Ach ja, Papst Honorius IV., geboren 12100, Papst 1285-1287 war so hinfällig, daß seine Hand mit einer mechanischen Vorrichtung angehoben werden mußte, wenn er den Segen erteilte … wär was für die die Rubrik “Wußten Sie schon” … der hätts jedenfalls nicht nach Jerusalem geschafft. Schöne Grüße,
Hiho zusammen, nur eine kleine Korrektur: Barbarossa war mitnichten 78, als er starb. Je nachdem, ob man seine Geburt auf 1122 oder (was heute wahrscheinlicher erscheint) etwa 1125 ansetzt, war er Mitte bis höchstens Ende 60. Trotzdem hätt das mit dem Kaltbad nicht sein müssen. Schöne Grüße,
Seavus, beinand` Das mit dem Alter eines Papstes seh ich ein, doch Friedrich I. Barbarossa kam mit einem Alter von 78 während eines Kreuzzugs ums Leben. Wenn ein Kaiser im hohen Alter noch in den Krieg zieht, hätte man das auch von einem Papst erwarten können. Zum Thema Gegenpapst: es gab in der Geschichte innerhalb und außerhalb der Kreuzzüge immer wieder auch Gegenkönige und selbst wenn es dann einer geschafft hat, sich zum Kaiser salben zu lassen, hieß das noch lange nicht, das dieses ein jeder akzeptierte und im Reich Frieden herrschte. Man kann, meiner Meinung nach, die gesamte christliche Kirche von damals mit dem weltlichen Reich vergleichen. Auch der Kaiser hatte mehr als genug Lakaien und Speichellecker, daß er es gar nicht nötig gehabt hätte, selbst zum Kreuzzug aufzubrechen. Hoffend auf weitere rege Meinungen
Moin, kommt mir so spontan in den Sinn: Wie alt (bzw. in welcher Konstituion) waren denn die Päpste im MA, wenn sie ihr Amt antraten? Wenn sie nur annähernd unserem jetzigem Exemplar gleichten, kann es mit der ´Reisefähigkeit´ ja nicht so weit her gewesen sein… denkt sich ganz unbefangen Ger
Gute Frage. Sehr gute Frage. Da gab es mal einen (welcher?), der wirklich los wollte, war, glaube ich ein späterer Kreuzzug. Im Prinzip war es damals für jeden Herrscher - so stelle ich den Papst jetzt einfach mal hin - äußerst gefährlich seine Heimat zu verlassen. Denken wir an Richard. Dann gab es ja fast immer nen Gegenpapst, die Reisen dauert viel länger als heute, das angenehme Leben in Rom, usw, usw.. Alles noch komplizierter und langwieriger als jeder heutige Staatsbesuch. Aber Dein Denkanstoß hat auch was. Muß gleich mal Paule anrufen. Joachim von Rudow
Hallo Leute, beim lesen der TZ stach mir der Artikel “Papst reist nach Jerusalem” ins Auge. Damit wäre Johannes Paul, neben Paul VI,erst der zweite Kirchenherr, der das Heilige Land gesehen hätte. Warum schickten die Päpste in der Kreuzzugszeit nur die Kaiser, Könige, Ritter, … in den Kreuzzug und blieben selbst am heimischen Herd? Mir ist die Meinung bekannt, daß man damit ver- sucht hat, die Fehden und Unruhen im eigenen Land in gewisse Bahnen zu lenken. Aber der Kaiser hat ja auch das Kreuz genommen, warum keiner der Päpste? Wollte die Kirche damit beweisen, daß sie doch über dem Kaisertum steht? Ich bitte um Denkanstöße und Meinungen.Besten Dank im vorraus