Hi Michael, jetzt aber wirklich was zum Thema. Vertrete eigentlich die Meinung der meisten hier. Das fechten mit einer guten Klinge ist einfach nur göttlich, allerdings braucht es seine Zeit, bis man selber weiß, was für einen selber die beste Kling ist. Ich habe z.B. ein Schwert aus einer umgearbeiteten LKW-Blattfeder und bin, wie von Nicole bereits erwähnt nach umbauten, wirklich zufrieden damit. Bei Schwertern ist es genauso wie z.B. Darts, billige sind toll zum Anfangen, leider trifft man nichts und es vergeht einem die Lust, kauft man sich dann gute, die viel Geld kosten, merkt man auf einmal einen erheblichen Fortschritt und es macht TIERISCH Spaß.
Ich kann Dir für den Anfang nur Raten vielleicht auf einigen Märkten die Akteure und Schmiede mal zu fragen, ob Du die Schwerter mal anfassen darfst. Guten Service und gute Beratung bietet auch Kai Hobein von www.selten.handwerk.de . Allerdings wirst Du so oder so mit ca. 200- rechnen müssen.
nunja, diese Federschläge, eine Unsitte aus dem FMA-Bereich, werden immer umstrittener. Wir lehnen diese Spielereien ab, da kann man gleich einen Federstahldraht nehmen. Mogelei.
Um zu fechten brauchts keine superelastischen Klingen, da tuns auch die braven Klingen.
zu Jörg, die Bince-Klingen sind für das weitverbreitete “Punkt-Fechten”. Sie sind wohl aus einem Metall gefertigt, das so flexibel ist, daß man seinem Gegner über das Schild , trifft man dieses Blattseitig, einen Treffer versetzen kann.
ist wahrscheinlich das, was ich mit diesem Beitrag mache.
Sagt einmal, sind die Bince-Klingen nicht die mit diesem “schawop”-Effekt, die es einem ermöglichen, den Gegner über dessen Schulter am Rücken zu kratzen?
Weiss nicht, mein Tipp ginge eher in die Richtung, versuche, Dich vielleicht ein oder zweimal mit Leuten zum Fechten zu treffen und versuche, ein Schwert in Bezug auf Länge und Gewicht, die Dir zusagen, auszutesten.
Meine Klinge war anfangs zu lang und das hat mich völlig behindert, die meines Freundes zu schwer, was zu leichten Ansätzen einer Sehnenscheidenentzündung führte. Wir kennen einen sehr netten und äusserst fähigen Schmied, der die Schwerter nacharbeitet. Vielleicht wäre ein weiterer, daraus resultierender Vorschlag, anfangs nicht zuviel in ein Schwert zu investieren, denn da man kaum weiss, was man braucht, stimmt irgendeine Eigenschaft des Schwertes sicher nicht mit den eigenen Bedürfnissen überein.
So, nun zerfleischt mich mal schön für die Bince-Klingen.
wir von Ars Militia e.V. kämpfen schon seit Jahren mit Krondak-Klingen vom Zeughaus, ohne daß es Probleme gab. Vom Gewicht her liegen sie in der Nähe der Bince-Klingen, teilweise sind die älteren sogar leichter (!).
Und wenn was ist, sind Anke und Thorsten im Service prima.
Derzeit setzen sich dennoch die Bince-Klingen durch, weil sie minimal anders ausgewogen und härter sind…Aber das ist wohl für den Anfänger nicht so entscheidend.
Jedenfalls laß Dir keine Klinge zu “Sonderpreisen” oder was über e-Bay andrehen.
Zunächst einmal kann man hier nicht einfach nur die Material- und Verarbeitungsqualität unterscheiden.
Ein Beispiel:
Meine verhältnismäßig “zarte” Klinge ist eigentlich hervorragend gearbeitet, aus gutem Material und läßt sich leicht führen. Wenn mein Gegenpart in Schlacht, Schaukampf oder freiem Kampf über ein ähnlich geartetes Metzeleisen verfügt, gibt´s keine Probleme. Die Schartenbildung hält sich in Grenzen und das Material wird nicht über Gebühr beansprucht.
Benutzt mein Gegenpart allerdings eine Klinge aus wesentlich härterem bzw. anders gearbeitetem Material oder eines von diesen umgearbeiteten grobschlächtigen Flacheisen Marke “Ex-Blattfeder”, gibt´s halt mächtige Scharten und möglicherweise sogar Bruch.
Gute Qualität für den durchschnittlichen Gebrauch findest Du beispielsweise beim Zeughaus Wiking in Köln. Thorsten und Anke vertreiben in erster Linie tschechisches Material mit der entsprechenden Garantie auf Verarbeitungsfehler wie beispielsweise von Jiri Krondak. Allerdings kannst Du dort auf Bestellung auch Schwerter von Paul Bince erstehen, einer DER Künstler für leichte und widerstandsfähige Klingen auf dem Markt.
Grundsätzlich Abstand nehmen solltest Du von Schwertern, die aus grob umgearbeiteten LKW-Blattfedern oder Edelstahl bestehen. Ersteres sorgt zwar für immense Muskelentwicklung, bietet aber wenig Spaß, Letzteres taugt ausschließlich als Wandbehang und ist aufgrund der großen Bruchgefahr nur was für potentielle Selbst- und sonstige Mörder.
Ich interessiere mich seit längerem für Schaukampf, hatte bis jetzt nur nicht die Zeit, jetzt will ich aber endlich anfangen und stehe schon vor dem ersten Problem: etliche Schmiede bieten ihre Klingen an, und jeder sagt seine wären die besten: Kann mir jemand, der da vielleicht schon länger Erfahrung mit hat sagen welche Schmiede gutes Material herstellen und von wem man besser die Finger lassen soll.