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Eintrag #1 vom 07. Mai. 2007 11:01 Uhr Simone Schöwe  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Simone Schöwe eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,ich bin Märchenerzählerin und möchte gerne bei Mittelaltermärkten dabei sein.Suche Informationen über Märchen erzählen im Mittelalter.Stand,Kleidung und was es sonst noch zu wissen gibt.
märchenzeit

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Eintrag #2 vom 07. Mai. 2007 14:46 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo!
Ich glaube, daß man da nicht unbedingt einen eigenen Stand mit einer eigenen Tracht für braucht. Allem Anschein nach war das Geschichtenerzählen eine ziemlich verbreitete Freizeitbeschäftigung aller Bevölkerungsschichten. Bekannte Beispiele sind die Rahmenhandlungen aus dem “Decamerone” von Boccaccio, wo eine Gruppe junger Leute sich Geschichten erzählt, um sich von der Pest abzulenken, oder aus den “Canterbury Tales”, wo Mitglieder einer Pilgerreise aus unterschiedlichen Berufen und Ständen sich Geschichten erzählen, um sich die Reisezeit zu verkürzen. Beide Rahmenhandlungen haben außerdem ein Element des Wettbewerbs.
Alternativ könnte man sich auch Spielleute vorstellen, die als professionelle Geschichtenerzähler unterwegs waren. Der Begriff meint im Mittelalter ja nicht nur die Musiker, sondern auch z.B. Akrobaten und eben auch “Sprecher”, von denen nicht ganz klar ist, was sie vortrugen und wie. Das könnten durchaus auch Mären oder Kurzepen gewesen sein.
Die Kleidung solcher Spielleute - auch Frauen - ist nicht als “Tracht” zu beschreiben. Zwar gibt es teilweise auffällig viele Abbildungen von Kleidung in mi-parti, also rechts andersfarbig als links. Schriftquellen sprechen aber davon, daß Spielleute häufig als Lohn getragene Kleidung bekamen. Ihre Kleidung kann sich also von der der “Normalos” nicht allzusehr unterschieden haben, außer vielleicht dadurch, daß sie abgenutzter aussah.
Meine Empfehlungen:
- Entscheide Dich für ein Jahrhundert (gern auch genauer), und grab Dich durch die entsprechenden Threads hier. Solange Du darauf achtest, daß die Sachen zeitlich zusammenpassen, ist es dann eigentlich egal, was für Kleidung Du nimmst.
- Mach Dich ruhig mit den mittelalterlichen “Märchen” vertraut. Ich weiß nicht, wieviel Du davon schon kennst. “Decamerone” und “Canterbury Tales” ließen sich ausschlachten. Ansonsten besorg Dir doch den “Herzog Ernst”, oder von dem Stricker “Erzählungen, Fabeln, Reden” sowie “Der Pfaffe Amis”. Alle drei Bücher gibt es z.B. von Reclam als zweisprachige Ausgabe.
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #3 vom 07. Mai. 2007 17:12 Uhr Christian (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Christian eine Nachricht zu schreiben.

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Danke, das ist einer der schönsten und hilfreichesten Posts, den ich hier seit langem gelesen habe.
Und der meine jetzt wieder einer derjenigen, die am Thema vorbeigehn. Ich wollts nur kurz loswerden.
Ansonsten Admins bitte wieder löschen. Danke!
Karl

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Eintrag #4 vom 07. Mai. 2007 17:23 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen,
…Märchen nach Art der Gebrüder Grimm entfallen weitgehend, die sind in Stil und Inhalt auf das 18. Jhdt passen.
Aber -je nach Zeitdarstellung - kann ich Dich nur auf die grosse Zeit der Epen hinweisen, angefangen beim Parzifal, über die Artus-Sage, die grade im 13. Jhdt sehr beliebte Nibelungen-Sage und die anderen grossen Werke der deutschen Dichter und Sänger des Hochmittelalters. Also an Stoff wird es Dir nie mangeln.
Frohes schaffen!
Ars Militia - Euer Haduwolff

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Eintrag #5 vom 24. Mrz. 2010 19:25 Uhr Torsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Torsten eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. Und zwar möchte ich mich neben dem Studium auf dem Mittelaltermarkt verdingen bzw Spaß haben XD. Und zwar als Musiker, Geschichtenerzähler und Zauberkünstler. Zudem sind ein paar Freunde und ich derzeit dabei eine Gauklertruppe zu gründen.
Ich weiß jedoch nicht was an Gewandung und Zubehör ich mir hierfür zulegen sollte. Ich habe bisher halt eine Grundausstattung aber ich möchte mir jetzt eine komplette Austattung zulegen und bin für jeden Vorschlag und tipp offen.
Schöne Grüße

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Eintrag #6 vom 24. Mrz. 2010 20:12 Uhr Daniela (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Daniela eine Nachricht zu schreiben.

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Welche genaue Zeit möchtest Du denn Darstellen?
Es gibt hier in der Taverne schon viele Threads über Bekleidung und auch “Gaukler”.
Vielleicht helfen Dir diese Bücher zum Einstieg in das Thema:
Bettler und Gaukler, Dirnen und Henker: Außenseiter in einer mittelalterlichen Stadt
ISBN-10: 3423300752
ISBN-13: 978-3423300759
und
Musikanten, Gaukler und Vaganten
ISBN-10: 3894413719
ISBN-13: 978-3894413712

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Eintrag #7 vom 24. Mrz. 2010 20:43 Uhr Walter Ruf  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Walter Ruf eine Nachricht zu schreiben.

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… mach doch einfach eine normale Darstellung, Bürger, etc, etwas nicht hochtrabendes, mach diese gut, und setz dich dann auf einen Hocker und erzähl den Kindern etwas.
Alternativ kauf dir einen lila Kittel, grüne Hose, färb dir die Haare grün und das Gesicht weis und geh als Krusty der Clown. Ist einfacher und nicht weniger authentisch als die üblichen “Gaukler”!

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Eintrag #8 vom 25. Mrz. 2010 18:28 Uhr Kilian (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kilian eine Nachricht zu schreiben.

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Du willst dich “auf dem Mittealtermarkt verdingen” deute ich mal in der Richtung, daß du weniger Interesse daran hast, herauszufinden und selbst darzustellen, wie das Leben zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort war (oder gewesen sein könnte) und dabei mit möglichst wenig Kompromissen eng an Forschung und Quellen zu bleiben.
Wenn ich das falsch verstanden habe, stimme ich meinen Vorrednern zu.
Wenn ich recht habe und du willst einfach in schönem Ambiente lustig sein und vlt. sogar noch ein paar Groschen im Hut finden, dann stöber einfach durch Internet oder Klamottenläden und zieh an was dir gefällt und geeignet erscheint. Der durchschnittliche Mittelaltermarkt hat mit der namensspendenen Epoche so viel zu tun wie der Elefant mit dem Porzellanladen und erlaubt deshalb dem Teilnehmenden seiner Phantasie freien Lauf zu lassen.
Viel Spaß dabei.

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