Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Köchinnen 15.Jhd

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Eintrag #1 vom 14. Jan. 2003 12:52 Uhr Wolfram Troeder  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfram Troeder eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
suche Nachweise/Belege für die Berufsausübung Köchin oder verwandtes für Frauen im 15.Jhd Süddeutschland.
Nicht Hausfrau, sondern Beruf.
2. War Koch zunftgebunden?
Danke
Gruß Tassilo

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Eintrag #2 vom 15. Jan. 2003 12:53 Uhr Larissa Fröhlich   Nachricht

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Das Lexikon des Mittelalters schreibt:
Die in der Antike ausgeformte Berufstradition des Kochs setzte sich anscheinend kontinuierl. an den frühma. Fs.enhöfen fort, wie dies alem. und westgot. Volksrechte belegen. Koch oder Köchin gehörten in Hoch- und SpätMA, von Ausnahmen bedeutender Küchenmeister abgesehen (Maistre Chiquart, Taillevent, Meister Hans), zum niederen und entsprechend gering entlohnten Gesinde jedes größeren öffentl., kirchl. und privaten Haushalts. Köche sind als Bedienstete auf ma. Baustellen ebenso zu finden wie in Heeresaufgeboten. In spätma. Städten können Köche auch als selbständige (Garküchen) bzw. abhängige (Trinkstuben von Patriziat und Zünften) Unternehmer nachgewiesen werden, wobei diese Berufsgruppe hohe Mobilität (Konstanzer Konzil) auszeichnet. Die Funktionen der Köche und ihres Hilfspersonals an großen Haushaltungen sind in ßkonomiken (Konrad v. Megenberg) und Diätetiken beschrieben, die Aufgaben in Hofordnungen bzw. städt. Dienstanweisungen geregelt, ihre Anzahl entsprechend der ständ.-sozialen Stellung des Haushalts in Reformschr. (Reformatio Sigismundi) reglementiert worden. An großen Höfen unterstand der Koch einem Küchenmeister als betriebswirtschaftl. Leiter. Wert wurde v. a. auf Sauberkeit, auf spärl. Umgang mit Salz (Diätetik), Gewürzen und Feuerholz, auf eine den Jahreszeiten angepaßte Speisevielfalt und auf Vorkosten (Vergiftungsfurcht) gelegt. Speisezubereitungsarten, Mengenverhältnisse, Brat- und Kochzeiten, Lebensmittel-sowie diätet. und med. Kenntnisse waren Teil eines mündl. tradierten, als verfeinerte K.kunst im ganzen europ. Raum verbreiteten, aber streng bewahrten Berufswissens. Kochbücher und Rezeptslg.en, in der Regel von Berufsk.en diktiert bzw. angelegt, sind daher vor dem 16. Jh. selten und enthalten kaum techn. Einzelheiten über Speisebereitung und -folgen.
Literatur (leider nur sehr wenig):
H. Wiswe, Kulturgesch. der K. kunst, 1970
G. Fouquet, ‘Wie die kuchenspise sin solle’. Essen und Trinken am Hof des Speyerer Bf.s Matthias v. Rammung, Pfälzer Heimat 39, 1988, 12-27
Ansonsten würde ich mal hier weitersuchen:
www.mittelalterlich-kochen.de
Grüße, Larissa

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Eintrag #3 vom 07. Sep. 2005 12:41 Uhr Thurid (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thurid eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo - ich interessiere mich auch für den Berufsstand, aber hauptsächlich für die Darstellung. Ich kenne eine Darstellung von einem spätmittelalterlichen Kartenspiel, interessiere mich aber mehr für 13. Jhd. - kennt da jemand Darstellungen (auch von Küchen an sich)?
Grüße,
Hedwig Swende von Weinheim (Thurid)

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