Diese Verkaufsidee mit den Nachdrucken von Zeitungen aus der NS-Zeit ist meiner persönlichen Einschätzung nach nichts anderes als es jene billigen Landser-Heftchen sind. Nur mit einer anderen Zielgruppe.
Es gibt immer Leute, die sich für diesen Nazikram interessieren, und die kann man mit solchen Produkten abfüttern. Deppen mit derartigem Interesse kaufen den Landser oder lesen braune Propagandaheftchen, Abiturienten oder “Intellektuelle” mit derartigem Interesse kaufen dann diese “Nachdrucke”.
Eine funktionierende Demokratie und eine intakte Gesellschaft hat bes nicht nötig angst vor irgendwelchen extremen zu haben und diese sogar zu verbieten. In einer Gesellschaft mit funktionierendem Bildungssystem und Chancengleichheit ist es nicht nötig zensur zu betreiben und das verbot von schriften in betracht zu ziehen.
Manch einer hat bestimmt die Werbung für die Zeitungsfaksimiles aus den Jahren 1933- 1945 gesehen. Nun scheint sich eine Diskussion aufzuspannen, ob man sowas verkaufen dürfe:
Natürlich ist die Gefahr vorhanden, daß diese Blätter von Rechten Idioten gekauft werden, aber ich sehe darin auch die Chance für interessierte Laien, die Damalige Zeit besser Nachvollziehen zu können und damit dieses Stück der Geschichte für sich aufarbeiten können.
Aber sobald irgendetwas mit dem dritten Reich zu tun hat, wird natürlich gleich wieder die Alarmglocke und die Mißbrauchskeule ausgepackt..