Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Plissieren

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Eintrag #1 vom 15. Jan. 2002 18:35 Uhr Nathalie Sievert   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht Plissieren, wie geht das?

Hallo zusammen!
Hat vielleicht jemand Informationen über das Plissieren von Stoffen im FMA? Zum Glätten hat man gläserne Glätt- oder Gniddelsteine benutzt, aber womit wurde plissiert? Gab es schon Plissiereisen oder ähnliches?
Im voraus vielen Dank
Liebe Grüße, Thordis

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Eintrag #2 vom 16. Jan. 2002 00:22 Uhr Thorsten (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Thorsten eine Nachricht zu schreiben.

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Moin Nathalie,
ich kenne an plissierten Stoffen nur die Wikinger-Tuniken bei den Birka-Funden und in etwa die Pluderhosen bei den Haithabu-Funde.
Inga Hägg hat dazu eine Theorie, wie die Plissierungen hergestellt wurden, die heutzutage noch von den Navajos verwendet wird. Und zwar wird das Material nach dem Waschen, während es noch nass ist fest zusammengedreht und so trocknen gelassen. Nach dem Trocknen hat der Stoff eine “unechte” Plissierung.
Leider kann ich nicht mehr genau sagen, aus welchem Buch das stammt und auch nicht mehr, ob das nur auf Leinen- oder Wollfunde zutrifft, meine aber, das wären ihre Abhandlungen zu den Te4xtilfunden in Birka gewesen.
Hoffe, Dir etwas geholfen zu haben, vielleicht kannst Du das ja mal an Stoffresten ausprobieren.
Thorsten

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Eintrag #3 vom 09. Feb. 2002 21:54 Uhr Beate Husemann   Nachricht

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Seit einigen Jahren betreibe ich Ahnenforschung und konnte Porträts der Vorfahren aus dem 16. und 17. Jahrhundert erhalten. Diese trugen sehr interessante Kleidung, wie man es eben auch aus Geschichtsbüchern kennt. U.a. eine sogenannte Mühlsteinkrause (auch Dutte, Kröse, Fraise und Pulchinelle. Die Mühlsteinkrause ist ein plissierter weißer Leinenkragen der Mode des 16. Jahrhunderts.
Frage: Wer weiß wie dieser Kragen gewaschen, gebügelt und plissiert wurde?
ßber eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank im voraus

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Eintrag #4 vom 10. Feb. 2002 10:11 Uhr Dirk Rabenschlag   Nachricht

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Hi,
soweit ich weiß, hatten zumindest die großen Halskrausen im 16. Jhdt. immer ein Drahtinlay. Die Quelle find ich jetzt gerade allerdings nicht.
Was Waschen, Bügeln usw. angeht, wendest Du Dich am besten mal an einen ev. Hamburger Pfarrer und fragst, wie das seine Frau macht (Ich hatte mal ein ähnliches Problem und hab mich dann an eine Herstellerin dieser Krausen gewandt. Die erzählte mir, daß die Dinger wie wild gestärkt würden, weshalb man in Hamburg auch ungern bei Regen beerdigt. Da hat der Pfarrer dann nämlich regelmäßig nach kurzer Zeit etwas um den Hals, was eher an einen Welken Kopfsalat als an eine Halskrause erinnert.
Bis denn
Dirk

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Eintrag #5 vom 11. Feb. 2002 09:17 Uhr Dietrich (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Dietrich eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Das Erbe

Hallo Beate,
es gibt ein hervorragend illustriertes Buch über die von Dir genannte Zeit von einem niederländischen Autor namens Poortvlied; voller Name und ISBN habe ich leider nicht zur Hand, kann sie aber nachliefern.
In diesem Buch handelt ein komplettes Kapitel von der zeitgenössischen Kleidung, in allen Details beschrieben und illustriert; es wird dort auch die Entstehung und der Aufbau des von Dir gesuchten Kragens beschrieben.
Dietrich

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Eintrag #6 vom 11. Feb. 2002 10:51 Uhr Ruth (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Ruth eine Nachricht zu schreiben.

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wenn ich das mal ergänzen darf:
Rien Poortvliet. Das Erbe. Parey Verlag.
Ein herrliches Buch, sehr zu empfehlen!
Gruß,
Ruth

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Eintrag #7 vom 20. Mrz. 2002 10:52 Uhr Nathalie Sievert   Nachricht

nach oben / Zur Übersicht plissieren...

Nochmal zum Thema plissieren im Frühmittelalter:
Zunächst danke an Thorsten, ich habe die von dir genannte Methode ausprobiert, aber leider wurde es bloß knitterig, vielleicht habe ich es aber auch nicht richtig gemacht…
Inzwischen hat mir jemand erzählt, daß die Stofffalten genäht und anschließend mit gläsernen Glättsteinen gebügelt wurden.
Wie genau das vor sich ging, konnte ich aber leider noch nicht herausfinden. Wurde der Stoff in nassem Zustand bearbeitet, oder wurden diese sogenannten Gniddelsteine erhitzt (aber dabei wären sie doch geknackt??)Und wie wurde der Stoff gefältelt? Hat das schon mal jemand ausprobiert und kann mir Tips fürs Nähen geben? Und zu guter Letzt: Kann man heute noch irgendwo so einen gläsernen Glättstein bekommen?
Vielleicht weiß ja doch jemand näheres.
PS: Es geht um Kleidungsfunde aus Birka, wen es näher interessiert - hier sind ein paar Zeichnungen zu sehen: www.vikings.ndirect.co.uk/resources/dress.htm
Im Voraus vielen Dank!
Liebe Grüße, Thordis

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Eintrag #8 vom 04. Mai. 2009 19:15 Uhr Ulrich Bauer  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Ulrich Bauer eine Nachricht zu schreiben.

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Ich weiß nicht ob noch Interesse an dem Thema besteht. Tatsache ist, dass im Mittelalter durch anfeuchten und pressen bis der Stoff trocken war (nicht dauerhaft) Plissiert wurde.
weitere Infos per e-Mail. Professor

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Eintrag #10 vom 05. Mai. 2009 08:57 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Prima, dass das Tatsache ist.
Schön wäre es aber, diese Tatsachen offen- und nicht per Mail, hier im Forum, wofür es nebenbei auch da ist, zu posten.
Sonst kommt mir bei dem Themenkomplex noch der Gedanke an heisse Luft ;)

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Eintrag #11 vom 07. Mai. 2009 08:41 Uhr Tobias (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Tobias eine Nachricht zu schreiben.

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Hallo,
Google 8. Eintrag:
www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?[…]
Mit einem kleinem Filmchen, wie ein Glättstein benutzt wurde.
Natürlich kein hoch wissenschaftlicher Beitrag, aber vielleicht mal interessant für diejenigen, die sich das Ganze nicht so recht vorstellen können.
Meine Oma hat den übrigens noch in ihrer Kindheit “bei alten Leuten” gesehen.
Der gezeigte Stein ähnelt einigen Originalfunden aus dem Spätmittelalter sehr.
(Zb Spätmittelalter am Oberrhein)
Es gibt solche Steine mit etwas Glück und Suchen u.A. im Civilwar-Zubehör.
Gruß, Tobias

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Eintrag #12 vom 07. Mai. 2009 10:14 Uhr Jens (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Jens eine Nachricht zu schreiben.

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Gabs schon bei den Wikis ;) Inklusive Bügelbrett :D
www.stringpage.com/viking/board.html
www.hunterian.gla.ac.uk/education/[…]/linen_smooth[…]
Und freilich schon- wen wunderts- bei den ‘ömern.
Dokument mit ein paar Fundbeispielen:
www.romanglassmakers.co.uk/pdffiles/linensmoothers.pdf
Weitere:
www.museumoflondon.org.uk/ceramics/[…]/subcategory[…]?[…]
Allerdings macht man die teils schon warm, manche kann man mit heissem Wasser füllen.
Gibt aber auch ein paar Funde aus Eisen.
Gibts auch ein Thema:
[Taverne, Thread: Waschen und Bügeln im MA?]

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Eintrag #13 vom 14. Jul. 2009 18:08 Uhr Tobias Bieder  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Tobias Bieder eine Nachricht zu schreiben.

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Also ich bin mir ziemlich sicher daß es schon gemacht wurde, da es aus dem griechischen und ägyptischen Raum Überlieferungen gibt, das man Kleider so getragen hat. Ob dieses Wissen allerdings bis ins Mittelalter erhalten blieb, weiß ich nicht. Es dürfte nicht ganz einfach sein. Hier de.wikipedia.org/wiki/Plissee_(Stoff) findet man eine Anleitung wie man es machen kann, klingt allerdings kompliziert, aber probieren geht über studieren. ;-)

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Eintrag #14 vom 15. Jul. 2009 01:40 Uhr Andre Henning  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andre Henning eine Nachricht zu schreiben.

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1. Warum bist Du Dir ziemlich sicher? Deiner Formulierung entnehme ich, dass Du es nicht mal selbst versucht hast.
2. Wikipedia finde ich toll. Aber nicht als Quelle.
3. Was hat die Mittelmeerraumantike mit dem mitteleuropäischen Mittelalter zu tun?

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