Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Münzen!! 1250!!

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Eintrag #1 vom 28. Dez. 2003 18:17 Uhr Thomas Schlosser  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Thomas Schlosser eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Was hatte ich alles 1250 im Beutel

Hi Leute
Ich !plane! in meinem Geldbeutel auch ein paar Münzen aus meiner Zeit(1250) mit mir zu führen!
Was hatte ein Handwerker um 1250 rum in seinem Geldbeutel. Was gab es für Prägungen?
Weiterführend die Frage: Wo komme ich an gute abbildungen und vieleicht orginale zum anschauen dran um damit als Muster mir entsprechende Münzen anfertigen zu lassen!
Wie sah es mit der Geldmenge aus die ein handwerker besitzen konnte?? Oder gab es auch für ihn nur sowas wie tauschgeschäfte??
Danke für Eure hilfe im Vorraus!!
Grüße
Thomas
PS. habe zwar gesucht, aber nichts gefunden. Falls es schon einen Threat zum Thema geben sollte bitte ich darum zu verschieben!!
Danke!!!

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Eintrag #2 vom 28. Dez. 2003 18:49 Uhr Tilman (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Tilman eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Selbe Problematik

… habe ich auch. Nach Durchsicht diverser Kataloge fällt mir immer wieder der Mainzer Pfennig auf, allenthalben findet man den auch bei e-bay-Auktionen im Original. Diese Münze war anscheinend vom 12. bis 15. Jh. weit verbreitet.
Ich denke aber, dass die Vielzahl geprägter Münzen irgendwie widergespiegelt werden müsste, von daher sehe ich mir immer wieder Fundberichte durch. Vor allem in der Stadtarchäologie findet sich da einiges. Schöner Nebeneffekt: Verloren haben die Leute damals in der Mehrzahl “Kleingeld”, das man auch als Darsteller niederer Schichten prima als Vorlage verwenden kann. Für dich passend wären da die Berichte über Archäologie in NRW, hab den genauen Titel leider nicht im Kopf. Durch die Nähe zu Köln (sofern eure Darstellung regional orientiert ist) darf man auch die dortigen Prägungen nicht vernachlässigen.
Falls es dann doch überregionaler sein sollte, empfehle ich wiederum den Ausstellungskatalog “Die Staufer”. Immer gern genommen und mit einigen Tafeln zu Numismatik der Zeit.
Dass man sogar auf Kleinburgen u.U. mit “weitgereistem” Geld rechnen darf, zeigt beispielhaft eine bei Ausgrabungen im Odenwald (mehr meine Richtung) gefundene französische Münze aus der Zeit um 1270. Also, alles scheint möglich, solange du keine Goldmünzen mit dir rumschleppst und auf Silbermünzen mit geringem Silbergehalt achtest.
Wer Weiteres findet - hier rein setzen, ich hab auch erst angefangen mit der Suche ;)
Der Stolzenberger

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Eintrag #3 vom 04. Jan. 2004 23:52 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht besser Originale

So komisch es klingt, wenn ihr Geld aus einer historischen Epoche vorführen wollt, besorgt Euch lieber Originale als was nacharbeiten zu lassen!
Grund: Auch derart steinalte Prägungen fallen noch heute unter ein Gesetz, was Währungen schützen soll und natürlich Falschmünzerei unter Strafe stellt. Wir hatten das hier mal diskutiert, ich finde den Thread grad nicht.
Es gibt geradezu irrsinnige Vorschriften, wie Kopien gekennzeichnet werden müssen. Wenn ich mich recht erinnere, eine eingetiefte Fläche von 3*6mm mit dem Wort KOPIE drin. Wenn man das mit nem mittelalterlichen Pfennig macht, ist von der Münze nichts mehr übrig.
Manche Münzen wurden so häufig geprägt, daß sich heutzutage noch ne ganze Menge davon im Numismatik-Handel rumtreiben und nicht gar so irre teuer sind. Dann lieber was Echtes.
Gruss, Claudia

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Eintrag #4 vom 07. Jan. 2004 17:16 Uhr Tilman (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Tilman eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Guter Tipp

Danke für den Hinweis, Claudia! Das hatte ich gar nicht bedacht. Sollte aber gemeinhin kein Problem sein, da Nachprägungen größerer Münzen, Nachgüsse und sonstige Repliken allgemein mit Signaturen vom Hersteller versehen sind.
Aber wie ich schon geschrieben hatte, die gebräuchlichsten Münzen des HMA findet man ohnehin zu Hauf bei ebay oder auch in Antiquitätengeschäften (habe das zumindest in Frankfurt gesehen). Solange man sich nicht auf Händel mit Raubfunden (Raubgräberei!) einlässt, sollte das kein Problem sein - der Ankauf von Kleinmünzen aber ist meist unbedenklich, da diese archäologisch und historisch fast wertlos sind.
Aber am Besten mit einem Herkunftsnachweis vom Händler absichern lassen!
Der Stolzenberger

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Eintrag #5 vom 08. Jan. 2004 17:43 Uhr Jens Dittrich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jens Dittrich eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Link

Hi Ihr,
die Herkunft kann ich bei diesem Link auch nicht garantieren. Ihr könnt euch zumindest mal einen ßberblick verschaffen:
www.muenzauktion.de
Viele Grüße, Akil

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Eintrag #6 vom 15. Jan. 2004 17:34 Uhr Dirk Jerusalem  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Dirk Jerusalem eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht würde ich persönlich nicht machen

Hallo Leute,
also mal vorweg ist mir nicht 100% die rechtliche Lage klar. Bisher bin ich davon ausgegangen, daß dieser spezielle rechtliche Aspekt nur bei Geld gilt , das momentan als offizielle Währung im Umlauf befindlich ist. Denn das Argument alles was man als Fälschung ansehen konnte müsse entsprechend gekennzeichnet werden wäre dann nämlich auf jede Replik übertragbar, sei es Schmuck oder Tonwaren etc. p.p..
Wirklich wichtig ist wohl eher, daß solche Repliken auch als Repliken verkauft werden! Auch ein “nachgemachter VanGogh” der mit Urkunde von Kujau verkauft wird ist ein offizieller Kujau und kein gefälschter Van Gogh! Das sollte auch für alte Münzen gelten. Gibts da denn hier niemanden der sich da rechtlich besser auskennt? Wir hatte da schon Diskussionen im Chat dazu. Ich hab aber hier im Forum auch nix finden können.
Die Münzen (meist Streufunde) an sich sind eher wertlos. Der Fund selber ist aber von wert, denn die Verbreitung der Münzen in ihrer Gesamtheit lässt einen sehr gut datierbaren Rückschluss auf den Handel der Zeit oder auf Begleitfunde zu (die dem Finder nicht bekannt sein müssen! Vielleicht hat vor 5 Jahren mal jemand an der selben Stelle was passendes gefunden was nicht datiert werden konnte).
Es entsteht also wirklich ein Informationsverlust bei diesem verscherbeln von nie gemeldeten Münzen bei eBay. Mal ganz abgesehen davon, daß in einigen Bundesländern die Rechtslage der Metallsondengänger auch nicht gerade legal ist.
So gesehen wäre ich persönlich eher für das Herstellen von Repliken und ich meide daher auch eBay bzw. überhaupt das Ankaufen von originalen, denn damit leistet man meiner persönlichen Meinung nach der Zerstörung wichtiger Infos Vorschub.
Also lieber replizieren, ich würde meine Geldbörse nämlich auch gerne mal befüllen. Vielleicht sollte man sich da mal absprechen, es gibt nämlich nicht wenige Leute die an sauberen Repliken (bei mir zwischen 1260-1300) Interesse hätten!
Gruß,
Terricus

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Eintrag #7 vom 15. Jan. 2004 18:44 Uhr Alexander Klenner  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Alexander Klenner eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Rechtslage...

Doch, der Thread existiert doch:
Kurze Zusammenfassung:
Es ist in Deutschland verboten
- Münzerepliken herzustellen
- Münzrepliken zu importieren
- Prägestempel herzustellen
- Prägestempel zu importieren
Dies gilt für jegliches Geld, egal welcher Art und wird nur durch eine deutliche Kennzeichnung auf der Münze aufgehoben. Diese ist allerdings so groß, daß der Replik - Charakter verloren geht.
ßber den Sinn dieses Gesetzes muß man wohl nicht diskutieren, es ist nunmal wie so vieles Sinnloses da.
Weitere Fragen zur Rechtslage besser dort.
Gruß, Ivain

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Eintrag #8 vom 15. Jan. 2004 23:02 Uhr Tilman (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Tilman eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Interessensbekundung

Hallo Dirk!
Ja, die Rechtslage ist schwammig, noch dazu von Bundesland zu Bundesland differierend. Ich wiederum kenne Hersteller von Münzrepliken, die durchaus seriös sind. Es handelt sich zumeist um Abgüsse von Originalmünzen - lediglich das Material ist ein anderes. Wie sich das letztlich rechtlich auswirkt, sei nun auch dahingestellt…
Die archäologische Situation bei Streufunden, die aus ihrem Befundkontext gerissen werden ist dagegen eindeutig: Ein Fund kann nicht nachträglich durch einen anderen datiert werden, selbst wenn beide augenscheinlich von derselben Stelle stammen.
Bei Ausgrabungen muss man sich stets versichern, dass keine Störungen in der Befundsituation sind - die schönste und zeitlich in den Befund passendste Münze ist archäologisch wertlos, wenn es auf derselben Ebene eine Störung durch einen Mäusetunnel gibt. Von daher sind Münzen, die aufgelesen werden, selbst für statistische Erhebungen unbrauchbar und damit schon verloren.
Als Archäologe kann ich das Raubgräbertum nur verurteilen - deshalb habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass man sich immer mit einer Herkunftsbestätigung absichern sollte. Lesefunde als solche sind dann nämlich “harmlos”, da erfasst.
Sollte es aber möglich sein, die Rechtslage zu klären und einen Replikenhersteller ausfindig zu machen, wäre ich an einem gemeinsamen Auftrag sehr wohl interessiert.
Gruß,
Der Stolzenberger

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Eintrag #9 vom 16. Jan. 2004 16:11 Uhr Jens Dittrich  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Jens Dittrich eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ..warum keine Originale kaufen ?

… nur aus entsprechend “sauberer Quelle” müssen sie sein.
Dazu fällt mir spontan das Germanische
Nationalmuseum in Nürnberg ein.
Dort gibt es eine “Unterabteilung”
- das Münzkabinett: www.gnm.de/Sammlungen/Sammlung_Muenzen.htm
Nun denke ich an die teilweise
“überquellenden Läger” von Museen, in denen haufenweise Originale nach ihrer
wissenschaftlichen Auswertung vor sich hindümpeln, da sie einfach nur “wertlos” sind oder daraus keine neuen Erkenntnisse gezogen werden können, etc…
Sollte man sich nicht mal an solche Stellen wenden? Eventuell kann man dort “legal” solche ßberbestände erwerben ?
Aber da sehe ich schon wieder das Misstrauen solcher Stellen: “was? da will einer von uns Münzen kaufen? Das will er doch bestimmt aus kommerziellen Zwecken - dem geben wir keine (lieber sollen sie in unseren Kellern vergammeln) ! ”
Wollen wir es trotzdem mal versuchen ?
Tilman - hast Du eventuell Beziehungen zum GNM ?
Viele Grüße, Akil

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Eintrag #10 vom 16. Jan. 2004 16:51 Uhr Tilman (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Tilman eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht ßberlegungen

Hallo Jens!
Zu deiner Frage: Besonders viel verspreche ich mir davon nicht. Man kann ja schließlich auch keine römischen Grabsteine in Mainz kaufen, nur weil im dortigen Museum das Archiv überquillt - die entsprechenden Stücke mussten gleichsam in den Boden eingemauert werden, damit man Platz bekam. Jetzt holt die keiner mehr raus, ohne das Museum abzureißen…
Museen und Denkmalämter sind da oft etwas eigen - Funde werden, soweit ich weiß, wenn überhaupt nur dem ursprünglichen Finder zurück erstattet. Und wie du schon sagtest: Wenn das so einfach wäre, würden sofort ein paar schwarze Schafe auftauchen und das Ganze ausnutzen.
Aber, wer will, soll sich nicht abhalten lassen zu fragen…
Grüße,
Der Stolzenberger

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