Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Mittelalter-Rock - was haltet ihr davon?

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Eintrag #19 vom 20. Sep. 2007 20:12 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

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Nachtrag:
Mich hat die Musik zum Mittelalter gebracht - und letzten Endes von den Märkten wieder weggebracht. Allerdings ist meine Geschichte wahrscheinlich absolut nicht typisch.
Ich hatte in Frankfurt am Konservatorium die Gelegenheit, mittelalterliche Musik im Sinne der historischen Aufführungspraxis kennenzulernen. Ich wollte den Alltag kennenlernen, in den diese Musik eingebunden war. Ich entdedckte die Märkte, hoffte, dort diesen Alltag zu finden, hoffte, dort Gleichgesinnte zu finden, die sich ebenfalls für mittelalterliche Musik und mittelalterlichen Alltag interessierten.
Im Laufe der Zeit erkannte ich, daß beides auf den Märkten nicht wirklich gefunden werden kann. Die Musik dort hat mit mittelalterlicher Musik nichts zu tun, und mittelalterliche Alltagskultur findet man dort im Allgemeinen auch nicht. Stattdessen entdeckte ich eine “Szene in der Szene” (übrigens zuerst hier bei Temous vivit), Leute, die es mit Kleidung und Handwerk genauso ernst nahmen wie ich mit der Musik. Das war mir sympathisch. Ich gab meine Suche auf den “Mittelalter”-Märkten auf und entdeckte die Museumsveranstaltungen.
So, das wars zu mir.
Bis denn
Karen

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Eintrag #18 vom 20. Sep. 2007 19:51 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Simone!
Du solltest vielleicht genauer differenzieren, welche Art von Musik Du genau meinst. Unter “Mittelalter-Rock” würde ich spontan eher an Gruppen denken, deren Grundlage E-Gitarren sind, auch wenn andere, historische Instrumente hinzutreten können. Was hier in einigen Antworten angesprochen wurde, sind Gruppen, deren Grundlage Dudelsäcke und Trommeln sind. Ein Bindeglied zwischen beiden Typen sind Gruppen, die beides machen. Echte Fans werden sich dann beide Richtungen ihrer Lieblingsgruppe anhören - vielleicht aber auch nur eine der beiden Richtungen mögen.
Die Typen von Veranstaltungen, auf denen diese verschiedenen Stile zu hören sind, sind unterschiedliche. Das eine der Mittelalter-Markt, das andere das Rockkonzert. Die beiden Gruppen müssen sich also nicht berühren. Allerdings habe ich teilweise schon gelesen, daß Leute sich ihr “erstes Gewand” für ein Konzert von “Blackmores night” genäht haben, um vielleicht in der ersten Reihe stehen zu dürfen.
Ich hatte übrigens auch schon mal daran gedacht, die Musik der “Mittelalter”-Märkte unter musikethnologischen Gesichtspunkten zu analysieren. Mich hätte interessiert, wo die Musiker ihre Anregungen herholen, und ob die Fans die Musik mögen, weil sie glauben, daß sie mittelalterlich ist, oder weil es ja nun doch mal originelle Elemente gibt.
Ich rate also zu differenzierter Fragestellung.
Bis denn
Karen

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Eintrag #17 vom 19. Sep. 2007 20:38 Uhr Simone Bruch  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Simone Bruch eine Nachricht zu schreiben.

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Besten Dank das ihr mir so zahlreich geantwortet habt. Für deinen Tipp Ivain auch noch mal Danke! Das Cave kenn ich zwar, aber Mittwochs war ich bisher noch nicht da. Werd ich mir bei Gelegenheit mal ansehen :-)
Viele Grüße, Simone

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Eintrag #16 vom 19. Sep. 2007 18:10 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Das Bindeglied dürfte weniger die Musik, denn die Verklärung vergangener Zeiten sein ;)
Im übrigen hoffe ich, dass Du dir klar machst, dass es “die” Mittelalterszene nicht gibt.
Gruss, Jens

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Eintrag #15 vom 19. Sep. 2007 18:05 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Wenn das dein Thema ist, habe ich einen Tip für dich.
Frankfurt, “Final-Destination”, Mittwochs oder Freitags, wenn DJ “Granini” auflegt.
Oder auch “The Cave”, Mittwochs bei Ars Vaganti.
(Beides den Teminlisten der Clubs zu entnehmen, sind nur bestimmte Tage)
Das erste sind Gothicabende, auf denen unter anderem ein großer Teil der angesprochenen Musik läuft, das findest du also viele Gothics, die diese musik mögen, das zweite läuft unter “Mittelalterabend” und spielt eigentlich nur die hier besprochene Musik (teilweise live) und dort findet man auch die von dir angesprochene Schnittmenge von Goth/Larp/Markt-MA.
Ist von Darmstadt aus ja erreichbar, und wenn ich Pech hatte, kennst du das eh beides ;-)
Gruß, Ivain

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Eintrag #13 vom 19. Sep. 2007 17:53 Uhr Simone Bruch  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Simone Bruch eine Nachricht zu schreiben.

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Ich untersuche in meiner Examensarbeit, ob Mittelalter-Rock ein Bindeglied zwischen der Gothic- und der Mittelalter-Szene darstellt.
In dieser Hinsicht scheiden sich die Geister sehr. Natürlich kann es nicht das alleinige Bindeglied sein, aber zumindest für einige Personen stellt es eine erste Annäherung an beide Szenen dar.
Jetzt bitte nicht über mich herfallen, denn es gibt tatsächlich Leute, die zuerst Mittelalter-Rock (ich bin übrigens auch der Meinung das der Name zur Musikrichtung nicht so richtig passt, aber naja)gehört haben und dann sich intensiver mit dem Mittelalter beschäftigt und daran gefallen gefunden haben.
Simone

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Eintrag #12 vom 19. Sep. 2007 12:25 Uhr Wolfgang Ritter  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfgang Ritter eine Nachricht zu schreiben.

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Nunj, irgendwie bi ich der Meinung, dass diese Frage in einem Forum, dass sich einer bzw. mehreren historischen Epochen verschrieben hat, genauso gut oder fehl am Platze ist, wie in einem Forum über Haushaltsgeräte.
Es dürfte ja wohl nicht nöher begründungsbedürftig sein, dass dieser Mittelalter-Rock im Sinne einer akkuraten Darstellung einer historischen Epoche nichts mit dem Mittelalter zu tun hat.
Du könntest also mit der gleichen Berechtigung die Frage stellen, was die Forumsleser und -schreiber von Ambient-Grindcore-Tekkno-Funkabilly-Punkgrass halten…..dem einen gefällt’s, dem anderen nicht….
Worum geht es denn bei Deiner Examensarbeit?
Grüße
Wolfgang Ritter

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Eintrag #11 vom 19. Sep. 2007 12:19 Uhr Bernd (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Bernd eine Nachricht zu schreiben.

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Bei “Sammelsurium” und “Stilrichtungen die früher unvereinbar waren werden gemischt” gebe ich Dir recht, bei “und diese Mischung akzeptiert” muss ich sagen: nicht überall…
Leider muss ich zugeben, daß Bands, die nach Klischeeklemmbrett für ein bestimmtes Zielpublikum produzieren, nicht nur bei pubertierenden Teenagern, sondern auch in der ach so anspruchsvollen Gothic-Szene sehr erfolgreich sind (was vielleicht auch daran liegt, daß die Gothic-Szene halt auch zum großen Teil aus pubertierenden Teenangern besteht)…
Ich hatte mir vor Jahren ein “Within Temptation” - Video angesehen und mich köstlich amüsiert: Ok, da ist die irische Moorlandschaft, nun kommt der Bodennebel, ok, nun bricht der Vollmond zwischen den Wolken hervor, nun sieht man die obligatorische weise Eule, nun kommt das weise Pferd, ok, jetzt zoom zur Band, die Jungs schauen alle gaaaaaaaaaanz bose - haben sogar glühende Augen, die Sängerin natürlich im Walle-Walle Kleid, womit auch dieses Klischee auf der Liste abgehakt wäre…
Auch musikalisch entspach das den gängigen Klischees, was der Band auch den entsprechenden Erfolg garantierte.
ßhnliche Klischeeerfüllung gibt es beim Mittelalter-Gedudel, auch hier führt es zum Erfolg.
…Und hier wie dort gibt es die wenigen alten Säcke, die sich darüber aufregen…
…Da ich aber wenn ich mich in Rage rede immer so anhöre wie mein Vater, der mir weismachen wollte, daß es außer den Beatles und den Roling Stones keine gescheiten Musiker gäbe, höre ich auf, sollte ich besser aufhören…
…ist wohl auch nur ein natürlicher Prozess.
ciao - Bernd

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Eintrag #10 vom 19. Sep. 2007 11:46 Uhr Frank Hasenöhrl  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Frank Hasenöhrl eine Nachricht zu schreiben.

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Ist -mit Einschränkungen- ne tolle Sache.
Wenn man das “Mittelalter” nicht zu ernst als Definition nimmt.
Als ehemaliger Hobbymusiker (Keyboarder bei einer Progressiv-Rock-Metal Band) kenne ich das Problem, welches Viele Musiker haben:
- Was kann ich Neues in die Musik bringen und
- Wie mache ich mich interessant.
Wenn man also nicht eine der Vielen Bierzelt-Coverbands, Castingbands oder 3-Akkord-Garagenband sein will such man nach Nischen.
Jetzt ergibt es sich nunmal, daß einigen Szenen (Rock, Metal, Heavy, Progressive) das Publikum wegläuft (sofern es eines gab) und man nun feststellt, daß gerade GOTHIC schwer im kommen ist.
Dort findet sich ein Sammelsurium am Electro, Pop, Tecno und Metalbands und Stilrichtungen die früher unvereinbar waren werden gemischt und diese Mischung akzeptiert. Bands wie Rammstein vermischen Tecno-Beats und Synthiklänge mit harten Gitarren und Düsteren Texten, Depeche Mode wurde düsterer und werden als “Götter” des Gothic gefeiert, Metalbands verlassen den klassischen “Riff-Rock” und werden Symphonischer und fast “klassisch”. Bands wie Nightwish und Within Temptation taten hier ein weiteres, um “Fantasy” und Rock Charttauglich zu machen. Sowas ähnliches gab´s vor Jahren mit den alten Genesis, Marillion, Saga, Yes etc.
Eine Musik die textlich und musikalisch zum ZUHßREN bewegte. Jetzt kam es, daß gerade dieser Hang zu “fremden Welten” und “Realitätsflucht” bei den Gothics und Mittelalterleuten sehr angesagt ist.
Was liegt für Musiker also näher, als neue Trends in die Musik aufzunehmen.
Nimm “Pur” mit etwas Geige oder anderen “historisch anmutenden Elementen” und Du hast “Schandmaul”. Rammstein haben “Subway to Sally”. “Tanzwut” und “In Extremo” den Weg geebnet und “Saltatio Mortis” sind DIE Boyband (*G*) der Mittelalterszene. Gleichzeitig braucht man für Live-Performances auf den Märkten keine teure Licht- und Musikanlage und macht trotzdem Werbung für die Elektrifizierten Alben.
Aber gerade auf den Märkten gibt es viele “Möchtegernbands” die in Lederfetzen auf die Bühne gehen, irgendwie auf Trommeln rumhauen und seltsame Töne aus selbstgebastelten Dudelsäcken hervorbringen und zum 1000sten male Herr Mannelig oder das Palästinalied präsentieren.
Im Gegenzug kamen dann auch mehr Gothics, Metaller, LARPies etc. auf Mittelaltermärkte und Querverbindungen entstehen. Sicher auch ein Argument, warum der A-Anspruch auf den Märkten immer mehr den Bach runtergeht.
“Gebt den Leuten was sie wollen” lautet hier oft das Motto der Veranstalter, da ja keiner bei einer Veranstaltung draufzahlen will.
Die meisten “ernsthaften” Bands distanzieren sich daher auch vom Begriff “Mittelalterrock” und werden eher von Musikkritikern in diese Schublade gesteckt. (Mittelalterrock = Rock + Mittelalterliche Elemente) - und dann wurden neue Begriffe wie Pagan-Folk, Neo-Folk, Fanatays-Rock etc. entwickelt ….
Die Musikszene bildet automatisch immer neue Schubladen.
Teilweise versuchen die Musiker auch, sich mit historischen Akkordfolgen zu beschäftigen (der Gitarist von Subway to Sally) und bekommt so musikalisch interessante Ergebnise, aber dies wird alles eher als Erweiterung des musikalischen Horizontes genommen und hat nichts mit “musikalischem Reenactment” zu tun.
Wirkliches “Musikreenactment” ist nicht Massenkompatibel und “vom Markt auch nicht gewünscht” - außer halt von “A”-Vertretern, und die Zahlen den Musikern sicher nicht deren Lebensunterhalt. Es gibt hier sicher auch den ein oder anderen Musiker, die ein oder andere Gruppe, aber die werden es wohl als “Nebenprojekt” zu deren normaler Arbeit als Hobby betreiben.
Nur … hier muß man - genau wie nach guten A-Gruppen - suchen.
Euer
Fuchs

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Eintrag #9 vom 19. Sep. 2007 10:15 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

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Dem meisten kann ich mich einfach anschließen.
Es gibt ein paar wenige Gruppen, die es schaffen, eigenständige Musik zu machen.
Die haben dann auch kapiert, daß es mehr Instrumente als Dudelsack und Schlagzeug gibt.
Die große Mehrheit hat weder an Instrumenten, Liedern, oder gar Musikern(*) eine Bandbreite, die über das übliche, mittlerwiele ausgelutschte Krachbumm Maß hinaus gehen.
*)
Zu den Musikern:
Ich finde es faszinierend, daß die Zahl der Musiker, wenn man die Personen einzeln zählt, nur ca 60-70% der aufaddierten Mitgliederzahlen der Gruppen ergeben. Etliche Musiker haben Solo oder Nebenprojekte mit Musikern anderer Gruppen, was an sich ja ok ist, aber wo liegt der sinn, wenn das neue Projekt genau das selbe, beliebig austauschbare Gedudel wie die beiden ersten bringt ?
Oh, und ein weiter Punkt, der mir massivst auf die Nerven geht, sind einige transportierte Inhalte.
Ich kann halt einfach nicht mehr fröhlich zu einem Lied über die von bösen Christen veranstaltete grausame Hexenverfolgung edler Heiden im Hochmittelalter rumhüpfen. Geht nicht mehr. Genauso die gernbesungene Freiheit des fahrenden Volkes, der Söldner uva… Wenn man mal weiß, was für ein Schrott eigentlich in den Aussagen steckt, machts keinen so großen Spaß mehr, auch wenn das Lied ausnahmsweise vielleicht sogar mal eines der besseren ist…
Gruß, Ivain

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Eintrag #8 vom 19. Sep. 2007 09:57 Uhr Bernd (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Bernd eine Nachricht zu schreiben.

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Ich oute mich als totaler “Mittelaltermusik”-Hasser.
Und damit meine ich nicht nur die Dudelsack-Gitarrenschrammler, sondern auch die Frauenstimmchen, die leise wimmernd ihre Harfe/Laute etc. zupfen…
Erst letzte Woche musste ich mich wieder über so ein Musikplakat totlachen, welches in meiner Nachbarschaft rumhing: abgebildet waren die üblichen Eso-Kelten-Batikrock-Gesichter, der Bandname und das Logo mit den üblichen Keltenkringeln “verziert” und als “Stilbeschreibung” stand da ernsthaft “MITTELALTERWELTFOLK” drunter …und die spielen dann auch konsequent im “Aktivspielplatz im Herrngarten, kleiner Hinweis für anwesende Darmstädter ;-)
Anfangs hatte ich noch Sympathie zu den elektronischeren Zugängen zu dieser Musik wie z.B. Qntal, aber nach jahrelanger multipler Szeneerfahrung hängt es mir einfach nur noch zu den Ohren raus.
Wie schon meine Vorredner gesagt haben, gibt es auch eigentlich nur 5 Lieder, die innerhalb der Szene kursieren, aber ich wage zu behaupten, daß es nicht das Unvermögen einzelner Musiker ist, den Ton zu treffen, sondern es ist eine eigene Kunstform und ein Diktum der Szene-Musiker, die Töne exakt NICHT zu treffen.
Und wenn man mal das unheimliche Gefühl hat, statt der ewigen 5 gleichen Lieder ein neues Lied zu hören, so stellt man bei genauem Hinhören fest, daß das eigentlich nur eines der 5 Lieder ist, daß durch konsequentes Falschspielen über ”Generationen hinweg“ zu einer neuen Melodey mutierte…
Und wenn man dann am Ende eines Marktes, auf dem man mit Dudelsackgegröhle dauerbeschallt wurde, abbaut, was hört man dann aus den Autos der anderen Akteure, die an einem vorbeifahren ? Dudelsack-Metal-Geschrammel !!!!
Schlimm genug, daß sich vor 10 Jahren Metal in Form von ”Gothik-Metal“ wiederrechtlich in die Gruft-Dissen geschummelt hat, nun muss man dort auch noch Corvus Corax, In Extremo & Co ertragen!
Gut, ich muss gestehen, daß ich aus diesen Gründen kaum noch in ”normale“ Gruft-Dissen gehe, scheinbar wird dort der Middelaldä-Boom durch Kirmes-Tekkno (auch nicht mehr ganz taufrisch ”Weiber-Elektro“ genannt) abgelöst…
Der einzige Song mit Dudelsäcken drin, der in meinen Augen richtig gut ist, ist ”Vive Le Feu“ von Bérurier Noir. Das ist guter alter dreckiger Franzosen-Punk aus dem Jahr 1985, als Corvus Corax & Co noch in die Windeln geschissen haben - aber auch diese Dudelsack-Passage ist eine Variation oder besser gesagt Urform der 5 ewiggleichen Lieder…
Weiterhin großartige Musik, die evtl. in Ansätzen in Richtung Mittelalter geht, gibt es von Dead Can Dance, das hat aber zum Glück überhaupt nichts mit ”Mitttelalter-Rock“ zu tun (das sind Sound-Perfektionisten)…
Um auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen: ”Nichts !"
So, das waren 5 Minuten Lästerei eines intoleranten MA-Musik-Hassers ;-)
Grüße aus der Nachbarschaft…
ciao - Bernd

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Eintrag #7 vom 19. Sep. 2007 08:41 Uhr Christian (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Christian eine Nachricht zu schreiben.

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und ich steh total drauf. Ich finde Corvus und Konsorten klasse, ich mag die Musik, richtig laut aufgedreht ein geiles Ding zum Autofahren, oder zuhause putzen, heimwerken, wie auch immer.
Auf den Märkten, nenn ich sie nur Krach, da haben sie nix zu suchen und dass die meisten Dudelsäcke wohl so hergestellt sind, dass da nur eine handvoll Melodien rauskommen nervt extrem.
Dennoch Mittelalter-Rock (der Name ist schlecht gewählt) Im Auto, zuhause aus den Boxen, im Konzertsaal–> Daumen hoch!
Karl

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Eintrag #6 vom 19. Sep. 2007 05:38 Uhr Sven Wolfgang Pfeifenberger  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sven Wolfgang Pfeifenberger eine Nachricht zu schreiben.

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Um die Frage zu beantworten:
In seinen Anfängen als neue Form des Gothic Rock vor einer halben Ewigkeit war es neu, interessant und unterhaltsam.
Inzwischen machen unzählige Bands immergleich klingende Musik in den immergleichen albernen Klamotten und ja: oft genug spielen sie sogar die immergleichen Lieder.
Fazit: im besten Fall ist diese Art der Musik für mich langweilig…
Schöne Grüße
Sven
…der Aggressionen bekommt, wenn er das “Palästina-Lied” hören muss….
Sven W.P.

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Eintrag #5 vom 18. Sep. 2007 21:39 Uhr Nicole Müller  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nicole Müller eine Nachricht zu schreiben.

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Ich kann grad nicht anders und muss meinen Senf auch noch dazu geben….
Der historische Diskontext wurde ja schon erwähnt.
Obwohl man vielleicht vor Urzeiten eine leichte Sympathie für diese Art der Musikgestaltung aufbringen konnte, so haben sich alle karnevalistisch-kostümierten nervigen Dudelsackspieler der Szene aller größte Mühe gegeben, mir damit ordentlich auf den Pinsel zu gehen…. Nachdem sich am Sonntag morgen(ok, für andere eher mittag) , einer durchzechten Nacht, eine besonders nerviger Vertreter seiner Gattung, neben mein Zelt stellte und anfing mit seinem Gedudel (und es sind IMMMMMMMMMMMMMER die gleichen 4 Lieder die da runter geblasen werden) , ja seit dem kam mir der Gedanke eine konspirative Vereinigung gegen terroristische Volksdudler zu gründen.
Um deine Frage zu beantworten: Je länger man im Hobby ist, umso mehr nervt dieses Gehampel nur noch ( auf Märkten am aller meisten). War zumindest in einem 25 Mann Lager der einhellige Konsens…. (und das schlimmste ist, wenn man bei den besagten 4 Liedern, die man schon lange nicht mehr leiden kann, auch noch die Spielfehler hört, weil es derjenige noch nicht einmal ganz kann….) So, sorry, das musste mal raus. Sehen wir das etwa alleine so???

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Eintrag #4 vom 18. Sep. 2007 20:49 Uhr Andrej Pfeiffer-Perkuhn  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andrej Pfeiffer-Perkuhn eine Nachricht zu schreiben.

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Ich kann eine gewisse Aversion durchaus nachvollziehen. Wer allzu oft bei seinem Hobby mit einer Musikrichtung konfrontiert wird die so tut als sei sie mittelalterlich und das für den unbedarften Laien auch schwer macht anderes zu erkennen, kann leicht eine Abneigung entwickeln. Ich persönlich kann mit derartigen Stücken auch eher wenig anfangen und würde es lieber sehen wenn die Musik die damals tatsächlich verbreitet war, so überhaupt möglich, in Bewußtsein der Leute dränge. So wird wieder einmal das Bild vom dreckigen und barbarischen Mittelalter bedient. Was würde ich mal für eine gute Darbietung von Moriskentänzern geben. Jetzt außerhalb von Landshut.
Schöne Grüße
Andrej

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Eintrag #3 vom 18. Sep. 2007 20:02 Uhr Martin (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Martin eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo
Ich möchte mich roland anschließen! Es gab ihn nicht, egal ob du nun die Musikrichtung oder das Kleidungsstück (zumindest in meinen Darstellungszeiten ist mir keiner bekannt) meinst. Zum Kleidungsstück: Ich finde es Absolut furchtbar, dass sich so viele Kiltträger auf Ma-Märkten herumtreiben. (Nichts gegen die Kiltträger persönlich, aber ein Kilt oder ein Rock, vor allem für Männer, hat nun einmal nichts mit dem Ma zu tun). Zur Musikichtung: Auch wenn sie auf keinen Fall a ist, finde ich gewisse Bands (z.B. In Extremo) einfach genial! Ich kann es natürlich auch verstehen, wenn einem dieser Musikstil nicht gefällt, aber ihn nur nicht zu mögen, weil er nicht a ist finde ich etwas übertrieben. Es gibt auch nich eine Leben neben dem hobby!
Gruß
Martin

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Eintrag #2 vom 18. Sep. 2007 19:36 Uhr Roland Schulz   Nachricht

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hallo simone,
es gibt ihn nicht, fertig.
vermutlich meinst du irgendein pseudofolkloristisch-esotherisch-rockig angehauchtes gedudel mit z.t. alten instrumenten und z.t. auch anlehnung an historische musikstücke oder texte.
ich habe ebenso noch nie von einem beethoven-rap oder einem mozart-rave gehört, auch ein paganini-punk ist mir bislang nicht untergekommen.
vielleicht kommt sowas irgendwann mal, aber alles was ich bisher hörte war entweder das eine oder das andere - dürfte auch schwer fallen, so etwas zu verbinden und dabei BEIDEM gerecht zu werden.
gruß,
roland
leben und handwerk
www.leben-und-handwerk.de

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Eintrag #1 vom 18. Sep. 2007 19:23 Uhr Simone Bruch  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Simone Bruch eine Nachricht zu schreiben.

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Seid gegrüßt!
Im Zuge meiner Examensarbeit interessiert mich brennend die Frage: “Was haltet Ihr von Mittelalter-Rock.?”.
Wäre schön wenn mir jemand darauf antworten könnte.
Vielen Dank schon mal im Voraus.
Viele Grüße
Simone

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