soweit ich weiß gibt es, außer dem Mann von Bernutsfeld (K.Schlabow, Textilen der römischne Eisenzeit) keine Funde. Der Mann könnte aber auch Friese gewesen sein und trägt keine Verzierungen an der Kleidung.
Es gibt ein paar erhaltene Bänder, die 7-9 Jahrh. datiert sind. Zur Literatur siehe Thread Brettchenweben unter Nacy Speiss (Buch zum Thema Broschieren)
Achtung: Alle Borten sind nicht in Schnurbindung hergestellt. Es gibt Beispiele für 2-Lochbänder, 1/3 Twill und zusätzliche Broschierungen. Die Muster wirken uniform. Im og. ist eine Ableitung angeführt.
Hallo, nach einer Diskussion gestern im Schankraum wollte ich diesen Thread mal wiederbeleben. Es geht darum, ob die Sachsen zur Verzierung ihrer Tuniken und Mäntel Borte verwendet haben und wenn ja, welcher Art war diese Borte? Hat da jemand Informationen drüber?
Was den Einfluss der Franken angeht, kommt es auf die Jahreszahl an. Am Anfang der Sachsenkriege war der Einfluss garantiert nicht so groß wie am Ende des Krieges. Jedoch kann man davon ausgehen das eine eigenständige “sächsische Tracht” ab dem 6. Jhr. nicht mehr existierte. Man kleidete sich zunehmend fränkisch/karolingisch oder auch kontinental Europäisch ausgedrückt. Interessant ist auch die Passage in der Vita Caroli Magni, wie Einhard, Karl beschreibt (Bekleidung). Anhand derer und den Psalterabbildungen (zugegeben die entstanden später, als das hier gesetzte Zeitfenster) kann man schon recht gute Rückschlüsse auf die Bekleidung der damaligen Zeit ziehen. Eines darf aber nicht außer acht gelassen werden, das die Franken sich immer mehr von der byzantinischen Mode beeinflussen ließen (siehe auch hierzu in der Vita Caroli Magni, wie Karl die neue Mode kommentierte)
@Alexander
da ich sehe das du mehr aus dem Norddt. Raum kommst, versuch es mit Deiner Recherche einmal im friesischen Einflussgebiet. Hierzu gibt es ein schönes Buch das ich weiter oben schon gepostet habe.
du scheinst dich ja schon sehr ausführlich mit dem Thema beschäftit zu haben (HP und andere Foren) kannst du mir Tipps für Literatur über die Sachsen im Gebietzwischen Weser und Elbe (nördlich von Hannover) geben? War hier der Einfluß der Franken auch so ausgeprägt wie weiter südlich? Für Informationen bin ich sehr dankbar.
da sich hier anscheinend nicht so viel bewegt…. (habe ich Euch evtl. verschreckt?) möchte ich auf ein Nachbarforum hinweisen 72.rapidforum.com/area=82 wo das Thema Sachsen z.Zt. der Karolinger/etc. schon recht ausgiebig diskutiert wurde. Zwar ist die Diskussion in der letzten Zeit etwas eingeschlafen aber man kann sie ja wieder aufwärmen :-)
jaja, Thorsten Capelle und die Sachsen des frühen Mittelalters. Ganz nett das Buch, aber es geht in dem Buch um das sehr frühe Mittelalter……
Mit anderen Worten, Merowingerzeit und noch früher. Das Thema Karolinger ist sehr am Rande mit ein paar Sätzen abgehandelt und was wirklich aufregendes zum Thema dieses Thread steht auch nicht in diesem Buch. Darum habe ich es in meinem ersten posting auch nicht angegeben.
Es lohnt sich vieleicht das Buch auszuleihen (Uni, Stadtbibliothek,etc..) und die paar Seiten die interessant sind abzutippen, o.ä.
Im Bereich Bekleidung wird es natürlich etwas schwieriger, aber das weist Du ja selbst. Es wäre vieleicht ganz angebracht, im Bereich Friesen ein wenig zu recherchieren, da diese noch nicht so stark “Karolingisch” beeinflusst waren wie z.B. die Westfalen.
leider schreibst Du nicht, Sachsen welcher Zeit und welcher Region. Doch sicher nicht die, die heute in Dresden oder Leipzig wohnen? ;-)
Die Sachsen, die auf den britischen Inseln siedelten und die Festlandssachsen haben sich doch sicher im Laufe der Zeit unterschiedlich kulturell entwickelt (hinsichtlich Mode usw.)
Ich suche nach Informationen über die Bekleidung von Sachen, weiblich wie mänlich. Bilder, Links, Schnittmuster und alles was das Herz begehrt. Auch die kleinen dinge des täglichen Leben sind von interesse.