Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Mittelalter, ein "schützenswerter" Begriff?

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Eintrag #11 vom 08. Sep. 2003 22:32 Uhr Sebastian Haug  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sebastian Haug eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Noch eine Idee

Märchen Markt Auch eine gute Idee.
Wenn Ich den Begriff Mittelalter in den Raum werfe kann Ich schon darauf Achten zumindestens teilweise diesem Begriff gerecht zu werden. Welches durchaus möglich ist wenn man darauf achtet wen man Bucht. Dem steht natürlich die Komerzialisierung im Wege.
Gruß Sebastian

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Eintrag #10 vom 08. Sep. 2003 13:37 Uhr Ulrich Busse  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Busse eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht nee nee

Liebe Suse,
das Problem wirst Du rechtlich nicht zu fassen kriegen.
Dazu ist bereits der Begriff Mittelalter zu unbestimmt (bei aller wissenschaftlichen Definierbarkeit). Außerdem trägt ein Kläger die Beweislast. Und der Grundsatz “kein Beleg - kein Mittelalter” wird vor dem Richter kaum greifen.
Wir müssen wohl weiterhin versuchen, es besser zu machen und ßberzeugungsarbeit leisten, Sysiphos lässt grüssen …
Ulli

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Eintrag #9 vom 08. Sep. 2003 12:49 Uhr Susan Sziborra-S.  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Susan Sziborra-S. eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht vielleicht...

nur so ein gedankengespinnst….
wenn jemand in seiner werbung dinge verspricht (mittelalterliches marktgeschehen…. ein markt wie im mittelalter….. meinetwegen auch mittelalterliches spektakel…) und diese nachweislich nicht hält (und was “mittelalterlich” ist, und was nicht, lässt sich ja inzwischen wissenschaftlich genau bestimmen), ist das nicht betrug oder arglistige täuschung, und damit strafbar? das problem ist dann natürlich, wieviel mittelalter sein muss, um den begriff nutzen zu dürfen. ist also die zufällig passende gürtelschnalle des herolds ausreichend, oder ein stand, an dem handgefärbte wolle verkauft wird (die allerdings an einem absolut unzeitgemäßen trittspinnrad verarbeitet wird?)nagut, in vielen fällen wird sich die frage von selbst erledigen, da sich auch beim wohlwollendsten suchen kaum etwas tatsächlich “mittelalterliches” finden lassen wird, aber vermutlich sind die grenzen so schwammig, daß es wohl beim gedankenspinnen bleiben wird.
ps.: nicht mißverstehen: ich denke, daß solcherlei märkte durchaus gemütlich und stimmungsvoll sein können, märchen- und zauberhaft und was nicht sonst noch alles. aber wer sie als mittelalterlich bezeichnet trägt schlichtweg dazu bei, dem volk für die nächste pisa-studie zu einem erneuten negativ-sieg zu verhelfen.
suse

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Eintrag #8 vom 08. Sep. 2003 12:17 Uhr Claudia Schröder  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia Schröder eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht KZK?

Hallo David,
also wir sollten vielleicht ein paar Dinge auseinanderhalten. Das eine sind konkret die KZK-Märkte. Wenn es dir darum geht, sollte dieser Thread in die “veranstaltungskritiken” verschoben werden. Geht es dir um den Begriff “Mittelalter” und “Qualität” Da wird ja in diesem Forum schon immer heftig drum gestritten. Und leider haben wir damit ja schon lange unsere liebe Mühe, doch welchen Ausweg schlägst du vor? Ich denke, “fernbleiben” bedeutet: “den anderen das Feld überlassen”. Aber andererseits kann man ja auch nicht alles hinnehmen, das ist mir auch klar.
Möchtest du vor den Toren des “Marktes” demonstrieren? Au ja, dann laß mich bitte Eure Schilder schreiben, ja?
Das kann ich richtig gut;-))
Anna von Veen auf dem Berge www.mysterium-scribendi.de

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Eintrag #7 vom 08. Sep. 2003 11:16 Uhr Joachim Meinicke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Joachim Meinicke eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ich hatte Euch gewarnt :-)

David (und Suse),
ich hatte Euch gewarnt, oder? Wir lassen uns da schon seit Jahren nicht mehr blicken. Nicht nur weil es ein übervoller, langweiliger Markt ist, sondern weil die KZK-Verkäufer so was von abgeklärt sind, wir mir das in meiner ganzen Marktfuzzielaufbahn damals nie wieder unterkam. Sozusagen MA-Sachbearbeiter in irgendeiner Behörde, die man lieber nie hätte aufsuchen müssen.
Ob man den Begriff MA schützen kann, wage ich zu bezweifeln. Aber neulich diskutierten wir zufällig mit einer Anwältin ein ähnliches Thema. Wenn man Zeit und Lust hat und im schlimmsten Fall einen Rechtstreit nicht scheut, hat man wohl ganz gute Karten, sein Eintrittsgeld zurückzufordern, wenn durch Werbung usw. erweckte Erwartungen auf der VA nicht erfüllt werden. Leider wird das die Qualität solcher VA nicht wirklich verbessern, von daher meide ich lieber solche Orte. Ich muß ja nicht jede Windmühle am Weg mitnehmen. :-)
Grüße
Joachim

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Eintrag #6 vom 08. Sep. 2003 10:43 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

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Natürlich hast du, Peter, recht wenn du schreibst, daß das keine Volksherhetzung ist. Das weiss ich selber. Ich habe den Begriff bewusst, und im Wissen welche Reaktionen er auslöst benutzt.
Damit wollte ich lediglich meiner Verärgerung darüber Ausdruck verleihen. Ihr habt Recht wenn ihr meint das es übertrieben ist. Den Begriff “Mittelalter” zu schützen ist auch meiner Meinung nicht durchführbar. SchützensWERT wäre er allerdings schon. Aber das tut ja nichts zur Sache. Auch wenn das ein “durchschnittlicher Markt” gewesen ist, dann ist es umso schlimmer.
Mir sind solche VA durchaus bekannt, Beispiele gibt es viele. Mit meinem Hobby hat das alles überhaupt nichts zu tun! Dummerweise heisst es aber genauso. Wenn nun eine VA geplant ist, die sich tatsächlich der Alltagssituation der Menschen im MA widmet und dort Leute zugegen sind die sich richtig Mühe geben, kann das nach hinten losgehen wenn nicht richtig geworben wird (lange Pressemitteilungen etc.). Die Besucher sehen sich entäuscht weil kein “Spectakel” statfindet, und WIR müssen uns den Vorwurf der Täuschung anhören.
Da sehen wir uns Klischee`s und Bildern gegenüber die auf solchen Märkten erzeugt werden. Die beschauliche Darstellung des Alltags im MA (Handwerke, Ernährung) geht einfach im Rummel der Märkte unter. In erster Linie hat mich interessiert ob andere das genauso sehen wie ich.
Sebastian kann ich da nur zustimmen, die Veranstalter sollten sich andere Bezeichnungen ausdenken. Besser wird´s dadurch zwar nicht, aber dann ist es was anderes und muss sich nicht mehr mit der “historischen Messlatte” messen lassen. Wenn die Veranstalter das nicht wollen, liegt doch die Ambition klar auf der Hand.
- “Mittelalter” sells-!
Gruss aus Berlin,
David

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Eintrag #3 vom 07. Sep. 2003 23:54 Uhr Sebastian Haug  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Sebastian Haug eine Nachricht zu schreiben.

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Ich denke der Begriff Volksverhetzung ist schlichtweg falsch ausserdem passt er ja auch noch nicht einmal Sinngemäß in sein Posting. Ich weiß nicht warum David das Wort wählte. Allerdings würde der Begriff Volksverarsche passen. Denn was er anprangert entspricht schließlich den Tatsachen, dieses Phänomen kennen wir schlieslich doch alle oder? Den Begriff “Mittelalter” zu schützen ist wohl nicht möglich auch halte Ich es für nicht durchfürbar, denn wer entscheidet wer den Begriff benutzen darf und wer nicht. In welchem zusammen hang usw. Allerdings verstehe ich Ihn, denn was dort häufig geschieht ist schlicht und ergreifend Betrug. Ich kann Ja schliesslich nicht etwas behaupten damit Werbung machen, Geld einehmen und es dann nicht anbieten. Rechtlich ist das Betrug oder täusch Ich mich da? Man könnte schlieslich mit einem Spectaculum im Mittelalterlichen Stile oder Fantasie Spectaculum werben, denn Wie ein Markt im Mittelalter Früh- bis Spämi ausgesehen haben müsste ist ja Schlieslich mittlerweile bekannt.
Gruß Sebastian

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Eintrag #2 vom 07. Sep. 2003 23:02 Uhr Peter Gustav Bartschat  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Peter Gustav Bartschat eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Volksverhetzung?

Ich denke, man sollte - auch, wenn einem persönlich etwas nicht gefallen hat - mit der Art seiner Vorwürfe schon im Rahmen bleiben.
“Volksverhetzung” ist ein mit empfindlicher Freiheitsstrafe geahndetes Delikt, bei dem zu Gewaltmaßnahmen gegen Teile der Bevölkerung angestachelt wird. Wurden auf dem Markt Flugblätter verteilt, die die Besucher dazu aufriefen, Feuer an Asylbewerberheime zu legen?
Doch wohl kaum! (Andernfalls wäre es interessant, zu erfahren, weshalb du das nicht gleich zur Anzeige gebracht hast.)
Was du da gesehen hast, war vermutlich nichts anderes als ein absolut durchschnittlicher Markt, der einigen Leuten für ein paar Stunden Unterhaltung bietet, anderen aber nicht.
Natürlich muss er dir nicht gefallen, natürlich kannst du das gern schreiben. Aber eine harmlose Marktveranstaltung dann in einen solchen Zusammenhang zu rücken, halte ich für völlig unangemessen.
Nichts für ungut.
Auf Xuntheit!
Gustav der Bär

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Eintrag #1 vom 07. Sep. 2003 17:35 Uhr David Seidlitz  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um David Seidlitz eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Eigentlich nichts neues!

Eigentlich ist es ja nichts neues was auf sogenannten “Märkten” alles so geschieht. Vor allem an Absurditäten und Irrwitz! Eigentlich weiss der historisch gebildete, und engagierte MA- Hobbyist was er von solchen Veranstaltungen zu erwarten hat und meidet sie folglich. Zumindest was die Ausübung seines Hobbies angeht. Denn irgendwie passt eine hangenähte Klamotte und wendegenähte Schuhe nicht wirklich zu Potatopfanne, Sahnechampignons, Ritter vom Drachenfels, Kitsch und Trödelständen. Aber manchmal, manchmal passiert es doch das es einen als “Touri” mit samt der Familie auf eine solche Veranstaltung verschlägt. So geschehen letztes Wochenende in Berlin- Dahlem. Dort war ein KZK Markt angekündigt. Das erste was mir auffiel, war das ich mir Gedanken machte WOZU dort noch Eintitt verlangt wurde!!? Drinnen gab es fast nur Fress und Saufbuden, natürlich im MA “Style”. Der mittelaltersuchende Besucher sollte mächtig geschröpft werden. Auch die angereisten sogenannten Handwerker waren alles, nur nicht mittelalterlich. Gehandwerkt wurde gar nicht, dafür mächtig zum Verhauf getrommelt.
Kulturangebote hielten sich in Grenzen. Also auf unserem Zeitgenösischem Wochenmarkt zahle ich doch auch keinen Eintritt! Da müsst mein Herz ein Affe sein!
Aber dort tuns die Leute, weil der Veranstalter verspricht das Mittelalter lebendig werden zu lassen. Im KZK Prospekt stand drin das dieser Markt einen typischen städtischen Markt im Mittelalter darstellt. Das ist doch glatt gelogen! Ist das nicht schon Volksverhetzung?? Da wird mit dem Schlagwort “Mittelalter” den interessierten Menschen das Geld aus der Tasche gezogen, und nichts historisch verbürgtes gezeigt.
Dürfen solche Veranstaltungen überhaupt noch mit “Mittelalter” werben? Schadet das nicht allen die es ernsthaft betreiben? Uns kam sofort die Idee uns mit einem Infotisch in Klamotte vor die Tore dieser VA zu stellen und den Leuten die Augen über diesen “Werbetrick” zu öffnen. Die Kommerzialisierung und die Ausnutzung des historischen Interesses der Menschen stinkt mich an. Nicht das ich etwas gegen diese Veranstaltungen hätte, aber es sollte mit offenen Karten gespielt werden. Der Begriff MA sollte in diesem Zusammenhang nicht erwähnt werden.
Rege ich mich umsonst auf? Habt ihr schon resigniert? Sollte man das so hinnehmen?
Schreibt eure Meinung, ich bin gespannt.
Gruss aus Berlin,
David

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