Arno Borsts “Lebensformen des Mittelalters” lese ich gerade und kann es ebenfalls empfehlen.
Schön ist die Unterteilung in kurze Abschnitte, wobei aber immer wieder Bezüge zwischen den Abschnitten aufgebaut werden.
Das eignet sich gut zur abendlichen kurzen Bettlektüre, oder für’s stille ßrtchen :) (im Ernst, dort habe ich echte Muße *G*)
In dem Buch werden ausschnitte aus übersetzter Primärliteratur wiedergegeben und anschliessend nach verschiedenen Gesichtspunkten analysiert, aber auch interpretiert.
Das ermöglicht mir als Leser einerseits, mir ein eigenes Bild zu schaffen, andererseits aber auch eine Anlehnung an die Interpretation des Autors.
Das Buch an sich ist in verschiedene Bereiche des mittelalterlichen Lebens aufgeteilt, leider fehlt mir aber ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis der einzelnen Bereiche. Dies wird aber zum Teil in der Quellenangabe ausgeglichen, da dort erkenntlich ist, auf welcher Seite, welcher Bereich beschreiben wird.
Markus, das mögen interessante und spannende Romane sein aber zumindest bei “der kreuzritter” (welches ich ebenfalls gelesen habe)möchte ich vor warnen dies als Belegmaterial zu nehmen!
Ein Klassiker den ich aus verschiedenen Gründen für sehr Authentisch halte “der Kreuzritter”
das Tagebuch von Roger von Lunel über den ersten Kreuzzug und mein neuer Favorit “die glühende Krone der Staufer”. Kann man sich über verschiedene Details streiten ist aber eine gute und vor allen Dingen gut lesbare und nicht ermüdende ßbersicht die versucht historischen Roman und Fachbuch zu verbinden.
Bitte gebt doch noch weitere Literaturtips ab mit Zeitraumangaben, soweit möglich, und Bewertung zur Lesbarkeit und Authentik bei Romanen. Hinweise und Tipps über Fachbücher sind auch gefragt Z. B. Lesbar und Interessant oder langweiliges und uninteressantes Fachchinesisch wobei natürlich die Beurteilung rein subjektiv ist.
Hierzu ist zu sagen, dass der Mann diverser solcher Bücher geschrieben hat. Um 1900… Und das merkt man denen an…
Das sind einfach nur (schicke) Neuauflagen von überholter Fachliteratur, bei Weltbild & Co. ständig in der Verramschecke zu finden. Auch wenn man in ihnen das eine oder Detail durchaus entdecken kann, bringt ein unreflektiertes Lesen einen im Hobby eher einen Schritt zurück. Eher was für Liebhaber alter Bücher.
hätte auch noch eines: “The medieval tailor’s assistant common garments 1200 - 1500” von Sarah Thursfield. Materialkunde, Farbkunde, Materialverarbeitung, Schnitte, Schnitte erstellen, Zubehoer wie Knöpfe und Taschen, eine Zeittabelle, Frisuren und Kopfbedeckungen durch die Jahrhunderte sind ausführlich und genau beschrieben und auch für Leute, die in englisch nicht so perfekt sind, leicht verständlich beschrieben. Wer da noch ein Wörterbuch daneben liegen hat, weil man einzelne Wörter nicht versteht, kommt gut durch. Ansonsten helfen die zahlreichen Zeichnungen sehr gut weiter. Aber es ist schwer, günstig an das Buch zu kommen, da es auch USA geliefert wird. Empfehlenswert für alle, die die ßbergangszeit von Homi ins Spämi und das Spämi darstellen.
Das Mittelalter, die Welt der Bauern, Bürger, Ritter und Mönche; Hrsg Dieter Hägermann,
Hägermann ist selbst Historiker an der Uni Bremen und hat bedeutende Kollegen wie Friedrich Prinz, Ferdinand Seibt und Werner Rösener (der “Bauernprof”) für diese Arbeit gefunden.
Zum Inhalt: Politische Strukturen 800-1520, Leben der Bauern, der Bürger, in der Kirche, des Adels, technischer Fortschritt und Wandel, Landwirtschaft, die Entwicklung der Städte, der Kirche und der Kultur allgemein.
Die Texte sind gut verständlich und sogar recht selbstkritisch. Die Autoren wissen, dass sie in der Kürze (350 Seiten)nicht alles erklären können und stellen allgemeine Strukturen gut dar. Sehr gut gefällt mir der Artikel über das Leben der Bauern (weitestgehend auf den westfälischen Raum bezogen). Interessant sind die vielen Bilder und Miniaturen, die recht viel über den Alltag aussagen.
Fazit: Keine “Reenactorbibel”, aber ein guter Einstieg oder Gesamtüberblick, der zu weiterer, tieferer Arbeit einläd.
“Der Mensch im Mittelalter” und “Lebensformen im Mittelalter” habe ich beide gelesen, bzw. besitze sie und kann sie ohne weiteres empfehlen. Borst und LeGoff sind beides anerkannte Mediävisten. In die Chronik der Kreuzzüge habe ich afaik reingesehen und sie als nicht allzu prickelnd empfunden.
Die anderen Bände sagen mir ad hoc erstmal nichts.
Abseits der von Dir genannten Bücher kann man diesen Thread vielleicht dazu benutzen allgemein mal nach der Meinung zu verschiedenen Bücher nachzufragen. Ich halte das für eine gute Idee …
hab ich zuhause und habs mal gelesen. Sehr viele Informationen in Form von Erzählungen aus Sicht eines Kaufmanns. Kostet 9,90 Euro, die gut angelegt sind ;)