Moin zusammen. Zu Udo´s Frage: Natürlich ist in England nicht alles besser als hier; es gibt dort die gleichen Unterschiede in der Qualität der Ausstattung und der Darstellung, es gibt Gruppen, die sich untereinander spinnefeind sind, es gibt Intrigen, Flügelkämpfe und Authentizitätsdebatten, es gibt sogar schwere und schwerste Unfälle bei der Gefechstdarstellung. Fast wie im richtigen Leben. Die englische Szene hat allerdings einige grundsätzliche Vorteile: Sie ist größer als die deutsche, was bedeutet, daß auch der Bedarf an Material und somit die Produktion größer und entsprechend lohnender ist. Soll heißen: Wenn ein Schuster jedes Jahr mehrere hundert Paar Hobbyschuhe an Hobbyisten verkaufen kann, dann lohnt sich das für ihn, und er kann entsprechende Qualität zu entsprechendne Preisen fertigen und liefern. Außerdem gibt es einen Veranstalter von Großevents, nämlich English Heritage. Und wenn die eine Veranstaltung machen, dann nur nach ihren eigenen, festgeschriebenen Regeln. Und wer gegen diese Regeln verstößt, wird nicht wieder eingeladen. Da es aber im Interesse der Gruppen ist, eingeladen zu werden (interessante Großveranstaltungen und, vor allem, GELD), halten sie sich an die Regeln. Denn wenn sich jemand auf dem Schlachtfeld wie die wilde Sau benimmt- siehe oben.
Eine detaillierte Antwort auf Udo´s Frage interessiert mich auch. Wie sieht denn nun das ach-so-gute-und-tausendfach-bessere britische Modell aus? Ich höre nämlich immer nur, wie beschissen es hier in Deutschland abgeht und wie gut es doch die Insulaner machen! Gruß, Kai.
Ei nun muß ich meine Gedanken erst einmal ordnen! Die Durchsetzung der Sicherheitsvorkehrungen der Organisatoren ist wohl das entscheidende. Ich nehme hier als Beispiel die “Schlacht um die Burg Regenstein 1999”: Die Org. kontrollierte zwar im Vorfeld die Schwerter aber das war´s dann auch schon. Es gab keinen, siehe unten, Sicherheitverantwortlichen auf dem Platz, offensichtliche Verstöße wurden nicht geahndet. Es hatte keinerlei Konsequenzen das Leute gezielt beschossen wurden. Ich möchte einmal eine These aufstellen: Den Organisatoren geht es um die Teilnehmerzahl an der Schlacht und nicht um Qualität oder Sicherheit. Sicher steckt da etwas Angst dahinter, daß wenn Leute vom Platz gestellt werden es beim nächsten mal weniger Teilnehmer sind. Wie wir sind sicher einige halt nur zum Spaß hin gefahren, der Veranstalter kann ja gar nicht wissen wer da auf dem Platz aufläuft. Um auf England zurück zukommen die Gruppen sind sich sicher nicht alle grün aber auf dem Schlachtfeld ist der vermeintliche Gegner mein Partner für den ICH die Verantwortung trage. Was die Ausstattung angeht habe ich in Deutschland nicht vergleichbares gesehen. zeitliche Differenzen in der Darstellung möchte ich behaupten, kamen von den nicht englischen Gästen, da kann ich mich aber auch täuschen.
Also Holger, Dein erstes Posting ließ Kritik am Artikel erkennen und sehr wenig von dem, was du in Deinem dritten Posting anklingen ließest. Zur Artikelkritik: Begrenzter Platz; Das bloße Aufzählen von Anwesenden hat nichts mit Güte zu tun und das Weglassen nichts mit mangelnder Qualität. Die Tschechen sind von uns durchaus zur Kenntnis genommen worden. Da Du das 15. jahrhundert als Thema so hervorhebst (+- 100 Jahre) mußt Du auch zugeben, daß diesbezüglich ziemlich viel ziemlöich weit daneben lag, oder? Daß die Orga ziemlich gut war, ist glaube ich mehrals 2 mal gesagt worden und daß ich die Schlacht für besser hielt, als alles was ich jemals auf deutschen Haddufeldern und Schneider-Getümmeln sah kam vielleicht nicht ganz raus. Ist aber so. Viele Lösungen in Herstmonceaux sind wegzeigend. Friede, Freude… ist da ganz sicher nicht. Die Szene kloppt sich mindestens wie die Besenbinder und man lässt kaum ein gutes Haar am anderen wie mir die Gespräche in Warwick und Herst. zeigten. Aber besser ausgerüstet ist man allemal. Meine und unsere Kritik an der Gastroline bleiben davon unbenommen. Ich finde sogar die Regel gut, daß Clive, der Veranstalter auf jedem Festival zum “Kapitäns-Dinner” zwei Vertreter diverser Gruppen lädt. Von den Schlachtregeln verstehe ich zu wenig, aber es hat mir dennoch gut gefallen.
Was mich immer wieder wundert ist das man immer zu hören bekommt wie ach so toll das doch alles in England sei. Alle sind sie da die Hoch- und Vollauthentiker, alle total nett und hilfsbereit und liebhaben haben sich da alle Gruppen und Vereine da sowieso…jetz mal bei aller Liebe: Ihr könnt mir doch nicht erzählen, das da drüben alles Friede, Freude, Eggcake ist!?
Moin Holger Ich finde das ist prinzipiell schon ein Thema über das man sich unterhalten sollte . Ich persönlich muss zugeben , dass ich mich meistens aus Schlachten raushalte , da ich Anforderungen an meine eigene Ausrüstung stelle , die ich zur Zeit noch nicht erfüllen kann . Andere tun das nicht , und darin seh´ich auch ein Problem , denn ein ungeschützter Gegner kann leicht Verletzungen davontragen und ich hab keine Lust , für so was verantwortlich zu sein . Bei einer Schlacht gegen Wikis , die zum Teil gänzlich ungerüstet waren , hab ich mehr aus Angst geschwitzt , jemanden zu verletzen als wegen der sengenden Hitze . Allerdings ist mir auch schon zu Ohren gekommen , dass Animositäten zwischen Gruppen ein Faktor sind , der nicht zu unterschätzen ist . Wenn die Leute nur noch aufeinander rumprügeln , weil sie´s ihren “Konkurrenten” mal so richtig zeigen wollen , ist das auf einem Event einfach fehl am Platze . Ich denke mal bei jeder Schlacht geht´s um die Grundeinstellung der Teilnehmer . Der Wille zum Gewinnen sollte schon da sein , aber nicht um jeden Preis . bis denn Alex
Bester Leser! Unterumständen habe ich die Diskussion falsch angefangen, denn hier tobt ja nicht gerade das Leben. Dachte ich eigentlich das wir hier auch über die Meinungsbildung innerhalb der MA - Gemeinde reden oder besser schreiben können. Also muß ich meine Meinung etwas kontroverser formulieren. 1. Bei aller hist. Genauigkeit, beim drum herum, geht es auf Deutschlands Schlachtfeldern oft zu wie im Kindergarten (“ich Spiel nicht mit dir!” und “"Der hat mich mit Sand beworfen ? Heul Heul”) oder was noch schlimmer ist wie beim Catchen . 2. In Deutschland kennen wir nicht den unterschied zwischen Höflichkeit, Toleranz und Disziplin anders als in England. Mein Fehler! Ich wollte hier mit Samtpfoten deutsche Probleme und englische Lösungen diskutieren.
Der Aufbau war mehr oder weniger dreigeteilt: 1. Das Attacking Siege Camp (Historisches Lager) 2. Das Camp für die Teilnehmer die mit Campingzelt angereist sind. 3. Der Markt (besonderer Höhepunkt der Handy verkauf auf Grund von dummen Verträgen konnte der stehen bleiben) im allgemeinen war der Mark vom aussehen der Schwachpunkt aber das Angebot war wenn auch teuer super. Zur Org. Die Anmeldung erfolgte bei uns über die Tschechen aber ansonsten kann man sich Online anmelden www.herstmonceux.com Fax 0044 1273 723249. Englisch ist wichtig. Zur Ordnung auf dem Schlachtfeld 1.ca. 1h vor der Schlacht ist sozusagen Befehlsausgabe alle Grundregel werden wiederholt die wichtigsten werden im Chor wiederholt (klingt albern aber es hilft) 2. es gibt während der Schlacht ein Moderator oder besser einen Kriegsberichterstatter der mit schnurlosen Mikrofon für das Publikum aus dem Schlachtgetümmel berichtet. 3. der oder besser die Sicherheits -Lady kontrolliert sehr genau die Ausrüstung keine scharfen oder spitzen Waffen u.s.w. Die Lady ahndet Verstöße (schlagen auf den Kopf u.s.w) bei kleinen mit erhoben Zeigefinger größere mit dem Ausschluß von der Laufenden Schlacht bei Wiederholung wird man ganz vom geschehen ausgeschlossen. 4. es gibt noch verschiedene Symbole der Blaue Helm (wie witzig UN) diese Personen sind neutral sie versorgen die “Toten” und die lebenden mit Wasser. Rote Bänder sind für Kinder unter 16 Jahre, diese müssen beim Beginn das Schlachtfeld verlassen. Grüne Bänder für Personen zwischen 16-18 Jahre diese sind mit Vorsicht zu behandeln. Gelbe Bänder sind auf dem Schlachtfeld tabu z.B. Fahnenträger ohne Rüstzeug. ßber die Sicherheitsmaßnahmen sollte auch hier nachgedacht werden.
Grüß Euch, einige Details würde ich gerne wissen, so z.B. wie es mit Aufbau, Lagern und der ORga war, und das mit den roten,gelben Karten, wie das in der Schlacht angewendet wurde. Vielen Dank
Hallo alle miteinander! Vielleicht haben einige von euch den Beitrag über Herstmonceux(England) im letzten Karfunkel gelesen. Mein erster Gedanke war ein Leserbrief zu diesen Thema zu schreiben aber den habe ich dann doch verworfen. Ich hatte einige bedenken als ich den Artikel gelesen habe. Wir (Trivium) waren zusammen mit einer Rittergruppe aus Prag (Relegatus) anwesend und es war einfach schön. Doch der Artikel hatte einige wesentliche Aussparungen die ich hier ergänzen möchte. 1. das Tschechen anwesend waren war für den Karfunkel nicht interessant ganz im Gegensatz zu den Organisatoren des Festes. 2. die Organisation des Feste war im Gegensatz zu den deutschen festen (ich muß hier einschränken, die ich kenne) sehr professionell (freundlich aber bestimmt) 3. die Schlacht fällt in die zeit der Rosenkriege also 15. Jahrhundert also sollte die Ausstattung der Teilnehmer in die Zeit passen. (+- 100 Jahre) 4. die Sicherheitsvorschriften bei der Schlacht sind ausgesprochen streng. Es gibt so ein Prinzip gelbe, rot-gelbe und rote karte d.h. wer gegen die Regeln verstößt kann im schlimmsten Falle ganz von den Schlachten ausgeschlossen werden. Hier gibt der sonst freundliche Engländer kein Pardon. Dieses zum Anfang, wenn dieser Beitrag fragen aufwirft würde es mich freuen.