Ich hätte eine Frage bezüglich der Verwendung von Namen beim Reenactment.
Benutzt ihr eure eigenen Namen oder verwendet ihr grundsätzlich, eher zeitgemäße Pseudonyme wie z.B. Walther, Ulrich und ähnliche Namen die damals verbreitet waren ?
Benjamin ist ja altjüdischer Name, der schon in der Bibel auftaucht. Gab es im Mittelalter auch Leute im Mittelalter, die benjamin hießen und keine juden waren, oder ist das irgendwie aneinander gebunden.
Ich habe mich mit einem Bekannten unterhalten, der sich schon längere Zeit mit dieser Materie beschäftigt und er meinte ich sollte einfach ein kurzes Ben daraus machen.
Auf den Seiten von www.landvaettir.de findest Du ca. 800 Skandinavische Namen! Leider ohne Bedeutung der Namen, jedoch sind ALLE auf Runensteinen belegt.
Im Sinne der “Hilfe zur Selbsthilfe” hier drei erste Literaturhinweise (es gibt sicher noch bessere, aber das ist das Ergebnis eines ersten Griffes in den Bücherschrank):
Hans Bahlow, Deutsches Namenlexikon - Familien- und Vornamen nach Ursprung und Sinn erklärt, Leysersche Verlagsbuchhdl., München 1967 (damals noch ohne ISBN!)
Horst Naumann, Das große Buch der Familiennamen - Alter / Herkunft / Bedeutung, Falken-Verlag, Wiesbaden o.J. (dort S. 317 ff. eine reiche Literaturliste)
Und für den angelsächsischen Raum:
E.G. Withycombe, The Oxford Dictionary of English Christian Names, Clarendon Press, 2. korr. Auflage, Oxford 1959
Ich denke, dort wird man mit etwas Suchen (aber wie sagt das antike Sprichwort so schön: “Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt”, und wenn es der Gehornschweiß ist!) fündig sowie zum Alter wie auch der Bedeutung der Namen.