mit Gips zugegossen. Den Gipsblock hab ich nach dem trocknen wieder rausgepruckelt und den Windkanal reingefeilt. Warscheinlich ist Gips nicht das Optimum. Da werde ich wohl auf die autentischere Holzkloz_ins_weichgekochte_Horn_klopf Methode zurückgreifen müssen.
die Gemshörner, auf denen ich früher im Ensemble gespielt habe, haben alle wunderbar die Stimmung gehalten. Die waren meines Wissens nicht von M. Hoffmann (der sie auch nur weiterverkauft), zumindest sah der Abschluß etwas anders aus. Da war nämlich eine Art Kunstharz oder Kunststoff verwendet worden um das obere Ende bis auf den Windkanal dicht zu kriegen.
Welches Material hast Du denn verwendet zum Verschließen des Hornes genommen? Vielleicht liegt es ja daran, daß es sich bei Atemwärme und -feuchtigkeit anders ausdehnt?
bei den Tagen alter Musik in Herne findet jedes Jahr eine Ausstellung von Instrumentenbauern statt. Nun ist es zwar inzwischen bereits 18 Jahre her, dass “Die Flöte” das Hauptthema des Festivals war, allerdings sind auch in den letzten Jahren immer wieder mal Flöten im Programm gewesen, etwa 1986 bei “Trompeten, Flöten und Schalmeien”. Und Zuletzt im Titel 2000 “DER FLßTEN LUST - CORNETTO & CLARINE Historische Blasinstrumente
Ausstellung von Kopien und Nachbauten
im Kulturzentrum” was noch in Deine Richtung gehen könnte.
Der interessante Punkt nun für Dich: es gibt zur Ausstellung der historischen Instrumente jedes Jahr einen Ausstellungskatalog in dem hinten auch die rezenten Instrumentenbauer zu finden sind. Manchmal kann man die Kataloge noch bekommen. Am besten einfach mal in Herne nachfragen.
Ein Link zu früheren Schallplatten der Tage alter Musik mit den Titeln der Veranstaltungen und der Adresse des Herner Kulturamtes:
Was Plastik angeht: Wenn du es nicht schaffst, einen willigen Instrumentenbauer aufzutreiben oder selber Einhandflöten zu bauen wirst du klanglich leider nichts besseres finden.
Frankfurt ist im Endeffekt nur eine interessante Halle mit Noten und traditionellen Instrumenten. An historisch ist dort aber nur Moeck und evtl Early Music Shop. Bei den ausländischen Ausstellern findest du aber Instrumente, die ähnlich bzw sogar gleich MA-Instrumenten sind. ZB Tabor und Haarnadelmaultrommeln.
der Schwerpunkt der Musikmesse liegt mittlerweile auf Technik, vielen elektronischen Instrumenten etc. Allerdings sind in einer Halle die ganzen Verlage untergebracht - unbedingt Zeit lassen!!! Dann sind die historischen Instrumente in einem Komplex zusammengefaßt und die ausländischen Anbieter (Inder, Pakistanis, Türken mit ihren traditionellen Instrumenten).
Grundsätzlich ist Frankfurt keine Verkaufsmesse, aber bei den Verlagen kann man bestellen, bekommt erstklassige Beratung und kann in Ruhe Notenbücher wälzen.
Schnäppchen lassen sich wie gesagt auch bei den ausländischen Anbietern machen, bei Moeck und Mollenhauer hatte ich bisher nur bestellen können.
Und laß Dich durch die Menschenmassen an den Besuchertagen nicht abschrecken ;-)
“Mittelaltermodelle” gibt es meines Wissens von Moeck und Mollenhauer. Moeck hat ein Renaissancemodell (geteilt, Messingring in Mitte, zylindrische Bohrung) und das Modell Kynseker nach einer Renflöte im germanischen Nationalmuseum Nürnberg (zyl B, geteilt, in Mitte Oben raupenförmig). Das Renmodell Mollenhauer ist ähnlich wie bei der Renflöte Moeck. Preis sollte um 150 Euro sein, Griffweise französisch, evtl mit offenem D.
Zu den vernünftigen Modellen: Die erhaltenen ma Blockflöten sind aus Dordrecht ~1250 und Göttingen ~13.-14. Jhdt. Das wars. Von Zeit zu Zeit werden zwar flötenähnliche Teile als Blockflöten rekonstruiert, mir ist aber kein Fall bekannt, in dem der Kopf noch vorhanden war. Die nächsten Modelle tauchen dann erst wieder in den SMA/Ren-Sammelbänden über Musikinstrumente auf, bzw die Kynseker aus der Renaissance.
Die beste Möglichkeit an Rekonstruktionen von Göttingen und Dordrecht zu kommen sind meines Erachtens ein Besuch bei den Tagen alter Musik Regensburg (mit Instrumentenausstellung, um Pfingsten) und zwischen 500 und 2500 Euro je nach Qualität.
Alternativ:www.bleazey.co.uk mit einer Mittelalterflöte ab 153 Euro aus England bestellen. Die Qualität der Flöten kenne ich nicht, solltest du bei ihm bestellen, mach bitte eine Rückmeldung über die Qualität.
Einhandflöten: Gibts von HGWells (teilweise sehr skurile Hölzer, leiser Klang, unausgewogene Lautstärke bei ßberblasen, D-Dur & G-Dur, ~150 Euro)ebenfals in Tage alter Musik Regensburg. Oder von Sweetheart (Leise, RenModell G-Dur, Barockmodell D-Dur)www.e-m-s.com/cat/folk/folk/threehol.htm . Generation hat eine umgewandelte TinWhistle in D (lauter, Plastikkopf, Metallrohr, super Ansprache)(ebenfalls über www.e-m-s.com/cat/folk/folk/threehol.htm). Für Markt am geeignetsten: Schwarze Plastikmodelle von Susato. Es gibt ein Set mit Kopf und Korpi in d, g und b.(LAUT, langer Atem erforderlich, tolle Ansprache, gleichmäßige Lautstärke und Ansprache bei ßberblasen. Bemerkung 1: Zwei C-Dur gleichzeitig geblasen übertönen jeden Dudelsack. Bemerkung 2: ßber einer Oktave und einem Ton wird der Ton schmerzhauft laut und schrill und kann gegenüber Riddäs als Waffe eingesetzt werden - besonders bei Topfhelm ohne Wattierung :-) ) Bezug am besten wieder über Tage alter Musik Regensburg oder Volker Kernbach, Bahnhofsstr 11, 29351 Elldingen. Das Dreierset kostete um die 100, die c um 30DM um 95.
Bei den dazugehörigen Trommeln empfiehlt sich ein Besuch der Frankfurter Musikmesse am letzten Tag. Einfach bei den indischen/pakistanischen Ständen Trommeln anschauen (Es gibt die flachen leichten, die an den kleinen Finger/Handgelenk gehängt werden) und nachfragen. Meistens verkaufen sie - oder wollen die Trommeln nicht nach Hause verfrachten müssen und du kommst mit ein paar kostenlosen Exemplaren für dein fiktives Musikgeschäft heraus (Passiert, es waren drei Stück :-) ) Schnarrsaite muß noch aufgezogen werden.
Nun ja, da kann ich auch noch einen: Bei Virdungs “Musica getuischt” und auch bei M. Severinus Boethius “De Musica” sieht man ein dreieckiges Instrument: das DECACORDUM. Allerdings entspricht das nicht dem von Ruth genannten Streichpsalter. Ein solches Decacordum wird in der sog. Bibel Karl des Kahlen, von König David gespielt. Aber gezupft… Auch die sog. Psalterharfen und Böhmischen Flügel, welche häufig auf Böhmischen Abbildungen zu sehen sind, werden alle gezupft. Ich schließe mich also der Meinung meiner Vorredner an und verweise abermals auf Davin Munrow und auf das “Handbuch der Musikinstrumente” Alexander Buchner, Dausien Verlag
Tut mir leid, über das Herkommen dieses Instruments kann ich Dir auch bloß sagen, daß es gegen 1900 Streichpsaltergruppen in Berlin gegeben haben soll. Im MA Psalter streichen? Dreieckige sind nicht belegt, und bei einem Schweinskopfpsalter oder einem trapezförmigen dürftest Du technische Probleme haben. Ein Engelsflügelpsalter wäre rein theoretisch für diese Spielweise geeignet, es gibt aber keine Abbildungen dieser Technik auf Psaltern, ganz abgesehen davon, daß die letztgenannten Psalter auch bloß auf Abbildungen vorkommen, und das auch nicht gerade auf regelmäßiger Basis. Zur Spielweise würd ich sagen, daß zupfen mit Fingern und Plektrum (sprich Gänsekiel) sowie anschlagen mit Hämmern vorhanden sind. Buchtip wie immer: David Munrow Musikinstrumente des Mittelalters und der Renaissance von Moeck momentan immer noch die beste Zusammenstellung der Instrumente. Alsdenn Jürgen
Hallo, ich habe da mal eine Frage an die Musikinstrumenten-Experten. Ich habe einen Streichpsalter geschenkt bekommen und wüßte jetzt gerne, seit wann es dieses Instrument gibt. Meines Wissens ist er im letzten Jahrhundert in Mode gekommen, aber vielleicht wurde auch schon in füheren Zeiten der Psalter nicht nur gezupft sondertn auch gestrichen? Danke, Ruth
Ich bin vorhin alle Threads duchgegangen (schnelldurchflug). Ich konnte keinen finden, worunter ich ein paar Instrumente beschreiben kann. Also habe ich einen neuen Thread aufgetan. Bitte vielmals um Entschuldigung… ============================================================ Zu den relativ einfach herzustellenden Musikinstrumenten gehören die Gürteltrommel, auch Tabor genannt und die Knochenflöte, die in gleicher Form sowohl bei den Wikingern als auch bei den Slawen gefunden wurde. Die Tabor wurde entweder am Gürtel getragen oder am linken Unterarm befestigt. Man konnte sie sowohl mit zwei Stöcken als auch mit einem Stock schlagen, wobei gleichzeitig auch die Einhandflöte gespielt werden konnte. Der Korpus bestand aus Rotbuche. Die Ziegenfelle mussten auf gebogenen Leisten aufgespannt werden. Die Schnarrseite aus Naturdarm wurde befestigt. Sie kann mit Hilfe eines Holzkeiles gespannt werden. Die Knochenflöte bestand teilweise aus dem Mittelfußknochen eines Schafes. Dazu wurden die Enden mit einer Eisensäge abgeschnitten und durch mehrstündiges Auskochen das Mark entfernt. Das eine Ende der Flöte (die dreieckige Form zeigt mit der Spitze nach unten) wird vollständig mit Bienenwachs oder Gips verschlossen. Das Labium wird mit Hilfe eines Hohlbohrers und eines Stecheisens (Breite 4-5 mm) herausgeschnitzt. Mit einem kleinen Holzstock (2-3 mm) formte ich den Luftkanal in den Abschluss aus Bienenwachs. Der Luftkanal muss die gleiche Breite haben wie das Labium, damit Luft gespalten wird. Hinter das Geheimnis des Stimmens der Flöte bin ich leider noch nicht gekommen. Archäologische Funde belegen, dass es Knochenflöten mit zwei oder drei oder mehr Löchern gegeben hat. Die Löcher wurden reingehämmert. Gruß