Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Markgrafschaft Baden 13.Jh (hilfe!)

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Eintrag #1 vom 21. Mai. 2006 15:21 Uhr Clemens Melzer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Clemens Melzer eine Nachricht zu schreiben.

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Ich bin nun schon seit einiger Zeit auf der Suche nach brauchbaren Karten und Informationen zur Markgrafschaft Baden unter Hermann dem V. (1190-1243). Es geht um einen Abschnitt meines entstehenden Romans, in dem mein Protagonist als Begleiter eines fahrenden Sängers um 1227 zu einem Hoffest des Markgrafen reist (Die Zeit ist so festgelegt, da ich die Hauptfigur am 5.Kreuzzug teilnehmen lasse, bei dem ja auch der Markgraf Hermann zugegen war). Ich würde nun gerne mehr darüber wissen:
-wie die Residenz der Markgrafen in Pforzheim damals ungefähr ausgesehen hat, oder welche andere Burg/Umgebung für sein Hoffest mit der Anwesenheit Hermanns noch in Frage käme.
bzw. bräuchte:
-z.B. Kartenmaterial der Umgebung(Klöster, Burgen, Orte, Wege usw. in Südwestdeutschland), denn ich habe blöderweise noch überhaupt kein Bild von den geographischen Gegebenheiten und kann doch auch Dörfer und kleinere Orte nicht einfach erfinden… oder bleibt mir nichts anderes übrig?
-einen territorial machtbesitzenden Gegenspieler, Rivalen, Feind des Markgrafen Hermann V. von Baden, der auch auf dem Hoffest anwesend sein könnte. (Es gibt nämlich bis jetzt nur einen Grafen mit einem Phantasienamen, dem gegenüber meine Hauptfigur Rachegedanken hegt, da er seine Familie in die Leibeigenschaft gezwungen hat. Dieser Aufbau ist allerdings nur ein ßbergangslösung und somit suche ich gleichzeitig auch nach einem Grund, weswegen meine Hauptfigur sich an diesem Rivalen Hermanns rächen will…)
-Oder einfach nur noch ein paar Informationen zu Hermann V. ( sein Wirken, seine Beliebtheit, seine Probleme, sein Aufbruch ins Heilige Land etc)!
Ich bin nun schon sehr lange am recherchieren und werde auch weiterhin diesbezüglich nicht nachlassen, würde mich aber umso mehr über jede Art von Hilfe riesig freuen, sei es ein Link, ein Literaturhinweis oder nur eine kleine Anregung, denn vielleicht hat sich ja gerade jemand mit einer der obigen Sachen beschäftigt
Lieber Gruß Clemens

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Eintrag #2 vom 21. Mai. 2006 16:13 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen,
…fahr doch einfach mal hin…Burg Liebenzell wird Dich inspirieren, ebenso das Enztal, in Neuenbürg die Burg, die Höhen hinter Kaltenbronn, der Dobel, die Volzemer Steine und so manche örtlichen Schönheiten. Abgesehen davon daß Recherche auch mal bedeuten kann, sich mit den örtlichen Geschichtsvereinen zusammenzusetzen…
Ars Militia - Euer Haduwolff

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Eintrag #3 vom 21. Mai. 2006 18:23 Uhr Clemens Melzer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Clemens Melzer eine Nachricht zu schreiben.

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Oh ja! Ich stelle es mir sehr idyllisch vor, auf einem Stein sitzend ins Tal hinabzusehen, während ein leichter Frühlingswind mir durchs Haar weht und über meinem Kopf die Vögel kreisen :-)
Nein, ich wüsste ja garnicht genau welche Orte zu besichtigen, selbst wenn ich mal einfach so nach Baden fahren könnte, da ich eben noch kein präzises Bild von den dortigen Gegebenheiten im 13.Jh habe. Außerdem zieht der Protagonist über die Schweiz und Italien bis nach Jerusalem und wenn ich all die vorgenommenen Stationen abklappere, komme ich ja garnicht mehr zum Schreiben…Insofern bin ich auf meine Recherche vom Schreibtisch aus angewiesen und hoffe eben nun auf diesem Weg auch mit den erwähnten Geschichtvereinsmitgliedern aus der Gegend in Kontakt zu kommen…

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Eintrag #4 vom 22. Mai. 2006 18:52 Uhr Dieter Graf  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dieter Graf eine Nachricht zu schreiben.

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Um einen glaubwürdigen historischen Roman zu schreiben, sollte man meiner Meinung nach die Personen und die ßrtlichkeiten schon etwas genauer kennen und letztere zumindest einmal im Original gesehen haben. Zu den bedeutendsten Burgbauten in Südwestdeutschland gehören z. B. die von den Markgrafen von Baden um 1220/30 erbauten gewaltigen Bergfriede von Besigheim und Reichenberg unweit von Stuttgart. Reichenberg bietet außerdem wenigstens von weitem das relativ unverfälschte Aussehen einer Burg der Stauferzeit.
Dieter

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Eintrag #5 vom 22. Mai. 2006 19:46 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen,
…und um den vorher schreibenden zu ergänzen…man sollte die Landschaft, deren typische Eigenschaften und auch Risiken kennen. Ebenso wie das Alltagsleben, genaue Klamottenkenntnisse und ähnliches. Sonst bleibts auf dem miserablen Niveau eines Tilman Röhrig oder Peter Berling…viel geschrieben und nichts dahinter…
Grüße
Ars Militia - Euer Haduwolff

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Eintrag #6 vom 23. Mai. 2006 18:58 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

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Ich stimme Hadu zu - um einen glaubhaften historischen Roman schreiben zu können, sollte man möglichst viel über die entsprechende Zeit wissen.
Wenn Du mit dem Wissenserwerb bei den “kleinen Dörfern” anfangen willst - da gibt es eine Möglichkeit, auch ohne Kartenmaterial.
Die nächstgelegene Unibibliothek wird sicher in der Geschichtsabteilung auch Urkundenbücher verschiedener Regionen haben. Finde raus, ob Deine Region dabei ist mit einem Band für Deine Zeit, und dann blättere im Register. Du mußt kein Latein können, weil Du die ganzen Urkunden nicht übersetzen können mußt. Du mußt nur im Register Ortsnamen finden, die in Urkunden erwähnt werden, die vor Deiner Zeit liegen. Wenn du dann eine moderne Karte hast, wirst Du so manche Ortschaft aus dem Register in leicht veränderter Schreibweise dort wiederfinden.
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #7 vom 26. Mai. 2006 13:47 Uhr Markus Single  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Markus Single eine Nachricht zu schreiben.

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Ein kleiner Hinweis, der Markgraf von Baden hatte meiner Meinung nach die Schirmherrschaft über das Kloster von Backnang. Da ich einen einfachen Lehnsmann der Grafen von Neuufen darstelle, hab ich mich mit deren Geschichte viel befasst. Und es scheint so, dass die Grafen von Neuffen genau in dieser Zeit immer wieder Probleme mit den Badenser hatten (ob hier wohl die Hassliebe zwischen uns großen Schwaben und den Badensern liegt???? ;-))). Heinrich I. von Neuffen zerstörte das Kloster Backnang! wäre zwar äußerst Schade, in einem Roman die großen Neuffener negativ belichtet zu lesen, aber ich denke mit dieser Information bist Du ein großes Stück weiter.
Ach ja, die Neuffener haben sich den Grafentitel erheiratet… sind also eigentlich keine richtige Grafen - aber ist nicht so wichtig…
Wobei ich mich meinen Vorrednern anschließen möchte.
Quellen:
Bär, Walter
Der Neuffen
und ein Herr Maurer, der sich sehr um die REegionalgeschichte des schwäbischen Adels verdingt gemacht hat.
Mfg
Markus
www.die-reisecen.de

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Eintrag #8 vom 28. Mai. 2006 16:44 Uhr Clemens Melzer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Clemens Melzer eine Nachricht zu schreiben.

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Danke, eine hilfreiche Information!
Ich hatte ja übrigens auch hinter das thema (hilfe!) geschrieben und nicht: (bitte ein paar belehrungen!) Ich denke, dass ich weiß, dass man für einen glaubwürdigen historischen Roman einen entsprechenden Background haben muss, um nochmal auf die vorigen Schreiber einzugehen…

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Eintrag #9 vom 28. Mai. 2006 17:26 Uhr Clemens Melzer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Clemens Melzer eine Nachricht zu schreiben.

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Hab mich auf deine Anregungen hin ein wenig schlau gemacht.
Der Stift Backnang wurde 1235 zerstört. Aber, was du nicht geschrieben hattest, war, dass die beiden Herren von Neuffen auch am Kreuzzug teilnahmen. Somit ist mit den beiden sicher was anzufangen. Und in Gottfried, dem Sohn Heinrichs von Neuffen hab ich sogar einen Minnesänger gefunden!

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Eintrag #10 vom 28. Mai. 2006 22:28 Uhr Markus Single  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Markus Single eine Nachricht zu schreiben.

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schau mal unter www.die-reisecen.de unter Hintergrundinfos und dann unter Regionalpolitik
Hatte letzte Woche wenig Zeit dir mehr zu schreiben, deshalb nur die paar Infos. Das Buch von Walter Bär git sehr gut Aufschluss über die politische Situation der Neuffener “Grafen”. Gottfried war nicht nur ein Minnesänger, sonder steht an der 17 oder 18. Position und ist damit einer der Ranghösten in der Manesse. Zudem sind im über 50Texte zugeschrieben. Weiter war dieser heinrich I. von Neuffen zuerst ein begeisterter Befürworter von Friedrich dem II. Was kaum einer weiß, ihm und Anselm von Justingen ist es zu großen Teilen zu verdanken, dass Friedrich 1212 nach Süddeutschland unversehrt einreisen kann. Sie hatten den Auftrag, den jungen Friedrich von Sizilien zu bekleiden und den Rückweg durch die Staufer feindlichen Städte der Lombardei zu organiseren und über die Alpen sicher zu geleiten. Aufgrund dieser Taten wird ihm später Hochverrat verziehen, da die Neuffener nach und nach Friedrichs Sohn unterstützen und bei einer Schlacht im Ermstal bei Bad Urach gegen kaisertreue Truppen unterliegen. Ein Jahr später sind die Brüder Heinrich und Albert v. Neuffen wieder am Hofe Friedrichs in Noritalien bezeugt. Die Grafen v. Neuffen waren in den 20 des 13. Jht Regenten des Herzogtums v. Schwaben Heinrich missbrauchte aber sie Stellung um gegen Privatfehden für sich zu entscheiden und nach einem Jahr schon wieder abgesetzt. Eine weitere große Ehre war, dass Friedrichs Sohn Heinrich wohl in genau dieser Zeit in die Obhut der Neuffener gegeben wurde - also auf dem Hohenneuffen ein Teil seiner Kindheit verbracht hatte - wenn uach nur kurz. Diese Ehrerbietungen sind wohl insgsamt auf die “gute Tat” 1211 - 12 zurückzuführen. In diesem Zusammenhang sind auch die Grafen von Urach, die von Teck und die von Achalm zu nennen. Diese mächtigen Vier am Albtrauf waren sicher ernst zu nehmende Gegner des Königs/Kaisers, da die mittlere schwäbsiche Alb und damit auch das Kernland der Staufer ohne die Zustimmung der Vier nicht unter kontrolle zu bekommen war. Deshalb hatten die Neuffener auch wenig Respekt vor einem Markgrafen. Die Burgen galten als uneinnehmbar. Und mir ist nicht bekannt, dass diese Vier sich einmal gegeneinader erhoben hätten.
Hochinteressante Geschichte - immer wieder waren schwäbishe Grafen Kaisermacher und Gegner - Später die Grafen von Haigerloch - Albrecht von Haigerloch, der den späteren Habsburger König und Kaiser unterstüzte und ohne diese Unterstützung hätten sich die Habsburgen in Süddeutschland nicht durchsetzten können.
Hoffe, dass meine Angaben soweit richtig waren. sind aus nur zwei Quellen, aber es ist nicht einfach, über ein paar Grafen der Regionalgeschichte mehr als ein Todesdatum herauszubekommen.
MfG
Markus
www.die-reisecen.de

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