Fritz: Koten deshalb, weil sie für einige Darstellungen einfach das Passendste sind (Nein, das gilt nicht für irgendwelche Normannen o.ä.). Nicht immer so eurozentriert denken.
Warum um Himmels Willen wollt ihr denn unbedingt ein Feuer in einem Zelt machen? Seid ihr wahnsinnig? Wenn der Funkenflug im Zelt ein bißchen daneben geht, könnt ihr miterleben wie es im Inneren einer angezündeten Fackel aussieht! Ein Kohlebecken tuts doch auch zum Wärmen, und da braucht man kein Loch im Zelt in das es eh immer reintropft. Es gibt zwar keine Funde, jedoch massenhaft Abbildungen von Zelten, und da wird wohl für jeden was dabei sein. Warum unbedingt das häßlichste Zelt der Galaxis, das sich eh nur aufstellen lässt, wenn man vorher zwei Bäume fällt?? Weil man da ein Feuer drin machen kann? Naja, wenn ich beim Campen immer die praktischste Lösung wählen würde, würde ich wahrscheinlich in einen Camper-Club mit Wohnmobil und Mikrowelle gehen und nicht Mittelalter machen. Tip: Mach dir ein Zelt das ohne viel Fantasie in deine Zeit passt und mach das Feuer vorm Zelt. Gruß Fritz P.S. Ambientetip: Wenn man es auf Märkten schön gemütlich und rustikal haben will, kann man doch einfach die Dixies weglassen und in Koten koten…. *haaahahahahahahahahhhaaa…*
Hi, Da ist mir Patrick zuvor gekommen….wollte das Selbe schreiben und jetzt nur noch mal bekräftigen. Insbesondere, da Spekulationen mit Sicherheit nicht der eigentlichen Frage nach der hist. Korrektheit von Koten dienlich sind. Belege für Zelte gibt es wenige. Das heißt aber nicht, daß man umbedingt eine neue Zeltform in eine Zeit/Region “hineinerfinden” muss. Wenn Du mich fragst, dann würde ich als Normanne eher ein Glockenzelt wählen, als zu experimentieren. Da kann man übrigens auch Feuer drin machen (solange es denn kein Martinsfeuer ist :-)) Nichts für ungut, Gruß und Pax
Hallo Susanne. Unseren Urahnen Kreativität zusprechen und damit irgendwelche Gegenstände rechtfertigen… Das ist genau der Punkt, an dem viele Diskussionen hier im TV in eine “A”-Debatte abgleiten. Liess Dir ein paar von den alten “A”-Threads durch (eigentlich egal welche), und Du wirst zum Schluss kommen, dass es auf Deine Frage keine Antwort gibt. Halte Dich an die Abbildungen und Funde - bewege Dich “auf der sicheren Seite”….und gehöre der einen Meinungsseite an, oder lasse Dir und den Ahnen kreative Freiheit…und gehöre zu der anderen Meinungsfront. Entscheide Dich, was Du machen willst - schlussendlich musst DU Dich in Deinen Klamotten wohlfühlen. Wichtig ist m.E. nur, dass man ehrlich ist und “eventuell-korrekte” Ausrüstung auch als solche vorstellt und nichts anderes behauptet. Grüße, Patrick.
Meine Lieben, danke für die ersten Kommentare. Ich verstehe, daß es am schönsten ist, wenn man in entsprechender Gewandung aus einem entsprechenden Zelt kommt. Und natürlich bewegt man sich, wenn man Zelte nach historischen Abbildungen und Funden baut auf der sicheren Seite. Aber gesteht man dann den Menschen von damals kaum Kreativität zu? Gab es denn damals wohl niemanden, dem es in seinem Zelt zu kalt war oder er aus handwerklichen Gründen ein offenes Feuer im Zelt brauchte, was dann auch wärmer ist als unter einem offenen Unterstand? Diese Menschen wären doch zwangsläufig auf eine Zeltform gekommen, die wie ein Schornstein / Tippi/ Lavuu aussieht, oder? Und was ist wohl mit Lavvus, die zwar ihrer Form den Pfadfinderkoten irgendwie entsprechen, aber z.B. aus Filz sind, oder rot oder gelb-blau? Würde man sie dann auch als Pfadfinderzelte nicht akzeptieren? Zu Sascha: Danke für Deine Erklärung. Auf meiner Suche nach dem historischen Hintergrund der Koten hab ich als erstes das Netz nach Pfadfindern durchforstet, die mir dann aber auch nicht mehr sagen konnten, als Du auch schon weißt. Aber trotzdem Danke. Zu Andrew: Was für eine Kote macht denn Deine Frau gerade? Zu Sylvia: Nein, ich komme aus Oldenburg in Oldenburg. Warum?:-) Bis auf weiteres Susanne
Tja hallo Susanne Das mit den Lappen und Samen ist schon ganz richtig. Zum Hintergrund vielleicht (da ich aus der Jugendbewegung mit der Lilie komme),Die Kohten und später auch die Jurten (nach dem Vorbild der mongolischen Hausjurte) wurden in den 20er Jahren von “tusk” aus Lappland mitgebracht. Der richtige Name des Kerls fällt mir noch ein. Er war gründer einer Gruppe in der Bündischen Jugend, der “dj 1.11.” Seine Person ist nicht unumstritten, aber er entwickelte damals diese Zeltform, wie wir sie kennen. Also erstes Aufterten der Kohten wie wir sie kennen südlich von Skandinavien, wahrscheinlich erst seit 1923. Eine Hilfe ist es wahrscheinlich nicht, aber soviel zum Background der Kohte in Dtschl.
Wer die entsprechende Darstellung pflegt, kann (soll) natürlich auch dazu eine vernünftige Kote haben (macht meine Frau übrigens gerade). Die grundsätzliche Zeltform war übrigens durchaus auch bei einigen asiatischen Steppenvölkern verbreitet. Die hanebüchenen Geschichten von irgendwelchen gestrandeten wikingischen Seefahreren, die an die Küste der Osterinseln gespült wurden, von wo sie - weil es so praktisch ist - einen echten urigen Eierkopf mitbrachten, kann ich allerdings nicht mehr hören. Das sind eher unseriöse billige Ausreden. Wenn Du also ein bestimmtes Zelt möchtest, dann solltest Du Dich in die entsprechende Darstellung knien (meiner ganz persönlichen Meinung nach).
Hallo Susanne, ich glaube wenn ich jemand in einer mittelalterl. Tracht aus Lappland mit dem entsprechenden Zelt sehen würde, würde ich in lauten Jubel ausbrechen!!!!!!! Was für mich wichtig ist: Das Zelt, die Tracht und die Ausstattung sollten zusammenpassen. Sylvia PS. Kommst Du aus Oldenburg i.H:?
Hallo Ihr Lieben! Ich habe auf Burg Herzberg mitbekommen, daß keine Jurten und Koten zugelassen wurden. Das kann ich dahingehend verstehen, wenn es sich um echte Pfadfinderzelte handelt. Nun interessierte mich der historische Hintergrund gerade der Koten. Auf meiner Suche stellte ich fest, daß die Koten, wie sie die Pfadfinder benutzen, eine Abwandlung und “Verbesserung” der echten Koten darstellt. Die “echten” Koten wurden und werden nämlich von den Samen und Lappen benutzt und heißen Lavvu. Von ihrem Aussehen ähneln sie Tippis, es sind aber keine. Nun frage ich mich, ob es wohl möglich gewesen wäre, daß ein Normann oder eine -frauen auf diese Zeltform gestoßen ist, sie für praktisch erachtet hat und entgegen der üblichen Zeltformen trotzdem verwendete? Kurz, wie ginge die Mittelaltergemeinde mit einer echten Kote um? Würde sie als Tippi verschriehen und man müßte immer schriftliche Beweise mitführen? Und dürfte man dann aus diesem Lavvu nur als Lappe kommen? Wie seht Ihr das? Liebe Grüße aus Oldenburg von Susanne