ist das Buch “Authentic Everyday Dress of the Renaissance” von Christoph Weiditz.Leider gibt es das Buch nur auf englisch, dafür beinhaltet es aber viele Illustrationen und natürlich entsprechende Beschreibungen zu jedem Bild.Weiditz ist im 16. Jahrhundert durch Europa gewandert und hat die Kleidung der Menschen skizziert.Gibts bei Amazon, hab es leider nicht zur Hand, daher keine Bestellnr.
Das ist die Ausschmückung der Schamkapsel und nimmt zum Teil recht bizarre Formen an. Das soll eigentlich kein Daumen sein, sondern das, was ein Mann an dieser Stellen halt nun mal hat.
Gibts auch in bunt, nach oben gebogen…..
Belegt sind Quellen mit bis zu kindskopfgroßen Schamkapseln, gegen die natürlich von der Kanzel und der Obrigkeit gewettert wird.
Ist genau so eine Modeerscheiung wie im Barock die Spitzbäuche der Rüstungen oder die gepolsterten Waden, der wattierte Wams (breite Schulter, schmale Taille). Erinnert mich irgendwie an Push-up-BHs, oder?? Die Zeiten ändern sich, die Modenarrheit bleibt…
Auf vielen Abbildungen der einfachen Bevölkerung aus der Zeit um 1600 sieht man bei den Herren vorne an der Hose nicht nur einen Latz bzw. eine Schamkapsel, sondern etwas was wie der Aufgenähte Daumen eines Handschuhs aussieht.
Ist das jetzt eher eine Künstlerische Veränderung
wie z.B. die viel zu kleine Frau auf dem “Bauerntanz” von Breugel, oder waren solch rasante Schnitte wirklich modern zu der Zeit?
Das Kloster heißt Alpirsbach, und in dem Karfunkel-Heft sind auch Schnittmuster drin. Schnitte für Landsknechts-Kleidung und anderes findest du auch auf www.landsknechtsportal.de
Guckst Du hier: Janet Arnold, Patterns of Fashion c1560-1620
Finnßu alles !
Einfach etwas weniger wertvolle Materialien nehmen, dann haut das schon hin.
Außerdem schön (wenn auch vielleicht nicht bis aufs I-Tüpfelchen korrekt): Rien Poortvliet, Das Erbe (ist sehr hübsch gezeichnet und zeigt die Tracht und das Leben eines holländischen Malers um die Zeit der niederländischen Freiheitskriege)
Kauf Dir mal die neueste Karfunkel, da ist ein Artikel ueber Kleidung aus dem 16. Jh. drin. Aus einer Klosterschule, interessanterweise ausschliesslich aus Leinen. Den Namen des Klosters habe ich grad vergessen.
Ich suche Informationen zu Material und Herstellung von Kleidung des gebildeten Mittelstandes um 1588, so wie jetzt z.B. in der empfehlenswerten Eisenhoit-Ausstellung in Paderborn oft abgebildet. Gleichzeitig suche ich Informationen zur Kleidung der Landbefölkerung, wie man sie so detailreich auf den Bildern von P.Breugel d.ä. sehen kann. Hat irgend jemand hier einen Buchtip oder etwas ähnlich hilfreiches für den Informationseinstieg?
Ich nehme mal an, das Wolle und Leinen in den unteren Befölkerungsschichten immer noch das verbreitetste Material waren.
Leider habe ich bisher auch noch keine Schnittmuster von autentischen Kleidungsstücken aus der Zeit gefunden, vieleicht suche ich noch an den falschen Stellen?
(Der Zeitraum der Renaissance scheint bei LARPern offensichtlich noch beliebter zu sein als das Mittelalter)