Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Mittelalter in England

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Eintrag #1 vom 19. Jan. 2000 10:28 Uhr Holger Herzog  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Holger Herzog eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo alle miteinander! Vielleicht haben einige von euch den Beitrag über Herstmonceux(England) im letzten Karfunkel gelesen. Mein erster Gedanke war ein Leserbrief zu diesen Thema zu schreiben aber den habe ich dann doch verworfen. Ich hatte einige bedenken als ich den Artikel gelesen habe. Wir (Trivium) waren zusammen mit einer Rittergruppe aus Prag (Relegatus) anwesend und es war einfach schön. Doch der Artikel hatte einige wesentliche Aussparungen die ich hier ergänzen möchte. 1. das Tschechen anwesend waren war für den Karfunkel nicht interessant ganz im Gegensatz zu den Organisatoren des Festes. 2. die Organisation des Feste war im Gegensatz zu den deutschen festen (ich muß hier einschränken, die ich kenne) sehr professionell (freundlich aber bestimmt) 3. die Schlacht fällt in die zeit der Rosenkriege also 15. Jahrhundert also sollte die Ausstattung der Teilnehmer in die Zeit passen. (+- 100 Jahre) 4. die Sicherheitsvorschriften bei der Schlacht sind ausgesprochen streng. Es gibt so ein Prinzip gelbe, rot-gelbe und rote karte d.h. wer gegen die Regeln verstößt kann im schlimmsten Falle ganz von den Schlachten ausgeschlossen werden. Hier gibt der sonst freundliche Engländer kein Pardon. Dieses zum Anfang, wenn dieser Beitrag fragen aufwirft würde es mich freuen.
Holm v. Stünz

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Eintrag #2 vom 19. Jan. 2000 10:58 Uhr Ranes Haduwolff  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ranes Haduwolff eine Nachricht zu schreiben.

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Grüß Euch, einige Details würde ich gerne wissen, so z.B. wie es mit Aufbau, Lagern und der ORga war, und das mit den roten,gelben Karten, wie das in der Schlacht angewendet wurde. Vielen Dank
Euer Haduwolff

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Eintrag #3 vom 19. Jan. 2000 21:33 Uhr Holger Herzog  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Holger Herzog eine Nachricht zu schreiben.

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Der Aufbau war mehr oder weniger dreigeteilt: 1. Das Attacking Siege Camp (Historisches Lager) 2. Das Camp für die Teilnehmer die mit Campingzelt angereist sind. 3. Der Markt (besonderer Höhepunkt der Handy verkauf auf Grund von dummen Verträgen konnte der stehen bleiben) im allgemeinen war der Mark vom aussehen der Schwachpunkt aber das Angebot war wenn auch teuer super. Zur Org. Die Anmeldung erfolgte bei uns über die Tschechen aber ansonsten kann man sich Online anmelden www.herstmonceux.com Fax 0044 1273 723249. Englisch ist wichtig. Zur Ordnung auf dem Schlachtfeld 1.ca. 1h vor der Schlacht ist sozusagen Befehlsausgabe alle Grundregel werden wiederholt die wichtigsten werden im Chor wiederholt (klingt albern aber es hilft) 2. es gibt während der Schlacht ein Moderator oder besser einen Kriegsberichterstatter der mit schnurlosen Mikrofon für das Publikum aus dem Schlachtgetümmel berichtet. 3. der oder besser die Sicherheits -Lady kontrolliert sehr genau die Ausrüstung keine scharfen oder spitzen Waffen u.s.w. Die Lady ahndet Verstöße (schlagen auf den Kopf u.s.w) bei kleinen mit erhoben Zeigefinger größere mit dem Ausschluß von der Laufenden Schlacht bei Wiederholung wird man ganz vom geschehen ausgeschlossen. 4. es gibt noch verschiedene Symbole der Blaue Helm (wie witzig UN) diese Personen sind neutral sie versorgen die “Toten” und die lebenden mit Wasser. Rote Bänder sind für Kinder unter 16 Jahre, diese müssen beim Beginn das Schlachtfeld verlassen. Grüne Bänder für Personen zwischen 16-18 Jahre diese sind mit Vorsicht zu behandeln. Gelbe Bänder sind auf dem Schlachtfeld tabu z.B. Fahnenträger ohne Rüstzeug. ßber die Sicherheitsmaßnahmen sollte auch hier nachgedacht werden.
Holm von Stünz

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Eintrag #4 vom 21. Jan. 2000 07:58 Uhr Holger Herzog  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Holger Herzog eine Nachricht zu schreiben.

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Bester Leser! Unterumständen habe ich die Diskussion falsch angefangen, denn hier tobt ja nicht gerade das Leben. Dachte ich eigentlich das wir hier auch über die Meinungsbildung innerhalb der MA - Gemeinde reden oder besser schreiben können. Also muß ich meine Meinung etwas kontroverser formulieren. 1. Bei aller hist. Genauigkeit, beim drum herum, geht es auf Deutschlands Schlachtfeldern oft zu wie im Kindergarten (“ich Spiel nicht mit dir!” und “"Der hat mich mit Sand beworfen ? Heul Heul”) oder was noch schlimmer ist wie beim Catchen . 2. In Deutschland kennen wir nicht den unterschied zwischen Höflichkeit, Toleranz und Disziplin anders als in England. Mein Fehler! Ich wollte hier mit Samtpfoten deutsche Probleme und englische Lösungen diskutieren.
Holm von Stünz

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Eintrag #5 vom 21. Jan. 2000 09:48 Uhr Alexander Würkner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Würkner eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Holger Ich finde das ist prinzipiell schon ein Thema über das man sich unterhalten sollte . Ich persönlich muss zugeben , dass ich mich meistens aus Schlachten raushalte , da ich Anforderungen an meine eigene Ausrüstung stelle , die ich zur Zeit noch nicht erfüllen kann . Andere tun das nicht , und darin seh´ich auch ein Problem , denn ein ungeschützter Gegner kann leicht Verletzungen davontragen und ich hab keine Lust , für so was verantwortlich zu sein . Bei einer Schlacht gegen Wikis , die zum Teil gänzlich ungerüstet waren , hab ich mehr aus Angst geschwitzt , jemanden zu verletzen als wegen der sengenden Hitze . Allerdings ist mir auch schon zu Ohren gekommen , dass Animositäten zwischen Gruppen ein Faktor sind , der nicht zu unterschätzen ist . Wenn die Leute nur noch aufeinander rumprügeln , weil sie´s ihren “Konkurrenten” mal so richtig zeigen wollen , ist das auf einem Event einfach fehl am Platze . Ich denke mal bei jeder Schlacht geht´s um die Grundeinstellung der Teilnehmer . Der Wille zum Gewinnen sollte schon da sein , aber nicht um jeden Preis . bis denn Alex
Der verwirrt lächelnde Händler

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Eintrag #6 vom 21. Jan. 2000 18:43 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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Was mich immer wieder wundert ist das man immer zu hören bekommt wie ach so toll das doch alles in England sei. Alle sind sie da die Hoch- und Vollauthentiker, alle total nett und hilfsbereit und liebhaben haben sich da alle Gruppen und Vereine da sowieso…jetz mal bei aller Liebe: Ihr könnt mir doch nicht erzählen, das da drüben alles Friede, Freude, Eggcake ist!?
Udo

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Eintrag #7 vom 23. Jan. 2000 13:21 Uhr Michael E. Wolf   Nachricht

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Also Holger, Dein erstes Posting ließ Kritik am Artikel erkennen und sehr wenig von dem, was du in Deinem dritten Posting anklingen ließest. Zur Artikelkritik: Begrenzter Platz; Das bloße Aufzählen von Anwesenden hat nichts mit Güte zu tun und das Weglassen nichts mit mangelnder Qualität. Die Tschechen sind von uns durchaus zur Kenntnis genommen worden. Da Du das 15. jahrhundert als Thema so hervorhebst (+- 100 Jahre) mußt Du auch zugeben, daß diesbezüglich ziemlich viel ziemlöich weit daneben lag, oder? Daß die Orga ziemlich gut war, ist glaube ich mehrals 2 mal gesagt worden und daß ich die Schlacht für besser hielt, als alles was ich jemals auf deutschen Haddufeldern und Schneider-Getümmeln sah kam vielleicht nicht ganz raus. Ist aber so. Viele Lösungen in Herstmonceaux sind wegzeigend. Friede, Freude… ist da ganz sicher nicht. Die Szene kloppt sich mindestens wie die Besenbinder und man lässt kaum ein gutes Haar am anderen wie mir die Gespräche in Warwick und Herst. zeigten. Aber besser ausgerüstet ist man allemal. Meine und unsere Kritik an der Gastroline bleiben davon unbenommen. Ich finde sogar die Regel gut, daß Clive, der Veranstalter auf jedem Festival zum “Kapitäns-Dinner” zwei Vertreter diverser Gruppen lädt. Von den Schlachtregeln verstehe ich zu wenig, aber es hat mir dennoch gut gefallen.
MiWo, Karfunkel-Verlag

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Eintrag #8 vom 24. Jan. 2000 14:54 Uhr Holger Herzog  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Holger Herzog eine Nachricht zu schreiben.

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Ei nun muß ich meine Gedanken erst einmal ordnen! Die Durchsetzung der Sicherheitsvorkehrungen der Organisatoren ist wohl das entscheidende. Ich nehme hier als Beispiel die “Schlacht um die Burg Regenstein 1999”: Die Org. kontrollierte zwar im Vorfeld die Schwerter aber das war´s dann auch schon. Es gab keinen, siehe unten, Sicherheitverantwortlichen auf dem Platz, offensichtliche Verstöße wurden nicht geahndet. Es hatte keinerlei Konsequenzen das Leute gezielt beschossen wurden. Ich möchte einmal eine These aufstellen: Den Organisatoren geht es um die Teilnehmerzahl an der Schlacht und nicht um Qualität oder Sicherheit. Sicher steckt da etwas Angst dahinter, daß wenn Leute vom Platz gestellt werden es beim nächsten mal weniger Teilnehmer sind. Wie wir sind sicher einige halt nur zum Spaß hin gefahren, der Veranstalter kann ja gar nicht wissen wer da auf dem Platz aufläuft. Um auf England zurück zukommen die Gruppen sind sich sicher nicht alle grün aber auf dem Schlachtfeld ist der vermeintliche Gegner mein Partner für den ICH die Verantwortung trage. Was die Ausstattung angeht habe ich in Deutschland nicht vergleichbares gesehen. zeitliche Differenzen in der Darstellung möchte ich behaupten, kamen von den nicht englischen Gästen, da kann ich mich aber auch täuschen.
Holm v. Stünz

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Eintrag #9 vom 25. Jan. 2000 00:02 Uhr Kai (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kai eine Nachricht zu schreiben.

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Eine detaillierte Antwort auf Udo´s Frage interessiert mich auch. Wie sieht denn nun das ach-so-gute-und-tausendfach-bessere britische Modell aus? Ich höre nämlich immer nur, wie beschissen es hier in Deutschland abgeht und wie gut es doch die Insulaner machen! Gruß, Kai.

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Eintrag #10 vom 25. Jan. 2000 11:53 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen. Zu Udo´s Frage: Natürlich ist in England nicht alles besser als hier; es gibt dort die gleichen Unterschiede in der Qualität der Ausstattung und der Darstellung, es gibt Gruppen, die sich untereinander spinnefeind sind, es gibt Intrigen, Flügelkämpfe und Authentizitätsdebatten, es gibt sogar schwere und schwerste Unfälle bei der Gefechstdarstellung. Fast wie im richtigen Leben. Die englische Szene hat allerdings einige grundsätzliche Vorteile: Sie ist größer als die deutsche, was bedeutet, daß auch der Bedarf an Material und somit die Produktion größer und entsprechend lohnender ist. Soll heißen: Wenn ein Schuster jedes Jahr mehrere hundert Paar Hobbyschuhe an Hobbyisten verkaufen kann, dann lohnt sich das für ihn, und er kann entsprechende Qualität zu entsprechendne Preisen fertigen und liefern. Außerdem gibt es einen Veranstalter von Großevents, nämlich English Heritage. Und wenn die eine Veranstaltung machen, dann nur nach ihren eigenen, festgeschriebenen Regeln. Und wer gegen diese Regeln verstößt, wird nicht wieder eingeladen. Da es aber im Interesse der Gruppen ist, eingeladen zu werden (interessante Großveranstaltungen und, vor allem, GELD), halten sie sich an die Regeln. Denn wenn sich jemand auf dem Schlachtfeld wie die wilde Sau benimmt- siehe oben.
Dietrich

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Eintrag #11 vom 25. Jan. 2000 23:14 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

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Vielleicht sollte man noch ergänzen, dass English Heritage nicht einfach ein Großveranstalter von Living History Events ist, sondern zugleich die landesweit wichtigste und entsprechend angesehene Einrichtung zur Erhaltung und Pflege historischer Altertümer (darunter zahlreicher Burgen bzw. Burgruinen) in England; in Schottland ist es entsprechend Scottish H. und in Wales heißt die gleiche bzw. gleichartige Organisation Cadw (sprich: Kadu = Erhalten). Ein Unterschied scheint mir noch wichtig: In Großbritannien ist m.E. die ansonsten natürlich auch recht vielfältige MA-Szene nicht so mit dem LARP vermischt wie weitgehend immer noch in Deutschland. Daher sieht auf Märkten und Events auch in der Regel nicht die Aufgebote von Latexschwertern, Xenas etc. - bei English Heritage schon gar nicht!
mit besten Grüßen und Wünschen Nikolaj aka Arglwydd Rhisiart

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Eintrag #12 vom 25. Jan. 2000 23:49 Uhr Kai (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kai eine Nachricht zu schreiben.

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Die meisten LARP´s sind doch wohl eher den Besuchern solcher Veranstaltungen zuzurechnen, oder? Ich weiß ja nicht, wie die Tommies das machen, aber einem zahlenden Gast kann man schlecht vorschreiben, was er zu tragen hat, egal, wie der einzelne Akteur darüber denkt. AUSSER der Veranstalter reglementiert das sofort an der Kasse, dann sieht´s vielleich anders aus. Gruß, Kai.

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Eintrag #13 vom 26. Jan. 2000 08:39 Uhr Andreas Sturm   Nachricht

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Korrigiert mich, wenn ich mich irre, aber… Ich bin mal in die Homepage von English Heritage gestolpert, und dort stand u.a. eine eindringliche Bitte, zu Veranstaltungen nicht in irgendwelchen Kostümen, sondern in Zivil zu erscheinen. Das gleiche gilt übrigens auch für das Museumsdorf Düppel, das den geneigten Gast aufordert, in der Kleidung des 20. Jh. zu kommen und nicht in irgendwelchen “Märchenkostümen”!

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Eintrag #14 vom 26. Jan. 2000 08:45 Uhr Andreas Sturm   Nachricht

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Ach ja, hier ist das Link: www.english-heritage.org.uk Die Leute haben wie schon gesagt, mit einem hiesigen “Marktveranstalter” absolut nichts gemein.

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Eintrag #15 vom 27. Jan. 2000 12:46 Uhr Henry Skodell   Nachricht

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English Heritage ist eine halbstaatliche Organisation. Sie verwaltet die Liegenschaften des Englischen Staates. Also Burgen, Schlösser, Parks usw. Sie veranstaltet Shows nicht aus privatem Gewinnstreben, sondern um Geld zur Erhaltung selbiger Liegenschaften einzunehmen. Es sind “Fachleute” in entsprechenden Positionen, z.B. Archeologen, Museumspädagogen, ßkonomen. Im Gegensatz zu unseren Marktveranstaltern, die in erster Linie reine Geschäftsleute sind. Hinzu kommt einfach auch noch die größere Erfahrung. Unser Hobby hat dort locker 25Jahre mehr Tradition. Und ich habe Bilder aus deren Anfangstagen gesehen. Das sah genauso aus wie unsere “MA-Märkte” in den letzten paar Jahren. Diese Qualität durch Erfahrung wird auch bei uns wachsen. Eine Organitation wie EH werden wir aber wohl leider nie bekommen. Vita Historica, Agenda, Deutsche Burgenvereinigung können so etwas leider nie leisten. Ich empfehle jedem, sich einmal aufzuraffen und eine EH-Veranstaltung in England zu Besuchen. Gerne in moderner Kleidung. Und dann viel mit den Augen stehlen. Es lohnt sich! Grüße Sir Henry

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Eintrag #16 vom 03. Feb. 2000 13:49 Uhr Thomas Hardt   Nachricht

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Hallihallo, hier ist wieder der Exildeutsche in England. English Heritag veranstaltet gerade mal ein Drittel der Mittelalter-Events in England. Und zu denen kommt man nur, wenn man einen Vertrag mit EH hat - dann ist man naemlich DIE GRUPPE, die an dem Tag darstellt. Als Aussenstehender kann man dann nur ueber diese Re-enactment Gruppe reinkommen, die im Interesse ihres Vertrages sehr streng auf Eure Ausstattung kucken wird. Da ist EH naemlich streng. Nicht museumsreife Ausstattung kostet eine darstellende Gruppe nicht nur ihren Vertrag in Zukunft sondern die Gage fuer den Tag. Die Woodville´s stellen Living History der Rosenkriege in Pevensey, Portchester und anderen Burgen dar - daher weiss ich das (musste mich schon hier und da mal umziehen gehen, weil was nicht ins Bild passte…). ABER: andere events wollen mehr Masse als Klasse. Da steht dann auch die Schlacht im Vordergrund. Und da wird dann oft auch nicht auf A oder korrekte Periode geschielt. Man hat Spass. Dafuer bekommt man aber auch keine Bezahlung. Schlachtregeln und Sicherheit: tja, da bin ich auch von England positiver angetan als von Deutschland - wie gesagt, jahrelanger Vorsprung mag hier fuer mehr Erfahrungen gesorgt haben, sie sind einfach sorgfaeltiger. Ein EINHEITLICHES Regelwerk gibt es nicht. Je nach Schlacht gibt es andere Einstufungen von Teilnehmern, nicht kombattanten, wassertraegern, REITEREI!!! Je nach Show kaempfen die Reiter - oder auch nicht. Als Mitglied der Gruppe Destrier (www.destrier.freeserve.co.uk), die sowohl in Herstmonceaux als auch Bosworth dabei ist, kann ich nur sagen: wir kaempfen nicht mit jedem - die Fussoldaten muessen schon gelernt haben, wie man gegen Berittene vorgeht. Festgelegte Kamfpsysteme sind mir nur von THE VIKINGS NFPS bekannt - die u.a. feste Pruefungen fuer jeden Kaempfer haben, und auch die Kavallerie und Schuss- und Wurfwaffen in ihren Regeln beruecksichtigen. Die Schlachtaufsichten sind speziell trainiert und geprueft. Das macht die Sache seeeehr buerokratisch - aber auch sehr sicher. Ob hier alles Gold ist, was glaenzt? Noe. Geh mal einer nach Templecombe. Das ist so eine Art Schlammcatchen fuer re-enactor. Da es sich nicht offiziell um ein event fuer Touris handelt, gibt es dort herzlich wenig Kontrolle, Regeln und Aufsicht. Es macht Spass! Aber es ist um Meilen gefaehrlicher, die Palisaden dort zu stuermen, als z.B. in Tewkesbury sein gemuetliches 1-2-3-links-rechts-oben-unten Pole-Block Gefecht zu fuehren. SUMMARY: - unterscheidet zwischen kommerziellen und nicht-kommerziellen events, und damit meine ich nicht, ob die Touris Eintritt zahlen, oder nicht, sondern ob die Gruppen es kommerziell betreiben oder nicht. EH ist viel strenger und nicht mit freien Schlachten vergleichbar! - Sicherheit: es kommt drauf an, wo man ist - den besten Safety Record incl Schusswaffen hat der Sealed Knot, Buergerkrieg. Aber von den Mittelalterern sind die Wikinger und einige bestimmt Rosenkriegsschlachten auch sicher genug fuer Neulinge. - Hersmonceaux und Warwick sind events, die von PRIVATLEUTEN zur Erhaltung ihrer Gelaende und zum PROFIT betrieben werden - das ist in etwa so, als ob man Matschvey mit Freienfels vergleicht. Der Graf will sein Gemaeuer erhalten. Der Burgenverein auch. Aber dazwischen liegen doch groooosse Unterschiede. LARPS in England: auch da gibt es Meilenweite Unterschiede! Genau wie in Deutschland. Die Badischen Schwertspieler aus Karlsruhe betreiben ihre LARPS in der selben Kleidung etc wie die MA events - und sie sind GUT, authentisch - auch ohne Touris. Dass man den Freikampf lieber mit Latex macht, als mit Metall - spielt das eine Rolle? In unserer Gruppe ist ein ca. 50%iger LARPer Anteil - aber wenn sie re-enacten, dann sind sie authentisch, weil sie´s auseinanderhalten koennen. Es gab nun mal keine Orks im Mittelalter. Ich glaube, dass auf den meisten MA events die Veranstalter die FANTASY elemente (lasst uns nicht immer LARP sagen, wenn wir Fantasy meinen) rausgehalten werden. Und man KANN dem Besucher den Eintritt verwehren, wenn er in unpassender Gewandung erscheint - zumindest hier auffe Insel: denn der Veranstalter kann mit geschaeftsschaedigender Wirkung argumentieren, wenn nicht klar erkennbar ist, dass der Besucher KEIN Teilnehmer des events ist und somit einen falschen Eindruck bei anderen Besuchern erweckt, weil er z.B. falsche Periode ist. bis bald
Griffith ap Rhys

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Eintrag #17 vom 11. Feb. 2000 16:49 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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Hallo Thomas In einem älteren Tread hast Du mal geschrieben, in England wäre die Definition HMA = Rosenkriege. Woran liegt es, das ausgerechnet diese ßra der Geschichte sich dort solcher intensiven Pflege erfreut? Wie sieht es aus mit der Zeit zwischen Richard I. und dem Ende des 100jährigen Krieges? Die ßra der normannischen Eroberung ist scheint´s dort auch schwer angesagt. Klafft zwischen diesen Abschnitten sowas wie eine Lücke?
Udo

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Eintrag #18 vom 11. Feb. 2000 17:12 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Udo, ich in ja mit ein paar Leuten drüben befreundet, die mir sagten, daß diese Zeiten deshalb so beliebt wären, weil man sich dann so gut untereinander prügeln kann ;-) Sprich, ob ich jetzt Wiki, früher Normanne oder Angelsachse mache - ich habe immer die Möglichkeit mit anderen Leuten zu “spielen”. ßhnlich sieht´s ja auch hier aus. Da nunmal ´ne Menge Leute HMA machen, ist es für einen Einsteiger einfacher sich dem “Pulk” anzuschließen und auf vorhandene Ressourcen zurück zu greifen. Man bracuht halt nicht ganz so viel selebr nachzuforschen. England hat ja auch noch ein paar andere “interessante” Zeiten, Bürgerkrieg im 12. Jhdt., 1265, Kreuzzüge, Crecy etc. etc. Ich vermute ähnlich wie bei uns werden verschiedene Zeiten einfach unter den Tisch fallen, da es für Neue schwierig ist andere, Gleichgesinnnte zu finden. Ich kenne ja diese “Probleme” mit unserer eigenenen Gruppe. Jetzt so langsam sprechen mich schon mal Leute an, die auch am 14. Jhdt. interessiert sind. Ich dachte schon wir ständen ganz einsam und allein auf weiter Flur :-) Ein Grund für die Vorliebe für die Rosenkriege mag natürlich auch sein, daß die Klamotten im 15. Jhdt. einfach gut aussehen ;-) Bis dann Thorsten

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Eintrag #19 vom 12. Feb. 2000 10:48 Uhr Andree Bocksberger  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andree Bocksberger eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Thorsten !!! Darf ich auch bei euch mitspielen ??? Olaf hätte bestimmt auch Interesse! zumindest einmal reinschnuppern. Aber das können wir dann alles bei der nächsten runde Bier besprechen . :-)) Gruß Allerdings versuchen wir dieses Jahr auch nach Hastings zu fahren, einmal nur das einzig Wahre der MA Darstellung sehen !
Andree

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Eintrag #20 vom 13. Feb. 2000 10:37 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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Hallo Andree! Wann ist denn der Hastings-Termin? Ist zwar nicht ganz “meine” Zeit aber es würde mich trotzdem interessieren, wie es denn bei den Engländern abgeht.
Udo

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Eintrag #21 vom 13. Feb. 2000 21:45 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Auch wenn´s offtopic ist: ich bastele gerade an meiner Ausstattung für Hastings!! Bis dann Thorsten

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Eintrag #22 vom 13. Feb. 2000 21:56 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Sorry, habe vergessen den Termin zu nennen: 14.-15. Oktober Nähere Informationen auf der homepage der Norse Film and Pageant Soc. (siehe Links/Vereine) Thorsten

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Eintrag #23 vom 14. Feb. 2000 10:37 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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Bevor ich mich auf mein Brett schwinge und anfange durch´s Web zu surfen: Weiß jemand von Euch, wie die Standards für Hastings sind, die einem eine etwaige Teilnahme ermöglichen?
Udo

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Eintrag #24 vom 14. Feb. 2000 11:05 Uhr Andree Bocksberger  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andree Bocksberger eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Udo ! Hi Thorsten du Nachbar ! Olaf und meine Wenigkeit gurken auf jeden Fall nach Hastings ! Wer will sich von euch anschließen ?? Die Standarts kannst du von Thorsten auf der genannten Seite und Events finden ! Thorsten, wie schaut es am Mittwoch mit nem Krug Bier aus ???
Andree

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Eintrag #25 vom 14. Feb. 2000 11:10 Uhr Andree Bocksberger  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andree Bocksberger eine Nachricht zu schreiben.

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Thorsten, du als Normanne ??? Goil ! Lass uns da mal drüber schnacken.
Andree

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Eintrag #26 vom 14. Feb. 2000 19:12 Uhr Mathias Ullrich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Mathias Ullrich eine Nachricht zu schreiben.

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Tach kinners! Jeder, der sich mit dem Gedanken trägt, bei dem diesjährigen Hastings-Reenactment mitmachen zu wollen, sollte sich unter www.vikings.ndirect.co.uk/nav2.htm eingehend über die bei den Engländern sehr hohen A-Ansprüche an die Ausrüstung informieren und sich im klaren sein, daß hierbei nach den internationalen Regeln gekämpft wird, worauf man sich auch vorbereiten sollte! See you on the field!
das Matzurkion

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Eintrag #27 vom 14. Feb. 2000 21:27 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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Die Seite habe ich mir mal angesehen: Meine Herrn, ziemlich hoher Standard der da eingefordert wird. Jetzt würde mich mal interessieren, ob diese Regularien dort drüben ähnlich kontrovers behandelt werden wie hier. Letztendlich ist das ja nichts anderes, als was auch hier von einigen Veranstaltern durchgesetzt werden möchte…die Reaktionen darauf sind in diversen Freienfels-Treads nachzulesen. Komisch das die Leute die hier immer dagegen schreien, solche Vorgaben, wenn sie aus England kommen, ohne wenn und aber akzeptieren…. (Bitte, bitte, ich will hier keine Diskussion über Sinn und Unsinn solcher Regeln hier in Deutschland lostreten. Wenn Ihr dazu was sagen wollt, dann lasst uns das anderer Stelle (“Mai 2000” z.B) bequatschen, ja?)
Udo

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Eintrag #28 vom 15. Feb. 2000 09:48 Uhr Andree Bocksberger  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andree Bocksberger eine Nachricht zu schreiben.

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Hi Udo, ziemlich hoch schon, aber auch nicht unmöglich. Bist du nun abgeschreckt ?? Was ist denn im Mai ?????? ( Habe ich da etwas verpasst? ) Aber wer etwas geiles/originalgetreues aufziehen möchte kann sich diesen Regeln nicht entziehen.
Andree

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Eintrag #29 vom 15. Feb. 2000 10:04 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Udo. Ich bin mir ziemlich sicher, daß wir solche Auflagen als Teilnahmebedingungen für Veranstaltungen auch in Deutschland durchkriegen würden; bei der Civil War- Szene hat es jedenfalls geklappt. Es sind allerdings zwei Voraussetzungen zur Verwirklichung nötig: Ein unabhängiger, starker Veranstalter, der sein Ding durchzieht, ohne Rücksicht auf Verluste und konsequent bis zur Engstirnigkeit. Und die Veranstaltung selber muß dermaßen GUT sein, daß jeder seine Oma versetzen würde, um dorthin zu dürfen. Also nicht die Veranstaltung so gestalten, daß sie für möglichst viele Leute paßt, sondern einen ganz bestimmten Rahmen setzen und nur die reinlassen, die auch reinpassen. Birgt in sich natürlich die Gefahr, die ersten ein oder zwei Events mit nur wenig Leuten durchführen zu müssen. Aber es klappt; habe ich selbst erlebt.
Dietrich

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Eintrag #30 vom 15. Feb. 2000 10:25 Uhr Andree Bocksberger  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andree Bocksberger eine Nachricht zu schreiben.

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Du sprichst mir aus der Seele Dietrich!!!! Was fehlt ist die starke Hand, mit eben dieser kann man ganz anders an die Behörden rangehen. Siehe doch einfach mal die Kontakte zur Bundeswehr. Welche anderen Vereine bekommen sonst die Genehmigung Truppenübungsplätze zu benutzen?? Wirklich , was fehlt ist ein Verband der einen Namen hat ! Und dadurch entstehen die Kontakte. Und wie du schon sagtest, jeder würde alles mögliche machen um dort dabei sein zu können. Das spornt an und lässt jeden an sich selbst arbeiten. Bis dahin….
Andree

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Eintrag #31 vom 15. Feb. 2000 17:37 Uhr Kai (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kai eine Nachricht zu schreiben.

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Und da ist doch genau der Knackpunkt. Wer soll diese starke Hand sein, um die sich alle scharen? Einen Vorgeschmack auf die entstehenden Streitereien haben wir in der Taverne zur Genüge! Gruß, Kai.

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Eintrag #32 vom 15. Feb. 2000 20:04 Uhr Andreas Sturm   Nachricht

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Tja Kai, ein Dachverband darf es auf jeden Fall nicht sein, denn wie Dietrich ausdrücklich gesagt hat, muß der Veranstalter stark und UNABHßNGIG sein! Ein Dachverband ist per Definition seinen Mitgliedern verplichtet. Das heißt er muß auf die Belange seiner angegeschlossenen Vereine Rücksicht nehmen muß. So kommen z. B. die laxen Rahmenbedingungen der Agenda 1212 zustande, die so kontrovers im “Mai 2000” diskutiert werden. Man fordert 1240, aber kommen dürfen alle von 1098 bis 1348, weil man sonst gar nicht genug Leute zusammenbekäme. English Hertiage dagegen ist soweit ich es weiß eine halbstaatliche Organisation, die vollkommen unabhängig von den englischen Reenactment-Gruppen operiert und es sich deshalb leisten kann, Mindestanforderungen ohne Rücksicht auf den jeweiligen Status Quo aufzustellen. Versucht doch mal in Hastings mit einer Ausrüstung von 1180 teilzunehmen. Nach hiesigen Ansichten eine akzeptable Differenz von 114 Jahren ohne eklatante Unterschiede. Die Tommies würden euch dafür bei der bedeutensten Schlacht ihrer Landesgesichte wahrscheinlich steinigen! ;o)

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Eintrag #33 vom 15. Feb. 2000 21:16 Uhr Kai (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kai eine Nachricht zu schreiben.

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Ich war noch nie in England, daher kann ich mir kein Bild über die britischen Verhältnisse machen, aber wenn ich weiter unten richtig gelesen habe, gibt es doch wohl auch dort Streitigkeiten: “Friede, Freude… ist da ganz sicher nicht. Die Szene kloppt sich mindestens wie die Besenbinder und man lässt kaum ein gutes Haar am anderen wie mir die Gespräche in Warwick und Herst. zeigten. Aber besser ausgerüstet ist man allemal.” (Michael E. Wolf, 7. Eintrag) Ok, besser ausgerüstet, das lasse ich gelten, aber, und auch das steht in diesem Thread, schließlich ist die MA-Darstellung in Deutschland auch wesentlich jünger und entwickelt sich noch. Dietrich gibt in seiner Antwort (Eintrag 10) auf Udo´s Frage, ob tatsächlich alles soviel besser in England sei eine passende Antwort: nein, dieselben Querlereien wie hier, mit zwei entscheidenen Unterschieden: die Szene drüben sei größer als unsere, was sich vor allem in Angebot und Nachfrage des benötigten Materials äußert, dies zum besseren Ausrüstungsstandart, und zweitens, der Existens von “English Hertage”, einer, wie gesagt, hierzulande fehlenden Einrichtung. Also bräuchten wir hier weder ein “Living History”, noch eine “Agenda 1212” oder meinethalben eine “Vita Historica”, sondern eine - sonst hier so verschrieene - deutsche (halb-)staatliche Behörde/ Einrichtung, die die entsprechenden Vorgaben macht, oder? Gruß, Kai.

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Eintrag #34 vom 15. Feb. 2000 23:52 Uhr Henry Skodell   Nachricht

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Nein! Was wir hier bräuchten sind einfach nur fähige Leute! Fertig! Grüße Henry

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Eintrag #35 vom 16. Feb. 2000 09:43 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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Aber die lassen sich nun mal nicht herbeireden, die müssten die Zeit finden, sich entwickeln zu können….auch über Jahre hinweg. Aber was haben wir? Neid, Missgunst und persönliche Resseintiments. Jede Gruppe/jedes Zeitalter hält sich für das Nonplusultra, sonnt sich in Standesdünkeln und gönnt der/dem anderen nicht die Butter auf der Stulle. Hier in deutschen Landen herrschen nach meiner Einschätzung zwei Grundtendenzen vor: Zum einen sind da diejenigen mit dem Standpunkt “Das haben wir schon immer so gemacht!” Ich rede da von den orthoxen Verfechtern von multitemporalen Veranstaltungen (Wie? Eine Veranstaltung OHNE Wikinger/Schotten/Kelten? (Nur ein Beispiel, keine Demagogie, bitte nicht mißverstehen!) Datt kann doch nix werden, wir habe doch die Szene mitaufgebaut!“) Auf der anderen Seite sind da die, die neue Wege beschreiten wollen, dabei aber gefahrlaufen den Bodenkontakt zu verlieren, was die Machbarkeit angeht. Diese beiden Fraktionen dreschen nun munter aufeinander ein, ohne Rücksicht darauf, das der jeweils andere vielleicht ganz brauchbare Denkansätze hat. Das geht sogar soweit, das man sich in persönlichen Beschimpfungen und wüsten Schlammschlachten ergeht dabei aber vollkommen den Bezug zur eigendlichen Thematik verliert. Dann gibt es aber da noch ein illustres Völkchen - und das sind meine persönlichen Lieblinge - das ist persé erstmal gegen alles, schreit aber immer nach Neuerungen. Gibt es dann sachte Versuche, diese durchzusetzen, isses auch wieder Mist. Ich denke da besonders an die A-Karte. Wir wissen doch alle, wie die Diskussionen da heißliefen und noch zum Teil im Schwange sind. Da hört man dann so Sprüche wie: ”Da hat Euch keiner drum gebeten, wer gibt Euch denn da das Recht zu, das haben wir noch nie so gemacht, da könnte ja jeder kommen, was kommt als nächstes????“ Das sind dann meist auch die, die nach jeder Kritik den Zeigefinger Richtung England und USA recken, aber selber nicht bereit sind, sich einzubringen. Es wird zu sehr theoretisiert und vorab kritisiert, aber zuwenig iniitiert und gewagt. Wie reden immer wieder davon, was wir alles machten könnten und sollten, kriegen aber den Arsch nur in den seltensten Fällen hoch. Angenommen das Lager von Hadu und Tim ginge in die Wicken. Wäre das ein Anlass, die Grundidee für alle Zeiten zu verteufeln? Bestimmt nicht. Aber Grund genug, bis zum Ende der Saison 2000 darüber abzulästern. Ihr seht, alles ziemlich vertrackt, verkontet und verknöchert. Eine halb-/staatliche Dachorganisation ist in Deutschland aufgrund des verkrampften Geschichtsbewußtseins nicht zu machen, das ist leider Fakt. Stellt euch mal vor, wie die zusammenzucken würden wenn man sowas vorschlagen würde. ”Mittelalter? Die Zeit der Juden- und Hexenverfolgung, wo Frauen und sozial Schwächere unterdrückt wurden? Das wollen Sie spielen? Kommt garnicht in Frage, das der Staat sich daran beteilgt, gerade wir nicht mit unserer Verantwortung vor der Vergangenheit! Was soll das Ausland von uns denken?“ Könnt Ihr Euch vorstellen wie da die Schlagzeilen lauten würden in Medien wie dem SPIEGEL?: ”Staatliche Unterstützung für abstruse Hobbisten trotz finanzieller Engpässe im Staatshaushalt!“ oder ähnliche Scherze. ”Ein Verband, der einen Namen hat" wurde eingefordert. Nur macht es leider nicht BUFF und schon isser da. Gründet sich aber einer, wir er von allen Seiten mit Kritik überzogen. Einer findet sich immer, der sich übergangen fühlt, seine Gedanken für die brillanteren hält und querschießt. Ich meine was macht es für einen Sinn das FMA-Leute stänkern, das sie in einer HMA-Organisation nicht aufgenommen werden? Das ist die Crux. Der Ruf nach einer starken Hand ist…nun in Hinblick auf unsere Verantwortung der Geschichte gegenüber bedenklich…hinterher will´s mal wieder keiner gewesen sein. ßberhaupt wird immer so getan, als wäre Deutschland in dieser Hinsicht eine ßdnis sondergleichen, was aber so doch nicht stimmen kann! Die Wikinger sind mehr oder weniger straff organisiert, die Napoleonische Gesellschaft arbeitet seit Jahren effizient, die Bürgerkriegs- und auch die oft belächelte Western- und Indiandeszene floriert seit X Jahren. Vorteil dieser Gruppen (Napoleonische Gesell./Bürgerkrieg etc. etc.) ist unbestritten, das sie einen relativ engen Zeitraum behandeln, sehr gut dokumentiert ist, der übersichtlich ist und kaum Spielraum für Sondertouren gibt. Das ist bei uns nunmal nicht der Fall, machen wir uns nichts vor. Der eine steht auf Normannen, der andere interssiert sich für die Zeit der Hanse und so weiter und so fort.
Udo

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Eintrag #36 vom 16. Feb. 2000 10:30 Uhr Andreas Sturm   Nachricht

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Stimmt Udo, das “Mittelalter” ist viel zu facettenreich, um es unter einen Hut zu bekommen. Außerdem läßt sich deine Gliederung beliebig fortführen: Für den einen ist es das höchste Gut, in voller Rüstung durch die Gegend zu rödeln und sich zu kloppen, anderen sind Schlachten piep egal, weil sie an der Erhaltung alter Handwerke und Künste (was man eben gewöhnlich unter “Kultur” versteht) interessiert sind. Auch das passt überhaupt nicht zusammen. Ein Gedankenexperiment: Was macht eine Gruppe, die mal kein Heerlager, sondern eine Dombauhütte darstellen möchte? Auf “Heertagen” mit einer “Schlacht” als Höhepunkt wären solche Enthusiasten vollkommen deplaziert. Auch das ist ein wichtiger Punkt, der das Mittelalter von den ACWs und Napoleoniks unterscheidet: Diese Reenactmentgruppen beschäftigen im Grunde nur mit Militärdarstellung. Anlass und Inhalt sind berühmte Kriege in einem sehr begrenzten Zeit- und Handlungsrahmen. Das Mittelalter dagegen bietet noch viele andere Spielarten, die vollkommen ohne dieses Element auskommen können. Auch das wird bei all den ßberlegungen hier immer wieder vergessen. Um wieder auf den Ausgangspunkt zurückzukommen: Eine Organisation, die für Qualität einsteht wie English Heritage wird es hier von staatlicher Seit nicht geben können und auch aus der Szene selbst wird nichts vergleichbares entstehen. Warum? Ganz einfach: Wie Nikolaj in seinem Posting Nr. 11 betont, ist English Heritage eine Kultur-Oraganisation, in der sich Historiker, Archäologen und andere Wissenschaftler um die Erhaltung der englischen Kulturdenkmäler bemühen. Die Veranstaltung von Reenactments ist dabei nur ein kleiner Nebenschauplatz. Und die Qualtiät dieser Events kommt nur dadurch zustande, dass auf diesen Veranstaltungen eben die Spielregeln von den Wissenschaftlern festgelegt werden und nicht von den Reenactors. Blickt man sich nur einmal die ergebnislosen Debatten im Thread “Seid ihr sicher?”, wird schnell klar, dass dies so nie bei uns funktionieren kann, da viele Aktive nicht bereit sind, von sich heraus diese Spielregeln anzunehmen. Was uns fehlt ist - wie Henry es richtig formuliert hat, keine starke Hand - sondern Leute mit der Einsicht, dass man wegen persönlichen oder szenepolitischen Belangen nicht die allgemeinen Grundsätze der Wissenschaft aushebeln darf.

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Eintrag #37 vom 16. Feb. 2000 15:07 Uhr Kai (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kai eine Nachricht zu schreiben.

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Fähige Leute! Aha, und wer, bitte schön, soll das sein? Oder anders: wer wird zu einer solchen Person gemacht? Und von wem? Sind es ausschließlich die, die von sich behaupten authentisch zu sein? Da machen wir uns doch nichts vor, Schwachstellen lassen sich problemlos bei jedem finden, und die darauffolgende Diskussion über “historical correctness” artet in Haarspaltereien aus (und ewig klingt die Frage: “Hast Du ein vernietetes Kettenhemd?”). Auch wenn ich den Ruf nach der starken Hand nachvollziehen kann, so blieben dieselben Probleme, wie die zur deutschen Version von “English Heritage”: nicht alle würden mitziehen, etc. … Letztendlich drehen wir uns im Kreise, da sowieso alles bei den einzelnen Vereinen, Interessengemeinschaften, Gruppen und Solisten verbleibt. Gruß, Kai

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Eintrag #38 vom 16. Feb. 2000 15:57 Uhr Andreas Sturm   Nachricht

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Müssen denn alle mitziehen Kai? Müssen alle zurechtgestutzt und in Form gepresst werden? Kann Gleichschaltung die Antwort auf ein Problem sein, das in den Köpfen ensteht? Die deutsche Mittelalterszene kann sich nur dann in Bezug auf h.c. weiterentwickeln, wenn sie gelernt hat, die erprobten wisseschaftlichen Methoden anzuerkenn und sich ihrer zu bedienen. Denn nur durch diese erreicht man die nötige Sachkompetenz, die letztendlich zu Qualität führt. Und nicht, indem man die Vergangenheit den eigenen Bedürfnissen (wie Schlachten schlagen, Rollenspielen usw.) anpasst, wie es derzeit immer geschieht und weiter geschehen soll. Auf diese Art werden fähige Leute nämlich eher davon abgehalten, sich im Mittelalter zu engagieren.

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Eintrag #39 vom 17. Feb. 2000 01:09 Uhr Andree Bocksberger  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andree Bocksberger eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Leute !!! Passen die letzten Einträge wirklich zum Thema ????? ßberlegt mal ob Ihr nicht lieber einen neuen Thraed aufmachen solltet !!!!! Wie wäre es mit MA in Deutschland ?(Soll und muss eines Darstellers )
Andree

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Eintrag #40 vom 17. Feb. 2000 02:05 Uhr Kai (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kai eine Nachricht zu schreiben.

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Stimmt, Andree, aber das Thema verleitet allzuleicht zum Abschweifen. Soll nicht wieder vorkommen, sorry. Zurück zu GB: kann mir einer nun im Zusammenhang zu “English Heritage” den Begriff “halbstaatliche Organisation” mal genauer erläutern, wie kam es zur Gründung dieser Einrichtung und warum existiert in unseren Breiten kein “Historisches Vermächtnis” dieser Art? Bitte kommt mir nicht mit der jüngsten Geschichte, der Vergleich hinkt, schließlich ist die deutsche Vergangenheit nicht auf den Zeitraum 1933 - 1945 komprimiert! Läge es nicht u.a. im Interesse der Historiker, Archäologen, Wissenschaftler, der Bundesländer und der Allgemeinheit, wenn sich eine derartige Organisation etablieren würde? Angesichts der desolaten Kassenlage mag meine Frage vielleicht naiv erscheinen, aber es gibt schließlich eine Vielzahl an Finanzierungsmöglichkeiten. Wie machen es denn die Briten? Gruß, Kai

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Eintrag #41 vom 17. Feb. 2000 18:18 Uhr Alex Kraus  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alex Kraus eine Nachricht zu schreiben.

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Englisch Heritage ist eine Organisation, die in erster Linie historische Bauwerke, Parks etc. verwaltet und instand hält, ähnlich wie der National Trust. Historische Events sind nur ein Zusatz, um mehr Besucher anzulocken. Dabei werden eben lehrreiche Darstellungen geboten, die besonders von Familien besucht werden. Und hier ist meiner Meinung auch ein Hauptunterschied zu Deutschland. In Deutschland geht eine Familie auf einen Mittelaltermarkt, um einen unterhaltsamen Tag zu erleben. Vielen Eltern ist es nicht so wichtig, ob alles historisch korrekt ist, hauptsache der Unterhaltungswert stimmt. Anders in England. Dort besucht man mit seinem Kind eine lehrreiche Veranstaltung, damit das Kind eben was lernt. Die Veranstaltungen von EH sehen auch gänzlich anders aus als ein deutscher MA-Markt. Es gibt keinen Markt im eigentlichen Sinne, es wird nicht verkauft (außer Hot Dogs und Eis). Es ist nur die historische Gruppe (oder auch mehrere) da, die vor allem erklären. Auch alle Kämpfe, Turnier etc. sind immer wieder von Erklärungen über die Waffen, Rüstung,etc. unterbrochen. Die Veranstaltungen sind anschauliche Geschichtsstunden und keine pure Unterhaltung. Grüße
Alex und Elisabeth

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Eintrag #42 vom 17. Feb. 2000 19:18 Uhr Andreas Sturm   Nachricht

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Hallo! Praktische Geschichtsstunden und Erklärungen über Erklärungen? In den diese Richtung versuchen wir uns gerade auch mit der Living History Mailing List zu bewegen. :o) Eine Frage hätte ich dazu noch: Versuchen die Reenactors auf solchen Veranstaltungen auch, den “normalen” Tagesablauf der dargestellten Gruppe nachzuerleben (z.B. einer Burgbesatzung)? Oder ist die Veranstaltung wirklich primär auf die Vermittlung von Wissen ausgerichtet, also mit ganz speziellen Angeboten für die Besucher (Mitmachmaktionen, Vorführungen zu festen Zeiten usw.)? Und läuft das dann unter dem Namen “Reenactment”, “Living History” oder etwas anderem? Andreas

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Eintrag #43 vom 18. Feb. 2000 00:28 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Andreas, ich habe, wannimmer ich auch in England war versucht mir English Heritage Veranstaltungen anzusehen. Die Intentionen konnten vollkommen verschieden sein. DAs kann ein Event sein, bei dem ein Schauspieler dei Besucher auf einem Gang durch ein historisches Gebäude mitnimmt und per Einmann-Theater Sachen zu vermitteln versucht, das kann, wie im Dover-Castle, das eintudierte Picknick Gruppe von Krankenschwestern und Offizieren im WWII sein, die sich über die “augenblicklichen” Ereignisse m Krankenhaus unterhalten, das kann Schlachtenreenactment wie Hastings (übrigens auch ohne Hsclacht jedem zu empfehlen ;-) sein, das können auch Alltagsdarstellugnen sein. Die Sachen sind meistens auf das Gebäude und die Umständen abgestimmt. Der “National Trust” und - afaik - “English Heritage” sind Anfang dieses Jhdts. aus privaten Initiativen zur Erhaltung von englischen Kulturgütern entstanden. Sie konnten durch Stiftungen, Eigeninitiative und staatlicher Hilfe sich dann zu ihrem heutigen Status emporarbeiten. Auch wenn man davon mal wieder anfangen muß: in den Zerstörungen und den daraus folgenden Schwierigkeiten der zwei Weltkriege, war es hier in Deutschland nunmal nicht möglich, eine derartig kontinuierliche Arbeit aufzubauen, denn ich denke, daß zu wilhelminischer Zeit durchaus schon entsprechende Denkansätze vorhanden waren (die Aufbauarbeiten an Burgen wie Altena etc.). Der “National Trust”, der sich nicht nur um Kulturgüter, sondern auch um Landschaftsschutz kümmert, ist inzwischen der größte Landbesitzer in Großbritannien! ßbrigens haben sowohl English Heritage als auch National Trust Webpages, wo man vielleicht mal ein wenig über de Geschichte dieser Organisationen erfahren kann. Ich habe die Adressen mal wieder auf der Arbeit, werde sie aber bei Gelegenheit nachreichen. Bis dann Thorsten

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Eintrag #44 vom 18. Feb. 2000 00:49 Uhr Kai (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kai eine Nachricht zu schreiben.

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Erstmal schönen Dank an Alex und Elisabeth, jetzt kann ich mir schon mehr darunter vorstellen. Sehe ich es richtig, daß man “English Heritage” mit einer Art Stiftung vergleichen könnte, was mir die Bezeichnung “halbstaatlich” plausibler machen würde? Aber was ich nicht so ganz verstehe, Andreas, welche Meinung vertrittst Du denn nun? Einerseits sagst Du, “English Heritage” wird es hier nicht geben können und auch aus der Szene würde nichts vergleichbares entstehen, andererseits schreibst Du deren Motto auf die Fahne von “Living History” Ich bin irgendwie leicht verwirrt … Gruß, Kai

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Eintrag #45 vom 18. Feb. 2000 08:43 Uhr Andreas Sturm   Nachricht

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Argh! Nein Kai, ich will mir nicht das Motto von English Heritage auf die Fahnen schreiben. Das wäre grundsätzlich falsch, denn EH ist schließlich eine Organisation, deren Hauptaktivitäten auf einem ganz anderen Feld angesiedelt sind. Die Mailing List kann und will dieses sicher nicht leisten. Ich fand es aber sehr interessant, dass sich innerhalb dieses Systems scheinbar Ideen und Strategien zur Pubklikumsarbeit bewährt haben, die derzeit von der Mailing List ebenfalls für eine Anwendung in Deutschland diskutiert werden. Besonders ins Auge gesprungen ist mir dabei der Unterschied in der Erwartungshaltung des Zielpublikums: Wenn man hier über eine Verbesserung der Zuschauerarbeit diskutiert und mehr Historical Correctness einfordert, wird man grundsätzlich mit dem Argument erschlagen, dass das Publikum letztendlich doch nur U n t e r h a l t u g wünsche. Dies dient dann immer wieder als Rechtfertigung für historisch falschen Showkampf, Frei-Schlacht und Rollenspiel. Dieser Unterschied im Grundverständnis solcher Veranstaltungen erscheint mir wichtig. Denn er bestimmt auch zu weiten Teilen das Selbstverständnis des Aktiven - und damit seine eigenen Ansprüche an Qualität in Ausrüstung,Wissen und Darstellung. Dies könnte einer der eigentlichen Ansatzpunkte zur Verbesserung unserer Situation sein: Zu erkennen, dass die Beschäftigung mit der Geschichte erst dann qualitativ gut sein kann, wenn man keine Zugeständnisse mehr an scheinbare Publikumswünsche oder eigene Befindlichkeiten macht, sondern einen Grad der historisch korrekten Darstellung anstrebt, der es jederzeit erlaubt mit gutem Gewissen eine schulreife Lehrstunde abzuliefern.

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Eintrag #46 vom 18. Feb. 2000 10:06 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin zusammen, hier die Website von English Heritage: www.english-heritage.org.uk und hier National Trust: www.nationaltrust.org.uk Beide sind, so wi ich´s gelesen habe, wie Stiftungen aufgebaut. Alles weitere auf den Sites :-) Bis dann Thorsten

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Eintrag #47 vom 18. Feb. 2000 15:01 Uhr Kai (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Kai eine Nachricht zu schreiben.

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Ah, ja! Jetzt hab ich´s begriffen. Gruß, Kai

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Eintrag #48 vom 16. Mrz. 2000 12:31 Uhr Thomas Hardt   Nachricht

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Jau! Hier hab ich ja maechtig was verpass in letzter Zeit. Erstmal: der Hintergrund ueber EH und NT ist gut! Fuer die sind Re-enactor nunmal Mittel zum Zweck 1. Geld machen und 2. Bildung attraktiv machen! Ich hab immer gesagt, dass EH sehr ´a´ ist und sein muss. Egal, ob wir in Portchester Castle Burgbesatzung portraitieren oder Williams Invasion nachspielen. Aber ich hab auch immer gesagt, dass wir hier jede Menge FUN events haben, bei denen es nur ums Kloppen geht, Masse und Unterhaltung. Wie z.B. Tewkesbury - das ist der Jahrmarkt fuer alle. Rosenkriege, jaaa, aber auch viele Leute in periodenfalscher Ausruestung - but who cares? Wie schon gesagt sind die Rosenkriege beliebt, weil man keine Auslaender braucht, weil die Historie bekannt ist, und weil es UNZAEHLIGE Scharmuetzel gibt, die man nachspielen kann. Das fuehrt dann eben zu hunderten von Schlachten im Jahr. Das ist gewollt. So, jetzt zu Hastings. Gut, dass Ihr Euch alle schon mal die Ausruestungsstandards angesehen habt. Das wird happig. Ich hab da einen gewissen Vorteil: bei der Kavallerie druecken sie wg Praktikabilitaet und Behinderung bei der Arbeit schon mal ein Auge zu. Ich hab grad mein Trainingswochenende hinter mir (Au Au Au) und weiss genau, was ich noch alles lernen muss, wenn ich wirklich dabei sein will. Fuer viele wird es gewoehnungsbeduerftig sein, sich Wurfspeere gegen den Schild schleudern zu lassen, von Langboegen flach beschossen zu werden, oder mit der Lanze niedergeritten zu werden. Letzteres werden wir jedoch nur gegen Infanterie machen, die dafuer mit uns trainiert hat. Ebenso lass ich mich ja nicht von jedem Hinz und Kunz aus dem Sattel zerren, ich muss schon wissen, dass die mein Pferd dann sachgerecht aus dem Spiel bringen (wegfuehren). Falls ich meine Reitkuenste bis dahin nicht ausreichend aufpaeppeln kann (unwahrscheinlich, aber…) dann habe ich mir grad als Rueckversicherung meine Bogenschuetzenpruefung geholt. Ich werd nicht im Schildwall stehen. Is doch oede! (grins) Wenn Ihr gewillt seid, die hohen Standards zu erfuellen, dann werdet Ihr eine tolle Show erleben. Wer nicht ganz so ´a´ sein will, der kann mich ja fuer andere Termine kontaktieren, bei denen es nur um die Schlacht geht, mit privaten Veranstaltern, die sich nicht soooo scheren. Achja, zurueckkommend zu den Fragen nach anderen Perioden: klar, es GIBT Gruppen, die Kreuzritter darstellen, oder ueberhaupt: Gambeson, knielanges KH, Topfhelm, Kite-Shield… oder auch 100jaehrigen Krieg: die Paladins of Chivalry und ihr franzoesischer Ableger, die jedes Jahr Agincourt organisieren, sind natuerlich eher zwischen 1350 und 1415 anzusiedeln. Ihre Ruestungen haben weniger Platte als unsere Wars of the Roses. Aber das Ganze hat weniger Zulauf. Vielleicht auch deshalb, weil die Rosenkriege mit den Pikenbloecken mehr Gruppengefuehl erzeugen, weniger Ausruestung erfordern, und der Kampfstil leichter zu lernen ist? See you soon
Griffith ap Rhys

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Eintrag #49 vom 22. Mrz. 2000 18:26 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Thomas, wenn Du etwas mitkriegst über Gruppen des 14. Jhdts. in GB sach bescheid. Ansonsten denke ich, daß es - wie schon gesagt - eher daran liegt, daß beim hundertjährigen Krieg beim Nachspielen irgendjemand der böse Franzose sein muß und afaik sind Franzosen in GB noch beliebtere Witzfiguren, als die Deutschen ;-) Die Ausrüstungen sollten es nicht sein - ich stelle selbst einen Pavesier Mitte des 14. Jhdts. dar und habe keine größere Ausrüstung wie ein Pikenier des 15. - eher weniger. Was mich da dann eher wundert ist, daß wenig Gruppen der anderen Bürgerkriege (Martha und Stephan oder die Unruhen gegen 1265) gespielt werden. Bis dann (und bis spätestens Hastings - ich komme wohl mit dem deutschen Kontingent) Thorsten

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Eintrag #50 vom 23. Mrz. 2000 13:40 Uhr Thomas Hardt   Nachricht

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Hi Thorsten, vielleicht sollte ich Dich einfach mit den Paladins of Chivalry in Kontakt bringen. 14. Jhdt, leichte Plattenteile ueber Kette - klingt das richtig??? bin da ja nicht so bewandert *grins* Ich meld mich hierzu. Hastings: mal Dir einen huebschen roten Kreis aufs Schild, damit ich weiss, wohin ich meinen Wurfspeer pflanzen muss. Am 1.&2 April wird bei Janet wieder geuebt… Galoppel Galoppel TH
Griffith ap Rhys

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