Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Leben wie früher

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Eintrag #1 vom 03. Sep. 2000 18:52 Uhr Michael Effertz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Effertz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo zusammen, vorab, NEIN, ich habe nicht geschaut, ob es einen Tread in diese Richtung gibt und bitte um Vergebung, wenn dies der Fall sein sollte. So, jetzt aber zum Thema. Worauf muß man achten, was einplanen, wenn mann etwa 4 Wochen leben will wie unsere Vorfahren, die Germanen? Ich habe mir mit ein paar Freunden mal Gedanken darüber gemacht, zu gegeben es war anfangs nicht zu ernst gemeint, und am Ende wohl auch nicht mehr allzu ernst, aber zeitweise haben wir wirklich mit dem Gedaken gespielt, einen Monat Urlaub der besonderen Art zu machen. Mittelalterliche Feste und Märkte sind zwar schon toll, und ich gehe gerne hin, aber so richtig lebt man eben doch nicht wie die Menschen damals. Also: Wo findet man ein passendes Grundstück, wieweit geht man beim Beschaffen der Nahrung, wo setzt man Grenzen (zum Beispiel beim Zähneputzen, wie damals oder wie heute?) Hat jemand schon Erfahrungen damit oder mit etwas in der Art? Ich wäre sehr dankbar für zahlreiche Vorschläge, Tipps, Meinungen und Einträge.
Gruß, Stahlfix

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Eintrag #2 vom 03. Sep. 2000 19:20 Uhr Axel Aue   Nachricht

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Tja, bei 4 Wochen Zeit brauchst Du wohl nicht mit dem aussähen des Getreides anzufangen. Essen also mitbringen oder vor Ort kaufen. Gibt es die Möglichkeit der festen Unterkunft, oder wird gezeltet ? Umzäuntes Areal oder “freies Grundstück” ? Wenn ihr die Möglichkeiten des Platzes kennt, kann man weiterdenken. Hühner halten lohnt sich über die Zeit schon. Könnt ihr eine Getreidemühle kriegen, gibt es Gemüse/Obst vor Ort ? Habt ihr die Möglichkeit zu “handwerkern” oder wird´s ein “Gammelurlaub” ? Soll es mehr oder weniger “A” sein, oder soll es ein “Abenteuerurlaub” sein ??? Da müßte man schon ein wenig mehr wissen. Gruß.
Axel Aue

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Eintrag #3 vom 03. Sep. 2000 20:01 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Michael, ein guter Weg wäre vielleicht auch ein Projekt mit einem Freilichtmuseum á la Oerlinghausen. In diesem Zusammenhang würde ich auch mal bei Agil (Adresse bei den Links) nachfragen, die Leute wissen oft, wo was mit Experimentalarchäologie abgeht und wo “Freiwillige” gebraucht werden, auch wenn ihre eigenen Workshops oft nicht in die Richtung gehen. Bis denn Thorsten

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Eintrag #4 vom 03. Sep. 2000 21:39 Uhr Klaus-Peter Althaus  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Klaus-Peter Althaus eine Nachricht zu schreiben.

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Hy Michael In Dänemark hat man in den Sommerferien die Möglichkeit im Freilichtmuseeum Lejre auf Seeland eine Woche (soweit ich das weis) unter eisenzeitlichen Bedingungen zu leben. Ich war selbst schon dort und die Anlage ist einfach fantastisch. Es ist ein sehr weitläufiges Gelände und in der Eisenzeitsiedlung sind 15 größere und kleinere Häuser bzw. ßfen etc. aufgebaut. Die einzige Auflage die das Museeum stellt ist das ein Mitglied der Gruppe dänisch spricht um den Touristen zu erklären was man gerade so macht. Es hat also in der Zeit wo das Museeum göffnet ist etwas von “Big Brother”, aber ich denke das man damit leben kann. Hier nun die Kontaktadresse: Historisch-Arkäologisches Versuchscenter Slangeallee 2 DK-2320 Lejre Dänemark Tel.: 46480878 (9-15 Uhr) hab die dänische Vorwahl leider nicht greifbar. Ich hoffe dir geholfen zu haben.
Peter der alte Inseldäne

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Eintrag #5 vom 04. Sep. 2000 09:38 Uhr Frank Moser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Frank Moser eine Nachricht zu schreiben.

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Tach zusammen, der Landschaftsverband Rheinland veranstaltet am kommenden Wochen einen Tag der Archäologie in Tag der Archäologie, Samstag, den 9. September 2000, von 10 bis 18 Uhr, im Rheinischen Amt für Bodendenkmalpflege - Außenstelle Titz, Ortsteil Höllen, Ehrenstraße 14-16 Was gibt´s zu entdecken? * Ausgrabung live im Tagebauvorfeld * Ausstellung von aktuellen Grabungsfunden * Rekonstruktion eines eisenzeitlichen Hauses * Bronzeguß nach antiker Technik * Video-Vorführungen * Präsentation der wissenschaftlichen Projekte der Stipendiaten der Stiftung Archäologie im Rheinischen Braunkohlenrevier * Verkaufsstände: Bücher, Nachbildungen von antiken Gläsern, Schmuck & Geräten * Römische Spiele, Malen & Töpfern für Kinder Vielleicht ein Punkt zum Kontakte knüpfen.
Frank

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Eintrag #6 vom 04. Sep. 2000 18:15 Uhr Michael Effertz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Effertz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo zusammen, da ist ja seit gestern schon einiges zusammengekommen, hoffentlich wird es noch mehr! Zu Dir Axel, wir wissen noch nicht wo und wann wir die 4 Wochen lang lagern wollen. Würde sich ein passendes Grundstück finden, auf dem man zum Beispiel eine Art Langhaus bauen kan, bzw. wo bereits eines steht, so wäre das wahrscheinlich das beste, was uns passieren könnte. Aber auch ein Grundstück zum Zelten reicht uns schon (Zelte sin nämlich vorhanden), vorausgesetzt, es ist etwas abgelegen, soll heißen “außerhalb der Zivilisation”. Daß wir Getreide in dieser Zeit nicht selber anbauen könne ist klar, aber vielleicht besteht ja die Möglichkeit in der Nähe eines Feldes zu lagern, um mit Absprache des Bauern etwas Getreide für den Eigenbedarf zu ernten. Eine Getreidemühle wird schon aufzutreiben sein. Das alles soll möglichst “A” sein, von der Kleidung bis zum Handwerken, so hätten wir z.B. auch vor, Schwerter zu schmieden. Es soll also keineswegs ein “Gammelurlaub werden”. Danke für Deinen Eintrag, vielleicht kommt ja noch was. Zu Thorsten und Klaus-Peter, Danke für die Tipps,
Gruß, Stahlfix

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Eintrag #7 vom 05. Sep. 2000 11:42 Uhr Oliver Borgwardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Oliver Borgwardt eine Nachricht zu schreiben.

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Zum Thema Zähneputzen: Wenn es um die liebe Gesundheit geht, würde ich meine persönliche Grenze setzen. Wenn Du Dich schneidest, solltest Du auch Jod drauftun. Meiner Meinung nach sollte man mit solchen Sachen nicht scherzen. Also: Tagsüber Zahnbürste in die Truhe, morgens und abends das dreiminütige Ritual - daran wird die Atmosphäre auch nicht übermäßig leiden. Viel Spaß wünsche ich Euch!
Ares de Borg | Furor Normannicus

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Eintrag #8 vom 05. Sep. 2000 14:52 Uhr Doris Fischer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Doris Fischer eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Michael, mal eine Frage zwischendurch: um welche Zeit geht es Euch,Du schriebst “Leben wie unsere Vorfahren, die Germanen” ( das hieße also wohl Kaiserzeit/ Völkerwanderungszeit)- oder soll es eher hochmittelalterliches Landleben werden? Aus Deiner Anfrage bin ich nicht ganz schlau geworden. Zum Thema Germanen könntet Ihr Euch nächstes Wochenende auf einer Ausgrabung in Enger informieren, dazu ein Zeitungsartikel :www.nw-news.de/news/lokal/es/NW_20000831_1431769.html Schöne Grüße von Doris

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Eintrag #9 vom 06. Sep. 2000 10:59 Uhr Axel Aue   Nachricht

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Hi. Grundsätzlich und Zeitenunabhängig ist erstmal die Auswahl der Lokation. Ein paar Punkte die gesichert sein müssen: 1. Wasserversorgung. 2. Futterversorgung. 3. Bademöglichkeit (bei 4 Wochen durchaus angesagt). 4. Fäkalienentsorgung (Donnerbalken oder Dixie?) 5. Möglichkeit, bei Dauerregen einen trockenen Platz zu haben, um zumindest die Klamotten wieder trocken zu kriegen. Schöner ist natürlich mehr Platz, so das auch Tätigkeiten “innerhalb” verrichtet werden können. 6. Schattenplatz bei Dauersonne. 7. Feuererlaubniss? Damit zusammenhängend die Versorgung mit “Brennmaterial”. Eine Sache, die das Leben schöner macht: Versorgung mit “wildwachsenden” Früchten. Wo Du das passende Gelände herbekommst ? Einige Tips hast Du ja schon : Freilichtmuseum. Ansonsten : Fragt doch mal beim Bauern. (Geht am besten wenn man irgendwelche Beziehungen hat). Wildes Campen ist bei so einer geplanten Dauer wenig zu empfehlen. Mögliche Tätigkeiten sind bei 4 Wochen : Töpfern (Wenn ihr keine gedrehte Ware braucht). Holzbearbeitung (Schnitzen…) Spinnen/Nähen/Brettchenweben. Fladenbrot auf Stein backen.. Wenn das Gelände (und der Besitzer) das hergibt: Lehmofen bauen. Und viel, viel mehr… Hygiene : Wenn die Wasserversorgung gesichert ist, ist Waschen (eventuell ja mit vor Ort selbst hergestellter Seife) kein Problem. Ich persönlich komme schon mal ein Wochenende ohne Zähneputzen aus, vier Wochen möchte ich mir aber nicht antun. Muss jeder selber wissen… Gruß und viel Spass
Axel Aue

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Eintrag #10 vom 07. Sep. 2000 18:46 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hallo Axel! Ich denke, hier geht es um eine ganz ganz richtige Lebenserfahrung in Sache Damaliges Leben. Daher sind sachen wie Dixi doch absolut ausgeschlossen, oder? Eher richtig wäre doch wohl, in den Wald gehen und den Arsch mit einem Blatt abputzen, wie das unsere Großväter in Rußland betrieben haben, oder? Wenn man es so gerne genau erleben will, dann gibts auch kein Zähneputzen. Man sollte aber doch in der nähe eines Baches lagern, damit man jedenfalls sich waschen kann und….mit den Fingern die Zähne putzt. Wie das unsere…siehe oben. Gut, mit Wurst und Fleisch und so könnte man ja immer noch sagen, daß man das jeweilige Tier gefangen hat oder gezüchtet hat. Sollte nur stimmen. Puter gabs damals nicht. Getränke: keine Cola, kein O-Saft. Bier, Wein und A-Saft könnten noch gehen, aber eigentlich doch das Wasser vom Bach, oder? Also Axel, ich meine, wenn man sich diese Sache schon ernsthaft vornimmt, dann auch richtig! Ach ja, von wegen Wunden: Huflattich gibts fast überall. Gruß v. Arlen

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Eintrag #11 vom 07. Sep. 2000 19:24 Uhr Axel Aue   Nachricht

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Hi Christoph. Thema Dixie: Ich habe zwei Möglichkeiten als Alternativen gestellt, weil ich weiss, das viele Leute es “brauchen”. Für mich persönlich kommt es auch nicht in Frage, ausser es gibt keine “ungestörten” Plätze. Wo ist Deine Quelle für “Zähne mit den Fingern” putzen ? Und Deine Quelle für “mit den Blättern” abputzen ? Ansonsten geb ich Dir recht, so wenig wie möglich, so viel wie nötig. (Nach meinem persönlichen Empfinden muss Zähneputzen zumindest ab und zu sein.) Und, wofür brauchst Du bei so einem Projekt eine Entschuldigung für Wurst ? Wird´s denn “Rollenspiel” oder “Selbstbetrug” ? Wo willst Du bei vier Wochen anfangen ? Beim aufziehen der Tiere ? Beim Schlachten ? Beim Räuchern ? Oder vielleicht doch lieber realistisch bei der Wurst ? Gruß. Axel
Axel Aue

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Eintrag #12 vom 07. Sep. 2000 21:23 Uhr Axel Aue   Nachricht

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Nachtrag. Gutes Beispiel für “erst Denken, dann Schreiben”. Wir selbst haben mal ein einwöchges Projekt gemacht, wo wir Hühner gehalten haben. Am letzten Tag haben wir die dann geschlachtet, gerupft, und in die Suppe verfrachtet. Das war allerdings in einem (mehr oder weniger) eingezäuntem Gelände, so das wir auch die Chance hatten, die Viecher einzufangen. Fleisch kann man aber ja auch in einem großen Stück frisch geschlachtet kaufen, so das man eventuell tatsächlich selbst räuchern kann. Oder trocknen. Oder pöckeln. (Wobei ich noch keine Ahnung habe wie lange das Fleisch gesalzen werden muss. Aber so etwas kann man ja auch vorbereiten…) Und ansonsten hat man ja auch die Möglichkeit, wenn man´s denn genau machen will, hauptsächlich ohne Fleisch zu leben.
Axel Aue

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Eintrag #13 vom 07. Sep. 2000 22:45 Uhr Katrin Ulrich   Nachricht

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Hier ein Buchtip von mir: Twee manen lang“ (ISBN hab ich leider jetz nich im Kopf aber mit etwas Hilfe laesst sich das Buch sicherlich auch so organisieren) bzw. eine Zusammenfassung von diesen ”Zwei Monden Leben wie unsere Vorfahren im Experiment“ in einer der ”Experimentelle Archäologie-Bilanzen" vom Oldenbourg-Verlag. Eine nette Einstimmung, auf was man sich da alles einlassen kann…
Kati

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Eintrag #14 vom 10. Sep. 2000 19:54 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hallo Axel! Das mit den Blättern hab ich aus direkten Zeitzeugen, nämlich meinen Großvätern! Frag mal Deinen, sofern der in Rußland war. Was die Wurst angeht: Diese habe ich nur erwähnt, weil hier angekündigt wurde, daß es sich um ein 3 Wochen-Projekt handelt. Zum Thema erst Denken dann Schreiben: In 3 Wochen ist es nicht möglich, ein Schwein aufzuziehen, zu schlachten, zu verarbeiten und zu räuchern. Eine Möglichkeit gäbe es natürlich noch: Sich Pfeil und Bogen und Speer basteln und versuchen, im Wald etwas tierisches zu erlegen. Allerdings befürchte ich dann, daß in diesem Falle das Projekt als: Authentische Hungersnot umzubenennen ist. Gruß v. Arlen

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Eintrag #15 vom 11. Sep. 2000 09:06 Uhr Christian G.   Nachricht

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Moin, Christoph: Nicht ´authentische Hungersnot´, sondern ´Verstoss gegen das deutsche Jagdrecht´. Die Jagd mit Bogen, Amrbrust etc. ist hierzulande leider illegal. Wer auf die Idee kommt, mit soetwas anzufangen, wird vielleicht satt, hat aber garantiert richtig Aerger. Viele Gruesse, Christian

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Eintrag #16 vom 11. Sep. 2000 18:32 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Genau! Bleibt also nur gekaufte Wurst und Braten, auch wenn Axel das nicht einsehen will. Gruß v. Arlen

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Eintrag #17 vom 18. Sep. 2000 12:41 Uhr Frank (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Frank eine Nachricht zu schreiben.

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Tach da draußen, ist da was an mir vorbeigegangen? Ich dachte Axel war der Meinung das Wurst OK ist und daß man ja (falls man unbedingt darauf verzichten will) ein Stück Fleisch vom Schlachter holen kann und dann räuchern, pöckeln… Aber das Thema Fleisch würde ich sowieso weit hinten anstellen, da aus meinen Quellen eigentlich zu entnehmen ist daß die Germanen sich überwiegend von Samen und Getreide (meist in Grütze oder Breiform) ernährt haben. Also ich finde die Idee gut, aber der Zeitraum von 4 Wochen scheint mir für “das erste Mal” ein wenig lang. Ich würde mit einer Woche anfangen und erstmal selbst Erfahrungen sammeln (ist ja meist doch anders als man sich das vorstellt wenn man´s hört) Mit dem Bachwasser trinken wäre ich auch vorsichtig wenn dann nur in unmittelbarer Nähe der Quelle. (Eigene Erfahrungen mit toten Rehen in einem Bach oder anderen unangenehmen Sachen können auf Wunsch natürlich auch selbst gemacht werden, aber ich kann versichern daß es nicht angenehm ist und u.U. erst zu späht erkannt wird weil das Vieh oder anderer Müll ziemlich versteckt liegen kann!) Wenn ihr das doch durchzieht würde es mich freuen davon mal was zu hören. Grüsse Frank aus Franken

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Eintrag #18 vom 18. Sep. 2000 18:13 Uhr Dr. Frank Dierkes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Frank Dierkes eine Nachricht zu schreiben.

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Zuerst solltet ihr euch Gedanken machen, zu welcher Jahreszeit ihr den Trip machen wollt. Jetzt im Spätsommer/Frühherbst läßt es mit den sammelfähigen Früchten so langsam nach, da kommen noch ßpfel und dat wars dann so ziemlich. Der Sommer empfiehlt sich da eher, um Zugriff auf Wildfrüchte zu haben. Dann solltet ihr euch dringend in der Bestimmung eßbarer Wildpflanzen und -früchte kundig machen, damit ihr nicht zufällig Eibe knabbert, statt roter Johannisbeeren (in dem Fall empfehle ich, rechtzeitig eine Grube auszuheben und sich reinzulegen). Vom Genuß von Wasser aus Bächen/Teichen kann ich nur abraten, da bei Blick durch Mikroskop bzw. der anschließenden chem. Auswertung kaum noch ein Gewässer unbedenklich getrunken werden kann. Im besten Fall kann es den Durchfall des Jahrhunderts geben, im schlimmsten Fall auch mehr. Wer unbedingt aus dem Bach saufen will, der sollte das Wasser abkochen und zwar mehrere Minuten, vorherige Chlorung des Wassers (Tabletten im Outdoorbedarf) macht es einigermaßen trinkbar. Zum Fleisch: Tiere schlachten klingt einfacher, als es ist. Zur ßberwindung, die ein ansonsten McDonalds-gestählter Mitteleuropäer aufbringen muß, ein Lebewesen mit eigenen Händen zu töten, gehört auch das Wissen wie, sonst wühlt man zwar mit dem Messer im Karniggel herum, es schreit aber immer noch und will partout nicht sterben (und de Geschmack des Fleisches kann man dann aufgrund des ausgeschütteten Adrenalins auch vergessen). Hinzu kommt, daß so ein Tier fachgerecht gerupft oder gehäutet werden will, dann muß es noch ausgenommen werden (bitte OHNE die Gallenblase zu durchstechen) und dann ist es erst fertig für den Topf. Jungs, wenn nicht wenigstens einer von Euch praktische Erfahrungen damit hat, weicht auf Selchfleisch aus. Ansonsten könnt ihr euch Roggen oder Hafer mahlen (Getreidemühle oder zwischen zwei flachen Steinen) und das Mehl dann mit Wasser od. Milch aufkochen zur Grütze. Wo wollt ihr Getreide herbekommen. Bereits gedroschen oder noch “am Halm” Wenn noch am Halm, dann müßt ihr es noch dreschen und daß geht am besten auf einem sauberen Platz (ein Bettlaken). Mit dem Dreschflegel ausdauernd auf die Garben prügeln und dann das Ergebnis in die Hände nehmen und die Spelzen und Halme vom Wind verwehen lassen (worfeln). Zeitdauer vom Abschneiden der Getreidehalme bis zur fertigen Grütze nach meinem Dafürhalten ca. 6-8h (bei Ungeübten). Viel Spaß Frank
Laudetur Iesus Christus. In eternam, Amen. Frater HdM

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Eintrag #19 vom 24. Mai. 2001 21:59 Uhr Marcus Jäschke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Marcus Jäschke eine Nachricht zu schreiben.

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weiß nicht, ob die Sache sich nicht längst erledigt hat, wollte aber (als MA-Liebhaber u. alter Survivalfreak) was dazu beitragen….. zum Thema: Frank hat da schon Recht, wenn ihr sowas wirklich plant - und zwar abseits der Zivilisation - und nicht 100 Meter vom nächsten Supermarkt entfernt, solltet ihr euch vorher schon ein paar geeignete “Survivalkenntnisse” aneignen (Fachliteratur gibts mehr als genug - recht empfehlenswert zum Thema ist z.B. das Survivalhandbuch der U.S. Army aus dem Pietsch-Verlag…… Ich würde euch auch sehr empfehlen, zuerst mal - sozusagen als Training - eine Woche “rauszugehen”. Wenn ihr dann immer noch Lust habt, könnt ihr an die Planung der “echten” Tour gehen. 100%ig authentisch wird sich ein solches Unternehmen (aus eigener Erfahrung) heute leider nicht mehr gestalten lassen, denn ohne einige, wenige “Segnungen” der modernen Gesellschaft werdet ihr in 4 Wochen wahrscheinlich nicht auskommen….dabei würde ich mir um die Zahnbürste noch die geringsten Sorgen machen. Wichtig sind z.B.: erste Hilfe-kit, Wasseraufbereitung (kleine Handfilteranlage oder zumindest Micropur-Pulver - natürlich muß die Wasserversorgung z.B. durch einen Bach immer gewährleistet sein) ,und so einige andere Kleinigkeiten….4 Wochen können härter werden als ihr denkt Selber jagen könnt ihr - zumindest in Deutschland - vergessen. Wenn ihr da erwischt werdet gibts wirklich ßrger. Ihr solltet also auf jeden Fall zumindest das nötigste an Lebensmitteln mitnehmen. Vielleicht ergeben sich “on Tour” gute Möglichkeiten zum angeln, oder ihr könnt eßbare Pflanzen aufstöbern. Wie gesagt, lest euch erst mal ein bisschen ins Thema ein - bei guter Vorbereitung kann so eine Tour echt Spaß machen - und im Zweifelsfall (nämlich wenns um die Gesundheit geht) würde ich bei der Authentizität durchaus einige Abstriche in Kauf nehmen. Viel Spaß bei der Tour
Biotan

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