Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Lehm, was ist das genau? Woher?

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Eintrag #1 vom 04. Jan. 2003 09:42 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hallo Keramiker!

Ich hab´da ein Problem:
Ich muß mir eine keramische Paste als ßberzugsmaterial für Schwertklingen beim Härten “basteln” (Rezept liegt vor).
Nur:
Es ist dabei immer von der Verwendung von LEHM die Rede. Was genau aber ist Lehm?
Es gibt vermutlich verschiedene Sorten. Welche eignen sich für diesen Zweck besonders und wo bekomme ich sie her?
ich benötige eine sehr feine Masse, die gut haftet und bis zu 900 °C aushält.
Kann man Lehm vielleicht sogar selbst “abbauen”, wenn man weiß, wo man suchen muß?
Kann man sowas irgendwo kaufen?
Wie setzt sich Lehm (durchschnittlich) chemisch zusammen ?
Fragen über Fragen…
Ich hoffe, Ihr könnt mir helfen.
Die Sache interessiert mich übrigens auch im Zusammenhang “Lehm als Baumaterial”. Oft erwähnt, nie erklärt.
Gruß, Arno

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Eintrag #2 vom 04. Jan. 2003 11:00 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Arno,
Lehm ist grob gesagt der Dreck, den Du auf einer Baustelle findest, wenn die Humusschicht abgetragen ist. Das, was so erbarmungslos an den Schuhen kleben bleibt. Gibt es in gelblich, bräunlich, rötlich, klebrig.
Es gibt Lehm als trockenes Pulver im ökologischen Baustoffhandel zu kaufen. Ist vielleicht ganz angenehm. Dann kannst Du evtl. Zuschlagstoffe wie Rinderhaar oder Stroh schon trocken einmischen.
Infos habe ich hier gefunden: www.terra-casa.org/lehm/eigenschaften.htm
Lehm ist im Prinzip unreiner Ton, in der Hitze wird er hart. Ob er reißt, hängt wie beim Töpfern davon ab, ob es Lufteinschlüsse hat, die sich ausdehnen und ob es Ausweichmöglichkeiten für entstehende Gase hat. Was wohl der Sinn von organischen Zuschlägen wie Pferdemist ist.
Viel Spaß beim Schmotzen!
Stefan

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Eintrag #3 vom 04. Jan. 2003 11:30 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Stefan
Vielen dank für die schon durchaus sehr hilfreichen Tips und den Link. jetzt weiß ich schonmal, was Lehm ist.
Pferdemist oder Stroh würde aus den verschiedensten Gründen beim Härten stören. ich dachte da eher an Zusatz von Natronwasserglas (ahem ahem *hüstel* nicht ganz “a”, ich weiß, aber vielleicht auch nicht notwendig), das “auskieselt” und die Masse ebenfalls deutlich widerstandsfähiger macht. Denn die mechanische Beanspruchung im Schmiedefeuer ist nicht unerheblich!
Als Zuschläge kommen noch Sachen wie Kohlestaub hinzu, wovon ich noch gar nicht weiß, wie er sich wohl auswirkt.
naja, erst mal Lehnm besorgen, dann sehen wir weiter.
Hat Jemand einen Link, wo man das Zeug in der von Stefan beschriebenen Form (pulverisiert) vielleicht online oder in meiner Nähe kaufen kann?
Gruß, Arno

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Eintrag #4 vom 04. Jan. 2003 13:21 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht google findet alles ...

… wenn man weiß, was man sucht.
Zb.: www.naturbaustoffe-balingen.de/home.htm
Die haben auch eine Niederlassung in Tübingen. Ist das nahe genug? Was sie nicht haben, können sie bestellen.
:-)
Stefan

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Eintrag #5 vom 04. Jan. 2003 20:14 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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…Ist nahe genug!
Danke!
Gruß, Arno

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Eintrag #6 vom 09. Jan. 2003 09:35 Uhr Angelina Von Borcke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Angelina Von Borcke eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Arno,
bei uns gibt’s das auch im Baumarkt, genau gesagt bei Hagebau.
Oberndorf ist zwar nicht so nah wie Tübingen… :)
Grüße, Angy.
Angy.

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Eintrag #7 vom 09. Jan. 2003 11:16 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Ihr
Ich gehe gleich nach Tübingen und hole den ersten, 30 Kg - Sack ab…
Da bin ich doch mal was gespannt!
Ich denke, ich werde gleich heute abend noch die ersten Versuche starten.
Möge die ßbung gelingen (und der Lehm sich auch eignen!)
Euer Arno

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Eintrag #8 vom 09. Jan. 2003 11:17 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Völlig vergessen:
Vielen Dank auch nochmal an Angy und Stefan!
Euer Arno

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Eintrag #9 vom 09. Jan. 2003 12:28 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

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Leider habe ich diesen Thread erst jetzt gesehen, vieleichjt kann ich Dir mit meinen Chemiekenntnissen weiterhelfen:
Lehm: Durch feinsten Limonit (Brauneisenerz) gelblich od. bräunlich gefärbter Ton mit nennenswerten Anteilen von Sand u. Schluff (klastische Gesteine), ferner mit Gehalten an Kalk, Glimmer-Blättchen und zersetzten und frischen Gesteinsbruchstücken. Lehm ist entweder an Ort und Stelle verbliebenes Produkt der Verwitterung von tonigen bzw. Aluminiumsilicat-reichen Gesteinen, das heist eine Boden-Art (Klassifikation s. Scheffer u. Schachtschabel, Lit.) oder umgelagertes (sog. allochthones) Verwitterungsmaterial, z.B. als Hang-Lehm oder Auelehm
Limonit: Eisen(III)-oxid-Hydrat, FeOOH, auch Fe2O3 ß xH2O
Sand: Korngrößenbezeichnung Bez. für klastische Gesteine, die lockere Anhäufungen ( von abgerundeten oder eckigen, überwiegend 0,06-2 mm großen Körnchen darstellen. Haupbestandteil ist Quarz (SiO2, Siliziumdioxyd)
Aluminiumsilikate (Ton):Sammelbez. für Verb. mit unterschiedlichen Anteilen Al2O3 u. SiO2.
Kalksteine: Zu den Carbonat-Gesteinen gehörende Sedimentgesteine vorwiegend organogenen Ursprungs, die überwiegend aus Calciumcarbonat (CaCO3) bestehen
Heiko Marquardt

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Eintrag #10 vom 09. Jan. 2003 12:35 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wasserglas!

Als zusatz würde ich in der Tat Wasserglas, aufgrund der chem. Eigenschaften empfehlen, zumindest nachdem ich mit meinem Chef gesprochen und mir das Lexikon der Chemie durchgelesen habe. Hier ein Extrakt daraus:
(Natronwasserglas). Bez. für aus dem Schmelzfluß erstarrte, glasige, wasserlösl. Kalium- u. Natriumsilicate (s.a. Silicate; 2-4 Mol. SiO2 auf 1 Mol. Alkalioxid) od. deren viskose wäss. Lösungen. W. ist im reinen Zustand ein farbloses Produkt (techn. mit Eisen gelbbräunlich bis grünbläulich gefärbt), das mit Wasser bei erhöhter Temp. u. Druck eine kolloidale, klare, stark alkal. reagierende Lsg. bildet. Durch das Kohlenstoffdioxid der Luft wird W. allmählich zersetzt, wobei je nach Konz. Sole, Gele od. Fällungen von Kieselsäure entstehen.Sie enthalten wegen Hydrolyse in der Hauptsache Hydrogensalze wie M3HSiO4, M2H2SiO4 u. MH3SiO4 (mit M = K od. Na). In kaltem Wasser sind W. unlösl., durch das CO2 der Luft werden sie allmählich neutralisiert, wobei je nach Konz. Sole, Gele od. Fällungen von Kieselsäure entstehen. Durch Zusatz von Säuren wird Kieselsäure zunächst in Form von Polykieselsäuren als klares bis milchig trübes Kieselsol erhalten, welches sich rasch unter weiterer Wasserabspaltung u. Ausbildung von Si-O-Si-Brücken zum Kieselgel vernetzt. Das Kieselgel kann jedoch durch Zusatz von Alkalihydroxid u. Erwärmen auf 60°C stabilisiert werden
Herstellung: Durch Zusammenschmelzen von Quarzsand mit Natrium- od. Kaliumcarbonat bei 1400-1500°C, wobei CO2 frei wird. Die erstarrte Schmelze wird entweder in gemahlenem Zustand in den Handel gebracht od. sofort in entsprechende Lsg. gewünschter Konz. überführt.
Verwendung: Zur Herst. von Kieselgelen für die Trocknung von Gasen u. organ. Flüssigkeiten od. für die Chromatographie, für Flammschutzmittel, zur Eierkonservierung, zur Bereitung von Kitten (Wasserglaskitt) u. Klebstoffen, als Bindemittel in Anstrichen (s.a. Silicat-Farben) u. Reaktivfarbstoffen, zur Herst. von Beizen u. Appreturen, zur Bereitung von Glastinten, zum Entbasten u. Beschweren von Seide, als Stabilisiermittel für Peroxidbleichbäder (in Verb. mit Mg-Salzen), zum Mattieren von Reyon, für weiße Füllstoffe, als Zusatz zu Seifen, Wasch-, Enthärtungs- u. Reinigungsmitteln (s. Bleichsoda), als Bautenschutzmittel u. zur Herst. rasch erstarrender Kernbinder, zur Bodenabdichtung u. -verfestigung, als Erstarrungsbeschleuniger für Beton, Hilfsmittel für die Trinkwasseraufbereitung etc. (vgl.a. Kieselgele). W. kann bei innerlicher Verabreichung infolge Magen- u. Darmschädigungen tödlich wirken.
Verwendung in der Lebensmittelchemie:
Früher zur Konservierung von Eiern (ca. 3,5%ige Lsg). In der BRD ist W. zur Herst. von eingelegten Eiern zulässig (s. Anl. 2 zu § 2 Abs. 2 der ZZulV). Der Gesetzgeber versteht unter W. stark hydratisierte Natriumsilicate (s. Anl. 7 Liste 2 der ZVerkV).
Heiko Marquardt

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Eintrag #11 vom 09. Jan. 2003 12:47 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

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von latein.: carbo = Kohle). Chem. Symbol C, nichtmetall. Element, Ordnungszahl 6, Atomgew. 12,0115,
Vorkommen: Etwa 0,087% der obersten 16 km der Erdkruste besteht aus K.; er steht damit in der Häufigkeitsreihe der Elemente an 13. Stelle. Andererseits sind K. u. seine Verb. die wichtigsten Träger aller Lebenserscheinungen, ohne die ein Leben auf der Erde völlig undenkbar wäre - man kann Kohlendioxid als Schlüsselsubstanz auffassen (Assimilation u. Photosynthese). In ungebundenem Zustand kommt K. als Diamant, Graphit sowie in Kohle vor, sonst nur gebunden in Carbonaten, Kohlen(di)oxid, Erdöl u. den organ. Verb., die den ganzen Reichtum der organ. Chemie ausmachen.
Verwendung: Ich denke mal in Deinem Fall muss der C dabei sein um sich an das Metall angelagert zu werden um eine höhere Härte zu erzeugen:
Siehe auch dazu wieder das Chemielexicon:
Eisen Kohlenstoff System:
Darst. der Stabilitätsbereiche von Phasen im Zweistoffschaubild Fe-C in Abhängigkeit von der Temp. als Basis zur Beurteilung des Einflusses von C auf Gefüge u. Eigenschaften von Fe-C-Legierungen. Von wesentlicher Bedeutung sind die unterschiedlichen Modif. des Eisens (Austenit, Ferrit) u. ihre Umwandlungen. Je nach der Form des im Gefüge ausgeschiedenen Kohlenstoffs werden das metastabile (carbid.) u. das stabile (graphit.) E.-K.-S. unterschieden. Im metastabilen Syst. (Grundlage von Stahl) ist C in carbid. Form an Fe gebunden (Fe3C, Zementit, s. Eisencarbid), im stabilen Syst. (Grundlage von Gußeisen) findet sich freier Kohlenstoff (Graphit) im Gefüge.
a) Metastabiles E.-K.-S.: Prakt. Nutzung bis max. 2% C als Schmiedestahl od. Stahlguß. Bei 20°C liegen in Abhängigkeit vom C-Gehalt folgende Gefüge vor: Bis 0,9% untereutektoider, ferrit.-perlit. Stahl; bei 0,9% eutektoider Stahl mit rein perlit. Gefüge (Eutektoid = Perlit: feinkörniges Ferrit-Zementit-Gemisch); zwischen 0,9 u. 2,0% übereutektoider Stahl mit zementit.-perlit. Gefüge. Oberhalb 2,0% C ist die Fe-C-Leg. wegen des Auftretens von Ledeburit (s.u.) im Gefüge nicht mehr warmverformbar u. wird daher nicht mehr als Stahl bezeichnet.
b) Stabiles E.-K.-S.: Prakt. Nutzung zwischen 2,0 u. 4,3% C als Gußeisen. In Abhängigkeit vom C-Gehalt liegen folgende Gefüge vor: Bis 4,3% untereutekt. Gußeisen mit ferrit.-zementit. Gefüge; mit 4,3% C erstarrt das Gußeisen bei 1147°C eutekt. als Ledeburit (Austenit u. Zementit) u. zerfällt bei ca. 720°C in Ferrit u. Zementit. Oberhalb von 4,3% C entsteht unerwünschter voreutekt. Zementit.
Durch Zugabe von Legierungselementen werden die Phasenfelder des E.-K.-S. signifikant verändert (s. Austenit, Ferrit u. Schaeffler-Diagramm). Von entscheidendem Einfluß auf das sich einstellende Gefüge ist dabei neben der Zusammensetzung die Abkühlgeschw. (s. Abschrecken). Deren Auswirkungen auf die Phasengrenzlinien im E.-K.-S. u. auf die entstehenden thermodynam. instabilen Gefügearten (s. Martensit) werden in Zeit-Temp.-Umwandlungsschaubildern mit dem Zusatzparameter Zeit dargestellt.
Heiko Marquardt

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Eintrag #12 vom 15. Jan. 2003 23:22 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Genau so...

…Stelle ich mir hilfreiche Einträge vor.
Danke, Heiko!
Nun scheint es so zu sein, das man Lehm nicht in kleinen Mengen (das übliche Problem. ich kann `s bald nicht mehr ertragen) bekommen kann. Da es aber auch so zu sein scheint, daß Lehm das gleiche ist, wie nicht ganz sauberer Ton, werde ich wohl auf letzteren zurückgreifen, was vermutlich technisch betrachtet auch gar nicht so falsch ist.
Ansonsten: ich glaube, ich krieg´s hin. Schon mit der gemagerten Lehmmischung aus dem Baustoffhandel gab `s hinsichtlich der Konsistenz und mechanischen Haltbarkeit erste Erfahrungen. Jetzt bleiben noch die Zuschlagstoffe genauer zu koordinieren. ich lass´ bestimmt wieder von mir hören.
Außerdem muß ich mir irgendwann das Chemielexikon auch noch zulegen (alter Hobbychemiker und deshalb sowieso interessiert).
Ihr glaubt garnicht, wie wichtig “moderne” Chemie für den “alten” Schmied ist, und wieviel die “damals” schon gewußt haben müssen!
Ist bestimmt teuer, oder? ISBN ? Verlag?
Euer Arno

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Eintrag #13 vom 16. Jan. 2003 07:22 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Taschenlexikon!

Werde ich Dir heute noch hier reinsetzen, da ich Dir als Hobbychemiker das Taschenlexikon empfehlen würde (das ist etwas leichter verdaulich) und das habe ich leider nicht hier auf der Arbeit.
Und teuer ist es nicht! >;o)
Viele Grüße Heiko

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Eintrag #14 vom 16. Jan. 2003 07:28 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

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…wpürde ich Dir “Portil” empfehlen, das ist fein zerstäubtes Wasserglas, wird bei HENKEL (kleine Werbung >;o)) hergestellt und findet zum Beispiel im Strassenbau oder zur versiegelung von Müllhalden verwendung. Die Verarbeitung ist sehr einfach. Wenn irgendwo bei Dir in der Nähe eine Hoch-Tiefbau Firma ist, frage mal da nach ob die Dir da was spendieren können!
Viele Grüße Heiko

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Eintrag #15 vom 17. Jan. 2003 07:01 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Lexika!

So, hier erstmal die Buchtips:
Als erstes:
Taschenlexikon Chemie
ISBN: 3342002255
Dieses Lexikon stammt aus der ehemaligen Täterä und ist wirklich klasse. Damit kann jeder was anfangen, sei es Laie, Azubi, Meister usw.
Sehr empfehlenswert wenn man knappe, aufschlußreiche und Leichtverdauliche Infos haben will. Nicht teuer!
Für den Absoluten Chemiekick empfehle ich:
Römpp Lexikon Chemie
ISBN: 3131078308
Es besteht aus 6 Bänden und praktisch das Standarftwerk in der Chemischen industrie und Forschung. Kostet auch einiges.
Allerdings finde ich es für Laien und Hobbychemiker zu komplex. Die oben aufgeführten “Extrakte” habe ich mit Hilfe dieses Lexikon geschrieben. Du kannst Dir also vorstellen wie detailliert es da zur Sache geht! >:oS
Vieleicht sollte ich mir mal überlegen einen Mittelalterlichen Chemiker (Alchemisten) darzustellen wenn ich alt und weise geworden bin!
Da kann ich sehr gut meine Berufliche EWrfahrung einbringen!
>;o)
Viele Grüße Heiko

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Eintrag #16 vom 18. Jan. 2003 00:35 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Heiko
Aha, ich dachte nämlich, Du hast womöglich das Römpp - Lexikon. Aber da Deine Einträge aus dem anderen stammen: Schon bestellt bei Amazon.
Den Lehmputz, der für die Härtepaste nicht so doll ist, nehme ich jetzt übrigens als Zusatz zum Borax beim Feuerschweißen (Damszenerstahlproduktion). Ist dafür gut geeignet, weil er verhindert, daß das Borax ins Feuer fließt (höherer Schmelzpunkt), dort Schlacke bildet und die Luftzufuhr verstopft…
Auch nicht schlecht!
Euer Arno

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Eintrag #17 vom 21. Jan. 2003 07:40 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

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Die Einträge habe ich mit Hilfe des Römpplexikons erstellt! Allerdings gibt es davon auch eine Onlineversion, wie ich jetzt herausgefunden habe:
www.roempp.com/thieme-chemistry/roempp/prod/index.html
Viele Grüße Heiko

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Eintrag #18 vom 21. Jan. 2003 10:14 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Wissen ist Macht....

…Weist nix? Macht nix!
Hallo Heiko
Nun, Bücher kann man nicht genug haben. Und das Taschenlexikon ist inzwischen auch schon da. Sowas habe ich schon lange in meinem Regal vermisst.
Wenn ich mal reich bin, kaufe ich das andere auch noch.
Aber Danke für den Hinweis!
Euer Arno

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Eintrag #19 vom 04. Mai. 2004 18:09 Uhr Werner Saurer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Werner Saurer eine Nachricht zu schreiben.

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hallo,
ich suche Lehm für einen Lehmbackofen, den ich bauen möchte. Ich wohne im Saarland. Weiss jemand, woher man Lehm bekommt, wie man Lehm erkennt?
–wernher

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Eintrag #20 vom 10. Mai. 2004 20:33 Uhr Harald (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Harald eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Werner,
ich habe mal meine alten Bücher zur Bodenkunde rausgeholt. Mal sehen was ich noch zusammen bekomme.
Also: der Boden besteht aus unterschiedlich feinen Teilchen.
Die groben nennt man Sand, die mittleren Schluff, die feinen Ton.
Lehm setzt sich aus diesen drei Fraktionen, im Idealfall zu gleichen Teilen, zusammen. Denn gibt es aber wohl nicht. Du bekommst jedes beliebige Mischungsverhältnis und mußt eben etwas suchen was deinen Wünschen nahe kommt.
Dabei ist der Tonanteil > 20%, der Sandanteil nicht zu hoch. den kannst du noch einmischen.
Der Ton ist wichtig damit alles schön zusammenklebt.
Wie hier schon jemand schrieb kannst du dir Lehm vom Acker oder aus einer Baugrube holen.
Fingerprobe:
Quelle: nach Kuntze u.a. “Bodenkunde” 1981
Schnelle Bestimmung der Bodenart mit der Fingerprobe:
bindig?
nein = Sand, Schluff, lemiger Sand
ja
stumpf?
mittel bindig = sandiger Lehm
stark bindig = lehmiger Ton
glänzend?
stark bindig = toniger Lehm
sehr stark bindig = Ton
Zur Weiterverarbeitung mußt du dann nach den hier schon beschriebenen Rezepten das ganze noch mit Sand “abmagern”
Hast du Bauanleitungen für einen Ofen?
Harald

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Eintrag #21 vom 11. Mai. 2004 07:24 Uhr Arno Eckhardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Arno Eckhardt eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Leute
Sehr interessante Einzträge sind hier noch gekommen. Vielen Dank dafür.
Als Initiator dieses Treads dachte ich, ich sollte mich auch nochmal mit neuen Erkenntnissen und Erfahrungen melden.
Also:
In Freienfels habe ich bei dem Rennofenprojekt ziemlich genau über die Schulter geguckt und Schmied und Ofenbauer ausgequetscht. Die Haben Lehm von der Firma Claytec benutzt, der sogar schon Strohstückchen enthält und gar nichtmal teuer sein soll. Für das hier angesprochene Backofenprojekt dürfte das genau richtig sein.
Generell ist der Isolationsfaktor von Lehm übrigens ganz erstaunlich. Ich kann jetzt sehr gut verstehen, warum dieses Baumaterial wieder zunehmend an Beliebtheit zulegt.
Das mit der Lehmhärtepaste:
Habe ich weiter probiert, allerdings mit einer komplett selbstgebauten Mischung mit Bentonit als Grundstoff (das ist quasi Ton in Reinform). Alle handelsüblichen Lehmsorten sich viel zu grob, stark gemagert (der weiter unten beschriebene Lehmputz besteht eigentlich zu mindestens 98 % aus Quarzsand!) oder sonstwie ungeeignet. Inzwischen weiß ich außerdem, das die japaner (wie ich im Laufe meiner Experimente bereits vermutet habe) sogar unterschiedliche Lehmmischungen an einer Klinge verwenden…Sehr sinnvoll!
Vielen Dank an Harald mit den hinweisen auf die “Fingerprobe”! Genau soetwas habe ich noch gesucht, damit man das Zeug selber sammeln kann.
Danke auch an TV!, Ihr habt mir wirklich sehr geholfen.
Euer Traumschmied

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Eintrag #22 vom 19. Mai. 2004 19:00 Uhr Elisabeth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Elisabeth eine Nachricht zu schreiben.

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Hach, da hüpft das Geographenherz!
Da die Zusammensetzung von Lehm ja schon mehrfach erläutert wurde, bleibt nur noch Werners Frage, wo man im Saarland Lehm finden kann. Die Geologische Karte ( www.grosskurth.de/GK Deutschland.htm ) zeigt in Teilen des Saarlandes Trias - dort (irgendwo, je nach anstehender Schicht…) dürfte es unter dem Oberboden Lehm in Massen geben. Auch einige Lößauflagen bestehen aus Lehm, aber keine Ahnung, ob bzw. wo es die im Saarland gibt. *g* Klasse, schon wieder Halbwahrheiten unters Volk gebracht.
Viel Spaß beim Buddeln!
Viele Grüße, Elisabeth

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Eintrag #23 vom 14. Sep. 2007 22:43 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Leute
Bin auch auf der Suche nach Lehm. Weis jemand von Euch ob es in NRW irgentwo eine Lehmgrube gibt die man aufsuchen kann?? Ich finde bei mir in der Gegend(ziwschen Bochum und Dortmund) irgentwie nix zufridenstellendes an Lehm.
Den Lehm aus dem Biobaustoffhandel hab ich zwar auch schon mal verwendet, aber der ist als Putz gedacht und sehr stark mit sand abgemagert.
Aber vielleicht weis ja jemand rat?
Grüße
Thomas

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Eintrag #24 vom 17. Sep. 2007 11:44 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Thomas,
oft kommt Lehm in Sandgruben zu Tage, dort wird er dann als Abfallprodukt angesehen.
Das sollte dann völlig unbehandelter Lehm sein.
Bodenkundlich ist Lehm eine Bodenart mit einem bestimmten (für das Pflanzenwachstum optimalen) Mischungsverhältniss von Ton und Sand.
David

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