die Technik die für Wasserflaschen verwendet wird, bezieht sich auf gegerbtes Leder.
Bei einer Blase handelt es sich aber um Rohhaut, daher ist m.E. eine Wärmebehandlung eher nicht angezeigt. Ich würde es genau wie mit Schweineblasen machen, die bläst man einfach auf und hängt sie an einen trockenen Ort zum trocknen. Auch von einer späteren Behandlung mit ßl würde ich abraten, dass macht nämlich das ganze eher weich, was bei einer Rassel eher kontraproduktiv wäre… ;o)
eine Rinderblase (ich vermute mal, Du meinst hier die Harnblase eines Rindes?) ist wie andere tierische Gewebe der Gefahr ausgesetzt zu faulen und zu verwesen.
Belegte Techniken um Fleisch über längere Zeit haltbar zu machen (und danach noch essen zu können) sind u.a. Salzen und/oder Lufttrocknen. Beim Trocknen schrumpft tierisches Gewebe (je nach ursprünglichem Wassergehalt und nach Trocknungsdauer) unterschiedlich stark. Damit eine Rinderblase eine als Rassel geeignete Form behält, sollte sie während des Trocknens in dieser gewünschten Endform verbleiben können. Also nicht hinlegen, sondern frei aufhängen.
In Anlehnung der Fertigung einer Wasserflasche aus (pflanzlich gegerbtem) Leder wäre folgendes möglich:
Einlegen in warmes Wasser, füllen mit feinem Quarzsand (Vogelsand) und frei hängend trocknen im Backofen bei max. 80°C.
Eine andere Möglichkeit könnte das Trocknen bei gleichzeitig kontinuierlichem warmen Luftstrom sein (quasi mit dem Fön “aufblasen”).
Wichtig ist, dass die Temperatur nicht zu hoch wird, gleichmäßige Temperatur herrscht und ausreichend Zeit zum Trocknen (u.U. mehrere Stunden) gegeben wird.
Eine weitere Konservierung ist nicht erforderlich, um einen gewissen Schutz gegenüber Luftfeuchtigkeit zu geben, ist die Blase nach Trocknung noch dünn mit einem Pflanzenöl abzureiben - dauerhaft regenfest wird sie allerding keinesfalls werden !