Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Mit Pferden auf dem Markt

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Eintrag #1 vom 01. Aug. 2000 00:13 Uhr Matthias Schlegel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Matthias Schlegel eine Nachricht zu schreiben.

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Nabend Zusammen ! Nein, das hier soll nicht der x-te Thread über das Thema “Ritter mit Pferd ja/nein” werden; die Gründe, warum ich diesen Thread eröffnet habe sind vielschichtiger Natur : 1. Tierschutz Auf dem diesjährigen Markt in Oberhausen mußte ich beobachten, in welchem Zustand sich die vom Veranstalter für “Nicht-Pferdebesitzer” bestellten Leihpferde aus einem Reitstall in Ortsnähe befanden. Man konnte alte und neue Verletzungen zum Teil übler Art erkennen, die weder vernünftig erstversorgt noch veterinärmedizinisch behandelt wurden, es wurde völlig unpassendes Sattelzeug verwendet, welches teilweise stark verrottet und unbrauchbar war usw. usw. usw. Der Gipfel war dann der Planwagen, mit dem Besucher den ganzen tag über das Marktgelände kutschiert wurden … ein Pferd des Gespanns lahmte auf der Hinterhand, beide Pferde bekamen über einen Zeitraum von mehreren Stunden kein Wasser. Ganz im Gegenteil, jemand aus unserem Lager wurde sogar von dem Pferdebesitzer beschimpft, als er den Tieren bei der ersten Pause nach knapp 5 Stunden (!) einen Eimer Wasser hingestellt hatte … Wer von den Reitern und Nichtreitern kann hier an dieser Stelle von ähnlichen Erfahrungen berichten ? 2. Krankheiten Auf manchen Veranstaltungen gibt es kaum Möglichkeiten, die Pferde voneinander zu isolieren. Auf diese Weise können Husten und andere Krankheiten sehr schnell übertragen werden. Gehen manchen Veranstalter vielleicht zu sorglos mit diesem Problem um ? 3. Regularien In Oberhausen wurden meines Wissens erstmalig Regularien eingesetzt, welche Ausrüstung und Können von Pferd und Reiter grundlegend auf die Probe gestellt haben. So wurde auch der sichere Umgang mit dem Pferd und die Frage nach der Turniertauglichkeit von Roß und Reiter geprüft. Wie denkt ihr darüber ? Gruß,
Matthias (Robert Enrick of Caithness)

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Eintrag #2 vom 01. Aug. 2000 00:56 Uhr Ute Gebhard   Nachricht

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Klasse Idee, Matthias, nachdem man im anderen Thread über die pferdelosen Ritter debattiert hat, ist es wirklich höchste Zeit, mal an die Rösser zu denken…:-) Ich denke, es wäre keine schlechte Idee, gewisse Reitsport-Turnier-Auflagen zu studieren und ggf. umzusetzen. So zum Beispiel die Vorlage der Impfpässe mit den gängigen (Influenza etc.) Impfungen und Wurmkuren. Auch der - wie auch immer geartete - Nachweis, daß das Pferd (und der Reiter) in Ausrüstung und Ausbildung gewissen Anforderungen entsprechen. Natürlich muß dann auch der- oder diejenige, die das überprüfen, eine Ahnung von der Materie haben. Bei Vorkommnissen wie von Dir geschildert, gibt es nur eins: boykottieren, Anzeige wegen Tierquälerei erstatten! Aber die meisten Touris haben halt auch keine Ahnung, ab wann der Einsatz von unsachgemäß gehaltenen Pferden tierquälerisch wird…. Bin gespannt, was da noch an Postings kommt. Interessierte Grüße
Ute

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Eintrag #3 vom 01. Aug. 2000 08:54 Uhr Ameli (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ameli eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Matthias, gutes Thema! Mir klingelt immer noch der Kommentar des Kutschers in den Ohren: “das Pferd lahmt nicht, der geht immer so!” Also chronisch lahm? Die Regularien, wie sie in Oberhausen galten, waren in meinen Augen sehr gut. Wir Reiter bekamen sie ein paar Tage vorher zugeschickt, wir wußten also, worauf wir uns einließen. Darin war nicht nur von der mittelalterlichen Ausrüstung der Reiter die Rede, sondern auch von Sätteln, Hilfszügeln, Gamaschen/Springglocken, “Zäumung laut LPO (Leistungsprüfungsordnung der FN)” usw. Das bedeutete: keine atmungsbeengenden Zäume, keine Fahrkandarren, kein Hackamore mit zu langen Aufzügen, nichts was dem Pferd schadet und alles was schützt und vor allem PAßT. Und was mir auch sehr gut gefiel war die Ansage: im Zweifelsfall wird auf Kosten des Halters ein Tierarzt gerufen. Ute, das Vorreiten geschah in großer Runde, alle Reiter waren anwesend, der Herold stellte einfache ßbungsaufgaben und dann war schnell offensichtlich, wer die einhändige Reitweise beherrschte und wessen Pferd mit den mittelalterlichen Aufbauten noch überfordert war. Im großen und ganzen eine gelungene Aktion und an dieser Stelle ein Danke an die Reiter, die ihre Pferde aus dem “Rennen” genommen haben. Zu Märkten generell: wenn ich mit Pferd irgendwo auftauche, setze ich mich im Vorfeld mit dem Veranstalter in Verbindung und frage ab, wie die Bodenbeschaffenheit ist, ob es Heu/Wasser/Stroh gibt, ob ich Paddock am Lager bauen kann etc. Bisher habe ich nur gute Erfahrungen gemacht. Krankheiten: ich hoffe, jeder Pferdebesitzer ist so verantwortungsbewußt und sorgt für eine Grundimmunisierung seines Tieres (Resequin, Wurmkur, Tetanus, Tollwut) und erscheint auch nur mit einem gesunden Tier auf der Veranstaltung. Außerdem sollte auch die Tierhalterhaftpflichtversicherung vorhanden sein, die wurde in den Oberhausener Regularien auch explizit gefordert. Gute Arbeit, Steffi K., und alle, die daran mitgewirkt haben! Verantwortungsbewußt gerittene Pferde sind einfach ein schönes Bild auf jedem Markt und kommen immer gut bei Aktiven und Besuchern an. Vielleicht fällt mir ja später noch was ein…. Mit pferdenärrischen Grüßen
Ameli / Elisabeth von Tannenberg

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Eintrag #4 vom 01. Aug. 2000 10:06 Uhr Jennifer (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jennifer eine Nachricht zu schreiben.

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Und was gibt es für Regularien für das Mitbringen von in Ausbildung befindlichen Pferden, die fast Aktiven Kinder über den Haufen reiten ? Nochmals vielen Dank an Ross und Reiter des tänzelnden Pferdes mit den verdrehten Augen bei der Markteröffnung am Samstag in Oberhausen…von meinem MANN, weil der froh ist, dass ich durch diesen Vorfall von der Idee der Anschaffung eines Pferdes, dessen Stockmaß 110 cm übertritt, geheilt bin.
Gwenfron filia Madoc de Trellech

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Eintrag #5 vom 01. Aug. 2000 10:11 Uhr Jennifer (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jennifer eine Nachricht zu schreiben.

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Und was gibt es für Regularien für das Mitbringen von in Ausbildung befindlichen Pferden, die fast Aktiven Kinder über den Haufen reiten ? Nochmals vielen Dank an Reiter und nicht vorhandene Hilfskraft des tänzelnden Pferdes mit den verdrehten Augen bei der Markteröffnung am Samstag in Oberhausen…von meinem MANN, weil der froh ist, dass ich durch diesen Vorfall von der Idee der Anschaffung eines Pferdes, dessen Stockmaß 110 cm übertritt, geheilt bin.
Gwenfron filia Madoc de Trellech

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Eintrag #6 vom 01. Aug. 2000 11:00 Uhr Jennifer (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jennifer eine Nachricht zu schreiben.

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Sorry Leute, das war ein Versehen…irgendwie streikt meine Verbindung seit gestern…ich dachte nicht, dass abgeschickt wurde (dieersten beiden Einträge können demnach gelöscht werden).
Gwenfron filia Madoc de Trellech

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Eintrag #7 vom 01. Aug. 2000 19:11 Uhr Andre Ruck  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andre Ruck eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo miteinander, zu Jennifer: “Und was gibt es für Regularien für das Mitbringen von in Ausbildung befindlichen Pferden, die fast Aktiven Kinder über den Haufen reiten?” Es ist normal, daß Pferde auf Märkte ausgebildet werden (wie sollte man sonst einem Pferd beibringen, daß ein Markt nichts Schlimmes ist?). Allerdings muß der Halter dies mit entsprechender Vorsicht und Achtung allen Personen in seinem Dunstkreis gegenüber ausführen. Geschieht dies nicht, so ist diese im höchsten Maße bedauerlich und der Halter voll haftbar. Eine generelle Regelung kann es aber dafür nicht geben. Autofahren wird ja auch nicht generell verboten, weil ein Spinner mit 120 durch eine 30 Zone fährt. Hier ist dann wieder der Einzelne verantwortlich. Die Naivität von Kindern gegenüber Pferden ist ein klarer Fehler der elterlichen Erziehung. Wer seinen Kindern beibringt man kann getrost auf Pferde zulaufen, unter ihnen Spielen und alles kaubare an sie verfüttern, der ist eindeutig unverantwortlich. Wenn schon versucht wird mit Hilfe von Helfern Platz für ein Pferd zu schaffen, dann sollten Erziehungsberechtigte dies auch unterstützen. Pferde sind Tiere (Fluchttiere) und müssen auch entsprechend ihres Verhaltens (nicht unseres Wünschens) behandelt werden! zu Matthias: Tierschutz und Krankheiten ßblicherweise sind “Ritterpferde” langwierig ausgebildete Pferde, deren Wert der Besitzer wohl zu schätzen weiß. Die hin und wieder auftretenden Ausnahmen sollten aber beachtet werden. Außerhalb der Turnierveranstaltung (einschl. Proben etc.) ist der Veranstalter zuständig, wenn ein Pferd unangemessen behandelt wird (brutale Schläge, Wasserentzug, …). In der Turnierveranstaltung werde ich (und hoffentlich JEDER Herold) jeden Teilnehmer sofort des Platzes verweisen, der sein Tier quält oder eine Gefahr für Zuschauer oder die anderen Teilnehmer darstellt. Regularien: Ich versuche die freie Turnierszene zu unterstützen. Das heißt aber auch das Folgendes in kürzester Zeit erreicht werden muß: - Auch ein freies Turnier muß eine gute Show sein. Also müßen mindestens zwei Drittel der antretenden Reiter “gute” Ritter sein. - Nachwuchs ist wichtig und SOLL teilnehmen, wenn er nicht ßberhand nimmt und die Nachwuchsreiter SICHER reiten. - Dies kann nur durch testen der Teilnehmer erreicht werden. Also muß vor jedem Turnier ein Vorführen der eigenen Fähigkeiten stattfinden. Das gilt insbesonderen auch für etablierte Reiter (es gibt viele Faktoren: ein neues Pferd, ein zu langer Besuch im Badezuber … ;-). Dies kann zusammen mit der Turnier-besprechung im kleinen Staat (kein Wappenröcke etc.) stattfinden. - Wer noch nicht geeignete Pferde hat oder wenn der Reiter sich noch unsicher ist, so kann der Platz zwischen den Vorführungen zu einem sicheren ßben genutzt werden. Bei freundlicher Nachfrage sind auch viele Fortgeschrittene gerne bereit ein paar Tips zu geben. Sicherheit geht immer vor! Die Show muß dem Besucher gefallen; immerhin finanziert er sie. Nur gemeinsamer verantwortungsvoller Einsatz kann diese Turnierform vor dem entgültigen Aus in Deutschland retten und vieleicht sogar weiterentwickeln.
ein gerne heroldender Herold Colonia

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Eintrag #8 vom 01. Aug. 2000 21:39 Uhr Jennifer (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jennifer eine Nachricht zu schreiben.

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Da das Tier offensichtlich ziemlich wenig Erfahrung hatte, nervös und ängstlich ob der umstehenden Leute war, die sich angesichts der Markteröffnungdort tummelten und schon mehr als die übliche Gasse an Platz gelassen hatten, wäre es wohl das mindeste gewesen, dass es hätte herausGEFßHRT werden sollen. Mein Sohn ist keinesfalls naiv, wir leben auf dem Land, und erst recht nicht ist er auf ein Vieh zugelaufen, das derart mit den Augen rollt, im Gegenteil, er ist so weit als möglich zurück gewichen. Dass die Pferde Turniererfahrung sammeln müssen istklar, aber nicht ohne Führer. In Herzberg waren auch einige unerfahrene Tiere dabei, die trotzdem keine Gefahr für die umstehenden Menschen bildeten und da war die Gasse wesentlich enger.
Gwenfron filia Madoc de Trellech

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Eintrag #9 vom 01. Aug. 2000 21:51 Uhr Tina Melczuk   Nachricht

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Leute, ein sehr interessantes und wichtiges Thema, wie ich finde! Ich habe die beiden Pferde vor dem Planwagen auch bedauert, war nur nicht lange genug da um das richtig mitzukriegen. Als sie die armen Tieren dann endlich “abgeführt” haben, ritt ein kleines Kind auf dem einen Pferd und ein anderes lief munter nebenher und das Tier guckte, als wollte es sagen: “Reichts jetzt mal langsam?” Traurig, wenn Profitgier so groß ist, daß ein Wesen dafür derart ausgenutzt und misshandelt wird. Solche Halter müßten das am eignen Leib erfahren! Immerhin ein Ansatz, daß es Leute gibt, die das Negative sehen und sich auch trauen, den Mund aufzumachen :o)
Tina alias Arngard

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Eintrag #10 vom 01. Aug. 2000 23:00 Uhr Stephanie Winhard   Nachricht

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Moin, ja, ein interessantes Thema. Die armen Kreaturen in Oberhausen haben mir auch leid getan. Amelie war aber immer eine Spur schneller als ich beim Eingreifen ;-) Daß es aber möglich ist, Pferde auf Märkte mitzunehmen, ohne ihnen oder anderen zu schaden, praktizieren wir nun auch schon in der zweiten Saison. Trainieren kann man das zuhause nur sehr begrenzt. Zumindest habe ich nicht die Möglichkeit, mal eben ca. 5000 Leute einzuladen, um die Pferdchen langsam und behutsam an den MA-Radau gewöhnen. Aber vieles kann man trotzdem üben. Der Rest ist halt der berühmte Sprung ins kalte Wasser. Impfungen, Wurmkuren, Gesundheit und vernünftiges Sattelzeug sollten selbstverständlich sein - nicht nur zu Marktbesuchen! Wir haben uns auf den ersten Veranstaltungen, zu denen wir Guinness mitgenommen haben, das Recht herausgenommen, jederzeit die Veranstaltung verlassen zu können, sollte irgendwas schiefgehen oder auch nur in Streß für´s Pferd ausarten. Glücklicherweise ist der Kleine aber eher neugieriger Natur und von Haus aus Energiesparer. So ist es ihm ziemlich egal, ob Kanonen abgefeuert werden, sich Ritters mit ihrem Flachstahl hauen oder kleine Kinder auf seinem Rücken lauthals Liedchen trällern. In Dortmund haben wir in diesem Jahr auch erstmals Behinderte auf ihm reiten lassen. Ich hatte den Eindruck, daß er mit seinen gehandicapten Reitern sogar ganz besonders behutsam umgeht. Trotzdem ist es anstrengend und nervenaufreibend, für ein Pferd auf einem Markt verantwortlich zu sein. Zuviel Hände, die füttern und streicheln wollen, zuviele Leute, die einfach nicht nachdenken, was sie mit ihrer Unvernunft für Gefahren auslösen können. Sonntags Nachmittags bin ich jedenfalls meistens ziemlich heiser ;-) Tja, und dann noch das leidige Thema Wetter: In Rastede hatten wir zwar das Glück, strahlenden Sonnenschein zu haben, leider gab´s dort auch relativ wenig Schatten. An unserem Lagerplatz gar keinen. Also mußte ich mich von Zeit zu Zeit mit Guinness in einem anderen Lager breitmachen, um ihn wenigstens mal eine Weile aus der Sonne zu haben. Achtet also darauf, daß ihr möglichst einen Platz im Schatten bekommt. Unter Bäumen gibt´s dann allerdings wieder das Problem mit herabfallenden ßsten bei heftigerem Stum, was den meisten Pferden auch nicht unbedingt behagt und für schlaflose Nächte sorgen kann. Es ist also kein Zuckerschlecken mit Pferd auf einen Markt zu fahren und sollte gut überlegt sein. Trotzdem macht es Spaß, seinen vierbeinigen Sauerbraten mal ein ganzes Wochenende um sich zu haben und der Atmoshäre der Märkte kommt es auch zu Gute - aber eben nur mit gutem Nervenkostüm bei Roß UND Reiter! Steffi
Hippodromus

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Eintrag #11 vom 02. Aug. 2000 00:17 Uhr Stephan Burkel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stephan Burkel eine Nachricht zu schreiben.

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So, jetzt bin ich auch hier mal angelangt. Nur kurz zum Markt in Oberhausen: Als wir vom Zustand einiger Pferde gehört haben. haben wir schnellstmöglich versucht, die armen Kreaturen aus dem Verkehr zu ziehen. Ob wir der Auslöser waren, oder einige von euch dafür gesorgt haben weiss ich nicht. Fakt ist: Wenige Minuten später wurden die Pferde aus dem Geschirr genommen. Fazit 1: Dieser Reitstall wird nie wieder bei uns auftauchen. Versprochen! Fazit 2: Wenn so etwas bemerkt wird, verständigt SOFORT den Veranstallter! Die wenigsten Märkte sind Videoüberwacht, und Augen und Ohren haben nur bergrenzte Reichweite. Was nun die generelle Situation angeht, kann ich mich im Grossen und Ganzen nur dem Andre anschliessen. Wenn wir eine “freie” Reiterszene im MA Hobby haben wollen, könnte es nicht schaden, sich auf ein paar Grundzüge zu einigen. Aber ich denke, das könnt ihr Reiter auch ohne mein Amateurgeschwätz. Als dann, Hals und Beinbruch
Cäsar von Horst

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Eintrag #12 vom 02. Aug. 2000 00:22 Uhr Matthias Schlegel  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Matthias Schlegel eine Nachricht zu schreiben.

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Nabend Zusammen ! Hallo Jennifer ! Ja, ich hab das ebenfalls mitbekommen; es war eine etwas unglückliche Situation, die aber jederzeit passieren kann. Selbst für das ruhigste Pferd gibt´s Momente, bei denen die unterschiedlichsten Faktoren auf einmal zu Panikreaktionen führen können. Und wenn das Pferd dann wie beispielsweise in Oberhausen noch mit dem Hinterteil an den Elektrozaun eines Paddocks kommt, geht der ßrger los … Trotzdem muß ich Andre beipflichten … auch wenn Deine Kinder nicht das von ihm beschriebene Verhalten zeigen; der größte Teil der Kids - und vor allem deren Eltern - sind einfach zu unbedarft. Da kann man ruhig “Bildet eine Gasse !” rufen; die Leute halten das anscheinend noch für nen guten Witz … Ebenso beim Turnier, wo Andre zum wasweisich wievielten Mal zu verstehen gegeben hat, daß der zweite Zaun um die Turnierwiese unter Spannung steht … irgendjemand ist immer so dusselig und bekommt eine gewischt :-( Hi Stephanie ! SAUERBRATEN ??? Ich bin entsetzt … :-))) Gruß,
Matthias (Robert Enrick of Caithness)

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Eintrag #13 vom 02. Aug. 2000 18:03 Uhr Norbert Fritscher  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Norbert Fritscher eine Nachricht zu schreiben.

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Im großen und ganzen möchte ich mich dem Staetment von Stefan anschließen - so nie wieder! Anmerken möchte ich aber, daß wir bis auf “Lord”, den ich geritten habe, nicht die Pferde bekommen haben, die wir haben wollten und mit denen wir solche Exercitzien seit einem Jahr trainieren. (Die wurden benötigt, damit “Schützen” nicht besoffen vom Pferd fallen). Auch wurde der Fuchs mit den alten Verletzungen gar nicht geritten. Als das Problem mit der Kutsche an mich herangetragen wurde habe ich dies an die Vogtei weitergeleitet. “Chip” und “Chap” sind mir sonst als sehr zuverlässige Kutschpferde bekannt, von einem “Gehfehler” ist mir nichts bekannt. Ich werde auch weiterhin “Lord” reiten, schließe mich aber Stefan an, von einer weitergehenden Zusammenarbeit mit dem Hof abstand zunehmen.
Gruß Norbert

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Eintrag #14 vom 02. Aug. 2000 23:19 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hallo Jennifer! Gewisse Leute (sind hier nicht anwesend) würden vielleicht zu dieser Situation sagen, daß Pferd-überrennt-Kind absolut A ist. (nur so eine kleine spitze bemerkung von mir, wißt ja, das ich sehr ironisch bin, also bitte nicht übel nehmen). Das die Pferde mehr oder weniger gut verheilte Wunden hatten, ist sogar mir als nicht-Pferdekenner aufgefallen! Also wenn mir das als kurzsichtigem Mensch schon auffällt…. Gruß v. Arlen

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Eintrag #15 vom 03. Aug. 2000 09:40 Uhr Jennifer (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jennifer eine Nachricht zu schreiben.

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*hüstel* Das kann ja wohl auch der größte A-Enthusiast nicht so ganz ernst meinen, oder, zumal bei mir bei den den Kindern ohnehin, wie bei vielen anderen auch, die A-Schmerzgrenze beginnt… Abgesehen davon lob ich mir doch so einen netten Norweger…diese hysterischen Vollblüter…na ja.
Gwenfron filia Madoc de Trellech

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Eintrag #16 vom 06. Aug. 2000 18:15 Uhr Christine Friedl   Nachricht

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Hallo, ihr Lieben. Ich schließe mich der Meinung an das es strenger Kontrollen geben müßte. Ich beschäftige mich nun schon mein ganzes Lebenlang mit Pferden und mir schwillt regelmäßig der Kamm wenn ich diese armen Mietponies sehen muß die sich ohne Rücksichtnahme ihrer Besitzer durchs Leben schleppen. Impfpässe und die üblichen Tunierrichtlinien zu adaptieren finde ich überaus sinnvoll. Ebenso Prüfungen über die Eignung und das Verhalten von Reiter und Pferd auf Märkten. Ich denke wenn man solche Misstände beobachtet sollte man dies sofort dem örtlichen Tierschutzverein melden.
Liebe Grüße,Lhiannon

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Eintrag #17 vom 12. Aug. 2000 11:28 Uhr Christoph Gellhaus  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Christoph Gellhaus eine Nachricht zu schreiben.

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Ich hab da nal me grundsätzliche Frage Offene Tuniere wie das in Oberhausen sind ja ne schöne Sache, aber lohnt es sich wirklich für ein Kleine Gruppe Pferde anzuschaffen und extra auszubilden? Giebt es genug offene Tuniere in Deutschland? Meistens sehe ich nur Tschechen und andere Profitruppen. Für die anderen Darsteller giebst nur das Schwertgeklier zu Fuß. Das ist für mich auf Dauer doch unbefriedigend.
Christoph Gellhaus

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Eintrag #18 vom 14. Aug. 2000 11:49 Uhr Silke Eckert  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Silke Eckert eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Christoph, nein, es lohnt sich mit Sicherheit nicht, nur für die freien Turniere Pferde anzuschaffen und ausbilden zu lassen. Ein Pferd solltest Du Dir auch nur dann anschaffen, wenn Du auch ausserhalb des MA-Hobbys etwas damit anfangen kannst, denn so ein Pferd verlangt wirklich jeden Tag seine Aufmerksamkeit und das Halten ist auch mit nicht unerheblichen Kosten verbunden. Solltest Du bisher noch gar keine reiterliche Erfahrung haben mußt Du außerdem einige Jahre Ausbildungszeit mit einrechnen, bis Du reiterlich so weit bist, daß Du Dich gefahrlos für Dich selbst und andere auf Märkte und offene Turniere begeben kannst. Das eigene Pferd solltest Du parallel dazu schon zur Ausbildung geben, da auch die Ausbildung des Pferdes je nach Alter, bisherigem Ausbildungszustand, Veranlagung etc.mehrere Jahre dauern kann. Viele Grüße
Silke

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Eintrag #19 vom 15. Aug. 2000 10:44 Uhr Silke Eckert  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Silke Eckert eine Nachricht zu schreiben.

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Bei mir ist da grade noch eine andere Frage aufgetreten. Soweit ich weiß, sieht die LPO für die unterschiedlichen Klassen E - S, Dressur und Springen doch auch völlig unterschiedliche Vorschriften für Zäumung, Hilfszügel, Gamaschen etc. vor. Bei einer S-Dressur ist z.B.Kandarre mit Unterlegtrense vorgeschrieben. Nach welchen Richtlinien wurde denn die korrekte Zäumung der Pferde beurteilt? Wie werden z.B. Westernreiter beurteilt, die ihre Pferde ab einem gewissen Ausbildungslevel oft nur noch auf Kadarre reiten? Müßten diese ihr Pferd dann auf Wassertrense umstellen ? ßhnliches Problem auch bei Barockreitern, die meist eine spanische oder portugisische Zäumung benutzen. Ich denke eine Zäumung ist immer so gut, wie der Reiter mit ihr umgehen kann und nicht jedes Pferd spricht auf jede Zäumung gleichgut an. Wenn man sein Pferd lange genug kennt und auch darauf eingeht, sollte man wissen welche Zäumung man zu welchem Anlass benutzt und auch mit einer Kandarre kann man dem Pferd sehr einfühlsame Hilfen geben ( wenn man damit umgehen kann ). Bin gespannt auf Eure Meinungen!
Silke

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Eintrag #20 vom 15. Aug. 2000 13:14 Uhr Steffi Keup   Nachricht

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Hallo Silke, hier der entsprechende Auszug aus dem von Ameli genannten Reglement. ---- Zulassung und Beurteilung von Pferd, Reiter, Ausrüstung und Reitstil Pferd Das Mindestalter für zugelassene Pferde beträgt fünf Jahre. Es besteht jederzeit die Möglichkeit, ein Pferd aufgrund gesundheitlicher Mängel bzw. unzureichender körperlicher Verfassung von der Veranstaltung auszuschließen. Bei Unstimmigkeiten kann auf Kosten des Reiters ein Tierarzt beratend hinzugezogen werden. Das Pferd muß zum Zeitpunkt der Veranstaltung ausreichend haftpflichtversichert sein. Ausrüstung von Pferd und Reiter Die Ausrüstung der Pferde und Reiter muß der jeweiligen Reitweise und den Grundsätzen des Tierschutzes und der Unfallverhütung entsprechen. Zäumung/Reithalfter/Gebisse Es gelten die Bestimmungen gemäß LPO für Reitpferde bzw. EWU-Regelbuch bzw. deren internationale ßquivalente. Die Reitweise muß auf die jeweilige Zäumung abgestimmt sein. Verboten sind Fahrgebisse gem. LPO, Korrekturgebisse und mechanische Hackamores mit Anzügen über 12 cm Länge. Hilfszügel Hilfszügel sind grundsätzlich verboten, ausgenommen sind lediglich solche, die nicht in das Gebiß bzw. in die gebißlose Zäumung eingeschnallt werden, sondern in einen Nasenriemen mit genügend breiter Auflage aus Leder o.ä. Material. Ein Martingal (gleitendes Ringmartingal) darf nur in Kombination mit Gebissen ohne Hebelwirkung verwendet werden. Ausnahmen bei körperlicher Behinderung bedürfen der besonderen Absprache. (…) Sporen Sporen sind zugelassen, sofern diese bei normaler Anwendung nicht dazu geeignet sind, Stich- oder Schnittverletzungen zu verursachen. Es gelten die Bestimmungen gemäß LPO bzw. EWU-Regelbuch bzw. deren internationale ßquivalente. Zusätzliche Ausrüstungsgegenstände Zusätzliche Ausrüstungsgegenstände zum Schutz des Pferdes wie Gamaschen, Streichkappen und Glocken ohne Gewichte, Bandagen etc. sind erlaubt. Schweifriemen, Vorderzeug und Vorgurt sind zugelassen. Alle Ausrüstungsgegenstände können bei Verdacht auf Nichteinhaltung der Bestimmungen oder der Manipulation zu jeder Zeit kontrolliert werden. ---- Dies ist ein Auszug aus dem Regelwerk, welches schon vor ein paar Jahren von P. Sinkoli, S. Schult und meiner Wenigkeit ausgearbeitet wurde und bereits bei einigen freien Turnieren zum Einsatz gekommen ist. Sowohl in Freienfels als auch in Vondern gab es ein gemeinsames Training, bei dem begutachtet werden konnte, welche Pferd/Reiterkombination vom Ausbildungsstand her noch nicht so weit ist, an einem freien Turnier teilzunehmen - meiner Meinung nach die beste Moeglichkeit, eine potentielle Gefaehrdung fuer den Reiter, das Pferd, die uebrigen Teilnehmer oder das Publikum weitgehend auszuschliessen. Viele Gruesse, Steffi

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Eintrag #21 vom 15. Aug. 2000 13:42 Uhr Silke Eckert  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Silke Eckert eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Steffi, vielen Dank für Deine Info. Mich würde interessieren, wer bei diesen freien Turnieren diese Regularien kontrolliert. Mir ist z.B. in Freienfels aufgefallen, daß dort einige Pferde (oder Reiter?) mit dem Turniergeschehen eindeutig überfordert waren. Wobei Freienfels sich meiner Meinung nach für ein freies Turnier auf einem sehr hohen Niveau bewegt,durch Reiter wie Hakan, Piwi usw. Viele Grüße
Silke

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Eintrag #22 vom 15. Aug. 2000 15:54 Uhr Andre Ruck  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andre Ruck eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Silke! » Mich würde interessieren, wer bei diesen freien Turnieren diese Regularien kontrolliert>Mir ist z.B. in Freienfels aufgefallen, daß dort einige Pferde (oder Reiter?) mit dem Turniergeschehen eindeutig überfordert waren.« Was meinst Du mit überfordert? (und wann ist ßberforderung eindeutig?) “Regeln bilden die Grundlage der Zivilisation …”
Stets zu Diensten - Euer Herold Colonia

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Eintrag #23 vom 15. Aug. 2000 15:57 Uhr Andre Ruck  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andre Ruck eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Silke! das ganze nochmal vollständig (das erste Posting bitte löschen) » Mich würde interessieren, wer bei diesen freien Turnieren diese Regularien kontrolliert>Mir ist z.B. in Freienfels aufgefallen, daß dort einige Pferde (oder Reiter?) mit dem Turniergeschehen eindeutig überfordert waren.« Was meinst Du mit überfordert? (und wann ist ßberforderung eindeutig?) “Regeln bilden die Grundlage der Zivilisation …”
Stets zu Diensten - Euer Herold Colonia

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Eintrag #24 vom 15. Aug. 2000 16:00 Uhr Andre Ruck  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andre Ruck eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Silke! und jetzt nochmal ohne Sonderzeichen (ich hasse cgi´s, bitte die ersten beiden unvollständigen Postings löschen. Danke) “Mich würde interessieren, wer bei diesen freien Turnieren diese Regularien kontrolliert”: Ich. (Zumindest Turniere, die ich leite) “Mir ist z.B. in Freienfels aufgefallen, daß dort einige Pferde (oder Reiter?) mit dem Turniergeschehen eindeutig überfordert waren.” Was meinst Du mit überfordert? (und wann ist ßberforderung eindeutig?) “Regeln bilden die Grundlage der Zivilisation …”
Stets zu Diensten - Euer Herold Colonia

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Eintrag #25 vom 16. Aug. 2000 13:08 Uhr Silke Eckert  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Silke Eckert eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo André, wir haben dieses Jahr ja nur eine Tagestour nach Freienfels machen können und bei dem Turnier das ich gesehen habe ist ein Pferd ziemlich offensichtlich durchgegangen und ließ sich zumindest innerhalb der Turnierbahn nicht mehr stoppen und einige andere Reiter hatten arge Schwierigkeiten damit die Pferde an der Palia anzuhalten und ruhig stehen zu lassen. Da finde ich, kann man schon davon reden, daß die Pferde (oder die Reiter) mit der Situation überfordert waren. Natürlich kann man zuhause nicht trainieren, wie das Pferd sich verhält, wenn auf einmal 5000 Zuschauer an der Bahn stehen und applaudieren und fürchterlich viel Lärm machen aber man kann zuhause jede Menge anderer Stressituationen mit dem Pferd trainieren. Wir bilden unsere Pferde mittlerweile alle für Ritterturniere und andere Showauftritte aus und man merkt schon im Vorfeld, ob so ein Auftritt für das Pferd noch zuviel ist. Dann starte ich mit dem Pferd halt erst ein Jahr später oder ich mache nur das Training mit. Wie Du selbst bereits gesagt hast, es soll ja auch für das Publikum gut aussehen. Daß sich jemand die Mühe gemacht hat Regeln für das freie Turneien schriftlich festzulegen finde ich nicht nur sehr positiv sondern auch absolut notwendig, um möglichst viele Gefahrsituationen auszuschließen, da stimme ich Steffi voll zu. Liebe Grüße
Silke

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Eintrag #26 vom 16. Aug. 2000 14:22 Uhr Andre Ruck  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andre Ruck eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Silke, danke für die offene Antwort. Meines Erachtens sollte man die Leistung von Pferd und Reiter (ab hier nur “der Ritter” genannt) in Klassen einteilen: A) Der Ritter gefährdet sich, andere Ritter oder das Publikum. B) Der Ritter ist den Prüfungen und Showelementen nicht zu 100%gewachsen, gefährdet aber niemanden. C) Voll turniertauglicher Ritter. Ritter der Klasse A werden selbstverständlich aus dem Turnier entfernt und sofern bekannt auch nicht mehr zugelassen. Ich werde aber auch kein polizeiliches Führungszeugnis bei der Helmschau verlangen ;-) Problematisch wird es bei der Klasse B. Es ist meines Erachtens kein Grund ein Turnier zu meiden, nur weil das Pferd nicht ruhig an der Pallia steht (schließlich müßten dann etliche Profireiter auch von Zeit zu Zeit ihre Show verlassen). Aber es gibt natürlich Grenzen. Ein Reiter der seine Lanze durch die Gegend wirft, damit er mit Mühe sein Pferd zum Stehen bekommt (FF2000) ist gefährlich. Ich versuche die Reiter der Klasse B anhand ihrer Einstellung zu selektieren. So kenne ich z.B. einen Reiter dessen Leistungen eigentlich noch nicht ausgereift sind, der aber ruhig (ohne falschen Ehrgeiz) und ohne sein Pferd zu mißhandeln an die Sache herangeht. Diesen Reiter würde ich zu jedem freien Turnier zulassen. Auch wenn die Leistungen optisch nicht in Ordnung sind. Am Ende noch ein Wort zu den Klasse C Rittern. Selbst bei Rittern mit langjähriger Turniererfahrung kommt es immer wieder zu Gefährdungsmomenten, daher ist ein Aussortieren der Ritter nicht der Weißheit letzter Schluß. Es gibt nur einen Weg: Aufmerksamkeit und ehrliche Selbsteinschätzung ALLER Teilnehmer. Wenn Dir noch gute überprüfbare Mindestanforderungen einfallen, dann schick sie mir bitte, und ich versuche gerne sie im Rahmen des Machbaren zu überprüfen.
Stets zu Diensten - Euer Herold Colonia

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Eintrag #27 vom 16. Aug. 2000 15:04 Uhr Steffi Keup   Nachricht

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Hallo Silke, wenn ein Pferd an der Pallia nicht gerne stillsteht oder nicht immer sauber an jener entlanglaeuft, ist dies meines Erachtens kein Grund, hier einen Ausschluss zu erwirken. In manchen Situationen nuetzt auch ein Jahr weitere Ausbildung nicht, denn - wie schon von dir geschrieben - eine sowohl optisch als auch akustisch äquivalente Kulisse von mehreren tausend Zuschauern wirst du zu Trainingszwecken (leider) nirgends auftreiben, und es ist ein grosser Unterschied, ob ein Pferd zwecks Gewoehnung abseits der Turnierbahn im Paddock steht oder sich wirklich mitten im Plan befindet. Wichtig ist, dass Reiter wie bereits von André in der “Kategorie A” genannt konsequent aussortiert werden, wobei ich die Charakterisierung jener Spezie noch um den Punkt “gefaehrdet/misshandelt sein Pferd aufgrund von Unfaehigkeit, Dummheit oder krankhaftem Ehrgeiz” erweitern wuerde… Pferd/Reiterkombinationen jener Kat. A sind leider haeufig anzutreffen und - was noch viel schlimmer ist - sie sind sich ihrer Zugehoerigkeit zu dieser Gruppe noch nicht einmal bewusst und lassen sich schon dreimal nicht von irgendwem sagen, wie schlecht sie sind (“… ich bin ein richtiger Kerl und habe ´nen tollen Helm und ´n geiles Schwert und fuehle mich zum Ritter berufen - aus dem Weg oder ich reite dich um, denn lenken und bremsen hatten wir noch nicht in der Reitschule!”) Daher der Ansatz, im Regularium festzulegen, welche Anforderungen vom Ausrichter gestellt werden, dieses Dokument vom Teilnehmer mit seiner Unterschrift anerkennen zu lassen und ihn damit den schriftlich festgehaltenen Regeln zu unterwerfen, welche gegebenenfalls einen Ausschluss erwirken. In Vondern wurde wie schon erwaehnt mit allen Reitern - auch den turniererfahrenen - ein Vorreiten durchexerciert, wobei sehr schnell offensichtlich wurde, welche Pferd/Reiterkombinationen als turnieruntauglich einzustufen waren. Positiv war, dass jene Reiter dadurch, dass sie nicht in der Lage waren, selbst einfachste Uebungen zu reiten, von sich aus begriffen, dass es fuer ein katastrophenfreies Turnierdebut noch zu frueh ist - niemand musste “rausgeworfen” werden. Dieses Vorreiten - in Freienfels im Rahmen eines Uebungsturnieres - in Verbindung mit einem unterschriebenen Reglement ist meiner Meinung nach die beste Moeglichkeit, eine Gefaehrdung auszuschliessen und unschoene Bilder zu vermeiden, ohne jeodch den zukuenftigen Stern am Ritterturnierhimmel schon bei seinen ersten Gehversuchen auf dem Turnierplan niederzumachen - es sei denn, jener hoffnungsvolle Recke ist eindeutig unter Kat. A einzuordnen und somit besser beraten, sich weiterhin damit zu beschaeftigen, seinen Helm zu polieren und das Spiegelbild seines erhabenen Antlitzes in jenem zu bewundern… Liebe Gruesse, Steffi

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Eintrag #28 vom 16. Aug. 2000 16:40 Uhr Silke Eckert  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Silke Eckert eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo André, da hast Du natürlich recht. Selbst bei einem gut ausgebildeten langjährigen Turnierpferd mit einem ebensolchen Ritter kann es z.B. vorkommen, daß das Pferd sich mal erschreckt und es zu einer Gefährdung kommt. Durch wachsende Erfahrung sollte sich das Risiko aber minimieren. ßberprüfbare Mindestanforderungen fallen mir jetzt spontan keine ein. Die Sache mit den Leihpferden sollte man vielleicht mal überdenken. Ich finde, es erhöht das Risiko, da man die Pferde und ihre Reaktionen als Reiter schlechter einschätzen kann als bei einem eigenen Pferd, mit dem man einen ganz anderen, viel engeren, Umgang hat. Zumal das höhere Risiko Leihpferd meist auch mit einem unerfahreneren Reiter kombiniert ist. Und solche Sachen, wie Norbert sie aus Vondern geschildert hat, daß man auf einmal ganz andere Pferde bekommt als die mit denen man trainiert hat sind bei fast allen Pferdeverleihern leider keine Seltenheit. Mir selbst ist eine Gruppe bekannt, die früher professionelle Mittelalterturniere mit Leihpferden geritten hat und die regelmäßig diese Probleme hatten. Bevor Du mich mißverstehst, das ist jetzt von mir nicht das absolute NEIN zu Leihpferden bei MA-Turnieren sondern nur ein Tip, Hinweis, Denkanstoss (vielleich auch ein bißchen an die Reiter). Viele Grüße
Silke

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Eintrag #29 vom 16. Aug. 2000 17:10 Uhr Silke Eckert  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Silke Eckert eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Steffi, Du hast natürlich recht, was das Stillstehen an der Pallia angeht. Ich wollte damit auch nicht sagen, daß diese Ritter potetielle Kandidaten für einen Rausschmiss sind. Wir haben, was das Training der Pferde angeht bei uns im Stall z.Z.vermutlich auch die optimalen Möglichkeiten.Z.B.eine Turnierbahn für Trainingszwecke und unsere jüngsten lernen schon bevor sie angeritten werden, daß eine Standarte trotz flatterndem Fahnentuch nicht wirklich ein pferdemordendes Monster ist. Ich finde auch eine ganze Horde Kinder am Rand des Reitplatzes während man Ringestechen oder Helmschlagen trainiert bereiten das Pferd zumindest schon etwas auf den Turnierstress vor. Ich gebe Dir allerdings völlig Recht damit, daß am Ende das größte Problem ein unfähiger Reiter ist, der sich dabei noch maßlos selbst überschätzt. Solange diese Reiter dann aber schon beim Vorturnier oder Training eingestehen, daß es nicht klappt finde ich das auch in Ordnung - unter richtigen Turnierbedingungen kann man halt nur beim Turnier trainieren - kritisch fände ich´s halt nur, wenn jemand dann trotzdem seine Turnierteilnahme durchdrückt. Aber ich glaube Du und André habt mich davon überzeugt, daß ein wirklich lebensgefährlicher Ritter zumindest auf Turnieren auf denen André Herold ist bzw. Dein Reglement Verwendung findet gar nicht erst beim Turnier startet. ßbrigens, es wäre ganz super, wenn Ihr mir dieses Regelwerk mal irgendwie zukommen lassen könntet. Viele liebe Grüße
Silke

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Eintrag #30 vom 16. Aug. 2000 19:03 Uhr Norbert Fritscher  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Norbert Fritscher eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Silke, ich glaube wir wollen alle das gleiche - schöne saubere Turniere! Ich mail Dir gerne eine Version der Regel. ßberigens ist ja auch noch kein Meister vom Himmel gefallen, neh - Heimbach und so.
Gruß Norbert

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Eintrag #31 vom 16. Aug. 2000 22:39 Uhr Angharad Beyer   Nachricht

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Hi, als langjährige Reiterin (leider ohne eigenes Pferd) muß ich den letzten Einträgen von Steffi, André und Silke zustimmen. Die EInteilung in Kategorien finde ich prima. Kategorie A möchte ich um den Punkt ergänzen, daß dieses gefährdende Verhalten nicht nur auf dem Turnierplatz, sondern jederzeit während der Veranstaltung vorkommen kann. Mir ist genau so ein Exemplar bekannt, der sein Pferd nicht beherrscht, aber weder Hilfe noch Kritik annimmt. Und sowas merkt auch das Publikum, wir haben entsprechende Kommentare gehört, als der “Herr Ritter” spazierenritt und dabei Leute fast umgeritten hätte. Die Idee mit den unterschriebenen Regularien ist klasse. Bitte mir auch ein Exemplar zumailen!
Richildis de Schwerdtlauken

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Eintrag #32 vom 23. Aug. 2000 15:40 Uhr diana krischke   Nachricht

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Ich wollte nur mal sagen: Auf einem Turnierplatz, wo nur Hengste sind, seine Stuten mitzubringen und ihnen vor die Nase zu halten, ist nicht gerade der Atmosphäre zuträglich!!!
diana

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Eintrag #33 vom 23. Aug. 2000 17:08 Uhr Andre Ruck  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andre Ruck eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Diana, bei freien Turnieren sind zu 95% Stuten und Wallache am start. Wer auf ein solches Turnier einen Hengst mitbringt muß auch den Kopf hinhalten, wenn er sich dann auch wie ein solcher benimmt. Mir sind nur wenige Reiter bekannt, die eine solche Aktion erfolgreich gemeistert haben. Generell gilt: Für Tiere, Menschen und Material - wenn etwas in gefährlicher Weise nicht mit den anderen Teilnehmern harmoniert, dann kann ich es nicht mitbringen!
Ein lieber redender als reitender Herold Colonia

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Eintrag #34 vom 23. Aug. 2000 17:50 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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Zum Thema Pferde auf Märkten und Lagern: All jene, die so vehement dafür eintreten Pferde als unabdingbares Untensil zu Ritterdarstellung einzufordern sei als beispiel das Aachner Domfest genannt: Auf engstem Raume zwei/drei ausgewachsene Tiere, drumherum tausende von Menschen, Krach, Lärm und Dickebackenmusik….und das wollt ihr den Tieren Woche für Woche antun? Besser nicht, oder?!
Udo

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Eintrag #35 vom 24. Aug. 2000 09:30 Uhr Silke Eckert  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Silke Eckert eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo und guten Morgen Euch allen, zu Diana: Wenn Reiter und Pferde (Hengste und Stuten) gut ausgebildet sind, spricht eigentlich nichts dagegen diese zusammen bei einem Turnier gehen zu lassen. Das wird jetzt übrigens schon seit einiger Zeit in Satzvey und auch auf anderen Veranstaltungen so praktiziert.Natürlich bedeutet das für alle Beteiligten (nicht nur für die Ritter sondern vor allem auch für die Knappen), daß ein weit höheres Maß an Aufmerksamkeit gefordert ist. Bei professionellen Turnieren weiß man aber meist im Vorfeld, welche Pferde und Reiter teilnehmen, oder? Und bei freien Turnieren, da gebe ich André völlig recht, findest Du ausgesprochen wenige Reiter, die mit Hengsten starten. Klar, weils natürlich auch unkomplizierter ist, wenn nur Wallache und Stuten da sind. Die Probleme hat ja meistens der Hengstreiter, vor allem, wenn die anderen darauf keine Rücksicht nehmen wollen oder können. zu Udo: Da hast Du absolut recht! Aber die meisten Leute, die sich dafür aussprechen, daß ein Pferd als Requisite für einen Ritter unbedingt auf den Markt mit muß haben selbst noch nie auf einem Pferd gesessen. Wenn ich schon ein Pferd auf einen Markt mitnehme, muß ich im Vorfeld schon klären, daß ich auch einen vernünftigen Platz für das Tier habe, wo es sich in RUHE zurückziehen kann.Ein ganzes Wochenende Dauerstress haut selbst das beste Pferd um. Und wenn ich jedes Wochenende auf einen Markt fahren will muß ich schon einen ganzen Stall voll Pferde haben, jedenfalls wenn ich ein bißchen Rücksicht auf die Gesundheit des Pferdes nehme. Viele Grüße
Silke

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Eintrag #36 vom 06. Sep. 2000 00:18 Uhr Iris Morgenstern  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Iris Morgenstern eine Nachricht zu schreiben.

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Zum Thema Krankheiten: Das ist sicherlich immer und überall ein Problem. Nicht nur auf Märkten. Aber solange Dein eigenes Tier nicht schon angekratzt ist, sollte das Risiko vertretbar sein. Impfungen uws. setzte ich bei Deinem Pferd voraus. Hier ist aber eher jeder Pferdebesitzer selbst gefragt, als der Veranstalter.

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Eintrag #37 vom 14. Sep. 2000 12:27 Uhr Gabi Dixon   Nachricht

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Hallöle! Ich hab bin zwar selber wg. Unfall lange keine aktive Reiterin mehr, hab aber immer im Bekanntenkreis Pferde gehabt. a) Krankheiten: Eigentlich sollte es fast unmöglich sein ein Pferd zu halten ohne die notwendigen Impfungen, da eigentlich jeder Reitstall von seinen Einstellpferden entsprechende Nachweise verlangt. Auch auf jeder Reitveranstaltung ist es üblich das entsprechende Nachweise vorgelegt werden. Man kann wohl davon ausgehen das die allermeisten der mitgebrachten Tiere entsprechend versorgt sind. Und eigentlich müßte auch ein Veterinär anwesend sein, da dies ja auch Vorschrift für Reitveranstaltungen ist. Falls das auf den Märkten nicht der Fall sein sollte würde ich mich als Pferdebesitzer an den Veranstalter wenden und darauf aufmerksam machen. Dann können auch solche Sachen wie unten beschrieben nicht mehr passieren. 2) Welcher Depp reitet eigentlich im Turnier ein Pferd das er nicht kennt? Tschuldigung, da fällt mir nix anderes zu ein….. Leihpferde im Turnier….. noch dazu unbekannte. Wie schon gesagt, ein Pferd auszubilden dauert lange, noch dazu wenn es für so etwas spezielles wie MA-Turniere eingesetzt werden soll. Ich jedenfalls würde mich da nicht auf ein X-beliebiges Reitschulpferd setzen. 3) Ich denk viele Probs bei der Unterbringung auf Märkten wären keine, wenn die Pferde robuster gehalten würden. Sie wären verträglicher, nervenstärker und überhaupt das Leben in einem Lager (fast) gewöhnt. Und zum mitschreiben: das geht mit jedem Pferd! (natürlich mit entsprechender Gewöhnung und Offenstall für die empfindlicheren Rassen). Wenn man natürlich das Pferdi das Jahr über im schönen vollisolierten teuren Superstall stehen hat dann muß man sich nicht wundern wenns dann reichlich nervös über den Markt tänzelt……. mhm, ich glaub ich hab alles.
Tschüssing Sú Talún (Gabi)

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Eintrag #38 vom 26. Sep. 2000 19:51 Uhr Iris Morgenstern  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Iris Morgenstern eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Gabi! Zum Thema Haltung: Nervigkeit ist keine Sache von Boxenhaltung, sonder von der Erfahrung des Pferdes (Rasse und Alter spielen sicher auch eine Rolle). Selbst weniger Robuste kann man Haltungstechnisch ohne Probleme mitnehmen, wenn man z.B. eine Neuseelanddecke für Dauerregen mitnimmt. Den Tierarzt halte ich allerdings für ein Problem. Zum einen ist das enorm teuer zum anderen je nach Pferdezahl wohl auch etwas übertrieben?? Leider muß ich Dir auch zum Thema Impfung widersprechen: Ich habe noch NIE einen Impfnachweis irgendwo erbringen müssen! (Hier soll nicht der Eindruck entstehen, daß ich für Boxenhaltung oder gegen impfen bin!!) Die Idee einen Nachweis über Impfungen zu erbringen finde ich sehr gut, weil einfach durchführbar. Ich würde sogar noch um einen elementaren Punkt erweitern: Ohne Haftpflicht kein Markt! (Auch hier habe ich noch nie etwas von Nachfragen gehört!?)
Viele Grüße IRIS

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Eintrag #39 vom 02. Okt. 2000 14:25 Uhr Gabi Dixon   Nachricht

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Hi Iris! Die Art der Haltung ist nicht alles - aber doch mind. die halbe Miete. Grade bei extrem nervigen Pferden. Dazu kommt natürlich das Feeling und die Erfahrung des Reiters. Ich würde z.B. ein junges/unerfahrenes Pferd erstmal nur zur Begleitung mitnehmen, es also auf keinen Fall im Turnier reiten wollen, sondern erstmal mit ihm über den Platz gehen wenn wenig Betrieb ist und in den Aufwärmphasen des Tuniers reiten, ohne gleich im “Ernstfall” Höchstleistungen zu verlangen. Aber mit sowas fangen die Schwierigkeiten schon an - man hat ein Pferd, also muß es auch präsentiert werden. Das ist ja nicht nur im MA so….. Was die Impfungen betrifft ist es hier im Kölner Raum üblich. Wer will sich schon irgendwelche Seuchen in den Stall holen? Allerdings wirds zuweilen auch schlampig gehandhabt. Aber soviel ich weiß ist es auf Reitsportveranstaltungen Vorschrift. Haftpflicht solle für Pferde ebenso wie für Hunde Pflicht sein - und von den Marktbetreibern auch kontrolliert werden, mich deucht nämlich das es ziemlichen ßrger geben dürfte wenn da mal ein Unglück (und Unglücke mit Pferden sind i.d.R. verdammt teuer) passiert. Ich denke nämlich nicht das die Versicherung des Veranstalters Unfälle mit Pferden oder Hunden von Akteuren auf dem Marktgelände mitabdeckt. Aber das wär mal interessant, ist zufällig jemand aus der Versicherungsbranche und kennt sich aus?
Tschüssing Sú Talún (Gabi)

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Eintrag #40 vom 02. Okt. 2000 15:04 Uhr Silke Eckert  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Silke Eckert eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Gabi, ich finde Du hast völlig recht. Ein Pferd aus sog. Robusthaltung ist mit Sicherheit abgehärteter was Stress, fremde Geräusche etc. angeht als ein Pferd, das 23 Stunden am Tag in der Box steht und dann eine Stunde in der Reithalle bewegt wird. Das mit den Impfungen oder regelmäßigen Wurmkuren usw. ist dahingegen so eine Sache. Sicher, in nahezu allen Pensionsställen ist das Pflicht und wird auch gut kontrolliert, aber was ist mit den Leutchen, die ihr Pferd privat halten. So quasi auf der Wiese hinterm Haus ? Es gibt genügend Leute, die sich einfach mal ein Pferd kaufen und auf eine Wiese stellen ohne überhaupt zu wissen, welche Dinge (lebens-)notwendig für das Tier sind. Zu der Frage Haftpflichtversicherung kann ich Dir sagen, daß nicht unbedingt jede Pferdehalterhaftpflicht auch dieses Risiko mit abdeckt. Das sollte man vorher klären und sich evtl. ausdrücklich schriftlich vom Versicherer bestätigen lassen. Wir haben z.B. für unsere Pferde sowohl eine Private Pferdehalterhaftpflicht als auch speziell eine Absicherung über den Verein. Das ist zwar nicht ganz billig, aber wir haben nicht nur das Turnierrisiko und Marktveranstaltungen für unsere Pferde, sondern z.B.auch das Risiko von Gast- oder Leihpferden mit abgedeckt. Das kann sehr von Vorteil sein wenn man z.B. mal Gäste von anderen Vereinen zum Training oder eigenen Veranstaltungen einlädt. Also, wenn z.B. das “normale” Turnierrisiko nicht mit versichert ist, kannst Du davon ausgehen, daß Märkte oder Ritterturniere erst recht nicht mit drin sind. Viele Grüße
Silke

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Eintrag #41 vom 04. Okt. 2000 10:13 Uhr Ameli (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ameli eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Silke, hallo Iris, kleiner Tip zu den Tierhaftpflichtversicherungen: über die Zuchtverbände gibt es die Möglichkeit, günstige Versicherungen abzuschließen (vorausgesetzt, ihr tretet einem solchen bei, das könnt ihr auch ohne Zuchtambitionen). Diese beinhalten auch Veranstaltungen. Die konkrete Rückfrage bei meiner Versicherung ergab, daß die Mittelalterveranstaltung auch gesichert ist, wenn ich rechtzeitig vorher ankündige, daß ich dort teilnehme. Wir sind so verblieben, daß ich zu Saisonbeginn einen kurzen Brief schreibe und meinen Termine nenne. Bisher hat´s damit keine Probleme gegeben - mein Pferd hat allerdings auch bisher keinen größeren Schaden angerichtet - außer Einkaufstütenweitwurf vor dem Edeka in Tannenberg (irgendwie muß man ja schnell und effektiv an den Inhalt rankommen, bevor die Chefin eingreifen kann….) ;-))))). Die Veranstaltungen der Zuchtverbände sind in erster Linie auf Pferdeschauen ausgelegt. Und da passiert naturgemäß weniger als auf den “handelsüblichen” Turnieren, deshalb die günstigen Vertragsbedingungen. Also versucht Euer Glück mal da. Gruß
Ameli / Elisabeth von Tannenberg

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Eintrag #42 vom 05. Okt. 2000 11:18 Uhr Yaro Ludwig   Nachricht

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Hallo Ihrs, Selbst bei einem Top ausgebildeten Pferd passieren Unfälle und die werden oft genug nicht von den MAlern ausgelöst, sondern durch das mutwillige und oft dumme Verhalten der Marktbesucher. Meinem 4-Jährigen wurde z.B. auf einer Veranstaltung beim Gang über eine Brücke von einer Besucherin mit Wucht auf den Allerwetresten gehauen und diese hat dann Zeter und Mordio geschriehen, als mein Kerle sie dann ans Geländer gedrängt hat. Ich rechne ihm das hoch an, dass er ned gekeilt hat, was in so einem Fall durchaus das Mittel der Wahl eines Pferdes ist. In solch einer Situation hast Du als Reiter auch beim gut ausgebildeten Pferd selten eine Chance sowas zu verhindern. Oder das Verhalten einer Touri-Dame in FF dieses Jahr. Tut so, als ob die Absperrung der Pferde ned da ist, krabbelt drüber und wird prompt ziemlich heftig gebissen … Ich denke Regeln für MAler sind ok, ABER es sollte auch unmißverständliche Regeln für Touris geben, wie sie sich gegenüber den Pferden auf dem Markt verhalten sollen. Was den Lärm etc. angeht habe ich persönlich gute Erfahrungen mit entsprechendem Lärmtraining im Stall gemacht. Da sind die Pferde in ihrer vertrauten Umgebung, was eher zur Ruhe beiträgt. Tut man da dann Radios an, wirft Kassetten an, wos scheppert knallt kracht und tutet, bringt Wimpel und Fahnen und allerlei flatternden Kram an, kann man die Pferde gegenüber sowas regelrecht abstumpfen. Sie werden dann auf dem Markt in aller Regel nicht nervös. Ein Wort zur Haltung: Ich bin grundsätzlich gegen JEDE Art der Einzelhaft für Pferde, will sagen Boxenhaltung. Ein Pferd ist ein Herdentier, das sowohl die Bewegung als auch den uneingeschränkten Sozialkontakt zu Artgenossen braucht. Desweiteren frißt es (wenns ned gestört wird) den lieben langen Tag. Je mehr also NUR Weidehaltung gepflegt wird, desto ruhiger und ausgeglichener ist das Pferd. Ich hab das selbst an meinem Kerle beobachten können, als er verletzungsbedingt 1 Woche in der Box gehalten werden mußte, au weia, der hate sowas von miese Laune und Bewegungszwang … das anschließende Reiten war kein Vergnügen. in diesem Sinne Yaro.

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Eintrag #43 vom 05. Okt. 2000 12:58 Uhr Silke Eckert  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Silke Eckert eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Yaro, ich muß sagen, was die Touris angeht bin ich da auch mittlerweile ziemlich rabiat geworden. Grade die Erwachsenen haben es nicht nötig zu fragen, ob man das Pferd anfassen darf. Da gehts einfach mal über die Einzäunung und dann wird getätschelt und gefummelt was das Zeug hält. Und wehe das Pferd hält nicht still. Ich frage die Touris dann schon mal, ob sie das genauso witzig finden würden wenn ich ihren Mann/Frau einfach so betatschen würde… Ansonsten leiere ich immer die ganze Litanei runter: daß ein Pferd auch wenn es nur knabbern will ganz schön weh tun kann, daß auch ein versehentlicher Tritt auf die Füsse ganz schöne, blaue Flecken verursacht usw. Grundsätzlich sage ich immer nein, wenn jemand das Pferd streicheln will, sonst hat man nämlich auf einmal tausend Finger an dem Pferd und kann gar nicht mehr überall aufpassen. Wie handhabt ihr das eigentlich auf den Veranstaltungen ? Touris ans Pferd - Ja oder nein ? Gruß
Silke

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Eintrag #44 vom 05. Okt. 2000 16:34 Uhr Stephanie Winhard   Nachricht

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Moin Silke, ich lasse grundsätzlich KEINE Touris an mein Pferd. Steht erstmal einer am Paddock, dauert´s nicht lang und man hat einen Massenansturm. Wir lassen zwar die Kinder (geführt) reiten, ca. 3 x 1 Stunde/Tag, dort können die Kinder und Eltern dann auch streicheln - aber in den Pausen ist auch wirklich Ruhe! Wir bemühen uns, den Paddock immer im hinteren Teil des Lagers aufzubauen. Somit müssen die Leute erst einmal an uns vorbei, um zum Pferd zu kommen. Und das ist schwierig ;-) Klar, das ständige “Wir bitten um Verständnis, aber Guinness hat gerade seine wohlverdiente Ruhepause” ist zwar nervig, wenn man´s zig Mal am Tag wiederholen muß, aber man gewöhnt sich dran. Der Spruch “Da ist Strom auf dem Zaun” wirkt auch bei Uneinsichtigen schnellstens Wunder ;-) Meist sind wir gezwungen, unsere Runden beim Ponyreiten mitten durchs Publikum machen zu müssen, da leider seltenst genügend Platz für einen Extra-Parcours zur Verfügung steht. Zum Glück sind die meisten Leute doch recht vernünftig - aber wehe dem, der meint, er müsse dem Pferdchen mal eben herzhaft auf den Hintern hauen, wenn gerade ein Kind daraufsitzt. Ich glaube, in dem Moment würd ich mich vergessen… Ich hab zwar eine maßgeschneiderte Versicherung, aber Schaden an Leib und Leben kann durch Geld nicht wieder gutgemacht werden - von meinem Gewissen mal zu schweigen. Aber trotz allen Risikos macht es unheimlichen Spaß, seinen vierbeinigen Kumpel mit dabei zu haben. Natürlich nur, wenn der genausoviel Spaß an der Sache hat! Man sollte sich nur keine falschen Vorstellungen machen und mit genügend Realitätssinn entscheiden, ob man sich und seinem Pferd eine Veranstaltung zumuten kann, oder sich im Zweifel dem Pferd zuliebe dagegen entscheidet. Egoismus oder Geltungsdrang ist hier jedenfalls mehr als unangebracht. Ich wünsche allen zwei- und vierbeinigen MAlern eine ruhige Winterpause und hoffe in der nächsten Saison wieder nette Leute und nervenstarke Hottehüs wiederzusehen! Steffi
Hippodromus

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Eintrag #45 vom 05. Okt. 2000 16:39 Uhr Steffi Keup   Nachricht

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Hallo Silke, Wen man nett fragt und die Situation es erlaubt, darf man mein Pferd gerne streicheln, ich setze durchaus auch das eine oder andere Touri-Kind mal ´drauf, aber bitte dann, wenn ich das moechte bzw. wenn es fuer mein Pferd in Ordnung ist und nicht, weil man ja schliesslich Eintritt bezahlt hat und sich deshalb auf dem Gelaende alles erlauben darf. Schliesslich hafte ich als Eigentuemer fuer alle Schaeden, die mein Pferd jemand anderem zufuegt und darum und zum Wohle des Tieres nehme ich mir das Recht heraus, Touri-Annaeherungsversuche gegebenenfalls zu untersagen. Ich versuche auf Turnieren den Stress durch penetrante Touris fuer mein Pferd zu vermeiden, indem ich zunaechst einmal den Paddock so baue, dass er nicht von allen Seiten zugaenglich ist (nah an Zelte, Aussenzaun, Fluss etc.) und ihn so gross wie moeglich stecke, so dass das Pferd nicht allein schon durch die geringe Flaeche von allen Seiten aus anfassbar ist und sich somit zurueckziehen kann. Ein gut funktionierendes Stromgeraet mit frischer Batterie (hehehe…) erschwert den “durch-den-Zaun-Grabblern” zusaetzlich ihr Treiben. Als sehr nuetzich erwiesen haben sich Schilder mit der Aufschrift “Vorsicht, bissiger Hengst!” oder “Achtung, Pferd hat einen ansteckenden Hautpilz!” - wirkt oft Wunder. Diese Massnahmen ermoeglichen einen relativ stressfreien Aufenthalt fuer das Pferd. Das Problem ist, dass Touris das Anfassen der Pferde als im Eintrittspreis mitinbegriffen betrachten - uebrigens das gleiche Phaenomen wie ungefragtes Betreten von Zelten. Hinzu kommt, dass die meisten Menschen (Staedter) keine Ahnung haben, wie gefaehrlich ein Pferd sein kann und dass man mit ihm anders umgehen muss als mit einem Goldhamster und man deshalb tunlichst nicht sein Kleinkind zum Streicheln des Hottas unterm Zaun durchschieben sollte… Was mich energiegeladen auftreten laesst (sprich: was mich zum Tier werden laesst…) ist ein ungefragtes Fuettern trotz Verbotsschild, wozu die Kids oft von ihren Eltern aufgefordert werden. Hier helfen stets Kommentare wie “Gestern hat er einem Maedchen in diesem Alter die rechte Hand abgebissen!”, als heilsam erweist sich auch, im Gegenzug den Kindern vor den Augen der entsetzten Eltern ein Glas Met zu bringen und sie zum Trinken aufzufordern. So etwas kann durchaus einen Denkprozess in sturen Elternschaedeln in Gang setzen… Viele Gruesse, Steffi

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Eintrag #46 vom 22. Mai. 2002 09:38 Uhr Ameli (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ameli eine Nachricht zu schreiben.

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Nach längerer Zeit möchte ich diesen Thread mal wieder aufleben lassen.
An Pfingsten waren wir in Gondershausen - mit Pferd. Im Vorfeld wurde mit dem Veranstalter geklärt, ob ich überhaupt den Vierbeiner mitnehmen kann, ob Platz für ein Paddock da ist, ob es ausgewiesene Reitwege gibt oder ob ich überall reiten kann etc.
Das Ergebnis war fantastisch: 10×40 m für Janosch ganz alleine! Die Wiese war zwar auf 15 cm runtergemäht, aber zu Beginn der Weidesaison und zur Futterumstellung war das optimal. Ein wunderschönes Reitgelände (Hunsrück, eignet sich ideal auch mal für einen kleinen Wanderritt)und tätschelnde Tourihände hielten sich in Grenzen. Der Veranstalter hatte die örtlich Zuständigen informiert, daß hier ein fremder Reiter durch die Lande traben würde, Adressen von Tierarzt und Hufschmied lagen garantiert auch schon vor (gelle, Elke? ;-) ). Der Wasseranschluß war in Reichweite, Kanisterschleppen wurde auf in Mindestmaß verkürzt - so macht das Lagerleben mit Pferd richtig Spaß!
Gruß
Ameli / Elisabeth von Tannenberg

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Eintrag #47 vom 15. Jun. 2002 19:23 Uhr christine bullmann   Nachricht

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Meiner meinung nach kann man es auch übertreiben!!
für mich ist das voll quatsch so wie einige hier schreiben z.B “ich lasse keine touris an mein pferd” seit ihr eigentlich noch ganz dicht! klar soll man mit einem pferd gut umgehen und es schonen aber nicht so wie ihr!! das ist hier die richtige seite um sich mal richtig aufzuregen!! Warscheinlich darf man nach eurer Einstellung noch nichtmal aufs Turnier gehen!! toll seit ihr echt!
haha da kann ich nur lachen!

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Eintrag #48 vom 15. Jun. 2002 20:19 Uhr Hilmar Becker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Hilmar Becker eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Christine
Und ich finde, daß du hier den falschen Ton anschlägst
Gruß
Hilmar
TV-Team

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Eintrag #49 vom 17. Jun. 2002 16:51 Uhr Christoph Bitter   Nachricht

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Hallo Christine!
Es gibt da verschiedene Gründe, warum die Pferdehalter nur ungern Besucher an die Pferde lassen. So habe ich z. B. schon gesehen, wie mit dem Ausspruch “Ist das Pferd auch echt?”
dieses dann mit einem Stock heftig gepieckst wurde oder es gepitscht wurde.
Bei sowas wird selbst das liebste Pferdchen unkontrollierbar.
Eingesehen?
Gruß
v. Arlen

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Eintrag #50 vom 17. Jun. 2002 20:00 Uhr Stefan Breu  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Stefan Breu eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ne kurze Frage ....

… ganz im Ernst, liebe Christine. Hast Du selber ein Pferd?
Ich traue einfach den Leuten, die Umgang mit Tieren nicht mehr gewöhnt sind, nicht zu, daß sie es einschätzen können, wann z.B. ein Tier Angst hat und entsprechende Versuche unternimmt, die Situation zu verändern, und, wo ich bei meinem Quadruped am meisten Sorge hätte, weil es so ein netter Kerl ist, daß er immer wieder etwas zu futtern bekommt. Und wenn 500 Leute am Tag nem Pony ein Stückchen Brot ins Maul schieben, ist das zwar lieb gemeint, aber sehr bedenklich. Deswegen ist eine gewisse Grenze zwischen Tierhalter und den anderen in meinen Augen wichtig. Und mit “andere” meine ich jetzt nicht nur Besucher.
Nicht, weil ich es nicht toll fände, Tiere möglichst ins Ambiente einzubeziehen, sondern aus Verantwortung gegenüber Mensch und Tier.
Das hat jetzt gar nichts damit zu tun, ob ich Leistungssport für ungesund halte oder nicht, ich bin einfach der Ansicht, daß man Tiere nicht zusätzlich zu ungewohnten Umständen auch noch mit dem Unverstand der einfach nicht mehr tierhaltenden Menge belasten sollte. Auf einer Reitsportveranstaltung würde auch nie jemand sein Pferd als Publikumsmagnet stundenlang in der Menge spazierenführen. Obwohl dort die meisten Besucher irgendeinen Bezug zum Pferd haben, man ihnen also viel mehr Sachverstand zutrauen könnte.
Meinst Du, ich übertreibe? Dann beschreib das doch mal näher, wie Du Dir das vorstellst, daß es sein soll.
Stefan

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Eintrag #51 vom 22. Mrz. 2003 19:18 Uhr G.José Lehnen   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Ihr habt ja "alle" recht !

ich weiß zwar nicht ob dieses Thema noch aktuell ist,doch möchte ich meine Meinung dazu sagen:
über Christine bis zu allen anderen redet ihr doch nicht über dieselbe,allenfalls über die gleiche Sache.Jeder von Euch hat eine andere Auffassung von Pferdehaltung und deren Gebrauch,somit kann man das ganze ja wohl nicht miteinander vergleichen bzw.bewerten.
1.Beispiel:
ich habe 7 Pferde,mit 2 von diesen reite ich ins Dorf und auf den Markt oder abends in die Kneipe.(das Pferd binde ich für meinen Kneipenbesuch an ein Verkehrsschild).
Die beiden kennen Kämpfe zu Pferd,Feuer,Rauch,Feuerwerk usw.,die anderen 5 sind völlig überfordert durch derartige Umstände,reagieren also folgerichtig durch Flucht,was ünter den Besuchern bzw.Zuschauern verheerend wirken kann.
Richtig ist, daß ein Risiko nie auszuschließen ist,egal wie souverän das Pferd ist.
Wenn man bedenkt das der heutige Durchschnittsbürger nicht an Pferde im täglichen Lebensraum gewöhnt ist,wir das wissen und somit seine Neugierde lenken können,dann finde ich diese Annäherung förderungswürdig,da sie allen nützt.
Schön finde ich bei diesem Thema das der Schutzinstinkt für das von uns domestizierte Tier,transparent wird,wenn auch meiner Auffassung nach vieleicht manchmal ein wenig übertrieben wird.
Aber wie ich schon sagte:Man kann nicht alle über ienen Kamm scheren!
der Rappe

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Eintrag #52 vom 08. Apr. 2003 17:32 Uhr Alexandra Krug  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexandra Krug eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht wo man gut trainieren kann...

Hallo Leute,
komme grad vom Kampfbiwak aus Brunssum zurück. Hatte meinen 5jährigen dabei und es war ´ne prima Gelegenheit, ihn an seltsam gewandete Menschen mit klappernden Waffen zu gewöhnen. Vorallem wenn sich ein ganzes Schlachtfeld mit rund 100 Mann da befindet. Wir von der Kavallerie waren nur zu Viert. Es wäre toll, wenn bei so einer Veranstaltung noch mehr Reiter mitmachen würden. Und vorallem: Man kann prima testen, wie cool das Roß bleibt. Und wenn es nicht so gut geht - na dann macht man halt einen schönen Ausritt in der Heide und weiß, daß man dem Tier nicht Mehr antun sollte.
Gruß, Alexandra von Lichtenstein

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Eintrag #53 vom 09. Apr. 2003 18:36 Uhr Iris Morgenstern  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Iris Morgenstern eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Touris ans Pferd! Unbedingt!

Warum?
Ganz einfach:
Solange mich jemand fragt, ob er streicheln
darf und das in meinem Beisein tut, kann ich
aufpassen und erklären.
So kann ich sicher sein, daß nicht hinter meinem
Rücken gefährlicheres passiert und man kann Menschen, die nichts mit Tieren zu tun haben, Verhalten und Verständnis nahe bringen.
Zumindest bei Kindern klappt das sehr gut!
(Eltern freuen sich meist, wenn man sich Zeit nimmt den Kindern zu erklären.)
Da mein Pony Fremden nicht so traut, muß ich
sehr aufpassen und erklären, aber ich habe die Erfahrung gemacht, daß Kinder solche Anleitungen schnell verstehen und sich daran halten.
Ein Kind, das verstanden hat, daß es nicht auf ein Pferd zustürmen darf, nicht hinter ihm stehen darf und nicht alleine zum Pferd darf, ist für uns alle eine Erholung!
Aber erstmal kostet sowas Zeit und Nerven.
Iris

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Eintrag #54 vom 22. Jul. 2003 11:04 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ritter Kunibert, sein Pferd und der Tierschutz

Erster Tag. Auf einer Großveranstaltung Mittelalter mit reichlich Touris hampelt ein arg nervöses Pferd mit der Hinterhand auf einem Pfad zunächst in unschuldige Passanten, die verängstigt auf Seite springen können, dann fast in eine Bude und zu guter Letzt in ein weiteres Pferd, das das erste ausbremst. Auch während des Turnieres ist das erste Pferd sichtlich unruhig und erregt. Nächster Tag, gleiches Pferd: Der überlaute Lautsprecher hat Rückkopplungen, besagtes Pferd steht daneben, ohne mit der Wimper zu zucken oder auch nur den Kopf zu heben. Das bleibt während des Turniers so, Kopf unten, durchhängende Zügel, mit Sporen wird-s zum Galopp gebracht.
Nachfragen links und rechts ergeben, dass es nicht das erste Mal ist, dass das Pferd (und somit als sein Verantwortlicher der Reiter) durch ein Verhalten (Unberechenbarkeit) wie am ersten Tag der Veranstaltung auffallen.
Für mein Empfinden ist das Pferd am zweiten Tag mit einem Betäubungsmittel beruhigt worden. Eingetragen werden muß das in den Equidenpaß, der mitzuführen ist, den allerdings nur behandelnder Tierarzt und Amtstierarzt oder sonstig amtlich berechtigte Personen einsehen dürfen. Das Tierschutzgesetz (§ 3) spricht nur von “dem Tier keine Schäden zufügen”, verboten sind lediglich Dopingmittel im Sinne von Aufputsch- oder Schmerzmitteln.
Auch auf anderen Großveranstaltungen werden gelegentlich auch Pferde sediert. Nur bleibt dann trotz allem eine Person am Kopf des Tieres, um es zu führen. Und die Pferde gehen nicht schneller als Schritt. Auch an einigen Kliniken ist es nicht zuletzt wegen der Verletzungsgefahr unüblich, sedierte Pferde vortraben, geschweige denn galoppieren zu lassen.Sedierungen sind unerlässlich, wenn ein Pferd nicht anders transportiert, behandelt oder beschlagen werden kann.
Ich persönlich finde es grundsätzlich nicht okay, dass Pferde, die aufgrund iher Veranlagung wenig für Großveranstaltungen geeignet sind oder zu sein scheinen (Wiederholungstäter), daran teilnehmen (müssen) und im Zweifelsfall chemisch zurechtgebogen werden. Trotzdem finde ich die Situation schwierig und wollte das Thema hier zur Diskussion stellen, und somit wird es u.a. von Euren Reaktionen abhängen, was weiter passiert (von “im Sande verlaufen lassen” bis hin zur Information des Veranstalters etc. und auch in der Hoffnung, dass sich der ein oder andere vielleicht überlegt, ob er ein Tier mitbringt, das sich wiederholt als ungeeignet erwiesen hat). Eine A-Karte für den Umgang mit Waffen gibt-s ja bereits….
Ein bisschen ratlos
Deu sâl
Nicole

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Eintrag #55 vom 22. Jul. 2003 11:10 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht A-Karte fürs Pferd

Grüß Euch,
Nicolle, diese üblen Zustände sind uns bekannt. Gemeinsam mit Amelie Ganz und anderen Reitern wird grade an einer A-Karte für den Reiter und das Ross gestrickt.
Ebenfalls wollen wir im kommenden Frühjahr ein gemeinsames Kennenlernen und Verhaltenstraining für Alltag und Schlacht organisieren, damit JEDER Beteiligte Grundkenntnisse im Umgang mit dem Huftier lernt, und die Angst vor dem ach so grossen Grasfresser genommen wird.
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff

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Eintrag #56 vom 22. Jul. 2003 12:29 Uhr Ameli (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ameli eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Tierschutzgesetzt

Hallo Nicole,
tja, ein trauriges Thema. Aber solange viel Geld für semi-/professionelle Rittergruppen als Gage gezahlt wird, wird man leider auch diese schwarzen Schafe dabei haben. “Der Gaul muß funktionieren - und ich bin der große Riddä” - mehr interessiert hier nicht.
Bei den wenigen verbliebenen freien Turnieren gibt es wenigstens einen Test am Vortag, ob das Pferd-Reiter-Team den Herausforderungen eines Turniers gewachsen ist.
Die fest engagierten Gruppen treten an - und es interessiert keinen, ob die Pferde fit sind oder nicht oder betäubt oder mit Sehnenschnitt oder sonstwas….
Das Tierschutzgesetz spricht übrigens auch schon von Tierquälerei, wenn ein Tier aufgrund seines Ausbildungsstandes mit einer Leistung/Situation überfordert ist, die ihm abverlangt wird. Und da zähle ich z.B. das “Erlangen des nötigen Nervenkostüms” dazu! Und in diesem Zusammenhang müßte auch das verabreichen von Medikamenten, die das Meistern der Situation ermöglichen, verboten sein. Aber das müßte man nochmal genauer im Tierschutzgesetz nachlesen.
Oh, ich rege mich schon wieder auf….
Ich persönlich halte die von Dir beschriebene Situation für untragbar. Daß ein Pferd sich MAL erschrickt ist okay - aber wenn es dauernd auffällt, dann ist das Tier und erst recht der Reiter überfordert. Da tut sich dann die Frage auf, ob das Tier überhaupt Vertrauen in ihn hat oder ihn nur notgedrungen wegen der stärkeren Zwangsmaßnahmen (Sporen, Gerte) erträgt?
Was sagt eigentlich der Veranstalter dazu, daß so häßliche Bilder auf seiner Veranstaltung zu sehen sind? Meint er nicht, daß könnte dem Ruf seiner VA schaden? “Ach ja, das war in XYZ, wo dauernd gefährliche Pferde sind….” Und spätestens, wenn ein Besucherfuß (oder noch mehr Körperteile) unter dem Pferd liegen, wird die Haftungsfrage interessant….
Leider steht hinter diesen Veranstaltungen keine FN oder EWU, die die entsprechenden Reiter bei solchen Auffälligkeiten dann sperrt.
Als letztes aller Mittel, auch wenn es nicht erfolgversprechend ist: Anzeige wegen Tierquälerei, Ausbildungsstand nicht angemessen, Einsatz von Medikamenten um die geforderte Leistung (Turnierteilnahme) zu erbringen etc.
Gruß Ameli
PS: Hadu, mach mal die Pferde nicht scheu ;-)

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Eintrag #57 vom 22. Jul. 2003 12:46 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Leider...

Kenne ich mich in der Materie überhaupt nicht aus…
Was du da erzählst finde ich aber schlichtweg zum kotzen.
Ein Pferd ist doch kein Sportgerät, an dem man ne Schraube dreht und etwas ßl reinspritzt, wenns quitscht…
Und so Typen wie “Dann schlag ich es eben, bis es mit gehorcht” habe ich auch schon erlebt, zum Glück/leider nur den Spruch, sonst wär ich ziemlich schnell bei der nächsten Polizeistation gewesen.
Sowas sollte meiner Meinung nach auf keinen Fall im Sande verlaufen.
Wer sein miserabl winizges Ego dadurch aufbauen muß, daß er ein Pferd kommandiert, und das dann mit diesen Mitteln, dem gehört die volle Breitseite als Schuß vor den Bug.
Gruß, Ivain

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Eintrag #58 vom 22. Jul. 2003 13:29 Uhr Ameli (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ameli eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Da hammers doch....

Paragraph 3 TierschG:
Es ist verboten,
1. einem Tier außer in Notfällen Leistungen abzuverlangen, denen es wegen seines Zustandes offensichtlich nicht gewachsen ist oder die offensichtlich seine Kräfte übersteigen,
1a. einem Tier, an dem Eingriffe und Behandlungen vorgenommen worden sind, die einen leistungsmindernden körperlichen Zustand verdecken, Leistungen abzuverlangen, denen es wegen seines körperlichen Zustandes nicht gewachsen ist,
1b. an einem Tier im Training oder bei sportlichen Wettkämpfen oder ähnlichen Veranstaltungen Maßnahmen, die mit erheblichen Schmerzen, Leiden oder
Schäden verbunden sind und die die Leistungsfähigkeit von Tieren beeinflussen können, sowie an einem Tier bei sportlichen Wettkämpfen oder ähnlichen Veranstaltungen Dopingmittel anzuwenden,
Gruß
Ameli

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Eintrag #59 vom 22. Jul. 2003 13:57 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Gummiparagraph

Ameli, ich bin ganz Deiner Meinung, aber:
“1. einem Tier außer in Notfällen Leistungen abzuverlangen, denen es wegen seines Zustandes offensichtlich nicht gewachsen ist oder die offensichtlich seine Kräfte übersteigen,”
Du verlangst dem Tier keine Leistung ab, die’s nicht bringen kann. Das Pferd kann galoppieren, ist rein körperlich betrachtet, in einwandfreiem Zustand. Es ist halt nur zu nervös…es werden nicht seine Kräfte überfordert. Sonst würde kein Galopprennen stattfinden, da sind die meisten Vierbeiner so - nur nicht mitten in der Menge.
“1a. einem Tier, an dem Eingriffe und Behandlungen vorgenommen worden sind, die einen leistungsmindernden körperlichen Zustand verdecken, Leistungen abzuverlangen, denen es wegen seines körperlichen Zustandes nicht gewachsen ist,”
Es wird kein Eingriff vorgenommen, der einen leistungsmindernden Zustand überdeckt. Das Pferd bringt ja sogar mehr Leistung, als man erwartet (“ 2 fast 4 U”)
“1b. an einem Tier im Training oder bei sportlichen Wettkämpfen oder ähnlichen Veranstaltungen Maßnahmen, die mit erheblichen Schmerzen, Leiden oder
Schäden verbunden sind und die die Leistungsfähigkeit von Tieren beeinflussen können, sowie an einem Tier bei sportlichen Wettkämpfen oder ähnlichen Veranstaltungen Dopingmittel anzuwenden,
…”
Es ist kein Dopingmittel, aber wahrscheinlich wäre es eines, dass nach FEI-Liste ausgeschlossen ist. Wird ein Mittel per Apfel verabreicht, ist sicher nicht mit Schmerzen oder Leiden für das Pferd verabreicht, Schäden erst bei Mehrfachanwendung auf Leber und oder Niere, Tierschutzesetz geht von einer Steigerung der Leistungsfähigkeit aus, nicht aber von einer Minderung und Beruhigungsmittel fallen nicht unter die Dopingmittel, insofern ist das Auslegungssache und hilft grad gar nicht - die Veranstalter können den Rahmen vorgeben (keine Verabreichung von Medikamenten gemäss FEI-Liste), dann kann im Verdachtsfall Blut gezogen und der Equidenpass eingesehen werden, nur wer kann und will sich den Verwaltungsaufwand antun - ganz zu schweigen davon, dass es auch Kandidaten gibt, die im Sinne von “kaputt, ein neues” das für ihren Zweck nicht verwendbare Tier weiterverkaufen.
Nicole

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Eintrag #60 vom 22. Jul. 2003 14:08 Uhr Angharad Beyer   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Nicht zum erstenmal

tritt dieser “Ritter Kunibert” in Erscheinung, ich kenne ihn und sein bemitleidenswertes Pferd seit einigen Jahren. (Der Name des Betreffenden ist mir bekannt). Von Sedativa-Einsatz hab ich bisher nichts mitbekommen, ich war allerdings nicht auf der angesprochenen Veranstaltung. Sein mangelhaftes Reitvermögen ist mir schon lange ein Dorn im Auge. Bei Hinweisen darauf wird er sehr ausfällig… dazugelernt hat er nichts.
Wenn hier von “Ausscheidungstests” die Rede ist, frage ich mich, wieso “Kunibert” dann trotzdem immer wieder in Erscheinung tritt?
Reicht es denn nicht aus, daß sich das Publikum mehrfach über mangelhafte Beherrschung des Pferdes lautstark beschwert, auch weil es selbst in Gefahr gerät? Wer durch eine Menschenmenge reitet, ohne sein Pferd wirklich zu beherrschen, handelt verantwortungslos und fahrlässig und gehört ausgeladen! Und wenn er dann noch im Verdacht steht, sein Tier unter Drogen zu setzen, erst recht.
Meines Wissens gehört “Kunibert” keiner professionellen Showtruppe an, sondern “reitet” frei bzw. als freies Mitglied einer nicht-professionellen Rittertruppe. In diesem Zusammenhang finde ich die Betroffenheitsäußerungen auf Nicoles Posting einfach scheinheilig, denn es wäre von Veranstalterseite durchaus schon lange möglich gewesen, die geschilderten Zustände zu unterbinden. Wie gesagt, es handelt sich hier um jahrelanges reiterliches Unvermögen, das inzwischen anscheinend darin gipfelt, daß das arme Pferd einfach sediert wird, damit die Sache klappt.
Angharad

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Eintrag #61 vom 22. Jul. 2003 14:37 Uhr Thorsten Klahold  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten Klahold eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Da sieht mans wieder.....

….. ein Pferd macht noch keinen Ritter. Ein gut trainiertes Pferd das seinem Reiter vertraut macht soziemlich alles mit. Kann der Reiter dem Tier dieses Vertrauen nicht vermitteln…. dann wirds gefährlich. Nichts ist schlimmer als wenn jemand sein Pferd nur für die Wochenendveranstalltungen aus der Box zieht und sonst nur nen Bereiter oder Pfleger das Tier versorgt.
Um auf Massenveranstalltungen mit meinem Pferd sicher und gut klarzukommen müssen Pferd und reiter ein eingespieltes Team sein. Sicher kommt es mal zu “Meinungsverschiedenheiten” aber die werden dann schnell beiglegt.(sofern das Pferd seinen Reiter als “Chef” akzeptiert und vertraut. Das “ruhigstellen” hilft nichts, kommt es zu einer Kritischen Situation kann selbst ein ruhiggestelltes Pferd in Panik geraten und dann ist die sache nicht mehr lustig, das kann ich euch versprechen.
Thorsten K.

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Eintrag #62 vom 22. Jul. 2003 16:32 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Reiter - Ritter---

Grüß Euch,
solange das Pferd als Show-Einlage der Riddää eine hochbezahlte Nebensache ist, wird sich daran nichts ändern.
(Angharad, kanns sein daß wir an den selben Herren denken, der seinen mageren hustenden Zossen stundenlang in HZB ohne Saufen und Futter in der prallen Sonne stehenliess?)
Hier hilft nur, wenn Turniere und Veranstaltungen über persönliche Einladungen laufen, und solche Figuren einfach nicht mehr mitmachen dürfen.
Woanders funktioniert solch eine Selbstauslese doch schon.
ßh.wie war das noch…ein Tier ist eine SACHE?
miles roma ! miles imperatore ! Euer Haduwolff

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Eintrag #63 vom 05. Aug. 2003 13:34 Uhr Silke Eckert  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Silke Eckert eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Schwer zu beurteilen

Es ist natürlich immer schwierig zu beurteilen, in wie weit Reiter oder Pferd überfordert sind, oder ob es sich nur um ein plötzliches Erschrecken in einer unangenehmen Situation handelt.
ßbrigens, Beruhigungsmittel müssen nicht unbedingt im E-Pass eingetragen sein. Auch da gibt es noch genügend Möglichkeiten an Pasten und Pülverchen zu kommen, die man dem Pferd dann einfach so verabreicht. Ich bin noch nicht einmal davon überzeugt, dass jeder Pferdebesitzer, der sein Tier mit auf eine MA-Veranstaltung nimmt einen E-Pass hat…
Als Veranstalter eines freien Turniers könnte man aber verlangen, dass jeder Starter einen E-Pass vorlegt.
Ehrlich gesagt finde ich sogar, dass solche negativen Szenen häufiger bei (vorsichtig gesagt) Hobbyreitern auftreten als bei den Leuten, die mit der Reiterei ihr Geld verdienen. (Möchte damit niemandem auf die Füße treten)
Andererseits erlebe ich auch oft, dass mich irgendwelche Leute ansprechen oder kritisieren, mir erzählen wie hart das alles fürs Pferd ist, die mit ihrem eigenen Pferd maximal eine Stunde Zeit am Tag verbringen (und diese meist mit reiten).
Ich möchte die Aufgabe nicht übernehmen zu beurteilen, welcher Reiter und welches Pferd an einem freien Turnier teilnehmen darf und welcher nicht.
Bei gebuchten Turnieren tritt die Frage eh nicht auf, da der Veranstalter (in der Regel) weiß, welche Reiter er engagiert hat. ;-)
Gruß
Silke

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Eintrag #64 vom 06. Aug. 2003 10:12 Uhr Ameli (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ameli eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Umgekehrt

Hallo Silke,
leider sieht meine Erfahrung anders aus: die “Hobbyreiter/innen” bereiten ihre Pferde meist gut auf die Veranstaltungen vor und sind auch so fair dem Tier gegenüber, auszusteigen, wenn das Nervenkostüm doch nicht mitmacht.
Unschöne Szenen habe ich meist bei den semi-/professionellen Truppen gesehen.
Mein persönlicher Eindruck halt…
Wichtig ist, daß wir nicht “wegsehen” und die Themen mal ansprechen wie es Nicole getan hat oder daß wir den Veranstalter einbinden. Damit den schwarzen Schafen aufgezeigt wird, daß es so nicht geht. Und damit dem Veranstalter gezeigt wird, daß Gruppe xx buchen und “gut is” eben nicht reicht.
Schließlich soll es für alle (Teilnehmer, Publikum, VA) eine schöne Sache sein.
Gruß
Ameli / Elisabeth von Tannenberg

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Eintrag #65 vom 06. Aug. 2003 11:37 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Equidenpass

Hi Silke,
nach meinem Kenntnisstand ist der Equidenpass in der BRD Pflicht und dient dem Verbraucherschutz.
Keinen zu haben ist damit nicht gesetzeskonform.
Wenn jemand bei sich hinterm Haus ein Pferd stehen hat, geht das vielleicht. Auf Grossveranstaltungen, wo auch für die Impfungen normalerweise Regelungen existieren, geht das nicht.
Gut alt Ace (Vetranquil) ist beispielsweise oral verabreichbar und hat eine Wartezeit von 5 Tagen (laut Löscher/Ungemach von 94 und die Auflagen werden generell strenger als lockerer. Phenylbutazon als Schmerzmittel ist für Pferde gar nicht mehr zugelassen. Eigentlich.) Damit gehören diese Präparate in den Equidenpass. Tauchen sie dort nicht auf, ist das strafbar. Ace ist nach FEI-Richtlinien vom Einsatz bei Turnierpferden ausgeschlossen.
Medikamente, die intravenös verabreicht werden, gehören in Tierarzthände. ßber den Daumen gepeilt haben sie eine Wartezeit für Schlachtung von 2 bis 5 Tagen, wobei auch die Wirkdauer berücksicht werden muss, die den Einsatz einiger Präparate eh unsinnig macht (eine halbe Stunde bringt nicht viel).
Das man an die Mittelchen rankommt weiss ich und gehe davon aus. Dennoch handelt es sich um handfeste “Straftaten” die vom Gesetzgeber strenger geahndet werden als das Tierschutzgesetz, dass oft auf Ermessensgrundlagen beruht.
Wenn man Leute, die Schindluder mit ihren Viecher betreiben, schon nicht für den Tierschutz drankriegen kann, kann man das immerhin für Verstösse gegen andere gesetzliche Grundlagen….
Auf der Basis kann man besser argumentieren und man schafft es dann trotzdem bei einigen Leuten vom Trommelfell bis zur Grosshirnrinde vorzudringen.
:-)
Nicole

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Eintrag #66 vom 06. Aug. 2003 14:09 Uhr Angharad Beyer   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Thema ist schon alt

Vor fast genau drei (!) Jahren war das Thema schon mal aktuell, in Eintrag 31 habe ich über genau den selben “Ritter Kunibert” geschrieben. In Eintrag 27 wurden Vorschläge gemacht, wie man solchen Figuren begegnen = sie aus dem Verkehr ziehen kann. Wie Nicoles Einträge belegen, hat sich NICHTS getan seither. Auch kann “Kunibert” offensichtlich noch nicht besser mit seinem Pferd umgehen (es ist übrigens das gleiche Tier wie vor drei Jahren).
Und bitte keine Betroffenheitspostings und Verallgemeinerungen! Ich bin sicher, ihr habt diesen Typen auch schon gesehen! Er ist kein ominöser “Irgendwer”, sondern taucht regelmäßig auf den heißgeliebten Großveranstaltungen der Szene auf! Wer von den Veranstaltern wirklich was unternehmen will, kann seinen Namen bei Nicole oder mir per Email erfragen.
Wie wäre es denn, wenn die Veranstalter aus der Szene endlich mal die vorgeschlagenen Regularien einschließlich dem gesetzlich vorgeschriebenen Equidenpaß, Impfpaß etc. für alle die verbindlich machen würden, die aus welchen Gründen auch immer mit Pferd auf eine VA kommen? Mit Unterschrift und entsprechender Konsequenz, ohne Klüngel und Filz (“den kenn ich schon lange / mit dem hab ich schon gesoffen…”).
Inzwischen werden Leute von VAs ausgeschlossen, weil sie nicht das “richtige” Zelt haben. Wer aber ein anderes Lebewesen quält und zudem Menschen gefährdet, der darf bleiben, weil er eine so tolle Ausstattung hat?????
Angharad

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Eintrag #67 vom 06. Aug. 2003 15:58 Uhr Silke Eckert  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Silke Eckert eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht E-Pass

Hallo Nicole,
also ich kenne selbst genug Reiter, die noch nicht mal wissen, was der Equidenpass ist. Die meinen das sei das gleiche wie der Impfpass oder eine Besitzurkunde.Und dass der Pass schon lange Pflicht ist wissen in den normalen Reitställen erschreckend wenig Leute.Sedalin vom TA zu bekommen ohne dass es eingetragen wird ist wirklich nicht das Problem. Leider habe ich keinen Schimmer, wen ihr mit Kunibert meint, ich vermute aber mal, dass es sich dabei nicht um einen Berufsreiter/Ritter handelt? Da kann ich mir wirklich nicht vorstellen, dass der dann noch Aufträge von den Veranstaltern bekommt.
Gruß
Silke

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Eintrag #68 vom 06. Aug. 2003 16:53 Uhr Dr. Nicole Schneider  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dr. Nicole Schneider eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Unwissenheit...

schützt vor Strafe nicht. Du kannst, klar und berechtigt, Sedalin von Deinem Tierarzt bekommen. Für Transport, für den Schmied, für Zähneraspeln, und und und.
Das ist für bestimmte Eingriffe und Situationen auch völlig richtig. Sedalin ist Acepromazin (oben angesprochene FEI-Richtlinien, Wartezeit auf Schlachtung 1994: 5 Tage). Damit müsste es auch heute noch im Equidenpass stehen.
(Bin ‘99 aus der BRD nach Belgien, von daher kann ich Dir jetzt nicht genau sagen, was in der BRD Standard ist.) Dein Amtstierarzt kann das. Bei der Anwendung bestimmter Medikamente hiess ein totes Pferd im Zweifelsfall, dass Du 500 Kilo SONDERMßLL entsorgen musstest, da die Kadaver nicht mal in die Tierkörperbeseitigungsanlagen verbracht werden durften (zumindest in der engen Auslegung einer der ersten Versionen des Equidenpasses).
Andererseits: Wo kein Richter ist, ist auch kein Henker. Aber impfen schützt nicht zuletzt Dein eigenes Pferd.
Mein Posting war gedacht als Schuss vor den Bug. Letzten Endes kann ich gar nichts beweisen, das Pferd war für mein Empfinden sediert und das einzige, was ich da argumentativ weiter ins Feld führen kann ist, dass ich schon mehr als ein sediertes Pferd gesehen habe….
Nicole

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Eintrag #69 vom 19. Sep. 2003 23:00 Uhr Inez Dreyer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Inez Dreyer eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Zum Thema Pferde

ich habe mit Interesse den Thread gelesen und gehe generell mit dem was hier über Tierschutz gesagt wurde konform.
Meiner Meinung, ich habe viele Jahre Pferde und Reiter ausgebildet,entsteht die grösste Gefahrenquelle dadurch das zum einen sich Reiter permanent überschätzen. Ihre eigenen Pferde nicht wirklich einschätzen können und sich selbst unter unnötigen Leistungsdruck stellen.
Das ist nicht alleine eine Frage der Ausbildung. Es ist mit den REitern und den Pferden gleich, der eine hats der andere nicht. Ich kenne genügend Leute die versuchen ihrem steifen, für diesen Zweck falsch gebauten Zossen (tschuldigung ihr PFerdefreunde) auf zig Kursen die Hohe Schule beizubringen (bring dem Kursleiter ordentlich Kohle) was ich damit sagen will, es gibt auch im MA Bereich zig Leute die Pferde reiten die einfach nciht für das was sie damit machen wollen geeignet sind.
Leider sind nur die wenigsten Pferdebesitzer (zum einen weil sie das Pferd ja mögen, zum anderen weil sie damit meinen eine eigene Unfähgikeit eingestehen zu müssen)
Zum Thema Sedativum, es gibt genug Zeug was nciht gespritzt wird und auch ganz nett wirkt. Und ich muß zu meiner SChande eingestehen das ich in gewissen Fällen nciht unbedingt dagegen bin. (ABer nur in Absprache mti dem Vet) ich verwende es bei Jungpferden die schlecht beim Beschlagen stehen, (hallo-klar ist es besser sie von vorne herein dran zu gewöhnen, aber ich habe nicht alle PFerde selbst aufgezogen) man kann damit den Pferden unnötigen Stress ersparen. Ich denke auch das man vor der ersten Veranstaltung sedieren kann (aber nicht wenn man an Turnieren teilnehmen kann) Das sollte aber nur die AUSNAHME sein und nur von erfahrenen Trainern gemacht werden. Regelmässiges Sedieren kann das Gegenteil bewirken.
Das zweite Problem ist leider oft das für alles zu wenig Zeit ist. ICh lebe mit meinen Pferden, ich kann wann immer ich will in den Stall und reiten. Wer sonst kann das?
Ich mache Bogenreiten, ich habe ein halbes Jahr zuvor im Stall geschossen bis ich vom ersten Pferd vom Sattel aus geschossen habe.
Und trotz aller Vorbereitung eignen sich von 10 Pferden nur 3 dafür.
Ich habe 10 Pferde zur Verfügung, der normale Reiter normalerweise nur 1.
Und das muß dann Funktionieren.
Zu der Unterbringung der Pferde.
Ich bin auf vielen Turnieren (Islandpferde) gewesen, auch als es noch keinen Equidenpass gab. (Im übrigen ist dieser für den gewerblichen Verkehr gedacht, ich bin mir gar nicht so sicher das jeder einen haben muß…und keiner konnte mir das bis jetzt anhand eines Gesetzestextes belegen) Es gab 2 Dinge die vor dem betreten des Turnierplatzes zu erledigen waren (das eine schon bei der Anmeldung)
nämlich die Bestätigung das die Pferde Haftplficht versichert sind und an der Meldestelle die Impfpässe vorlegen!
Wo also ist das Problem.
Bevor die Pferde ihren Platz zugewiesen bekommen wird das eben kontrolliert. Fertig. Keine Haftplicht und das Pferd zurück marsch marsch in den heimischen Stall. Das mit der Impfung ist allerdings so eine Sache- gegen Druse, Bronchitis, Hautpilze etc gibts keine Impfung. Und auch ein Tierärztliches Attest ist nur für den Zeitpunkt an dem es gemacht wurde relevant. Pferde allerdings die optimal gehalten, gepflegt und so weiter sind, stecken sich gar nciht so schnell an.
EUre Intention in Ehren, ich ziehe meinen Hut vor Euch wenn ihr es schafft die eindeutig ungeeigneten, überforderten PFerde etc heraus zu ziehen. Den Veranstaltern von Sportturnieren ist das bis heute nicht gelungen.
WEnn die Sache konkret wird, würde ich mich gerne fachlich daran beteiligen.
Gruß
Inèz

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Eintrag #70 vom 03. Okt. 2003 18:18 Uhr ute garbe   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht A-Karte für Pferde

ßbrigens, es gibt die A-Karte für Reiter und Pferde schon: Sie heißt ,,Deutsches Reitabzeichen“ und ist erhältlich bei der FN oder der EWU.
Es schadet sicherlich keinem Reiter (ob ,,Freizeitreiter” oder,,Ritter" ) zumindest den Basispaß und das kleine Reitabzeichen abzulegen.
Das kleine Reitabzeichen könnte durchaus als Vorraussetzung für die Teilnahme an freien turnieren dienen.
MfG Ute

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Eintrag #71 vom 06. Okt. 2003 17:05 Uhr Inez Dreyer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Inez Dreyer eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Na toll...

diese “A-Karte” ist ja sogar innerhalb der FN ein Politikum. Erstens sagt sie überhaupt nichts über die Pferde aus, zweitens ist die Qualität von Bundesland zu Bundesland, bedingt durch die Prüfer, sehr unterschiedlich. Hier in Hessen sind die Anforderungen recht hoch, ich weiß aber von anderen BLs das dort noch nicht einmal die Mindestanforderungen (Springen etc) erfüllt werden müssen. Zudem sind die Anforderungen an die Reiter überhaupt nicht dem entsprechend was auf einem Markt für Anforderungen auftreten. Ich habe selbst am Wochenende erlebt wie ein recht umgängliches ruhiges Jungpferd mutierte. Dank der Vorbereitung blieb es aber trotzdem kontrollierbar. Und selbst erfahrene Pferde können einen Adrenalin Schock bekommen ;-) jeder der Sportturniere reitet kennt das wohl.
Es wäre notwendig das man vielleicht mal eine Art Brainstroming macht und von Leuten mit Erfahrung sammelt was wirklich wichtig ist für Pferde die unter Publikumsverkehr/Menschen gehen.
Ein Hinweis wäre sicherlich in der Ausbildung von Polizeipferden zu finden.
Meiner Ansicht nach ist das A und O das die Pferde aller kleinste Individualdistanzen akzeptieren lernen.
Das hat nur indirekt mit dem Nerventraining zu tun, jetzt nicht lachen, aber das ist so was ähnliches wie bei der Raubtierdressur.
Das Pferde treten ist nicht nur aus Schreck, sie tun es auch aus Rangordnungsgründen. Und zwar weil sie ranghoch sind und weil sie Rangnieder sind. (das ist jetzt alles super vereinfacht aber ich denke man sieht das es nicht so simpel zu lösen ist)
Eine alternative ist einen Reiter drauf zu setzten der das Pferd mit Dominaz unter Kontrolle hält (die einfachste Methode wäre durch Schmerz, oder eben weil jemand sehr gut reitet, sehr dominant ist etc; funktioniert sicher aber eben nur bei der Person) oder, eine andere ist eben das Verhalten des Pferdes um zu programieren, dh. die Konditionierung zu ändern.
Wesentlich schwieriger aber machbar. (Anmerkung nicht jedes Pferd eignet sich für die eine oder andere Methode.
Und 100% gibts bei Tieren eben sowieso nie.
Wer sich für dieses Thema interessiert, meine Mail ist oben!
Gruß Inèz
Ps Gruß an Ameli, wir sind heil wieder angekommen in Kassel, und der dicke graue war froh wieder bei seinem Kumpel zu sein.

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