Eintrag #3 vom 06. Jul. 2006 17:13 Uhr
Arno Eckhardt
Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.
nach oben / Zur Übersicht Krummhörner biegen
Hallo Ihr
Im Prinzip ist die Sache wirklich so einfach, wie bereits beschrieben: das Holz wird in wasserdampf weich gemacht und dann in ene Form gespannt, in welcher es auch wieder trocknet, fertig.
Das Problem ist:
Der Bohrungsquerschnitt verändert sich dabei natürlich und damit auch die Intonation!
Heute wird das Problem z.B. bei Moeck gelöst, indem anschließend ein an einer Biegsamen Welle befestigter, kleiner Fräser durch das Rohr gezogen wird…
Früher hat man das glaube ich eher durch Erfahrung geregelt und den zu biegenden Teil, wahrscheinlich leicht konisch, gleich etwas weiter gebohrt. Soviel ich weiß, macht oder kann das heute aber niemend mehr.
Auf die Biegung kann man natürlich grundsätzlich auch verzichten, nicht aber auf die Gesamtlänge des Rohres. Damit würde ein ungebogenes Instrument bei gleichem Klangeindruck fast ein Drittel länger und damit ziemlich “sperrig” (hab´ mal auf sowas gespielt. Geht, ist aber wirklich ziemlich lang. Und das war “nur” ein Tenorinstrument).
ßberhaupt sind die Dinger nicht einfach herzustellen. Man benötigt einiges an teurem Spezialwerkzeug und Erfahrung. Deshalb mein Tip: Nach Baukursen suchen!
Euer Traumschmied
