Ich habe mir diesen Artikel tatsächlich mal durchgelesen und halte ihn (ganz vorsichtig ausgedrückt) für Quatsch. Einiges in dem Text erinnert mich an “Eugene- Emmanuel Viollet le Duc” und viele seiner Theorien sind bereits vor Jahrzehnten wiederlegt worden. Ich mutmaße jetzt einmal, das der Schreiber dieses Wiki- Artikels sich auf Viollet le Duc bezieht bzw. das Buch von ihm zur Hand hatte.
Vergiss den Artikel, zwar gibt es die Erwähnungen bei Karl dem Großen, aber ohne Hinweis auf das Material. Da wird etwas übereinander gebracht, was nicht nachvollziehbar ist.
Dann wäre noch die Sachse mit Deutschen und Franken, ziemlicher Nonsens"|
meine Meinung begründet sich ausschließlich auf dem was ich zu dem Thema weiß und nicht was ich mir zu dem Thema wünschte oder mir gefiel oder was andere erzählen.
Sollte dort jemand zu anderen Ergebnissen bei seiner Recherche gekommen sein als hunderte andere, dann kann das mehrere Ursachen haben:
1. Er/Sie kennt tatsächlich Quellen/Funde, die NUR ER kennt.
2. Er/Sie macht den Wunsch zum Vater des Beleges..
3. Er/Sie hat zuviel Uli Stein gelesen.. “Dagegen!”
Zu Punkt Eins sei zu sagen, daß Belege für mich in erster Linie “greifbares”, also Fund(e!) sind.
Eine Aussagekräftige Abbildung ist sicher auch noch etwas, dann aber bitte davon nicht nur EINE, sondern möglichst mehrere, von verschiedenen Künstlern, am besten aus verschiedenen Regionen.
Dieses ist meine Präferenz zum Thema “Infos”, unterstellt du meintest Belege damit.
Vielleicht kannst du ja mal etwas davon hier posten, bitte. Ich bin sicher es würden dir viele danken. :-)
Danke, der Tip mit Vikingnet war gut, da gibts Infos zu. Achja, und Roland, vielleicht solltest du mal dort nachlesen, das wird deine Meinung vielleicht ein wenig ändern !
wie ich schon in anderen Threads geschrieben habe, kann man das nicht verallgemeinern. Was ich weiß, ist das mir der Begriff des “Cuir boilli” (etwa gekochtes Leder) nicht vor dem 12. Jhdt. untergekommen ist. Es gibt einige wenige Funde aus dem 14. Jhdt. (Oberarmpanzer aus Leder und afaik ein Chafron), jedoch einige schriftlicher Hinweise auf Panzerverstärkungen aus Leder, spezeill in den südlichen Breitengraden. Der Begriff Curie kommt z.B. schon gegen Ende des 13. Jhdts. für eine Lederverstärkung am Oberkörper auf (aus diesem Wort hat sich letztendlich auch Kürass entwickelt).
Demgegenüber kenne ich aus früherer Zeit eigentlich keine Hinweise bis auf eine Erwähnung in der St.-Olafs-Saga (11. Jhdt.?), wo die Herdtruppen des Königs als in wattierte Rüstungen mit einer Oberfläche aus Rentierleder gekleidet beschrieben werden. Müsste da die genaue Quelle aber noch einmal abchecken. Auch gibt es Diskussionen, ob die Brunia, die in den karolingischen Inventaren beschrieben wird, nicht auch etwas in der Art ist - da bin ich aber nicht so bewandert, vielleicht können da die hauptberuflichen FrüMis was zu sagen www.vikingnet.de , die sind in dem Thema hoffentlich etwas fitter.
Das war kurz und schmerzlos Roland. Lederrüstungen gab es nicht.
Bleibt also nur der Gambeson. Wenn Du allerdings einen niedrigen Stand darstellst,kannst Du Dich freuen und das Geld für eine Rüstung ganz sparen was dann schon recht “A” wäre!
Wie sieht es denn mit der anderen Ausrüstung aus wie Schuhe zum Beispiel und Wetterfeste Klamotten?
der grund dafür, warum du keine Belege für Lederrüstungen findest ist der Gleiche, weswegen schon hunderte andere vor dir auch keine gefunden haben..vermute ich mal. *g*
Vielleicht liegt es einfach daran, daß so etwas nicht in Gebrauch war?
wir versuchen frühe Normannen um 950 - 1050 darzustellen.
Als Rüstung stelle ich mir eine Lederrüstung vor, weil Kettenhemden eh schon viel zu oft zu sehen sind (is nich “A”). Ausserdem halte ich Leder in den Freischlachten für geeigneter als Kette. (Gruß an die heißblütigen Speerträger). Leider finde keinerlei Belege über Lederrüstungen in diesem Zeitraum, geschweige denn in der geografischen Lage.
Vielleicht kann mir jemand dabei helfen? Mit Bild der Rüstung würdet ihr mich besonders glücklich machen ! :-)