Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Kürschner und Pelze

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Eintrag #4 vom 24. Sep. 1999 09:31 Uhr Frank Moser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Frank Moser eine Nachricht zu schreiben.

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Frank

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Eintrag #3 vom 24. Sep. 1999 09:30 Uhr Frank Moser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Frank Moser eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Thomas, soweit ich weis wird jeder Pelzmantel aus Stücken und schmalen Streifen gefertigt, d.h. die Pelze werden erst in dünne Streifen zerschnitten und dann wieder von der Pelznäherin (was auch ein eigener Beruf im Kürschnergewerbe ist) zusammengenäht um so eine bessere Fellstrich zu ergeben, was Glanz und auch Beweglichkeit des Kleidungsstückke verbessert. IMHO war es besonders im MA schwierig, die Felle zu gerben, ohne das die Haare (dabei oder kurze Zeit später) ausfielen. Auf Bildern, bes. aus dem SMA sieht man oft auch bei bürgerlichen, schmale Fellverbrähmungen an Kleiden und Herrenwämsen. Sie sind, will man den Propotionen der Bilder glauben, bei Herren höchsten 1 cm bei Frauen vielleicht 3 oder4 cm breit.
Frank

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Eintrag #2 vom 24. Sep. 1999 00:15 Uhr Marita Wolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Marita Wolff eine Nachricht zu schreiben.

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Tja Thomas, zu Zwischenzeiten namens DDR gab es hier pelztierverarbeitende PGH´s (Produktionsgenossenschaften), die ihre Leder- und Pelzschnippel günstig verkauft haben, 2-5 Ostmark das Kilo! Damals hatte ich ich schon mal so einen Lederfimmel, hab Taschen und werweißwas genäht. Zwischenzeitlich waren sogar mal Clownschuhe dran. Diesen Winter werden nun die letzten Lederreste dran glauben und irgendeiner Gewandung einverleibt. Leider kann ich die Pelzschnipsel nicht mal aus der Tüte holen. Die feinen rumfliegenden Häärchen bringen mich schon beim Gedanken daran zum Niesen.Ich werd sie wohl doch verschenken, obwohl sie phantastisch einen Mantel verbrämen könnten.
Alleweil viel Freud beim Kürschnern wünscht Die Woelfin

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Eintrag #1 vom 23. Sep. 1999 16:55 Uhr Thomas Echelmeyer   Nachricht

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Ich habe gestern etwas gelernt: Da latsch ich so mich nix dich nix durch die Osnabrücker Innenstadt, da fällt mir das kleine altmodische Atelier (oder sagt man Werkstatt?) eines Kürschners auf. Immer auf der Jagd nach authentischen Materialien betrete ich leuchtenden Auges den Laden und begegne einem fast 70jährigen Kürschnermeister und trage ihm mein Anliegen vor. Da zeigt der Mann unter seinen Arbeitstisch auf eine blaue Plastiktüte und sagt: “Hier, mien Jong, greif rien un nimm mit wattu braus” Während ich also mit Feuereifer zwischen Rotfuchs und Hamster (ja gibt es wirklich: Hamsterpelze!!) grabe erzählt er mir die Geschichte der Kürschner von Osnabrück. Im 13. Jhd. gab es mehr Kürschner in der Stadt als Bäcker! Schnitte oder Empfehlungen konnte er nicht geben, aber den Rat viel Lamm oder Scahfspelze zu verwenden und von Nerzen, Hermelinen und allgemein Nagetieren die Finger zu lassen. Die waren für den Adel. Als er seine Gesellenprüfung ablegte, zeigt ihm sein Meister einen Umhang aus Rotfuchsflicken. “Dein hat moin Meissä auffer Walz ongehobt!” Als ich mir dann auch eine Plastiktütte voll brauchbares Stückchenwerk hraugesuchgesucht hatte, sagte er: “Dann tu noch was in die terre-des-hommes-Dose un gut is´” Hab´ ich getan und bin selig abgezogen. Meine Frage nun: Welche Rolle spielte Pelz im Mittelalter? Ist ein Flickwerk aus Resten von Rotfuchspelz authentisch? Wer kennt in seiner Stadt noch echte Kürschnermeister? Die Kürschner waren offenbar mal eine sehr einflußreiche Zunft. Weiß da jemand näheres drüber? Macht Euch nicht zu viel Arbeit mit irgendwelchen Recherchen, ich will auch erst in einiger Zeit wieder in die Bibo.
Thomas off tha eighk

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