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Eintrag #1 vom 04. Mrz. 2000 18:25 Uhr Jens Ruge   Nachricht

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Liebe liute, hab´ alle Seiten durchforstet und nichts dergleichen gefunden: Wie wäre es mit einem Thread zum Erfahrungsaustausch für Gruppen, die Theaterspiel pflegen. Zumal es wohl gar nicht so viele sind. (Ich habe bisher nur zwei andere auf Märkten/Burgen erlebt.) Wir selbst sind “Theatrum speculare” aus Chemnitz und führen Theaterstücke, neben mittelalterlichen Kinderspielen, auf. Wir haben entweder Sagen und andere Prosastücke zu Dialogen umgeschrieben oder eigene Szenen entwickelt. Bei den Leuten kommt das prima an. Also “Vorhang auf!”
gehabet iuch wol! iuwer Jaromar

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Eintrag #2 vom 05. Mrz. 2000 02:10 Uhr Carsten Baumann   Nachricht

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Hm, Jens, obwohl Du ausdrücklich Gruppen ansprichst, melde ich mich trotzdem mal an dieser Stelle. Ich spiele keine in sich geschlossenenen Theaterstücke, sondern würde das, was ich mache, schwerpunktmäßig als Aktionstheater bezeichnen, wobei ich auch nach Prinzipien des Stehgreifspieles arbeite und gerne, da wo es möglich ist, Rezitationen einfüge (was mir persönlich allerdings besonderen Spaß macht). Mein erstes Ziel ist es dabei, alltagsgeschichtliche Inhalte zu vermitteln, das zweite natürlich, zu unterhalten. ßber dieses, zwangsläufig entstehende, Spannungsfeld wünsche ich mir schon lange eine konstruktive Diskussion. Außerdem finde ich einen Austausch über Formen und Methoden der Darstellung als wünschenswert. So richtige GRUPPEN, die in der Szene Theater spielen (wobei der mittelalterliche Anspruch oft nur nominell erscheint) kenne ich nur wenige, außer Narratack sind mir in den letzten Jahren zwei aufgefallen und ein Duo. Dann sehe ich allerdings noch einige wenige Gaukler- und Spielmannsgruppierungengen, wo m.E. die Grenzen zwischen “Show und Theater” fließend sind, wie bei Kurtzweyl und Conventus Tanderadei, oder wo die Show eine in sich geschlossene Straßentheaterdarbietung bedeutet, wie es zum Beispiel bei der Compania Megusta und, zum Teil, bei Basseltan zu beobachten ist. Wie dem auch sei, ich bin gespannt darauf, wer sich hier noch melden wird.

Herzliche Grüße und viel Erfolg von Carsten

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Eintrag #3 vom 05. Mrz. 2000 15:04 Uhr Jens Ruge   Nachricht

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Hi, Carsten und alle anderen, “Gruppen” war mir nur so rausgerutscht. Ich meine natürlich auch alle “Ein-Frau/Mann-Theater”. Also meldet euch!
gehabet iuch wol! iuwer Jaromar

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Eintrag #4 vom 07. Mrz. 2000 12:31 Uhr Michael E. Wolf   Nachricht

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So sehr ich die meisten (!), bei weitem nicht alle, der erwähnten Gruppen gut finde, insbesondere Narratak, hat doch keine der Gruppen etwas mit mittelalterlichem Theater zu tun. Im Streit des Ungenannten zwischen Gottsched und Goethe wird auch das mittelalterliche und antike Theater ausführlich kritisiert ( im Sinne von gewürdigt). Zum einen gab esdieHanswursteriaden, die heute kaum noch gut ausgebildtete Schauspieler beherrschen, ganz zu schweigen von den kleineren Gruppen. Zum anderen haben sich - so mein Eindruck - die wenigsten mit den Begriffen aristotelischen Theaters (Katharsis etc) auseinandergestzt. Den Begriff Spannungsbogen, den haben die meisten in ihren Workshops gelernt. Aber dann setzt es auch schon aus. Das andere Problem allerdings ist: Da wo es gute Hanswurst- und Klassisch-Spieler gäbe, versteht es das Publikum entweder nicht, oder findet es nicht mehr lustig und somit uninteressant. Das ist allerdings wirklich schade. Es gibt auch einschlägige andere Literatur, die ich allerdings erst raussuchen müßte. Dennoch: Viele Gruppen machen ihre Sache sehr gut machen. Der kelerikale und moralisierende Teil kommt leider immer zu kurz, obwohl er sichereiner der wichtigsten Faktoren ist.
MiWo, Karfunkel

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Eintrag #5 vom 25. Mrz. 2000 12:04 Uhr Angela Kobelt  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Angela Kobelt eine Nachricht zu schreiben.

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Guten Tag! Erst einmal vielen Dank an Jens für die Eröffnung dieses Forums (hoffentlich melden sich noch ein paar Leute mehr). Es würde mich interessieren, was ihr so auf die Bühne bringt; macht ihr eher “modernes” Theater um mittelalterliche Themen oder versucht ihr, mittelalterliche Stücke “authentisch” zu inszenieren (was immer das auch heissen mag ;-) ). Was letzteres betrifft, so möchte ich Michaels Ausführungen ein bißchen korrigieren: der mittelalterliche Schauspieler (so es ihn denn gab) wusste gewiß noch weniger über das aristotelische Theater als der heutige Mittelalterdarsteller, denn die Kenntnis der Aristotelischen Poetik war bis in die Neuzeit nur einigen verschwindend wenigen Gebildeten vorbehalten und wurde erst durch die Französische Klassik wiederentdeckt. Auch der Hanswurst, denn du beschreibst, trat erst nach dem Mittelalter auf deutsche Bühnen, und zwar in Begleitung englischer Wandertruppen, die ihre Stücke auf dem Kontinent spielten. Da deren Stücke zu Anfang noch in englischer Sprache gegeben wurden, führte man die Figur des Hanswurst oder Pickelhäring ein, der mit seinen Posssen in deutscher Sprache das Publikum unterhielt und zusätzlich für Stimmung sorgte. Diese Rolle ist aber erst seit dem 16.Jhd. überliefert. Macht irgendeiner von Euch vielleicht elisabethanisches Theater?- was spielen Gaukelei,Musik und Improvisation für eine Rolle in Euren Stücken?- tragt ihr Masken?- was habt ihr für Kostüme? …. würde mich freuen, noch etwas von Euch zu lesen !
Gruß&Kuß

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Eintrag #6 vom 28. Mrz. 2000 16:57 Uhr Jens Ruge   Nachricht

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Liebe liute, ich möchte euch mal kurz beschreiben, welche Art von Stücken und wie wir (“Theatrum speculare”) diese aufführen. An Theater der klassischen griechischen Form haben wir dabei weniger gedacht. Somit haben unsere Stücke auch nicht den hohen aristotelischen Anspruch (Stichwort “Katharsis”), den MiWo beschreibt. Ich denke auch wie Angela, das dieses Wissen im MA (also vor der Renaissance) nur wenigen Gebildeten vorbehalten blieb. Somit tragen wir auch keine Masken wie im griechischen Theater. Aber als “Hanswurst”-Theater möchte ich es auch nicht bezeichnen, zumal der Begriff viel später entstanden ist. Wir spielen auf den Märkten/Burgen zum einen Sagen der betreffenden Gegend (zunächst unserer engeren Heimat), die wir zuvor in Dialogform gebracht haben. Natürlich muss dabei oft der Inhalt gestrafft und evtl. auf weniger handelnde Personen gebracht werden, ohne den Sinn zu verfälschen. Bei diesen Sagen kommt es meistens zu einem humorvollen Ende. Ebenso bei Stücken, die von Beginn an “auf lustig” angelegt sind, wie zum Beispiel nachgespielte Streiche des Till Eulenspiegels. Anders ist es mit Darstellung aus dem Alltag des MA, ich denke da an Pestprozessionen und Inquisitionstribunalen. Darin wird natürlich die Härte und Grausamkeit nicht verschwiegen. (Wobei man berücksichtigen muss, in wie weit man solche Stücke vor Kindern aufführen kann.) Wir spielen in erster Linie in unseren eigenen MA-Gewändern. Für bestimmte Personendarstellungen (Teufel, Narr usw.) haben wir natürlich die zutreffenden Sachen. Ein Stück haben wir extra so gestaltet, dass ein Kind die Hauptrolle spielt.
gehabet iuch wol! iuwer Jaromar

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Eintrag #7 vom 30. Mrz. 2000 11:53 Uhr Jens Ruge   Nachricht

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Liebe liute, kleine Ergänzung zu Nr. 6: In die Wappenrolle habe ich ein Foto von einem Auftritt von Theatrum speculare e.V. gestellt. Es zeigt eine Szene aus der “Sage vom Teufel und der Talmühle zu Rosswein”. Gut zu erkennen sind einige Kulissen. So haben wir die (Wasser-)Mühle aus bemaltem Leinentuch hergestellt, das über ein entsprechendes Holzgestell geworfen wird. Das Wasserrad ist ein einfaches Wagenrad mit blauem Stoff umwunden (im Bild: unterhalb meiner rechten Hand) und wird von einem Kind gedreht. Das Fenster wird je nach Wohlstand der Müllersfamilie gewendet (hier im “Armutszustand”). Auf einer Schiefertafel wird “Eyn geselle gesuocht!”
gehabet iuch wol! iuwer Jaromar

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Eintrag #8 vom 03. Sep. 2000 23:12 Uhr Ingeborg Begalke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingeborg Begalke eine Nachricht zu schreiben.

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Zur Ergänzung bisher spärlicher Einträge das Problem mittelalterlichen Theaters in der Neuzeit ist im wesentlichen, daß ersteres in deutschen Landen eher biblischen Ursprung war (s. Oberammergau). Da dies den heutigen Menschen (ungeachtet seiner Einstellung zu Gott und Kirche) regelmäßig weniger interessiert, basiert das Theater von Estevino auf dem “ich habe Spaß, weil ich mitmachen darf´-” Faktor und unter diesem Deckmantel (historisch oder nicht, es packt die Leute an eigenen Erfahrungen) funktionieren unsere Stücke, deren Grundlage Grimms Märchen, die Edda, die Arthus-Sage, Shakespeare-Stücke oder Kreuzfahrer-Orient-Geschichten sind. Bestimmt nicht a.! (soweit ich weiß, haben fahrende Leute ansonsten eher das Alltagsleben der einfachen Menschen auf´s Korn genommen und das ist heute eher unbekannt). Aber zumindest einen Aspekt berücksichtigt es: es macht allen Spaß und lenkt vom trüben Dasein ab….
es grüßt Ingeborg/Verdala von Estevino

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Eintrag #9 vom 08. Jun. 2004 21:12 Uhr Christine Schock   Nachricht

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Hallo liebe Leut!
Wir (Laientheaterspieler aus Arberg) sind auf der Suche nach einem kurzen´mittelalterlichen
Stücklein, dass wir änlässlich unseres Jubiläums hier im Ort aufführen könnten. Bisher
blieb meine Suche leider erfolglos.
Im Sommer 2002 habe ich ein Stück auf dem Mittelaltermarkt auf der Burg Rabenstein
gesehen, das ich total klasse fand. Thema war ein Schatzkästchen, dass ein hoher Herr
jemandem zur Aufbewahrung anvertraut hatte, als er dieses zurückverlangte und öffnete waren jedoch nur Steine darin. (die Moral der
Geschichte war, dass nur das darin sein könne, was vorher hineingetan wurde, in diesem Sinne wurde eine Verbindung zu seiner Frau hergestellt, die ihm ‘nur’ ein Mädchen gebar)
Könnt Ihr mir mitteilen, wo ich Rollenmaterial für dieses oder andere mittelalterliche
Stücklein finde?
Vielen Dank im voraus
seid gegrüßt
Tine

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Eintrag #10 vom 08. Jun. 2004 23:02 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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…war das die Burg Rabenstein in der fränkischen? Falls ja, könnte ich die Gruppe rausfinden.
Derartiges Improvisationstheater ist aber wenig mittelalterlich, sondern einfach eben Theater, dem (manchmal mehr, manchmal weniger erfolgreich) ein mittelalterlicher Touch verliehen wird; die meissten Gruppen haben dafür nicht mal ein klares Script.
Ich denke auch, es ist sinnvoll, sich lieber selber hinzusetzen, und was auszubaldowern als abzukupfern.
Gruss, Esca

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Eintrag #11 vom 09. Jun. 2004 18:38 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

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Was aus dem Mittelalter direkt als Theaterspiel überliefert ist, sind geistliche Spiele, also z.B. Passions-, Oster- oder Weihnachtsspiele, aber auch geistliche Spiele mit anderen Schwerpunkten. Da könnte es wichtig sein, das Datum Eures Jubiläums zu wissen, denn ein Weihnachtsspiel im Sommer oder ein Passionsspiel im Herbst ist nicht so toll. Vielleicht findet Ihr mit diesem Stichwort selber was raus, ansonsten (bei Angabe von Datum und ungefährer Mitwirkendenzahl) könnte ich vielleicht was vorschlagen…
Was Ihr selbermachen könntet, sind Dramatisierungen von mittelalterlichen Mären (einer der wichtigsten Märendichter ist “der Stricker”), vielleicht mal mit diesem Namen und den Stichworten Märe/n oder Schwank/Schwänke das Netz oder die nächste größere Bibliothek abklappern…
Aus dem Spätmittelalter bzw. dem 16. Jahrhundert gibt es meines Wissens noch mehr “richtige” Theaterstücke, aber da kenne ich mich auch nicht so gut aus…
Bis denn
Karen Thöle

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Eintrag #12 vom 16. Jun. 2004 19:16 Uhr Christine Schock   Nachricht

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Hallo Esca,
ja das war auf der Burg Rabenstein in der fränkischen Schweiz; vielleicht kannst Du ja wirklich die Gruppe ausfindig machen.
Dass diese Art Theater nicht wirklich mittelalterlich ist weis ich, darauf sind wir jedoch auch nicht aus. Am Marktwochenende in unserem Dörfchen wollen eben alle Gruppen oder Vereine zur Unterhaltung bzw. Gestaltung des Festes beitragen, und ein etwas altertümlicher Touch in Sachen Sprache und Kleidung wäre da sicherlich nicht verkehrt.
Selber ausbaldowern traue ich uns ehrlich gesagt nicht wirklich gut zu, vor allem auch weil nur noch wenig Zeit ist, und in den Sommermonaten irgendwie keiner so recht Zeit für’s Theater aufbringen will/kann, wie auch immer.
Wenn Du uns also helfen kannst/magst diese Gruppe zu finden, vielleicht sind die Leute ja bereit uns unter die Arme zu greifen.
Danke schon mal vorab.
Tine

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Eintrag #13 vom 16. Jun. 2004 19:23 Uhr Christine Schock   Nachricht

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Hallo Karen,
erstmal danke für die ausführliche Beantwortung. Wie schon an Esca geschrieben ist selbst machen für uns wohl eher eine ungeeignete Lösung. Irgendwie will keiner so recht in die Gänge kommen und allein ist’s dann doch etwas schwierig und mir auch zuviel.
Es soll ja auch nicht wirklich ein authentisches Mittelalterstück sein, das maßen wir uns nicht an so ein Stück dann auch wirklich gut darstellen zu können. Wie schon gesagt, der altertümliche Touch in Sachen Sprache und Kleidung würde unserem Zweck vollkommen genügen.
Der Hinweis mit “der Stricker” ist vielleicht trotzdem nicht der verkehrteste, mal sehen was die Bibliothek dazu meint. Danke!
Grüße an Euch
Tine

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Eintrag #14 vom 16. Jun. 2004 21:16 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Tine,
Schick Doch mal eine Mail an Rücker Events: www.ruecker-events.de
Da die selber sowas machen und ziemlich viel Erfahrung in Punkto solcher Schauspiele haben, können die Dir vlt. weiterhelfen.
Wenn Du möchtest kannst Du ja nächsten Monat (falls das nicht zu spät ist) zum Stammtisch nach Nürnberg (www.mittelalterstammtisch.de ) kommen, da können wir uns auch gerne unterhalten, da ich sowas früher gemacht habe (und teilweise noch mache), bei Interesse können wir uns auch gerne über Kleidung, die in eurem Rahmen ja trotz aller Bemühungen wohl provisorischer sein muss, und den Möglichkeiten austauschen, und den lokalen Möglichkeiten, an sowas heranzukommen.
Gruss, Esca

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Eintrag #15 vom 17. Sep. 2004 19:51 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

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Vorab: es ist bekannt, dass Theaterspiel nicht “A” ist.
Wir haben über mehrere Jahre hinweg bei Vorführungen dennoch kleine Stücke gespielt.
Unsere ßberlegung dabei war: es ist “Theater” und der Zugukcer weiß, dass es nicht echt ist.
Was haben wir gespielt: unsere ersten Stücke waren Szenen aus Boccaccios Decamerone, die wir zu einem kleinen Theaterstück umbauten. Länge etwa 15 bis 20 Minuten. Die Dialoge waren nur so etwa fest, es gab stets Raum Zur Improviastion. Wichtig für das Feedback vom/zum Publikum.
Dabei haben wir auf Requisiten fast vollständig verzichtet. Nur Gewandung, Tisch, Stuhl, fertig. Das Geschehen wurde also gespielt und geschah im Kopf der Zuschauer.
Eines unserer Stücke funktionierte nach dem Prinzip “verkehrte Welt”. Da spielten Frauen die Männerrollen und umgekehrt.
Meine Erfahrung: es hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht, war mehr als nur Klamauk. Allerdings - es erforderte sehr viel Arbeit und sehr viel Sorgfalt, denn es war klar, dass es KEIN mittelalterliches Theater war, sondern modernes Theater mit den Mitteln einer Mittelaltergruppe.
Dies wiederum wird von einem fachkundigen Publikum, etwa auf Theaterevents, Kulturtagen der Heimatstadt etc, sehr wohl verstanden.
Macht das. Es lohnt sich!
Giraut le Noir

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