Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Modestile zwischen 1450 und 1500

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Eintrag #1 vom 31. Aug. 2007 21:06 Uhr Christian Köberlein  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Christian Köberlein eine Nachricht zu schreiben.

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Bei den ßberlegung über die Herkunft unserer Gruppe, stellte sich uns das Problem der verschiedenen Modestile in den verschiedenen Regionen zu verschiedenen Zeiten!
Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, war lange Zeit Burgund fast überall vorherrschend, also in Frankreich, England, Schweiz, Deutschland, usw. bevor sich dann ca. 1465 die italienische Mode langsam in Süddeutschland, später dann aber auch im Norden und selbst in Frankreich durchgesetzt hat!
Nun habe ich dazu noch ein paar Fragen:
1.) Konnte man somit bis 1465 auch in Süddeutschland noch burgindische Mode tragen oder war sie auch da schon anders, also speziell süddeutsch?
2.) was sind denn genaue Unterschiede zwischen Burgundisch und italienisch? Ich weiß es im Prinzip schon (z.B. die aufgepolsterten Schultern), aber wenn ich mir z.B. bei www.medievaldesign.com die Wämser anschaue, die angeblich italienisch sein sollen, dann ahben die ja auch diese betonten Oberarme und sind vorne nicht V-förmig ausgeschnitten!
Oder ist das der Unterschied, dass die Burnder nur die Schulter so stark betonen und die Italiener den ganzen Oberarm?
3.) Wegen diesem V-förmigen Wams nochmal: die süddeutsche Mode soll ja ab 1465 von Italien inspiriert sein. Aber sind diese Wämser denn typisch italienisch? Auf www.medievaldesign.com habe ich einen solchen Wams nämlich nicht gesehen!
4.) Außerdem habe ich gelesen, dass ab 1470 die Modestile immer mehr ineinander verflossen sind! Kann man denn dann nicht doch sagen, dass man auch in Süddeutschland oder Italien auch burgundischgemachte Sachen traegn konnte und umgekehrt?
5.) Gibt es evtl. eine Homepage, wo man die genauen Unterschiede sehen kann und man eine ßberblick bekommt? Denn je mehr ich lese und mich informiere, umso unsicherer werde ich!
Christian

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Eintrag #2 vom 02. Sep. 2007 15:51 Uhr Christian Köberlein  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Christian Köberlein eine Nachricht zu schreiben.

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Wie schon gesagt, möchte ich meine Fragen noch einmal genauer formulieren:
mein bisheriges Wissen über die Modestile habe ich von den verschiedenen Seiten der Reenactmentgruppen und aus dem Lehnart!
Also: in Süddeutschland war bis ca. 1465 die burgundische Mode vorherrschend und danach kam es mehr und mehr zu italienischen Einflüssen!
Heißt das jetzt, dass wenn man eine Gruppe zwischen 1465 und 1470 darstellt, dass es noch beide Moderichtungen gab? Wenn ja, auch in einem “Outfit” gemischt? Also italienischer Wams mit burgundischer Schecke oder kam dieser Wechsel so abrupt, dass man von einem Jahr auf das andere nicht mehr burgundische Mode, sondern italienische trug?
Und dann auch nochmal zur italienischen/süddeutschen Mode im Vergleich mit der burgundischen: im Prinzip ist der Unterschied ja, dass die Italienische Mode enger/knapper geschnitten ist, man z.B. mehr das Unterhemd sieht! Allerdings habe ich auch Abbildungen gesehen, wo auch italienischen Wämser noch relativ weite ßrmel hatten!
Und die ßrmel auch nicht geschnürt waren!
Also z.B. die Wämser auf www.medievaldesign.com
Da sind doch auch die italienischen vorne geschlossen und nicht mit V-förmigem Ausschnitt und haben diese weiten Oberarme!
Ich hoffe einfach, dass mir da einer von euch eine gute Zusammenfasssung bzw. einen ßberblick geben kann!
Christian

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Eintrag #3 vom 02. Sep. 2007 16:27 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Christian,
Guck Dir am besten einfach mal eine gute Handvoll Bilder an. Gute Seiten z.B. hier:
www.imareal.oeaw.ac.at/realonline
www.wga.hu
manuscripta.mediaevum.de/manuscr4.htm
www.ub.uni-heidelberg.de/helios/digi/handschriften.html
Insbesondere empfehle ich:
Cod. Nr. 2801 “Schachzabelbuch”
Munderkinger Passion und Altar
Bilder aus der Werkstatt Diebold Lauber
Bilder aus der Werkstatt Ludwig Henffli
Wolfegger Hausbuch
Verschiedene Fechtbücher aus dem 15ten, z.B.
Thott 290
Ms.Chart.A558
Hs. XIX 17.3
P 5342 B
78 A 15
Cod.icon. 394a
Da gewinnst Du einfach einen Eindruck der hiesigen Mode vom frühen bis späten 15ten.
Ach und: vergiss Internethändler, vergiss Medievaldesign. Wenn ihr gescheite Sachen haben wollt: selbermachen. Insbesondere wenn ihr irgendwann mal irgendwem was über die Mode erzählen wollt.
Und PS:
Sätze müssen nicht zwangsweise mit “!” enden.
Gruss, Jens, Nuremberga 1475

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Eintrag #4 vom 02. Sep. 2007 16:59 Uhr Christian Köberlein  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Christian Köberlein eine Nachricht zu schreiben.

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:-) das mit den ! ist mir noch gar nicht aufgefallen. Werde mich in Zukunft bemühen es nicht mehr so oft zu machen.
Wegen Internethändlern: mir ist klar, dass Selbstmachen das Beste ist, allerdings auch eine Zeit- und Könnenfrage.
Und ich habe halt gehört, dass die Sachen von “medieval design” ganz gut sein sollen.
Aber ich werde mir mal deine Links anschauen und hoffe, dass ich so weiter komme.
Der Lehnart hat mir jedenfalls nicht wirklich geholfen!
Christian

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