es gibt ein sehr gutes Schmuck-Forum das sich mit allen alten und neuen Goldschmiedetechniken beschäftigt | www.goldschmiedeforum.de.vu |. Ich denke dort werden gerade Fragen von angehenden Goldschmieden sehr gut beantwortet. Wobei das Forum auch für Laien sehr interessant ist. Dort gibt es auch ein Schmucklexikon das wie Wikipedia bedient wird, nur das sich dort alles um Schmuck dreht | www.goldschmiedelexikon.de |.
“De diversis artibus - Theophilus Presbyter und die mittelalterliche Goldschmiedekunst”, übersetzt und kommentiert von Erhard Brepohl, der Dir als angehendem Goldschmied ja ein Begriff sein sollte:-)
Das Buch ist teuer, aber öfters in Bibliotheken zu kriegen.
Schön, Steffen beschreibt die Herstellung von Weichlot! Du als angehender Goldschmied suchst doch bestimmt Infos zum Hartlöten, oder? (Weichlöter!!!)
Ich habe sehr gute Erfahrungen beim Löten von Bunt- und Edelmetallen auf glühender Holzkohle gemacht. Alle zu verbindenden Einzelteile mittels Bindedraht fixieren, Flußmittel sowie Lot in Blech oder Drahtform auflegen (nicht mit dem Lot dran rumstubsen!) Alles auf ein ausreichend großes Stück glühende Kohle legen (gegeb. mit weiteren glühenden Kohlestücken umbauen, bzw. überdecken). Dann langsam und gefühlvoll mit dem Mundblasrohr die Gluht steigern, bis das Lot fließt.
Erfordert alles ein bischen Gefühl für Glühfarbe usw. (deshalb erst mal ein paar ßbungen machen und nicht gleich zwei Teile verlöten an denen du Tage gefeilt und gesägt hast!)
Die Kohlen sollten bereits stark durchwärmt und angeglüht sein (ein Steak legt man ja auch erst auf den Grill wenn die Kohlen “weiß” sind) sonst kann es passieren das Kohlestücke beim erwärmen platzen und durch die Gegend springen.
Mit dieser Methode lassen sich auch übrigen sehr gut Emailierungen in Kupferlegierungen durchführen, da die Holzkohle den gesamten Luftsauerstoff reduziert und die Teile kaum oxidieren. (versuch mal Bronze im E-Ofen zu emailieren, das Ergebniss kann man meist wegwerfen!)
Meld dich mal wenn du deine ersten Ergebnisse produziert hast! Wo machst du denn deine Ausbildung zum Goldschmied?
So schab das kupfer wol und wermm das kupfer also das das pech darauf gang und dann so lott auf das kupfer oder messing so nym j libram zin und ji lot messing oder glockenspeiß
Notandum tres partes de stanno et j pars de plumbo optimun etc.
ßbersetzung: Beachte: Drei Teile Zinn und ein Teil Blei ergeben das beste Lot. Wenn Du jedoch altes Blei übrig hast, dann schneide nur wenig und hebe das, was verzinnt ist auf, davon kannst Du so viel nehmen wie von reinem Zinn, genausoviel wie von einem sehr guten Lot
Wenn man Sal ammoniacum dem Zinn beigibt, macht es dieses leichter schmelzbar
willst du Blech löten so vermische Sal ammoniacum mit Unschlitt, wird das Blech damit bestrichen, schmilzt das Lot gut.
Quelle: CGM 821 Liber illumistratum; Transkription und ßbersetzung von Anna Bartl.
Wolters, Jochem: Löten im Mittelalter, in: Europäische Technik im Mittelalter 800-1400. Innovation und Tradition. Ein Handbuch, hg. von Uta Lindgren, vierte Aufl., Berlin 2001, S. 187-203. -
Mich interessiert als angehender Goldschmied mit welchen Techniken und Werkzeugen im Mittelalter gelötet wurde. Das Löttechniken bekannt waren ist duch Funde belegt, doch wie wurde es gemacht?