Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Kinderspiele im Mittelalter / heute im Verein

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Eintrag #1 vom 03. Feb. 2000 21:16 Uhr Thomas Arnold  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Arnold eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, nachdem sich einiges wieder gelegt hat, möchte ich nun mal mein wissen bereichern. Nun habe ich schon viele Bücher gelesen, viel gefragt usw. aber immer noch Unklar ist, was man mit Kindern, ich sage mal Autentisches, mit Kindern Spielen kann, Herstellen kann usw. Also ich habe selber 2 Kinder und kann mich mit Ihnen in der heutigen Zeit durchaus beschäftigen. Währe ja auch eine schande, wenn dieses nicht so währe. Was mich aber nun Interesiert, was haben die Kinder im MA alles getrieben??? Welche Spiele gabe es? und wie kann man Kinder in einen Verein voll mit einbeziehen? Fragen über Fragen …… Warum fragen kinder eigentlich so viel :))) Ich habe mir auch schon vorgestellt, das man den Kindern auf spielerische weise das MA begreiflich macht. So ne Art Thorieunterricht. Weis vieleicht jemand da auch ganz gute lektüre? (vorstellung. das ist früMA. Da ist ein Wickinger Helm. Das ist HochMA da ist der Topfhelm usw.) Diesbezüglich werde ich aber eher den Trade mit Literaturnachweis im Auge behalten. Schließlich will man den kleinen ja nicht einen schmarn erzählen.

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Eintrag #2 vom 04. Feb. 2000 08:35 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Belegt sind meines Wissens geschnitztes Holzspielzeug. Aber ich vermute mal, daß man mit den Kinder das selbe spielen kann, wie man es heute auch tut. (Nein, nicht Playstation) Damit meine ich Spiele wie Fangen, Verstecken und Ballspiele (Stoff- /Lederkugeln) Wie gesagt, eine Verutung. Allerdings kommt ein Problem auf dich zu: Je nach Stand wurden Kinder schon früh zu Arbeitskräften, oder ausgebildet. Dann ist mit spielen nichts mehr. Dies nur als Einwurf, weil du schreibst ´so a. wie möglich´.
Ivain

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Eintrag #3 vom 04. Feb. 2000 08:55 Uhr Andreas Sturm   Nachricht

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Moin! Im Kunsthistorischen Museum Wien hängt das Bild “Kinderspiele” von Pieter Bruegel d.ß., gemalt um 1560. Dort sind insgesamt 75 verschiedene Spiele dargestellt. Viele davon sind aber nicht unbedingt spezielle Kinderspiele, sondern ahmen die Welt der Erwachsenen nach. Denn wie Alexander bereits angemerkt hat, ist die "Kindheit eine Erfindung der Moderne und Kinder wurden damals noch als kleinwüchsige Erwachsene betrachtet. Eine kleine Auswahl der Spiele aus dem Bild: - Puppen aus Tuchresten - Kinderkirche mit improvisierten Altar (heute wohl nicht mehr zu empfehlen) - Kreisel - Reifenschlagen - Blinde Kuh - Schwimmen - Münzenwerfen usw. Wer nach weiteren Ideen sucht, wie man Kinder spielerisch mit dem Mittelalter in Kontaktbringen kann, dem sei folgendes Buch empfohlen: Hoffmann-Pieper, Kristina, Hans Jürgen Pieper und Berhard Schön. Das große Spectaculum: Kinder spielen Mittelalter. Münster: ßkotopia, 1986. ISBN 3925169784. Ein wenig Vorischt ist geboten, soweit es Vorlesetexte angeht, da die nicht unbedingt den neuesten Forschungsstand wiedergeben und manchmal etwas klischeehaft wirken, ansonsten ist das Buch aber ein reicher Fundus an pädagogisch sinnvollen Kinderspielen und Bastelanleitungen rund ums Mittelalter. Andreas

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Eintrag #4 vom 04. Feb. 2000 09:04 Uhr Arndt Nellen  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arndt Nellen eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Thomas, mir ist da ein durchaus lesenwertes Buch bekannt: Spiele und Unterhaltung im alten Europa von Walter Endrei Verlag W. Dausien, Hanau, ISBN 3-7684-1739-5 Kostet nicht viel und ist m. E. sehr informativ! Dort werden u. a. auch Kinderspiele beschrieben! Alles Gute
Ob der nahenden Saison frohe Grüße Arndt

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Eintrag #5 vom 04. Feb. 2000 10:38 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Achso, ja. Warum muß man mit Kindern unbedingt spielen ? Laßt sie doch mitarbeiten. In gewissen Rahmen natürlich. Die Kleine Tochter zweier Vereinsmitglieder hat mit Begeisterung Teig geknetet (OK, nur ein Klümpchen und das wurde glaube ich auch nicht verwendet, aber immerhin), die Jungs kann man zum Teil auch mit Holzsammeln (Anfeuerholz) beschäftigen usw. Vergesst nämlich eins nicht: Für die Kinder ist die Veranstaltung selbst schon das Spiel. Gebt ihnen darin eine gerechte Rolle und laßt sie tun.
Ivain

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Eintrag #6 vom 04. Feb. 2000 14:33 Uhr Christiane (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Christiane eine Nachricht zu schreiben.

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Jau, die genannten Ideen sind super. Als Zusatz: Was ich immer gut finde, sind Knappenspiele für die Buben. Da werden spielerisch ihre Sinne geschärft wie den Gleichgewichtssinn: Man nehme einen Balken und 2 mit Stroh gefüllte Säcke, gebe 2 Jungens jeweils einen Sack. Auf dem Balken balancierend müssen sie nun den anderen mit dem Strohsack vom Balken schlagen… Auch körperliche Arbeiten sind m.E. im gewissen Maße tragbar. Laß sie nach einem Kampf das Schwert polieren, Feuerholz besorgen, das Schwert/Schild tragen, vielleicht sogar mal selbst ein Holzschwert/Spielzeug schnitzen (für ältere Kinder/Jugendliche wegen der Verletzungsgefahr) Boten für Nachrichten sein, die Torwache unterstützen (man muß von den Großen lernen) etc. Für Mädchen sind die allgemeinen “Haushaltspflichten” nicht so toll (aufräumen, kochen, waschen). Was man machen kann ist: aus Gras, Stroh und Blumen Dekorationen für den Tisch basteln. Vielleicht sogar für ein Wochenende Ton besorgen und mal eine Schüssel/Schale selbst herstellen, irgend etwas handwerkliches beibringen (Brettchenweben, Sticken). Was man aber noch beachten muß: Wie alt ist das Kind. Wie ist das Kind (hyperaktiv, ruhig, etc.). Wie Alexander schon sagte: Schau einfach, was an Arbeit anliegt und binde das Kind spielerisch mit ein. Hose/Kleid gerissen? Kann das Kind vielleicht auch selbst Nähen(zumindest versuchen). Ach, mir fällt soo viel ein.
Christiane aka Julchen.

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Eintrag #7 vom 04. Feb. 2000 15:04 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Christiane: Also damit bin ich nun überhaupt nicht einverstanden ! Das Spiel mit dem Balken ist kein Kinderspiel. Das ist nämlich mein Lieblinsspiel. ;-) WER LACHT DA ?
Ivain

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Eintrag #8 vom 04. Feb. 2000 15:51 Uhr Christiane (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Christiane eine Nachricht zu schreiben.

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Ok ok, auch für große Kinder geeignet ;-) *grins*
Christiane aka Julchen.

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Eintrag #9 vom 04. Feb. 2000 19:11 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

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Ein weiteres “Knappenspiel” wird mit zwei Holzstäben gespielt, an derem Ende ein Stück dünnes Seil mit einem Stoffball angebunden ist (so wie sich der Normalsterbliche einen “Morgenstern” vorstellt). Den (zwei) Kindern (oder Kindsköpfen) werden die Augen verbunden und am Hand- und Fußgelenk je ein Schellenband befestigt. Nun soll versucht werden, den Mitspieler mittels Gehör zu orten und mit dem Stoffball zu treffen. Schult ebenfalls die Sinne und Körperkoordination, ist aufgrund des militärischen Charakters aber pädagogisch zu hinterfragen. (Aber die Kids stehen drauf :-))
Pax, Timm

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Eintrag #10 vom 04. Feb. 2000 19:45 Uhr Günther Heidelbeer   Nachricht

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Und wenn die Kinder doch zu sehr quengeln, kann man auch Holz- oder Eisenkugeln nehmen. Die Sauerrei hinterher muss man dann aber alleine wegmachen. Tschüss der extraVagant

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Eintrag #11 vom 04. Feb. 2000 20:27 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Leute Denen, die ihn noch nicht kennen, möchte ich folgenden Link ans Herz legen: /tempus-vivit/bibliothek/geschichte/spielzeug/index.htm Was das Tempus-Vivit so alles zu bieten hat….
Hilmar Becker

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Eintrag #12 vom 04. Feb. 2000 21:11 Uhr Thomas Arnold  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Arnold eine Nachricht zu schreiben.

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Danke Hilmar und allen anderen, werd das mal zusammenfassen fas hier gesammelt wird, und auf jeden Fall weiter recherchieren (schreibt man das so? :) ) Ist schon wild, so viele Spiele, die man selbst früher als kind gespielt hat, gab es schon im MA

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Eintrag #13 vom 04. Feb. 2000 23:41 Uhr Axel Aue   Nachricht

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Hi. Das mit dem ´mitarbeitenlassen´ ist gut. Bei uns dürfen sich die Kinder durchaus auch ums Feuer kümmern, Feuerholz spalten, Gemüse schneiden, kochen usw. (Zumindest der ´Große´, vierjährige). Alles natürlich in einem gewissen Rahmen. Ich kann nur sagen : Traut Euren Kindern etwas zu. Sie können mehr, als man denkt. Hallo Alexander. Das Kinder im allgemeinen zu Arbeitskräften ausgebildet wurden, würde ich mal in Frage stellen. Bei den allermeisten Tätigkeiten waren sie von Anfang an mit eingebunden, einfach immer mit dabei. (Was heute leider (?) nicht mehr praktiziert wird.) Wer so nebenbei (!)alles mit aufnimmt, braucht kaum noch eine Ausbildung. Trotz allem, Spiele wie ´Blindekuh´ und ´Himmel und Hölle´ sind bestimmt nicht verkehrt (Quelle ?)
Axel

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Eintrag #14 vom 07. Feb. 2000 08:32 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Axel: Hmpf… Blöde Formulierung, geb ich ja zu. Ich meinte, entweder werden sie zu Arbeitskräften (schaffen also einfach mit) oder sie werden ausgebildet (ich dachte speziell an Knappen o.ä.). So oder so war die unbeschwerte Kindheit recht kurz. Immer noch voll Spieltrieb
Ivain

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Eintrag #15 vom 07. Feb. 2000 10:30 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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Axel, zu Blinde - Kuh / Blinde - Maus findest Du Angaben in dem schon von Arndt, weiter unten erwähnten Buch. Walter Endrei: Spiele und Unterhaltung im alten Europa Verlag W. Dausien, Hanau, ISBN 3-7684-1739-5 Es wurde übrigens - im höfischen Rahmen - auch von Erwachsenen gespielt, wobei zum “anticken” ein kurzer Stab verwendet worden ist. Haben wir bei den Staufern schon mehrmals ausprobiert, macht Spaß!
Gruß von Carsten!

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Eintrag #16 vom 07. Feb. 2000 11:34 Uhr Axel Aue   Nachricht

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Das daß mit dem Stab und dem ´Anticken´ Spaß macht, kann ich mir vorstellen….*grins*
Axel

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Eintrag #17 vom 07. Feb. 2000 18:21 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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ßh…. Ferkel!
Gruß von Carsten!

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Eintrag #18 vom 01. Mrz. 2000 19:01 Uhr Jens Ruge   Nachricht

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Seid gegruezet, liebe friunde, das Buch von Walter Endrei ist IMHO das beste, was es derzeit dazu gibt. Wir machen in unserem Verein unter anderem auch Kinderspiele, die wir alle diesem Buch entnommen haben. Ganz gut kommen bei den Kleinen an: 1. “Topfschlagen” (eine Art “Blinde Kuh”) Dem Kind wird eine Gugel verkehrtherum aufgesetzt (Zipfel nach vorn; Achtung: auf genug Luft zum Atmen achten!). Dann wird ein Gegenstand (Strohsack o.ä.) versteckt, den das Kind mit einem Stock suchen muss. Evtl. könnt ihr mit “Heiss” und “Kalt” arbeiten. 2. “Stockziehen” (eine Art “Kräftemessen”) Zwei Kinder setzen sich so auf den Rasen oder eine weiche Unterlage, dass sie sich anschauen, und halten dabei einen kleinen Stock als “Abstandshalter” gemeinsam fest. Die Füsse stemmen sie gegeneinander. Wer die Füsse des anderen wegdrückt ist der Stärkere und hat gewonnen. 3. “Kugelspiel” (“cochonet”) Eine andersfarbige Holzkugel wird als “Zielkugel” in einer bestimmten Entfernung abgelegt. Die Kinder (auch als Mannschaftsspiel) müssen nun ihre Holzkugeln so nah wie möglich an die “Zielkugel” heranrollen. 4. “Kegelspiel” Selbstgebastelte Holzkegel (5 Aststücke in jeweils drei verschiedenen Farben und Höhen, z.B. 10, 15, 20 cm) werden entfernt in drei Reihen aufgestellt (die kleinen mit den geringeren Punktzahlen vorn, die grossen hinten). Die Kinder werfen dann mit Holzstöcken nach den Kegeln. Wer am besten zielt und die meisten Punkte eingeheimst hat, ist der Sieger. Ebenfalls als Mannschaftsspiel geeignet. So, dass wären mal vier Spielideen. Im Buch sind auch die Vorläufer unserer neuzeitlichen Spiele, einschliesslich solcher “noblen” wie Golf :-), enthalten. Gut find ich die vielen historischen Miniaturen, die ein gutes Bild von der Art und Weise des Spielens geben. Besonders schön sind dabei die nachgedruckten Miniaturen aus einem englischen Psalter des 14. Jahrhunderts (Lutrell-Psalter?). Vil vröide bi dem spile!
gehabet iuch wol! iuwer Jaromar

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Eintrag #19 vom 14. Mai. 2000 20:41 Uhr Jens Ruge   Nachricht

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Liebe friunde, hier nun eine Spielbeschreibung für ein Spiel, das nicht nur für Kinder gedacht ist (wie übrigens die meisten anderen auch nicht): Kubb - Ein mittelalterliches Spiel Das Spiel besteht aus: 1 König (ca. 30 cm hoher Holzklotz mit eingeschnitzter Krone, quadratischer Querschnitt) 10 Holzklötze (ca. 20 cm hoch, quadratischer Querschnitt) 6 Wurfhölzer (ca. 30 cm lang, runder Querschnitt) 4 Eckpflöcke (ca. 30 cm lang, runder Querschnitt) 2 Mannschaften mit höchstens je 6 Spielern Spielfeld (mit den Eckpflöcken markiert): ca. 5 m breit und 8 m lang (kann auch länger sein) Der König wird genau in die Mitte gestellt und an jeder Grundlinie 5 Hölzklötze im gleichen Abstand zueinander. Manschaft A versucht mit den Wurfhölzern die Holzklötze an der Grundlinie der Mannschaft B umzuwerfen. Hat A alle 6 Hölzer geworfen, muss B die von A umgeworfenen Klötze in das Feld von A (zwischen deren Grundlinie und Mittellinie mit König) werfen. A stellt diese dann senkrecht auf. Dann fängt B an, mit den 6 Hölzern die Klötze umzuwerfen, die man zuvor in das gegnerische Feld geworfen hat. Sind alle diese Klötze umgeworfen worden (oder es sind keine Klötze im Feld von A, weil A zuvor keine Klötze von B getroffen hatte) und es sind noch nicht alle 6 Hölzer geworfen worden, kann mit dem Umwerfen der Klötze in der Grundlinie von A begonnen werden. Das Spiel geht dann wechselweise weiter. Wenn es einer Mannschaft nicht gelingt, alle im Feld zwischen König und der Grundlinie des Gegners befindlichen Holzklötze umzuwerfen, können die gegnerischen Spieler im Feld bis auf die Linie des am weitesten vorn stehenden, nicht umgeworfenen, Klotzes nach vorn gehen und von dort aus werfen. Wenn eine Mannschaft alle Klötze in der Hälfte des Gegners (einschl. in dessen Grundlinie) umgeworfen hat, kann diese Mannschaft auf den König werfen. Hat man den König mit den verbliebenen Wurfhölzern umgeworfen, so hat man gewonnen. Schafft man es aber nicht (oder es wurde der König getroffen, bevor alle anderen Klötze umgeworfen wurden), dann hat die betreffende Mannschaft verloren. Wenn die Spieler schon 5 Hölzer verworfen haben, können sie auch mit dem sechsten Wurf aussetzen und den Gegner erst wieder werfen lassen. Ausserdem beachten: Getroffene Holzklötze, die nach dem Wurf noch stehen, werden nicht als Treffer gerechnet. Alle getroffenen Klötze werden von der Grundlinie aus ins gegenerische Feld geworfen. Falls der König dabei getroffen wird, so wird er wieder aufgestellt und es geht weiter. Falls man einen Grundlinienklotz trifft, bevor alle im Feld stehenden getroffen wurden, wird dieser wieder aufgerichtet und nicht als Treffer gewertet. Das Werfen auf den König erfolgt von der Grundlinie aus. Viel Spass beim Ausprobieren!
gehabet iuch wol! iuwer Jaromar

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Eintrag #20 vom 05. Jun. 2000 09:58 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, ich habe da mal eine Frage an die “Spielexperten”… ich weiß, daß man früher getrockneten Hühner- oder Gänse-Gurgeln (=Luftröhren) als Rassel für Kinder benutzt hat (die innere Schleinhaut und das außen anliegende Bindegewebe werden abgeschabt, die bindegewebig verbundenen Knorpelringe werden getrocknet, dann mit kleinen Steinchen, getrockneten Hülsenfrüchten, Samen etc. gefüllt und das Ganze als Ring zusammengesteckt). Kann mir jemand sagen, ob es dazu Belege/Fundstücke aus dem MA gibt? Mal abgesehen, daß die meisten Leute, wenn sie wüßten, woraus diese Rasseln hergestellt werden, die Krise kriegen würden, sind das nämlich nette Spielzeuge… Schon mal danke für Eure Bemühungen, Ruth

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Eintrag #21 vom 26. Jun. 2000 11:31 Uhr Jens Ruge   Nachricht

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Hi, Ruth, ich hab´ mal in dem (einzigen) Buch nachgeschaut, aus dem ich meine “Weisheiten” beziehe, aber leider keine Belege für die Rasseln gefunden: Walter Endrei: Spiele und Unterhaltung im alten Europa Verlag W. Dausien, Hanau, ISBN 3-7684-1739-5 Es ist aber durchaus denkbar, dass für (Klein-)Kinder solche Rasseln gebastelt wurden.
gehabet iuch wol! iuwer Jaromar

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Eintrag #22 vom 09. Okt. 2002 21:04 Uhr Wilhelm Kaltenstadler   Nachricht

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Im westlichen Oberbayern gibt es im 19. Jahrhundert Kinderspiele, die offensichtlich weit in die Vergangenheit zurückgehen. Es lassen sich hier auch “Schnadahüpfl” für Kinder und Erwachsene nachweisen, die weiter zurückgehen.
Dieser Beitrag ist vor einigen Jahren im “Aichacher Heimatblatt” erschienen und hat folgenden Titel: VOLKSDICHTUNG DER ERWACHSENEN UND KINDER IM RAUM AICHACH UND SCHROBENHAUSEN. Sie finden diesen Beitrag auch in meiner Website:
www.kalten.de
In diesem Beitrag habe ich vorwiegend Primärquellen ausgewertet. Schöne Beispiele von Kinderspielen und Kinderliedern!
Prof. Dr. Wilhelm Kaltenstadler
Grüsse, salue

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Eintrag #23 vom 21. Feb. 2003 16:21 Uhr Stephen Pajer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stephen Pajer eine Nachricht zu schreiben.

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gabs das gute alte Drachensteigen schon? wär doch mal ne Abwechslung auf den Märkten, oder?
Stephen
www.11chor.at → des Widerlings Heimat

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Eintrag #24 vom 21. Feb. 2003 18:17 Uhr Larissa Fröhlich   Nachricht

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Hi!
Drachsteigen gabe es laut dem LexMa schon. Also viel Spaß!
Grüße, Larissa

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Eintrag #25 vom 18. Okt. 2003 19:36 Uhr Julian Hefter   Nachricht

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Ich sehe, das hier dei Erwachsenen mal wie der über Kinder unterhalten.Vieeleicht brinbgt euch ddes weiter, wenn mal ein Kind sagt was es machen will…
Ich sehe mich als Kind an, und gebe däshalb mal meinen Senf dazu:
Ich würde gern auf MA-Mäkten keine Kinder mehr sehen, die mir ihren verschnöselten Elter angedackelt kommen und dann mit Papphelmem und Sperrholzhelebarden durch die gegend Rennen und damit alle anwesenden nerven sondern Kinder, die stolz sind wenn sie etwas aus eigener Kraft erschaffen haben und ann mit ihren selbstgebastelten sachen duch die gegnd laufen und damit alle Nerven.Sriele sind natürlich auch fett, aber schöner ists doch wenn man mit seinem Selbstgeschnitzitzten Schwert durch die gegend laufenkann und jeder(wenn auch nur gespielt) sich ganz doll dafür iteresiert.Auch das vertrautmachen mit Werkzeugen(bei äteren )ist wahnsinnig spannen und wenn man dann etwas gemacht hat ist man warnsinnig stolz.
Stolz und erfolgserfahrung oder wie des heist sind die größten energien ind er Jugend, das könnt ihr mir glauben!
Julian der Strohige

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Eintrag #26 vom 13. Apr. 2004 14:23 Uhr Roman Grabolle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Grabolle eine Nachricht zu schreiben.

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Ich habe über Ostern auch noch eine ältere Literaturliste zu Spiel im Mittelalter gefunden und um ein paar Titel aus der “großen” Literaturliste erweitert. [Taverne, Thread: Kataloge und weitere Publikationen der letzten Jahre]
Manches wird sich wahrscheinlich doppeln, aber das ist sicher nicht so schlimm. Für Ergänzungen bin ich wie immer dankbar. Damit dürften die Kinder zumindest der HoMis und SpäMis unter euch in nächster Zeit genügend Spielzeug der “A-Klasse” haben ;-) - ihr selbst natürlich auch, wobei ich besonders “la maine chaude - Die warme Hand” und das “Quintainespiel” (siehe bei Zeune) empfehlen möchte ;-)).
Erwachsenen- und Kinderspiele im Mittelalter und der frühen Neuzeit
Allgemein:
Buchholz, R., Mittelalterlich-frühneuzeitliche Spielzeugfunde aus Wismar. Wismarer Studien zur Archäologie und Geschichte 1, 1990, 56-63.
Endrei, W., Spiele und Unterhaltung im alten Europa (Hanau 1988).
Fansa, M. (Hrsg.), Der Sachsenspiegel. Aus dem Leben gegriffen. Ein Rechtsbuch spiegelt seine Zeit (Oldenburg 1996) [Das Würfelspiel 29, Spielwürfel aus Kupfer und Knochen, Spielsteine aus Geweih 69-71 Kat.-Nr. 63-69].
Fehring, G. P., Stadtarchäologie in Deutschland. Sonderheft der Zeitschrift Archäologie in Deutschland 1996 (Stuttgart 1996) [S. 81 f. kurze Bemerkungen zu Spielzeug, abgebildet ist u. a. das Trictrac-Spiel aus dem Freiburger Augustinerkloster].
Gläser, M. (Hrsg.), “Daz kint spilete und was fro”. Spielen vom Mittelalter bis heute (Lübeck 1995).
Gläser, M. (Hrsg.), geFUNDEn in Lübeck. Archäologie im Weltkulturerbe (Lübeck 1997) [D. Mührenberg, “so sie wurfen den bal” 40-45; S. 67 Miniatur von 1532 mit spielenden Kindern; A. Falk / D. Mührenberg, Spielen macht die Kinder froh - und die Erwachs´nen ebenso? 112-117.]
Gläser, M. / D. Mührenberg, Archäologie in den Hansestädten. Das Beispiel Lübeck. In: W. Menghin / D. Planck (Hrsg.), Menschen, Zeiten, Räume. Archäologie in Deutschland (Stuttgart 2002) 369-375 [S. 374 f. werden eine Reihe von sehr interessanten Holzfunden aus Latrinen in Wort und Bild kurz vorgestellt, darunter der Kopf und die Hand einer Marionette, Reste von Stock- oder Stabpuppen, die hölzerne Figur eines mechanischen Spielzeugs, wohl mit ehemals beweglichen Armen, eine etwa 16 cm hohe Puppe aus der Zeit um 1300 mit hölzerner Haartolle, eine weitere Holzpuppe mit Standvorrichtung, div. Keramikfiguren und ein aus Eibenborke geschnitztes Schiffchen aus der Zeit um 1500 sowie anderes mehr].
Hoffmann, V., Mittelalterliche und frühneuzeitliche Spielzeugfunde aus Sachsen. Magisterarbeit Universität Bamberg 1995.
Hoffmann, V., Allerley kurtzweil. Mittelalterliche und frühneuzeitliche Spielzeugfunde aus Sachsen. Arbeits- und Forschungsberichte zur sächsischen Bodendenkmalpflege 38, 1996, 127-200.
Kirmeier, J. / B. Schneidmüller / St. Weinfurter / E. Brockhoff (Hrsg.). Kaiser Heinrich II. 1002-1024 (Augsburg 2002) [P. Möslein / A. Elser, Zahlreiche Funde von Kinderspielzeug zeigen, dass die Kindheit auch vor 1000 Jahren ihre schönen Seiten hatte. Holzschiffchen, Pfeife, Rasseltier, Tierfigur. 140 Kat.-Nr. I 19; H. Haas-Gebhard, Um die Jahrtausendwende wird erstmals das Schachspiel im europäischen Abendland bekannt. Schachfigur: Springer, Schachfiguren: 2 Könige, 1 Dame, 1 Läufer. 141 Kat.-Nr. I 20].
Kluge-Pinsker, A., Schach und Trictrac. Zeugnisse mittelalterlicher Spielfreude in salischer Zeit. RGZM Monographien 30 (Sigmaringen 1991).
Kluge-Pinsker, A., “Tabula”, Schach und andere Brettspiele. In: Das Reich der Salier 1024-1125. Katalog zur Ausstellung des Landes Rheinland-Pfalz (Sigmaringen 1992) 58-81.
Kühnel, H. (Hrsg.), Alltag im Spätmittelalter (Graz, Köln, Wien 1986) [S. 38-40 Laster und Lust; S. 165-168 Zu leben lernen].
Pfeiffer, A. (Hrsg.), Spielzeug in der Grube lag und schlief. Archäologische Funde aus Römerzeit und Mittelalter. Museo, Veröff. der Städtischen Mus. Heilbronn 5 (Heilbronn 1993).
Puhle, M. (Hrsg.), Hanse, Städte, Bünde. Die sächsischen Städte zwischen Elbe und Weser um 1500. (Magdeburg 1996) [Kupferstich “Die spielenden Kinder” von 1495, Fußbodendiele mit Spielbrett um 1370, Murmeln 13.-15. Jh., Spielzeugfiguren 15./16. Jh., Miniaturgefäße 13.-15. Jh., hölzernes Spielzeug 13./14. Jh. - nixenähnliche Figur mit beweglichen Oberkörper und verlorengegangenen Armen, Spielsteine 13. Jh., Würfel 12.-15. Jh., Kinderarmbrust 15. Jh., Blockflöte 14. Jh.].
Schalies, I., Spiel und Spielzeug. In: J. Luckhardt / F. Niehoff (Hrsg.), Heinrich der Löwe und seine Zeit. Herrschaft und Repräsentation der Welfen 1125-1235. Katalog der Ausstellung in Braunschweig 1 (München 1995) 442-445 Kat.-Nr. F 25/03.
Schütte, S., Spielen und Spielzeug in der Stadt des späten Mittelalters. In: Aus dem Alltag der mittelalterlichen Stadt. Hefte des Focke Museums 62 (Bremen 1982) 201-210.
Stauch, E., Brettspiel - ein Merowingerzeitvertreib? In: Die Franken. Wegbereiter Europas. Vor 1500 Jahren: König Chlodwig und seine Erben (Mainz 1996) 716-719.
Waterstradt, E., Kinderspielzeug im Mittelalter. In: Trier, B. (Hrsg.), Ausgrabungen in Minden. Bürgerliche Stadtkultur des Mittelalters und der Neuzeit (Münster 1987) 147-154.
Wieczorek A. / H.-M. Hinz (Hrsg.), Europas Mitte um 1000. Katalog (Stuttgart 2000) [104 f. Kat.-Nr. 04.01.30-32 drei Hnefisteine aus Bernstein, Janów Pomorski, Polen, 9.-Anfang 10. Jh.; 176 Kat.-Nr. 07.05.02 Hnefisteine aus Bernstein, Janów Pomorski, Polen, 9.-Anfang 10. Jh.; 176 f. Kat.-Nr. 07.05.03-04 Fragment eines Mühlespielbrettes aus Plänerkalk und Spielstein aus Knochen, Libice nad Cidlinou, Tschechien, 10. Jh.; 178 Kat.-Nr. 07.05.05 Schachfigur aus Hirschgeweih, Wroclaw, Polen, 1. Hälfte 12. Jh.; 178 f. Kat.-Nr. 07.05.06 acht Spielknochen, Veresegyház-Ivacs, Ungarn, 11. Jh.].
Wietrzichowski, F., Untersuchungen zu den Anfängen des frühmittelalterlichen Seehandels im südlichen Ostseeraum unter besonderer Berücksichtigung der Grabungsergebnisse von Groß Strömkendorf. Wismarer Studien zur Archäologie und Geschichte 3 (Wismar 1993) [S. 35 Spielsteine. Es werden die Spielsteine aus Groß Strömkendorf aus Knochen, Bernstein und Geweih vorgestellt und Vergleichsfunde aus dem Ostseeraum genannt.]
Wietrzichowski, F., Eine frühslawische Siedlungsgrube mit Bernsteinperlenproduktion von Groß Strömkendorf, Kr. Wismar. Bodendenkmalpfl. Mecklenburg-Vorpommern 39, 1991, 153-171. [S. 162 Schwirrer/Schnurrer, hier Verweis auf: Lehmkuhl, U., Archäozoologische und typologische Untersuchungen an durchlochten Schweinemetapodien von slawischen Fundplätzen in Mecklenburg. BMJ 1982, 199-222, hierzu S. 218].
Wilckens, L. von, Spiel - Spiele - Kinderspiel. Kataloge des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg (Nürnberg 1985).
Wurster, H. W. / R. Loibl, Ritterburg und Fürstenschloß. Begleitband zur Ausstellung von Stadt und Diözese Passau im Oberhausmuseum Passau 1998. Teil 1: Geschichte. Teil 2. Archäologische Funde (Regensburg 1998). [Teil 1 S. 69: Die Bewohner der Burg: Frauen und Kinder. Verschiedene Funde 15.-19. Jh., darunter ein hölzernes Spielzeugschwert, 15. Jh.; S. 95-97: Zeitvertreib und Spiel: Turniere und Kampfspiele, Die Jagd, Das Spiel, Die Musik; siehe hierzu auch Teil 2, bes. Kat.-Nr. A 131 zu dem Holzschwert].
Zeune, J., Burgen. Symbole der Macht. Ein neues Bild der mittelalterlichen Burg (Regensburg 1996) [S. 209-212 “- bereit zu turneie und zu strite” - zu Turnieren und Kampfspielen (Turnei, Buhurt, Tjost, Kolbenturnier, Quintaine, Kopfrennen, Karussel etc.; S. 213 f. “wurfzabel, scahzabel, elefantei lapides”: Mühle, Schach und Tricktrack; S. 214 f. “Die warme Hand” und andere neckische Gesellschaftsspiele.]
Einzelne Fundstellen (häufig nur kurze Erwähnungen mit Literaturverweisen):
Andraschko, F. / H. Lamschus / Ch. Lamschus / E. Ring (Hrsg.), Ton Steine Scherben. Ausgegraben und erforscht in der Lüneburger Altstadt (Lüneburg 1996) [S. 63 sehr kurz zu Murmeln, keramischen Tierfiguren und Miniaturkeramik].
Burnouf, J./ J.P. Rieb, Alltag in den elsässischen Burgen. In: Grewenig, M. M. (Hrsg.), Leben im Mittelalter. 30 Jahre Mittelalterarchäologie im Elsass (Speyer 1992) 301-307 [S. 305 sehr kurz “Spiele und Spielzeug”]; 349-352 Kat.-Nr. 3.98-3.110 [Murmeln, Würfel, Keramikfigürchen, Maultrommeln, Pfeifen ….].
Holze-Thier, C., Kinderspiele im mittelalterlichen Warburg. In: Mittelalterliches Leben an der Klockenstraße. Eine Dokumentation des Westfälischen Museums für Archäologie zu den Ausgrabungen 1991 in der Warburger Altstadt (Warburg 1995) 128-132.
Melzer, W., Die Wewelsburg vom hohen Mittelalter bis in die frühe Neuzeit. Ergebnisse einer archäologischen Untersuchung zu den Anfängen der Burg. Schriftenreihe des Kreismuseums Wewelsburg 4 (Paderborn 1992) [S. 82-84 - Spielzeug: Tonfiguren, Murmeln und Miniaturgefäße].
Oexle, J., Minne en miniature - Kinderspiel im mittelalterlichen Konstanz. In: Flüeler, N. u. M. (Hrsg), Stadtluft, Hirsebrei und Bettelmönch. Die Stadt um 1300 (Stuttgart 1992) 392-395.
Peine, H.-W., Dodiko, Rütger von der Horst und Simon zur Lippe: Adelige Herren des Mittelalters und der frühen Neuzeit auf Burg, Schloß und Festung. In: Hinter Schloß und Riegel. Burgen und Befestigungen in Westfalen (o. O. 1997) 160-223. - [Spiele und Unterhaltung S. 220 f. - äußerst knappe Verweise zu Turnieren, Brett- und Würfelspielen und Hofnarren]
Reichel, M., Spiel mit dem Teufel? Eine glasierte Tonplastik des 13. Jahrhunderts von der Ausgrabung Plauen/Alter Teich. Arch. aktuell im Freistaat Sachsen 6, 1998/99, 106-109.
Spiegel des täglichen Lebens. Archäologische Funde des Mittelalters aus Köln. Stadt Köln. Kölnisches Stadtmuseum (Köln 1982) [S. 26 f.: 16 Würfel-, Brett- und Schachspiele].
Vor dem großen Brand. Archäologie zu Füßen des Heidelberger Schlosses (Stuttgart 1992) [S. 76 f.: Kinderspielzeug].
Spielkarten:
Endrei, W., Spiele und Unterhaltung im alten Europa (Hanau 1988) [S. 52-69 Die Spielkarten].
Hoffmann, D., Spielkarten (Frankfurt 1972) [Nicht eingesehen.]
Hoffmann, D., Die Welt der Spielkarte (Leipzig 1972) [Nicht eingesehen.]
Den Rochlitzer Spielkarten unmittelbar vergleichbare Stücke (ebenfalls um 1500) entstammen dem Fehlbodenkomplex des Mühlberg-Ensembles in Kempten (Allgäu). Die Spielkarten werden bearbeitet von Birgit Kata. Vgl. dazu: Kata, B., Ausgrabungen im “Mühlberg-Ensemble” in Kempten-Allgäu. Arch. Jahr in Bayern 1996, 186-190.
Murmeln und Knickerkugeln:
Endrei, W., Spiele und Unterhaltung im alten Europa (Hanau 1988) [S. 137-139 Kugelspiele].
Stephan, H.-G., Großalmerode. Ein europäisches Zentrum der Herstellung von technischer Keramik. Die Geschichte der keramischen Gewerbe in Großalmerode und Epterode und die Entwicklung ihrer Produktion vom 12. bis zum 19. Jahrhundert. Teil 2. Technische und Baukeramik, Tonpfeifen, Knicker, Steingut, Porzellan, Aspekte von Handel, früher chemischer Industrie, Bergbau und Gewerbegeschichte (Großalmerode 1995). [S. 119-127: Die Knickermacherei (Tonkugelfabrikation)].
Sundermann, W., Dobbeln, bickeln und knickern. Unsere Heimat. Jahrbuch des Kreises Borken 1987, 192 ff.
Kruselerpüppchen und Devotionalienfiguren:
Grönke, E./E. Weinlich, Mode aus Modeln. Kruseler- und andere Tonfiguren des 14. bis 16. Jahrhunderts aus dem Germanischen Nationalmuseum und anderen Sammlungen. Wissenschaftliche Beibände zum Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums 14 (Nürnberg 1998).
Herrmann, M., Augsburger Bilderbäcker. Tonfigürchen des späten Mittelalters und der Renaissance. Augsburger Museumsschriften 6 (Augsburg 1995).
Neu-Kock, R., Heilige und Gaukler. Kölner Statuetten aus Pfeifenton. Sonderheft Kölner Museums-Bulletin. Berichte und Forschungen aus den Museen der Stadt Köln (Köln 1988).
Neu-Kock, R., Pfeifentonfiguren - eine volkstümliche Kunstgattung aus dem Spätmittelalter. Beiträge zur Keramik 4 (Düsseldorf 1992).
Puhle, Matthias (Hrsg.), Hanse, Städte, Bünde. Die sächsischen Städte zwischen Elbe und Weser um 1500. (Magdeburg 1996) [219-221 Kat.-Nr. 4.27: 5 kleine Devotionalienfiguren, a) sitzender Jesusknabe, um 1500; b) ebs.; c) Maria mit dem Kind, um 1500; d) Heilige Barbara, Mitte 15. Jh.; e) Heilige Katharina, Mitte 15. Jh.].
Viele Grüße Roman

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Eintrag #27 vom 13. Apr. 2004 14:29 Uhr Roman Grabolle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Grabolle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kinder- und Erwachsenspiele im frühen Mittelalter

Kinder- und Erwachsenspiele im frühen Mittelalter
versuchen wir auch beim Nachbarboard unter 72.rapidforum.com/topic=103781909175&
zusammenzustellen. Hier gibt es sogar einige “Ausrutscher” in jüngere Zeiten, z.B. zu dem ewigen Streitthema Holzschwerter.
Für Hinweise auf Spielgeräte neben den diversen Brettspielen (Hnefatafl, Mühle, Schach usw.) wäre ich besonders dankbar.
Viele Grüße Roman

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Eintrag #28 vom 13. Apr. 2004 15:58 Uhr Roman Grabolle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Grabolle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht "Schiebefiguren" des späten 14. Jahrhunderts

Ist mir gerade noch eingefallen:
Sebastian Brather, “Schiebefiguren” des späten 14. Jahrhunderts aus Greifswald. Zur ßberlieferung mechanischen Kinderspielzeugs des Mittelalters. Bodendenkmalpfl. Mecklenburg-Vorpommern. Jahrb. 44, 1996 (1997) 151-167.
Hier findet ihr außerdem natürlich eine Reihe von weiteren Literaturhinweisen, die in der obigen Liste noch nicht genannt sind, wie:
Geschichte aus Gruben und Scherben (Bamberg 1993) 201-206.
Meckseper, Cord (Hrsg.), Stadt im Wandel. Kunst und Kultur des Bürgertums in Norddeutschland 1150 - 1650 (Braunschweig 1985) 376-379.
Brather geht hier auch auf bildliche Darstellungen ein, die bewegliches bzw. mechanisches Spielzeug dieser oder ähnlicher Art zeigen, außerdem kurz auf Erwachsenspiele (Karten, Würfel, Trictrac usw.). Zum Schluß wird ein weiteres Holzschwert mit Vergleichsfunden vorgestellt.
Viel Spaß beim Lesen, Basteln und Spielen
Roman

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Eintrag #29 vom 20. Apr. 2004 14:43 Uhr Roman Grabolle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Grabolle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kinderspiele im Mittelalter / heute im Verein

Da wir gerade bei Lehrveranstaltungen am Lehrstuhl für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg sind ;-):
V Freizeitgestaltung und Raumeinrichtung
Prof. Dr. Ingolf Ericsson
2std.; Mo 14:15 - 15:45, H/218; ECTS: 6; Beginn: 19.04.2004
Die diessemestrige Vorlesung behandelt zwei unterschiedliche Themenbereiche, die allerdings beide mit dem “Privatleben” der Menschen verknüpft sind.
Arbeitswelten des Mittelalters und der frühen Neuzeit - ob in der Landwirtschaft, im Handwerk oder auch im privaten häuslichen Bereich - nehmen schon seit längerem eine zentrale Position nicht nur in archäologischer Forschung ein. Deutlich weniger ist uns die Freizeitgestaltung der Männer, Frauen und Kinder der damaligen Zeit bekannt. Im ersten Vorlesungsblock wird deshalb gezielt auf verschiedene Möglichkeiten der Freitzeitgestaltung während des Mittelalters und der Neuzeit eingegangen, z.B. auf Musik, Erwachsenenspiele, Kinderspiele und Jagd. Nach Möglichkeit stehen archäologische Funde im Mittelpunkt der Darstellung; sie werden aber durch weitere Quellengattungen ergänzt. Im zweiten Vorlesungsblock steht das Leben in Gebäuden des Mittelalters und der frühen Neuzeit im Mittelpunkt. Auf festes Inventar wie ßfen, Bänke, Nischen, wird eingegangen. An zentraler Selle steht jedoch das bewegliche Mobiliar, wie Stühle, Hocker, Tische, Schränke, Truhen, Betten … . Da die Aussagemöglichkeiten ergrabenes Material zu diesem Themenkomplex begrenzt sind, werden insbesondere bildliche, aber auch schriftliche und volkskundliche Quellen als Ergänzung herangezogen. Als Leistungsnachweis wird eine Klausur angeboten.
Vielleicht möchte ja jemand aus der Umgebung an der Vorlesung teilnehmen oder die Bamberger KommilitonInnen um Literaturlisten bzw. gar Mitschriften bitten.
Viele Grüße Roman

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Eintrag #30 vom 10. Mai. 2004 12:43 Uhr Roman Grabolle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Grabolle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kinderspiele im Mittelalter / heute im Verein

Josef Nisters, “Ene, mene muh … und eins, zwei, drei …” Spielen und Kurzweil im Mittelalter und früher Neuzeit. In: Jürgen Keddigkeit (Hrsg.), Burgen, Schlösser, feste Häuser. Wohnen, Wehren und Wirtschaften auf Adelssitzen in der Pfalz und im Elsaß (Kaiserslautern 1997) 81-88.
Hier auch weitere Literaturhinweise.
Viele Grüße Roman

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Eintrag #31 vom 17. Mai. 2004 15:10 Uhr Roman Grabolle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Grabolle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Spielzeugpferdchen aus Keramik

Hartmut Endres, Ein Spielzeugpferdchen aus Keramik vom Turmberg bei Kasendorf, Landkreis Kulmbach - eine Fundnotiz. In: Ingolf Ericsson/ Hans Losert (Hrsg.), Aspekte der Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit. Festschrift für Walter Sage. Bamberger Schriften zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit 1 (Bonn 2003) 113-115.
Genannt werden auch eine Reihe von Parallelfunden, Stand etwa 1995.
Ich kenne noch einen neueren Artikel zu den Funden aus Böhmen von meinem Freund Jan Kypta, irgendwann um 2000 in der Zeitschrift Muzejní a vlastivedná práce / Národní Muzeum ve spolupráci se Spolecností Prátel Starozitností (in tschechisch). Genaues Zitat finde ich leider gerade nicht, aber wer es braucht und nicht selbst findet: www.archeos.cz/kontakty.html
Viele Grüße Roman

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Eintrag #32 vom 17. Mai. 2004 20:16 Uhr Roman Grabolle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Grabolle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Kinderspiele im Mittelalter / heute im Verein

Mehrere Beiträge zum Thema Spiele in
Archäologie in Deutschland 2004 Hf. 1: www.theiss.de/AiD/2004/1
Dieter Planck, Spielparcour durch die Epochen, ebd. 20 f.
Dirk Krausse, Dem »Homo Ludens« auf der Spur. ebd. 22 f. [Paläolithikum bis Eisenzeit]
Anita Rieche, Von Astragalen, Nüssen und Würfeln. ebd. 24-27 [besonders römische Antike]
Andrea Bräuning, Adelsspiele, Ritterkämpfe, Volksvergnügen. ebd. 28-35.
[Mittelalter mit zahlreichen Abbildungen, leider ohne Literaturbelege]
Viele Grüße Roman

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Eintrag #33 vom 01. Mai. 2008 18:10 Uhr Roman Grabolle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Grabolle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Archäologische Spielzeugfunde

Nach einiger Zeit Pause bei dem Thema habe ich heute mal wieder in anderem Zusammenhang ein bisschen Literatur und weitere Ansprechpartner zusammengestellt. Da es so vielleicht auch noch dem einen oder der anderen weiterhilft, stelle ich es gleich noch hier ein:
Auf der Suche nach Spielzeugfunden aus dem Mittelalter empfiehlt es sich, regelmäßig auf den Webseiten größerer archäologischer Museum vorbeizuschauen. Hier z.B. die Seiten mit dem “Fund des Monats” aus den Landesämtern für Archäologie in Sachsen und Sachsen-Anhalt:
www.archsax.sachsen.de/lmv/[…]/26_242_DEU_Screen.h[…]
Z.B.
www.archsax.sachsen.de/lmv/[…]/26_392_DEU_Screen.h[…]
www.archsax.sachsen.de/lmv/[…]/26_387_DEU_Screen.h[…]
www.archsax.sachsen.de/lmv/[…]/26_360_DEU_Screen.h[…]
www.archsax.sachsen.de/lmv/[…]/26_335_DEU_Screen.h[…]
www.lda-lsa.de/fund-des-monats
Z.B.:
www.lda-lsa.de/[…]/dezember
www.lda-lsa.de/landesmuseum_fuer_vorgeschichte/[…][…]
www.lda-lsa.de/[…]/november
Neuere bzw. noch nicht genannte Literatur:
Babette Ulmer: Mittelalterliche Spielzeugfunde, Möglichkeiten und Grenzen der archäologischen Interpretation. Magisterarbeit Uni Tübingen 1996.
www.ufg.uni-tuebingen.de/index.php?id=337
Ist mir für eine Abschlussarbeit unbekannter Qualität zu teuer, so dass ich nur darauf verweisen, aber nichts dazu sagen kann
Timo Mauelshagen: Steckenpferd, Puppe und Kreisel - Spiele und Spielzeug im Mittelalter. Examensarbeit Universität Hannover 2005 (84 Seiten, Note: 1,5)
www.grin.com/de/preview/53995.html
Andreas Egold: Mittelalterliches Spielzeug. In: Von Peißen nach Wiederitzsch. Archäologie an einer Erdgas-Trasse (Gröbers 2004) S. 19 (12,50 Euro)
www.archsax.sachsen.de/Themenportal/[…]/III_32_MIT[…].
Ursula Lehmkuhl und Heiko Schäfer: Spiele für Jung und Alt. In: H. Jöns / F. Lüth / H. Schäfer (Hrsg.), Archäologie unter dem Straßenpflaster. 15 Jahre Stadtarchäologie in Mecklenburg-Vorpommern. Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns 39 (Lübstorf 2005) 361-364.
!!!! Für nahezu alles aus dem Mittelalter eine Fundgrube zu einem Spitzenpreis: 15,00 Euro
www.kulturwerte-mv.de/cms2/LAKD_prod/LAKD/[…]/inde[…]
Literaturliste Uni Wien:
www.unet.univie.ac.at/~a0002481/wps/[…]/LLBuMA04.r[…]
Literatur und SpezialistInnen in Ostmittel- und Osteuropa
Tschechien:
An anderer Stelle wurde bereits auf die Diplomarbeit von Petra Effenberková: Das Kind im Mittelalter und seine Welt im Spiegel der archäologischen Quellen. 2000 an der Uni Prag verwiesen ( www.fma-portal.de/forum3/viewtopic.php?f=23&t=762 ).
Die Kollegin arbeitet nun im Regionalmuseum Ceský Krumlov und ist darüber zu erreichen:
www.ckrumlov.cz/cz1250/mesto/soucas/i_okvlmu.htm
Ebenfalls an der Uni Prag bei Prof. Dr. Jan Klápště entsteht gerade eine Dissertation von Mgr. Jiří Bouda zum Thema: Volný čas ve středověku a jeho odraz v archeologických pramenech.
Freizeit im Mittelalter und ihr Niederschlag in den archäologischen Quellen.
Kontakt: www.muzeum-blovice.cz/kontakt.html
Polen:
Intensiver mit Spielzeug im archäologischen Befund beschäftigt(e) sich Mgr. Tomasz Borkowski aus Wroclaw/Breslau.
Hier eine Zusammenfassung, leider nur in polnisch:
Zle gry. In: Wiedzy i Życia Nr 2/1997: archiwum.wiz.pl/1997/97024700.asp
T. Borkowski 1995: Gry i zabawy w řredniowiecznym mieřcie na řlěsku. In: Krzysztof Wachowski (Hrsg.), Miasto. Kultura sredniowiecznego Slaska i Czech 1
(Die Stadt. Spätmittelalterliche Kultur Schlesiens und Böhmens 1) (Wroclaw 1995) 99“106.
ISBN: 83-85550-59-3
Tomasz Borkowski / Piotr Gierczak: W kwestii produkcji różařców i kořci do gry w późnořredniowiecznym Wrocřawiu. Kwartalnik Historii Kultury Materialnej 43 Nr. 2, 1995, 221-228.
Neuere Arbeiten zu dem Thema von ihm sind mir leider nicht bekannt:
www.litdok.de/cgi-bin/litdok?[…]
Ich weiß leider auch noch nicht, wo der Kollege mittlerweile abgeblieben ist. Er hat einige Grabungen in Wroclaw/Breslau durchgeführt, vermutlich ist er dort noch tätig.
Ebenfalls mit Spielzeug beschäftigt sich
Izabela Malmor, řredniowieczne gry i zabawy na řlěsku w řwietle źródeř archeologicznych. sknhus.ovh.org/Sekcja Archeologiczna.php
Sie scheint noch zu studieren, leider weiß ich nicht wo.
Litauen:
Unbedingt hinzuweisen ist in dem Zusammenhang auf ein weiteres Dissertationsprojekt an der Universität Klaipeda (Litauen), Institut für Geschichte und Archäologie der Ostseeregion, von Povilas Blaževičius: ”Spiele und Spielzeuge im ostbaltischen Raum zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert (nach archäologischen Daten)“. Weitere Interessen: ßberlegungen zum Kinderleben anhand von archäologischen Daten des Spätmittelalters und der Neuzeit
Kontakt: wwwuser.gwdg.de/~aklammt/netzwerk_deutsch.html ; www.lad.if.vu.lt/biografijos/body.php?[…]
Und nun eine Bitte in eigener Sache. Wer die Chance ergreifen und sich so ”revanchieren“ möchte, darf das gern tun ;-). Zusammen mit ein paar Kollegen und Kolleginnen überlege ich gerade, mittelfristig noch einmal etwas zu den kleinen, meist glasierten Keramikfigürchen des hohen und späten Mittelalters zu schreiben, besonders zu den Funden aus Mitteldeutschland und eventuell angrenzenden Regionen. Eventuell wird es im gleichen Rahmen auch um die ebenfalls meist glasierten Miniaturgefäße des 11. bis 13. Jh. gehen.
Hier die Auswahl einiger Funde (im doppelten Sinne ;-) ) im Internet, zumeist mit Abbildung:
ßberregional:
Spiel und Spaß auf der Burg und in der Stadt
www.landschaftsmuseum.de/Seiten/[…]/Spiele-Kinder.[…]
Thüringen:
- Wysburg: www.wysburg.de/?s=funde Hubert Rossbach, Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen auf der ”Wysburg bei Weisbach, Saale-Orla-Kreis. Ausgrabungen und Funde im Freistaat Thüringen 5, 2000.
- Schaumburg bei Schalkau: www.itcwebdesigns.com/[…]/sonneberg_toymuseum06.jp[…]
- mehrere noch unpublizierte Funde, z.B. ein Hund aus dem Orlagebiet
Sachsen-Anhalt:
- Neuenburg bei Freyburg/Unstrut: www.schloss-neuenburg.de/Burg-und-Herrschaft.html
- Zerbst: www.lda-lsa.de/landesmuseum_fuer_vorgeschichte/[…][…]
- Salzwedel: www.archaeologie-online.de/[…]/spielzeug_aus_dem_m[…]
- Rudelsburg: noch unpublizierte Funde (Pferd und Reiter)
Sachsen:
- Plauen: kleiner Teufel mit gelber Glasur. Reichel, M., Spiel mit dem Teufel? Eine glasierte Tonplastik des 13. Jahrhunderts von der Ausgrabung Plauen/Alter Teich. Arch. aktuell im Freistaat Sachsen 6, 1998/99, 106-109.
- Treppenhauer bei Sachsenburg (Sachsen): www.familia-ministerialis.de/treppenhauer.pdf ; www.archaiabrno.org/[…]/01_fuma_ii_schwabenicky_de[…]
- Wiprechtsburg Groitzsch: Vogt, H.- J.: Die Wiprechtsburg bei Groitzsch, eine Mittelalterliche Befestigung in Westsachsen. Veröffentlichungen des Landesmuseums für Vorgeschichte Dresden, Band 18.
- Freiberg: Alexander Niederfeilner: Vom Dorf zur Metropole des Erzgebirges - die Stadtkerngrabung “Theaterquartier” in Freiberg/Sachsen. Dissertation Universität Bamberg, Fakultät Geschichts- und Geowissenschaften 2003.
deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=97520484X
- Chemnitz: Frauke Fassbinder: Archäologische Untersuchungen zur Frühgeschichte der Stadt Chemnitz. Die Grabungen 1994 “ 1995. Diss Tübingen 1998. w210.ub.uni-tuebingen.de/dbt/volltexte/2005/1924
Bayern:
- Kleinwallstadt: www.spessartprojekt.de/forschung/[…]/pferd.php
- Deggendorf: www.deggendorf.de/index.php?id=396 ; www.geschichtsverein-deggendorf.de/docs/gbl_07/gbl_07_036_040_archaeologie_neustadt.pdf
- Oberfranken: Luitgard Löw: Keramik des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit aus
dem westlichen Oberfranken. Dissertation Uni Bamberg
www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/[…]/01_Te[…]
- Markt Arberg, Wüstung bei Goldbühl: www.markt-arberg.de/kultur/frame_historie.html
Berlin und Brandenburg:
- Berlin, Wüstung Diepensee: www.berlinonline.de/berliner-kurier/archiv/[…]/ind[…]
- Teltow:
www.mir.brandenburg.de/sixcms/detail.php?[…]
NRW:
- Paderborn, Abdinghof: www.lwl.org/pressemitteilungen/mitteilung_drucken.php?[…]
Niedersachsen:
- Hann. Münden: Andrea Bulla: Am Anfang war die Stadt. Archäologische Spurensuche im mittelalterlichen Hannoversch Münden. Spielzeug [12.-13. Jh.] S. 83-87: www.vml.de/d/inhalt.php?ISBN=978-3-89646-927-4
- Clausthal-Zellerfeld (Harz) mit Literaturhinweisen: Götz Alper, Mittelalterliche Blei-/Silberverhüttung beim Johanneser Kurhaus, Clausthal-Zellerfeld (Harz). Nachrichten aus Niedersachsens Urgeschichte 1998: region.tu-clausthal.de/nldgs/CLZ97.htm
ßsterreich: Sabine Felgenhauer, Tönerne Spielzeugpferdchen des Mittelalters in Oberösterreich, in: Jahrbuch des Oberösterreichischen Museumsvereins 119 (1974) 39-42.
Tschechien:
- Brno: Antonín Zůbek / Václav Kolařík: Středověké hračky z Josefské ulice
www.archaiabrno.org/home_cs/?[…]
(etwas runterscrollen)
brnensky.denik.cz/[…]/archeologove-objevili-hracky[…]
- Vladimír Nekuda, Mittelalterliche Kleinplastiken von der Ortswüstung Mstenice, in: Studia Archaeologica Slovaca Mediaevalia 1, Bratislava 1998, 111-117;
- Zdenka Méchurová, Mittelalterliche Kleinplastiken in den Sammlungen des Mährischen Museum in Brünn, in: Casopis Moravského Musea 73, 1988, 71 ff.;
- Zdenka Méchurová, Funde der kleinen mittelalterlichen Plastik auf dem Gebiet tschechischen Schlesiens, in: Archeologické rozhledy 46/4, 1994, 618-626 ( www.unet.univie.ac.at/~a0002481/wps/downloads/literaturl/LLBuMA04.rtf )
- siehe auch unten den Artikel von Jan Kypta in Muzejní a vlastivedná práce
Slowakei bzw. Ostmitteleuropa allgemein:
- Magisterarbeit von René Mráz, eingereicht 1999 an der Philosophischen Fakultät der Comenius-Universität in Bratislava:
Keramická figurálná plastika v stredoveku a ranom novoveku vo východnej části strednej Európy, Bratislava 1999. (Keramische figürliche Plastik des Mittelalters und der frühen Neuzeit im östlichen Teil Mitteleuropas)
Wer noch weitere Funde von glasierten und unglasierten Pferdchen, Reitern, Hunden. Menschen, Teufeln etc. kennt ” sowohl im Internet als auch in der Literatur " darf sich gern an mich wenden. Ich würde mich sehr freuen: roman_grabolle[at]gmx.de
Außerdem bin auf der Suche nach Literatur und Vergleichsfunden zu den kleinen Glasringen v. a. des 11. bis 13. Jh. In dem Tempus Vivit Artikel von Doris Fischer: Spielzeug im Mittelalter ([Bibliothek: Spielzeug im Mittelalter] ) wird im letzten Abschnitt (7.2 Glasringe) kurz darauf eingegangen. Ich freue mich auf Post.

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Eintrag #34 vom 12. Mai. 2008 18:00 Uhr Barbara (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Barbara eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Roman,
“Ebenfalls mit Spielzeug beschäftigt sich
Izabela Malmor, řredniowieczne gry i zabawy na řlěsku w řwietle źródeř archeologicznych. sknhus.ovh.org/Sekcja Archeologiczna.php
Sie scheint noch zu studieren, leider weiß ich nicht wo.”
Ja, sie studiert noch, es handelt sich um die Schlesische Universität, Kattowitz.

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Eintrag #35 vom 26. Mai. 2008 21:35 Uhr Roman Grabolle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Roman Grabolle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Prof. Dr. Eva Stauch (Münster)

Eine Spezialistin für das Thema ist
Prof. Dr. Eva Stauch
Historisches Seminar, Abt. für Ur- u. Frühgeschichtliche Archäologie
Robert-Koch Str. 29
48149 Münster
www.uni-muenster.de/UrFruehGeschichte/publstauch.htm
Siehe Publikationstätigkeit und Schriftenverzeichnis ebd.

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Eintrag #36 vom 02. Feb. 2010 19:25 Uhr Sebastian Ernst  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sebastian Ernst eine Nachricht zu schreiben.

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so, ich hoffe ich bin in dem thread richtig, wollte nich noch einen aufmachen…
ich, bzw. leute aus meinem verein würden gern mal ein steckenpferd rekonstruieren, zeitrahmen zumindest 17. jh.
ausser einigen abbildungen hab ich bisher nicht viel gefunden, die lassen zwar schon recht gute vermutungen zu, was material und bauweise angeht bleibts aber spekulation aufgrund “gesunden” aber nunmal modern sozialisierten und kulturell geprägten menschenverstandes…eine absicherung wär mir also ganz lieb…
also, hat irgendjemand sowas schon mal rekonstruiert oder weiss wo zufällig ein original zu besichtigen ist?
hab bis jetzt nichts gefunden, ob nun nicht richtig oder am falschen ort gesucht oder übersehen…
für hilfe bin ich auf jeden fall dankbar :)

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Eintrag #37 vom 02. Feb. 2010 19:25 Uhr Sebastian Ernst  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sebastian Ernst eine Nachricht zu schreiben.

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so, ich hoffe ich bin in dem thread richtig, wollte nich noch einen aufmachen…
ich, bzw. leute aus meinem verein würden gern mal ein steckenpferd rekonstruieren, zeitrahmen zumindest 17. jh.
ausser einigen abbildungen hab ich bisher nicht viel gefunden, die lassen zwar schon recht gute vermutungen zu, was material und bauweise angeht bleibts aber spekulation aufgrund “gesunden” aber nunmal modern sozialisierten und kulturell geprägten menschenverstandes…eine absicherung wär mir also ganz lieb…
also, hat irgendjemand sowas schon mal rekonstruiert oder weiss wo zufällig ein original zu besichtigen ist?
hab bis jetzt nichts gefunden, ob nun nicht richtig oder am falschen ort gesucht oder übersehen…
für hilfe bin ich auf jeden fall dankbar :)

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