Ich könnte mir vorstellen, daß Schachtelhalm sehr gern benutzt wurde, um die Nägel zu feilen. Fragt aber bitte nicht nach Quellen, die habe ich nicht. Ist nur eine Vermutung. Allerdings habe ich es selbst ausprobiert und es funktioniert recht gut.
Wieist das eigentlich mit Bimsstein? Weiß gar nicht, ob das ein Naturprodukt ist, oder künstlich hergestellt. Damit lässt sich doch sicher prima die Nägel abfeilen. Mit jeder Art rauhem Stein müsste das aber auch gehen.
Ich wollte eigentlich primär nur meine Zweifel an der Vergleichbarkeit von “Naturvölkern” mit einem in Mitteleuropa lebenden mittelalterlichen Menschen äussern.
Leider ist mir ad hoc kein Fund eines Nagel_schneiders_ oder einer entsprechenden Feile bekannt, insofern würde auch ich mich hier- eigentlich egal für welche Zeit- über Hinweise freuen, da ich hier auch eine Wissenslücke ob der genaueren Formen und Arten habe.
nö, kein Inianer aus Papua-Neuguinea hält schriftlich fest, was er zur Nagelpflege tut. Das bezog sich ja auf die Naturvölker und es ist eins anatomische Tatsache das unter bestimmten Lebensbedingungen Hornhautauswüchse wie Nägel langsamer wachsen und verdicken.
Der Adel? HHmmm, genauso wie für uns Nagelschneiden zu den unspektakulärsten Dingen des Alltags gehört, wird es damals nciht anderes gewesen sein. Sonst gäbs wohl Belege.
wenn Du Dir betrachtest, mit was für Materialien die jeden Tag arbeiten, Stein, Holz, Metall und anderen harten Naturmaterialien, schleifen sich die Nägel von alleine ab. Und teilweise wachsen die Nägel so wie bei uns “westlichen” Kulturen nicht mehr lang und flach in die Länge sondern werden dicker und das Wachstum verlangsamt sich. Und wenn Du Dir mal Dokus ansiehst mit naturvölkern, siehst Du an jeder Ecke einen sitzen der sich an den Füssen rumpopelt, vielleicht beantwortet das Deine Frage :-)
Ich wünsche Dir und allen anderen Frohe Weihnachten und besinnlich Feiertage :-)
In den Londonfunden (Dress Accessoirs) sind unter anderem “Cosmetic Sets” zu finden, also Multifunktionssets mit Ohrlöffeln, Zahnstochern etc, und es gibt textuelle Hinweise auf die Benutzung vielfältiger Pflegemethoden, allerdings ist mir jetzt kein Hinweis auf eine Nagelfeile bekannt, auch wenn ich die ob der existenz von Feilen an sich nicht grundsätzlich ausschliessen täte.
ich habe ja gerne french-manicure-gepflegte Nägel - solange keine Lagersaison ist, denn da kann man das komplett vergessen, sie werden schmutzig oder reisen ein oder reisen ab und sie verfärben sich gelb. Da habe ich sie dann ganz kurz, das sich ja keine Ränder bilden können. Es gab zwar schon Kosmetiksets, dazu gibt es aber auch einen Thread “Hygiene im Mittelalter” glaube ich, in denen diese beschrieben werden. Aber zum nagelschneiden selber kann man ausser den kleinen Nippers-Scheren nicht viel machen - ausser dran rumpopeln. Oder man probiere es mit einem scharfen Dolch… AUAAAA!! Eben. Sind denn Funde von Nagelfeilen belegt? Wäre doch denkbar.
eine Frage über die ich seit einiger Zeit nachdenke ist: Was würde zur Nagelpflege im Mittelalter benutzt? Hört sich im ersten Moment komisch an, doch ich würde gerne wissen ob es so etwas wie Nagelscheren oder Nagelpfeilen gab.
Das Finger- oder Fuß- nägel geschitten werden müssen ist logisch. Es lässt sich besser arbeiten mit kurzen Nägeln. Auch brechen oder reissen längere Nägel leichter und stellen damit ein Infektionsrisiko dar.
Fußnägel dürften ja auch nicht zulang sein, denn sonst schmerzt es in den Schuhen, scheuert evt. Beinlinge und Socken durch oder wächst sich ein.
Was also wurde gemacht? (Das das Mittelalter ein aus Finger- und (iiihhh!!) Fußnägel- kauendes Volk bestand glaub ich nicht!)
Ich bin schon gespannt ob jemand eine Antwort hat und wünsche allen schöne Festtage!