…. wenn ihr eurem (sollte es einer werden) Bub einen Gefallen tun wollt, nennt ihn Martin. Martin ist nicht nur ein Name, nein, er vermittelt auch Lebensgefühl. Es ist für einen Jungen sehr schwer, aufrecht durchs Leben zu gehen, heißt er nicht Martin! Zudem werdet ihr ihm dadurch einen traditionsreichen Namen bescheren, der sowohl im heidnischen Bereich (Martinus = Sohn des Mars, röm. Gott des Krieges), als auch im christlichen (Martin = die Story mit dem Mantelzerschneiden und Gänse und so..) bekannt und gebräuchlich war.
Und welches Kind wünscht sich denn nicht, dass anlässlich seines Namenstages alle anderen Kinder extra Laternen basteln und singend durch die Straßen ziehen?
Für ein Mädchen würde sich selbstredend Martina anbieten. Ihr seht: wählt ihr diese Möglichkeit braucht ihr euch um das letzendliche Geschlecht des Nachwuchses keine Gedanken mehr zu machen. IST DOCH TOLL!!!!!!
All die vielen weiteren Vorteile jetzt mal ganz außer Acht gelassen.
Der eifrig für seinen eigentlichen Namen die Werbetrommel rührende…… *rühr*…
Hab´mal in unser Stammbuch geschaut und ein paar nordische Namen samt Bedeutung gefunden, wobei ich jetzt allerdings nicht weiß ob das in euren Darstellungszeitraum passt…
… das Heiko ein toller Name ist. Enthält er doch die klassischen Namen Heinrich und Konrad. Außerdem ist der in Norddeutschland sehr gebräuchlich! >;o)
Also ich würde meinen Sohn “Theoderich” oder “Odoaker” nennen……vielleicht auch “Heinrich” oder “Wilhelm”…….
Eine Tochter würde “Amalasuntha”, “Skadi” oder “Teophanu” geheißen werden….womit ich den Kindern natürlich nichts gutes tue, aber da würden sie schon durchkommen;-))))
Man muß sich als Elternteil den Namen ja auch merken können;-))))
(nicht gar so ernst:)
Gawan ap Lot, Esago und Botschafter der Freien Wikinger Köln e.V., Hausherr des Dun Gwalch
zuu ausgefallen sollte ein Name schon deswegen nicht sein, weil das später in der Schule böse Hänseleien nach sich ziehen kann, und das schon, bevor man dem Kind das Selbstbewusstsein vermitteln kann, damit umzugehen. Meine Schwester nannte ihre Zwillinge Attila und Aurora. Inzwischen ist sie dankbar (und nicht nur sie), daß die Interventionen der gesamten Familie dazu führten, daß sie diesen Namen die etwas gewöhnlicheren Paul bzw. Sophie voranstellte.
Ich bin ja Fan der alten deutschen Namen, und läßt man die “Charthits” Paul, Max, Sophie, Anna etc. weg, dannb leiben, wenn man sich z.B. bei Wilhelm Busch umguckt noch genügend übrig, wie z.B. Konrad und Clara ;0),Helene (sehr schön!), Gustav, Pauline, Luise, Kaspar, Moritz…. auch in diese Kategorie und außerdem in das scheinbar von euch favorisierte nordische Namensschema passt Emil (nicht nordisch? Aber ja doch: Michel aus Lönneberga heißt im schwedischen Original Emil.)
welchen Namen ihr auch wählt, sollte er etwas ausgefallen sein, wendet euch besser VOR der Geburt an euer Standesamt, ob ihr den Namen überhaubt nehmen dürft. Wir hatten bei unserer 2. Tochter nämlich reichlich Schwierigkeiten und mußten den Beweis erbringen, daß Caitlin ein in England gebräuchlicher Mädchenname ist. Das wurde dem Standesamt dann zwar schriftlich vom Britischen Generalkonsulat bestätigt, aber es hat irsinnig lange gedauert und war mit einigen Schwierigkeiten verbunden, z. B. bekommt man keine Krankenk.-Karte usw. Besser also, sich vorher informieren!
Meine Empfehlung: Falls das Kind mit ins Hobby soll, gebt ihm einen Namen, den es in möglichst vielen Zeiten tragen kann. Und falls es nicht ins Hobby möchte, schadet es auch nichts.
Meinen Eltern lag mit Sicherheit nichts ferner, als mir einen hobbykompatiblen Namen zu geben, aber gottlob taten sie es. Den frühesten “Dietrich” fand ich im 2. Jhd., und im Mittelalter wie auch in der Napoleonik war er sehr verbreitet, in anderen Zeiten immerhin vorhanden. Und nach so einem Namen würde ich suchen.
Und immer daran denken, daß der arme Wurm sein ganzes Leben mit diesem Namen behaftet sein wird! Wie Hilmar schon schrieb- wenn der Name zu ausgefallen ist, wird Euer Kind euch irgendwann dafür hassen :-) Nennt es also auf gar keinen Fall zum Beispiel ßdipus…….
Auch wir wollten für unserern Sohn einen Namen mit Tradition, weniger wegen dem Hobby als wegen der “Schwemme” moderner Namen die oft hohl und sinnentleert wirken. Wir entschieden uns für Konrad - Jasper, Rufname Konrad. Wäre es ein Mädchen geworden hätten wir die Kleine Oda - Magdalena genannt.
Auch wenn es so klingt hat unsere Namenswahl absolut nix mit dem Hobby zu tun, ich denke man sollte sich dabei nicht von solchen Dingen leiten lassen.
Wir haben für unsere Tochter einen Kompromiss gewählt: einen normalen Namen und einen etwas “ungewöhnlichen” (der nur in unseren Breiten, Erzgebirge… ungewöhnlich ist:-); dann kann das Kind wählen. Soll heissen: gebt ihm doch einen gängigen Namen und einen Wiki/SpäMi-Namen.
Je abgedrehter, modischer oder hobby-bezogener der Name ist, desto mehr wird das Kind später den Namen hassen, wenn es denn nicht nach den Vorstellungen der Eltern in deren Fußstapfen tritt.