Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Krummhörner biegen

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Eintrag #1 vom 05. Jul. 2006 18:19 Uhr Fabian (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Fabian eine Nachricht zu schreiben.

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Moin tosam!
Hat jemand Informationen darüber, wie früher Krummhörner gebogen wurden oder kann mir sagen, wo ich wohl am ehesten darüber Auskunft finde (wissenschaftliche Arbeiten oder Handwerksurkunden)?
Vielen Dank im voraus!

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Eintrag #2 vom 06. Jul. 2006 13:45 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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wikipedia (ich weiß, keine tolle Quelle) sagt dazu: “Das Krummhorn wurde in Europa im 15. Jahrhundert entwickelt und stammt von einem mittelalterlichen Instrument mit gerader Röhre und einem Tierhorn (von Kuh oder Ziege) am unteren Ende ab.” ergo war da nichts zu biegen, da das Tierhorn idR schon gebogen ist, oder meinst Du die Nachfolger dieses Instrumentes, welche nur noch aus Holz sind(waren)?
Holz jeglicher Art wird über heißem Wasserdampf gebogen und danach in im fixierten Zustand getrocknet, weiß jemand etwas genaueres?
Gruß, Ingo

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Eintrag #3 vom 06. Jul. 2006 17:13 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Ihr
Im Prinzip ist die Sache wirklich so einfach, wie bereits beschrieben: das Holz wird in wasserdampf weich gemacht und dann in ene Form gespannt, in welcher es auch wieder trocknet, fertig.
Das Problem ist:
Der Bohrungsquerschnitt verändert sich dabei natürlich und damit auch die Intonation!
Heute wird das Problem z.B. bei Moeck gelöst, indem anschließend ein an einer Biegsamen Welle befestigter, kleiner Fräser durch das Rohr gezogen wird…
Früher hat man das glaube ich eher durch Erfahrung geregelt und den zu biegenden Teil, wahrscheinlich leicht konisch, gleich etwas weiter gebohrt. Soviel ich weiß, macht oder kann das heute aber niemend mehr.
Auf die Biegung kann man natürlich grundsätzlich auch verzichten, nicht aber auf die Gesamtlänge des Rohres. Damit würde ein ungebogenes Instrument bei gleichem Klangeindruck fast ein Drittel länger und damit ziemlich “sperrig” (hab´ mal auf sowas gespielt. Geht, ist aber wirklich ziemlich lang. Und das war “nur” ein Tenorinstrument).
ßberhaupt sind die Dinger nicht einfach herzustellen. Man benötigt einiges an teurem Spezialwerkzeug und Erfahrung. Deshalb mein Tip: Nach Baukursen suchen!
Euer Traumschmied

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