Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Ostfranken 1005

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Eintrag #1 vom 07. Jul. 2005 20:51 Uhr Andreas Weick  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Weick eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
ich bin noch relativ neu in der Szene und möchte die Darstellung eines ostfränkischen Ministerialen/Meier anno 1005 beginnen. Schreibt mir bitte, wenn ihr Infos über diese Darstellung habt (vor allem im Bezug von Gewandung und Alltag eines Ministerialen)
Andreas der Wigan

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Eintrag #2 vom 08. Jul. 2005 12:03 Uhr Karen Thöle  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Karen Thöle eine Nachricht zu schreiben.

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“Ministeriale” ist ein weiter Begriff, auch wenn er hier zunehmend beliebter wird. ßbersetzt bedeutet er zunächst mal Dienstmann, besagt also nur etwas über das Verhältnis zu seinem Herrn, nicht über seine Tätigkeiten.
Das “capitulare de villis” z.B., eine Verordnung über die Verwaltung von Königsgütern der Karolingerzeit, vermutlich 9. Jahrhundert (also etwas zu alt für Dich), benutzt den Begriff im Zusammenhang mit ganz verschiedenen Aufgabenbereichen: dem “judex” (der die Oberaufsicht über mehrere Königsgüter hatte), dem Meier, Kellerer, Vogt; den verschiedensten Handwerkern, die ein “judex” in seinem Amt haben sollte; auch dem Seneschall und Schenk, die wiederum den “judices”, Kellerern und Vögten Weisungen erteilen können.
Also schon in einem Dokument drei hierarchische Stufen. Der Kleidungsaufwand eines Ministerialen richtet sich sicherlich auch nach der Stufe in dieser Rangordnung. Ein Seneschall oder Schenk, der sich ständig in der Umgebung des Königs aufhielt, war sicherlich prächtiger gekleidet als ein Handwerker irgendwo auf dem Lande.
Da ist der Meier schon konkreter. Da läßt sich bestimmt was drüber finden.
Bis denn
Karen Thöle
PS: Wir hatten doch irgendwo auch schon mal einen Ministerialen-Thread?

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Eintrag #3 vom 08. Aug. 2005 19:37 Uhr Andreas Weick  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Weick eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Tunika lang oder kurz?

Vielen Dank für die Info, hat mir erstmal sehr geholfen, doch wie sieht es konkret in der Kleidung um die Zeit aus? Wurde die Tunika wie bei den Wikingern bis kurz übers Knie getragen oder gab es auch schon längere Varianten? Hose + Beinwickel oder Bruche + Beinlinge? Gibts Bücher mit Funden oder Abbildungen?
Andreas der Wigan

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Eintrag #4 vom 20. Aug. 2005 22:13 Uhr Andreas Weick  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Weick eine Nachricht zu schreiben.

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Hab ich mich irgendwie zu kompliziert ausgedrückt, oder wieso schreibt keiner zurück? Ich möchte eine wirklich ernsthafte Darstellung betreiben und da ist das Internet nunmal ein praktischer und kostengünstiger Informationspool?
Also wo seid ihr Experten?
Andreas

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Eintrag #5 vom 21. Aug. 2005 01:33 Uhr Anna (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Anna eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Andreas,
ich kenne mich jetzt speziell mit Ostfranken nicht aus, aber mit großartigen regionalen Abgrenzungen sieht es eh etwas Mau aus zu der Zeit, wie ich hier gelesen habe.
Ein Buch, das ich Dir im Zusammenhang mit der Kleidung sehr ans Herz legen kann ist “Die Kleidung nach Quellen des frühen Mittelalters” von Mechthild Müller (ISBN: 3110172194). Kostet leider 128 - und ist daher eher ein Fall für die Bibliothek.
Und natürlich steht auch nicht jeden beliebige Antwort in dem Buch, man denkt manchmal, man weiß gar nichts ;-(
Es ist aber auch ein Anhang mit vielen Abbildungen dabei, die einem eine sehr gute Vorstellung von der Mode vermitteln.
Zu der Hose äußere ich mich nur vorsichtig, ich denke es waren noch Hosen und keine Beinlinge.
Die Tunicae wurden um die erste Jahrtausendwende nach byzantinischem Vorbild auch für die Männer langsam länger. ßltere Männer trugen häufiger lange Tuniken als jüngere (frag mich aber nicht, wo man da die Grenze zieht).
Und nicht böse sein, manchmal dauern Antworten hier eben ein bißchen ;-)
Liebe Grüße, Anna

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Eintrag #6 vom 21. Aug. 2005 01:36 Uhr Anna (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Anna eine Nachricht zu schreiben.

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Ach ja, die Aussage über die Tuniklänge insbesondere im Zusammenhang mit dem Alter der Männer stammt aus der “Geschichte des Kostüms” von Erika Thiel (gibt aber für die genannte Zeit nicht wirklich viel her) - ich will doch die Quellenangabe nicht vergessen!
Liebe Grüße, Anna

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Eintrag #7 vom 28. Aug. 2005 23:03 Uhr Andreas Weick  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Weick eine Nachricht zu schreiben.

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Danke, hat mir zumindest mal ein Stück weitergeholfen…
Andreas

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