Bei der Kaltverfestigung handelt es sich wie bei der Härtung um interkristalline Vorgänge.
Grob gesagt, die Atome können sich nach einer Weile des “Wanderns” nicht mehr bewegen, der Werkstoff versprödet. Durch erwärmen werden diese Hindernissse aufgelöst, es tritt Erholung ein.
nachdem hier dieser Fred nach fünf Jahren mal wieder aus der versenkung gehoben wurde…….
Metall kann man nicht verdichten!! Es sei denn es befinden sich im Material dermaßen viel schmutz, schlacke oder sonstige Einschlüße die hohlräume(Lunker) darstellen könnten. Aber bei heutigen Materialien ist dies eher unwarscheinlich. Es sei denn man verhüttet selber und arbeitet unsauber.
Reden wir besser mal von einer Kaltverfestigung!!
Durch die mechanische Bearbeitung kommt es zu einer verformung des Materialgefüges, was Spannungen im Material, und somit Härte erzeugt.
Gehärtetes Material, z.B. Stahl, ist im Grunde einfach nur tierisch verspannt!!
Nichteisen-Metalle lassen sich durch abschrecken nicht härten da dazu was im Material fehlen würde. Im Vergleich zu einem härtbaren C Stahl ehen der Kohlenstoff. Nicht eisen quasi nur einfach härtbar durch “kaltverfestigung”.
ABER: macht man das zu lange, wird das Material immer spöder bis es bricht.
Messing, Kupfer und Bronze werden durch glühen, also Erwärmen und Abschrecken meiner Erfahrung nach weich, “härten” kann man Messing durch schmieden, also Gefügeverdichtung.
Bei Silber und Gold funktioniert das Härten nach dem Löten durch gleichmäßige mechanische Bearbeitung.
Das könnte auch bei Messing funktionieren.
Man kann den Draht hämmern, und/oder drehen. Dazu rollt man ihn unter Schlägen zwischen zwischen zwei Stahlplatten oder spannt man ihn zwischen zwei Zangen und und dreht ein Ende. Die Nadel wird spiralig in sich gedreht und dadurch härter.
Mit freundlichem Gruß,
Heinrich Butschal
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Daß Messing mit Erhitzen und Abschrecken härter wird, stimmt nicht. Deshalb konnte es auch nicht funktionieren, Johannes. Dieses Verfahren klappt halt nur bei Eisen. Leider.
PS: Ich hab sogar gelesen, dass das abschrecken Messing noch weicher machen soll, was ich persönlich auch bestätigen würde, allerdings könnt ich auch einfach eine falsche temperatur gehabt haben. Ich hab die nadeln halt einfach in die Glut von nem Holzfeuer gelegt.
Jennifer: Bist du sicher, genau das hab ich versucht, mit keinem ergebnis.
Ich habe nun gelesen, das man das Messing auf 440° erhitzen soll und ca. 2 h auf dieser Temperatur halten. Danach sollte es um einiges härter sein. Ist da was dran? Und was passiert, wenn ich es zu hoch erhitze? Hab mit Feuer nicht soooo viel erfahrung und kein geeignetes thermometer (was kosten die denn? und wo gibts die? bzw. braucht man sowas überhaupt?). Gibts irgend eine Möglichkeit auf ungefähr 440°C zu kommen und dabei zu bleiben?
…läßt sich leider nach dem Weichglühen nicht mehr wärmetechnisch härten, nur durch Umformung, also mechanische Gefügeverdichtung (Schmieden).
Großindustriell gibt es m.W. ein Verfahren, bei welchem Messing rotglühend unter Luftabschluß (Hochvakuum) in Phosphorsäure oberflächengehärtet wird, das scheidet aber wohl für den Privatgebrauch aus.
Für Messingnadeln eignet sich also das Herstellverfahren in einer Stahlmatritze (dadurch wird die Nadel auch hart) und anschließendes Bohren des ßhrs.
Ich mache seit ein paar Wochen selber Messingnadeln aus Messingdraht. Ich muss um das Nadelöhr vernünftig in den Draht zu bekommen (ich bohre nicht, sondern stanze mit einer Art Locheisen und Hammer) den Draht heiß machen. Dabei wird er natürlich weich. Häufig aber so weich, dass die Nadel kaum noch benutzbar ist. Wie bekomme ich das ganze denn wieder gehärtet?
Ich habe gerade gelesen, dass das über die sogenannte \“kristalline Entmischung\” funktionieren soll. Aber ich kann mir darunter nicht wirklich was vorstellen…