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Eintrag #49 vom 26. Jan. 2002 10:42 Uhr Silvia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Silvia eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ein kleines germanisches Dorf

Im Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund vom 02.02.02 bis zum 14.04.02
Dortmund und die Hellwegzone zur Römerzeit
Rechts des Rheines begann für die Römer die finstere Germania libera. Nicht nur die
Landschaft - das Land macht mit seinen Wäldern einen schaurigen, mit seinen Sümpfen
einen widerwärtigen Eindruck (Tacitus) -, auch die Bewohner waren für die Römer Inbegriff
der Wildheit und des Schreckens. Nahezu 500 Jahre lang siedelten hier die Germanen in
der Nachbarschaft der Römer. Die archäologischen Forschungen der letzten Jahrzehnte
und die Quellen der römischen Geschichtsschreiber konnten ein detailreiches Bild vom
Leben in den Siedlungen im freien Germanien rechts des Rheines entwerfen.
Das mittlere Ruhrgebiet, besonders der Bereich der Hellwegzone, weist eine große Zahl
archäologischer Fundstellen aus der römischen Kaiserzeit auf, die auf eine dichte
Besiedlung durch die Germanen schließen lässt. Durch archäologische Ausgrabungen der
Unteren Denkmalbehörde konnte in Dortmund-Oespel der erste Beleg für eine ausgedehnte
germanische Siedlung der jüngeren römischen Kaiserzeit in Dortmund mit den
Hinterlassenschaften verschiedener Handwerksbereiche erbracht werden.
Die Ausstellung zeigt deren Grabungsergebnisse und die herausragenden Funde, die
bereits auf der Landesausstellung “Fundort Nordrhein-Westfalen” Beachtung fanden, wie
die Reste eines Kettenhemdes und als Recyclingmaterial deponierte Teile eines
Pferdezaumzeugs. Zu sehen sein werden auch römische Schmuckstücke, die den Luxus
in den besseren Kreisen der Germanen andeuten oder die Münzen, die die zeitliche
Bestimmung der ganzen Siedlung ermöglichten. Das Spektrum des zu dieser Zeit
modernen Keramikgeschirrs, Alltagsgeräte wie Pflugschar, Schaufel und Wetzsteine, aber
auch Webgewichte und Teile der eisernen Waffenausrüstung gehören zum ausgestellten
Fundmaterial.
Darüber hinaus werden die archäologischen Forschungen der näheren Umgebung durch
Leihgaben der benachbarten Museen mit einbezogen. Die verschiedenen Bereiche -
Wohnen, Wirtschaften und Leben - sind in sechs Themengruppen gegliedert und
veranschaulichen die Lebensweise der Bewohner einer römerzeitlichen Siedlung. Die
Gebräuche, modischen Vorstellungen und die handwerklichen Tätigkeiten der Germanen
sowie ihr fortwährender Kontakt zu den römischen Nachbarn werden den Besuchern
nahegebracht. Die Präsentation der Funde wird ergänzt durch grafische und
gegenständliche Rekonstruktionen, die das Verständnis für den germanischen Alltag
erleichtern. Zur Ausstellung erscheint ein Begleitheft.
Infos unter: www.museendortmund.de/mkk/index.htm
Ansprechpartner: Karl Heinrich Deutmann, Telefon: (02 31) 50-2 55 18

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Eintrag #48 vom 17. Jan. 2002 19:31 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Friedhöfe

Der Mensch und seine Einstellung zum Tod
Ausstellung und Forschungsprojekt im Kasseler Museum für Sepulkralkultur
Nachricht vom 15.01.2002
Am 1. Februar 2002 eröffnet das Museum für Sepulkralkultur in Kassel die Ausstellung ?Orte der Sehnsucht ? Der Friedhof in der Kunst?. Dies ist gleichzeitig der Startschuss für ein Forschungsprojekt, in dem verstärkt die bildlichen Zeugnisse zur Erforschung der Entwicklung des Friedhofes und zur Beantwortung spezifischer Fragen herangezogen werden sollen: In welchem Kontext erscheinen Ansichten von Friedhöfen in der Kunst? Wie wird der Friedhof rezipiert? Seit wann gibt es Grabzeichen und in welcher Gestalt? Welche Materialien und Gestaltungselemente wurden verwendet? Seit wann gibt es eine gärtnerische Pflege von Gräbern? Welche Pflanzen wurden dabei verwendet? Lässt die Entwicklung der optischen Erscheinung von Friedhof und Grabstätten auch eine Entwicklung und Veränderung der Einstellung der Menschen zu Sterben, Tod und Trauer erkennen?
Grundlage für das Forschungsprojekt sind insbesondere Grafiken aus der Sammlung des Museums. Eine Auswahl wird in der Ausstellung zu sehen sein. Dabei handelt es sich ganz überwiegend um Bilder, die erstmals in der ßffentlichkeit präsentiert werden, darunter auch zahlreiche Neuerwerbungen, die im Hinblick auf das Forschugnsvorhaben in den letzten Jahren verstärkt angeschafft wurden.
Die Ausstellung versteht sich als ?preview? auf eine deutlich umfangreichere Präsentation von Friedhofsbildern am Ende des Forschungsprojekts, das für Ende 2003 bzw. Anfang 2004 vorgesehen ist.
Quelle: Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V.
weitere Informationen im Internet: www.outoftime.de/museum/sepulkralkultur.html
Beste Grüße Nikolaj

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Eintrag #47 vom 12. Jan. 2002 09:36 Uhr Silvia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Silvia eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Adelsgräber, Religion & Hethiter 3 neue Ausstellungen

Hallo!
Hier sind drei Ausstellungen, die den einen oder anderen interssieren könnten:
ELLWANGEN
Alamannenmuseum Ellwangen:

  DIE REITERKRIEGER VON PFAHLHEIM

  Reiche Adelsgräber des 7. Jahrhunderts 

  im Osten Württembergs

  Noch bis 7.4.2002

  Haller Straße 9, DE-73479 Ellwangen, 07961/969747

  http://www.alamannenmuseum-ellwangen.de 

Viel Spaß
Aisling

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Eintrag #46 vom 13. Dez. 2001 21:29 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Burgunder Tapisserien - Berner Sonderausstellung SMA

Burgunder Tapisserien in neuem Licht
Nachricht vom 13.12.2001
Die Sammlung der Bildteppiche und Textilien aus der Zeit zwischen 1440 und 1515 im Historischen Museum Bern gehört zu den bedeutendsten der Welt. In einer spektakulären Sonderausstellung, die noch bis zum 21. April 2002 geöffnet ist, werden diese kostbaren, aus Wolle, Seide und Gold gewirkten Tapisserien in völlig neuem Licht präsentiert: 150 Tage 70 Lux! Ausnahmsweise und nur für die Dauer der Ausstellung wird um 20 Lux heller beleuchtet als bisher ? ohne Nachteil für die Kunstwerke, aber mit spürbarem Gewinn für die Betrachterinnen und Betrachter. Erstmals kommen wieder Glanz und überwältigende Farben der Wirkereien zur Geltung.
Als die Eidgenossen 1476 in der Schlacht von Grandson das Heerlager des Burgunderherzogs Karis des Kühnen eroberten, fiel ihnen eine der grössten Kriegsbeuten der Weltgeschichte in die Hände. Neben Waffen, Gerätschaften aus Edelmetall, Schmuck und illuminierten Handschriften fanden sich auch kostbarste Textilien in grosser Zahl. Nach der Aufteilung unter den Bundesgenossen löste sich die Beute allmählich auf, sei es durch Einschmelzen, Verkauf, Verlust oder Zerfall. Die bedeutendsten ßberreste der besonders gefährdeten Textilien finden sich heute im Historischen Museum Bern, allen voran der Tausendblumenteppich, ein Hauptwerk der mittelalterlichen Kunstgeschichte.
Die Burgunderbeute bildete in Bern den Grundstock für eine bis heute auf fast wunderbare Weise überlieferte Sammlung einzigartiger Textilien. Durch die Reformation 1528 kamen die Vinzenz-Teppiche aus dem Berner Münster dazu, durch die Eroberung der Waadt 1536 die Caesar-Teppiche und zwei weitere bedeutende Stücke. Die ganze Sammlung umfasst nicht weniger als 13 Wirkteppiche, davon alle bis auf einen aussergewöhnlich gut erhalten. Denn anders als an Höfen oder in Kirchenschätzen wurden die bernischen Tapisserien nur selten dem schädigenden Licht ausgesetzt. Nirgends haben sich daher so viele franko-flandrische Wirkteppiche so gut erhalten wie in Bern.
Die unter der Leitung von von Peter Jezler, Gaby Keck und Karen Christie entstandene Ausstellung trägt den doppelsinnigen Titel “Edle Wirkung” und beschreitet völlig neue Wege der Präsentation. Wer die Ausstellung betritt, wird in einem burgundischen Hoffest empfangen, wo die theatralische Funktion der Textilien deutlich wird.
Wirkteppiche waren in ihrer Zeit mobile Bilder und der kostbarste Raumschmuck. Sie liessen sich ohne Schaden zusammenrollen und überall anbringen. Wenn ein Fürst auf Reisen war (und das war er die meiste Zeit), so eilten ihm die “Tapezierer” voraus und statteten für seinen Empfang öffentliche Plätze und Festsäle mit den Tapisserien aus.
In der Ausstellung wird dies mit einem Festgerüst dargestellt, auf dem ein Fürstenbaldachin von überwältigendem Prunk prangt. Diesem gegenüber hat der Videokünstler Franticek Klossner eine Installation geschaffen, die aus mittelalterlichen Bildquellen den Tagesablauf eines Fürsten rekonstruiert. Rüstungen, heraldischer Schmuck, Musik und Pferdegetrappel schaffen die Atmosphäre der Morgendämmerung, des Kathedralbesuchs, der Audienz, des Turniers und des Festbanketts.
Anschliessend folgen die bewusst schlicht gehaltenen Kabinette (Szenographie: Raphael Barbier und Philip Brand), in denen je ein Hauptwerk des Hauses im Zentrum steht: Die älteste und prunkvollste aller Millefleurs-Tapisserien, das vollständige Ensemble der vier saalfüllenden Caesar-Teppiche und der monumentale Trajansteppich, der ein verlorenes Werk Rogier van der Weydens überliefert. Neueste Lichttechnik lässt die zauberhafte Farbigkeit der grossformatigen Tapisserien erstrahlen. Der bequemen Betrachtung dienen Tribünen und Rampen. Optisch leicht erfassbare Grafiken und Videos führen schnell in die jeweilige Thematik ein; Fachleute ebenso wie Familien kommen in der Ausstellung auf ihre Rechnung.
Zum Schluss wird die Herstellung der Wirkteppiche anschaulich gemacht. Eine Computeranimation dringt in die Mikrosphäre des Gewebes ein und verfolgt den Lauf der verschiedenen Fäden. Von den Vinzenz-Teppichen hängt einer zudem frei im Raum, so dass auch die Rückseite betrachtet werden kann. Hier wird nicht nur deutlich, in welchem Gewirr von Fäden der Wirker seine Bilder schaffen musste, hier offenbart sich auch eine ungeahnte Farbenpracht, die sich unter völligem Ausschluss von Licht erhalten konnte.
ßber Jahrzehnte hinweg galt eine Lichtintensität von 50 Lux als maximal zumutbare Belastung für solche Tapisserien. Unterdessen weiss man jedoch, dass auch jede schwache Beleuchtung Schaden zufügt. Die Schädigung errechnet sich aus dem Beleuchtungsdauer und Lichtintensität. Ein jahr mit 50 Lux entspricht theoretisch der gleichen Belastung wie ein halbes Jahr mit 100 Lux. Eine Progression der Schädigung beim Sprung von 50 auf 70 Lux lässt sich im Experiment nicht nachweisen. Die Farbwahrnehmung durch den Betrachter ist dagegen ungleich größer und eindrucksvoller. Für die Ausstellung in Bern wurde daher erstmals von einer Jahreslichtbelastung ausgegangen. So sind die Tapisserien derzeit zwar bei 70 Lux zu sehen, verschwinden aber danach für 150 Tage in völlige Dunkelheit. Das heißt: Insgesamt ist die Lichtbelastung aufs Jahr gerechnet geringer als früher.
Parallel zur Berner Tapisserie-Ausstellung zeigt das Musée Historique de Lausanne bis zum 24. Februar 2002 die liturgischen Gewänder des Kathedralschatzes von Lausanne. Auch sie gelangten nach der Eroberung der Waadt 1536 nach Bern.
Quelle: Historisches Museum Bern
Bild: Tausendblumenteppich, Brüssel um 1466
Historisches Museum Bern / F. Rebsamen
weitere Informationen im Internet: www.bhm.ch
Beste Grüße Nikolaj

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Eintrag #45 vom 13. Dez. 2001 21:02 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ausstellung MA-Manuskripte Köln

Geheimnisvolle Sammlerin verleiht Prachthandschriften nach Köln
Köln (dpa) - Sie heißt Renate König, ist über 70, lebt zurückgezogen irgendwo in Deutschland und ist private Besitzerin der bedeutendsten deutschen Handschriftensammlung aus dem Mittelalter. Mehr will das Erzbischöfliche Diözesanmuseum Köln nicht über die geheimnisvolle Sammlerin verraten, die dem Museum fünf Monate lang 34 der schönsten privaten Andachtsbücher des Mittelalters für eine Ausstellung leihweise überlässt. Die Ausstellung «Ars Vivendi, Ars Moriendi» (lateinisch für «Die Kunst zu leben, die Kunst zu sterben») ist von diesem Samstag bis zum 22. Mai 2002 zu sehen.
Stundenbücher, Breviere und Psalterhandschriften gehörten im Mittelalter zum Kostbarsten, was Miniaturmalerei und Buchkunst in Europa hervorbrachten. Sie enthielten Gebete, die zu den verschiedensten Anlässen - etwa bei Krankheiten, in Seenot, beim Aufstehen oder am Totenbett - gesprochen wurden. Die mit prächtigen Malereien verzierten Pergamenthandschriften stammen aus dem 13. bis zum frühen 16. Jahrhundert und gehörten früher Adelshäusern wie den Hohenzollern oder Fürstenberg oder Sammlern wie Peter Ludwig.
Frau König hat sie in den letzten 23 Jahren zusammengetragen. Ihre Sammlung würde heute auf dem internationalen Kunstmarkt vermutlich viele Millionen Mark erzielen. Die Leihgeberin hat auch den Katalog mitfinanziert (576 Seiten,800 farbigen Abbildungen, 68 Mark).
© dpa - Meldung vom 13.12.2001 15:19 Uhr
Beste Grüße Nikolaj

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Eintrag #44 vom 12. Dez. 2001 18:30 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Basler Münsterschatz

Wieder ein Hinweis auf eine neue Ausstellung:
Der Basler Münsterschatz
Für wenige Wochen in München wieder vereint ? Ausstellung im Bayerischen Nationalmuseum vom 1. Dezember 2001 bis 24. Februar 2002
Nachricht vom 12.12.2001
Reliquiare, Vortragekreuze, Monstranzen, Meßgewänder, liturgisches Gerät - all? das wurde mit der Einführung der Reformation in Basel 1523 überflüssig. Kostbare Bücher und Paramente wurden damals zum Materialwert verramscht. Doch der gold- und silberglänzende Rest des Schatzes blieb in Basel. Nur verschwand er für knapp 300 Jahre in der Sakristei des Münsters. Immerhin überstand er so den Bildersturm, in dem 1529 der Hochaltar und der größte Teil der Ausstattung des Münsters zertrümmert wurden.
Daß der Schatz dennoch in alle Himmelsrichtungen zerstreut wurde, war die Folge eines Bürgerkriegs, der Basel 1833 erschütterte. Die Bauern des Umlandes wollten sich mit ihrem Untertanenschicksal nicht mehr abfinden und griffen zu den Waffen.
Die Stadt verlor diesen Bürgerkrieg und mußte die Teilung des Kantons in die noch heute bestehenden Halbkantone Basel-Stadt und Basel-Land hinnehmen. Geteilt wurde damals auch der Münsterschatz - ein Drittel verblieb der Stadt, zwei Drittel gingen nach Liestal, dem Hauptort des neuen Halbkantons Basel-Land. In Liestal hatte man jedoch andere, existentiellere Sorgen, als sich um katholische Gerätschaften und Reliquiare zu kümmern. So wurde der größere Teil des Schatzes verkauft.
Auch in Basel-Stadt hatte man überlegt, die Geldsorgen so zu mindern, entschied sich jedoch anders. 1849 wurde der verbliebene Teil des Schatzes erstmals und nun auf Dauer im Museum an der Augustinerstraße öffentlich gezeigt. Die Basler verbanden mit dem Münsterschatz nun nicht mehr katholischen Heiligenglauben, sondern fühlten sich durch dessen Glanz an die Blütezeit ihrer Stadt im Mittelalter erinnert.
Der nächste, entscheidende Schritt folgte 1955, als das Amsterdamer Rijksmuseum den Baslern anbot, die Büste der heiligen Ursula zurückzukaufen. Der Legende nach hatte der Weg der heiligen Ursula und ihrer Begleiterinnen nach Rom auch über Basel geführt. Daher wurde die Heilige in der Stadt besonders verehrt, und man war in Basel daher auch sehr stolz, als das Kölner dem Basler Domkapitel 1254 den vollständigen Schädel einer der 11000 Jungfrauen übergab. Seit 1477 galt dieser Schädel gar als jener der heiligen Ursula selbst. Für die Aufbewahrung dieser kostbaren Reliquie entstand eine goldglänzende Büste, deren ausdrucksstarke Lebendigkeit noch heute fasziniert.
Die Bürger der Stadt waren sich daher 1955 einig: Die Büste muß zurück nach Basel. Vereine, Stiftungen, Firmen und zahlreiche Privatleute sammelten und brachten innerhalb von drei Monaten 230 000 Franken auf. Am Opferstock des Münsters stand damals der Satz: “E jede rächte Baslerma / Git ebbis Rächts an d?Ursula. / Und jedi Baslerfrau / Macht?s sicher au”. Auf einem Schiff kehrte die Büste nach Basel zurück. Weitere Ankäufe folgten, so daß sich heute wieder rund zwei Drittel des einstigen Münsterschatzes in Basel befinden. Der Rest allerdings, und darunter einige der bedeutendsten Stücke, sind nach wie vor in Museen außerhalb der Schweiz zu sehen: in Berlin, Amsterdam, New York, St. Petersburg…
Für die Ausstellung “Der Basler Münsterschatz”, die vom 1. Dezember 2001 bis zum 24. Februar 2002 nun auch im Bayerischen Nationalmuseum in München zu sehen ist, konnte der Schatz erstmals wieder weitgehend vereint werden.
Prunkstück der Ausstellung ist das sogenannte Heinrichs-Kreuz, das normalerweise als Preußischer Kulturbesitz (!) im Berliner Kunstgewerbemuseum zu sehen ist. Es stammt ursprünglich aus der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts, wurde aber - zuletzt im 19. Jahrhundert - immer wieder verändert und umfangreich ergänzt. Dennoch gilt das mit Perlen und zahlreichen Edelsteinen besetzte Kreuz als eine der herausragenden Goldschmiedearbeiten der deutschen Romanik.
Noch heute befinden sich darin Reliquien Kaiser Heinrichs II., der 1146 heilig gesprochen wurde, sowie “Partikel vom Kreuz Christi”. Nicht mehr zu sehen ist dagegen die Heiligblut-Reliquie, die bis in das 16. Jahrhundert ebenfalls bezeugt ist. Kaiser Heinrich II. förderte den Neubau des Basler Münsters, seine Skulptur befindet sich am Hauptportal des Münsters. Einer der größten Festtage der Stadt war daher auch der Heinrichstag am 13. Juli - und bewußt wählten die Basler diesen Tag, um im Jahr 1501 der Eidgenossenschaft beizutreten. Das 500jährige Jubiläum dieser Zugehörigkeit feiern die Basler 2001 mit zahlreichen Veranstaltungen - und der Ausstellung des Münsterschatzes als einem der Höhepunkte.
Neben den Reliquiaren bilden Monstranzen einen Schwerpunkt der Ausstellung, darunter die Hallwyl-Monstranz, die größte der fünf spätgotischen Turm-Monstranzen im Basler Münsterschatz, eine Anfang der 1490er Jahre gefertigte Silberschmiedearbeit.
Bei den liturgischen Geräten fallen neben Weihrauchfässern und Meßkelchen zwei sogenannte Korporalienladen ins Auge, annähernd quadratische mit rotem Samt überzogene Kästchen. Da der Materialwert gering ist, haben sich davon nur wenige Exemplare erhalten. Sie dienten einst zur Aufbewahrung des Tüchleins, auf das der Priester während der Wandlung den Kelch stellte. Die in Basel gezeigten Korporalienladen sind mit Samt beschlagen, die Innenseiten sind bemalt.
Abgerundet wird die Ausstellung in Basel durch einige Grabfunde, wie etwa die Grabkrone der im Münster bestatteten Königin Anna, der Gemahlin Rudolfs von Habsburg, oder den Ring aus dem Grab des Bischofs Johann von Venningen aus dem 13. Jahrhundert.
Quelle: Uwe A. Oster
weitere Informationen im Internet: www.bayerisches-nationalmuseum.de
Beste Grüße Nikolaj

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Eintrag #43 vom 09. Dez. 2001 17:28 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Ausstellung Kölner Elfenbein des MA

Mittelalterliche Meisterwerke der Elfenbein- und Goldschmiedekunst zeigt das Hessische Landesmuseum in Darmstadt ab dem 11. Dezember. Grundlage der Ausstellung sind Stücke aus den Beständen der Kölner Sammler Baron von Hüpsch (1730 bis 1805) und Alexander Schnütgen (1843 bis 1918). Ergänzt wird sie durch Objekte aus kirchlichem Besitz.
Viele der Kunstwerke kommen aus Kölner Werkstätten, unter anderem mehrere Jesus-Darstellungen auf Buchdeckeln, die um das Jahr 1000 entstanden. Aus dieser Zeit stammen auch zwei Darstellungen des Todes von Maria aus Byzanz. Neben Arbeiten mit Elfenbein werden außerdem Werke aus Email gezeigt, das im Mittelalter vor allem für Ornamente verwendet wurde. Die Stücke aus der Sammlung Alexander Schnütgen kommen aus Köln, wo dem Sammler ein eigenes Museum gewidmet ist. Die von Baron von Hüpsch zusammengetragenen Kunstwerke sind im Besitz des Hessischen Landesmuseums.
Beste Grüße Nikolaj

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Eintrag #42 vom 06. Dez. 2001 11:06 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Preußen

Hier mal eine nicht-ma-liche Ausstellung, sondern was für die Preußen-Darsteller:
Neuer Glanzpunkt für die Dauerausstellung
Mindener Preußen-Museum erwirbt die Krönungsgeschichte von Johann von
Besser
Nachricht vom 05.12.2001 Das Preußen-Jahr 2001 ist fast vorüber, doch im Preußen-Museum in Minden ergänzt ab jetzt die berühmte Bessersche Krönungsgeschichte von 1712 die Ausstellung. 1701, vor 300 Jahren, krönte sich Kurfürst Friedrich III. zum ersten König in Preußen. Der Staatsakt und die Festivitäten waren penibel vorbereitet worden, und pompöse Feierlichkeiten begleiteten diese Rangerhöhung. Den europäischen Staaten und den eigenen weitverstreuten Untertanen wollte Friedrich seinen Herrschafts- und Machtanspruch demonstrieren. Um dies den eigenen Zeitgenossen, aber auch der Nachwelt in Bild und Schrift zeigen zu können, wurde der königliche Zeremonienmeister Johann von Besser beauftragt, eine Geschichte der Krönungsfeierlichkeiten niederzuschreiben. Mit aufwändigen Kupferstichen Johann Georg Wolffgangs versehen, gibt diese ein eindrucksvolles Bild des Staatsaktes ab. Man feierte sich selbst und zielte auf eine entsprechende Außenwirkung.
Das Preußen-Museum konnte nun ein Exemplar der zweiten Auflage von 1712 aus Privatbesitz erwerben. Sie enthielt erstmals die kunstvollen Kupferstiche Wolffgangs und führte aller Welt nochmals Glanz und Gloria der Krönungsfeierlichkeiten vor Augen. Diese Ausgabe, eine von wenigen hundert, ist seit diesen Tagen in der Dauerausstellung des Museums zu sehen. ?Damit erhält der erste Teil unserer Dauerausstellung zum 18. Jahrhundert einen neuen Glanzpunkt?, freut sich Museumsdirektor Veit Veltzke. Gerade noch rechtzeitig zum Abschluss des Preußen-Jahres anlässlich der 300. Wiederkehr der Krönung bekommen die Besucher, die zur Zeit vor allem in den kürzlich eröffneten neuen Ausstellungsteil zum 19. und 20 Jahrhundert strömen, einen weiteren Anreiz, das Museum zu besichtigen.
Quelle: Preußenmuseum Minden
Beste Grüße Nikolaj

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Eintrag #41 vom 04. Dez. 2001 19:34 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Byzanz-Ausstellung

Hier ein Hinweis zu einer neuen Ausstellung, die verspricht ein neuer “Knüller” zu werden:
Das Licht aus dem Osten»: Byzanz-Ausstellung in Paderborn
Paderborn (dpa) - Einen Blick auf das wahre Gesicht des byzantinischen Imperiums, das vom 4. Jahrhundert an den östlichen Rand des Mittelmeeres prägte und weit nach Europa ausstrahlte, bietet vom 6. Dezember an das Erzbischöfliche Diözesanmuseum in Paderborn.
Bis zum 31. März ist die Ausstellung «Byzanz - Das Licht aus dem Osten» zu sehen, in der Museumschef Prof. Christoph Stiegemann auch eine «Ehrenrettung» für das häufig abschätzig angesehene Byzanz sieht. Immerhin habe es die tief in Antike und Christentum wurzelnde Zentralmacht am Bosporus verstanden, den Staat ein Jahrtausend lang lebendig zu erhalten.
Rund 350 Schaustücke vom goldenen Ohrring bis zum Bodenmosaik, von der unendlich kostbaren Handschrift bis zum schlichten Brustkreuz lassen das 1453 unter dem Ansturm der Osmanen untergegangene Staatswesen auferstehen, dem der Westen wichtige Anregungen für seine Renaissance, Osteuropa bis heute seine orthodox-religiöse Prägung verdankt. Die Exponate, zumeist rund 1000 Jahre alt und zumeist aus einer bedeutenden deutschen Privatsammlung stammend, dokumentieren die neue Kulturblüte nach dem Bildersturm und vor der Eroberung durch die «lateinischen» Kreuzritter im Jahr 1204.
Trotz großer Ausstellungen in Paris, London und zuletzt in New York gibt es «keinen Bereich europäischer Geschichte, der dem Bewusstsein des Gebildeten so fern ist wie Byzanz», konstatierte schon der Romanist Ernst Robert Curtius. Die jüngste Ausstellung, die erstmals auch den Alltag der Oströmer mit Textilien, ßllämpchen, Keramiken, Münzen und Gewichten darstellt, könnte in Paderborn Abhilfe schaffen. Schließlich schufen hier - einmalig auf deutschem Boden - bereits 1017 «griechische Bauleute» im Schatten des Domes eine heute noch bestehende, bestechend schöne kuppelgewölbte Kapelle.
In einer dezent an eine Kirche erinnernden Museumsinszenierung, in der auch ein syrischer Silberkelch des 6. Jahrhunderts glänzt, lenkt die große Mosaik-Ikone «Christus der Erbarmer» den Blick auf sich. Künstlerisch weitaus vollkommener aber ist eine aus winzigen Steinchen gesetzte, dramatische Kreuzigungs-Ikone, die in ihrer Sensibilität in nichts den zahlreichen bebilderten Handschriften in den Nachbarvitrinen nachsteht.
Durchaus diesseitige Musikanten-Szenen im Barberini-Psalter, einer kostbaren Leihgabe des Vatikans, oder die vielen Darstellungen Christi im Gewand griechischer Philosophen zeigen antikes Erbe. Abstrakte Ziermuster und Tierdarstellungen in einfachen Tonschalen machen aber auch die Nachbarschaft zum «bilderfeindlichen» Islam klar. Fingerringe, Armreifen, Gürtelschnallen und Ohrringe, übersät mit Kreuz- und Christuszeichen, waren Zierde und Amulett zugleich und erscheinen ganz aktuell eher wie «Modeartikel» und nicht als Zeichen wirklicher Frömmigkeit.
(Internet: www.byzanz2001.de)
Beste Grüße Nikolaj

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Eintrag #40 vom 04. Dez. 2001 19:45 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Klingenmuseum

Das Deutsche Klingenmuseum (Klosterhof 4, 42653 S.-Gräfrath, www.klingenmuseum.de) zeigt vom 21.4. bis 25.8.2002 eine Demonstration des schwedischen Schwertschmiedes Peter Johnsson aus Uppsala, der handgeschmiedete Schwerter nach historischen Vorlagen fertigt.
Hierzu der Info-Text des Museums: “Seine Arbeit basiert auf Studien von Originalen in Museen und Sammlungen. Im Deutschen Klingenmuseum hat er sich mit den verschiedenen Merkmalen eines Schwertes aus dem 12. Jahrhundert befasst. An Hand verschiedener Entstehungsstufen im Herstellungsprozess dieser Blankwaffe offenbart die Ausstellung die Geheimnisse des historischen Schwertschmiedens”.
Klingt m.E. sehr interessant!
Beste Grüße Nikolaj

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Eintrag #39 vom 08. Nov. 2001 20:14 Uhr Barbara (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Barbara eine Nachricht zu schreiben.

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Das Programm von ca. 8000 Museen aus Deutschland, ßsterreich und der Schweiz ist zu finden unter:
www.webmuseen.de
Viel Spaß!
Barbara, M.A. circuli amicorum

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Eintrag #38 vom 05. Nov. 2001 15:33 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Hunde

Noch ein Hinweis auf eine - im wesentlichen zwar nicht das MA betreffende, aber m.E. nichtsdestoweniger interessante Ausstellung:
Wölfe, Opferhunde, Karrenköter
Berliner Hundeleben von der Eiszeit bis heute ? Ausstellung der Naturwissenschaftlichen Sammlungen des Stadtmuseums
Nachricht vom 04.11.2001 In Berlin leben mehr als 100000 Haushunde; weltweit sind es einige hundert Millionen. Seit der letzten Eiszeit sind Mensch und Wolf, der Ahne des Haushundes, eine enge Verbindung eingegangen. Die Sonderausstellung der Naturgeschichtlichen Sammlungen des Stadtmuseums Berlin (Schloßstraße 69a, 14059 Berlin) zeichnet die Geschichte dieses gemeinsamen Weges von Mensch und Hund nach. Inszenierungen zeigen im späteiszeitlichen Berliner Raum sowie erste Hunde in der Mittel- und Jungsteinzeit. Berliner Funde germanischer Hundebestattungen beleuchten die Rolle des Hundes zu Beginn unserer Zeitrechnung; eine Auswahl Berliner Hundesteuermarken aus dem 19. Jahrhundert illustriert den Versuch der Obrigkeit, die ständig wachsende Zahl von Hunden in der Stadt einzuschänken.
Nicht fehlen dürfen die Karrenhunde, die im Berliner Transportwesen eine bedeutende Aufgabe erfüllten. So zeigt die Ausstellung zeitgenössische Ansichten der Berliner Milchfuhren. Aber auch die unterschiedlichen Rollen der Hunde im Berlin von heute sowie die aktuellen Probleme mit Hunden in der Stadt werden beleuchtet: Hunde als Helfer, als Sozialpartner, als Therapeuten und Wirtschaftsfaktor, aber auch als ?Waffen? und Umweltverschmutzer.
Mit einer Fülle von Objekten ? Dermoplastiken, Rekonstruktionen, Fossilien, künstlerischen Darstellungen (Gemälde, Graphiken, Fotos, Erzeugnisse der Königlich Preußischen Eisengießerei), Hundeausstellungsmedaillen etc. ? zeigt diese Sonderausstellung aus den Sammlungen des Stadtmuseums den ?Freund des Menschen? auf interessante und vergnügliche Weise.
Quelle: Stiftung Stadtmuseum Berlin
Beste Grüße Nikolaj

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Eintrag #37 vom 28. Okt. 2001 10:25 Uhr Timm (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Timm eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Otto der Große

Hier der Link zur Ausstellung “Otto der Große” www.ottodergrosse.de
Pax, Timm

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Eintrag #36 vom 26. Okt. 2001 09:52 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht "Marksteine" in Potsdam

Die Ausstellung “Marksteine. Eine Entdeckungsreise durch Brandenburg-Preußen” im Kutschhaus in Potsdam ist zwar nicht mehr ganz neu, aber dafür durchaus empfehlenswert und läuft noch bis Mitte November. Für uns “Mittelalterliche” ist insbesondere die oberste Etage mit vielen aufschlußreichen Exponaten zur Geschichte Brandenburgs vom Früh- bis ins Spätmittelalter sehr interessant!
www.marksteine.de
Ruth

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Eintrag #35 vom 25. Okt. 2001 11:02 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Und noch ne Ausstellung ...

Noch ein Hinweis auf eine Museumsveranstaltung = Ausstellung, die diesmal auch inhaltlich zeitlich näher liegt:
Vom 4. Mai bis 3. November 2002 veranstaltet das Städtische Museum Zittau die Ausstellung “Welt-Macht-Geist. Das Haus Habsburg und die Oberlausitz 1526-1635”. Die Stadt Zittau verfolgt mit dieser international ausgerichteten Ausstellung zwei Hauptziele. Zum einen möchte sie auf sich und ihre Umgebung aufmerksam machen, zum anderen soll ihre bedeutende und spannende Geschichte mehr Bekanntheit erreichen.
Die 28000 Einwohner zählende Stadt liegt im östlichen Zipfel Sachsens, unmittelbar an der EU-Außengrenze zu Polen und Tschechien, sie gehört zur Region Oberlausitz. ßber Jahrhunderte war die Oberlausitz eine Drehscheibe für Handel, Verkehr und Kultur im Herzen Europas. Mit der Ausstellung “Welt-Macht-Geist” möchte Zittau an diese Tradition anknüpfen.
Die Habsburger stellten von 1438 bis 1806 römisch-deutsche Könige und Kaiser, sie erbten durch eine geschickte Heiratspolitik Burgund, die Niederlande, Spanien, Ungarn und 1526 auch Böhmen. Die Herrschaft über Böhmen schloß die Macht über die reichsten und fortschrittlichsten Regionen Mitteleuropas - Mähren, Schlesien, Nieder- und Oberlausitz - ein. Die Oberlausitz wurde so Teil eines übernationalen Staatsgebildes mit dynastischer Spitze. Bis 1635 hatten die Habsburger in der Region die Landesherrschaft. Aus dieser Zeit gibt es zahlreiche kulturhistorisch wertvolle Zeugnisse. Die Stadt und der Landkreis Zittau sowie der Freistaat Sachsen haben es sich zur Aufgabe gemacht, aus diesen eine Auswahl zu präsentieren.
Mehr als 60 bedeutende Museen, Kunstsammlungen, Archive, Bibliotheken und Kirchen aus Deutschland, Polen, Tschechien, ßsterreich, Ungarn, den Niederlanden und Belgien beteiligen sich mit hochwertigen Leihgaben an der Ausstellung. Die Exponate werden in dem denkmalgerecht rekonstruierten Heffterbau präsentiert. Dieser Spätrenaisssancebau gehört zu den Schmuckstücken Zittaus und bietet auf drei Etagen und 840 Quadratmetern Ausstellungsfläche einen passenden Rahmen für diese bedeutende Exposition. Es wird ein ßberblick über die politische, wissenschaftliche und kulturelle Entwicklung des Königreichs Böhmen gegeben.
Zu den herausragendsten Exponaten gehören das Totenbild Kaiser Maximilians I., ein Säbel Sultan Suleymans, die astronomische Uhr Kaiser Maximilians II.oder das Kleine Zittauer Fastentuch.
Quelle: Nathalie Andries
Weitere Informationen im Internet: www.zittau.de
Beste Grüße Nikolaj

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Eintrag #30 vom 01. Okt. 2001 13:21 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Fragezeichen

Stelle gerade fest, dass aus mir unbekanntem Grunde bei der ßbertragung meines Textes die Anführungs- zu Fragezeichen umgewandelt worden sind.
Damit diese nun nicht zu viele Fragen aufwerfen, bitte alle ? für " lesen, dann stimmt es wieder.
Sorry!
Beste Grüße Nikolaj

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Eintrag #29 vom 01. Okt. 2001 10:46 Uhr Nikolaj Thon  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Nikolaj Thon eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Agincourt

Die Schlacht von Azincourt ? oder Agincourt, wie der Ort auf Englisch gewöhnlich genannt wird ? am St. Crispinus Tag (24. Oktober) 1415 zählt wohl zu den bekanntesten des Hundertjährigen Krieges, nicht zuletzt durch die frühe Glorifizierung in Shakespeare?s ?Henry V?, der durch die zahlreichen Verfilmungen, darunter diejenige von Sir Laurence Olivier mit ihrer grandiosen Schlachtendarstellung, wohl bekannter ist denn als Bühnenstück.
Der ?Triumph of the Longbow? hat immer wieder Interessenten gefunden ? und kann jetzt in einem neuen Museum bewundert werden, dass die etwa eine knappe Fahrtstunde von Calais bei Abbeville liegende Gemeinde Azincourt errichtet hat.
Schon 1982 hatten der örtliche Lehrer Delclusse und seine Frau in der Dorfhalle eine Ausstellung eingerichtet, die jetzt ? wesentlich erweitert ? in einem neuem Zentrum ihre Heimstatt gefunden hat.
So gibt es jetzt lebensgroße Modelle von Rittern und ihren Pferden zusammen mit Reproduktionen von Waffen und Rüstungen der Zeit zu sehen; interaktive Displays ermöglichen es dem Zuschauer, einen Blick durch den Sehschlitz einer Rüstung zu tun oder einen starken Langbogen zu spannen. Am Ende des Rundgangs zeigt eine ?Son et lumiere?-Schau die Schlacht.
Das Zentrum ist täglich von 9-18 Uhr geöffnet; der Eintrittspreis beträgt FF 40,- für Erwachsene und FF 30,- für Kinder.
Zur Eröffnung waren namhafte Kenner der Militärgeschichte des 15. Jahrhunderts gekommen, darunter der führende Experte Frankreichs für mittelalterliche Militärgeschichte, Professor Philippe Contamine von der Sorbonne, und der britische Schauspieler Robert Hardy, der ja nicht nur als ?Dr. Siegfried? aus der Verfilmung von ?All animals great and small? (dt. Titel: ?Der Doktor und das liebe Vieh?) bekannt ist, sondern auch als der Experte für die Geschichte des Langbogen (und Autor des gleichnamigen Standardwerkes!).
Mit besten Wünschen Nikolaj

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Eintrag #25 vom 25. Jul. 2001 22:11 Uhr Barbara (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Barbara eine Nachricht zu schreiben.

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Burg Sommeregg in Kärnten. Die Internet-Adresse:
www.folter.at
Barbara

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Eintrag #23 vom 04. Jul. 2001 22:55 Uhr Barbara (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Barbara eine Nachricht zu schreiben.

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Der Jakobsweg im Internet! Infos über den Jakobsweg gibt es auf Spanisch und Englisch (vielleicht bald auch auf Deutsch?) unter: www.caminosantiago.de Auch zum Thema: Der Jakobsweg mit dem Fahrrad und zu Pferd. Außerdem praktische Ratschläge, ;-) Hotels, Campingplätze, Transport usw. Barbara
M.A. circuli amicorum

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Eintrag #3 vom 07. Sep. 2000 22:44 Uhr Larissa Fröhlich   Nachricht

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Nun auch meinen Beitrag zu diesem Thema: www.uni-tuebingen.de/mittelalter/veran/museum1.htm Ich versuche es, so aktuell wie möglich zu halten, klappt nicht immer, doch ich hoffe, es ist eine Hilfe
Grüße aus Tübingen

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