..Pistole ist in diesem Falle etwas “zukunftsweisend”. Natürlich kann man über die Art der Luntenzündung spekulieren (ab welcher Bauart kann man es “Schloss” nennen, ist diese ersichtlich etc?).
vielleicht bringt diese Darstellung aus dem dritten Viertel des 15ten weiter, ähnliche gibts auch schon etwas früher (grob Jahrhundertmitte), hab ich aber auf die Schnelle nicht im Netz zugänglich gefunden.
Für die um Mitte des 16ten (letzter Beitrag) finden sich auch bereits mehrere erhaltene Pistolen, dann aber zumeist mit Radschloss (z.B. eine Radschlosspistole mit affenkopfförmigen Knauf um 1555 im Kunsthist. Museum Wien.)
In Christian Beaufort-Spontins Buch:“Harnisch u.Waffe Europas des 17.Jh” ist ein mit Luntenschloßpistole bewaffneter Rondartschier abgebildet. Hierbei handelt es sich um eine handgefertigte Skizze eines schwedischen Königs in spanischer Gefangenschaft(König Erik..der so und sovielte-habe das Buch gerade verliehen, sorry)Der schwedische König durfte der Ausbildung dieser Waffengattung beiwohnen.
Ich kenne das abgebildete Teil als Mönchsbüchse und in der mir vorliegenden (zugegebnermaßen älteren) Literatur wird deren Enstehung um 1500 angegeben.
Allerdings handelt es sich hierbei nicht um ein Luntenschloß sondern an der Abzugsstange die hinten aus dem Lauf kommt sitzt eine Feile die mit einem per Federdruck angepressten Feuerstein Funken schlägt und das Pulver entzündet. Zielen dürfte damit recht schwierig werden.
Wie dran steht, ist die Datierung des Museums auf erste Hälfte 15 beziffert, wobei ich eher annehme, das Anfang 16. gemeint war, und sich irgendwo ein Fehler eingeschlichen hat.
Hi, habe im “Funcken” letztens eine hübsch gezeichnete Luntenschloßpistole gesehen, die dort auf die Zeit nach 1450 datiert wurde. Ich weiß, dass das “Funcken”-Buch zu großen Teilen auf Spekulationen basiertt, dennoch wollte ich mal hören ob Jemandem schonmal ein Beleg für eine “LP” über den Weg gelaufen ist? Ich habe sowas bislang noch nie gesehen. Rein interessenshalber-