten sie rechnen muss für ihre Grundaustattung, ohne Schnickschnack…
Und das ist doch genau das, was ihr männlichen Einsteigern immer eintrichtert, erst die grundausstattung, dann der Schnickschnack (Schwert, Rüstung, etc…)…
Und dann möcht ich wissen, was Endlosdiskussionen über Motivation, Lerntyp und Faulheit der Anfänger hier zu suchen hat?
Wie mir scheint ist lesen nicht gleich verstehen…
Grimar

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Eintrag #156 vom 24. Jul. 2003 12:14 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ...Massenhysterie

Grüß Euch,
…ja, und warum diese Massenhysterie, wenn man ein Einsteigerpaket anbietet…ist schon auffällig…
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff

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Eintrag #157 vom 24. Jul. 2003 14:24 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ursache und Symptome

Hi Hadu,
Massenhysterie ist vielleicht etwas übertrieben.
Wenn man die kritischen ßußerungen resümiert, richten sie sich dagegen, dass ein Einsteiger-Kit nur die Symptome und nicht die Ursachen bekämpft. Und die bloße Bekämpfung von Symptomen hat noch nie ein Problem gelöst. Darum bestehen die Vorbehalte. Sie als Massenhysterie zu bezeichnen, wird der Sache nicht gerecht.
Korrekt gewandete Kleiderständer bringen die Fraktion der ehrlich Bemühten nicht wirklich weiter. Wichtiger ist es, Interessierte von einer “A”-orientierten Einstellung zu überzeugen.
Und da haben die Postings von Joachim, Dietrich, Wolf oder Ivo jedenfalls bei mir mehr bewirkt, als es ein Kit je gekonnt hätte.
Aber vielleicht ist das ja wirklich eine Frage des Lerntyps …
Grüße von der Spree
Ulli

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Eintrag #158 vom 24. Jul. 2003 17:00 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hört doch endlichh mal....

…mit diesem Lerntypenquatsch auf!
Das hat doch nur damit zu tun wie jemand am besten Informationen aufnimmt, passt also absolut nicht in dieses Thema! Oder erkläre mir bitte jemand was es damit zu tun hat wie ein Lerntyp unterschiedliche kosten für Mittelalterliches Einsteigeroutfit verursacht!!!
Meinetwegen können wir einen Thread aufmachen zum Thema: “Unterweisen und einführen von Neulingen in das Mittelaltereenacment unter berücksichtigung der verschiedenen Lerntypen!”
Noch ein Hinweis von mir:
“ Insgesamt muss berücksichtigt werden, dass die Lerntypen unabhängig vom Lernstoff und vom Intelligenzniveau sind und dass in der Realität nur Mischformen und damit eine große Vielzahl von Verknüpfungen der grundlegenden Lerntypen existieren.”
Die Lerntypen: Der auditive Lerntyp /der visuelle Lerntyp/ Leser (Dieser Lerntyp ist auch visuell geprägt, muss aber den ganzen Text zur Verfügung haben)/haptische Lerntyp /individuell reproduzierende Lerntyp/kontaktorientierte lerntyp/mediumorientierte Lerntyp/verbal abstrakte Lerntyp/sinnanstrebende oder einsichtsanstrebende lerntyp
Können wir jetzt zum Thema zurück oder das in einem anderen thread fortsetzen?
Viele Grüße Heiko

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Eintrag #159 vom 25. Jul. 2003 00:14 Uhr Manuela Münzner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Manuela Münzner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wo sind denn die Mägde???

Ist hier denn nicht jemand der eine Magd darstellt oder jemanden kennt der eine Magd darstellt? Diejenige könnte Nele doch am ehesten weiterhelfen.
Gruß Erin

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Eintrag #160 vom 25. Jul. 2003 12:17 Uhr Steffen Zimmermann  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Steffen Zimmermann eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Es geht auch anders................

Also wenn ich diesen Threat lese, dann stellt sich die Frage, was will die “Szene” eigentlich mit Neulingen, die nach den Kosten und dem Geld fragen. Denn offensichtlich nerven diese lernresistenten, armen und nichtakademischen Individuen nur.
Hier möchte ich nur anmerken, “Das Lamm vergißt schnell wie es als Lämmchen war”.
Was wir alle etwas vergessen, ist die Tatsache, daß Neulinge nicht den Quellenbezug und auch nicht die Möglichkeiten der Recherche haben wie wir heute und jetzt.
Es darf nicht der Trugschluß gemacht werden, jedem zu unterstellen, er soll sich akademisch mit dem Thema Mittelalter auseinandersetzen. Das sollte weder gewollt noch umgesetzt werden.
Ich halte eine Kitguide nicht für das schlechteste. Aber es muß immer bedacht werden wo macht er Sinn und wo nicht. Sich hier herzustellen und eine Komplettlösung anzubieten halte ich für falsch. Die andere Variante, schau Dir Bücher an und entscheide Dich, welche Zeit, welche Darstellung etc. ist ebenso falsch.
Die Musterlösung stelle ich mir so vor, wir haben am um in ein Event. Wir laden Dich herzlich ein daran teilzunehmen. Klamotten schnorren wir aus unseren alten Sachen zusammen. Dann kannst Du sehen ob es Dir gefällt.
Damit kann auch vermieden werden, daß ein Neuling gewaltig draufzahlt.
Um es an einem Beispiel zu verdeutlichen :
Wenn einer schießen will, wird er auch nicht Wochenlang eine Hantel in die Hand nehmen und seinen Schußarm trainieren. Auch beim Fechten wird keiner ankommen und sagen, ich will Schwertkampf lernen und jetzt trainiere ich zuerst 6 Monate Kraft und Ausdauer. Ja sicher es wäre angebracht, aber so läuft die Welt nicht und wir haben es auch nicht getan.
Was den Ansatz der Lerntypen betrifft, kann ich nur sagen Aua. Oder höre ich das Standesdünkel. Damit hat man leider als Reenactor auch zu kämpfen. Originalaussage eines Museumleiters: “ Tut mir leid, ein Ingenieur kann mit Sicherheit keine Dokumentation anfertigen, geschweige denn akademisch arbeiten!” Dazu kann ich nur sagen, danke.
Folgendes habe ich hier im Threat gelesen:
Authentik ist wichtig, jedoch muß man Abstriche machen wenn man z.B. Kleinkinder dabei hat (Pampers und so). Man muß keine Abstriche machen, es gehen auch Leinenwindeln. Richtig gewickelt funtioniert das. Ich persönlich mache es auch nicht. Das liegt aber nicht daran, daß es nicht geht, sondern daran, daß ich es nicht will, bzw. zu faul bin Windeln zu waschen.
Ich würde die Authentik hier aber wirklich nicht bevorzugen, da Säuglinge als Puppen eingewickelt wurden. Das ist auf diversen Abbildungen leich zu sehen. Hier zählt für mich, es ist mein Hobby, nicht das meines Kindes. (Der übrigends A-Schubkarren heiß und innig liebt, wie ein Schwede und andere aus leidvoller Erfahrung bestätigen können).
Es ist aber an dieser Stelle wichtig, vernünftig zu argumentieren. Also einem Neuling/Anfänger einzubleuen, daß sich Kompromisse meistens nicht lohnen. Zumindest nicht bei der Ausrüstung. Da diese bei einer ernsthaften Beschäftigung mit dem Hobby später mehr Geld kosten.
Auch ist der Ansatz falsch, alles Mögliche über seine Zeit wissen. Jeder sollte sich das Ziel setzen, das notwendige Wissen inkl. der Fertigkeiten für seine Darstellung zu haben. D.h. ein Hauptmann ohne taktische Kenntnisse, ein Schuster der sich mit dem Faden erwürgt oder ein Mathematiker, der keinen Sinus und Cosinus von Hand bilden kann sind eben falsch am Platze.
Aber zurück zum eigentlichem Thema, die Frage des Geldes kenn leider nicht so einfach beantwortet werden.
Es wurde in diesem Threat eigentlich alles gesagt. Also einfach gesprochen, wenn Du viel selbst machen kannst wird es günstig. Wenn nein, wird es wahrscheinlich teuer.
Der beste Lösungsansatz ist mit einer guten Gruppe zu einer VA zu fahren. Wenn wirklich interesse an Neumitgliedern besteht wird man Euch mit Sicherheit gerne aus dem Fundus bedienen. Vielleicht nicht mit Klamotten die Up to date sind, aber mit Sicherheit mir Kleidung, die sehr gut ins Bild passt.
Wenn man für eine einfache Klamotte im SMA 300-400 Euro anpeilt ist man mit Sicherheit gut dabei. Hier ist dann aber alles drin, inkl. gekaufter guter Schuhe. Meine jetztige Grundauststattung, bestehend aus 2 Hosen, 1 Paar Schuhe, Hemd, Weste (Wams ohne ßrmel), Wams, Jacke, Kopfbedeckung, Bruche, Gürtel, Tasche etc. kommt auf über 1000 Teuro. Aber es ist nichts selbst gemachtes dabei.
Die Ausstattung für ein Frau würde ich mit grob 500 Teuro veranschlagen, wenn Du wirklich nichts selbst macht und alles kaufst.
Im vergleich mit anderen Hobbys, liegt das ganze immer noch im mittleren Bereich.
Als Fazit bleibt, eine gute Gruppe gibt Euch Ratschläge, Adressen und Tipps. Vor allem, was wichtiger ist, man kann sich bei den ersten VA-s etwas ausleihen.
Servus Steffen

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Eintrag #161 vom 13. Okt. 2003 10:13 Uhr Stephen Pajer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stephen Pajer eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht billig

Auch hier gilt wieder einmal: Je authentischer die Fertigungsweise, desto billiger das Produkt. Wenn wer wirklich ernst nimmt, brauch er nur viel Zeit. Stoff ist teuer? wie mans nimmt. Holz kostet fast nix (wenn mans nicht gehobelt und geputzt kauft), Schafbesitzer werfen die Wolle weg, weshalb sie nix bis gar nix kostet. Also: Wolle spinnen, Webstuhl bauen, weben, nähen, fertig ist die Gewandung. und noch dazu mehr “a” als alles andere was da so rumläuft auf Deutschlands Märkten. Zeit und Interesse brauchts halt. Manche Dinge kann ich nicht herstellen? na Gut, aber die Dinge die ich herstellen kann, kann ich eintauschen. kostet halt wieder Zeit und Mühe. aber kein Geld. Wenn sich in einer MA-Gruppe die Leute sprzialisieren würden und Dinge herstellen, anstatt daß eine Gruppe aus 5 Rittern, 3 Söldnern und den dazugehörigen 2 Edelfrauen und 4 Mägden besteht, wäre das auch mal ein Zugang, der den Handel und das Handwerk des Mittelalters wiederspiegelt. Aber die Jungs müssen ja immer Krieg spielen, und das erste Schwert is halt wichtiger als das erste Paar Schuhe. Wichtig ist, daß man nicht beginnt in Provisorien zu denken, d.H. “Die Stiefel sind eh net A, also tuns bis ich echte hab die Sporingerstiefel mit Fell umwickelt auch”
und Einsteiger brauchen keinen “Einsteigerkit” mit Leder und >Stoff, sie brauchen Informationen und die Möglichkeit, selber zu recherchieren, oder aber auch nur aufgeschlossene Beratung, wo was zu finden ist, bzw, welchen Fehler man nicht machen sollte. Einsteiger brauchen keine Bauanleitung (Sekundärquelle) sondern einen Wegweiser zu den Primärquellen, den sie dann selber interpretieren können. Das endet dann nicht im Tunikaschnitt-Einheitsbrei, sondern in konstruktiver Beschäftigung mit der Thematik.
Außerdem sollte jeder “alte Hase”, der Anfängern den Einstieg leichter machen will, einen 2ten Satz Gewandung und Ausrüstung zum herborgen haben. Und ich weiß, daß jeder, der schon länger mit dem Hobby beschäftigt ist, einen riesigen Fundus an Zeug hat, ausreichend um 2-3 Interessierte auf ein Fest uder eine Veranstaltung ´mitzunehmen, ohne daß diese schief angeschaut werden.
Was mir hier wieder mal auffällt, ist die Tendenz, zu verallgemeinern und “Holzhammer-Normlösungen” zu finden. Welchen Sinn hätte ein Einsteigerset? Wollt ihr wirklich alle möglichen Schnitte vom Frühmi bis Spämi in das Ding packen? Wolle und Leinenstoff genug um den Variantenreichtum von 1000 Jahren abzudecken? Oder wollt ihr den “Neuen” vorschreiben, daß sie jetzt Homi machen müssen, weil das halt der Einsteigerkit ist, und aus. Individuelle Lösungen sind hier gefragt, keine Allgemeinplätze. Dieses Forum hier ist ein guter Ansatz, weil man die Leute direkt anschreiben kann, die sich mit einer Zeit befassen, und durch sie sämtliche Infos kriegen kann, die man braucht, incl wegweiser zur Primärquelle. Das sollte interessierten Einsteigern genügen. Wer da noch eine Schultüte braucht…..
nix für ungut,
Stephen
Wilhem der Widerling - www.11chor.at

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Eintrag #162 vom 13. Okt. 2003 11:14 Uhr Andreas Sturm   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Die Mähr vom Selbermachen, Teil II

“Also: Wolle spinnen, Webstuhl bauen, weben, nähen, fertig ist die Gewandung. und noch dazu mehr ”a“ als alles andere was da so rumläuft auf Deutschlands Märkten.”
Und das in Bezug auf Einsteiger - ich lach mich krank Stephan, du hast offensichtlich keine Ahnung, was du da eben postulierst…
Anscheinend geht im TV allmählich jeder Bezug zur Realität verloren.

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Eintrag #163 vom 13. Okt. 2003 11:19 Uhr Manu (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Manu eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Weben....

Naja, Stephen, ich weiss nicht….
Wolle besorgen, vorbereiten, spinnen und weben?
Wenn man sich mal handgewebte Stoffe so anschaut, dann will ich mal sehen wie lange ein Anfänger braucht um so ein Stück hinzubekommen. Sorry, aber wie lange soll der Einsteiger warten bis er einsteigen kann?
Ich würde mir nicht zutrauen so ein Stück Stoff von Hand zu weben und zwar so dass es auch wirklich tragbar ist.
Gruß
Manu
(die in Handarbeit nicht unbegabt ist)

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Eintrag #164 vom 13. Okt. 2003 11:59 Uhr Claudia Schröder  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia Schröder eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hallo Stephen

nix für ungut, aber das “Selber-Weben” passt besser unter den Punkt: “Wie vergraule ich mir den Nachwuchs am Schnellsten?”
Das mit den Primärquellen ist ein guter Ansatz, der leider zu selten benutzt wird. Da hast du Recht.Es ist in diversen Threads schon darüber geredet worden, was davon zu halten ist, wenn man jemanden fragt “der sich damit auskennt”…
Anna von Veen auf dem Berge www.mysterium-scribendi.de

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Eintrag #165 vom 13. Okt. 2003 12:53 Uhr Angelina Von Borcke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Angelina Von Borcke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Aua.....

Schon mal selber gesponnen und gewoben? Ich vermute mal nicht….
Also - man nehme, für eine mittelgroße Tunika, mindestens 3-4 GUTE Wollvlies - da fängt’s in Deutschland schon an…. nehmen wir mal lieber etwas mehr….
Jedes Wollvlies sortieren, waschen, trocknen, kämmen - die ersten 2 Wochen sind schon rum. Gutes Wetter vorausgesetzt.
Wolle kardieren - hatte jemand von einer Kardiermaschine besprochen? ßhm - dann also mit Wollkämmen. 1kg Wolle kardieren? Wenn man gut ranklotzt schafft man 100g am Tag. Wenn wir natürlich noch nebenher bißl tagsüber was arbeiten müssen…. Bis die Wolle gekämmt ist, setzte ich nochmal gut 2 Wochen an - mindestens.
Dann geht’s an’s Spinnen. Haben wir ein Spinnrad? Wenn ja, schafft man 1 kg in ca. 20 Stunden. Mit der Fallspindel? 3x solange? Also jeden Abend 2 Stunden, das dann nach ca. einem Monat könnten wir es geschafft haben.
Waschen, trocknen - evtl. noch färben… gleich noch ne Woche weg. Kaufen wir die Färbedrogen oder sammeln wir sie selber?
Webstuhl bauen - oder bauen lassen, wenn man was zum tauschen hat und einen Holzhandwerker kennt (dessen Arbeit man ja wiederum mit eigener Arbeit “erkaufen” muß). Evtl. noch Eisenteile schmieden lassen - der Schmied wird ebenfalls mit eigener Arbeit bezahlt.
Dann aufketten - wenn man weiß, wie’s geht, schafft man das in 2-3 Tagen. Die Kette schären geht schnell, aber wir müssen ja noch Litzen knoten und einfädeln. Und aufbaumen.
Endlich - wir können loslegen mit dem Weben. Wieviel schaffen wir an einem Abend? 10cm ?
Alles in allem…. nicht umsonst wird ein handgewobener eisenzeitlicher Mantel, mit ca. 1,80 x 2,50m Stoff, auf 2000 Stunden Arbeit geschätzt - und ich vermute nicht mal, daß das reicht.
2000 Stunden, jeden Abend 2 Stunden - nicht mal ganz drei Jahre später….
Das nähen geht übringes flott - von Hand in 8-10 Stunden zu schaffen.
Sodele - nun stehen wir da in unserer kurzen Tunika… es fehlt noch Hose/Beinlinge. die Schuhe wollen wir eintauschen - was müssen wir dafür herstellen? Brauchen wir Borten? Evtl. noch Fibeln/Schmuck? Und komm bloß nicht auf die verwegene Idee, Ritter werden zu wollen. Soviel kann man gar nicht spinnen/weben, wie man tauschen muß….
Ich hab mir bereits einen Webstuhl und Webgewichte ertauscht, ich verarbeite meine Wolle ab Schaf, spinne, färbe und webe selber - ich weiß, welche Arbeit hinter soetwas steckt. Verlange das nicht von einem Einsteiger!
Angy.

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Eintrag #166 vom 13. Okt. 2003 13:14 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht locker bleiben

Hallo Stephan,
im Prinzip hast Du recht - ABER…
Ich denke, daß ich weder handwerklich, noch von der Kenne her, wirklich schlechte Leistungen bringe. Aber eine Diskussion mit einem (definierten, um dieser Diskussion vorzubeugen) Fachmann, wirft einen, wenn man ehrlich zu sich selbst ist, schnell wieder in den großen Topf der Anfänger. (Ich hatte dieses “Vergnügen” in der letzten Woche…. ;-)))
Was ich nicht mag, ist über den Kopf von Leuten hinweg zu diskutieren. Wer hat denn wirklich einen Anfänger/in in der Gruppe oder im Verein? Ich meine jetzt keine Leute, die einfach nur das Level (wie beim Tetris oder so) wechseln, sondern Leute die einfach anfangen. (Zur Erklärung: Wenn jemand von Marktgeschehen in die lebendige Geschichte wecheln will, kann er zwar seine Klamotte teilweise ins Ebay setzen, ist aber nur eine Grenzfallanfänger)
In den Gruppen in den ich aktiv bin hatten wir das Glück in diesem Sommer einige Anfänger zu begeistern. Was da an Ideen kam war interessant. Das erste war meißt die Frage nach dem selbstweben oder wo denn handgewebte Stoffe zu beziehen sind. Gefolgt von: wenn es gekaufte Stoffe sind, dann doch wenigstens färben oder? Das mit der handnähen war gar keine Frage.
Da frage ich mich wo ich eigentlich bin. Und vor allem was wohin herbei geredet wird.
Vorausgeschickt: Ab dem 11. Jahrh. kann ich leider nur mit zufälligen (nicht recherchiertem Wissen) dienen. Es springt mich nur dann und wann etwas an.
Ich denke, Anfänger oder nicht, bestimmte Zeitstellungen lassen sich nur mit großem Aufwand (für meinen Geschmack) glaubhaft einkleiden, fange ich damit an - Naja, dann liegen viele saure und teure ßpfel auf dem Weg dahin.
Aber es stellt sich, auch für mich, immer die Frage womit ich den anfangen will.
Um jetzt nicht wieder etwas loszutreten: Nicht die Frage: wo will ich mitmachen?, sondern die Frage: was will ich machen?
Und dabei sollten die eigenen Preferenzen und das was Museen zeigen der Leitfaden sein. Nicht ein was reicht aus und was sollte ich lassen?
Wenn es einen ankotzt (wörtlichst) daumendickes Gefummel auf kunsthandwerker-Spindel als keltische Wollkunst (nicht verwechseln mit Krildischer Wollkunst) präsentliert zu bekommen, dann sollte einen kein Gerede der Welt (und auch kein Kit-Guide) dazubringen das es nicht besser geht, daß es alle in der Scene so machen und das das so ausreicht um zu Museumsfesten zu fahren.
ßnliches gilt für umgesäumte Flatterhemdchen, baumwollwidderhorn Borten und etliches mehr.
Sylvia
Projekte zur lebendigen Geschichte
www.folgari.de
PS: Auch auf die Gefahr hin mich noch unbeliebter zu machen, als ich bisher bin: Das sind Punkte die ich völlig vertrete, aber auch von Besuchern und echten Anfängern gehört habe.

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Eintrag #167 vom 13. Okt. 2003 13:16 Uhr Sylvia Crumbach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sylvia Crumbach eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht da hat sich überschnitten...

Hallo Angy,
Prima!
Sylvia

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Eintrag #168 vom 13. Okt. 2003 13:46 Uhr Angelina Von Borcke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Angelina Von Borcke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht *grins*

Bist Du mit meinen Zeiteinschätzungen konform? ;)
Angy.

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