Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Mongolen zur Zeit Temüdschins

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Eintrag #1 vom 26. Jun. 2004 13:34 Uhr Christopher Strecker  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Christopher Strecker eine Nachricht zu schreiben.

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Ich wollt mal fragen, ob sich hier jemand auskennt mit den Kleidern und auch Zubehör von Dschingis Khans Reitern.
Ich bekomm wahrscheinlich bald nen mongolischen Bogen und bräuchte da Hilfe für ne Gewandung.
Falls also wer Schnittmuster und am besten auch Bilder des fertigen Stücks und Infos über die verwendeten Stoffe hat, her damit!
Gehabt Euch wohl einstweilen!

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Eintrag #2 vom 28. Jun. 2004 13:51 Uhr Ingo Ludwig  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ingo Ludwig eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Christopher,
unter: www.geo.de/GEO/kultur_gesellschaft/[…]/page1.html?[…]
gibt es jeweils eine (allerdings sehr kleine) Abbildung.
Noch einen schönen Tag
Gruß, Ingo

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Eintrag #3 vom 07. Jul. 2004 11:14 Uhr Florian Treml   Nachricht

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Dazu die üblichen Verdächtigen: Osprey Bände
Mongol Warrior 1200-1350 Warrior 84
The Mongols Men at Arms 105
Kalka River 1223 Campaign 98
ansonsten kannst du auch hier mal schauen, zu Mongolen hatten wir schon was:
Bei Rekonstruktion Viertes Thema von oben, Nr: 2685
Am einfachsten und besten wäre es, wenn du dir einen Mongolischen Deel kaufen würdest, die Kleidugn zu Zeiten Chinggis sah im Endeffekt fast genau so aus.
Dann brauchst du noch ein paar dicke Filzstiefel und eine weitgeschnittene Hose. Ev. noch einen zusätzlichen Fellmantel aus Schaffell. Und dann eine Mütze/Hut, spitz zulaufend mit Ohrenflügeln und ev Fellgefüttert, meist auch aus Filz.
Mit besten Grüßen

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Eintrag #4 vom 20. Jul. 2004 17:42 Uhr Björn Löbke  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Björn Löbke eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Christopher,
ich bin gerade selbst dabei, mongolische Bekleidung und Ausrüstung zu rekonstruieren. Ein nützlicher Link rund ums Steppenleben entland der Seidenstraße ist die Homepage vom “Red Khaganate” unter www.geocities.com/kaganate.
Die Zeit Dschingis Khans ist natürlich schwierig für die Recherche, da es aus dieser Epoche wenig Aufzeichnungen und Funde gibt. Die Alltagskleidung bis hin zum Schuhwerk hat sich aber seit damals fast nicht verändert. Ich habe mich auf die 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts festgelegt, da hier die Quellenlage besser ist. Die Mongolen hatten Kontakt mit Persien, China und Russland und es gab einen regen technischen und kulturellen Austausch. Man kann also aus diesen Ländern “klauen”, was die Steppensöhne ja auch gern taten.
Einen mongolischen Mantel zu nähen, ist übrigens nicht schwer. Ein Material, dass sehr gut verfügbar war, war Filz; wer auch nur etwas auf sich hielt, nahm jedoch Stoff. Wolle und Baumwolle waren in Asien zu dieser Zeit verfügbar.
Winterkleider wurden von Wohlhabenden aus Fuchs- oder Wolfsfell angefertigt, einfachere leute nahmen Ziege oder Hund. Gefüttert wurde mit Baumwollstoff oder dem Feinhaaranteil, der bei der Filzherstellung von der Schafwolle übrig blieb. Seide nahm die Oberschicht.
Die Hosen scheinen wie einfache Pumphosen geschnitten worden zu sein und waren ebenfalls aus Stoff. Socken wurden übrigens aus Filz hergestellt. Bei meinem ersten Versuch (der wie ich heute weiß einige Mängel hat) habe ich einen Kamelhaarstoff verwendet, der sieht auf den ersten Blick wie Filz aus. Ein Stoff für Hosen oder Unterkleider, den ich jetzt gern verwende, ist Barchent, ein Mischgewebe aus Baumwolle und Leinen. Das Material wurde ab 1300 in Europa verwendet, wie weit es nach Asien vorgedrungen ist, weiß ich nicht. Ich sehe es aber nicht ein, für garantiert historisch korrektes Material Unsummen zu bezahlen. Der Stoff sieht optisch ansprechend aus und kostet bei Lederkram.de knapp 5 - je Meter.
Bei den Stiefeln bin ich bisher leider über das Problem gestolpert, dass die Mongolen nur bis Größe 43 anfertigen, was für mich zu klein ist. Irgendwann muss ich dann wohl in den sauren Apfel einer Maßanfertigung beißen…
Beim Köcher für Bogen und Pfeile stolpere ich noch über einige Details, ich habe dazu allerdings auch einen Eintrag unter “Rekonstruktion” eröffnet. Da ich mich außer für Mongolen auch noch für die Mamelucken interessiere, werde ich mich bei der Arbeit am Orient orientieren, dann lässt sich einiges sogar für beide Zwecke verwenden.
Bei der Rüstung würde ich Dir den Bau eines ledrnen Schuppenpanzers empfehlen. Mongolische Rüstungen waren leicht, um den Reiter so wenig wie möglich in seiner Beweglichkeit einzuschränken, außerdem war Leder günstig und ein Schuppenpanzer ist in Eigenarbeit mit realisierbaren Aufwand herstellbar. Die Rüstung wurde übrigens einfach über dem Mantel getragen.
Da ich derzeit weder eMails senden noch empfangen kann, gebe ich hier mal für Interessierte meine Nummer durch: 05341 - 846117.
Viel Spaßbei der Arbeit!
Björn Löbke
Björn Löbke

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