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Eintrag #1 vom 10. Mrz. 2004 13:52 Uhr Manuela Braun  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Manuela Braun eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, es würde mich sehr freuen, wenn mir jemand helfen kann. Ich bin auf der Suche nach Romanen, deren Handlung im 13./14. Jahrhundert “in Süd-Deutschland” spielt. Wichtig ist mir, dass der/die Autor/in die geschichtlichen/kulturellen Rahmenbedingungen der Zeit berücksichtigt. Ist zum Beispiel der Medicus so geschrieben, wie es hätte sein können? Oder:
vermitteln die Säulen der Erde ein realistisches Bild der Zeit? Was gibt es für (unbekanntere) Titel.
Zur kurzen Erklärung: ich brauche das nicht für ein gemütliches Lesestündchen, sondern in einem museumspädagogischen Projekt des HMA, das auch Erwachsene ansprechen soll. Und dafür soll eben eine Literaturliste enstehen, die unbedingt auch unter dem strengen Auge eines Historikers Stand hält. *geht das überhaupt?*
Ich hoffe, mit meiner banalen Frage niemanden zu nahe getreten zu sein.
Freundliche Grüße von Mela

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Eintrag #2 vom 10. Mrz. 2004 15:11 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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…sind wohl eher für die Vermittlung eines geschichtsnahen Bildes ungeeignet, auch wenn es einige wenige gibt, die in den geschilderten Umständen und Details nicht fernab der Quelllage sind.
Gerade für ein museumspädagogisches Projekt halte ich Romane für ungeeignet. Als Literaturliste täte ich fachspezifische und Soziologie-verwandete Bücher empfehlen,
“Stadtluft, Bettelmönch, Hirsebrei-Die Stadt im Spätmittelalter” z.B.,
“Alltagsleben im Mittelalter”, “Hirsebrei und Hellebarde- die Schweiz im Spätmittelalter” z.B
Wobei auch hier eine zeitlich genauere Eingrenzung sehr wichtig ist, denn die Soziologie (wo ist auch wichtig) des frühen 13ten unterscheidet sich z.B. stark von der des frühen 14ten.
Gruss,
Jens Börner
IG MiM - Interessengemeinschaft Mensch im Mittelalter e.V. www.ig-mim.de

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Eintrag #3 vom 10. Mrz. 2004 16:26 Uhr Johann Anton Mattes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Johann Anton Mattes eine Nachricht zu schreiben.

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Romane stellen für gewöhnlich wirklich keine guten Quellen dar. Schließlich wollen sie ja zumeist unterhalten sollen. Ein Autor muss also immer versuchen eine Balance zwischen historischer Realität und Unterhaltungswert halten. Das gelingt bei weitem nicht immer. Deshalb lese ich auch nicht sonderlich viele “Mittelalter-Romane”.
Einer der aber zumindest vor meinem Auge bestehen konnte war “Timeline” von Michael Crichton.
Nur bin ich kein Historiker und kann somit kein Hundertprozentiges Urteil abgeben. Aber immerhin wurde hier die kleidung schon so detailliert beschrieben, dass solche Dinge wie Bruche und Beinlinge erwähnt werden (Das ist doch schon ein Anfang)

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Eintrag #4 vom 10. Mrz. 2004 17:59 Uhr Manuela Braun  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Manuela Braun eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo, die Museumspädagogik findet statt in der kompletten Neukonstruktion einer Burganlage, die historisch vermutlich (noch) Anf. 13. bis Ende 14.Jh. existierte. Die Konstruktion des hölzernen Wohnturms orientiert sich an Funden aus 1271, die Gebäude der Vorburg sind Mitte/spätes 14.Jh. Das ganze wird als Teil eines Archäoparks professionell vermarktet.
Es werden viele der Besucher ein bestimmtes Bild vom Mittelalter im Kopf haben, das aus Romanen, Filmen, Spielen, usw herstammt. Das heisst doch, ich kann eine gewisse Bereitschaft voraussetzen, zu lesen. Aber eben vielleicht doch nicht gleich Fachbücher. Ich habe die Idee, dass wenn es historisch korrekte, einigermassen, Romane gibt, dass wir sie den Leuten empfehlen könnten. Ich bin aber auch gerne bereit mich eines besseren belehren zu lassen.
Gruß, mela

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Eintrag #5 vom 10. Mrz. 2004 18:22 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Manuela,
Hört sich interessant an, bitte mehr :)
ALso die aufgezählten Bücher sind sehr unterhaltsam und anschaulich geschrieben, das sind keine reinen Fachbücher.
z.B. Alltagsleben im Mittelalter: www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/[…]/tempusvivit-21
Gruss, Jens, IG MiM e.V.

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Eintrag #6 vom 10. Mrz. 2004 20:49 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
ich glaube nicht, daß Romane geeignet sind um Begleitliteratur zu eurem Projekt zu stellen. Schließlich ist ein historischer Roman nicht geschrieben worden um detailiert vom Alltagsleben der Menschen zu berichten, sondern um eine Geschichte zu erzählen. Teilweise lenkt genau das vom eigentlichen historischen Sachverhalt ab. Politisch und soziologisch mögen sich einige Romane durchaus an den Quellen orientieren, aber nur so lange wie es in die Handlung passt. Bei den Kleinigkeiten finden sich massenweise Fehler, was nicht schlimm ist, denn es ist halt nur nen Roman.
Versucht doch nach eigener Recherche Infoblätter zu bestimmten Themen zu erarbeiten.
Ich denke das Romane die Klischees vom Mittelalter nur verstärken, und wenn ihr da ein museumspädagogisches Projekt aufziehen wollt werden sich die Inhalte beissen.
Viele Grüße,
David
familia ministerialis - Alltag um 1280
familia-ministerialis.de

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Eintrag #7 vom 10. Mrz. 2004 21:08 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

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Ich stimme Esca und David zu, Romane sind nicht geeignet.
Zum Medicus: Vergiss es. Nicht mal die soziologischen Verhältnisse stimmen, von den Details ganz abgesehen. Es ist für jemanden, der ein bisschen Ahnung von der Zeit hat, in der das Buch angeblich spielt, eine Quälerei. Brrrr.
Gruss Claudia

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Eintrag #8 vom 11. Mrz. 2004 14:03 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

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Für Süddeutschland fällt mir auch nichts ein.
Was mir aber immer noch gut gefällt, ist “Der Name der Rose” von Umberto Eco.
Ein Buch, das mir auch gut gefallen hat, ist: Connie Willis: “Die Jahre des Schwarzen Todes”. Das Buch spielt in England. In einer nicht ganz fernen Zukunft wird eine Historikerin ins 14. Jahrhundert geschickt. Und während sie nach und nach feststellen muß, daß sie durch einen Fehler des Technikers ausgerechnet im Jahr 1348 gelandet ist, in dem die Pest ausbrach, wird auch das moderne Oxford von einer tödlichen Grippe-Epidemie heimgesucht, so daß der Irrtum erst spät bemerkt wird…
Was mir daran besonders gut gefallen hat, ist, wie der Historikerin nach und nach klar wird, daß nicht alles, was sie im Studium gelernt hat, auch zutrifft (das könnte vielleicht auch verhindern, daß die Leser nun alles, was in dem Buch steht, für bare Münze nehmen). Außerdem wird zeitlich und räumlich ein so kleiner Ausschnitt gezeigt, daß es wenig Spielraum für Fehler gibt.
Aber vielleicht ein ganz anderer Vorschlag: “Romane” gab es ja auch im Mittelalter. Vielleicht könntest Du den Leuten auch ßbersetzungen mittelalterlicher höfischer Romane empfehlen! Ich weiß allerdings nicht, in welchen Ausgaben besonders lesenswerte ßbersetzungen stehen. Dieter Kühn hat ja vor noch nicht allzulanger Zeit eine ßbersetzung des “Tristan” von Gottfried von Strassburg herausgebracht, aber seine ßbersetzung vom “Parsifal” hab ich schon ein paar Jahre im Schrank stehen, und immer noch nicht gelesen.
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #9 vom 12. Mrz. 2004 08:23 Uhr Ameli (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ameli eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
als Roman, basierend auf den vorhandenen Quellen, gefällt mir:
Irmgard Kraft, “Die große Reise des Herrn Ibrahim Ibn Ya’kub in die Länder des Nordens”
Sapiens Verlag Mannheim
ISBN-3-00-388-5
Hatte ich im Thread Darstellung → Dunkelhäutige im MA schon vorgestellt.
Was mir gefällt ist, daß die Autorin in einem recht ausführlichen Anhang die (übersetzten) Originalpassagen auflistet.
Gut geschrieben, nicht zu viel hinzugedichtet.
Empfehlen kann ich auch folgende Bücher, sind zwar keine Romane aber gut verständliche Einstiegsliteratur ins MA:
Ritter, Mönch und Bauersleut von Dieter Breuers www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/[…]/tempusvivit-21
Gruß
Ameli

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Eintrag #10 vom 12. Mrz. 2004 13:32 Uhr Ronald (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ronald eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
also meine all-time-favorites zum Thema mittelalterliche “Romane” sind
Richard Rötzer :
Der Wachsmann www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/[…]/tempusvivit-21
Herzliche Grüße,
Ronnie
m i m | InteressenGemeinschaft Mensch im Mittelalter e.V. - Der Mensch - Das Leben - Die Geschichte -

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Eintrag #11 vom 12. Mrz. 2004 16:32 Uhr Johann Anton Mattes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Johann Anton Mattes eine Nachricht zu schreiben.

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David Seitlitz hat einige Einträge vor diesem hier mal gesagt, dass viele Romane nur Vorurteile übers Mittelalter transportieren und man deswegen nur diese Klischees revidieren müsste.
Da kam mir eine Idee. Ich weiß nicht inwiefern Du darauf einfluß aus üben kannst, aber warum nicht in genau diesem Punkt ansetzen? Man könnte doch in dieser Ausstellung bewusst Klischees aufgreifen und anhand der Exponate zeigen, dass es nicht so war. Vielleicht auch aus diesen mehr oder weniger Korrekten Romanen zitieren und genau auf den Unterschied zur Historischen Wahrheit verweisen. Das hätte den Vorteil den Besucher mehr oder minder persönlich anzusprechen, und ihm ein bleibenderes Bild vom Mittelalter zu vermitteln.(Denn aus Fehlern wird man klug)
Wie das rechtlich funktioniert kann ich allerdings nicht sagen. Ich glaube allerdings nicht, dass es so ein Problem darstelt schließlich handelt es sich ja um eine wissenschaftliche Arbeit die sich kritisch mit diesen Romanen auseinandersetzt.

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Eintrag #12 vom 12. Mrz. 2004 16:44 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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… ist ja nicht schlecht, aber wer hat danach noch Lust diesen Roman zu lesen? Ausserdem finden sich Klischee´s zur Genüge in den Köpfen der Menschen. Romane dürfen BILDER vermitteln! Es ist keine Fachliteratur, und darum ist diese Diskussion eigentlich recht hohl.
Gruß,
David
www.familia-ministerialis.de

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Eintrag #13 vom 12. Mrz. 2004 20:51 Uhr Manuela Braun  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Manuela Braun eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo an alle, vielen Dank erst mal für die Tipps. Es gefällt mir gut, dass es hier offenbar verschiedene Herangehensweisen an das Thema Mittelalter gibt.
Ich persönlich finde die Diskussion mitnichten hohl (*klar*), da es mir -auch- darum geht, unseren Besuchern ein Bild davon zu vermitteln, wie das Leben im HMA zT vermutlich, zT belegbar war. Und da muss ich miteinrechnen, welche Bilder diese Menschen mitbringen, die eben auch durch die entsprechenden Romane vermittelt werden. Und wenn ich nun annehmen kann, dass es eine Reihe Bücher aus diesem Genre gibt, die dem realen Bild ganz gut nahekommen, ist das doch ok zu sagen, lies mal das, oder? Aber wie gesagt, mir gefallen auch die anderen Ideen.
(Unser Projekt ist übrigens keine Ausstellung, sondern eine richtige nachgebaute 1:1 Holz-Turmburg mit Vorburg. Das ganze wird noch dieses Frühjahr eröffnet).
Gruß mela

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Eintrag #14 vom 25. Mrz. 2004 19:12 Uhr Tilman (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Tilman eine Nachricht zu schreiben.

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Die Probleme wurden ja schon angesprochen. Auf der einen Seite gibt es unterhaltende Romane, die zwar leicht zu lesen sind, aber von “historical correctness” nicht viel wissen wollen, zum anderen gibt es einige wenige Versuche, die historische Wahrheit als Grundlage zu nehmen für eine Geschichte. Bei letzterem kam dann allerdings so etwas wie “Der Name der Rose” heraus - ich denke, die wenigsten Leute haben das Buch gelesen, denn es ist weitaus komplexer und anstrengender als der (wirklich eindrucksvolle) Film es vermuten lässt.
Gerade bei einem Projekt wie dem euren, das ja mit Vorurteilen, Klischees etc. aufräumen soll, halte ich es für unsinnig, den Massengeschmack auf Teufel komm raus weiterhin bedienen zu wollen, indem man leicht verdauliche, aber leider auch ebenso fehlerhafte Romane empfiehlt.
Bevor man also dem Publikum (das SO dumm gar nicht ist!) aber einen Eco-Roman (der manchmal wie eine Sammlung des kompletten philosophisch-theologischen Wissens des Autors über das MA wirkt)in die Hand drückt, den man aufgrund fehlenden Basiswissens nur halb genießen kann, plädiere ich für ein Angebot an einführenden Fachbüchern. Die hier genannten sind allesamt auch für interessierte Laien verständlich und lesbar geschrieben. Ich möchte nur noch die Reihe von Dieter Breuers ergänzen (glaube, die wurde noch nicht genannt) - dort finden sich sogar romanhafte Ansätze in Form von “Augenzeugenberichten”.
Eine Alternative, die mir sehr gut gefällt, aber einiges an Arbeit voraussetzt, ist die Anwerbung eines heimatgeschichtlich interessierten Autors. Bei uns in der Gegend gibt es ein paar von dieser Sorte und die meisten schreiben auf einem sehr passablen Niveau (keine Weltliteratur, versteht sich). Die entsprechenden Romane sind gut recherchiert und liegen deshalb in den hiesigen Museen aus. Ich selbst plane auch mal was zu Papier zu bringen, das sich mit der Historie “meiner” Heimatburg befasst…
Aber wie gesagt, das braucht natürlich einige Vorlaufzeit.
PS: Was mir gerade noch einfällt - die Thematik ist eigentlich eher auf das mittlere 14.Jh. ausgelegt,aber sowas ginge voll in eure Richtung:
E.W. Heine, Toppler. Ein Mordfall im Mittelalter, Zürich 1992 (Diogenes-Verlag). Behandelt Aufstieg und Fall eines Rothenburger (o.d.T.) Bürgermeisters und beschreibt ganz nebenbei die allgemeinen Lebensumstände der Zeit (quasi die komprimierte Fassung des “Fernen Spiegels” von B. Tuchmann ;)). Top-Buch!
Der Stolzenberger

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Eintrag #15 vom 25. Mrz. 2004 22:52 Uhr Joachim Dittrich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Dittrich eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ein Plädoyer für die Details

Wenn man sich mit Fachliterautr befasst, und sich dann auch mal hsitorischen Romanen zuwendet, fällt einem so mancher fehler auf. andererseits kommen Fragen auf: War das wirklich so? Hätte der Held/Bösewicht/namenlose Statist wirklich so verhalten? Macht man sich daran, selber einen - fachlich fundierten - Roman zu schreiben, tauchen unendlich viele Details auf, über die man sich bei seiner eigenen “normalen” MA-Darstellung gewöhnlich kaum Gedanken macht - sofern man z. B. nur Dengeln und Lagerfeuerromantik im Sinne hat. Nur mal ein Spektrum: Wie sahen die Wege aus? Wie reiste man? Wie wurde mit der Natur umgegangen, wie sah der Mensch des Mittelalters sie? Reisegeschwindigkeiten? Transportmöglichkeiten usw. usw. plötzlich öffnet sich ein Raum mit vielen ungelösten und faszinierenden Fragen. Ob man nun nur einen Roman liest oder selber schreibt. Dcoh, Mittelalterromane sind ein kleines Fenster ins Miettelalter, das hilft, in diese Welt einzutauchen - man sollte nur kritisch sein und hinterfragen, aber auch genießen können.
Achim v. Hohenberg gen. de Clavis, bekennender Bücherwurm

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Eintrag #16 vom 26. Mrz. 2004 09:04 Uhr Wolfram Troeder  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Wolfram Troeder eine Nachricht zu schreiben.

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Ein habbich noch, ein habbich noch!!!
“Sigena”, Elmar Vogt
Thema: Nürnberg im 11 Jhd, aufgehängt an der 1. urkundlichen Erwähnung Nürnbergs.
Tassilo

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Eintrag #17 vom 28. Mrz. 2004 13:53 Uhr Anna (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Anna eine Nachricht zu schreiben.

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Mein Freund ist Autor und wir haben eine kleine Geschichte zur Zeit der ersten Jahrtausendwende in unserem Heimatort Hamburg (und Umgebung) geplant.
Weil eben häufig Detailwissen fehlt, habe ich vorgeschlagen, das was man sich aufgrund fehlender Quellenlage ausdenken mußte oder die sogenannten “künstlerischen Freiheiten” mit einer Note zu markieren und hinten in einem Anhang zu korrigieren oder zu kommentieren.
Was haltet ihr davon, ist das sinnvoll?
Liebe Grüße, Anna

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Eintrag #18 vom 28. Mrz. 2004 19:03 Uhr Tilman (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Tilman eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Anna!
Grundsätzlich finde ich es immer gut und lobenswert, wenn jemand mutig genug ist, zur Feder zu greifen, zumal wenn es sich um das sehr schwierige Feld der Historie handelt.
Allerdings würde ich von Halbheiten abraten. Ohne Details wird euer Werk kaum das Prädikat “historisch” verdienen, sondern sich höchstens einreihen in die endlose Liste von Kommerzmaterial, das zu dem Thema Geschichte ausgestoßen wird. Das mag hart klingen, aber ihr müsst euch entscheiden: Wollt ihr einfach nur ein lesbares Buch schreiben, dann lasst die Finger von geschichtlichem Hintergrund (Fantasy ist für viele eine - wie ich finde brauchbare - Alternative, um wenigstens die Richtung einzuschlagen). Wollt ihr aber einen richtigen Historienroman schreiben, müsst ihr eine Menge Arbeit hinein investieren.
Ein paar Beispiele: Wie beschreibt ihr die Handlungsweisen eines Protagonisten, wenn ihr euch nicht klar macht, von welchen Einflüssen (v.a. Religion, soziale und gesellschaftliche Abhängigkeiten etc.) die Menschen damals geprägt wurden? Wieviel Freiheit im modernen Sinn hatte bspw. ein Mensch des Jahres 1000? Kann man das überhaupt messen? Und wenn ja, wie bringt man es in einem Roman unter, ohne sich detailliert darüber auszulassen?
Oder mit welchem Geld wurde damals bezahlt? In welchem Umfang hatte man überhaupt Geld? Womit verbrachte man seine Freizeit? Gab es sowas überhaupt? Und das Wichtigste: Bleibt die Geschichte trotz dieser Details noch lesenswert und verständlich für das heutige Publikum?
Das alles nur, um exemplarisch zu zeigen, um welche Dinge man sich Gedanken machen muss (und das sind beileibe nie zuviele), wenn man ein wirklich gutes Buch über diese Zeit schreiben will. Der künstlerischen Freiheit alle Ehre, aber ihr würdet mit eurem Konzept nur die doppelte Arbeit haben, ohne ein doppelt gutes Ergebnis zu erhalten.
Die Diskussion hier zeigt, dass es wenn überhaupt nur wenige empfehlenswerte Historienromane gibt.
Hart aber wahr - ich hoffe, ihr lasst euch nicht entmutigen, zumal ich gestehe, selbst so verrückt zu sein und ein solches Mammutprojekt angefangen habe. ;)
Der Stolzenberger

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Eintrag #19 vom 28. Mrz. 2004 20:31 Uhr Anna (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Anna eine Nachricht zu schreiben.

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Oh, da habe ich mich mißverständlich ausgedrückt! Die Details fehlen nun nicht, weil wir nicht bereit wären, richtig zu recherchieren, nein, sondern weil es über manche Dinge einfach keine Quellen gibt. Oder erst welche aus späteren Zeiten.
Zum Beispiel die Herrscherfolge in Wagrien. Es gibt zwar Namen und ungefähre (!) Daten dazu, aber viel mehr leider auch nicht, will sagen, über die Personen ist kaum etwas bekannt.
Liebe Grüße, Anna

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Eintrag #20 vom 29. Mrz. 2004 13:48 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Sehr gut..

Also ich finde die Idee sehr gut, wenn - wie Anna schon schrieb - man die Lücken so klein wie eben möglich hält.
Ich kenne ein paar wenige Romane, in denen das im Ansatz so gemacht wurde und zusätzlich noch zu den wichtigsten Personen die komplette bekannte Vita im Anhang kurz wiedergegeben wurde.
Ich fände es ein schönes Goodie, wenn jemand so ehrlich wäre und die notwendigen Spekulationen/Interpretationen auch als solche klar von den Fakten abtrennt.
Gruß, Ivain

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Eintrag #21 vom 29. Mrz. 2004 16:57 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Fußnoten...

Hallo Anna!
Grundsätzlich eine lobenswerte, weil sehr ehrliche Sache, alles Ergänzte mit einer Fußnote zu markieren.
Problem: Wenn Ihr das verlegen lassen wollt, kann es sein, daß Euch der Verleger die Fußnoten wegstreicht. Das kann sogar mehr oder weniger wissenschaftlichen Büchern passieren, wenn der Herausgeber sie für einen breiteren Markt vorsieht (habe mich vor ein paar Jahren einmal sehr über eine Clara-Schumann-Biographie geärgert, in der anscheinend genau das passiert war).
Besser wäre es wohl, sich von Anfang an zu überlegen, wie man auch ohne Fußnote auskommt. Vorbilder für Euch könnten sein: “Ich, Wolkenstein” von Dieter Kühn, der es schafft, auf Fußnoten zu verzichten und dennoch eigene Spekulation zu kennzeichnen, indem er die Oswald-von-Wolkenstein-Biographie als seine eigene Entdeckungsreise mit Hilfe der Quellen beschreibt.
Oder Ihr macht einen auf Umberto Eco: Der hat ja im “Namen der Rose” dieses Vorwort, wo er von einem ziemlich unwahrscheinlichen Quellenfund schreibt - und auch beschreibt, was daran untypisch für die angebliche Entstehungszeit ist. Ich könnte mir was ßhnliches vorstellen - Dachbodenfund eines Manuskripts aus dem 19. Jahrhundert, kriminalistische Arbeit, um abzugrenzen: Ist es ein historischer Roman oder eine Abschrift einer Quelle? Da könnte man dann auch aufzählen, was man heute über die Leute damals wissen kann und was nicht.
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #22 vom 29. Mrz. 2004 17:14 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
also ich muß ehrlich sagen das mir die Sinnigkeit des Vorhabens verschlossen bleibt. Euer Wunsch nach größtmöglicher Korrektheit in allen Ehren, aber ist der Aufwand gerechtfertigt? Versucht doch den Roman/Geschichte so “authentisch” zu erzählen wie es möglich ist. Das wird vielen auffallen. Ein Roman wird immer mit “Spekulationen” einhergehen, denn dies ist sein eigentliches Wesen. Was man machen kann, ist die Geschichte um ein tatsächliches historisches Ereignis spinnen, sozusagen auf ein authentisches Gerüst aufbauen, und im Detail (Beschreibungen von Häusern, Kleidung, Handwerk etc.) auf Korrektheit achten.
Aber, mit Verlaub, das mit den Fußnoten halte ich für Quatsch. Wieviele sollen das denn werden? Ausserdem schränkt das den Schreiber unheimlich ein. Ich habe einen Roman noch nie an seiner historischen Korrektheit gemessen, mir sind da ganz andere Parameter wichtig. Wenn es mir um Fachwissen geht nehm ich halt ein Fachbuch zur Hand. Ihr versucht einen Spagat zwischen beiden Genres. Wenn ihr es versuchen wollt, wünsche ich euch trotzdem gutes Gelingen.
Gruß,
David
www.familia-ministerialis.de

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Eintrag #23 vom 30. Mrz. 2004 09:49 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Anhang

Hallo Anna,
zwei Beispiele für meiner Meinung nach gelungene Romane zum Thema Heimatgeschichte mit gut recherchiertem historischem Hintergrund: ‘Der letzte Askanier’ von Horst Bosetzky und ‘Der Blutvogt’ von Rainer Castor.
Bosetzky erläutert im Anhang, was an seinem Roman um den letzten Askanier Woldemar belegt und was fiction ist, wobei er als Soziologe auch wissenschaftliche Grundlagen für seine historical fiction in diesem Roman angibt - das hat mir gut gefallen.
Rainer Castor liefert in seinem Roman aus dem mittelalterlichen Berlin-Cölln einen umfangreichen Anhang mit vielen Quellenverweisen.
Ruth

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Eintrag #24 vom 12. Mai. 2004 17:48 Uhr Sina Klausnitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sina Klausnitz eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Manuela, auch wenn der Thread schon etwas älter ist, hier eine Empfehlung von mir, spielt jedoch nur wenig in Deutschland, bringt jedoch viel an Feeling rüber. Ob und inwieweit er authentisch ist, mag sich streiten wer will, für mich ist es bislang das beeindruckende MA-Buch:
Waltraud Lewin: Federico (nur einen kleinen Fehler gefunden :-))
Es ist schwer zu lesen und man muß sich sehr auf Litratur einstellen. Meiner erfahrung nach bevorzugen Frauen dieses Buch, während Männer es total ablehnen.
Mit vielen Grüßen, Sina

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Eintrag #25 vom 13. Mai. 2004 00:02 Uhr Anna (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Anna eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Vielen Dank...

…an alle die sich zu meiner Frage geäußert haben und auch für die Tips! :-)
Liebe Grüße, Anna

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Eintrag #26 vom 05. Jun. 2004 21:01 Uhr Manuela Braun  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Manuela Braun eine Nachricht zu schreiben.

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Dank auch von mir an alle. Unsere “Nachbau”-Burg hat mittlerweile übrigens ihre Tore geöffnet und wartet auf Besuch. www.bachritterburg.de
Grüße.

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Eintrag #27 vom 14. Jun. 2004 01:51 Uhr Daniel Schulz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Daniel Schulz eine Nachricht zu schreiben.

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Lese gerade “Der Bastard von Berg” von Edgar Noske. Handelt von der Ermordung von Engelbert II von Berg Erzbischof von Köln und spielt ca 1225
Bisher recht gut von der Handlung her, wenn er auch ein paar Schnitzer bei den Klamotten macht.
gruß: Daniel

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Eintrag #28 vom 29. Jun. 2005 19:56 Uhr Maria Gempper  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Maria Gempper eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo!
Ich weiss, dass ich mich erst recht spät in euer gespräch einmische, aber leier habe ich dieses geniale (*g*) Forum erst gestern entdeckt.
Also ich persöhnlich verschlinge diese Mittelalterromane zur Zeit. Da du ja nach Büchern suchst, welche im süden deutschland spielen, kann ich dir nur die Autorin Ulrike scheikert empfehlen. Ihre Bücher spielen alle im stuttgarter Raum, sind spannen geschrieben, und so weit ich das nachvollziehen kann ziemlich an der Wahrheit orientiert.
Welches Buch ich ausserdem total lesenswet finde ist die Wnderhure von Iny Lorentz. Inwieweit diese Geschichte real ist weiss ich nicht, aber auch wenn es in wirklichkeit nicht so stattgefunden hat ist das Buch einfach spitze!
Ich hoffe, dass ich euch ein klein wenig weiterhelfen konnte
Ciao Mary

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Eintrag #29 vom 30. Jun. 2005 09:26 Uhr Lena Pechar  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Lena Pechar eine Nachricht zu schreiben.

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Ich habe mich gerade an “Der Tuchhändler” versucht, ein Buch dass um 1475 zur Landshuter Hochzeit spielt…
…Oder es zumindest versucht. Nicht nur, dass die Story mies ist, die Ausarbeitung ist es auch und der Stil ist schlapp. Als Schmankerl werden in der an sich schon arg konstruierten Geschichte um eine ermordete Gräfin geschichtliche Faux-pas serviert, die mit ein bisschen Recherche echt zu vermeiden gewesen wären.
Mir kommt das Buch auch als Roman nicht mal als guter Versuch vor.
So, das war jetzt ein Anti-Tipp ;-)
Viele Grüße,
Lena_P

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Eintrag #30 vom 18. Jul. 2005 17:54 Uhr Lone (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Lone eine Nachricht zu schreiben.

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Also “Die Wanderhure” verschlinge ich auch gerade - ein wirklich klasse Buch, welches man nicht mehr aus der Hand legen mag! Außerdem kann ich da noch “Die Herrin der Burg” empfehlen (sofern es hier noch nicht gemacht wurde). “Die Hexe und die Heilige” dagegen finde ich etwas langweilig, werde mich aber auch da noch durchbeissen, schließlich will man ja wissen wie es ausgeht :-D
Auch meine Schwester konnte ich schließlich für diese Art Romane begeißtern!
Hat hier schon jemand “Das Lächeln der Fortuna” gelobt :-))
Gruß
Lone

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Eintrag #31 vom 19. Jul. 2005 07:22 Uhr Heiko Marquardt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Heiko Marquardt eine Nachricht zu schreiben.

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Also mein Lieblingsroman aus diesem Bereich ist “Das zweite Königreich”.
Es spielt in England zur Zeit der Eroberung durch Wilhelm.
Wirklich sehr unterhaltsam und auch recht gut recherchiert, auch wenn die Hauptpersonen (egal ob Reale oder erfundenen) doch teilweise recht “moderne” Ansichten vertreten!
Viele Grüße

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Eintrag #32 vom 28. Mai. 2009 22:16 Uhr Mona Wagner   Nachricht

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Also ich kann dir Tod und Teufel von Frank Schätzing sehr empfehlen. Das Buch ist ein Krimi, angesiedelt in Köln Anfang 1200.
Soweit ich weiß, beruht das Buch auf historischen Ereignissen, bin aber nicht hunderprozentig sicher.
gruß Mona

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Eintrag #33 vom 29. Mai. 2009 08:33 Uhr Martin Opitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Martin Opitz eine Nachricht zu schreiben.

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“Tod und Teufel” hab ich auch gerade versucht zu lesen. Der Empfehlung kann ich mich leider gar nicht anschließen.
Schätzing schafft es nicht Spannung aufzubauen und zu halten. Da werden so ungeschickt Dialog über irgendwelche Geschichtlichen Abläufe eingebunden, das es die Geschichte förmlich zerreißt und die Spannung (falls vorhanden) völlig rausnimmt. Die Charaktere bleiben flach, die Handlung durchsichtig.
Recherche hat er wohl höchstens in Bezug auf Köln und den Dom betrieben, ansonsten strotzt es vor Fehlern. Das die Beschreibung der Kleidung/Sachkultur grob falsch ist kommt noch hinzu, von weiteren Ungereimtheiten mal abgesehen.
Also wer es versuchen mag: Bibliothek, bloß nicht kaufen. Rausgeschmissenes Geld - obwohl die Schmuckausgabe wirklich schön gemacht ist.

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Eintrag #34 vom 02. Jun. 2009 19:04 Uhr Mona Wagner   Nachricht

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Okay, gut dass ich das jetzt auch weiß. Es ist schon viele viele Jahre her dass ich das Buch gelesen habe und damals war ich hellauf begeistert davon, vielleicht sollte ich es einfach nochmal lesen.
Vielen Danke für die Richtigstellung *Schande über mein Haupt*

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