Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Latenezeitliche Tunika eines Kelten

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Eintrag #1 vom 20. Jun. 2005 10:00 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo!
Bei der Planung der Rekonstruktion von latenezeitlichen Tuniken komme ich momentan nicht weiter und suche händeringend Tipps.
Es geht darum, dass meines Wissens die Stoffteile nicht “aus dem Ballen” geschnitten wurden, sondern gleich im richtigen Maß gewebt benutzt wurden. Damit ergibt sich, dass ein Versäumen nicht erforderlich war, wegen der Webkanten der Stoffe.
Beim Nachfertigen habe ich nun damit Probleme. Natürlich kaufe ich Wollstoff im Laden. Den muss ich auf Format schneiden. Und jetzt - was nun?
Versäumen wie gewohnt wäre nicht authentisch. Unversäumt lassen geht nicht.
Sicherlich könnte ich mit der Nähmaschine eine Art “künstliche Webkante” aufbringen, aber dies ist sowohl sichtbar wie auch prinzipiell kein schöner Weg.
Theoretisch müsste es möglich sein, die Kanten zu verklöppeln. Aber hier weiß ich einerseits nicht, wie das gehen sollte, andererseits dürfte das auch extrem aufwändig sein - wovor ich doch etwas zurück schrecke (zumal mir die Methode unbekannt ist).
Gibt es gangbare Alternativen?
Möglichkeiten, die Stoffkanten vernünftig aussehen zu lassen ohne allzu “un-A” zu werden und dennoch mit realistisch machbaren Techniken?
Ich dachte zB daran, die fertigen Kleidungsstücke zwar zu versäumen (per Hand, natürlich), dann aber die Ränder zu umhäkeln. Das ist zwar ebenfalls unbelegt, aber deutet optisch in eine halbwegs korrekte Richtung.
Oder soll ich das mit den Webkanten einfach als “für den Hobbyisten unter normalen Umständen nicht machbar” abhaken und normale Näharbeit mit normalen Säumen benutzen?
Bin für jeden Tipp und jede hilfreiche Anmerkung dankbar.
Giraut

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Eintrag #2 vom 20. Jun. 2005 12:20 Uhr Baerbel Hammes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Baerbel Hammes eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Giraut,
versäume die Schnittkanten einfach mit der Hand.
Nimm den ßberwendlingsstich.
Das machen (soweit ich weiß) alle - auch diejenigen, die auf größtmögliche Authentizität Wert legen.
Es ist einfach ein notwendiger Kompromiss, wenn man mit heutigen Fabrikstoffen arbeitet, also kein Problem.
Wenn Du das vermeiden willst, muss Du Dir den Stoff schon eben lassen. Aber das machen auch nur Wenige und dann auch nur für wenige exquisite Stücke.
Also, mache Dir keinen Kopf drum
Grüße
Bärbel

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Eintrag #3 vom 20. Jun. 2005 12:21 Uhr Baerbel Hammes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Baerbel Hammes eine Nachricht zu schreiben.

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… äh … sollte “weben” nicht “eben” heißen …
Bärbel

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Eintrag #4 vom 20. Jun. 2005 13:33 Uhr Lena Pechar  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lena Pechar eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
zum Thema weben Lassen: einige Behindertenwerkstätten (meistens antroposophische) machen handgewebte Stoffe. Vielleicht auf Anfrage auch in deiner Wunschbreite?
Die Preise sind, soweit ich das kenne, moderat - so ab/um 30 Euro der Meter.
Viel Erfolg beim Rekonstruieren,
Lena_P

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Eintrag #5 vom 21. Jun. 2005 17:02 Uhr Volker Bach  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Volker Bach eine Nachricht zu schreiben.

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Also, ich verstehe von Kelten nicht so furchtbar viel, aber sowohl römische wie gallo-römische Tuniken wurden ‘auf Form’ gewebt, sind aber in einigen Fällen trotzdem (mit ßberwendlingsstich) versäumt.
Ianus

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