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Eintrag #4 vom 12. Nov. 2003 10:35 Uhr Andreas Mörl  Profil   Nachricht Bitte einloggen, um Andreas Mörl eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht gute Idee

Hallo Steffen,
ich finde Dein Vorhaben sehr gut, da absolute Währungsangaben sehr unanschaulich sind und keinen Vergleich erlauben.
Es gibt aber ein Maß, das in jeder Zeitepoche und an jedem Ort gültig ist, nämlich die Arbeitszeit, die durchschnittlich aufgewendet werden muß, um einen Gegenstand herzustellen oder eine bestimmte Menge Rohstoff zu fördern.
Steigt die Produktivität, so wird die Ware weniger wert.
Kommt durch Eroberungen (weniger “Arbeitszeit” als schürfen) mehr Silber ins Land, so sinkt sein Wert als Tauschmittel. Werden mechanische Webstühle entwickelt (=mehr Ware in gleicher Zeit) und die Nahrungsmittelproduktion bleibt zeitaufwendig, so verhungern die Handweber.
Auf diese Weise lassen sich Werte durch die Zeiten hindurch anschaulich vergleichen. Das kann man ruhig mal auf heute anwenden: Wie lange braucht ein Schmied, um ein Schwert zu schmieden? Wie lange muß ich arbeiten, um meine Miete zu bezahlen? Wieviel Arbeitszeit steckt in einem modernen und in einem mittelalterlichen Brot?
Eine genaue Tabelle ist wahrscheinlich nur über den Umweg des Vergleichs mit allgemeinen Waren möglich, deswegen ist Deine Silbermethode bestimmt gut geeignet.
viele Grüße
Tjall

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Eintrag #3 vom 12. Nov. 2003 00:15 Uhr Steffen (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Steffen eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Silber alleine reicht nicht

Das Silber alleine nicht reicht, war mir bewust.
Nur ist es eine gut greifbare Stützstelle. Ich
habe neben dem Vergleich über die Silberpreise,
auch noch einzelen Artikel verglichen.
Bedeute in dem Fall, das ich von der Liste die ich
in Haithabu gemacht habe, Waren gesucht habe die es auch noch heute gibt, und über die Silberpreise
damals, umgerechnet.
Beispiel hierzu:

      Frühmittel-     Preis eines

      alterlicher     Schaukampf

      Preis in        schwerte 

      Silber          Kovex Ars

Schwert 126 gr. 125,25 Euro
Wenn ich das verrechne komme ich auf einen
Silberpreis von ca. 0,99 Euro pro Gramm. Das ganze
ist erst mal ein erster Ansatz und ist noch von
Schwachstellen durchzogen.
Was ich eigentlich damit vorhabe ist eine (oder
ein paar) einfache Preistabelle(n) damals heute
zu erstellen.
Steffen

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Eintrag #2 vom 11. Nov. 2003 22:08 Uhr Claudia (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Claudia eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht falscher Ansatz

Ich glaube, Du hast da den falschen Ansatz genommen, wenn Du das über die Silberpreise machen willst.
Vernünftige Vergleichswerte kannst Du nur erhalten, wenn Du was über die Einkommen weißt und einen “Warenkorb” gegenrechnest. Es ist ja nicht nur so, daß Sachen teurer/billiger waren als heute. Wenn das ganze Preisgefüge anders ist, kann man nur dann einigermaßen vergleichen, wenn man die gesamten Ausgaben von Otto Normalverbraucher mit seinem Einkommen vergleicht.
Daß direkte Vergleiche nichts bringen, merkt man eigentlich schon, wenn man Preise in der DDR und der Bundesrepublik vor 15 Jahren vergleicht. Da stimmt keine Relation.
Gruß, Claudia

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Eintrag #1 vom 11. Nov. 2003 21:57 Uhr Steffen (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Steffen eine Nachricht zu schreiben.

nach oben / Zur Übersicht Preise im Mittelalter

Ich bin gerade dabei, mir eine Preistabelle (damals heut) auszuarbeiten.
Meine Einstiegsdaten habe ich von einer Schautafel im Wikinger-Museum
Haithabu, wo einige Güter mit den Preisen in Gr. Silber angegeben sind.
Diese habe ich dann auf verschiedene Weise umgerechnet:
1. Silberpreise in Euro/kg in London
2. Einzelne Waren als Refernzpunkt zum Errechen des Wertes von 1 gr.
Silber
Dadurch entsteht natürlich eine recht weite Streuung, Silberpreis London
als Mittelwert zwischen 99-03 beträgt dannach 0,15 Euro. Da damals Silber
jedoch wertvoller gewesen seien dürfte, da es nicht so einfach gefördert
wurden konnte, habe ich noch Waren als Referenzpunkte benutzt.
Dadurch erhalte ich, bisher, eine Streuung zwischen 0,32 -3.5 Euro pro
Gramm Silber. Die Preise vür die Waren habe ich bisher von Kovex Ars
und einen Auktionshaus für Landwirtschaftlichen Bedarf.
Was ich breuchte wären weiter Stützpunkte.
Oder gab es hier im Forum bereits einen Sollchen Thread?
Steffen

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