Thema als Feed (RSS 2.0) Thema als Feed (ATOM 1.0) Preussen, 18.Jhdt, Zivilisten im Miltärdienst

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Eintrag #1 vom 05. Sep. 2004 16:51 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

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Kann mir jemand bei der Suche nach Abbildungen behilflich sein? Ich suche speziell Abbildungen (oder genaue Beschreibungen) der Ausstattung und Bekleidung von Köchen und Hufschmieden in preussischen Diensten, zur Zeit Friedr. d. Gr. Auch Fotos von Reenactern zum Thema sind sehr (!) gern gesehen. Wäre für jeden Tipp dankbar.
Giraut le Noir

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Eintrag #2 vom 05. Sep. 2004 20:26 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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Hallo!
Du kannst davon ausgehen, das sowohl Köche als auch Schmiede in der preußischen Armee auch Angehörige derselben waren. Ergo trugen sie die gleiche etatmäßige Uniform des jeweiligen Regimentes bzw. der Traineinheiten, denen sie detachiert waren.
Wenn Du mir sagen kannst, was genau Du wissen willst, werde ich Dir eventuell weiterhelfen können.
Udo

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Eintrag #3 vom 06. Sep. 2004 02:13 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

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Vielen Dank, Udo.
Es geht darum: ich hatte inzwischen bei meinen ersten Nachforschungen zum Thema gelernt, dass in preußischen Diensten handwerkliche Tätigkeiten recht oft Zivilisten übergeben wurden. Sattler, Köche, Schmiede, Schneider und so weiter. Somit stellt sich mir die Frage, wie diese Handwerker in preußischen Diensten real aussahen.
Speziell geht es mir um die Darstellung etwa eines preußischen Koches im Militärdienst. Welche Kleidung trug er bei der Arbeit? In der Kaserne, auf dem Felde (Feldküche).
Giraut le Noir

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Eintrag #4 vom 09. Sep. 2004 14:06 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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…sowas wie eine “Feldküche” wie man sie aus der neuzeit kennt, gab es in der altpreußischen Armee nicht. Allenfalls eine Feldbäckerei und ein Fourgaewesen.
Die Soldaten lebten in sogenannten Zeltgemeinschaften zu acht Mann in einem Zelt. Diese Gemeinschaften bezogen von o.g. Feldbäckerein/Fouragewagen ihr Brot und andere Lebensmittel, die sie dann im Gruppenrahmen zubereiteten. Dazu war in jeder Zeltgemeinschaft einen Kochtopf sowie diverse Kücheuntensilien vorhanden, die von den Soldaten transportiert, oder wenn zu sperrig auf dem Transportwagen mitgeführt wurden.
Ein Anstehen an der Gulaschkanone gab es also im 18. Jahrhundert nicht.
Udo

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Eintrag #5 vom 10. Sep. 2004 12:15 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

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Danke, Udo!
Super Auskunft.
Den kurz angedachten Versuch, sowas darzustellen, kann ich also vergessen. Gut.
Wieder einmal bewahrheitet sich der Tipp: erst die Fachleute fragen und nicht auf Allgemeinvorstellugnen vertrauen :)
Danke!
Giraut le Noir

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Eintrag #6 vom 10. Sep. 2004 14:09 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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Was hätteste denn als Alternativ-Darstellung im Hinterkopf? Musketier ist nichts für Dich? Warum?
Udo

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Eintrag #7 vom 10. Sep. 2004 17:44 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

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Nun, kein Geheimnis: wegen einer Nervenlähmung in beiden Unterschenkeln habe ich eine Gehbehinderung. Insofern ist Fußlatscher nicht so der Bringer.
Die Behinderung habe ich zwar durch eisernes Training soweit in den Griff bekommen, dass ich völlig ohne Gehhilfen klar komme und im Alltagsleben das nicht mal auffällt, aber sie ist eben dennoch da und macht zB längere oder anstrengende “Märsche” unmöglich.
Hm, da wäre ja ein “Invalide” an sich naheliegend, hihi…
Oder ich lasse mich beraten, was in der nächst liegenden Gruppe noch fehlt. Dürfte wohl der beste Weg sein, nehme ich an. Oder?
Giraut le Noir

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Eintrag #8 vom 11. Sep. 2004 21:30 Uhr Udo Brühe   Nachricht

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…kein Geheimnis:
Die für Dich nächstliegende Gruppe sind - so leid es mir tut - wir: www.altpreussiche-infantrie.de
Genausowenig ein Geheimnis: Wir sind eine, ich nenne es mal “überschaubare”
Truppe, die im Grunde froh ist um jeden Kerl, der ihre Linie verstärkt.
Andersrum jedoch wären wir - genau wie jede andere Gruppe, die ernstgenommen
werden mag - schön blöde, wenn wir das Potential nicht nutzen würden, das
sich uns durch engagierte, jedoch “beeinträchtigte” Neuzugänge erschließen
würde.
Aus der Napoleonik, einer Darstellungsepoche die im Gegensatz zu uns
Altpreußen* älter, etablierter und zahlenmäßig größer ist, weiß ich das dort
auch körperlich beeinträchtigte Zeitgenossen (“Behinderte” zu sagen ist,
glaube ich, derzeit politisch nicht korrekt, oder?)ein facettenreiches und
interessantes Betätigungsfeld geboten wird.
------ *ERKLßRENDE UNTERBRECHUNG EIN* ----
Bevor nun einer der geneigten Leserschaft aus seinen vegetabil gegerbten und
wendegenähten Puschen hüpft, folgendes meinerseits:
Weder will noch werde ich es in Abrede stellen, das og. Betätigungsfeld für
ebenfalls o.g. Bevölkerungsgruppe nicht auch in anderen als der von mir
erwähnten altpreußischen* und napoleonischen Darstellungsepochen vorhanden
ist.
Ich für meinen Teil rede nur von Strukturen, bei denen ich detaillierten
Einblick habe.
Hat jeder sein Eis/Bier/Popcorn? Gut, dann mal…
---- *ERKLßRENDE UNTERBRECHUNG AUS* —
Auch bei uns Altpreußen* kann sich ein interessantes Betätigungsfeld
erschliessen, das über den von Dir erwähnten Invaliden, den man bei Kolin
auf der Schwedenschanze malade schoß, hinaus gehen kann. Ich denke da an
Aufgaben in der Regimentsschreibstunde oder als Profoss.
Natürlich weiß ich nicht, welche Literatur Dir bis dato zur Verfügung stand,
ich rate Dir jedoch zu den Werken von Menzel und Bleckwenn.
Menzel:
Sein Werk “Die Armee Friedrichs des Großen in ihrer Uniformierung” von
18hastenichgesehen genießt bei uns Altpreußen* in etwa den Stellenwert, den
die Kreuzfahrerbibel bei dem arrivierten HoMi von Welt einnimmt.
Das Buchkann man für kleines Geld in jeder Buchhandlung beim
“Weltbildverlag” bestellen.
Bleckwenn:
Das Lebenswerk des Ehepaares umfasst nahezu alle Aspekte altpreußischen*
Heerwesens…und seien diese noch so trocken.
Als Einstiegsdroge empfehle ich hier:
“Unter dem Preußenadler”, das ab und an bei Ebay verstiegrt oder in einem
Antiquariat/Büchertrödelmarkt angeboten wird.
Für weiterführende Fragen stehe ich Dir selbstverständlich gerne via E-Mail
zur Verfügung.
P.S:
Unter der Begrifflichkeit “Altpreußisch” verstehen Geschichtswissenschaftler
und Militärhistoriker die Zeit zwischen der Gründung des Königreiches
Preußen im Jahre 1701 und der Niederlage des selben in der Doppelschlacht
von Jena und Auerstädt 1806 gegen die Truppen Napoleons I.
Udo

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Eintrag #9 vom 17. Sep. 2004 01:47 Uhr Georg (Nachname für Gäste nicht sichtbar)   Nachricht Bitte einloggen, um Georg eine Nachricht zu schreiben.

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Vielen Dank für die Info.
Leider reagiert ihr weder auf Emails, noch auf Anrufe. Schade.
Giraut le Noir

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