ich finde Dein Vorhaben sehr gut, da absolute Währungsangaben sehr unanschaulich sind und keinen Vergleich erlauben.
Es gibt aber ein Maß, das in jeder Zeitepoche und an jedem Ort gültig ist, nämlich die Arbeitszeit, die durchschnittlich aufgewendet werden muß, um einen Gegenstand herzustellen oder eine bestimmte Menge Rohstoff zu fördern.
Steigt die Produktivität, so wird die Ware weniger wert.
Kommt durch Eroberungen (weniger “Arbeitszeit” als schürfen) mehr Silber ins Land, so sinkt sein Wert als Tauschmittel. Werden mechanische Webstühle entwickelt (=mehr Ware in gleicher Zeit) und die Nahrungsmittelproduktion bleibt zeitaufwendig, so verhungern die Handweber.
Auf diese Weise lassen sich Werte durch die Zeiten hindurch anschaulich vergleichen. Das kann man ruhig mal auf heute anwenden: Wie lange braucht ein Schmied, um ein Schwert zu schmieden? Wie lange muß ich arbeiten, um meine Miete zu bezahlen? Wieviel Arbeitszeit steckt in einem modernen und in einem mittelalterlichen Brot?
Eine genaue Tabelle ist wahrscheinlich nur über den Umweg des Vergleichs mit allgemeinen Waren möglich, deswegen ist Deine Silbermethode bestimmt gut geeignet.
Ich glaube, Du hast da den falschen Ansatz genommen, wenn Du das über die Silberpreise machen willst.
Vernünftige Vergleichswerte kannst Du nur erhalten, wenn Du was über die Einkommen weißt und einen “Warenkorb” gegenrechnest. Es ist ja nicht nur so, daß Sachen teurer/billiger waren als heute. Wenn das ganze Preisgefüge anders ist, kann man nur dann einigermaßen vergleichen, wenn man die gesamten Ausgaben von Otto Normalverbraucher mit seinem Einkommen vergleicht.
Daß direkte Vergleiche nichts bringen, merkt man eigentlich schon, wenn man Preise in der DDR und der Bundesrepublik vor 15 Jahren vergleicht. Da stimmt keine Relation.