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Eintrag #1 vom 02. Aug. 2006 22:25 Uhr Markus Zwittmeier  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Markus Zwittmeier eine Nachricht zu schreiben.

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Seit geraumer Zeit suche ich Informationen über die Pfalz Tribur, dem heutigen Ort Trebur.
Ausser diverser Litaratur über die Salier,Ottonen besitze ich auch die lokale Literatur, aber bei der ist es so wie immer: nur die üblichen Infos sind zu finden.
Laurentius Kirche = möglicher Standort der Pfalzkapelle, ehemalige Marienkirche = möglicher Standort der Aula Regia…
Und da verließen sie ihn…
Vielleicht kann mir geholfen werden.
1. Gibt es Literatur speziell über die Salier/Ottonen in Trebur, bzw. über die Pfalz Tribur
2. Dank Google Earth oder Google Map kann man sehr gut an den aktuellen Gebäuden die Form der Pfalz Ingelheim erahnen (Halbrund nach Osten). Für Trebur ergibt sich ein ähnliches Bild: ein Halbrund im Süden des möglichen Pfalzbezirkes abgegenzt durch den Bachverlauf.
Inwieweit kann man solche Bilder nutzen um auf möglche Bebauung Rückschlüsse zu ziehen?
Danke, Markus

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Eintrag #2 vom 03. Aug. 2006 22:51 Uhr Michael Hammes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Michael Hammes eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
in Mainz gibt´s das Institut für Vor- und Frühgeschichte mit umfangreicher Bibliothek:
www.archaeologie.geschichte.uni-mainz.de
Außerdem gibt´s in Mainz das historische Seminar, mit umfangreicher Bibliothek:
www.uni-mainz.de/FB/Geschichte/Bibliotheken.html
Einfach mal vorbeigehen und nachfragen. Ich bin mir sicher dort gibt es weitere Info´s.
Luftbilder sind natürlich grundsätzlich geeignet im Boden versteckte Befunde(Mauern, Gräben usw.) zu sehen. Allerdings muss man zur rechten Zeit ein Foto machen. Die Bilder von Google Earth scheinen mir im Fall Trebur wenig geeignet.
Michael Hammes

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Eintrag #3 vom 03. Aug. 2006 23:37 Uhr Markus Zwittmeier  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Markus Zwittmeier eine Nachricht zu schreiben.

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Erst mal ein Dank für die Links und Tipps. Ich werde in Mainz mal nach hacken ob dort mehr Infos bekannt sind.
Zum Anderen, die Problematik bei Luftbild-Archäologie ist mir bekannt. Vermindertes Wachstum durch verdichteten Boden. Aber das Problem hier ist das der Bereich seit Aufgabe der Pfalz dauerhaft bebaut ist, wobei der größte Teil der aktuellen Fachwerkbauten dort hauptsächlich aus dem 18./17.Jhd.(vereinzelt auch 16 Jhd.) stammt und angeblich auf Fundamenten aus früherer Zeit steht, wie die die Jungenschule/Marienkirche.
www.idmk.de/konrad/[…]/koenig_konrad_in_trebur_2.h[…]
ßbrigens wurde nach Neuverlegung von Rohren etc. nach Funden im Straßenbild die Apsis der Marienkirche nachgebildet
Markus

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Eintrag #4 vom 04. Aug. 2006 21:21 Uhr Baerbel Hammes  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Baerbel Hammes eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Markus, hallo Michael,
ich glaube ihr habt, was die Luftbilder angeht, ein wenig aneinander vorbei geredet.
Markus, Du meintest doch wahrscheinlich, dass die rezente Bebauung im mutmaßlichen Pfalzbezirk in Trebur einen Halbkreis beschreibt. Das kann man tatsächlich sehen und wird im Süden Richtung Bach noch durch die Vegetation (Bäume) unterstützt.
Die ßhnlichkeit zum Pfalzbezirk in Ingelheim ist schon da. Dort unterstützt aber die Straßenführung noch den Halbkreis der Häuser, was vom Luftbild her, in Trebur wohl nicht der Fall ist.
Daraus direkt zu schließen, dass er in Trebur die südliche Grenze des Pfalzbezirks beschreibt, wäre aber sehr wage. Da solltest Du weiter forschen, ob sich das bestätigen läßt.
Versuche doch mal an (alte) Kataster von Trebur zu kommen. Würde mich nicht wundern, wenn in diesem Bereich die Grundstücke der Halbkreisform folgen. Das wäre zwar ein starker Hinweis - aber mit einer weiteren Interpretation wäre ich erst mal vorsichtig.
Michael meinte mit Sicherheit Luftbilder von den ßckern rund um Trebur. (Normalerweise sucht man die ßcker nach Spuren von Bodendenkmälern ab.) Und da ist tatsächlich nichts Auffälliges zu sehen.
Das mit den Luftbildern ist übrigens ein wenig komplizierter (“verdichter Boden” trifft es nicht so ganz ;-) ) und das hat mein Bruderherz so lapidar mit “zur richtigen Zeit ein Foto machen” umschrieben. Da muss schon die Bepflanzung, Jahres- und Tageszeit, Lichteinfall, Bodenfeuchtigkeit usw. stimmen, damit sich auf Luftbildern überhaupt erkennbare Strukturen abzeichnen (von ehemaligen Straßen und Wegen mal abgesehen). Man kann 50 Bilder von einem Ort zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen haben und erst auf dem 51. stimmen die Bedingungen, so dass man das Bodendenkmal erkennt.
Ich habe mal einige Regionen in Google Earth genauer unter die Lupe genommen. Zum Glück sind dort die Bedingungen überwiegend so, dass man nichts erkennen kann. Viele Bodendenkmäler, die wir von anderen Luftbildern kennen (wo sie überdeutlich zu sehen sind), bleiben bei den Aufnahmen von Google Earth gänzlich verschwunden. - Zum Glück, denn es wäre eine Katastrophe für den Denkmalschutz, wenn sie für jeden zugänglich im Internet (mit genauen Koordinaten) zu entdecken wären. (Wir haben in Deutschland auch so schon genug Probleme mit illegalen Grabungen).
Viel Spaß und Erfolg bei Deiner weiteren Recherche
Grüße
Bärbel

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Eintrag #5 vom 06. Aug. 2006 22:35 Uhr Markus Zwittmeier  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Markus Zwittmeier eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo Bärbel,
Hast recht, damit was ich meinte, hatte mich auch im Eifer endlich etwas zu finden, einwenig undeutlich ausgedrückt.
In alten Plänen (18. Jhd.) ist das Halbrund auch zu sehen, aber ich werde mich erstmal nicht mal weiter aus dem Fenster lehnen. ;-)
Dank Michaels Links habe ich einige Bücher gefunden (die auch in meiner Nähe zu Verfügung stehen)die mir vielleicht etwas mehr Information bietet können.
Werde, wenn ich es diese Woche noch in die Bibliotheken schaffe, auch etwas dazu schreiben.
Ich denke Intresse dazu besteht.
Gruß und Dank
Markus
Markus

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Eintrag #6 vom 10. Aug. 2006 16:35 Uhr Markus Zwittmeier  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Markus Zwittmeier eine Nachricht zu schreiben.

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Ok ich hab mich wohl zu weit aus dem Fenstergelehnt:
“Die Bauten der Pfalz gruppierten sich im südöstlich höchstgelegenen Teil des Dorfes um die Laurentiuskirche. Das Areal bildete wahrscheinlich einen Rechteck von ca. 200 x 100m (Ausmaße einer für die fränkische Zeit typischen Hofanlage) und wurde im Süden durch den ”Steilabfall“ zum Schwarzbach, im Westen vermutlich durch die noch erkennbare künstliche Geländeabstufung begrenzt. Die Ausdehnung nach Norden und Nach Osten ist noch in einigen im Ortsplan deutlich hervortretenden Grundstücksgrenzen erkennbar”
aus Trebur Geschichte u. Geschichten Gesellschaft für Heimat und Geschichte Trebur e.V 1998
Was interresant ist das für die Pfalz mal wieder “praktisches Recycling” betrieben wurd. Der römische Burgus nahe dem Nachbarort Astheim und der daraus später entstandene allemanisch-fränkische Adelshof wurden wohl als Steinbruch für die Pfalz genutzt
idw-online.de/pages/de/news69443
Markus

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